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Das Geheimnis erfolgreicher Anleger

Das Geheimnis erfolgreicher Anleger

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Das Geheimnis erfolgreicher Anleger

Länge:
177 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 20, 2012
ISBN:
9783864700279
Format:
Buch

Beschreibung

Beim Investieren haben Anleger verschiedene Möglichkeiten: Sie können es selbst tun. Milliarden werden so investiert. Problem: Die meisten Zeitgenossen haben keine Ahnung, wie man eine Aktie analysiert, ein Portfolio strukturiert, wann man ein- und wann man aussteigt. Sie können es einem Profi überlassen. Milliarden werden so investiert. Problem: Die meisten Vermögensverwalter schneiden auf Dauer schlechter ab als der Markt. Unter dem Strich ist es vielleicht sogar schwerer, einen guten Profi zu finden als eine gute Aktie. Sie können in einen Indexfonds investieren. Auch so werden Milliarden investiert. Problem: Langfristig gesehen sind schlechte Ergebnisse beinahe garantiert. Sie können dieses Buch lesen und etwas ganz anderes tun. Auf diese Weise wird nicht viel Geld investiert. Noch nicht.Lassen Sie sich von Joel Greenblatt das Geheimnis erfolgreichen Anlegens zeigen. Der erfahrene Hedgefondsmanager erklärt, wie jeder den Markt, die Indexfonds und auch die Experten schlagen kann. Grundlage ist sein Ansatz, der auf den Prinzipien des Value Investings, des gesunden Menschenverstands und der nötigen Disziplin beruht.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 20, 2012
ISBN:
9783864700279
Format:
Buch

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Buchvorschau

Das Geheimnis erfolgreicher Anleger - Joel Greenblatt

Glück!

Kapitel 1

Als ich in den Spätsiebzigern (Anmerkung für meine Kinder: Die 1970er-Jahre sind gemeint!) an der Wirtschaftsuniversität studierte, hat man uns eine wichtige Sache über das Investieren am Aktienmarkt beigebracht: Es gibt dort so viele schlaue Menschen, dass ihr nicht schlauer sein könnt als die. Anders ausgedrückt: Tausende intelligente, kompetente Leute kaufen und verkaufen den lieben langen Tag Aktien, und deshalb spiegeln die Aktienkurse das kollektive Urteil dieser ganzen schlauen Menschen wider. Wenn der Preis einer Aktie zu hoch ist, verkaufen diese schlauen Menschen so lange, bis der Preis auf ein niedrigeres, vernünftigeres Niveau gefallen ist. Wenn ein Aktienkurs zu niedrig ist, gehen die schlauen Leute hin und kaufen, bis der Preis der Aktie auf ein faires Niveau gestiegen ist. Dieser ganze Prozess läuft dermaßen schnell ab – so hat man uns beigebracht – , dass die Aktienkurse im Allgemeinen alle aktuell verfügbaren Informationen korrekt wiedergeben. Und wenn die Preise tatsächlich zutreffend sind, dann nützt es nichts, wenn man versucht, „den Markt zu schlagen". Mit anderen Worten war laut meinen Professoren die einzige Möglichkeit, wie ich eine Aktie zum Schnäppchenpreis finden könnte: Glück. Natürlich hörte ich nicht darauf (worin sich dieser Kurs leider nicht von all meinen anderen unterschied).

Aber jetzt springen wir einfach mal ein paar Jahrzehnte weiter, und jetzt bin ich der Professor. Jedes Jahr halte ich an einer Elite-Wirtschaftsuni einen Kurs über Geldanlage. Die Studenten sind zweifellos intelligent, gebildet und engagiert. Genauer gesagt: Sie sind die besten und die klügsten. Aber in den letzten 14 Jahren habe ich meinen Studenten immer gleich am ersten Tag, wenn der Kurs begann, etwas fürchterlich Vertrauliches und Verstörendes verraten, nämlich: „Die meisten Ihrer Kollegen und Vorgänger, die an Wirtschaftsuniversitäten im ganzen Land und anderswo etwas über Geldanlage lernen, gehen irgendwann hinaus in die wirkliche Welt der Geldanlage und versuchen, den Markt zu schlagen. Und fast alle haben dabei eines gemeinsam: Sie werden scheitern."

Wie kann das sein? Wenn Intelligenz und Engagement nicht die entscheidenden Faktoren dafür sind, ob wir erfolgreiche Anleger sein können, was denn dann? Stehen wir wirklich da, wo wir angefangen haben? Hatten nach all den Jahrzehnten der Investmenterfahrung und des Lernens meine Professoren am Ende doch recht? Das alleinige Mittel, den Markt zu schlagen, ist Glück?

Nein, nicht ganz. Ich bin immer noch froh, dass ich nicht auf meine Profs gehört habe. Anleger können den Markt schlagen. Ob man ein erfolgreicher Anleger wird, hat bloß nicht viel damit zu tun, ob man zu den Besten und Klügsten gehört. Es hat nicht viel damit zu tun, ob man auf einer Wirtschaftsuni war (allerdings bringt es auch nicht viel, dumm zu sein und keinen Abschluss zu haben). Auch hat der Erfolg nichts damit zu tun, ob man mit den Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten umgehen kann, mit denen wir täglich bombardiert werden. Und man findet auch nicht dadurch zum Erfolg, dass man Hunderte von Expertenmeinungen aufsaugt, die im Fernsehen, in Zeitungen und in Investmentbüchern angeboten werden. Das Geheimnis, wie man den Markt schlägt, besteht – so unwahrscheinlich das auch klingen mag – nur darin, dass man ein paar einfache Konzepte kennenlernt, die fast jeder beherrschen kann. Diese simplen Konzepte dienen als Straßenkarte, als Wegbeschreibung, die einem in all dem Lärm, in all dem Wirrwarr die richtige Richtung weist. Eine Wegbeschreibung, die die meisten schlauen MBAs, Investmentprofis und Amateuranleger schlicht und einfach nicht haben.

Und das leuchtet ein. Wenn man bloß schlau sein müsste oder einen BWL-Abschluss bräuchte, gäbe es Tausende Privat- und Profianleger mit faszinierenden langfristigen Erfolgsbilanzen. Aber die gibt es nicht. Daher ist wohl klar, dass die Antwort woanders liegen muss.

Das stellt uns aber vor ein neues Problem. Wenn die Antwort wirklich so einfach ist, wie ich hier behaupte, kann sich doch im Endeffekt so ziemlich jeder vornehmen, den Markt zu schlagen. Wie kann das sein? Wenn es so simpel ist, wieso laufen dann nicht Tausende erfolgreiche Anleger herum? Da droht die ganze Sache ein bisschen unlogisch zu werden.

Aber in Wirklichkeit leuchtet sie eben doch ein. Die Konzepte, die man braucht, um ein erfolgreicher Börsenanleger zu sein, sind einfach. Die meisten Menschen können das. Es ist bloß so, dass es die meisten nicht tun. Zu verstehen, wieso sie das nicht tun oder tun werden – das ist der entscheidende erste Schritt, mit dem man zum erfolgreichen Anleger wird. Sobald wir begreifen, wieso die meisten anderen scheitern, können wir die simple Lösung vollständig würdigen.

Aber dieses Verstehen hat seinen Preis. Wir müssen ganz vorne anfangen und unsere Argumentation Schritt für Schritt aufbauen. Wenn wir verstehen, wo der Wert eines Unternehmens herkommt, wie die Märkte funktionieren und was an der Wall Street wirklich vor sich geht, gelangen wir zu interessanten Schlussfolgerungen. Außerdem führt dieser Weg Kleinanleger (und weniger kleine Anleger) zu ein paar sehr guten Anlagemöglichkeiten.

Das, was ich meinen Studenten am ersten Kurstag sage, stimmt trotzdem. Die meisten Menschen, MBAs und Profis, die versuchen, den Markt zu schlagen, schaffen es nicht. Aber Sie können das. Schauen wir uns an, wieso.

Kapitel 2

Ich hatte eine schlechte Woche. In wahlloser Reihenfolge: Ich habe das Jurastudium abgebrochen (verständlicherweise waren meine Eltern davon nicht sehr begeistert), mit meiner Freundin Schluss gemacht (okay, sie hat mit mir Schluss gemacht, aber ich hatte damals keine Ahnung, dass das eigentlich gut so war), und ich habe meine Schlüssel im abgeschlossenen Auto gelassen – und zwar zweimal (einmal im Zündschloss, während der Motor noch lief, und einmal im Kofferraum, abends um elf nach einem Spiel der Yankees in der Bronx, und wie Sie vielleicht wissen, gibt es zwar lauter Schlüsseldienste mit 24-Stunden-Service, aber kein Schlosser arbeitet wirklich rund um die Uhr). Und schließlich bin ich ohne Geld durch eine Mautstelle gefahren (nach einigem Augenrollen und da Guantánamo noch keine Gefangenen aufnahm, durfte ich das Geld per Post schicken, aber die Briefmarke kostete mich mehr als die eigentliche Gebühr).

Zum Glück lässt sich der wahre Wert eines Lebens nicht in einer einzelnen schlechten Woche und nicht einmal in einer Reihe schlechter Monate zusammenfassen, sondern in allem, was wir über einen Zeitraum von vielen Jahren tun und schaffen. Ich spreche das nicht an, um noch einmal die glorreichen Tage meiner Jugend (soweit sie das waren) zu durchleben, sondern weil man das Konzept des „Wertes – englisch „Value – durchschauen muss, wenn man lernen will, ein guter Anleger zu werden: was Wert ist und wo er herkommt. Das ist sehr wichtig, weil das Geheimnis der erfolgreichen Geldanlage recht einfach ist: zunächst den Wert von etwas herausfinden – und dann viel weniger dafür bezahlen. Ich wiederhole das gern noch einmal: Das Geheimnis der erfolgreichen Geldanlage besteht darin, den Wert von etwas herauszufinden – und dann viel weniger dafür zu bezahlen.

Benjamin Graham, der erklärte Vater der Wertpapieranalyse, bezeichnete das als „Anlegen mit Sicherheitsabstand". Je größer die Differenz zwischen dem aktuellen Preis und dem berechneten Wert, desto größer ist der Sicherheitsabstand. Graham dachte sich, wenn unerwartete Ereignisse den Wert des Gekauften mindern oder wenn die anfängliche Bewertung irrtümlich zu hoch ist, würde einen der Kauf mit großem Sicherheitsabstand trotzdem vor deutlichen Verlusten bewahren.

Das ist alles schön und gut, aber was ist „Wert oder „Value, und woher kommt er wirklich? Es könnte sein, dass der Süßwarenladen an der Ecke einen tollen Standort hat, dass das Geschäft boomt und dass er zum Preis von 150.000 Dollar eine großartige Investition wäre. Aber wenn man den gleichen Süßwarenladen für 50 Millionen Dollar kauft, mit dem gleichen tollen Standort und dem gleichen boomenden Geschäft, tätigt man mit ziemlicher Sicherheit eine fürchterliche Investition (und lässt die Frage aufkommen, wie man überhaupt an die 50 Millionen gekommen ist). Kurzum: Wenn wir investieren, ohne den Wert dessen zu begreifen, was wir kaufen, haben wir kaum eine Chance, unser Geld intelligent anzulegen.

Genauso wie die eine lausige Woche nicht den Wert meines gesamten Lebens bestimmt hat, so hat der Wert eines Unternehmens nicht viel mit dem zu tun, was jeden Monat oder jede Woche passiert. Der Wert eines Unternehmens beruht vielmehr darauf, wie viel es während seiner gesamten Lebensdauer verdienen kann. Das können oft viele Jahre sein (und mit „viele" meine ich 20, 30 oder noch mehr – wir dürfen nicht bloß über die Gewinne der nächsten zwei oder drei Jahre nachdenken). Es mag sich zwar ganz schön kompliziert anhören, die Gewinne eines Unternehmens über die nächsten 30 Jahre oder mehr auszurechnen, aber wir werden es trotzdem versuchen. Wir fangen mit einem ganz einfachen Beispiel an, und bis zum Ende des Kapitels sollten wir eigentlich ganz gut verstehen, wie die Sache mit dem Wert nun funktioniert (und sobald wir anfangen, den Wert zu verstehen, lässt sich gar nicht absehen, was wir im restlichen Buch noch alles schaffen können …).

Für die Zwecke unseres simplen Beispiels nehmen wir sogar an, wir wüssten (wie auch immer) im Voraus, was das Unternehmen in den nächsten 30 Jahren und danach einbringen wird. Um es noch einfacher zu machen, nehmen wir an, das

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