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Die Fehler in unserem System

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Die Fehler in unserem System

Länge:
89 Seiten
50 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 26, 2014
ISBN:
9783957039590
Format:
Buch

Beschreibung

Wie alle Mathematiker wissen, ist ein ständiges Wachstum nicht möglich. Relativ bald würde jeder beliebige Wert überschritten. Seit der letzten Währungsreform (1947 in Österreich, 1948 in Deutschland) ist unglaublich viel Geld durch Zinseszins entstanden, für das nie eine Leistung erbracht wurde. Geben Staaten mehr Geld aus, als sie einnehmen, leihen sie sich Geld von Reichen. Ähnliches gilt für Konzerne, die mehr Dividenden zahlen als sie erwirtschaften. Ein Drittel der Ausgaben eines Privathaushalts sind Zinsen für diese Schulden. Mittlerweile besitzen die 85 reichsten Menschen unserer Erde genauso viel wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung. Der Drang zur Geldvermehrung führt zu Gier und zur Ausbeutung der dritten Welt. Derivate wie Optionen sind reine Wetten. Mit Banken- und Eurorettungsschirmen wird einem Teil der Zocker ihr Verlust zurückerstattet, ohne ihren Gewinn zu schmälern. Egal, wie stark die Weltwirtschaft ist: Daran muss sie zugrunde gehen.
Der Euro ist eine Währungsunion zwischen Ländern unterschiedlicher Wirtschaftsleistung und Industrialisierung ohne gemeinsame Steuer- und Wirtschaftspolitik. Er wurde eingeführt, damit der Dollar Weltleitwährung bleibt, obwohl die USA durch Aufrüstung und Kriege am Rande der Pleite stehen. Der harte Euro stranguliert Griechenlands Wirtschaft. Die Hilfspakete kommen nicht den Griechen, sondern ausländischen Banken und Rüstungskonzernen zugute. Nur mit rascher Teilung könnte der Euro überleben.
Unsere westliche Demokratie führt zu einem plakativen Wahlkampf ohne Nuancierungen. Meist gewinnt, wer ein großes Wahlkampfbudget hat und den Egoismus der Einzelnen am stärksten anspricht.
Affen haben Arme und Beine besonders gut zum Klettern ausgebildet. Es ist unmöglich, aus einer spezialisierten Gattung eine in vielen Belangen durchschnittliche zu züchten. Daher kann der Mensch nicht vom Affen abstammen.
Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste, dass sich Totes aus Lebendigem entwickelt. Warum sollte entgegen allen Beobachtungen zuerst tote Materie und danach aus ihr unser Leben entstanden sein?
Der soziale Organismus ist dreigegliedert. Im Geistesleben, zu dem jede Arbeit gehört, sollte Freiheit angestrebt werden, im Staats- und Rechtsleben Gleichheit und im Wirtschaftsleben Brüderlichkeit. Jeder dieser drei Bereiche folgt eigenen Gesetzen und bräuchte eigene, ihm entsprechende Vertretungen.
Die Schule sollte in Kindern Neugierde, Liebe zur Natur, zu ihren Mitmenschen, zur Heimat, zum Göttlichen, zur Technik und Spaß am Lernen wecken. Der Staat sollte sich nicht in Lehrpläne und Lehrmethoden einmischen.
Arbeitslose werden hoffnungslos, depressiv, krank. Sie rauchen und trinken mehr und sind in höherem Maße selbstmordgefährdet. Das spricht dagegen, der Bevölkerung eine hohe Arbeitslosigkeit mit einem bedingungslosen Grundeinkommen schmackhaft zu machen.
Erst wenn Geld ausgegeben wird, tritt es in den Wirtschaftskreislauf ein. Daher sollte es erst dabei besteuert werden. Geld sollte seinen Wert verlieren. Größere Vermögen sollten nicht vererbt werden können. Jede Tätigkeit für die Gemeinschaft ist Arbeit. Förderungen schaden allen. Es gäbe keine Kernkraftwerke, wenn die Allgemeinheit nicht die Kosten für die Endlagerung des Atommülls und nahezu alle Unfall-Risiken trüge. Gentechnik tötet Regenwälder und Menschen. Klima-Zertifikate sind Betrug. Öffentlicher Verkehr sollte von allen finanziert werden.
Herausgeber:
Freigegeben:
Apr 26, 2014
ISBN:
9783957039590
Format:
Buch

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Buchvorschau

Die Fehler in unserem System - Walter M. Hopferwieser

Die Fehler in unserem System

Wege aus der Krise

I M P R E S S U M

Die Fehler in unserem System – Wege aus der Krise

von Walter M. Hopferwieser

© 2014 Walter Michael Hopferwieser.

Alle Rechte vorbehalten.

Walter Michael Hopferwieser

Santnergasse 61

A-5020 Salzburg

Österreich

walter@hopferwieser.net

Buchcover, Illustration: Karin Bruna

ISBN: 978-3-9570-3959-0

Verlag GD Publishing Ltd. & Co KG

E-Book Distribution: XinXii

www.xinxii.com

Dieses E-Book, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Zustimmung des Autors nicht vervielfältigt, wieder verkauft oder weitergegeben werden.

Kommentare und Fragen sind herzlich willkommen.

Inhalt

Ständiges Wachstum ist nicht möglich

Schulden und Guthaben steigen immer schneller

Schulden sind eine Umverteilung zu Reichen

Geld kann nicht arbeiten

Der harte Euro stranguliert Griechenlands Wirtschaft

Ratingagenturen und Rettungsschirme beschleunigen die Talfahrt

Der Bauboom in Spanien war eine gefährliche Wucherung

Nur mit rascher Teilung kann der Euro überleben

Schulden ohne Rückzahlung zerstören jeden Haushalt

Eine repräsentative Demokratie ist die Herrschaft Weniger

Korruption ist in einer Demokratie besonders teuer

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab

Menschen sind auch geistige Wesen

Der soziale Organismus ist dreigegliedert

Schulen und Universitäten brauchen Autonomie

Arbeit gehört zum Geistesleben

Geld sollte seinen Wert verlieren

Geld könnte sich am Wert des Weizens messen

Jede Tätigkeit für die Gemeinschaft ist Arbeit

Förderungen schaden allen

Gentechnik tötet Regenwälder und Menschen

Klima-Zertifikate sind Betrug

Öffentlicher Verkehr ist Sache Aller

Anmerkungen

Die Fehler in unserem System

Ständiges Wachstum ist nicht möglich

Welche Ursachen hat unsere Krise? Haben wir sie überwunden? Wird unser System zusammenbrechen? Wann ist ein Zusammenleben gerecht? Eine Frage führt zur nächsten. Experten betrachten meist nur einen kleinen Ausschnitt unserer Welt. Sie sind einer Weltanschauung und Geldgebern verpflichtet. Daher sollten wir uns nicht auf sie verlassen. Besser ist es, wenn jeder von uns die Wahrheit sucht, seinem eigenen Denken vertraut und alles hinterfragt.

Nach derzeitiger Lehre ist unsere Erde vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden. Seit gut 200.000 Jahren leben Menschen. Noch 500.000 Jahre soll unser Planet belebt sein. In 900 Millionen Jahren wird das CO2 in der Atmosphäre so stark abgenommen haben, dass alle Pflanzen und damit alles Leben sterben.¹ Im Jahr 2012 lebten 7 Milliarden Menschen. Das jährliche Bevölkerungswachstum ist von 2,1 % im Jahr 1962 auf 1,14 % gesunken.² Das heißt, derzeit verdoppelt sich die Anzahl der Menschen in 61 Jahren. Würde dieses Wachstum gleich bleiben, wägen die Menschen in 2.700 Jahren mehr als die gesamte Erde mit ihrem Nickel-Eisenkern, allen Gebirgen und Meeren. Diese absurde Rechnung führt uns eindrücklich vor Augen, dass selbst ein kleines ständiges Wachstum sehr rasch jeden Wert überschreiten lässt.

2006 arbeiteten in Tansania 75 % aller Beschäftigten in der Landwirtschaft. In den Niederlanden waren es infolge von Automatisierung und exzessiver Bewirtschaftung nur 3 %.³ Ab 1971 brauchten 1500 Mann zum Durchschlag der ersten Röhre des Tauerntunnels 33 Monate. 35 Jahre später schafften 150 Mann die gleiche Arbeit in der zweiten Röhre in 22 Monaten.⁴ In den westlichen Industriestaaten werden mehr Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs angeboten als gebraucht. Als Statussymbol und für die Arbeitsplatzsicherung werden immer teurere Bauten errichtet. Diese Bauten sind eine unverantwortliche Verschwendung von Rohstoffen, die zu Umweltkatastrophen und zur Verarmung eines großen Teils der Bevölkerung führt, ohne einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern.

Vom Strom wissen wir: Es gibt Wirkleistung und Blindleistung. Elektrische Wirkleistung betreibt Maschinen, Computer, Autos, Heizungen und Lampen. Blindleistung treibt nichts an. Großverbraucher müssen für sie beim Energieerzeuger bezahlen. Meist schaffen Wachstums- und Vollbeschäftigungsprogramme nur Blindleistung. Die ägyptischen Pharaonen beuteten ihre Untertanen, ihre Sklaven aus, um Pyramiden zu bauen. Ihr Ziel war keineswegs, mit dem Pyramidenbau den Wohlstand ihrer Untergebenen zu steigern.

Schulden und Guthaben steigen immer schneller

Für Karl Marx war Geld ein Maßstab, mit dem er den Wert von Rohstoffen, Produkten und menschlicher Arbeit verglich. Geld ist jedoch auch eine Ware. Ein Großteil des Welthandels sind Finanztransaktionen, denen kein Handel mit Gütern oder Dienstleistungen gegenübersteht.

1947 gab es in Österreich die letzte Währungsreform, 1948 in Deutschland. US-Dollars und britische Pfund Sterlings gelten noch länger. Seitdem haben sich durch Zinseszinsen immense Summen gebildet, für die weder ein Gut produziert noch eine Leistung erbracht wurde. 1772 berechnete Richard Price, dass ein bei Christi Geburt mit 5 % angelegter Penny auf einen Betrag

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