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Bennis Ferienabenteuer: Im Zeichen des Aquarius

Bennis Ferienabenteuer: Im Zeichen des Aquarius

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Bennis Ferienabenteuer: Im Zeichen des Aquarius

Länge:
168 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
May 15, 2014
ISBN:
9783735745606
Format:
Buch

Beschreibung

Ein verstaubtes Gemälde, ein verborgenes Zimmer und ein altes Tagebuch. Das sind die Zutaten für Bennis erstes Ferienabenteuer auf dem Bauernhof seiner Großeltern.

Eigentlich hatten Benni und Kati auf dem Dachboden des Gesindehauses nach einem verborgenen Schatz gesucht.
Aber alles was sie gefunden haben, war ein altes, verstaubtes Gemälde, mit einem Segelschiff. Wahrlich keine Seltenheit, hier an der Nordsee.
Aber enthält das Bild vielleicht versteckte Hinweise auf einen verborgenen Schatz, der vor über 200 Jahren verloren ging?

Kati und Benni müssen einige knifflige Rätsel lösen, um der Spur des Schatzes folgen zu können.

Dies ist das erste von vielen Ferienabenteuern, das Benni, Kati und Jojo in den Sommerferien rund um Hanswehrum und den anderen Warfendörfern an der Nordsee erleben werden.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 15, 2014
ISBN:
9783735745606
Format:
Buch

Über den Autor

Die Autorin für Kinder- und Jugendbücher vom Rande des Sauerlandes, tummelt sich am liebsten in der Welt der Fantasie herum und schickt ihre Helden nicht selten auf Reisen in Länder, die man in einem Atlas vergeblich suchen würde. Mit dem Amulett des Löwen hält der Leser ihren zweiten Fantasie-Roman in den Händen, die sich natürlich schon Gedanken über eine Fortsetzung macht. Wenn da nicht noch so viele andere Ideen im Kopf herumschwirren würden, die endlich zu Papier, bzw. "zu PC" gebracht werden möchten.


Buchvorschau

Bennis Ferienabenteuer - Andrea Hundsdorfer

Andrea

Endlich Ferien

„Benni, wo bleibst du denn? Der Zug wird nicht auf dich warten! Papas Stimme schallt durchs Treppenhaus. „Ich komme ja schon! Ich ziehe den Reißverschluss des Rucksacks zu und schaue mich noch einmal in meinem Zimmer um. Habe ich auch wirklich nichts vergessen? Schließlich werde ich die nächsten fünf Wochen nicht da sein.

Ein großer Koffer mit meinen Klamotten ist schon vor zwei Tagen auf die Reise gegangen. Ich räume nur noch die wirklich wichtigen Sachen ein: Meine Star Wars Sammelbücher, einige CDs, ein paar Hero Factory Figuren, meine BleyBlades und, natürlich, meinen Nintendo! Zugegeben, auf dem Bauernhof meiner Großeltern ist auch so genug los. Ich werde wahrscheinlich gar keine Zeit für Langeweile haben. Dafür werden Oma Elke und Opa Peter schon sorgen.

Aber selbst die beiden können es ja nicht verhindern, dass es vielleicht den einen oder anderen Regentag in den Sommerferien geben wird. Und für den Fall, möchte ich vorbereitet sein.

Ich schnalle mir den Rucksack auf den Rücken und sause aus dem Zimmer, den Flur entlang und - Bam- Bam- Bam- Bam- die Treppe hinunter. Mama und Papa haben ihren kleinen Laden in der Innenstadt extra eine halbe Stunde früher geschlossen, so dass sie mich in der Mittagspause zum Bahnhof bringen können.

„Grüß uns Oma und Opa schön. Und benimm dich anständig, ermahnt mich Papa und strubbelt mir durch die Haare. „Leg deine Füße nicht auf den Sitz. Stell deinen Rucksack nicht mitten in den Gang. Lass deine Sachen nicht einfach im Abteil liegen, auch wenn du nur kurz auf die Toilette musst, fügt meine Mama streng hinzu.

„Ja, ja. Ich werde mir schon nichts klauen lassen." Der Inhalt des Rucksacks ist mir heilig. Niemals würde ich den aus den Augen lassen. Und den DS schon mal gar nicht!

Mama und Papa sind nur so aufgeregt, weil ich in diesem Jahr das erste Mal alleine mit dem Zug fahren werde! Ich habe dazu extra so einen doofen Brustbeutel bekommen, den ich mir umhängen soll.

Damit auch jeder sofort erkennt, dass ich alleine unterwegs bin.

Wie blöd ist das denn? Den werde ich gleich unter meinem T-Shirt verschwinden lassen. Ich bin doch kein Baby mehr! Schließlich werde ich im Herbst schon zehn!

„Hörst du mir überhaupt zu?, fragt mich Mama. „Ja, ja, antworte ich schnell. „So? Was habe ich denn gerade gesagt? „Ich soll schön auf meine Sachen aufpassen… und…äh. „Ich weiß nicht. Soll ich nicht doch besser mitfahren?, meint Mama, „Mir ist nicht wohl bei der Sache. „Ach Quatsch, die Fahrt dauert doch nur zwei Stunden. Das wird er schon schaffen, stimmt´s Benni?" Papa ist viel lockerer als sie. Ich nicke und setze blitzschnell meinen treuen Hundeblick auf. Der zieht eigentlich immer.

Papa schafft es, Mama wieder zu beruhigen und da ertönt auch schon das Zugsignal. Jetzt heißt es schnell einsteigen, sonst fährt der IC 56 echt ohne mich los.

Küsschen rechts, Küsschen links. Boah, ab nächstes Jahr kann Mama sich das aber abschminken! Knutschen in aller Öffentlichkeit! Igitt! Das geht ja gar nich´!

Noch einmal feste drücken und los geht’s! Papa bringt mich in mein Abteil und wie „zufällig wandert noch ein zwanzig Euro Schein in meine Hand. „Hab´ viel Spaß! Und grüß mir die Nordsee!

Er zwinkert mir zu und ich zwinkere zurück. „Klar mach ich! Ein letztes „High Five und ich bin allein im Abteil. Ich stelle den Rucksack auf den Sitz und gehe ans Fenster. Schon geht ein Ruck durch den Zug und er setzt sich in Bewegung.

Mein gegen die Fensterscheibe geschmettertes „Bleibt geschmeidig!" hören meine Eltern natürlich nicht, also strecke ich mit einem breiten Grinsen beide Daumen in die Höhe. Ich winke ihnen durch das Fenster zu, bis der Zug aus dem Bahnhof heraus ist und dann lasse ich mich in den Sitz fallen.

Ferien! Endlich! Sechs lange Wochen: Keine Schule, keine Hausaufgaben, keine Termine! Und die ersten drei Wochen „Verwöhnurlaub" pur bei Oma und Opa. Herrlich!

„BENNI!" Ich höre Opa Peters Stimme in der Halle des Bahnhofs in Emden schallen, bevor ich ihn überhaupt entdeckt habe. Mit weit ausgebreiteten Armen steht er auf dem Bahnsteig und lacht mir entgegen.

Wie der Blitz sause ich zu ihm und werfe mich in seine Arme. „OPA! „Nicht so stürmisch junger Mann! Lass dich ansehen. Mein Gott, du bist ja schon wieder gewachsen! Puh, und schwer bist du geworden. Bald kann ich dich nicht mehr auf den Arm nehmen, scherzt er. Er strubbelt mir wie immer durch die Haare und ich lasse es gerne geschehen.

Vor dem Bahnhof steht der grüne Fendt, Opas alter Trecker.

„Und, spinnt er wieder oder läuft er derzeit ohne Mucken?, frage ich Opa Peter und weiß genau, was er antworten wird. „Mucken? Mucken kennt mein Fendt nicht!, brummelt er und spielt den Beleidigten. „Er ist eben schon ein bisschen älter und braucht halt besondere Aufmerksamkeit."

Für Omas Geschmack schenkt Opa dem alten Fendt viel zu viel Aufmerksamkeit. Stundenlang schraubt und werkelt er in der Scheune an seinem Vehikel (Fahrzeug) herum. Dabei gäbe es auch noch die eine oder andere Arbeit rund um den alten Hof zu erledigen. Oft bleibt Oma nur noch ein verständnisloses Kopfschütteln übrig.

Ich liebe die Fahrten mit dem alten Fendt. Zugegeben, der Metallsitz ist reichlich hart und ich bekomme jeden noch so kleinen Hubbel im Asphalt mit. Doch die Fahrt von Emden nach Hamswehrum, wo der Bauernhof meiner Großeltern liegt, ist mit dem Trecker für mich schon das erste Highlight der Ferien! Mit dem Benz ginge es natürlich viel schneller und bequemer, aber es würde nur halb so viel Spaß machen!

Da man den guten, alten Fendt hört, bevor man ihn sieht, steht Oma Elke schon in der Tür des Wohnhauses und wischt sich die Hände an ihrer Schürze ab.

Wahrscheinlich hat sie gerade einen frischen Kuchen aus dem Backofen geholt. Ich bilde mir ein, schon den Geruch in der Nase zu haben. Ich weiß, das geht natürlich gar nicht, aber trotzdem!

Meine Oma empfängt mich ebenso wie Opa mit offenen Armen und drückt mich fest an sich. „Mein Jung´, lass dich anschauen. Sie kneift mir leicht in die Wange. „Blass bist du und viel zu dünn! Na warte, dem werden wir abhelfen. Immer rein in die gute Stube!

Der große, schwere Holztisch in der Küche ist schon gedeckt. Unter dem blauweiß karierten Geschirrtuch duftet es köstlich. Ich tippe auf Erdbeerkuchen, mein Lieblingskuchen.

Und natürlich werde ich nicht enttäuscht. Nach drei leckeren Stücken mit viel Sahne und zwei großen Gläsern Orangensaft bin ich pappsatt. „Wie sieht´s aus mein Jung´?, fragt mich Opa Peter, „Ich muss nachher noch zu den hinteren Weiden am Deich. Hast du Lust mitzukommen? „Na klar!, rufe ich begeistert. „Nu´ lass den Jungen erst einmal ankommen und seine Sachen ins Zimmer räumen, meint Oma Elke und schüttelt den Kopf. „Ach, das ist doch schnell gemacht, oder?, fragt Opa. „Na logo, bestätige ich.

„Siehste! Komm in ´ner Viertelstunde auf den Hof. Dann geht es los", sagt Opa Peter und trinkt den letzten Schluck Kaffee aus seinem Pott. Dann steht er auf und packt sich seine Pfeife. Rauchen darf er nämlich nur draußen. Da hat sich Oma Elke durchgesetzt!

Ich schnappe mir meinen Rucksack und sause nach oben. Vom oberen Flur führt einen schmale Stiege in mein Reich, wie Oma es immer nennt.

Mein Reich. Also, wie soll ich euch das beschreiben? Ganz, ganz früher mal, da war das der Dachboden des Bauernhauses, der auch als Heuboden genutzt wurde. Vor vier Jahren haben Papa und Opa den gemeinsam entrümpelt und vor drei Jahren komplett ausgebaut.

Er ist wie eine kleine Wohnung in sich. Ein Schlafzimmer für meine Eltern, ein Badezimmer, ein kleiner Abstellraum und dann mein Zimmer!

Es ist riesig, sage ich euch. Echt! Und hoch. Ich kann durch die dicken, dunklen Holzbalken bis in die Spitze des Daches gucken. An der Giebelseite hat es riesige Fenster, durch die viel Licht ins Zimmer fällt. Deshalb ist es trotz des dunklen Holzbodens und den vielen Balken ein helles und gemütliches Zimmer. An einem der Querbalken baumelt meine Hängematte.

Im letzten Jahr hat mein Papa ein paar Bretter zwischen den beiden ersten Balken vor der Giebelwand angebracht.

Seitdem steht das alte Kojen-Bett, das schon meinem Vater gehörte, in luftiger Höhe. Und dadurch steht, auch seit letztem Jahr, das riesige und urgemütliche Ledersofa aus Opas Arbeitszimmer in meinem Reich. Das wollte ich schon immer haben. Chill-Genuss pur, sage ich euch!

Es steht direkt vor der großen Fensterfront an der Giebelseite. Dann gibt es noch einen Schreibtisch mit Stuhl und eine Kommode.

An der Innenwand stehen ein schmaler Kleiderschrank und ein großes Holzregal mit ganz vielen Fächern. Dort lagern meine „Schätze", die sich in den letzten Jahren während der Ferien angesammelt haben.

Ich werfe meinen Rucksack auf das Sofa und erklimme die steilen Stufen der Leiter, die mich auf meine kleine Empore führt.

Und was sehe ich da? Ein rundes Fenster. Das war letztes Jahr noch nicht da! Es sieht aus wie ein Bullauge! Wie cool ist das denn? Ich würde mal sagen: Megacool! Es lässt sich sogar öffnen und ich kann über den Hof hinaus über das Land sehen.

„Vielen, vielen Dank! rufe ich hinunter in den Hof. „Wofür?, hallt es von Opa Peter zurück. Ich muss laut lachen. Er weiß es ganz genau und tut nur so scheinheilig. Ich sause wieder nach unten in die Küche.

„Gefällt es dir?", fragt mich Oma Elke ganz nebenbei, doch auch sie kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Gefallen? Mann, gefallen ist gar kein Ausdruck. „Es ist super Oma. Einfach megacool! „Das haben wir uns gedacht. Oma putzt sich sichtlich zufrieden die Hände an der Schürze ab. „Dann mal ab mit dir. Ich muss das Abendessen vorbereiten. Also husch, husch raus aus meiner Küche."

Mit dem alten Fendt geht es den Feldweg entlang zu den Weiden. Von hier aus werden die Deiche mit den Schafherden bewirtschaftet, denn mein Opa betreibt eine Deichschäferei. Schafe sind für die Erhaltung der Deiche sehr wichtig. Sie sind nicht nur für die Beweidung zuständig, was nichts anderes heißt, als dass sie ordentlich Gras fressen sollen, um so den Rasen kurz zu halten, sondern helfen mit dem Getrampel ihrer kleinen Füße die Deiche gut festzutreten.

Viel Arbeit hat Opa Peter jetzt im Sommer nicht mit den Tieren. Aber regelmäßig die Weiden abfahren und die Zäune und Tränken kontrollieren muss er dann doch. Im gemächlichen Tempo tuckert der Fendt die Feldwege entlang und ich genieße jeden Augenblick. Es ist jedes Mal wieder schön hierher zu kommen. Raus aus der Stadt, raus aufs Land. Und dann auch noch ans Meer! Ich bin eben ein echter Sohn des Glücks! (Benjamin bedeutet: Sohn des Glücks!)

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