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Trendfolge für Anleger

Trendfolge für Anleger

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Trendfolge für Anleger

Länge:
223 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 28, 2013
ISBN:
9783864701061
Format:
Buch

Beschreibung

Trend Following ist eine der erfolgreichsten Investment-Strategien, die es gibt. Das Prinzip lautet: Springe auf einen bereits fahrenden Zug auf und fahre so lange mit, wie es geht. Mit anderen Worten: Investiere in Finanzinstrumente, die sich eindeutig in eine Richtung bewegen, und bleibe so lange dabei, wie dieser Trend anhält. Covel stellt mehrere Investment-Profis vor, die seit Jahrzehnten mit beeindruckenden Renditen glänzen. Jede dieser Persönlichkeiten hat ihr ganz eigenes Profil. Covel arbeitet die jeweiligen Tradingansätze heraus und lässt seine Leser so an der Erfahrung dieser erfolgreichen Trendfolger teilhaben.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 28, 2013
ISBN:
9783864701061
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Trendfolge für Anleger - Michael Covel

werden.

Kapitel 1

Schuster,

bleib bei deinen

Leisten

Gary Davis, Jack Forrest und Rick Slaughter

Heute ist Sunrise Capital zwar eine sehr erfolgreiche Vermögensverwaltung, aber zunächst war das nicht so. Angefangen hat es mit drei visionären Männern, die sich trauten, anders zu sein. Sie sahen eine Gelegenheit und ergriffen sie beim Schopf. Einer der Gründer hat das einmal so ausgedrückt: Sie bleiben bei ihren Leisten.

Sie halten sich an ihre Tradingregeln. Ich habe das zwar schon in der Einführung geschrieben, aber es lohnt sich, es zu wiederholen: Wenn man lernen will, gemäß der Trendfolge zu traden, um mit dieser Strategie viel Geld zu verdienen, braucht man Selbstvertrauen. Die beste Möglichkeit, Ihnen dieses Selbstvertrauen einzuflößen, besteht darin, Ihnen den Werdegang erfolgreicher Trader von Anfang bis Ende vorzuführen. Wenn Sie dieses Buch lesen, fragen Sie sich vielleicht, wieso es relevant sein soll, wann diese Trader angefangen haben.

Vielleicht fragen Sie sich, wieso es relevant sein soll, zu erfahren, wie ihre Performance in den 1970er-, in den 1980er-, in den 1990er-Jahren und so weiter ausgesehen hat. Das ist deshalb von Belang, weil es die Beständigkeit der Strategie zeigt. Hier geht es nicht um eine Methode, „mit Glück zu traden", die vielleicht einen Monat, ein Jahr oder ein Jahrzehnt lang funktioniert. Sie funktioniert buchstäblich seit Jahrzehnten Monat für Monat. Ich hoffe, wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, achten Sie jederzeit und bei allen Strategien sorgfältig auf ihre Beständigkeit – nicht nur bei der Trendfolge. Wenn Sie auf eine Strategie stoßen, deren Performance nicht belegt ist, dann ist sie ein Glücksspiel. Nachdem dies abgehakt ist, legen wir nun los.

Wenn Sie nur eines aus diesem Buch lernen, dann sollte es diese einfache Lehre sein: Bleiben Sie bei der Sache. Ablenkungen gibt es immer: aktuelle Nachrichten, Überraschungen und unvorhersehbare chaotische Ereignisse lauern überall, aber davon darf man sich nicht beirren lassen. Ich verrate Ihnen ein großes Geheimnis: Spitzentrader beachten solche Dinge gar nicht. Sie haben durch harte Arbeit, fleißiges Lernen und vielleicht auch durch ein bisschen Glück herausgefunden, dass ihre Fähigkeit, sich an einen Tradingplan zu halten, viel wichtiger ist, als zu wissen oder sich darum zu kümmern, was der Nachbar tut.

Gehen Sie mit mir in die Mitte der 1970er-Jahre zurück. Jack Forrest, der damals in San Diego als Arzt praktizierte und lehrte, hatte etwas Geld angespart, um damit auf eigene Rechnung zu traden. Es war zwar nicht viel Geld, aber für den Anfang reichte es. Zunächst investierte er in Aktien, doch schon nach kurzer Zeit bemerkte er, dass Rohstoff-Futures mit ihren großen Bewegungen nach oben und nach unten viel lukrativer wären.

Manche Leute sagen: „Es sieht wirklich so aus, als hätte die Fundamentalanalyse großes Potenzial. Wenn man sie fragt, wieso sie Potenzial hat, antworten sie gewöhnlich: „Sie hat es einfach.

Wie so viele andere tradete Forrest anfangs anhand von Fundamentaldaten – Bilanzen, Angebot, Nachfrage und so weiter. Er erkannte, dass er nicht sehr gut darin war, Märkte zu analysieren. Er sprach mit örtlichen Brokern, doch sie hatten auch keine Ahnung. Anscheinend hatte niemand eine logische oder systematische Methode – ein Handelssystem. Viele waren lediglich Glücksspieler. Andere ließen ihr Trading auf einem Gefühl dafür fußen, was bald passieren würde. Solche Erfahrungen haben wir alle schon gemacht. Und auf diese Art geraten die meisten zum ersten Mal mit den Märkten in Berührung.

Aber wenn man merkt, dass es nicht funktioniert, sich an den Märkten irgendwie durchzuwurschteln – also mit Fundamentaldaten zu arbeiten –, was soll man dann machen? Dann sollte man sich systematischen Methoden für den Handel an den Märkten zuwenden. Das bedeutet, dass man sich anschaut, was früher passiert ist. Das fängt damit an, dass man Geschichten über berühmte Anleger wie etwa Jesse Livermore, Dickson Watts, Richard Donchian und andere große Trader liest, die viele Jahre lang systematische Methoden verwendet haben. An solchen Büchern herrscht kein Mangel. Eine bedeutende Gemeinsamkeit dieser Autoren und ihres Jahrzehnte alten Wissens: Spring auf die große Bewegung auf und bleib dabei.

Die naheliegenden Fragen lauten: „Wie macht man das, auf die große Bewegung aufspringen? „Verschiedene Sachen ausprobieren? „Welche Sachen sind das? „Einen Satz Tradingregeln von jemand anderem übernehmen?

Forrest begann mit Ideen zu experimentieren, die auf dem technisch orientierten Trading anhand von Trends beruhen, und mit der Idee des Ausbruchs aus Kanälen.

Ein Ausbruch aus einem Kanal oder Channel Breakout findet statt, wenn eine Aktie oder ein Rohstoff innerhalb eines engen Kanals gehandelt wird, aber dann zu einem Preis gehandelt wird, der über der oberen Begrenzung des Kanals liegt. Was meine ich mit einem engen Kanal? Apple wird zu 300, 305, 300, 305, 300 gehandelt und schnellt dann auf 325 Dollar in die Höhe. Die Aktie bricht aus dem engen Preis-„Kanal" aus.

Als Forrest weiter experimentierte, funktionierte der Kauf von Breakouts gut, sodass er anfing, auf diese Art zu traden. Manche Trader brauchen Jahre, bis sie ein gewinnbringendes System finden, aber Forrest hatte gewissermaßen Glück, denn er fand den richtigen Ansatz – einen Ansatz, der sich sehr von dem unterschied, was die meisten anderen praktizierten.

Mit solchen Tradingregeln kann man vollkommen systematisch handeln. Man kann seine Regeln aufschreiben und sich streng diszipliniert daran halten. Forrests erstes System war ganz einfach: Er kaufte Wochen-Ausbrüche. Er hatte ein 12-Wochen-Ausbruchssystem. Er stieg long oder short ein, wenn der Markt ein 12-Wochen-Hoch oder -Tief markierte.

An welchen Märkten kann man auf diese Art handeln? Zwar waren die Märkte anders, als Forrest anfing – nur physische Rohstoffe –, aber heutzutage kann man mit systematischen Trendfolge-Regeln an fast allen Märkten traden. Das heißt Aktien, Devisen, Gold, Öl – was Sie möchten.

Abendkurse

Während Forrest seine eigenen Nachforschungen anstellte und auf eigene Faust tradete, machte er frühzeitig eine interessante Erfahrung. Anfang der 1980er-Jahre nahm er an einem Abendkurs des legendären Traders Ed Seykota teil. Seykota legte Wert auf Tradingregeln und Tradingpsychologie.

Er lehrte ein 4-Wochen-Kanalausbruchssystem mit einem Filter – es sollte nur angewendet werden, wenn der Markt stieg (also von der Long-Seite). Er wandte das System nicht an, wenn der Markt fiel (er shortete nicht).

Dazu wurde ein Filter als Hürde für die Wahrnehmung eines Handelssignals (des Ausbruchs) eingerichtet. Man tradete nur dann von der Long-Seite, wenn der vorangegangene 6-Monats-Ausbruch nach oben gerichtet war.

Trend Following kann einfach sein, aber es ist schwierig, sich daran zu halten.

Es ging aber nicht nur um Regeln. Dass Seykota mit einem systematischen Ansatz so erfolgreich gewesen war, gab Forrest die Zuversicht, dass auch er eine Chance auf einen solchen Erfolg

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