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Entschieden Christ sein: Dietrich Bonhoeffers Zeugnis für heute

Entschieden Christ sein: Dietrich Bonhoeffers Zeugnis für heute

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Entschieden Christ sein: Dietrich Bonhoeffers Zeugnis für heute

Länge:
89 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 17, 2015
ISBN:
9783843606097
Format:
Buch

Beschreibung

Am 9. April 1945 wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nationalsozialisten ermordet. Bis heute sind zahllose Menschen beeindruckt von seinem Mut, seiner Kraft und Unbeugsamkeit in der Zeit von Terror und Haft.
Klaus Koziol spürt dem Leben und Denken Dietrich Bonhoeffers nach, der in einem ausschließlichen Glauben an Jesus Christus lebte. Aus diesem Glauben folgten für Bonhoeffer sein konsequentes, fast radikales Leben und Sterben.
Es entsteht das beeindruckende Bild eines Mannes, der sich in dunkler Zeit einen aufrechten Gang bewahrte. Sein unbedingtes Festhalten an Werten, seine Bindung an eine sinnstiftende Botschaft können beispielhaft sein für heute.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 17, 2015
ISBN:
9783843606097
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Buch

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Entschieden Christ sein - Klaus Koziol

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Haupttitel

Inhalt

Über den Autor

Über das Buch

Impressum

Hinweise des Verlags

Klaus Koziol

Entschieden Christ sein

Dietrich Bonhoeffers Zeugnis für heute

Patmos Verlag

Inhalt

Vorwort

radix – von der Wurzel her

Glauben lernen

Gott allein

Gott mitten im Leben

Sich an Christus klammern

Beten und handeln

Christus praesens

Leben lernen

Der archimedische Punkt

Sich von Gott aufwühlen lassen

Das Ende der Angst

Der Mut zur Tat

Kraftvolle Lebensbejahung

Den anderen Blick wagen können

Hochgemute Selbstgewissheit

Sterben lernen

Im Kreuz liegt das Heil

Die Schwäche Gottes ist seine Stärke

Das Wunder der Auferstehung

pro nobis – für uns

Für Anita

Vorwort

»Entschieden Christ sein« – ein Buch mit solch einem Anspruch schreiben zu wollen, ist ein gewaltiges Vorhaben. Egal wie diese Person heißt, es steht immer in Frage, ob eine einzige Person uns diese Grunddimension des Lebens überhaupt nahebringen kann. Ohne lange Vorrede möchte ich beschreiben, wie ich dazu gekommen bin, gerade ein solches Buch über Dietrich Bonhoeffer zu schreiben, gerade mit diesem Angebot, mit ihm entschieden Christ zu sein.

Wie viele andere Menschen habe auch ich schon vor langen Jahren Bonhoeffers bekanntestes Buch »Widerstand und Ergebung« gelesen und ich war, wie viele andere auch, beeindruckt von Bonhoeffers Mut, Kraft und Unbeugsamkeit während seiner Haftzeit unter den Nazischergen. In Briefen und Kassibern aus seiner Gefängniszelle wird darin ein Mann lebendig, der authentisch – denn die Briefe waren ja nicht für die Veröffentlichung »geschönt« geschrieben – seinen aufrechten Gang in der brutalen Terrorzeit ging. Ich konnte nur diesen Mut und diese Kraft bewundern.

Jahre später entdeckte ich eher zufällig die gesammelten Schriften Bonhoeffers, die sein Freund und vielmaliger Adressat seiner Briefe aus der Haft, Eberhard Bethge, herausgab. Sofort war mein Interesse geweckt, und ich las die Aufsätze, die wissenschaftlichen Publikationen und vor allem die Predigten von Dietrich Bonhoeffer.

Und ich kann sagen: Meine Faszination für Bonhoeffer wurde noch um einiges größer, denn in seinen theologisch-religiösen Reflexionen wurde für mich deutlich, warum er einen so aufrechten Gang gehen konnte und woher er den Mut nahm, den Henkern die Stirn zu bieten. Das war keine innerweltliche Attitüde, sondern sein Handeln und seine Stärke entsprangen ausschließlich seinem unbedingten Glaube an Jesus Christus. Bonhoeffer lebte so konsequent seinen Glauben, dass sein Leben und Sterben mit diesem Mut und dieser Stärke nur konsequent war.

Ich gebe gerne zu: Gerade Bonhoeffers Predigten zu lesen, das erschütterte mich und das verstörte mich nachhaltig. Solch einen Glauben zu haben, der nicht nur ein Schönwetter-Glaube ist, sondern der in den extremsten Zeiten des Lebens eine solche Kraft besitzt, um mit ihm aufrecht gehen zu können, das faszinierte mich und verstörte mich zugleich. Denn bei Bonhoeffer wurde mir auch klar: Ein solcher Glaube gibt nicht nur viel, sondern er verlangt auch viel: die unbedingte Hingabe an Jesus Christus. Jedenfalls war mein Interesse geweckt, dem »glauben, leben und sterben lernen mit Dietrich Bonhoeffer« auf die Spur zu kommen und zu fragen, was dieser Glaubenszeuge und Märtyrer uns Menschen der Moderne zu sagen hat, ganz im Sinne von Papst Paul VI., der in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii nuntiandi aus dem Jahre 1975 schreibt: »Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind.«¹

radix – von der Wurzel her

Gebet für Mitgefangene:

»Herr Jesus Christus,

Du warst arm

und elend, gefangen und verlassen wie ich.

Du kennst alle Not der Menschen,

Du bleibst bei mir,

wenn kein Mensch mir beisteht,

Du vergisst mich nicht und suchst mich,

Du willst, dass ich Dich erkenne und mich

zu Dir kehre.

Herr, ich höre Deinen Ruf und folge,

hilf mir!«²

Dietrich Bonhoeffer, Weihnachten 1943

Dietrich Bonhoeffer hat dieses Gebet nach eindreiviertel Jahren Haft zu Weihnachten 1943 für seine Mitgefangenen geschrieben. Noch weitere anderthalb Jahre sollte er in Haft bleiben, um in den letzten Tagen des Krieges am 9. April 1945 von den Nazihenkern hingerichtet zu werden. Dieser Dietrich Bonhoeffer steht im Zentrum unserer Glaubens- und Lebensschule für die Menschen unserer Zeit. Dietrich Bonhoeffer, ein entschiedener Christ und Widerstandskämpfer, mit ihm wollen wir gemeinsam den Versuch unternehmen, intensiver glauben, besser leben und gut sterben zu lernen.

Doch Vorsicht: Mit Dietrich Bonhoeffer glauben, leben und sterben lernen, bedeutet Mut haben zu müssen, einen Mut, der Bonhoeffer in seinem Widerstandskampf gegen Hitler und seine Schergen getragen hat, nämlich einen Mut, der eine kompromisslose Entscheidung³ verlangt, eine Kompromisslosigkeit im Glauben, im Leben und im Sterben. Und diese Kompromisslosigkeit gründet sich für Bonhoeffer einzig und allein in der Hingabe an Gott. Das macht Bonhoeffer zu einem Radikalen im Glauben, Leben und Sterben, weil er radikal und ausschließlich auf diese Wurzel »Gott« – ohne Wenn und Aber – setzt, so dass er sagen kann: »Glauben heißt bedingungslos trauen und wagen.«⁴

Diese Radikalität hat sich Bonhoeffer als Christ, Theologe und Pfarrer nicht bloß ausgedacht und sich vielleicht an dieser Vorstellung erfreut, sondern er hat diese Radikalität gelebt und bezeugt bis in seinen Tod hinein. Sich dieser Radikalität als Mensch unserer Zeit zu stellen, braucht Mut, einen Mut, der die Verstörung wirken lassen kann, die Bonhoeffers Glauben, Leben und Sterben bei uns auslösen wird.

Seien wir also gewarnt! Bei Bonhoeffer gibt es nichts Halbes, bei Bonhoeffer ist es ein »Glauben pur«, bei uns vielleicht eher »Verstörung pur«, wenn wir zum Beispiel hören: »Was zum Glauben zu allererst gehört, nämlich uns selbst aufgeben,

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