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Neele und das Geheimnis der falschen Ikone

Neele und das Geheimnis der falschen Ikone

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Neele und das Geheimnis der falschen Ikone

Länge:
124 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 23, 2013
ISBN:
9783848248704
Format:
Buch

Beschreibung

Neele und ihre Freunde Motte und Joshua sind auf Klassenfahrt. Gleich am ersten Abend gehen sie auf Entdeckungstour durch den Keller ihrer Jugendherberge, die ein altes Kloster ist. Dort entdecken sie ein Mädchen, dass gefangen gehalten wird. Neele und ihren Freunden bleiben fünf Tage, um Anna Maria zu befreien und den dubiosen Kunstfälschern ins Handwerk zu pfuschen.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 23, 2013
ISBN:
9783848248704
Format:
Buch

Über den Autor

Die Autorin für Kinder- und Jugendbücher vom Rande des Sauerlandes, tummelt sich am liebsten in der Welt der Fantasie herum und schickt ihre Helden nicht selten auf Reisen in Länder, die man in einem Atlas vergeblich suchen würde. Mit dem Amulett des Löwen hält der Leser ihren zweiten Fantasie-Roman in den Händen, die sich natürlich schon Gedanken über eine Fortsetzung macht. Wenn da nicht noch so viele andere Ideen im Kopf herumschwirren würden, die endlich zu Papier, bzw. "zu PC" gebracht werden möchten.


Buchvorschau

Neele und das Geheimnis der falschen Ikone - Andrea Hundsdorfer

Samstag

Montag

„NEELE! Nu´ mach hinne! Die Stimme meiner Mutter dröhnt durch den Flur. „Ich mach´ ja schon!, rufe ich genervt zurück. Sie hat ja Recht, es wird jetzt echt Zeit. Wenn ich nicht langsam in die Puschen komme, fährt der Bus noch ohne mich ab. Das wäre eine Katastrophe!

Unsere erste Klassenfahrt und ich verpasse sie. Das ginge ja gar nicht!

Aber ich…

Stopp! Für alle, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich trotzdem kurz vorstellen. Soviel Zeit muss sein! Also, ich heiße Neele, Neele Borghoff. Ich bin dreizehn Jahre alt und gehe in die 8 a des städtischen Gymnasiums in Hamburg. Denn dorthin sind meine Eltern und ich vor gut zwei Jahren gezogen. Vorher hatten wir in Wellenhorst, einem kleinen Dorf in der Nähe von Osnabrück gewohnt. Und dafür, dass ich ein richtiges Landei war, habe ich mich mittlerweile schon an die Großstadt gewöhnt. Und so nah an der Nordsee zu wohnen, ist natürlich klasse!

Mit meiner Schulkameradin Lotte, die wir alle nur Motte nennen, verstehe ich mich prima. Und mit Joshua, mit dem…

„NEELE!" Meine Mutter steht in der Tür, die Hände in die Hüften gestemmt, ihre lockigen Haare mit einem bunten Tuch zusammengehalten.

Sie versucht sich eine widerspenstige Haarsträhne aus der Stirn zu pusten, was ihr nicht so richtig gelingt und urkomisch aussieht. Ich muss laut lachen. Doch meine Mutter lacht nicht mit. Heute Morgen ist ihr nicht danach zu Mute. Es ging aber wirklich alles schief!

Kevin, äh, hatte ich schon erwähnt, dass ich letztes Jahr noch ein Brüderchen bekommen habe? Also, Kevin hatte Papa irgendwie überlistet. Er hatte es geschafft, den Plastikteller mit dem Joghurt drin, vom Hochstuhl auf den Küchenboden zu befördern. Natürlich landete der Inhalt auf den Fliesen. Fröhlich glucksend hatte Kevin der Bescherung zugeschaut und lustig Beifall geklatscht, während Mama wieder alles aufwischte. Dann gab auch noch die Kaffeemaschine ihren Geist auf. Und wer meine Mutter kennt, der weiß: Ohne mindestens eine große, heiße Tasse Kaffee am Morgen läuft bei ihr gar nichts! Entsprechend „gut gelaunt" verlief der Rest des Frühstücks. Ich habe mich dann schnell in mein Zimmer verdrückt, um noch die letzten Sachen in meine Tasche zu packen. Und über die Entscheidung, das weiße Top oder doch lieber das knallrote mitzunehmen, habe ich wohl irgendwie die Zeit vergessen.

„Neele, wirklich. Wir müssen los, bist du endlich soweit? Es kann doch nicht so schwierig sein, für sechs Tage Sachen einzupacken, oder?" Wenn sie wüsste!

Okay, also: ene, mene, muh und mit kommst du. Mein Zeigefinger landet auf dem weißen Top und ich entscheide mich für das knallrote.

Meine Mutter schüttelt verständnislos den Kopf, aber ich meine, ein leichtes Zucken in ihrem Mundwinkel zu entdecken. Klappe zu, und los geht´s! Ich hieve meine prall gefüllte Reisetasche vom Bett und ziehe den Bügel heraus.

Auf leisen Rollen folgt mir die Tasche über den Flur, bis Papa sie an der Haustür entgegen nimmt und ins Auto packt. Die Schule ist eigentlich ganz in der Nähe, aber Mama hat darauf bestanden mich hinzubringen. Kevin sitzt bereits im Kindersitz und brabbelt vor sich hin. Ich setze mich lieber nach vorne. Wer weiß, ob der nicht noch Joghurt an den Fingern hat!

Mama hat sich schnell eine Jacke übergeworfen, eine Sonnenbrille ins Haar gesteckt und sieht, auch ohne Kaffee, ganz okay aus.

Ich hole mir noch einen dicken Schmatzer bei Papa ab und los geht’s.

Mama gibt mächtig Gas, um keine hundert Meter später wieder abrupt abzubremsen. Kevin und ich starren sie erschrocken an. „Mann, jetzt hätte ich doch beinahe vergessen, Joshua mitzunehmen!"

Sie legt den Rückwärtsgang ein und fährt gut zwanzig Meter zurück.

Sie hält an der Straßenecke mit dem kleinen Buchladen, den Joshuas Großeltern führen. Joshua! Richtig, von dem wollte ich euch ja auch noch erzählen. Joshua ist so alt wie ich und geht in meine Parallelklasse. Er lebt bei seinen Großeltern, da seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen, als er erst drei Jahre alt war. Joshua ist etwas größer als ich und hat kurze, braune Haare.

Seine goldene Nickelbrille hat er gegen Kontaktlinsen eingetauscht und seit fast einem Jahr geht er regelmäßig zur Logopädie (Sprachtherapie). Stottern muss er seitdem so gut wie gar nicht mehr.

Nur manchmal passiert es ihm noch, wenn er sehr nervös ist.

Es mag aber auch daran liegen, dass ich mit Hilfe von Tom, dem Besitzer von „Toms Muckibude", der Bande, die Joshua damals das Leben echt schwer gemacht hatte, einen gehörigen Denkzettel verpasst habe. Seitdem herrscht Ruhe an unserer Schule und Joshua ist viel lockerer geworden, also meistens jedenfalls.

Dann sind Joshua und ich noch durch Zufall auf das Geheimnis eines alten Puzzles gestoßen, das ich im Kleiderschrank meines neuen Zimmers entdeckt hatte. Das war echt spannend gewesen. Tja, und seit dem sind wir echt gute Freunde.

„Hi Neele, alles klar? „Sicher, und bei dir auch? Joshua nickt. Er hat seine Tasche in den Kofferraum gepackt und auf der Rückbank neben Kevin Platz genommen. Mama gibt wieder Gas und wir sind ruckzuck an der Schule.

Auf dem Parkplatz herrscht ein großes Durcheinander. Es grenzt an ein Wunder, (oder ist es einfach nur der unerschütterlichen Gelassenheit unseres Busfahrers zu verdanken?), dass schließlich alle Koffer in unserem Reisebus verstaut sind und die Sitzreihen sich allmählich füllen.

Nachdem ich alle Ermahnungen meiner Mutter und die, wie immer, etwas klebrigen Küsschen von Kevin über mich habe ergehen lassen, schaffe ich es endlich, mich loszueisen.

Von der Tür aus winke ich den beiden ein letztes Mal zu und lasse mich dann erschöpft neben Motte in den Sitz fallen. Jetzt heißt es erst einmal vier Stunden auf der Autobahn gen Süden.

Unser Zielort ist ein kleines Dorf am Rande des Sauerlandes mit dem witzigen Namen Sichtigvor. So wie vorsichtig, nur umgekehrt. Den Ort gibt es schon seit über 350 Jahren. Und in diesem Ort gibt es ein Kloster, das früher den Ordensrittern gehörte. Erst vor einigen Jahren ist es in eine Jugendherberge umgebaut worden. Und dorthin wird uns unsere Reise führen.

Und endlich, nach insgesamt fünf langen Stunden biegen wir schließlich auf den Vorhof zum Kloster ein. Die Reifen des Busses knirschen über den Schotter.

Wow! Ich hatte mir unter einem Kloster eher ein sehr dunkles und schlichtes Gemäuer vorgestellt. Aber dieses sieht eher aus wie ein Schloss! Es ist wirklich ein wunderschönes, großes Gebäude mit einer imposanten Mitteltreppe. Hohe Sprossenfenster säumen die dreistöckige Front und eine Heiligenfigur wacht über der Treppe. Das große Walmdach ist mit Schiefer gedeckt.

Nachdem auch die letzte Reihe des Busses geleert ist und alle Koffer und Taschen aus den Laderäumen

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