Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Das Zerteilen der Zeit: Gedichte
Das Zerteilen der Zeit: Gedichte
Das Zerteilen der Zeit: Gedichte
eBook98 Seiten15 Minuten

Das Zerteilen der Zeit: Gedichte

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Die letzten Gedichte des bekannten, 1912 geborenen österreichischen Autors Franz Tumler, der zuletzt in Berlin lebte und dort 1998 starb. Sie vermitteln Tumlers Begegnung mit der Natur und mit bevorzugten Gegenden und Städten: Sizilien, Palermo, Rom, Berlin und natürlich Südtirol, dem Land, in dem er geboren worden war und dem er sich zeitlebens verbunden fühlte. Andere Gedichte setzten sich mit der Arbeit des Autors auseinander, des Dichters, dessen "Schrift" bleibt, auch wenn seine Zeit vergeht:
JAHRE
meine Jahre
was habe ich angefangen
mit ihnen
sind nicht meine Jahre
aber
diese Schrift
ist meine Schrift
SpracheDeutsch
HerausgeberHaymon Verlag
Erscheinungsdatum6. Dez. 2013
ISBN9783709971192
Das Zerteilen der Zeit: Gedichte
Vorschau lesen

Mehr von Franz Tumler lesen

Ähnlich wie Das Zerteilen der Zeit

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Das Zerteilen der Zeit

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Das Zerteilen der Zeit - Franz Tumler

    1989)

    JAHRE

    meine Jahre

    was habe ich angefangen

    mit ihnen

    sind nicht meine Jahre

    aber

    diese Schrift

    ist meine Schrift

    BILD

    dieses leicht trockene der Luft

    zwischen den engen Mauern einer Stadt

    dieses Eingetrocknete

    das eine Stadt hat

    Krümmung der Stiegen abblätternd Putz

    spiegelnd Fenster

    Glas trocken

    immer unruhig ob die Sonne aufgeht

    immer still Spiegel der Baumkronen

    ruhige Trockenheit

    die Uhr unter

    dem Himmel

    rissig Striche

    groß blickend Gesichte

    Fuß gebunden

    Leib wie Knospen schwimmend

    Haut straff trocken

    Haar gestrichen

    von Wind und Fingern

    HAUT

    Haut flirrig

    doppelwandig

    Stacheln

    die seidene Glätte

    die abstößt

    die einschmiegt

    jede Öffnung ist

    das Ungeheuer

    JAHRESWECHSEL

    stillstehende Zeit

    aufsteigenden Jahrs

    rote Sonne die untergeht

    in den Fenstern die

    westwärts gerichtet sind

    bald aufgeht

    in Fenstern ostwärts

    östlich kniet die Sonne

    über künftigem Busch

    längeres Licht

    um einen Husch erstarkend

    schreib ich in der Dunkelheit

    Zeilen

    *

    DELOS

    Stirnband Stein Boden

    sofort stellt der Mensch einen Acker

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1