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Genug gesegelt? Fahr` Motorboot!: Das Umsteigerbuch

Genug gesegelt? Fahr` Motorboot!: Das Umsteigerbuch

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Genug gesegelt? Fahr` Motorboot!: Das Umsteigerbuch

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 20, 2015
ISBN:
9783739273129
Format:
Buch

Beschreibung

Dieses Buch
ist für alle diejenigen Segler geschrieben worden,
die eines Tages beschließen, dass sie lange genug gesegelt sind.
Die aber dennoch nicht ohne Boot bleiben mögen.
Die nach Alternativen zum schönen Segelsport suchen.
Und dabei zwangsläufig auch mit dem Gedanken spielen, auf
ein Motorboot umzusteigen. Viele Fragen tun sich auf:
Welche Vorzüge bietet ein Motorboot?
Wie schafft man emotional die Trennung vom Segeln?
Wie erziele ich den besten Preis für mein Segelboot?
Welche Art von Motorboot brauche ich für meine zweite Lebenshälfte auf dem Wasser?
Wo sind die schönsten Reviere fürs Motorbootfahren?
Wo findet man das richtige Boot und was kostet es?
Die Antworten stehen alle in diesem Buch.
Motorbootfahren macht Spaß – viel Vergnügen !
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 20, 2015
ISBN:
9783739273129
Format:
Buch

Über den Autor

Sternzeichen Schütze, Körper schlank, Größe 184 cm, Gewicht um 75 kg, Typ umtriebig, interessiert an allem, beweglich und sportlich, freundlich und kameradschaftlich.


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Zeitschriften

1 Wann ist es soweit?

Der richtige Zeitpunkt zum Umsteigen vom Segel- auf das Motorboot

Um es vorweg zu nehmen: Zeitpunkte, Anlässe, Auslöser zu eben diesem Umsteigen sind so zahlreich, wie die Menschen, die darüber nachdenken. Schließlich sind wir Segler. Und damit eine besondere Spezies nachdenklicher Menschen – individuell, gründlich, sorgfältig und nur wenig risikobereit. Das ist gut so, denn es bewahrt uns vor übereilten Entschlüssen und Fehlern.

Deshalb dauert die Vorbereitung auf den Moment des Entschlusses auch meist sehr lange: nämlich Jahre. Aber dann endlich werden wir uns darüber klar, dass es wirklich an der Zeit ist, zu handeln. Fast immer sind es viele Facetten, einzelne Gesichtspunkte, Erlebnisse und Erkenntnisse, deren Summe letztlich den Entschluss herbeiführt. Zum Beispiel diese:

Wir Skipper segeln immer öfter allein, kriegen Crewprobleme, weil Ehefrau, Kinder, Enkel, Freunde keine Lust mehr haben, mitzukommen.

Die pflegen inzwischen andere Hobbys oder bleiben hübsch zu Haus.

Es fällt uns immer schwerer, das Boot allein zu „managen", etwa beim Maststellen im Frühjahr und beim Abriggen im Herbst. Beim Ab- und Anlegen sowieso.

Es wird auch nicht leichter, die Segel zu setzen und die Schoten zu holen. Man ist eben nicht mehr dreißig, nicht wahr? Nicht selten kommt irgendein körperlicher Defekt hinzu. Die Bandscheibe etwa oder ein Kniegelenk.

Im schlimmsten Fall gar ein Kreislaufleiden, das im Ernstfall rasche Hilfe erfordert, die es draußen auf See nicht immer gibt.

Auch mag das Boot Anlass zu Sorgen geben, weil eigentlich eine Motorüberholung, neue Segel oder eine Neulackierung fällig werden. Soll man die noch investieren?

Doch im einfachsten aller Fälle ist es wohl einfach die Sehnsucht nach einem bisschen mehr Bequemlichkeit, nach mehr Raum an und unter Deck, nach mehr Stehhöhe in den Kammern und mehr Rundumsicht im verglasten Deckssalon, nach einem geschützten Steuerstand hinter elektrischen Scheibenwischern, nach einem größeren Waschraum und einer geräumigen Pantry und ... und ... und.

Die wichtigste Frage lautet nun ohne Zweifel: Den Wassersport aufgeben oder nicht?

Stattdessen etwas anderes tun? Aber was?

Vielleicht einen Schrebergarten pachten und Kartoffeln pflanzen?

Oder ein Wohnmobil kaufen und zum Nordkap reisen?

Wie wär`s mit einer Ferienwohnung im sonnigen Süden?

Nein! Wer ein wirklicher Wassersportler – gar ein Segler – war, der lässt nicht ab vom Bootfahren. Also, dann doch ein Motorboot? Der Entschluss gewinnt Gestalt. Es ist noch nicht einmal ein einsamer Entschluss, denn siehe da: Die eines Tages mutig einbezogene Familie scheint nicht abgeneigt! Neue (bessere?) Zeiten tun sich auf. Nämlich diese:

Schluss wird es sein mit dem ewigen Schaukeln auf der Segelyacht, die darüber hinaus auch noch ständig schief liegt.

Endlich wird man sich sonnen können ohne den immerwährenden Schatten dieses blöden Großsegels. Und das sogar in einem richtigen Liegestuhl!

Vorbei die ewige Fragerei nach der voraussichtlichen Ankunftszeit, denn woher der Wind weht und ob überhaupt, ist künftig fast ohne Belang.

Die See(n)fahrt wird sich auf geruhsames Sitzen an Deck oder im Salon reduzieren und auf die Betrachtung der gemächlich vorbeiziehenden Landschaft. Ohne umständliches Schotenziehen und Segelbergen. Und ohne die Launen des Skippers angesichts einer Segelyacht gleichen Typs, die gerade in Lee vorbeizieht.

Mit neuem Interesse hält man nun Ausschau. Nach Motorbooten! Ganz neue Horizonte eröffnen sich. Eine lange nicht mehr gekannte Kommunikation greift Raum in der Familie.

Zunächst hält man sich Dritten gegenüber noch bedeckt – zu gewaltig erscheint der Schritt in die motorende Zukunft auf dem Wasser, um sich schon jetzt Freunden und Vereinskameraden mitzuteilen oder gar mit Motorbootbesitzern zu reden. Es beginnt die Zeit der heimlichen, visuellen Beschäftigung mit dem „Projekt Motorboot".

Im Sommer segelt man zunächst noch wie eh und je. Aber man guckt schon unverhohlen und diskutiert.

Bald kennt man die bekanntesten Fabrikate. Der Skipper bewundert eine traditionelle, haushohe Trawleryacht mit Flybridge und Biminitop. Die gibt es schon ab 32 Fuß. Ob die gebraucht zu wuppen sein wird?

Natürlich gibt Filius einem flachen Gleiter den Vorzug, der mit 30 Knoten vorbeirauscht.

Weibliche Familienmitglieder halten es eher mit soliden Schiffen holländischer Provenienz, ohne zu bedenken, wie viele Fensterscheiben der drei bis vier Kajüten und der Windschutzscheiben an Oberdeck sie eines Tages putzen werden.

Bei der Bootsmesse macht man keinen Bogen mehr um die Motorboothallen, sondern geht – anfangs etwas schüchtern in der Hoffnung, keinem Segelfreund zu begegnen – hinein. Kehrt beladen mit Prospekten nach Hause zurück. Und spürt das gleiche Kribbeln im Bauch wie damals, als es um das erste Segelboot ging.

Während des langen Winters findet sich genügend Zeit, um sich anhand einschlägiger Fachliteratur (siehe Anhang) mit dem Thema Motorboot zu beschäftigen!

Rasch legt sich die erste Euphorie. Je mehr das „Projekt Motorboot" verinnerlicht und greifbar wird, desto mehr handgreifliche Probleme scheinen sich aufzutürmen. Die meisten drehen sich ums liebe Geld. Schnell wird klar, dass Motorboote nicht (mehr) billiger sind, als Segelboote. Und ebenso bald wird unklar, woher das viele Geld selbst für ein Gebrauchtboot stammen soll.

Aber auch die Psyche spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Besonders langjährige Skipper leiden unter gewissen Treulosigkeits- und Verrätersyndromen. Schließlich besitzen Schiffe – und erst recht Yachten – quasi-menschliche Eigenschaften, ja - eine Seele! Wird man dem treuen Segelboot, das einen viele Jahre sicher über die See brachte, je ohne Emotionen Lebewohl sagen können? Man ahnt, dass Trauerarbeit bevorsteht. Die wird nicht leicht...

An dieser Stelle will der Autor dieses Buches über seine und seiner Bordfrau eigenen Erlebnisse mit dem Abschied vom Segeln berichten.

Wir hatten nach unserer Pensionierung zum ersten Mal reichlich Zeit und segelten auf unserer Vindö 40 rund um die ganze Ostsee. Es war der Jahrhundertsommer 2003 mit herrlichstem Sonnenschein und oft wenig Wind. Die meisten – nämlich 700 der insgesamt 1300 Seemeilen – schob

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