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Ben Hur: Eine Erzählung aus der Zeit Christi

Ben Hur: Eine Erzählung aus der Zeit Christi

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Ben Hur: Eine Erzählung aus der Zeit Christi

Bewertungen:
3/5 (438 Bewertungen)
Länge:
430 Seiten
6 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 10, 2015
ISBN:
9783739295435
Format:
Buch

Beschreibung

"Ben Hur" (im englischen Original "Ben-Hur: A tale of the Christ") ist ein 1880 erschienener Roman des amerikanischen Generals und Politikers Lew Wallace.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 10, 2015
ISBN:
9783739295435
Format:
Buch

Über den Autor

Lewis Wallace nacido en Brookville (Indiana) el 10 de abril de 1827 y fallecido en Crawfordsville (Indiana) el 15 de febrero de 1905 fue un abogado, militar, político, diplomático y escritor estadounidense.Lewis Wallace obtuvo el grado de general luchando en las filas del ejército de la Unión durante la Guerra de Secesión. Además fue elegido gobernador del Territorio de Nuevo México (1878-1881) y ministro plenipotenciario (embajador de Estados Unidos) en el Imperio Otomano (1881-1885).Pero su fama le vino por ser el autor de Ben-Hur: A Tale of the Christ (1880), un exitoso libro desde el mismo momento de su publicación que luego fue convertido en obras de teatro y dos célebres películas que coadyuvaron a hacerlo mas famoso.


Buchvorschau

Ben Hur - Lewis Wallace

Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel

Zweites Kapitel

Drittes Kapitel

Viertes Kapitel

Fünftes Kapitel

Sechstes Kapitel

Siebentes Kapitel

Achtes Kapitel

Neuntes Kapitel

Zehntes Kapitel

Elftes Kapitel

Zwölftes Kapitel

Dreizehntes Kapitel

Vierzehntes Kapitel

Fünfzehntes Kapitel

Sechzehntes Kapitel

Siebzehntes Kapitel

Achtzehntes Kapitel

Neunzehntes Kapitel

Zwanzigstes Kapitel

Einundzwanzigstes Kapitel

Zweiundzwanzigstes Kapitel

Dreiundzwanzigstes Kapitel

Vierundzwanzigstes Kapitel

Fünfundzwanzigstes Kapitel

Sechsundzwanzigstes Kapitel

Siebenundzwanzigstes Kapitel

Achtundzwanzigstes Kapitel

Neunundzwanzigstes Kapitel

Dreißigstes Kapitel

Einunddreißigstes Kapitel

Zweiunddreißigstes Kapitel

Dreiunddreißigstes Kapitel

Vierunddreißigstes Kapitel

Fünfunddreißigstes Kapitel

Schluß

Erstes Kapitel.

Dschebel es Subleh heißt ein über fünfzig Meilen langer schmaler Gebirgszug, von dessen rotweißen Klippen man nach Osten auf die arabische Wüste blickt. Ungezählte Wadis, Rinnsale, haben sich in diesen Gebirgszug eingegraben, und zur Regenzeit füllen sie sich mit Wasser, um es dem Jordan oder dem Toten Meer zuzuführen.

Aus einem dieser Wadis, das vom äußersten Ende des Dschebel gegen Osten ausläuft und in das Bett des Jabbokflusses übergeht, kam ein Wanderer hervor, der dem Tafellande der Wüste zustrebte.

Dem Aussehen nach mochte er etwa fünfundfünfzig Jahre alt sein. Sein über die Brust herabwallender schwarzer Bart zeigte Spuren von Grau, sein Antlitz war tiefbraun und zum größten Teil durch ein rotes Tuch verdeckt. Er ritt ein großes, weißes Dromedar, das ein Zelt auf dem Rücken trug. Die Sonne war gerade aufgegangen, als das Tier sich aus dem Wadi herausarbeitete. Weithin erstreckte sich hier die Wüste, von einem Pfade oder Wege konnte hier keine Rede mehr sein. Aber das Kamel schien einer unsichtbaren Führung zu folgen und strebte in langen Schritten dem Osten zu. Genau um Mittag blieb es von selbst stehen und drückte durch einen klagenden Schrei seine Ermüdung aus.

Sein Reiter fuhr auf, als erwache er aus einem tiefen Schlafe. Sorgfältig prüfte er die Gegend nach allen Richtungen, wie um sich zu vergewissern, daß er am rechten Orte angelangt sei. Dann atmete er befriedigt tief auf und nickte, als wollte er sagen: Endlich! Er legte die Hände kreuzweise über die Brust, neigte das Haupt und verrichtete ein stilles Gebet. Nach Erfüllung dieser frommen Pflicht gab er dem Tiere das Zeichen zum Niederknien. Langsam und grunzend folgte es dem Rufe. Der Reiter setzte seinen Fuß auf den schlanken Hals und trat auf den sandigen Boden.

Wie es sich jetzt zeigte, war der Mann von wunderbar ebenmäßigem Körperbau, mehr kräftig als hochgewachsen. Der Schnitt seines fast schwarzen Gesichts, die breite Stirn mit der Adlernase und das herabwallende glänzende Haar verrieten seine ägyptische Abstammung.

Obschon allein in einer von Leoparden und Löwen wie auch halbwilden Menschen besuchten Wüste, trug er doch merkwürdigerweise keine Waffen, nicht einmal den zum Anspornen der Kamele dienenden gekrümmten Stab. Er befand sich also auf friedlichem Wege und war entweder sehr kühn oder stand unter einem außerordentlichen Schutze.

Der lange und ermüdende Ritt hatte seine Glieder steif gemacht, und daher umschritt er wiederholt sein treues Kamel, wobei sein Blick immer wieder den Horizont musterte. Jedesmal glitt dann ein leichter Schatten von Enttäuschung über sein Gesicht, der verriet, daß er Gesellschaft erwartete, vielleicht nach vorangegangener Verabredung. Allein, was konnte das für ein Geschäft sein, das an einem so abgelegenen Orte verhandelt werden mußte?

Er mußte wohl sicher sein, daß die erwartete Gesellschaft kommen würde, denn nachdem er sein Kamel gefüttert hatte, errichtete er mit Stäben aus seinem Gepäck und mitgebrachtem Tuch ein Zelt. Den mitgenommenen Vorräten entnahm er die Bestandteile eines Mahles: Wein in kleinen Lederschläuchen, getrocknetes und geräuchertes Hammelfleisch, syrische Granatäpfel, arabische Datteln, dazu Käse und gesäuertes Brot. Alles dieses stellte er in schöner Ordnung auf den Teppich unter dem Zelte, und legte zum Schlusse drei seidene Tücher als Servietten daneben. Hieraus konnte man auf die Anzahl der Personen schließen, die er als Gäste erwartete.

Alles war nun fertig. Er trat wieder hinaus, und sieh! fern im Osten war ein dunkler Punkt auf der Wüstenfläche zu bemerken. Wie festgewurzelt blieb er stehen; sein Auge erweiterte sich, ein heiliger Schauer durchrieselte seinen Leib.

Der Punkt wurde größer, endlich nahm er bestimmte Formen an. Etwas später erkannte er darin ein großes, weißes Dromedar, das genaue Seitenstück seines eigenen, mit der Reisesänfte eines Inders auf dem Rücken. Der Ägypter kreuzte seine Arme auf der Brust und blickte zum Himmel. »Gott allein ist groß!« rief er aus, während seine Augen mit Tränen sich füllten und Ehrfurcht seine Seele durchschauerte.

Der Fremde kam näher und näher, endlich machte er Halt. Auch er schien wie aus dem Schlafe erwacht. Er erblickte das kniende Kamel, das Zelt, und an seinem Eingange den Mann in betender Stellung. Er kreuzte ebenfalls die Arme, neigte das Haupt und betete schweigend. Nach einigen Augenblicken stieg er vom Kamele ab und ging dem Ägypter entgegen und dieser ihm. Einen Augenblick sahen beide einander an, dann umarmten sie sich.

»Friede sei mit dir, o Diener des wahren Gottes!« sagte der Fremde.

»Auch dir, o Bruder im wahren Glauben,« entgegnete mit Wärme der Ägypter, »auch dir Friede und Willkomm!«

Der Ankömmling war von schlanker, hagerer Gestalt, die Augen lagen tief in den Höhlen. Haar und Bart waren weiß, die Gesichtsfarbe rötlichbraun. Auch er war unbewaffnet. Seine Kleidung war die eines Inders, um das Haupt gewunden trug er einen Turban mit reichen Falten.

»Gesegnet sind die, die dem Herrn dienen!« sagte nach einer Weile der Ägypter. »Aber warten wir ab, denn sieh, schon kommt dort auch der andere!« Sie blickten gegen Norden, von wo gerade, dem Auge schon deutlich sichtbar, ein drittes Kamel, das ebenfalls von weißer Farbe war, wie ein Schiff herankam. Sie warteten, nebeneinander stehend, bis der Ankömmling nahe und abgestiegen war und ihnen entgegenging.

»Friede sei mit dir!« sagte er, den Inder umarmend.

»Gottes Wille geschehe!« erwiderte dieser.

Der neue Ankömmling war seinen Freunden ganz unähnlich. Er war zarter gebaut und hatte weiße Gesichtsfarbe. Reiches, wogendes Haar von lichter Farbe bildete die Krone seines kleinen, aber schönen Hauptes. Das warmblickende tiefblaue Auge offenbarte ein zartes Gemüt und einen herzlichen, edlen Charakter. Er war unbedeckt und unbewaffnet, und an seiner Kleidung sah man, daß er ein Grieche war.

Nachdem er auch den Ägypter umarmt hatte, sagte dieser: »Der Geist hat mich zuerst hierhergeführt, daraus erkenne ich, daß ich zum Diener meiner Brüder erwählt bin. Das Zelt ist aufgerichtet, das Brot zum Brechen bereit, laßt mich meines Amtes walten!«

Sie bei der Hand nehmend, führte er beide hinein, band ihnen die Sandalen los, wusch ihnen die Füße, goß Wasser über ihre Hände und trocknete sie mit Tüchern ab.

Und als er sich selbst die Hände gewaschen hatte, sprach er: »Laßt uns nun für uns selbst sorgen, Brüder, wie unsere Aufgabe es erheischt, und uns stärken zur Verrichtung dessen, was uns heute noch obliegt. Während wir essen, können wir einander kennen lernen.«

Er führte sie zum Mahle und wies ihnen die Plätze so an, daß sie alle sich gegenseitig anblickten. Sie neigten nun gleichzeitig das Haupt, kreuzten die Arme über der Brust und sprachen gemeinsam und laut folgendes einfache Tischgebet: »O Gott und Vater aller! Was wir hier haben, ist von dir; nimm hin unsern Dank und segne uns, daß wir auch fürderhin stets deinen Willen tun.« Beim letzten Worte erhoben sie die Augen und blickten einander verwundert an. Jeder hatte in seiner Sprache gesprochen, die die anderen noch nicht gehört hatten, und doch verstanden sie sich gegenseitig vollkommen. Ehrfurchtsschauer durchbebte ihr Inneres; denn das Wunder ließ sie Gottes Gegenwart fühlen.

Diese Zusammenkunft fand, um nach der damaligen Zeitrechnung zu sprechen, im Jahre 747 nach der Erbauung Roms statt. Es war im Monat Dezember. Der Ritt durch die Wüste hatte in den dreien Eßlust erregt, und bald kam auch durch den Wein ihre Unterhaltung in Fluß.

»Einem Wanderer in fremden Landen ist nichts so angenehm, als seinen Namen von Freundesmund genannt zu hören,« sagte der Ägypter. »Viele Tage mag unser Zusammenleben währen, es ist darum Zeit, daß wir einander kennen lernen. Es soll also, wenn es so genehm ist, der zuerst sprechen, welcher zuletzt anlangte.«

Und langsam anfänglich, wie zurückhaltend, begann der Grieche. »Fern von hier im Westen ist ein Land, welches nie der Vergessenheit anheimfallen wird, schon darum, weil die Welt demselben zu sehr zu Dank verpflichtet ist, und zwar für Dinge, die der Menschheit die reinsten Freuden gewähren. Ich spreche von Griechenland. Ich bin Kaspar, Sohn des Kleantes von Athen. Das Volk, dem ich angehöre, hat sich ganz der Kunst und Wissenschaft hingegeben, und ich habe von ihm dieselbe Neigung ererbt. Unsere beiden größten Philosophen, Platon und Aristoteles, gaben uns die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele und dem einigen Gott. Aber es mußte, dachte ich mir, eine bis jetzt nicht gekannte Beziehung zwischen Gott und der Seele geben, und da mir darüber die Schulen keine Auskunft gaben, verließ ich sie verzagt und ging in die Einsamkeit.«

Ein Lächeln der Befriedigung erhellte bei diesen Worten die hageren Züge des Inders. »Im nördlichen Teile meines Vaterlandes,« fuhr der Grieche fort, »in Thessalien, ist ein berühmter Berg, Olymp genannt. Die Sage meiner Landsleute nennt ihn die Heimat der Götter; auf ihm soll Zeus, der höchste der Götter, seinen Wohnsitz haben. Dorthin begab ich mich. An einem südöstlichen Ausläufer dieses Berges fand ich eine Höhle, da ließ ich mich nieder und widmete mich ganz der Betrachtung, oder vielmehr ich flehte mit jedem Atemzuge um Offenbarung.«

»Und du wurdest erhört!« rief der Inder lebhaft aus.

»Höret mich, Brüder,« fuhr der Grieche fort, während er nur mühsam seine Bewegung unterdrücken konnte. »Der Eingang zu meiner Einsiedelei gewährte Ausblick auf einen Meeresarm, den Golf von Thermä. Eines Tages sah ich einen Mann aus einem vorbeisegelnden Schiff über Bord stürzen. Er schwamm der Küste zu. Ich nahm ihn auf und trug Sorge für ihn. Er war ein Jude, wohlbewandert in der Geschichte und in den Gesetzen seines Volkes. Von ihm erfuhr ich, daß der Gott meines Sehnens wirkliches Dasein hat, ja seit Jahrhunderten der Gesetzgeber, Herrscher und König der Israeliten gewesen ist. Er erzählte mir auch, daß dieser Gott von neuem auf die Erde kommen werde, und daß diese zweite Ankunft unmittelbar bevorstehe, ja eben jetzt in Jerusalem erwartet werde.

Als der Jude weitergewandert und ich wieder allein war, suchte ich mich durch abermaliges Gebet würdig zu machen, den verheißenen König mit meinen Augen zu sehen und anzubeten, wenn er kommen werde. Eines Nachts saß ich am Eingang meiner Höhle und dachte über das Geheimnis meines Daseins nach; denn wenn ich dieses kenne, kenne ich auch Gott. Plötzlich begann in der Dunkelheit, die sich über dem Meere lagerte, ein Stern aufzuleuchten. Langsam stieg er empor und kam immer näher, bis er über dem Berge und der Höhle stehen blieb, so daß sein Licht voll auf mich fiel. Ich sank um und schlief ein. Im Traume hörte ich eine Stimme: ›O Kaspar, dein Glaube hat gesiegt! Gesegnet bist du! Mit zwei anderen, die von den äußersten Enden der Erde kommen werden, sollst du den sehen, der da kommen soll, und Zeugnis von ihm geben. Wenn der Morgen anbricht, stehe auf und eile ihnen entgegen; vertraue dem Geiste, der dich geleiten wird!‹

Und als ich am Morgen erwachte, leuchtete der Geist in mir heller als die Sonne. Ich legte mein Einsiedlergewand ab und kleidete mich wie ehedem. Aus einem Verstecke holte ich den Schatz hervor, den ich von der Stadt mitgebracht hatte. Ein Schiff segelte vorüber. Ich rief es an, ward an Bord genommen und landete in Antiochia. Dort kaufte ich dieses Kamel samt seiner Ausrüstung. Durch blühende Gärten den Ufern des Orontes entlang kam ich nach Emesa, Damaskus, Bostra und Philadelphia, und von dort hierher. Das, Brüder, ist meine Geschichte. Laßt mich nun die eurige hören!«

Der Ägypter und der Inder blickten einander an. Der erstere winkte mit der Hand, der letztere verneigte sich und begann: »Mein Bruder hat wohl gesprochen. Mögen meine Worte ebenso weise sein!« Er unterbrach sich und überlegte einen Augenblick, dann nahm er wieder das Wort: »Man nennt mich, Brüder, Melchior. Die Sprache, in der ich zu euch rede, ist, wenn auch nicht die älteste der Welt, so doch jene, in der zuerst Schriftstücke abgefaßt wurden: ich meine das indische Sanskrit. Ich bin von Geburt ein Inder. Mein Volk und seine Religion sind alt, aber diese Religion ließ trotz ihrer unzähligen Vorschriften und Gesetze in meinem Geiste eine Leere zurück. Ich suchte in meiner inneren Verlassenheit einen Ort, wo ich allein sein konnte mit meinem Gott. Ich wanderte den Ganges entlang, seiner Quelle zu, und kam hoch in das Himalayagebirge. Dort, fern von der Welt, ließ ich mich nieder, um im Umgange mit Gott in Gebet, Betrachtung, Abtötung und Fasten mich auf den Tod vorzubereiten. Eines Nachts wandelte ich die Ufer des Sees entlang und sprach zur lauschenden Stille: ›Wann wird Gott kommen und sein Eigentum fordern? Gibt es denn keine Erlösung?‹ Plötzlich begann ein Licht über der Wasserfläche emporzuzittern; bald erhob sich ein Stern, bewegte sich auf mich zu und blieb über mir stehen. Sein Strahlenglanz blendete mich. Während ich am Boden lag, hörte ich eine Stimme, die mit unendlicher Süßigkeit zu mir sprach: ›Deine Liebe hat gesiegt. Gesegnet bist du, Indiens Sohn! Die Erlösung ist nahe. Mit zwei anderen, die von fernen Erdteilen kommen werden, sollst du den Erlöser sehen und von ihm Zeugnis geben. Wenn der Morgen kommt, dann mache dich auf und eile ihnen entgegen; vertraue dich dem Geiste an, der dich geleiten soll!‹ Von der Zeit an blieb das Licht in meiner Nähe, daraus erkannte ich die unmittelbare Führung des Geistes. Unterwegs fand ich in einem Felsenspalt einen Edelstein von seltenem Wert, den ich verkaufte. Über Lahore, Kabul und Jezd kam ich nach Ispahan. Dort kaufte ich das Kamel und reiste sofort nach Bagdad, ohne erst eine Karawane abzuwarten. Ich wanderte allein meines Weges, ohne Furcht, denn der Geist war mit mir und ist noch mit mir. Welche Ehre erwartet uns, Brüder! Wir sollen den Erlöser sehen, zu ihm sprechen, ihn anbeten!«

Nunmehr begann der Ägypter mit würdevollem Ernst seinen Bericht:

»Eure Worte, Brüder, kamen aus dem Geiste; und der Geist wird mich lehren, sie zu verstehen. Ich bin Balthasar aus Ägypten. Ich wurde zu Alexandrien als Sohn eines Priesters aus fürstlichem Geschlecht geboren und erhielt eine meinem Stande angemessene Erziehung. Aber früh schon ward ich mit einer Lehre, die glaubte, daß wir Menschen immer wieder durch alle Stufen der Geschöpfe wandern müßten, unzufrieden. Ich glaubte, daß die Seele für eine höhere Bestimmung geschaffen sei. Schließlich sah ich ein, daß der Tod nur eine Scheidung zwischen Guten und Bösen bedeute, daß letztere dem Verderben anheimfallen, die ersteren aber zu einem höheren Leben aufsteigen. Ich zog mich von der Welt zurück und widmete mich dem Gebete. Weit in das Innere von Afrika hinein führte mich mein Weg. Eines Abends, als ich in einem Palmenhaine meiner Betrachtung oblag, blendete mich plötzlich ein strahlendes Licht. Ein heller Stern stand über mir, und eine Stimme sprach: ›Deine guten Werke haben gesiegt. Gesegnet bist du, Mizraims Sohn! Die Erlösung naht. Mit zwei anderen, die von fernen Landen kommen, sollst du den Heiland sehen und von ihm Zeugnis geben. Am Morgen erhebe dich und eile ihnen entgegen, und wenn ihr alle in die heilige Stadt Jerusalem kommet, fraget das Volk: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten! Vertraue in allem dem Geiste, der dich geleiten wird.‹ Und das Licht leuchtete auch in meiner Seele und blieb bisher bei mir als Lenker und Führer. Es führte bis Memphis, wo ich Vorbereitungen für die Reise durch die Wüste traf. Ich kaufte mein Kamel und kam in rastloser Eile über Suez und Kufileh und hierauf durch das Land der Moabiter und Ammoniter bis hierher. Gott ist mit uns, Brüder!«

Er hielt inne; wie einer inneren Eingebung folgend, erhoben sich alle und blickten einander an. Unwillkürlich reichten sie sich die Hände.

»Ist das nicht eine wunderbare göttliche Fügung?« rief Balthasar. »Wenn wir den Herrn gefunden haben, werden jene Brüder und mit ihnen alle Völker der Erde ihm huldigen. Und wenn wir voneinander scheiden, wird durch die Welt die Kunde eilen, daß nicht durch das Schwert noch durch menschliche Weisheit der Himmel erobert werden kann, sondern nur durch Glaube, Liebe und gute Werke.«

Es folgte tiefes Schweigen. Die Freude, die ihr Herz bewegte, füllte ihre Augen mit Tränen. Dann lösten sich ihre Hände und sie traten zusammen vor das Zelt hinaus. Tiefe Stille herrschte ringsum, kein Lüftchen regte sich. Die Sonne eilte dem Untergange zu. Die Kamele schliefen.

Nach einer Weile brachen die Freunde das Zelt ab, stiegen auf und ritten einer hinter dem andern unter Anführung des Ägypters weiter. Sie nahmen ihre Richtung genau nach Westen. Die kühlende Nacht senkte sich auf die Wüste. Die Kamele trabten munter und so gleichmäßig vorwärts, daß die nachfolgenden immer in die Schatten des ersteren zu treten schienen. Die Reiter schwiegen.

Nach und nach kam der Mond herauf. Wie die drei hohen weißen Gestalten geräuschlos durch das fahle Licht dahinglitten, mochten sie fliehenden Gespenstern ähnlich erscheinen. Plötzlich erstrahlte vor ihnen, scheinbar nicht höher als der Gipfel eines Hügels, ein flammendes Licht. Ihre Herzen pochten schneller, ihre Seele durchrieselte heiliger Schauer, und wie aus einem Munde riefen sie:

»Der Stern! Der Stern! Gott ist mit uns!«

Zweites Kapitel.

An der Westseite der Mauer Jerusalems befindet sich das Bethlehem- oder Joppe-Tor. Der Platz vor demselben ist einer der bemerkenswertesten der Stadt. Lange bevor David nach Zion strebte, stand dort eine befestigte Burg, und in den Tagen Salomos herrschte daselbst lebhafter Verkehr. Kaufleute aus Ägypten und reiche Händler aus Tyrus und Sidon boten ihre Waren feil. Nahezu dreitausend Jahre sind seitdem verflossen, und noch immer heftet sich an den Platz eine Art Handelsverkehr.

Es war um die dritte Stunde des Tages. Viele Juden hatten den Markt schon verlassen, doch schien das Gedränge kaum abzunehmen, denn es kamen immer wieder einzelne hinzu.

Unter den Neuangekommenen befand sich eine Gruppe, die aus einem Mann, einem Weib und einem Esel bestand. Der Mann hielt das Tier am Zaume und stützte sich auf einen Stab. Seine Gesichtszüge ließen ihn als fünfzigjährig erscheinen, eine Vermutung, die durch das Grau, womit sein sonst schwarzer Bart untermischt war, bestätigt wurde. Der halb neugierige, halb leere Blick, mit dem er das Treiben um sich betrachtete, bewies, daß er ein Fremder vom Lande war. Der Esel kaute gemächlich an einem Häuflein Gras, woran auf dem Markte kein Mangel war. In seiner schläfrigen Genügsamkeit ließ er sich weder von dem ihn umgebenden Lärm stören, noch schien er sich um die weibliche Gestalt zu kümmern, die auf seinem Rücken in einem gepolsterten Sattel saß. Ein Oberkleid aus dunklem Wollenstoff bedeckte vollständig ihren Körper, während ein weißer Schleier Kopf und Hals verhüllte. Hin und wieder lüftete sie den Schleier, um zu sehen, was um sie vorging, aber nur so wenig, daß ihr Gesicht unsichtbar blieb.

Endlich wurde der Mann angesprochen.

»Bist du nicht Josef aus Nazareth?«

Der Sprecher stand ganz nahe bei ihm.

»So nennt man mich,« erwiderte Josef und wandte sich um.

»Und du?« – O, Friede sei mit dir, mein Freund, Rabbi Samuel!«

»Das gleiche wünsche ich dir!« Der Rabbi hielt inne, blickte auf die Frau und fügte dann hinzu: »Friede sei mit dir und mit deinem Hause und mit all den Deinigen!«

Beim letzten Worte legte er eine Hand auf die Brust und verneigte sich gegen die Frauengestalt. Diese hatte, um ihn zu sehen, den Schleier etwas zurückgezogen, so daß ihr Antlitz sichtbar wurde. Sie schien erst seit kurzem dem Mädchenalter entwachsen zu sein.

Die Männer reichten einander die Hand, dann fragte der Rabbi:

»Ihr habt also einen langen Weg vor euch; doch nicht bis Joppe?«

»Nein, nur bis Bethlehem.«

Der bisher offene und freundliche Blick des Rabbi verfinsterte sich, und aus seiner Kehle kam es wie ein Geknurre herauf.

»Ja, ja, ich verstehe,« sagte er. »Du bist in Bethlehem geboren und gehst nun mit deiner Tochter dahin, dich der kaiserlichen Verordnung gemäß wegen Besteuerung einschreiben zu lassen. Den Kindern Jakobs ergeht es wie einst den Stämmen in Ägypten; nur haben sie jetzt weder einen Moses noch einen Josua. Wie tief sind doch die Mächtigen gesunken!«

»Sie ist nicht meine Tochter,« antwortete Josef. »Sie ist das Kind Joachims und Annas aus Bethlehem, von denen du sicher gehört hast, denn sie standen in hohem Ansehen –«

»Ja,« bemerkte der Rabbi ehrerbietig, »ich weiß von ihnen; sie stammten in gerader Linie von David. Ich kannte sie gut.«

»Nun, sie sind schon tot,« sprach Josef weiter. »Sie starben in Nazareth. Joachim war nicht reich; doch hinterließ er ein Haus und einen Garten seinen beiden Töchtern Marian und Maria. Diese ist eine von ihnen; um ihr Erbteil sicherzustellen, mußte sie nach Vorschrift des Gesetzes ihren nächsten Verwandten heiraten. Sie ist nun meine Gattin.«

»Und du warst –«

»Ihr Oheim.«

»Ja, ja! Da ihr beide in Bethlehem geboren seid, zwingt dich der Römer, sie dorthin mitzunehmen, damit auch sie aufgeschrieben werde!« Der Rabbi schlug die Hände zusammen, blickte flammenden Auges gegen den Himmel und rief: »Noch lebt der Gott Israels! Sein ist die Rache!«

Mit diesen Worten wandte er sich ab und entschwand. Auch Josef und seine Gattin brachen bald auf. Sie zogen zum Tor hinaus und wandten sich dann links, um die Straße nach Bethlehem zu nehmen. Auf holperigem Wege an vereinzelten wilden Ölbäumen vorbei kamen sie in das Hinnomtal. Voll zärtlicher Sorge schritt Josef, den Leitriemen in der Hand, an der Seite seiner Gattin.

Die Sonne brannte heiß auf die steinige Fläche der berühmten Örtlichkeit. Maria, die Tochter Joachims, zog daher den Schleier weg und entblößte ihr Haupt. Sie schien nicht älter als fünfzehn Jahre zu sein. Gestalt, Stimme und Haltung deuteten an, daß sie das Mädchenalter noch nicht lange verlassen hatte. Ihr Angesicht war länglichrund, seine Farbe mehr blaß als hell. Die Nase war tadellos, die leicht geöffneten Lippen waren voll und rot und gaben den Mundlinien einen Ausdruck von Zartheit, Wärme und Vertrauen. Die Augen waren blau und groß und von gesenkten Lidern mit langen Wimpern beschattet. Reiches, goldfarbenes Haar in der Tracht der jüdischen Bräute fiel, um ihr Bild vollkommen zu machen, über ihren Rücken lose bis zum Sattelkissen herab, auf welchem sie saß. Ihre ungewöhnliche Schönheit wurde noch erhöht durch einen Hauch von Reinheit, den nur die Seele verleihen kann, und durch einen Zug von Verklärung, wie er jenen eigen ist, die ihren Geist vorzugsweise auf das Überirdische richten. Oft erhob sie, während die Lippen still sich bewegten, die tiefblauen Augen zum fast minder blauen Himmel, oft faltete sie die Hände auf der Brust wie zum Lobe Gottes und zum Gebete. Von Zeit zu Zeit blickte Josef mitten in seiner Erzählung nach ihr, und wenn er ihren verklärten Gesichtsausdruck sah, vergaß er seinen Gegenstand und schritt gesenkten Hauptes und voll Verwunderung den beschwerlichen Weg weiter.

So durchwanderten sie die ausgedehnte Ebene und erreichten endlich die Anhöhe Mar Elias, Von hier erblickten sie durch ein Tal Bethlehem, dessen weiße Mauern einen Hügelkamm krönten und aus dem Braun blätterloser Gärten hervorleuchteten. Hier hielten sie Rast und stiegen dann ins Tal hinab, wo ein großes Gedränge von Menschen und Tieren herrschte. Josef befürchtete, er könne in dem überfüllten Bethlehem kein Obdach mehr finden, und zog eilends weiter, bis er an die vor dem Tore gelegene Herberge kam. Die Herbergen im Orient, die man nach einem persischen Wort Khans nannte, waren meist nur geschlossene Umzäunungen, manchmal ohne Haus und Dach. Bei ihrer Anlage wurde nur Rücksicht auf die Wasserverhältnisse, auf sichere und schattige Lage genommen. Es gab darin keinen Wirt und keinen Koch, nur einen Türhüter, der den Neuankommenden mitteilte, ob noch Platz vorhanden war. Eine Vergütung brauchte man nicht zu bezahlen, mußte aber auch selbst für Beköstigung sorgen.

Josef war zwar aus Bethlehem gebürtig, hatte aber infolge seiner langen Abwesenheit dort kaum noch einen Bekannten, dessen Gastfreundschaft er in Anspruch nehmen konnte, besonders da es bei der Langsamkeit der römischen Behörden Monate dauern konnte, bis die ausgeschriebene Zählung beendet war. Darum war er auf die Herberge angewiesen und sehr besorgt, bei dem Andrang keinen Einlaß mehr zu finden. Und wirklich fand er beim Nähertreten, daß die Herberge überfüllt war.

Der Türhüter saß auf einem großen Zedernblock vor dem Tore. Hinter ihm lehnte ein Spieß an der Mauer, ein Hund saß an seiner Seite.

»Ich bin aus Bethlehem,« sagte Josef, nachdem er ihn begrüßt hatte. »Ist kein Platz für –«

»Es ist kein Platz mehr übrig.«

»Du dürftest von mir gehört haben. Ich bin Josef von Nazareth. Ich stamme aus dem Geschlechte Davids.«

Auf diese Bemerkung hatte Josef seine Hoffnung gebaut. Ein Nachkomme Davids zu sein, galt als die höchste Ehre, und auch jetzt blieb die Berufung auf seine Abstammung nicht ohne Wirkung. Der Torhüter glitt vom Zedernblocke herab, berührte mit der Hand seinen Bart und sagte ehrfurchtsvoll:

»Rabbi, ich kann dir nicht sagen, wann dieses Tor sich zuerst einem Wanderer zum Willkomm öffnete; es sind gewiß mehr als tausend Jahre, und in dieser ganzen Zeit ist kein Beispiel bekannt, daß ein rechtschaffener Mann abgewiesen worden wäre, außer es war für Unterkunft kein Raum mehr. Wurde es so dem Fremden gegenüber gehalten, so muß der Wächter, der einem Nachkommen Davids den Eintritt verweigert, einen triftigen Grund haben. Darum begrüße ich dich abermals, und wenn du mit mir gehen willst, werde ich dir zeigen, daß nirgends im Hause ein Platz frei ist. Darf ich fragen, wann du angekommen bist?«

»Eben jetzt.«

»Unter den vielen hier warten die meisten schon länger. Sie alle sind wie du infolge des kaiserlichen Befehls gekommen. Dann lagert hier noch eine Karawane aus Damaskus mit Kamelen und Gütern.«

Josef blickte zu Boden. Dann sagte er mit Wärme:

»Ich frage nichts nach mir, aber ich habe mein Weib bei mir und die Nacht ist kalt, kälter hier oben als in Nazareth. Sie kann nicht unter freiem Himmel bleiben. Ist vielleicht in der Stadt noch Raum?«

»Diese Leute« – der Hüter zeigte mit der Hand auf die Menge vor dem Tore – »haben sämtlich die Stadt durchsucht und, wie sie melden, alle Plätze schon besetzt gefunden.«

Wieder betrachtete Josef den Boden, während er halb zu sich selber sprach: »Sie ist so jung! Wenn ich ihr draußen auf dem Hügel ein Lager bereite, wird der Frost ihr Tod sein.«

Dann wandte er sich wieder zum Wächter:

»Vielleicht kennst du ihre Eltern, Joachim und Anna, die aus Bethlehem gebürtig und gleich mir aus dem Hause Davids waren.«

»Ja, ich kannte sie, sie waren gute Leute. Damals war ich noch ganz jung.«

Diesmal sah der Türhüter gedankenvoll zu Boden. Plötzlich hob er sein Haupt.

»Wenn ich dir auch keinen Platz im Hause anweisen kann, so will ich dich doch nicht abweisen,« sagte er. »Rabbi, was ich kann, will ich für dich tun. Ihr sollt nicht im Freien auf dem Hügel bleiben! Aber beeile dich, denn die Dunkelheit bricht herein.«

Josef beeilte sich, seine Gattin und den Esel herbeizuführen. Maria hatte den Schleier zurückgezogen.

»Blaue Augen und goldiges Haar,« murmelte der Wächter, als er sie erblickte. »So sah der junge König aus, als er vor Saul trat, ihn durch seinen Gesang zu erheitern.«

Er nahm den Leitriemen aus Josefs Hand und sagte zu Maria:

»Friede sei mit dir, Tochter Davids!« und zu Josef: »Rabbi, folge mir!«

Er führte sie durch den Hof der Herberge, dann auf einem schmalen Pfade zum grauen Kalksteinfelsen, der im Westen den Khan überragte.

»Wir gehn zur Höhle,« bemerkte Josef kurz.

Der Führer wartete, bis Maria an seine Seite gekommen war. »Die Höhle, zu der wir nun gehn,« sagte er zu ihr, »mußte auch deinem Ahn David eine Zufluchtsstätte bieten. Von dem Felde zu unseren Füßen und vom Brunnen unten im Tale pflegte er seine Herden hierher in Sicherheit zu bringen; auch als er schon König war, kam er nicht selten zu dem alten Hause hier zurück und brachte auch eine, große Menge Tiere mit. Die Krippen sind noch so erhalten, wie sie zu seiner Zeit waren. Besser ein Bett auf dem Boden, wo er geschlafen hat, als eines im Hofraumeoder draußen am Saume der Straße.«

Eine niedrige, schmale Hütte war vor den Eingang der Höhle gebaut. An der Vorderseite befand sich eine Tür, die sich um gewaltige Angeln drehte. Der Führer öffnete sie und rief:

»Tretet ein!«

Sie traten in den Raum und blickten sich um. Durch die geöffnete Tür strömte das Licht auf einen unebenen Boden und ließ in der Mitte des Raumes Haufen von Getreide und Heu, irdene Gefäße und andere Hausgeräte wahrnehmen. Längs der Seitenwände standen aus Stein gemauerte Krippen, die auch für Schafe niedrig genug waren. Stallungen oder gesonderte Abteilungen waren nicht zu sehen.

»Diese Vorräte«, sagte der Führer, »sind für Wanderer wie ihr. Nehmt davon, was ihr benötigt.« Dann wandte er sich zu Maria: »Kannst du hier ruhen?«

»Diese Stätte ist heilig,« antwortete sie. »So will ich euch verlassen. Friede sei mit euch!«

Als er sich entfernt hatte, machten sie sich eilig daran, die Höhle wohnlich herzurichten.

Zu einer bestimmten Stunde am Abend hörte der Lärm in der Herberge auf. Gleichzeitig erhob sich jeder Israelit, blickte mit feierlich ernstem Gesichte gegen Jerusalem, kreuzte die Hände über der Brust und betete, denn es war die heilige neunte Stunde, zu welcher im Tempel auf dem Berge Moriah in Gottes geheimnisvoller Nähe das Opfer dargebracht wurde. Als das Gebet zu Ende war, begann das Gewoge aufs neue, jeder beeilte sich, ein Nachtmahl zu bereiten oder seine Lagerstätte herzurichten. Etwas später wurden die Lichter ausgelöscht; alles schwieg und sank in Schlaf.

Ungefähr um Mitternacht rief jemand auf dem Dache: »Was ist das für ein Licht am Himmel? Wachet auf, Brüder, wachet auf und schauet!«

Schlaftrunken richteten sich die Leute auf und blickten um sich, Staunen erfaßte alle, als sie zu vollem Bewußtsein gekommen waren. Ein Lichtstrahl, der in unermeßlicher Ferne über den nächsten Sternen seinen Anfang nahm, fiel schräg zur Erde, an seinem Beginne ein verschwindend kleiner Punkt, erweiterte er sich allmählich, so daß er auf der Erde sich auf Meilen zu erstrecken schien. Der Khan war so vom Licht beschienen. daß auf dem Dache jeder des andern Gesicht und das Staunen, das sich auf demselben malte, deutlich sehen konnte.

Minutenlang blieb der Strahl unverändert am Himmel. Das Staunen der Leute verwandelte sich in Scheu und Furcht: die Zaghaften zitterten, die Kühnsten sprachen nur im Flüsterton.

»Habt ihr je Ähnliches gesehen?« fragte einer.

»Es scheint gerade über dem Berge dort zu sein. Ich kann nicht sagen, was es ist: ich habe auch nie etwas Ähnliches gesehen,« lautete die Antwort.

»Ich weiß, was es ist,« rief einer. »Die Hirten haben einen Löwen gesehen und Feuer gemacht, um ihn von den Herden fernzuhalten.«

Die Umstehenden atmeten erleichtert auf und sagten:

»Ja, so ist es! Wir sahen die Herden heute drüben im Tale weiden.«

Die Beruhigung dauerte aber nicht lange. Einer der Umstehenden rief:

»Nein, nein! Wenn man alles Holz in allen Tälern Judas auf einem Haufen zusammentrüge und in Brand steckte, könnte die Flamme kein so starkes und helles Licht geben.«

Tiefes Schweigen folgte dieser Bemerkung auf dem Dache, das nur einmal unterbrochen wurde, solange die Erscheinung dauerte.

»Brüder!« rief ein Jude von ehrwürdigem Aussehen, »was wir hier schauen, ist die Himmelsleiter, die unser Vater Jakob im Traume gesehen. Gepriesen sei der Herr, der Gott unserer Väter!«

Drittes Kapitel.

Ungefähr zwei Meilen südöstlich von Bethlehem liegt eine Ebene, die durch einen Gebirgszug von der Stadt geschieden ist. Gegen die Nordwinde wohl geschützt, war das Tal dicht

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Rezensionen

Was die anderen über Ben Hur denken

3.0
438 Bewertungen / 25 Rezensionen
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Leser-Rezensionen

  • (3/5)
    I can't recall another novel I've read that seesawed between sublime and sheer awfulness like this one. There were some wonderfully written moments, and then mere sentences later we'd get a description of a handshake that's, like, paragraphs long. The dialogue was the same way--some really subtle stuff, then a mallet to the head.

    It's a great premise that's not handled that well. As a person of faith, I also found the handling of Christ reallllllly obnoxious, like a stoic model who also kind of looked like a figure from a Margaret Keane painting.

    This is one of those cases where the '50s film version is vastly superior to the source material. Watch that instead.
  • (3/5)
    I read this long book long ago.
  • (4/5)
    Really good read!
  • (5/5)
    Needless to say that the book is much better than the movie, and when it comes to Ben Hur, that is definitely saying something. While the famous scenes in the movie are replicated from the book (that being the chariot race and the sea battle), there is much more to the book than there is to the movie (though the theme is the same in both). The book is actually called Ben Hur: A Tale of the Christ. It may seem that Christ is only a bit part in the book (and in the movie) but his presence in the world of Ben Hur dominates.Much of Ben Hur is about who the Christ is and what his purpose is in the world, and there is a lot of discussion about this. We have Bathasar, an Egyptian and one of the wise men who visited Christ at birth. He is seeking a redeemer, somebody to restore the relationship between humanity and their creator. Then there is Ben Hur, a Jew who believes that the Messiah is a king who shall come and liberate them from the Romans (and he even has three legions ready to be called when the king comes on his own). To us this side of the cross, Balthasar is correct in identifying Christ as a redeemer, and it is that realisation in Ben Hur that forms the centerpiece of the book (and this is something that isn't teased out in the movie, though the scene where Ben Hur sits at the foot of the cross and looks up to Christ still sits in my mind as one of the greatest scenes in film history).However the first part of the book (like the movie) is about how Ben Hur comes through his own redemption. At the beginning he meets Masarla, a childhood friend who travelled to Rome for an education, and it is when they meet as adults that they discover that they can no longer be friends. Masarla believes that the Jews are a backward people clinging to their outdated traditions (much like how the world views Christians today) while Ben Hur is convinced by his mother that these outdated traditions are not outdated, but eternal, and demonstrates that Masarla is incorrect when he accuses the Jews of not having a culture (and identifies the psalms and the prophets as examples of their literary ability – indeed today the book of Isaiah is considered a literary masterpiece).Ben Hur travels to hell in the form of being a slave on a galley, but he is released shortly before the battle, and it is this act of a gracious tribune that redeems him in the eyes of Rome. From then on, while clinging to his Jewish heritage, he is reborn as a Roman and is able to pass through the Roman world as a Roman. However, it is his heritage that defines him, and Ben Hur is faithful to that heritage.While in the film the focus is on Ben Hur's search for his mother and sister, and then his quest to see them healed of their leprosy, this is a mere sub-plot in the book. The quest is for the Christ and the redemption of Israel, however at its conclusion, it is not a physical redemption from Rome that is achieved, but a spiritual redemption with God.
  • (3/5)
    Virtually anyone reading this book will have seen the movie, which is very faithful to the 19th century novel, penned by a former Union Civil War General named Lew Wallace. Wallace was “disgraced” at the Battle of Shiloh, but went on to serve capably and courageously. Following the war, Wallace pursued a successful political career before penning this work, which is acknowledged as the best selling religiously themed novel in history.Judah Ben-Hur is born to wealth and privilege as the son of a Jewish merchant in Jerusalem. His stunning fall and subsequent “resurrection” has been likened to that of the author, as has his religious awakening, as Ben-Hur’s path crosses and recrosses that of Jesus of Nazareth.Written in the late 19th century, much of the dialogue is in the form spoken during the time of Christ (i.e. sayest thou), but is easily understandable and at times quite beautiful. Nevertheless, there are periods in the story (most notably during Ben-Hur’s sojourn in Antioch) that are mind-numbingly boring as the author spends scores of pages in philosophical contemplation and florid description of the people and places that make up the story.My suggestion: Watch the movie. If you have already done so, I can’t say that reading the book will benefit your appreciation of the story.
  • (5/5)
    This was the first book of historical fiction I ever read. It was also the first Christian fiction I read. I can attribute my fascination to ancient history, particularly Roman, to this great story. I also can't remember if I read the book or saw the movie first - although I've read and watched both multiple times over the years.

    Judah Ben-Hur is the son of a wealthy merchant who is also friends with Messala, a Roman soldier/politician in occupied Jerusalem. Messala returns to Jerusalem as it's new tribune and there is a bittersweet reunion between the two. During the parade, a loose roof tile falls from the Hur household, striking the tribune and injuring him. The house of Hur is arrested, the women thrust into a dungeon cell and forgotten, and Judah sold into slavery, chained to an oar on a Roman Naval galley.

    Dark dreams of revenge keep Judah alive in what most often is a short brutal existence on a Roman galley. During a naval battle, which the Romans lose, Judah saves the galley's Roman commanding officer, prevents the Roman from committing suicide, and eventually returns him safely to the Roman Navy. In return, this Roman officer frees Judah and adopts him as his son.

    Now that Judah has the means to pursue his vengeance, he finds Messala and decides to compete against him in the great chariot race. Judah befriends a sheik, the loving owner of four swift and beautiful Arabian horses. Judah trains them for the race. The chariot race culminates in Judah surviving Messala's deadly tricks and eventually running over Messala with his chariot. But hsi revenge turns frigid as Messala's dying words tell Judah that his mother and sister are still alive but lepers from their long confinement in the dungeons.

    Judah finds his mother and sister, who lead him to a great teacher. Jesus was in the background of this story throughout Judah's travails. Jesus even slaked Judah's thirst during his trek across the desert with the rest of the galley slaves. Where Judah searched with revenge in his heart, others would speak of the Rabbi who taught of love, forgiveness and peace.

    As Judah moved his family away from the leper colony, they were caught in the storms and earthquakes which occurred during the crucifixion of Jesus. His mother and sister were miraculously healed of their leprosy by the blood of Jesus washed from Golgotha by the rain. Finally, Judah comes to terms with the hollowness and futility of his vengeful hate. He forgives his enemies and receives forgiveness and peace himself.

    It's no wonder, to me at least, that this story inspired many attempts to theatrically recreate it on stage, as a silent film and finally as one of the greatest motion pictures ever filmed.

  • (5/5)
    The ultimate youth book. An extremely educating saga, a formidable revenge story, interspersed with important episodes in the life of Christ. I do not agree that Quo Vadis is more moving. They are equally great touching stories in their own special way. This one is a bit more entertaining and fast-paced. And, of course, the Hollywood classic starring Charlton Heston is just one of the best movies of all time.
  • (4/5)
    Ben-Hur: A Tale of the Christ tells the fictional story of the first-century Jew Judah Ben-Hur, who as a young man is betrayed by his best friend, Messala. This betrayal changes Ben-Hur forever, as he finds himself rising from a slave aboard a ship to one of the most rich and powerful men in the Roman Empire, to the commander of a volunteer army, and finally to the status of worshiper at the foot of the Cross on Golgotha. Author Lew Wallace paints an interesting picture of how God might have chosen to work in one man for the glory of His kingdom.There is much commendable in Ben-Hur. Wallace took his Christian faith seriously, and as a result spent much time studying the geography, politics and general way of life of first-century Rome and Jerusalem making his novel as historically accurate as he could. Wallace also did an exceptional job writing about the eyewitness accounts of the Christ. As people far removed from the events of the New Testament, it is easy to nonchalantly affirm that Jesus really did the things contained therein. But imagine the excitement that would emanate from inside of you if you watched a man heal your own family from leprosy, or raise a man from the dead! Lewis captured this sense of excitement and awe that must have been present for those who really saw such events. Moving on, the plot of the book is well-written, with a compelling main story and interconnected subplots, each of which keeping one's interest. Many of the characters were relatable, too; I kept wondering in between reading sessions what was the fate of Ben-Hur's mother and sister.If I had to present a criticism of this book, it would be as follows: First, while there was at least one plot twist I didn't see coming, for the most part it wasn't too hard to see where the story was going. Not that that's necessarily a bad thing, but a bit more suspense would have been nice. Second, although I think Wallace presented a portrait of Christ that was "historically accurate" for his day, it's highly unlikely (as in 100%) that Jesus was a feminine-looking, long-haired, blue-eyed white guy. I suppose I can forgive him that, though, as he was writing in the 1890s. My only other complaint was his portrayal of Joseph as someone with the personality of a felled tree. That just came out of nowhere, and it probably hurt the story more than it helped.All in all, this is a good book to read for both the Christian and non-Christian alike. It is a solid story, it is a fun read, and it's good motivation to re-watch the Charlton Heston film, too!
  • (4/5)
    Better than the movie.
  • (4/5)
    This is a very interesting novel. Here are some items I will look for if I watch the movie again, or items that are in contrast to the film: Is Balthasar's daughter a vamp for Messala, and a real threat to BH? Messala does not die from the race, but attempts to have BH killed right afterwards. Messala has benefited from the Hur family wealth. BH has trained in military arts while in Rome. Ilderim and Simonides are good friends. From the race onward, BH focuses on being ready to help the expectant King if he should need military help. The last portion of the book revolves around Christ's ministry, which is in the background. Christ heals mother and daughter on Palm Sunday while traveling into Jerusalem, and BH is the follower who runs naked from Gethsemane. BH has observed many of Christ's miracles. A question that abides through much of the last half is whether His kingdom will be political (Simonides) or spiritual (Ilderim). BH triggers Messala's crash, as his yoke contacts a wheel of Messala. Mother and daughter are secretly imprisoned in a secluded cell which is laced with leprosy. BH is about the same age as Christ. There are several years between the race and the Crucifixion. Simonides and Ilderim place very heavy bets to bust Messala.
  • (4/5)
    When I was in primary school I read almost a book a day from the school library. Ben Hur was on the shelf, but I never selected it to take home to read. Now 40+ years later I have finally read it; I've never watched the film versions.The book was written well over 100 years ago; the style of writing is certainly not modern. Even some of the spelling is strange e.g. earht (or was that a typographical error that was repeated?) However, it's fun to read. It's the story of a young Jewish boy, who by accident, earns himself a place on a Roman galley. There are two themes - one being the boys hatred for the Romans, especially his former friend; secondly, the events around the birth and crucifixion of Jesus. The author was apparently not a Christian, and it shows. Or perhaps he was realistic - Christians often do not forgive others as they should; revenge is in play almost through to the last pages of the book, and even then the conflict between the two protagonists is not really resolved.
  • (3/5)
    I have loved the movie, Ben- Hur since I first saw it in a re-release in 1968. It has taken me 48 years to read the book.I was surprised that the 1959 movie, which I love, was so boring in book form. The first 16 chapters were the first 10 minutes of the 1959 movie. The author, General Lew Wallace, wanted to make sure the reader knew the historical background of the 3 wise men and their cultural and religious histories. The person who wrote the 1959 screenplay, Karl Tunberg with contributions from 4 others, is a masterpiece considering the tsunami of words a person had to wade through in order to focus on the important ideas. The movie screenplay hit the important points and left out characters and side plots that distracted from the main theme. There are many differences between the book and the movie. First, it was Judah that knocked the tile off the roof, injuring the governor, not Tirza; the slaves in the Hur home were imprisoned but in the movie, released; Judah's faithful steward, did not know or recognize him in the book when he returned. Judah had a different love interest throughout most of the book but in the movie, it was only Esther. Most importantly , Masalla did not die in the book but only became a paraplegic. Judah's mother and sister were not healed of leprosy when Jesus died, as in the movie, but were healed when they approached him on roadside. (far less dramatic). In the movie, Judah sees Quintus Arias fall over board and saves him. In the book, he simply escapes and finds Quintus Arias floating and drags him aboard his little raft. Many more smaller changes, for the better, were made in the screenplay, making the movie more concise and move at a much faster pace. You would have to be a real lover of reading to get through this book in my opinion .
  • (4/5)
    I have to say I did not find this novel as moving as I did Quo Vadis, that other 19th century novel about early Christianity. It rather dragged in places and some of the characters seemed rather flat. It covers a longer period of time than the famous film, as the first 50 pages concern the birth of Christ and in particular the progress of the Magi. As for other comparisons, the "real" Ben Hur sounds nothing like Charlton Heston, not only physically, but also in that here in the novel his desire for vengeance on Messala comes out more strongly as the chief personal drive of his life. Particular moving moments were the immediate aftermath of the accident that led to Ben Hur's arrest and that of his family and the later discovery of the appalling treatment and condition of his mother (unnamed for some reason) and sister Tirzah. In sum, I'm glad I read this novel, but it was a bit of a struggle in parts.
  • (4/5)
    A young Jewish man clashes with the Roman Empire. His struggles embitter him until he is able to find the comfort of faith. Lots of action in this book. It has been some time since I read this book, but I remember putting it down at the end with a great deal of satisfaction with the read.
  • (4/5)
    It was a great movie. How does the book stack up? In some ways, it's better: the stories are richer, there are many secondary stories that the movie could not accommodate. In some ways, it's not as good: the book has a lot of speechifying in it. If you skim those, I'd recommend reading the book after seeing the movie.
  • (4/5)
    This was the third 'library book' I read when I obtained access to the high school library as a freshman in the fall of 1942. It was a memorable book, though I suppose my memory has been enhanced by the movie. Wallace, I beleve, wrote it when he was an Army general stationed at a quiet Army post in New Mexico.
  • (3/5)
    I thought I never say that, but the movie was better. Too much religion and Ben Hur was the hero in everything. Really reads like a script to an action movie.
  • (2/5)
    FINALLY! This is one of those books that I thought would never end. It would go from super exciting to boring as all get out and it took me until the chariot race to even really get into it. It's cool that it was written by a Hoosier and was the first piece of fiction to be blessed by the pope, BUT... that's about it. It was written very prettily, I suppose but it won't be one I ever re-read or recommend to people. Unless they love historical, religious reads. Kinda wish I had just watched the movie.
  • (3/5)
    First published in 1880's, the language is a bit flowery. Phrases such as "O Reader" and "Thou wilt not" give the book an archaic feel. The author seems to have borrowed from "The Merchant of Venice" and "Ivanhoe" among other sources. The middle drags somewhat because of too much dialogue. Predictable story to anyone with a passing knowledge of the New Testament. On the positive side, I found Book First to be an excellent account of the events leading up to the arrival of the Magi from the East. If you like Christian literature, this might be a book for you.
  • (5/5)
    Lew Wallace's Ben-Hur: A Tale of Christ, is the story of the life of Jesus told within the exciting tale of Judah of the House of Hur. Judah is a Prince of Jerusalem betrayed by his childhood friend Messala, and sent to spend the rest of his life in servitude on a Roman ship. After three years, Judah miraculously saves the life of a rich Roman tribune, and embarks on a journey of vengeance that ends in redemption for himself and his family. I know that's an incredibly loose synopsis of the novel, but I don't want to give any of the good stuff away - in case there is someone out there who hasn't read the book or seen the movie.Although Ben-Hur was published in 1880, I found it astonishingly readable. I wasn't constantly stumbling over the language or wondering when the story was going to "pick up." Ben-Hur is full of detail - nearly everything is described in grand scale. This is not a quick read, but the continual movement toward the climax kept me turning pages. The novel itself is charming and incredibly entertaining. Full of the kind of larger-than-life characters you would expect, Ben-Hur is a wonderful historical novel. After almost 130 years, it remains a powerful and moving novel. It contains some historical information, but is also rich with detail and action packed. With vivid imagery, lavish settings, and affecting characters, Ben-Hur is a must read!
  • (3/5)
    My rating is based on the movie, which I rather like
  • (3/5)
    This narrative is tempered with love and compassion, in contrast to moderns such as LaHaye and Jenkins, whose work mostly rejoices in the suffering of the infidel and the mocking of those of differing views. Ben Hur, while convoluted and logorrheic, remains inspiring.
  • (3/5)
    Ben-Hur is a prince of Judah in the days of ancient Rome, specifically around the same time that Jesus Christ is born. A terrible mistakes strips everything of value from Ben Hur -- including his family, his home, his wealth, and his freedom -- and he vows vengeance on those who took it all from him.From the outset, I am going to note that I read this book solely because it is on the 1,001 Books to Read Before You Die list and its accompanying movie is on AFI's 100 Greatest American Movies of All Time list. I did not really have that much interest in the subject matter, but I hoped for the best.My first observation of this book is that it is looooong. The audiobook I listened to was 24 hours in length. It took 3 hours before the character of Ben-Hur was even introduced. Most of the beginning part was Wallace's version of the nativity story, which is told in the Bible with just a few paragraphs. If he wanted to do an expanded look at that story, that's fine. It just didn't need to be in a book that already had 21 more hours of content. That's just my opinion.In fact, this book seems to be more about its subtitle "A Tale of the Christ" than it is about its title "Ben-Hur." Ben-Hur's story is essentially pretty short when it comes down to it, while Wallace fills out the pages by describing all the physical scenes in minutiae, as if the reader really needs to know about the color of the curtains are in every room Ben-Hur ever steps foot in throughout his life. In terms of characterization, there is really no one here who is well-rounded or grows in any way. Everyone is exactly what you predict they will be from the first moment they are introduced.There were times here and there where the plot could be interesting or where Wallace showed some fine writing skills. But there was also just so much that seemed extraneous. If you really enjoy historical fiction and/or religious fiction (specifically Christian fiction), then you might enjoy this book more than I did.
  • (2/5)
    Yes, I know, it's one of the 1001 Books to Read Before You Die. And yes, it's all about revenge and redemption. But oh my goodness how tedious is this? Dull, overly verbose, what good story there may be lost in unnecessary words. I have no idea how much time I invested in reading this book. However much it was, it was about 75% too much!
  • (2/5)
    While the story itself is interesting, the writing felt a little forced and stilted. The style was simply not there and the writing felt a little archaic due to this. I felt a little cheated out of my expectations for this one and I would suggest that those interested in the tale might read a modern, or different, version of this story rather than resorting to this particular novel. Overall, a disappointing experience. 2 stars.