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Heizungsanlagen optimieren: Öl- und Gasverbrauch reduzieren

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Heizungsanlagen optimieren: Öl- und Gasverbrauch reduzieren

Länge:
288 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 25, 2013
ISBN:
9783645270342
Format:
Buch

Beschreibung

Sie müssen nicht immer den Heizkessel tauschen um Energie zu sparen. In diesem Buch werden daher Informationen und Maßnahmen aufgezeigt, mit denen Sie mit verhältnismäßig wenig Aufwand möglichst hohe Einsparpotenziale erreichen.

Leicht gemacht, Geld und Ärger gespart!

- Details, die Ihnen niemand zu sagen wagt
- Heizungstuning, Kosten- und Nutzenrelation
- Ohne Kesselaustausch bis zu 30 % Einsparung
- Turbolader (LAS) für die Heizung
- Mess- und Testmöglichkeiten für Ihre Heizungsanlage


Bei älteren Heizungsanlagen ist meist die Brennerleistung zu hoch, startet der Brenner zu häufig und durch die fehlerhafte Dämmung ergeben sich hohe Verluste - und das bei stetig steigenden Energiekosten. Wie kann man selbst die Heizungsanlage so herrichten, dass man Geld spart? Die Entscheidung, was bei einer älteren bestehenden Heizungsanlage unternommen werden kann und soll, ist nicht einfach.

Neu kaufen oder richtig einstellen

Lohnen sich Reparaturen? Ist ein Tausch der kompletten Heizungsanlage sinnvoll? Soll die neue eine Öl- oder Gasheizung oder vielleicht eine Wärmepumpe sein oder ist es sinnvoller, das Haus vollständig mit einer Holzheizung zu versorgen? Nur mit gut abgestimmten Heizungssystemen lassen sich wirklich Kosten sparen - es reicht nicht, nur schnell einen neuen Kessel einzubauen. Oft kann es günstiger sein, die vorhandene Heizungsanlage durch Tuningmaßnahmen noch ein paar Jahre mit einem verbesserten Wirkungsgrad weiter zu nutzen.


Heizsysteme und Ihre Vorteile

Außerdem finden Sie technische Informationen und Hilfe rund um die Verbesserung und Erweiterung Ihrer Heizungsanlage. Sie erhalten praktische Anregungen, Ausführungshilfen und Tipps, um schnell und erfolgreich Heizkosten einzusparen und
Ärger zu vermeiden
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 25, 2013
ISBN:
9783645270342
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Heizungsanlagen optimieren - Ulrich E. Stempel

Index

1Wo kann man viel sparen?

Wenn es draußen kalt ist, möchte man es drinnen warm haben. Das aber wird immer teurer: Die Kosten für das Heizen steigen.

Natürlich könnte man sein Haus vollständig dämmen, neue Fenster einbauen, eine komplett neue Heizungsanlage installieren lassen und natürlich gleich auch neue Heizkörper und, und, und ... Dann hätte man garantiert niedrigere Heizkosten. Doch viele Hausbesitzer wollen oder können solche radikalen Umbauarbeiten nicht bezahlen und manchmal ist es auch sinnvoller, die verfügbaren finanziellen Mittel so einzusetzen, dass damit ein hoher Nutzfaktor erreicht wird. Wo lohnt es sich aber, anzufangen? Natürlich bei den Geräten mit dem höchsten Energieverbrauch!

1.1Energieverbrauch und Wirkungsgrad

Vergleicht man neue Gebäude mit Bestandsgebäuden, zeigen sich große Differenzen im Energieverbrauch. Gerade in Häusern von vor 1995 rechnen sich Optimierungsmaßnahmen besonders gut. Über die Hälfte des Energieverbrauchs im Haushalt fällt auf das Heizen, gefolgt von 31 % für den Pkw, 8 % für die Warmwasserbereitung und 8 % für Elektrogeräte einschließlich Geräten der Konsumelektronik. Nur etwa 1 % der Energie benötigen wir im Haushalt für die Beleuchtung.

In den Privathaushalten sind die Anteile des Energieverbrauchs im Mittel wie in der Abb. aufgezeigt verteilt:

Abb. 1.1 – Anteile des Energieverbrauchs in Prozent; (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, VDEW)

Wie Sie sehen können, ist neben dem Energieverbrauch für den Individualverkehr die Heizung der größte Energieverbraucher in Deutschlands privaten Haushalten.

Die entscheidende erste Frage ist: Was lässt sich tun, um Energie und Geld einzusparen? Viel Geld sparen können Sie dort am leichtesten, wo die Möglichkeiten bestehen, viel Energie einzusparen.

Entscheidend bei der Realisierung von Einsparmaßnahmen ist der erforderliche Aufwand. In diesem Buch werden daher Hintergrundwissen, Insider-Informationen und Maßnahmen aufgezeigt, mit denen Sie mit verhältnismäßig wenig Aufwand und geringen technischen Mitteln möglichst hohe Einsparpotenziale erreichen können. Natürlich wird es immer aufwendiger, je mehr Sie an die Spitze der Wirkungsgradsteigerung kommen. Zunächst ist daher eine Analyse erforderlich, in welchem Wirkungsgradbereich Ihre derzeitige Heizungsanlage läuft und ob sich Maßnahmen lohnen.

Am Ende eines Jahres ist es immer Zeit, die Zählerstände abzulesen und zusammenzurechnen, wie man im vergangenen Jahr gewirtschaftet hat. Bei der Heizung nennt man das dann Jahresenergieverbrauch. Kunden eines Gasversorgers können diesen Verbrauch als Arbeit (kWh) in der Rechnung des Versorgers direkt ablesen. Besitzer einer Ölheizung müssen die verbrauchten Liter durch die Differenz der Höhenstände in den Heizöltanks ermitteln oder machen es sich einfacher, indem sie einen Ölzähler montieren und regelmäßig ablesen.

Um den derzeitigen Heizenergieverbrauch Ihrer Heizungsanlage im Verhältnis zu vergleichbaren Immobilien einzuschätzen, gibt es einfache Möglichkeiten. Mit ein paar einfachen Berechnungen können Sie selbst ermitteln, wie es um Ihren Heizungsaufwand steht.

Zwei Grundangaben helfen weiter:

1.der jährliche Heizenergieverbrauch

2.die Bezugsfläche (siehe Kasten).

Abb. 1.2 – Heizölrechnung mit Ölliefermenge.

Bezugsfläche:

Die Bezugsfläche bei Wohngebäuden ist die Gebäudenutzfläche (vereinfacht 1,35/1,2 x Wohnfläche bei EFH/ZFH).

Als Gebäudenutzfläche wird meist die Bruttogeschossfläche* verwendet. Diese ist aber, je nach Berücksichtigung von Flächen unter Dachschrägen, Galerien oder Stiegenaufgängen, nicht eindeutig.

* Zur Abschätzung kann die Bruttofläche eines Geschosses mit der Anzahl der Geschosse multipliziert werden. Etwas anders verhält es sich bei ausgebauten Dachgeschossen, da unter niedrigen Dachschrägen nicht die volle Grundfläche genutzt werden kann. Hier wird die Bruttogeschossfläche bei der Berechnung um einen bestimmten Faktor, der von den baulichen Bedingungen abhängt (meist 0,5), reduziert.

Je nachdem, welchen Heizstoff Sie für die Erwärmung Ihres Wohnraums verwenden, sollten Sie ihn auf die Heizleistung in Kilowattstunden (kWh) umrechnen. Bei einer Ölheizung finden Sie die gelieferte Ölmenge auf dem Lieferschein oder der Rechnung, bei einer Gasheizung auf der Gasrechnung. Heizen Sie ausschließlich oder zusätzlich mit Holz oder Pellets, können Sie die Heizenergie entsprechend der Liefermenge in Raummeter Scheitholz oder Kilogramm Pellets ebenfalls errechnen. Wurde die komplette Lieferung (z. B. bei Öl) nicht verbraucht, ist es möglich, die verbrauchte Menge im Tank verhältnismäßig zu ermitteln. Entweder ist der Tank transparent, dann sehen Sie von außen den Ölstand und/oder Sie haben eine Tankanzeige.

*) Durchschnittswerte der jeweiligen Baumarten, Buchenholz wird mit bis zu 2.200 kWh beziffert.

Abb. 1.3 – Transparenter Tank und die Möglichkeit, den Ölverbrauch abzuschätzen.

Der jährliche Energieverbrauch pro Quadratmeter ist eine ähnliche Vergleichsgröße wie der Spritverbrauch eines Autos auf 100 km.

Ist im Energieverbrauch die Warmwasserbereitung mit enthalten, können diese Werte pauschal mit 1.000 kWh für jede im Haushalt lebende Person angenommen und abgerechnet werden.

Der nächste Schritt besteht darin, den Heizenergiebedarf in kWh (abzüglich der Energie für die Warmwasserbereitung) durch die Wohnfläche in Quadratmetern zu dividieren. Das Ergebnis ist der Bedarf pro Quadratmeter, der als Energiekennzahl bezeichnet wird.

Beispiel

Ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung hat eine Gesamtwohnfläche von 130 m². 130 x Faktor 1,35 ergibt 175,5 m² Gebäudenutzfläche.

Das Haus wird mit einer Ölheizung beheizt, der Jahresverbrauch beträgt 3.200 l Heizöl. Entsprechend der Tabelle in Abb. 1.4 ist dies eine Heizleistung von 32.000 kWh. Im Haus leben 4 Personen, dementsprechend können 4.000 kWh für die Warmwasserbereitung abgezogen werden. Der damit errechnete Betrag von 28.000 kWh geteilt durch 175,5 m² ergibt einen Bedarf von gerundet 160 kWh pro m². Die Energiekennzahl ist damit: 160 kWh/m².

Bei einem Ölpreis von ca. 60 Cent oder mehr werden ca. 2.000 € für die komplette jährliche Heizöllieferung benötigt. Durch eine Sanierung der Heizungsanlage kann der Energiebedarf im Bestand wesentlich verringert werden. Bezogen auf das obige Beispiel können mit den im Buch beschriebenen einfacheren Maßnahmen bis zu 30 % Energie eingespart werden. Die jährlichen Kosten für die Heizöllieferung würden sich somit von 2.000 € auf 1.400 € reduzieren.

Noch bequemer lässt sich die Energiekennzahl mit einem der zahlreichen Online-Rechner über das Internet errechnen. Diese finden Sie durch Eingabe des Begriffs „Energiekennzahl" in einer der Suchmaschinen wie z. B. Google.

Abb. 1.4 – Energiekennzahl-Abschätzung durch einen Online-rechner im Internet.

Natürlich sind die Verbrauchswerte der Heizungsanlage stark von den Heizgewohnheiten, von den Zeiten, in denen Sie sich im Haus befinden, von der Menge des Warmwasserverbrauchs und von den Außentemperaturen der Wintermonate abhängig. Daher ist es sinnvoll, einen Mittelwert über mehrere Jahre für die Ermittlung der Energiekennzahl zu verwenden.

Energiekennzahl

Die Energiekennzahl gibt den jährlichen Heizenergiebedarf unter Normbedingungen in kWh/Quadratmeter oder in Litern Heizöl pro Quadratmeter an. Dieser Heizenergiebedarf ist von der wärmetechnischen Ausstattung (Heizungsanlage), den Heizgewohnheiten, der Dämmung und den solaren Gewinnen des Gebäudes abhängig.

Typisierung von Gebäuden

Die Tabelle gibt eine grobe Typisierung der Gebäudearten und die entsprechenden Energiekennzahlen an.

1.2Heizungsoptimierung auf den ersten Blick

Natürlich hängen die Maßnahmen der Heizungsoptimierung davon ab, wie alt die Heizungsanlage ist und welcher Standard vorhanden ist. Die folgenden Aussagen sind daher erst einmal sehr undifferenziert und pauschal, gründen aber auf praktischen Erfahrungen bezüglich dessen, was bei einem Großteil der Heizungsanlagen in der Praxis verbessert werden kann.

Anpassung der Feuerungsleistung (Kesselleistung reduzieren)

Hydraulischer Abgleich und Thermostatventile

Optimierung der Regelungstechnik/Parametrierung/Datenaufzeichnung/Energiecontrolling

Energiesparendes Verhalten (Fensterlüftung, Thermostatventile, Rollläden, Zeitprogramme, Regelungstechnik)

Abb. 1.5 – Heizungsoptimierung auf einen Blick: 1) Kessel, 2) Brenner, 3) Heizungsregelung, 4) Pumpen, 5) Thermostatventil, 6) Rohrdämmung, 7) hydraulischer Abgleich, 8) Heizkörper, 9) Pufferspeicher, 10) Solaranlage.

Für die konkrete Optimierungsgrundlage überprüfen Sie vorab mit folgender Liste, welche Punkte anstehen. Bei mehr als zwei zutreffenden Punkten sind Maßnahmen wie im Buch beschrieben sinnvoll und werden Ihren Geldbeutel entlasten.

Abb. 1.6 – Der erste Blick in den Heizungskeller und die Frage, was verbessert werden kann.

Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen und Sie werden beim Lesen des

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