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Atlan 724: Roboterschicksal: Atlan-Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten"

Atlan 724: Roboterschicksal: Atlan-Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten"

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Atlan 724: Roboterschicksal: Atlan-Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten"

Länge:
122 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
1. Dez. 2012
ISBN:
9783845345987
Format:
Buch

Beschreibung

Auf Terra schreibt man die Jahreswende 3818/19, als der Arkonide erneut eine plötzliche Ortsversetzung erlebt. Atlans neue Umgebung, das ist die Galaxis Manam-Turu. Und das Fahrzeug, das dem Arkoniden die Möglichkeit bietet, die Spur des Erleuchteten, seines alten Gegners, wieder aufzunehmen, ist die STERNSCHNUPPE. Das Schiff sorgt für manche Überraschung - ebenso wie Chipol, der junge Daila, der zum treuen Gefährten des Arkoniden wird.
In den rund sieben Monaten, die inzwischen verstrichen sind, haben die beiden schon manche Gefahr bestanden - immer auf der Spur jener Kräfte, die schon an anderen Orten des Universums für Leid und Unfrieden verantwortlich waren.
Während dieser Zeit hat Atlan schmerzliche Niederlagen hinnehmen müssen, aber er hat auch einige Erfolge für sich verbuchen können. So sind zum Beispiel die Weichen für eine Zusammenarbeit der verbannten Daila mit den Bewohnern ihrer Ursprungswelt gestellt worden - was sich positiv auf den Freiheitskampf der Daila gegen die Mächte des Neuen Konzils auswirken dürfte.
Auf dem Heimatplaneten der Daila wird auch ein Roboter aktiv, der es sich in den Kopf, beziehungsweise die Positronik gesetzt hat, den längst verschwundenen Arkoniden wieder aufzuspüren. Was dem Sucher dabei widerfährt, ist ein ungewöhnliches ROBOTERSCHICKSAL ...
Freigegeben:
1. Dez. 2012
ISBN:
9783845345987
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Atlan 724

Titel in dieser Serie (40)

Buchvorschau

Atlan 724 - Falk-Ingo Klee

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Nr. 724

Roboterschicksal

Maschinen auf der Spur des Arkoniden

von Falk-Ingo Klee

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Auf Terra schreibt man die Jahreswende 3818/19, als der Arkonide erneut eine plötzliche Ortsversetzung erlebt. Atlans neue Umgebung, das ist die Galaxis Manam-Turu. Und das Fahrzeug, das dem Arkoniden die Möglichkeit bietet, die Spur des Erleuchteten, seines alten Gegners, wieder aufzunehmen, ist die STERNSCHNUPPE. Das Schiff sorgt für manche Überraschung – ebenso wie Chipol, der junge Daila, der zum treuen Gefährten des Arkoniden wird.

In den rund sieben Monaten, die inzwischen verstrichen sind, haben die beiden schon manche Gefahr bestanden – immer auf der Spur jener Kräfte, die schon an anderen Orten des Universums für Leid und Unfrieden verantwortlich waren.

Während dieser Zeit hat Atlan schmerzliche Niederlagen hinnehmen müssen, aber er hat auch einige Erfolge für sich verbuchen können. So sind zum Beispiel die Weichen für eine Zusammenarbeit der verbannten Daila mit den Bewohnern ihrer Ursprungswelt gestellt worden – was sich positiv auf den Freiheitskampf der Daila gegen die Mächte des Neuen Konzils auswirken dürfte.

Auf dem Heimatplaneten der Daila wird auch ein Roboter aktiv, der es sich in den Kopf, beziehungsweise die Positronik gesetzt hat, den längst verschwundenen Arkoniden wieder aufzuspüren. Was dem Sucher dabei widerfährt, ist ein ungewöhnliches ROBOTERSCHICKSAL ...

Die Hauptpersonen des Romans

Schwiegermutter – Ein Roboter macht sich selbständig.

Schirtuboh – Ein Käsehändler.

Noetor – Eigner der BAMPERLETSCH.

Traykon-1 – Chef eines robotischen Jagdkommandos.

Pluhgort – Ein Eingeborener von Quekko.

1.

Den aklardischen Karten nach gehörte Sambantytas zu Ghyltirainen und war ein Vorort, der von der wachsenden Stadt schon vor Jahrzehnten vereinnahmt worden war, dennoch war die Struktur bäuerlich geblieben. Wie vor Generationen lebte die Bevölkerung überwiegend von der Landwirtschaft, und das Zusammenleben der hier wohnhaften Daila wurde von Regeln und Abläufen bestimmt, die dörflichen Charakter hatten. Natürlich hatten die Errungenschaften der modernen Technik Einzug gehalten, doch die Sambantytasianer hatten sich eine gewisse Eigenständigkeit und Urtümlichkeit bewahrt. Der Versuch, die Siedlung zu einer Trabantenstadt zu machen, war misslungen. Wie ein Mahnmal der Pionierzivilisation stand das hässliche Gerippe eines unvollendeten Wohnklotzes da, das Katen und Häuser turmhoch überragte. Gleich nach der Eingemeindung hatten Spekulanten das Hochhaus auf der grünen Wiese errichtet, doch dann war ihnen das Geld ausgegangen. Neuere Bauauflagen verboten die Fertigstellung, aber für den Abbruch fühlte sich niemand zuständig. Mit ihrem tristen Grau verschandelte die Ruine die idyllische Landschaft.

Gelegentlich war die schmucke Siedlung das Ausflugsziel der eigentlichen Städter, einmal im Monat fielen sie jedoch wie ein Heuschreckenschwarm in den verschlafenen Vorort ein – am Markttag. Dann waren sie sogar gern gesehen als Käufer der landwirtschaftlichen Produkte, die von den Bauern feilgeboten wurden. Und anders als sonst erlebte man die knorrigen, spröden Sambantytasianer hinter ihren Verkaufstischen als freundliche, aufgeschlossene Männer und Frauen, bis der Beschließer in seiner traditionellen Tracht bei Anbruch der Dämmerung das Ende des Marktes verkündete.

Auch Schirtuboh war jedes Mal mit einem Stand vertreten. Der Daila betrieb einen Käsehandel und lebte davon, von Markt zu Markt zu ziehen und seine Ware an den Mann zu bringen, besonders eine recht anrüchige Spezialität namens Merlitong. Sein Gehilfe war ein Roboter, den der Händler »Schwiegermutter« getauft hatte. Einst so etwas wie ein hochherrschaftlicher Diener, trauerte der Automat besseren Zeiten nach und haderte mit seinem Schicksal, nun in der Provinz niedere Arbeiten verrichten zu müssen. Zeternd und keifend war er stets um das letzte Wort bemüht, feilschte mit seinem Eigentümer fast pausenlos um einen besseren Status und wusste alles besser. Kurz, er benahm sich so, als wäre er eine Dame der besseren Gesellschaft, deren Tochter einen Primitivling zum Mann genommen hatte, dem Anstand und Manieren fehlten. So taufte der erboste Schirtuboh den ewigen Mäkler »Johann« kurzerhand in »Schwiegermutter« um.

Der Automat war die reinste Karikatur eines Roboters. Er glich völlig einem Daila, hatte sogar die schräggestellten Augen, dennoch war er sofort als Synthogeschöpf zu erkennen. Die künstliche braune Haut und auch die Kopfverkleidung bestand aus einer Gummifolie, die sogar eine Mimik ermöglichte, dennoch wirkte das Antlitz verknautscht, weil die Gesichtssensoren nicht mehr optimal funktionierten.

Die Maschine trug eine dunkelblaue Livree, die allerdings schon bessere Zeiten erlebt hatte. Die Handschuhe ließen das ursprüngliche Weiß nur noch erahnen, Hose, Weste und das weiße Hemd waren speckig und fleckig, schmuddelig auch die rote Fliege und die weißen Gamaschen, matt und stumpf waren die schwarzen Schuhe.

Des Herumziehens in der Provinz überdrüssig, war Schwiegermutter seinem Herrn entwischt, um Atlan seine Dienste anzubieten. Zusammen mit dem Arkoniden und Chipol wollte er mit der GHYLTIROON Aklard verlassen, aber Schirtuboh war seinem Gehilfen auf die Schliche gekommen und hatte ihn zurückgeholt. So stand der Roboter wieder tagein, tagaus hinter dem Stand, pries Käse an, stapelte Kisten oder belud den altersschwachen Lastwagen des Händlers, dennoch hatte sich etwas geändert, genauer gesagt, an seiner Programmierung.

Der Roboter stellte fest, dass nach und nach neue Programmteile in ihm aktiv wurden, ein Vorgang, den er selbst nicht beeinflussen konnte. Er wurde verselbständigt, mehr und mehr setzte sich in seiner Positronik die Order durch, Atlan zu folgen. Irgendwann, so folgerte Schwiegermutter, hatte ihn jemand zusätzlich programmiert, und diese bisher brachliegenden Speicher wurden nun durch eine Zeitschaltung aktiviert, ohne dass es den geringsten Hinweis auf den Unbekannten gab.

Die Erweiterung der Datenkapazität kollidierte primär nicht mit seinem Grundprogramm, wohl aber gab es zwischen dem, was er tat und was er tun musste, einen deutlichen Widerspruch. Schwiegermutter befand sich sozusagen in einem inneren Konflikt. Die Kunstintelligenz drohte, schizoid zu werden.

*

Noch immer herrschte reges Treiben zwischen den Buden und Ständen, aber der morgendliche Ansturm war vorüber. Am Nachmittag, kurz vor Marktende, schwoll die Käuferschar erfahrungsgemäß noch einmal an, jetzt, zur Mittagszeit, wurde der Geschäftsverlauf ruhiger. Die Bauern und Händler zeigten durchwegs zufriedene Gesichter, und auch Schirtuboh hatte keinen Grund zur Klage. Er nahm die Einnahmen aus der Kasse und erhob sich von der Käsekiste, die ihm als Sitz diente.

»Ich gehe in die ›Marktschänke‹, um etwas zu essen. Du, Schwiegermutter, vertrittst mich. Und dass du mir die Ware lautstark anpreist, verstanden?«

»Ich neige nicht dazu, schlecht zu hören, Meister Schirtuboh«, gab der Roboter würdevoll zurück.

»Schreien musst du, Schwiegermutter, schreien wie der Kerl nebenan, damit die Käufer aufmerksam werden. Dein vornehmes ›Wünschen die Herrschaften etwas köstlichen Merlitong zu erstehen?‹ geht sonst völlig unter. Laut gebrüllt ist halb verkauft, merk dir das.« Der Daila wandte sich zum Gehen, drehte sich aber noch einmal um. »Meine Ware ist erstklassig, es wird also weder etwas verschenkt noch mit Nachlass abgegeben, klar?«

»Mit Verlaub gefragt – gilt das auch für die überreifen Laibe, die du in Chinchidurry nicht losschlagen konntest, Meister Schirtuboh?«

»Ja, du Narr. Siehst du nicht, dass ich den alten Käse als Sonderangebot ausgezeichnet habe? Bewaa ist das, die neue Hartkäsedelikatesse aus den Bergen zum sensationellen Einführungspreis. Na?«

»Aber diese Sorte gibt es doch überhaupt nicht.«

»Natürlich nicht, Schwiegermutter. Ich habe den Namen erfunden, damit ich die trockenen Laibe nicht wegwerfen muss, kapiert?«

»Wie belieben, doch ich neige dazu, darin eine Täuschung der Verbraucher zu erblicken, die nicht rechtens ist, zumal auch keine Preisreduzierung erfolgt ist.«

»Halt den Mund, du Einfaltspinsel«, fauchte der Daila mit einem schnellen Blick nach links und rechts. »Mit deinem Gerede bringst du mich noch um Kopf und Kragen.«

»Sollte dir dieses widerfahren, Meister Schirtuboh, so liegt der Grund dafür nicht an meinen Äußerungen, sondern an deinem nicht legalen Tun«, sagte der Roboter steif.

»Unsinn!«, keifte der Händler. »Ich handle nicht gesetzwidrig, sondern orientiere mich nur an der Konkurrenz. Sieh dir die Bauern an, diese Gauner. Die halbfaulen Früchte, die niemand mehr kauft, werden von ihnen kurzerhand als Kelterobst angeboten. Ist das etwa reell?«

»Dafür ist diese Ware wohlfeil, du dagegen kannst

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