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Gott tröstet: Von der Kraft, die Trauer zu überwinden

Gott tröstet: Von der Kraft, die Trauer zu überwinden

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Gott tröstet: Von der Kraft, die Trauer zu überwinden

Länge:
189 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 20, 2015
ISBN:
9783417228007
Format:
Buch

Beschreibung

In diesem Klassiker der Trauerliteratur berichtet Hannelore Risch von ihren Erfahrungen in den ersten zehn Jahren nach dem Tod ihres Mannes, und wie sie ihr Leben als Witwe und Alleinerziehende bewältigte. Anschaulich und offen erzählt die Autorin, welche Nöte sie erlebt, aber auch, was sie getröstet und ihr geholfen hat.
Auch Menschen, die Trauernden begegnen, kann dieses Buch Impulse geben, um einfühlsam trösten zu können. Denn es beschreibt sensibel die Gefühle und Verletzlichkeit Leidtragender.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 20, 2015
ISBN:
9783417228007
Format:
Buch

Über den Autor


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Gott tröstet - Hannelore Risch

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Kurzbeschreibung

Völlig unvorbereitet traf Hannelore Risch der Verlust ihres Mannes und des Vaters ihrer sechs Kinder. Das brachte sie an den Rand ihrer körperlichen und seelischen Kräfte. Hier beschreibt sie ihre Erfahrungen in den ersten zehn Jahren nach dem Tod ihres Mannes und als Alleinerziehende. Anschaulich und offen erzählt sie, welche Nöte sie erlebt, aber auch, was sie getröstet und ihr geholfen hat. Denn in der Tiefe erreichte sie Gottes Trost und das Trösten mancher Verwandten und Freunde. Nach einer Reihe von Jahren heilte die innere Wunde, wenn auch ein Verlustgefühl blieb.

Hannelore Risch begann, stundenweise Religionsunterricht zu erteilen, als ihre beiden Jüngsten sieben Jahre alt waren. Als sie Teenager wurden, übernahm sie ein Pfarramt auf dem Land. Hier konnte sie ihre vielfältigen Lebens- und Glaubenserfahrungen weitergeben. Heute lebt sie als Großmutter, Referentin und Autorin im tätigen Ruhestand. Sie redet nicht »vom grünen Tisch«, sondern was sie sagt und schreibt, ist intensiv erlebt. Es ist ihr ein Anliegen, Menschen, die durch Leiderfahrungen und Probleme fragend geworden sind, auf Gottes liebevolle Hilfe aufmerksam zu machen.

Von Hannelore Risch ist bei SCM R.Brockhaus außerdem erschienen:

Gott spricht – ich höre, Bestell-Nr. 226.324

Der SCM-Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

ISBN 978-3-417-22800-7 (E-Book)

ISBN 978-3-417-26465-4 (Lieferbare Buchausgabe)

Datenkonvertierung E-Book:

CPI books GmbH, Leck

1. Paperback - Großdruck - Auflage 2012

24. Gesamtauflage

© 1982 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG

Bodenborn 43 · 58452 Witten

Internet: www.scm-brockhaus.de

E-Mail: info@scm-brockhaus.de

Umschlaggestaltung: Maike Heimbach, Ennepetal

Satz: Breklumer Print-Service, Breklum, www.breklumer-print-service.com

INHALT

Inhalt

Kurzbeschreibung

Vorwort zur Neuauflage 2012

I. Tatsache des Todes

Auseinandergerissen

Die Kinder

Der leere Platz

Der Traum

Erschöpft

Die Faszination des Todes

II. Auseinandersetzung mit sich selbst

Wer ist schuld?

Ja, Vater!

Neues Vertrauen keimt

Warum?

Hiob und seine Frau

Viel Frucht aus Leid

Endlich bricht der heiße Tiegel

Geduld

Training zum Überleben

Der fehlende Gesprächspartner

Im Irrgarten der Gefühle

Selbstmitleid

Hat Gott sich geirrt?

Schwarz auf weiß

III. Auseinandersetzung mit der Umwelt

Beileid

Tröster

Weinen

Trauerkrank

Auf dem Abstellgleis

Bitterkeit

Fliehen oder standhalten?

Der verlassene Jesus

IV. Neuorientierung

Durchbruch

Ins Leben zurück

Frieden

Vergebung

Rückblick

Nicht stehenbleiben

Geführt

V. Hoffnung auf ewiges Leben

Auf dem Friedhof

Schlafen die Toten?

Sterben – was ist das?

Worte über die Ewigkeit

Ein Trostbrief

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand

Osterbekenntnis

Trost

Ein Abschiedsbrief

Blick in Gottes Thronsaal

Heimweh nach dem Himmel

Ein Stückchen Himmel im Herzen

Sieht und liebt mich mein Mann?

Alle Tränen getrocknet

Verbindung mit den Verstorbenen

VI. Veränderte Situation des Alleinseins

Totenmonat und Totensonntag

Weihnachten ohne Goldrahmen

Kindererziehung ohne den Vater

Von ihm erzählen

Die zweite Krise

Angefochten

Nicht vergleichen!

Sei gut zu dir!

Die kleinen Freuden

Beschäftigungen fürs Herz

Technische Probleme

Sorgen-Übergabe-Vertrag

Meine Zeit steht in deinen Händen

Einsamkeit

Umgang mit Ehepaaren

Akzeptierte Enthaltsamkeit

VII. Neue Chancen

Neue Kontakte

Negative Erlebnisse umwandeln

In der Öffentlichkeit

In meinem Stand

Wachstum zum neuen Menschsein

Wiederverheiratung

VIII. Aufträge und Gaben

Stellung der Witwe in der Gemeinde

Ich werde gebraucht

Einige Wochenstunden

Im Beruf

IX. Ins verheißene Land

Was bleibt, wenn alles bricht?

Oasen in der Trauerwüste

Fußspuren im Sand

Ein Krug voll Manna

Als Verwandelte in ein neues Land

Gelobt sei Gott

Nachwort

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Vorwort zur Neuauflage 2012

Durch den viel zu frühen Tod meines Mannes vor einigen Jahrzehnten hat sich das Leben unserer Familie vollständig verändert. Es war ein tiefer Einschnitt, mit dem wir nicht gerechnet hatten und auf den wir deshalb auch nicht vorbereitet waren. Mein Mann, Pfarrer Hermann Risch, starb im Alter von 43 Jahren trotz unzähliger Gebete und festem Glauben für Heilung an einem nicht operablen Gehirntumor.

Unsere sechs Kinder, fünf Söhne und dazwischen eine Tochter, haben den Verlust unterschiedlich verarbeitet. Johannes, der Älteste, war damals 12 Jahre alt und die Zwillinge Lukas und Markus knapp drei. Ihnen allen ist erst mit der Zeit schmerzlich bewusst geworden, was es heißt, keinen Papa zu haben.

Ich selbst war damals erst 36 Jahre alt und hatte noch etwa 10 Jahre lang wechselnde Trauerdepressionen, weil ich den Schmerz in mich hineinfraß, ihn nicht formulierte, sogar das Weinen unterdrückte und die Glaubensstarke spielte, denn ich wollte diesen harten Schlag im Grunde nicht wahrhaben. Erst als ich dieses Buch mit Tränen geschrieben hatte, fiel spürbar eine schwere Last von meinem Herzen. Daraus lernte ich: Was sich schmerzlich belastend in meiner Seele eindrücken will, muss in irgendeiner Weise ausgedrückt werden, sonst werde ich vor lauter Trauer krank.

Der Trauer Raum zu geben, kann ganz verschieden aussehen: Gedenkkerzen anzünden, Fotos und Filme betrachten, anderen von früher erzählen, Notizen machen, Tagebuch führen, in Briefen an den Verstorbenen niederschreiben, was man ihm noch sagen wollte, die innere Stimmung und Sehnsucht in Farben malen, sich bei Vertrauten aussprechen, sich mit anderen Trauernden austauschen, häufig ans Grab gehen, auch mit Gott hadern, klagen, klagen, klagen … Wichtig ist vor allem, dass man die Trauer nicht verdrängt, sondern authentisch ist! Nur so kann sie uns seelisch und körperlich nicht krank machen; denn wir haben sie herausgelassen und ihr Gestalt verliehen.

Hört die Trauer irgendwann einmal ganz auf? Das hoffte ich vergebens. Dieser Verlust wird mich bis ans Grab begleiten. Jedoch ist sie jetzt verändert. Der Schmerz hat sich nach und nach in inniges Bedauern verwandelt: Schade, schade, dass wir nun nicht gemeinsam unsere erwachsenen Kinder, Schwiegerkinder und Enkel erleben, nicht mehr miteinander Urlaub machen, im Alter nicht einander beistehen und helfen können … Schade, schade, dass meine Kinder den väterlichen Rat und die sieben Enkel einen wunderbaren Großvater entbehren müssen! Auch vermisse ich den besten Gesprächspartner der Welt! Doch er ist in den »höheren Dienst« berufen worden. Ich bin überzeugt, dass er uns vom Himmel aus segnet und uns dort in Liebe erwartet.

Eines hat unsere vaterlose Familie bei diesem einschneidenden Verlust vielfach erlebt: Gott, der himmlische Vater, ist der treuste Helfer, den es gibt. In unzähligen schwierigen Situationen, als ich nicht mehr ein noch aus wusste, hat er uns stets väterlich geholfen. Auch jetzt im Alter, wo meine Kräfte nachlassen, brauche ich ständig seine Hilfe. So nenne ich ihn dankbar und in herzlicher Liebe »meinen Helfer« und mein Leitvers heißt: »Du bist mein Gott, der mir hilft!« (Psalm 25,5). Als Spruchband habe ich ihn über meinem Computer täglich vor Augen. Witwen und Waisen sind von jeher von Gott bevorzugt und besonders geliebt, vermittelt uns die Bibel, was viele und auch wir erfahren haben.

Seit ich nicht mehr voll eingespannt im Pfarrdienst bin, sondern den Ruhestand genießen darf, denke ich viel mehr zurück an unsere Ehe: an die Zeiten, als mein Mann, Vikar, dann Pfarrer und zuletzt Reisereferent war und schließlich schwer krank wurde. Dabei fallen mir viele Versäumnisse ein. Ach, sie sind nicht mehr gutzumachen! Es tut mir so leid! Heute, wo ich reifer bin, würde ich wohl anders handeln. Soll ich mich deshalb grämen bis an den Tod? Nein! Ich bete jedes Mal, wenn mir eine Verfehlung einfällt und mich traurig macht: Jesus, vergib mir! Er hat ja meine Schuld mit seinem Blut am Kreuz bezahlt. Darum darf ich sagen: Danke, mein Jesus! Du vergibst mir! Und ich fühle mich frei und ledig aller Schuld. Welche Entlastung!

Doch beim Zurückdenken fallen mir natürlich auch viele beglückende Erlebnisse ein: die elterliche Freude über die Geburten unserer sechs Kinder, gemeinsame Urlaubstage, Familienfeste, eheliche Vertrautheit u.v.m. Sie stimmen mich dankbar und erhellen meinen manchmal recht mühsamen Alltag.

Obwohl es Gelegenheiten gab, hatte ich nicht die Führung, noch einmal zu heiraten oder eine Partnerschaft einzugehen. Trotzdem habe ich als Witwe ein voll erfülltes Leben. Gott hat mich dazu berufen, meinen Lebensweg allein weiterzugehen. Er selbst will mein Lebenspartner sein. Darum liebe ich ihn von ganzem Herzen und bin ständig im Gespräch mit ihm. Er sagt zu mir: »Ich will die Mitte deines Lebens sein!« So

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