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Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen
Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen
Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen
eBook364 Seiten2 Stunden

Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen

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Über dieses E-Book

Die ersten Tage nach der Geburt in Bildern festzuhalten, stellt besondere Anforderungen an Fotografen: Kreativität beim Erstellen des Sets und Finden der richtigen Posen, Sicherheit im Umgang mit dem Neugeborenen, eine genaue Vorbereitung und nicht zuletzt handwerkliches Können von der Fotosession bis zur Aufbereitung und Präsentation der Bilder.

Die bekannte Baby-Fotografin Robin Long zeigt Ihnen in diesem Buch, wie Sie mit wenigen Hilfs- mitteln natürliche und bezaubernde Baby-Fotos machen. Ob Sie als Profi in diesem Markt Fuß fassen möchten oder Fotografie als Hobby betreiben: Die in langer Praxis erprobten Anleitungen und Tipps helfen Ihnen, die natürliche Schönheit Neugebore- ner in perfekten, ungekünstelten Bildern einzufangen.

Auf über 200 inspirierenden Seiten lernen Sie:

- wie Sie Konzepte für Ihre Fotosessions entwickeln - von der ersten Idee bis zum Erzählen einer Geschichte
- wie Sie eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern aufbauen
- wie Sie eine für das Kind optimale Umgebung schaffen und unruhige Babys wieder beruhigen
- mit welchen Kameraeinstellungen und welchem Zubehör Sie arbeiten
- wie Sie Ihre Bilder entwickeln und mit Photoshop und ACR zur Perfektion bringen und
- wie sich Profis als Baby-Fotograf/in erfolgreich positionieren und vermarkten
SpracheDeutsch
Herausgeberdpunkt.verlag
Erscheinungsdatum5. Dez. 2013
ISBN9783864913983
Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen
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    Buchvorschau

    Babys fotografieren - Robin Long

    Index

    Danksagungen

    Mein erster Dank gilt Gott, dafür, dass Er mir die Gabe meiner Kunst verliehen hat und die Fähigkeit, sie mit der Welt zu teilen. Die Leidenschaft und Ausdauer, mit denen Er mich gesegnet hat, haben es mir ermöglicht, eine Reise fortzusetzen, von der ich nie erwartet hatte, an ihr Ziel zu gelangen.

    Besonderer Dank geht an die Liebe meines Lebens, meinen Ehemann Dennis, für seine liebevolle und fortdauernde Unterstützung. Meine berufliche Laufbahn und dieses Buch wären nicht möglich gewesen, wäre er nicht die ganze Zeit an meiner Seite.

    Den größten Dank schulde ich meinen drei Töchtern Heather, Nichole und Rebecca, zusammen mit meinen fünf Enkelinnen Emelie, Ashlie, Abbie, Katie und Nora und – nicht zu vergessen – unserem Hund Toto. Ihre Bereitschaft, mit mir gemeinsame Sache zu machen, wenn ich sie als Motiv ins Licht setzte, und dort geduldig sitzen zu bleiben, während ich meine Arbeit machte (auch wenn manchmal eine kleine Bestechung nötig war), hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Ohne sie wären meine Träume unerfüllbar geblieben.

    Besonderer Dank gilt meiner Mutter, meiner ewigen Freundin, für die gezeigte Liebe und Ermutigung mein ganzes Leben hindurch. Egal, was ich zustande brachte oder auch nicht, sie stand mir auf meinem Weg mit Rat und Ermutigung zur Seite.

    Ich möchte mich bei all meinen Kunden bedanken, die mir die Ehre zuteil werden ließen, ihre wunderbaren Babys zu fotografieren und in diesem Buch zu porträtieren.

    Vielen Dank an das wunderbare Team bei Peachpit Press, besonders an Susan Rimerman, meine Projektleiterin, und Anne Marie Walker, meine Developmentund Copy-Editorin, die mich anspornte, meine Grenzen zu überschreiten, und die während des Projekts außerordentliche Geduld aufbrachte. Ich danke auch Lisa Brazieal, meiner Produktionsleiterin, für ihre Sachkenntnis und dafür, dass sie mir jederzeit zur Verfügung stand, wenn ich sie benötigte. Ich danke Mimi Heft, meiner Layouterin, für ihre sachkundige Gestaltung eines wunderbaren Layouts; und ich danke Sara Todd, meiner Marketing-Managerin, für ihre entschiedene Zielsetzung. Ich hätte mir kein besseres Team wünschen können. Sie haben alle dazu beigetragen, dass dies eine wunderbare und spannende Erfahrung wurde.

    Einleitung

    Ich erinnere mich, wie ich damals, als ich mit der Fotografie begann, auf die Babys in ihren friedlichen, tollpatschigen Posen schaute und dachte, das wäre doch eine ganz einfache Aufgabe. Ein bisschen Milch und ein warmes Zimmer schienen mir alles zu sein, was nötig war, um ein Neugeborenes in Positur zu bringen. Schließlich hatte ich selbst drei Babys und wusste, wie man es ihnen gemütlich macht und sie zum Schlafen bringt. Aber konnte ich sie von einer Pose in eine andere bewegen, ohne sie zu stören? Mir wurde rasch klar, dass es eine Menge gab, was ich über die Fotografie von Neugeborenen zu lernen hatte, bevor ich mich auf diesem besonderen Gebiet bewähren konnte.

    Das Hauptthema dieses Buches ist, Neugeborene auf einfache und natürliche Weise in Szene zu setzen, und zwar in einer sicheren Umgebung, die für das Baby passend temperiert ist. Ich bespreche auch die Grundvoraussetzungen, um in das Geschäft mit der Neugeborenen-Fotografie einzusteigen. Dieses Buch handelt nicht von Requisiten oder von der nächstbesten Pose oder dem Versuch, den anderen Fotografen Konkurrenz zu machen. Hier wird Ihnen nicht gezeigt, wie Sie Montagen mit modischen Posen, wie dem Frosch, machen oder es so aussehen lassen, als ob das Baby in einem Tuch von einem Ast hängt. Stattdessen finden Sie Anleitungen für Grundpositionen, die Gestaltung von Bildgeschichten und das Vergnügen an zeitlos natürlichen Bildern, um eine dauerhafte Grundlage für Ihr eigenes Werk zu schaffen.

    Wir fangen mit Grundposen an und sammeln Erfahrungen, wie man Babys so von Pose zu Pose bewegt, dass sie ruhig bleiben und dabei weiterschlafen. Das kann ziemlich schwierig sein, darum erkläre ich, wie Sie es am besten machen. Ich beschreibe die verschiedenen Posen für Neugeborene, die weniger als zwei Wochen alt sind, und jene, die sich am besten für Babys bis zu sechs Wochen eignen. Über die Fotografie älterer Babys oder Kinder werde ich in diesem Buch nichts schreiben, da es sich ganz bewusst auf die Bilder von Neugeborenen beschränkt.

    Außerdem geht es um die für die Fotografie von Neugeborenen benötigten Hilfsmittel. Sie können mit einer Grundausstattung anfangen und später für fortgeschritteneres Arbeiten weiteres Zubehör anschaffen. Es ist in Ordnung, einfach mit ein paar Decken und Tüchern zu beginnen. Sie müssen nicht jenen nacheifern, die Unmengen an Geld investieren, um ihr Geschäft zu gründen. Des Weiteren gebe ich Tipps, wie man die Eltern vorbereitet, damit die Sitzung reibungslos abläuft, und worauf Sie im Voraus achten sollten. Sie lernen auch, wie man eine komplette Fotosession so plant, dass man die Zeit besser ausnutzt.

    Ich begann mein Unternehmen in meiner Garage an einem heißen Sommertag mit einem Sitzsack und einer Vliesdecke, die ich im Supermarkt gekauft hatte. Typischerweise verbrachte ich meine Tage mit stundenlangen Recherchen im Internet, um etwas über Beleuchtung und Kameratechnik zu lernen. Kaum vier Jahre später konnten wir uns zu Hause ein Studio einrichten. Die Gründung eines Unternehmens geschieht nicht über Nacht, es dauert manchmal Jahre, das gesetzte Ziel zu erreichen. Die meisten Unternehmen starten mit ein paar einfachen Hilfsmitteln am Küchentisch. Man muss dann mit der Arbeit wachsen, anstatt vorzeitig aufzugeben.

    Auch wenn Hobbyfotografen dieses Buch schätzen mögen, richtet es sich doch vor allem an diejenigen, die aus der Neugeborenen-Fotografie einen Beruf machen und sich das Handwerkszeug für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit aneignen wollen. In der Fotografie geht es darum, eine Geschichte zu erfassen und wiederzugeben, nicht einfach nur darum, eine Aufnahme zu machen. Die können Sie auch mit Ihrem Handy machen. Wenn Sie sich ernsthaft mit Neugeborenen als Marktnische beschäftigen wollen, bereit sind, sich von Grund auf mit der Materie zu beschäftigen, und das sichere, natürliche Positionieren bei natürlichem Licht lernen wollen, dann werden Sie in diesem Buch reichlich Material finden.

    Als professioneller Fotograf, der sich auf Neugeborene spezialisiert, ist es entscheidend, dass Sie sich nicht nur mit bestimmten fotografischen Techniken auskennen, sondern dass Sie sich auch darüber im Klaren sind, dass der sichere und behutsame Umgang mit den Neugeborenen absolut wichtig ist. Bevor Sie sich auf diesem Gebiet betätigen, sollten Sie genau wissen, was Sie tun.

    Ich werde Ihnen zeigen, wie Sie sich von anderen Fotografen abheben und Bemerkenswertes schaffen, sich vermarkten und einen Businessplan aufstellen können. Sie werden keine konkreten Vorgaben für Preislisten Ihrer Produkte oder die Zusammenstellung von Bildern finden. Ich weiß, dass das ein wichtiger Bestandteil der Vermarktung ist, aber es gibt viele ausführliche Preisübersichten, an denen Sie sich im Einzelnen und umfassend orientieren können. Stattdessen finden Sie allgemeine Hinweise für die Preisgestaltung und die mit dem Fotografenberuf verbundenen Kosten. Sie werden sehen, dass zur Preisgestaltung mehr gehört als aus der Luft gegriffene Zahlen.

    Ich werde beschreiben, welche Nachbearbeitung ich auf alle meine Aufnahmen anwende, und wie man seinen Workflow effizient und einheitlich gestaltet. Sie erfahren, wie man Aufnahmen grundlegend korrigiert, bevor man sie mit künstlerischen Effekten anreichert. Die effiziente Organisation des Arbeitsablaufs ist entscheidend, um seine Zeit möglichst gut zu nutzen und profitabel zu arbeiten.

    Um den größtmöglichen Gewinn aus diesem Buch zu ziehen, sollten Sie die Hinweise befolgen und üben, üben, üben. Es ist nicht einfach, als Fotograf ein einträgliches Geschäft aufzubauen. Zunächst müssen Sie sich einige Grundlagen aneignen, und Sie sollten zur Vorbereitung einige Kurse in Geschäftsführung machen, bevor Sie selbst ein Unternehmen gründen. Versuchen Sie nicht, ins kalte Wasser zu springen und alles zu hastig in Angriff zu nehmen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Planung, und machen Sie einen Schritt nach dem anderen. Es kommt auf Sie an und darauf, wie Sie sich in Ihrer persönlichen Nische von allen anderen abgrenzen. Gehen Sie Ihren Weg!

    – Robin Long

    ISO 400, 1/200 Sek., f/1.8, 50 mm

    KAPITEL 1

    Inspiration

    Damit ein Foto den Betrachter anspricht, müssen Sie bei der Umsetzung Ihrer Bildidee selbst mit dem Herzen dabei sein. Manchmal ist es aber nicht so einfach, seine eigenen künstlerischen Inspirationen umzusetzen.

    Inspiration kommt von innen heraus – aus Ergriffenheit, Gefühlen und aus dem Herzen. Vieles im Leben hinterlässt ein Gefühl von Frieden und Wohlbefinden. Ihre Inspiration und Ihr Stil sind es, was Sie als Fotografen und als Person auszeichnen. Inspiration läuft einem nicht über den Weg, man muss sie leben.

    Man begegnet tagtäglich vielem, das einem Anregungen geben kann, aber bei der Inspiration, auf die ich mich beziehe, geht es um das wahre Lebensgefühl. Es ist eine Begeisterung, die einen beflügelt und frei macht und voller Energie sein lässt. Es ist eine Vision vom Ziel Ihres eigenen kreativen Weges. Die Art, wie Sie an Ihr Motiv herangehen, beeinflusst die Art, wie Sie es gestalten. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Es kommt auf Ihre Wahrnehmung an und darauf, wie Sie diese als Vision umsetzen. In diesem Kapitel will ich Sie auf eine Reise mitnehmen, auf der ich zeige, wie man Anregungen erkennt, seinen Stil entwickelt, zum Erzähler in Bildern wird und seine Inspirationen in der eigenen Arbeit zum Ausdruck bringt.

    Was mich inspiriert

    Meine Anregungen finde ich in meinem Alltag und den Dingen, die mich umgeben, die mich berühren und meine Gefühle ansprechen. Es ist die Fülle an natürlichem Licht, frischen Blumen, einfachen Stoffen, sommerlichen Brisen, sanftem Gezwitscher der Vögel, herzlichen Umarmungen, Babylächeln, Kuscheln, wehenden Vorhängen – und ein klarer blauer Himmel. Diese Dinge prägen meinen Stil und drücken aus, wer und wie ich bin. In meinem Studio habe ich einen reichen Vorrat an Spitzentüchern, um Babys oder werdende Mütter in Szene zu setzen. Ihre Schönheit regt meine Kreativität an.

    Inspiration läuft einem nicht über den Weg, man lebt sie.

    Ein elegantes, in wunderschönes Licht getauchtes Spitzentuch inspiriert mich.

    ISO 400, 1/160 Sek., f/1.8, 50 mm

    Dieses perfekte kleine alte Kleidchen gehört zu meiner Kleidersammlung für Neugeborene.

    ISO 400, 1/200 Sek., f/1.8, 50 mm

    Damit Ihr Stil unverwechselbar wird, muss er das zum Ausdruck bringen, was Sie selbst fasziniert. Sie müssen ein Gespür dafür entwickeln, was Sie ausdrücken möchten; erst dann können Sie Ihren eigenen Stil entwickeln.

    Eines Tages war ich in Antiquitätenläden auf Einkaufstour und entdeckte dieses weiße, klassische Kleidchen. Es regte meine künstlerische Fantasie dermaßen an, dass ich mir sagte: »Das muss ich haben.« Die Reinheit und Originalität des kleinen Kleidchens entsprachen wirklich meinem Stil.

    Dies war der perfekte Augenblick, um das Kleidchen einzusetzen. Schauen Sie, wie perfekt es zur Bluse der Mutter passt, die liebevoll auf ihr Baby hinunterblickt. Das war ein ganz besonderer Moment für die junge Mutter, da die kleine Prinzessin unerwartet erschien, viele Jahre nachdem Mama dachte, ihre Familie sei komplett.

    Ich positionierte den Rücken der Mutter in einem leichten Winkel von 45 Grad gegen das Licht links hinter ihr und drehte sie ein wenig, sodass das Licht sie und das Gesicht des Babys erfasste.

    ISO 400, 1/250 Sek., f/2, 50 mm

    Legen Sie ein Moodboard an

    Sie sollten zusammenstellen, was Sie inspiriert. Dazu eignet sich ein »Inspiration Board«, auch »Moodboard« genannt. Fangen Sie damit an, alles zu fotografieren, was Sie »anspricht« – Dinge, die Sie faszinieren und die Gefühle in Ihnen auslösen, auch Farben, die Sie gerne mögen. Es kann sich um Leute, Plätze oder Objekte handeln; alles, was Ihnen gefällt. Es gibt keine Regeln. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Visionen. Machen Sie verschiedene Fotos, aus denen Sie eine Auswahl treffen können.

    Ordnen Sie dann alle Fotos auf einem Moodboard an, das Sie entweder von Hand anfertigen oder in einer digitalen Tabelle ablegen. Es kann so umfangreich sein, wie Sie möchten. Wählen Sie vier Farben aus den selektierten Bildern, und ordnen Sie sie in einer Collage an, wie in meinem Beispiel.

    Legen Sie sich ein »Inspiration Board« (oder »Moodboard«) an, eine Zusammenstellung der Themen, Farben, Gegenstände und von allem sonst, das Sie auf irgendeine Weise begeistert.

    ISO 400, 1/400 Sek., f/1.8, 50 mm

    Als Nächstes wählen Sie drei Wörter aus, die stellvertretend dafür sind, was Sie sehen, beispielsweise weich, luftig, dunkel, stimmungsvoll, lustig, ausgefallen und so weiter. Fragen Sie ein paar Freunde oder Kollegen ebenfalls nach drei Wörtern, die Ihre Bilder beschreiben. Sie werden Ihre eigene Arbeit bald mit neuen Augen sehen und die Richtung erkennen, in die Sie mit Ihrer Fotografie gehen. Ich finde es sehr hilfreich, die Dinge auf andere Weise zu sehen und mich auf meine eigenen Inspirationen zu konzentrieren. Nehmen Sie sich Zeit, über Ihre Auswahl und die Wörter nachzudenken. Es ist wichtig, dass Sie während dieser Phase keine Arbeiten anderer Fotografen betrachten, um einen freien Kopf zu behalten und sich auf sich selbst zu besinnen. Drucken Sie Ihre digitale Bildtafel aus oder tragen Sie die handgefertigte immer bei sich, wenn Sie fortgehen. Schauen Sie öfter darauf. Denken Sie über die vor Ihnen liegenden Aufgaben nach. So beginnen Sie, Ihren eigenen Stil zu entwickeln.

    Definieren, Entwickeln, Umsetzen

    Sobald Sie zusammengestellt haben, was Sie inspiriert, können Sie Ihre Identität festlegen, entwickeln, umsetzen und vervollständigen. Erledigen Sie jeden Schritt dieses Verfahrens sorgfältig, und lassen Sie sich so viel Zeit wie nötig. Es geht um Ihr Warenzeichen, an dem andere Ihre Arbeit erkennen. Finden Sie heraus, in welche Richtung Ihre Neigung geht und was Sie fasziniert. Das braucht manchmal seine Zeit, also überstürzen Sie nichts. Seien Sie selbstbewusst, und vertrauen Sie Ihrer Persönlichkeit. Ihr Stil wird sich im Laufe der Zeit entwickeln und mit wachsender Erfahrung immer besser werden. Sie werden auch mal ins Stolpern kommen, das ist okay. Es ist ein Wachstumsprozess, den jeder durchmachen muss. Später werden Sie das zu schätzen wissen, wenn Sie zurückschauen und sehen, wie weit Sie gekommen sind.

    Definieren Sie Ihren Stil

    Als »Stil« bezeichnet man die Kombination verschiedener Elemente des künstlerischen Ausdrucks, Vortrags oder der Darstellung, die eine bestimmte Person auszeichnet. Der Stil repräsentiert eine Marke und schafft eine persönliche Marktnische. Ihre Identität drückt sich in einer natürlichen, Ihnen eigenen Ausdrucksweise aus, die Sie von anderen unterscheidet. Er ist einfach ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit.

    Zu meinem stilistischen Repertoire gehören einfache Schwarzweiß-Bilder. Dieser Augenblick eines heftigen Gähnens gewann einen ersten Preis im Wettbewerb bei der National Association of Professional Child Photographers 2012.

    ISO 200, 1/200 Sek., f/1.8, 50 mm

    Hat schon einmal jemand zu Ihnen gesagt: »Das sind ganz Sie!« Wer das sagt, kennt Ihren Stil und weiß, wer und wie Sie sind. Manchmal kennen uns andere Leute besser als wir uns selbst. Scheuen Sie sich nicht, zur Bewertung Ihrer eigenen Visionen Freunde nach deren Meinung zu fragen.

    Eines der schwierigsten Probleme, die man lösen muss, um ein professioneller Fotograf zu werden, ist, sich und seinen Stil zu etablieren. Manchmal erkennt man seinen eigenen Stil nicht, weil man so viel auf die Arbeiten von anderen schaut und versucht, ihnen nachzueifern. Nehmen Sie sich Zeit, sich auf Ihre eigenen Intentionen und den

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