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Fünf Stufen in die Freiheit: Schamanische Weisheiten für eine moderne Welt

Fünf Stufen in die Freiheit: Schamanische Weisheiten für eine moderne Welt

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Fünf Stufen in die Freiheit: Schamanische Weisheiten für eine moderne Welt

Länge:
172 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 15, 2014
ISBN:
9783899019070
Format:
Buch

Beschreibung

Dem Leben eine neue Richtung geben

Wie stark beeinflussen verschiedene Glaubenssätze unser Leben? Wie offen sind wir für andere Meinungen, Möglichkeiten und Wege?
Je stärker wir an unseren Überzeugungen festhalten, desto schwieriger wird es, uns selbst und unser Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Um diese Muster zu durchbrechen, müssen wir die eigenen Überzeugungen infrage stellen und über den Tellerrand der persönlichen Anhaftungen hinausblicken.
Don Miguel Ruiz Jr. gibt uns in diesem Buch einfache Werkzeuge an die Hand, um uns von Anhaftungen zu lösen und dem Leben eine neue Ausrichtung zu verleihen, die zu kraftvollem spirituellen Wachstum führt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 15, 2014
ISBN:
9783899019070
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Fünf Stufen in die Freiheit - Don Miguel Ruiz Jr.

KAPITEL 1

Betrachtungen zu

Wahrnehmung und

Potenzial

Unsere Ansichten erschaffen unsere Wirklichkeit. Wenn wir in unseren Überzeugungen feststecken, wird unsere Wirklichkeit starr, unbeweglich und bedrückend. Wir sind dann an unsere Anhaftungen gebunden, denn wir haben die Fähigkeit verloren, zu erkennen, dass wir uns jederzeit entscheiden können, uns von ihnen zu befreien.

Wenn wir uns im Spiegel anschauen, hören wir im Geiste oft sofort eine Schilderung dessen, was wir gerade sehen, eine Definition unseres Selbst in Form einer Identität, die auf unseren „Vereinbarungen" – also den Gedanken und Glaubenssätzen, denen wir einmal zugestimmt haben – basiert. Diese Identität ist aus einer Reihe ideologischer Glaubenssätze erwachsen, die wir im Laufe der Zeit durch unsere Familien, unsere Kultur, Religion, Bildung, Freunde usw. angesammelt haben. Und diese Glaubenssätze sind verkapselt in ein einziges System, das sich im Abbild eines physischen Lebewesens spiegelt – in meinem Fall ein Lebewesen namens Miguel Ruiz jr. mit Ansichten, die für mich einzigartig sind.

Jede einzelne meiner Vereinbarungen steht für eine Anhaftung, die ich mir im Laufe meines Lebens selbst erschaffen habe. Wenn ich in den Spiegel schaue, nehme ich mich beispielsweise folgendermaßen wahr:

Ich bin

•Miguel

•ein Tolteke

•ein Nagual (spiritueller Führer)

•ein mexikanisch stämmiger Amerikaner

•ein Mestize

•ein Ehemann

•ein Vater

•ein Autor

und so weiter …

Diese Aufzählung von Selbstdefinitionen ist mein Spiegelbild, und wenn ich mich genauer betrachte, höre ich auch die Aufzählungen meiner Vereinbarungen und die Bedingungen, die zu meinem Inbegriff für Selbstakzeptanz geworden sind. Meine Gedanken fungieren dabei als Erzähler meiner Anhaftungen, meines Glaubenssystems.

In mein Selbstbild projiziere ich die Werte und Eigenschaften, die meine Überzeugungen widerspiegeln. Je stärker ich an meinen Überzeugungen festhalte, desto schwieriger wird es, mich selbst als den zu sehen, der ich in diesem Augenblick gerade bin, und desto weniger bin ich frei, das Leben aus einer unverbrauchten Perspektive heraus zu betrachten, und entscheide mich aus diesem Grund vielleicht für einen anderen Weg. Wenn meine Anhaftungen noch intensiver und stärker verwurzelt sind, verliere ich das Bewusstsein für mein eigenes Authentisches Selbst, da es von den Filtern meines Glaubenssystems verschleiert wird. In der toltekischen Tradition nennen wir das Smokey Mirror, den Rauchigen Spiegel – der Rauch hindert uns daran, unser Authentisches Selbst zu erkennen.

Was diesen Anhaftungen ihre Stärke verleiht, ist die bedingte Liebe. Anstatt dich, wenn du in den Spiegel blickst, als den- oder diejenige/n zu akzeptieren, der oder die du in diesem Augenblick bist, wirst du dir wahrscheinlich sagen, warum du in deiner gegenwärtigen Form inakzeptabel bist und was du zu tun hast, um von dir selbst akzeptiert zu werden: Ich muss diesen Erwartungen entsprechen, um meine eigene Liebe zu verdienen.

Der Wunsch, jenen makellosen Zustand zu erreichen, der mir durch die archetypischen Vorgaben meiner Vereinbarungen vor Augen gehalten wird, verzerrt mein Spiegelbild noch stärker. Ich fange an, mich nach den Vorgaben meiner Vereinbarungen, die inzwischen die Bedingungen für meine Selbstakzeptanz bilden, zu bewerten und zu beurteilen. Ich entwickle ein System von Belohnung und Strafe, um mich darauf zu trainieren, diesem archetypischen Modell gerecht zu werden; das bezeichnen wir in der toltekischen Tradition als Domestizierung.

Das wichtigste Werkzeug zur Selbstdomestizierung ist die Selbstbewertung. Mit meinem archetypischen Modell dessen, was „Ich bin Miguel" für mich bedeutet, erkenne ich beim Blick in den Spiegel all die angeblichen Makel und Unzulänglichkeiten und schon nimmt die Domestizierung ihren Lauf:

•„Ich bin nicht schlau genug."

•„Ich bin nicht attraktiv genug."

•„Ich besitze nicht genug."

•„Mir fehlt es an diesem oder jenem."

usw.

Die Selbstbewertung sitzt genau dort, wo die Selbstakzeptanz gern sein möchte. Manchmal gewöhnen wir uns so sehr an unsere Anhaftungen an diese negativen Überzeugungen und Selbstbewertungen, dass wir sie gar nicht mehr als Beurteilungen wahrnehmen. Wir akzeptieren sie als Teil dessen, wer wir sind. Doch in der Basis sind unsere Selbstbewertungen nur die Folge dessen, wie wir im Grunde unseres Wesens zu uns selbst stehen – ob wir uns akzeptieren oder ablehnen.

Von all den Überzeugungen, von denen es sich zu lösen gilt, ist diese die wichtigste: Löse dich von der Anhaftung, die dir vorgaukelt, du müsstest irgendeinem Bild der Vollkommenheit entsprechen, um glücklich zu sein. Und dabei geht es nicht nur um Äußerlichkeiten; dazu gehören auch unsere Denkweise, unsere Philosophie, unser spirituelles Streben und unser Platz in der Gesellschaft. All diese Dinge bilden die Rahmenbedingungen für unsere Selbstakzeptanz. Wir glauben, wir müssten unseren eigenen Erwartungen entsprechen, um unserer eigenen Liebe würdig zu sein – tatsächlich aber müssen wir erkennen, dass diese Erwartungen lediglich Ausdruck unserer Vereinbarungen sind, nicht Ausdruck unserer wahren Natur.

Ironischerweise geschieht es oft gerade in den Augenblicken, in denen wir in der Lage wären, unsere tatsächliche Wahrheit zu erkennen – nämlich wenn wir mit unserem Spiegelbild konfrontiert werden, egal ob in einem Spiegel oder draußen in der Welt –, dass die Stimmen der Erzähler am lautesten sind. Ich kenne Menschen, mich selbst eingeschlossen, die sich weigerten, sich selbst im Spiegel zu betrachten, weil die Selbstbewertungen ohrenbetäubend lärmten. Es ist nahezu unmöglich, einer Illusion gerecht zu werden – und das gilt für Teenager ebenso wie für Erwachsene.

Man kann natürlich einfach unseren Medien, unserer Kultur oder unserer Gemeinschaft die Schuld dafür geben, dass sie uns ständig Bilder präsentieren, wie wir zu sein haben. Wir werden schier überflutet von Werbespots und archetypischen Bildern von Helden und Heldinnen, schönen Jungfrauen in Nöten und Profisportlern, aber auch von Beispielen für Hässlichkeit und dafür, wie man eben nicht sein sollte. Doch im Grunde kann man niemandem die Schuld geben, denn genau wie eine Selbstbewertung hat der Werbespot an sich keine Macht über uns, es sei denn, wir stimmen mit seiner Botschaft überein. Erst dann, wenn wir diesen Bildern und Verzerrungen anhaften, ist unser Glück in Gefahr.

Wir müssen die Schuld für diese Selbstbewertungen nicht auf uns nehmen. Es genügt, wenn wir uns bewusst werden, dass sie sich seit unserer Kindheit in einem langen Prozess der Domestizierung so entwickelt haben. Nehmen wir unsere Selbstbewertungen erst einmal wahr, können wir auch unsere Freiheit zurückerlangen, indem wir uns dazu entscheiden, das alte System von Belohnung und Strafe, das uns aufgebürdet wurde, um irgendwann einmal wahre Selbstakzeptanz zu erreichen, zu transzendieren.

Wir haben die Wahl … Darin liegt unsere Macht.

Wenn du in den Spiegel schaust, bist du der einzige Mensch, der deine inneren Erzähler hören kann; du allein weißt, worin diese Selbstbewertungen bestehen. Sie nehmen genau die Form und die Stimme an, die du ihnen verleihst, aber letztlich sind sie nur Ausdruck dessen, was du bereits bejaht hast. Du hast die Wahl, dich von diesen Vorgaben, die ein unrealistisches Selbstbild kreieren, zu befreien, indem du dir bewusst machst, dass du die Macht besitzt, Nein zu sagen. Wenn du nicht mehr an deine Selbstbewertungen glaubst, haben sie auch keine Macht mehr über dich. Du kannst dich entschließen, dich selbst aus einer Selbstakzeptanz heraus zu betrachten, basierend auf der unbestreitbaren Tatsache, dass du so, wie du jetzt bist, bereits vollkommen perfekt und vollständig

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