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IFRS 3.0:: Neuer Bilanzierungsstandard für Leasingverträge: Leitfaden zum Exposure Draft ES/2013/6 Lease aus Sicht des Leasingnehmers

IFRS 3.0:: Neuer Bilanzierungsstandard für Leasingverträge: Leitfaden zum Exposure Draft ES/2013/6 Lease aus Sicht des Leasingnehmers

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IFRS 3.0:: Neuer Bilanzierungsstandard für Leasingverträge: Leitfaden zum Exposure Draft ES/2013/6 Lease aus Sicht des Leasingnehmers

Länge:
123 Seiten
43 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Juli 2015
ISBN:
9783739273570
Format:
Buch

Beschreibung

Im Mai 2013 haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das Financial Accounting Standards Board (FASB) einen zweiten Entwurf des Standards zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen – Exposure Draft ED/2013/6 Leases veröffentlicht. Eine Einführung ist bis spätestens 2017 geplant. Aus den geplanten Neuerungen ergibt sich ein umfangreicher Handlungsbedarf für Unternehmen die nach IFRS bilanzieren.

Der Leitfaden gibt Unternehmen die als Leasingnehmer agieren einen Überblick über die wichtigsten Inhalte und gibt eine Hilfestellung zur Einführung des neuen Standards.
Herausgeber:
Freigegeben:
13. Juli 2015
ISBN:
9783739273570
Format:
Buch

Über den Autor

Jörg Gogarn ist Management Consultant und Geschäftsführer der JG BC Projekt & Service GmbH, Trebur. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Umfeld von Banken, Finanzdienstleistern und mittelständischen Unternehmen mit den Schwerpunkten - Risk Management & Financial Accounting - Unternehmens- und Banksteuerung - Transformation regulatorischer Anforderungen - Informationslogistik und - Geschäftsprozessmanagement


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IFRS 3.0: - Jörg Gogarn

Autor

1 Einleitung und Rahmenbedingungen

Im Mai 2013 haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das Financial Accounting Standards Board (FASB) einen zweiten Entwurf des Standards zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen – Exposure Draft ED/2013/6 Leases veröffentlicht. Eine Einführung ist bis spätestens 2017 geplant. Aus den geplanten Neuerungen ergibt sich ein umfangreicher Handlungsbedarf für Unternehmen die nach IFRS bilanzieren.

Offen sind auch konkrete Übergangsregelungen, wobei ein Bestandsschutz zur Beibehaltung der heutigen bilanziellen Abbildung von bestehenden Leasingverträgen nicht vorgesehen ist.

Der Standardentwurf verfolgt ein Nutzungsrechtsmodell (right-of-use-model). Dies führt das mit wenigen Ausnahmen dazu, dass im Unterschied zur derzeitigen Bilanzierungspraxis die Miet- und Leasingverträge beim Leasingnehmer bilanziell abzubilden sind (On-Balance). Der Standardentwurf sieht eine separate Bilanzierung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten des Vertrages vor, z.B. Dienstleistungen, sofern diese Komponenten separiert werden können, d.h. Einzelpreise für die jeweiligen Komponenten ermittelt werden können.

Der Anwendungsbereich des neuen Standards bezieht sich auf alle Vertragsverhältnisse, die das Recht zur Nutzung eines eindeutig identifizierbaren Vermögensgegenstandes über einen bestimmten Zeitraum für eine Gegenleistung beinhalten. Im Zuge einer solchen Vereinbarung wird dem Leasingnehmer das Recht zur Kontrolle der Nutzung des Leasinggegenstandes eingeräumt. Der neue Standard gilt auch für die Bilanzierung der Vertragsverhältnisse bei Leasinggebern. Die Änderungen in der bilanziellen Darstellung fallen für diese vergleichsweise gering aus.

Die nachfolgenden Ausführungen beschränken sich auf die Einführung des neuen Standards beim Leasingnehmer.

1.1 Klassifizierung und Bilanzierung

Der neue Standard unterscheidet zunächst nach dem Leasingobjekt in folgende Leasingverhältnisse:

Typ A für mobile Vermögenswerte

Typ B für Immobilien

Unter engen Voraussetzungen ist eine Umqualifizierung in den jeweils anderen Typ möglich.

Der Leasingnehmer muss, unabhängig ob Typ A oder Typ B, für jeden Leasingvertrag den Vermögenswert für das Nutzungsrecht und dazu korrespondierend eine Leasingverbindlichkeit für die Zahlungsverpflichtung aus dem Vertrag in der Bilanz erfassen. Dazu werden beide Bilanzpositionen abdiskontiert. Die Verbindlichkeit entspricht bei der erstmaligen Anwendung dem Barwert der zukünftigen Leasingverpflichtungen. Nur für Leasingverträge mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten inkl. aller Verlängerungsoptionen gelten Erleichterungen: Sie können weiterhin als Mietleasingverhältnisse im Aufwand (Off-Balance) erfasst werden.

Bei Bilanzierung von geleasten Mobilien nach Typ A gilt die Annahme, dass der Leasingnehmer den überwiegenden Teil des Nutzenpotentials des geleasten Objektes während der Vertragslaufzeit verbraucht. In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ergibt sich der zu buchende Aufwand aus

planmäßigen Abschreibung des Nutzungsrechts und

der periodischen Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit.

Der dem Zinsaufwand zuzurechnende Teil wird im Finanzergebnis dargestellt. Bei Leasingverhältnissen nach Typ A kommt es damit zu einer degressiven Aufwandsdarstellung. In der Folgebewertung ist diese Ansatz ebenfalls mit dem derzeitigen Finanzierungsleasing vergleichbar: Ein Großteil der Aufwendungen wird am Anfang des Leasingverhältnisses erfasst (frontloading).

Bei geleasten Immobilien nach Typ B zu bilanzieren wird während der Vertragslaufzeit ein unwesentlicher Werteverzehr am Vermögensgegenstand durch den Leasingnehmer angenommen. Für diese Verträge wird ein über die Vertragslaufzeit gleichbleibender linearer Aufwand aus dem Leasingverhältnis erfasst. Dieser ergibt sich ebenfalls aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit und einer sogenannten Residualgrösse zusammen, d.h. einem gedachten Abschreibungsbetrag des Nutzungsrechts.

Da die Aufzinsung degressiv verläuft, muss sich der Abschreibungsbetrag im Zeitablauf progressiv entwickeln, um einen gleichbleibenden Gesamtaufwand abzubilden. Der lineare Gesamtaufwand für diese Leasingverträge wird im operativen Ergebnis gezeigt.

1.2 Sale-and-Lease-Back-Transaktionen

Eine weitere Neuerung im Standardentwurf bezieht sich auf die Bilanzierung von Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Dabei wird ein Vermögensgegenstand zunächst verkauft und dann zur Nutzung zurück gemietet werden, oftmals bei Immobilien. Der neue Standard erfordert nun eine Prüfung, ob nach den Vorgaben der IFRS überhaupt ein Verkauf stattgefunden hat.

Die aktuelle Abbildung von Sale-and-Lease-Back Transaktionen ist nach den neuen Bilanzierungsregeln nur noch für Transaktionen möglich, bei denen im Verkaufsvorgang die Verfügungsgewalt über den Vermögensgegenstand tatsächlich und vollständig (physisch)auf den Käufer übergegangen ist.

Kommt die Prüfung jedoch zu dem Ergebnis, dass im ersten Schritt kein Verkauf im Sinn der Neuregelung stattgefunden hat, ist diese Sale-and-Lease-Back-Transaktion bilanziell wie ein Darlehensvertrag zu behandeln.

1.3 Beurteilung bestehender

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