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Funktionelle Muskeltherapie nach Tamura: Akute und chronische Schmerzen gezielt behandeln
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eBook470 Seiten2 Stunden

Funktionelle Muskeltherapie nach Tamura: Akute und chronische Schmerzen gezielt behandeln

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Über dieses E-Book

Die Ursache bei vielen Schmerzproblemen des Bewegungsapparates liegt im Muskelsystem. Diese Behauptung wirkt auf den ersten Blick nicht gerade revolutionär. Sie ist es aber, denn bisher wird der Stellenwert des Muskelsystems bei akuten und chronischen Schmerzen sehr unterschätzt bzw. gar nicht beachtet.

Dieses Buch gibt dem Muskelsystem einen neuen Stellenwert.

Die Autorin beschreibt unsere Muskulatur als zusammenhängendes Organ, ihre Störungen und die Mechanismen der Schmerzentstehung. Es soll verständlich werden, dass Schmerz vor belastenden Bewegungen schützen soll und so gut wie nie an dem Ort auftritt, wo die Ursache eigentlich liegt.

Die systematische Untersuchung des Muskelsystems, das Aufspüren der Ursache und die Behandlung der erkrankten Muskelfasern werden so erklärt, dass interessierte Therapeuten sofort mit der Umsetzung beginnen können.

Außerdem werden die Prinzipien und die wichtigsten Übungen des "Verlängernden Muskeltrainings" nach FMT - Funktioneller Muskeltherapie vorgestellt, das den Muskel gleichzeitig in Kraft und Länge trainiert und erneuten Schmerzen vorgebeugt.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum1. Feb. 2013
ISBN9783790510164
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    Buchvorschau

    Funktionelle Muskeltherapie nach Tamura - Bettina Tamura

    1.1 Muskelsystem

    An jeder Bewegung ist der ganze Körper beteiligt. Wie sich die Wellen um einen ins Wasser geworfenen Stein ausbreiten, so sollte sich die Bewegung ungehindert im Körper ausbreiten können. Wird dieser Fluss an irgendeiner Stelle behindert oder gestoppt, so wird die Funktion gestört. Bei kleinen Bewegungen, z.B. beim Beugen und Strecken eines Fingers, ist dieses Weiterfließen kaum sichtbar, bei größeren Bewegungen, z.B. beim Gehen, ist es nicht zu übersehen. Die gesamte Muskulatur kooperiert dabei harmonisch wie ein zusammenhängendes System. Sie ist das größte Organ des Körpers.

    Um Bewegungen zu realisieren, kontrahieren sich die Muskeln, sie arbeiten konzentrisch, isometrisch oder exzentrisch vollkommen aufeinander abgestimmt – ein Musterbeispiel für Teamwork! Dabei arbeiten die Muskeln in Muskelketten, die sich kontrahieren oder entspannen und durch den ganzen Körper laufen. Ich nenne sie myofasziale „Funktionslinien". Es gibt unzählige solcher Funktionslinien, die während einer Bewegung zusammenarbeiten. Je komplexer die Bewegung, desto mehr myofasziale Funktionslinien sind in Aktion. Nur wenn alle beteiligten Muskeln störungsfrei zusammenarbeiten, ist uneingeschränktes, harmonisches und schmerzfreies Bewegen gewährleistet.

    1.2 Funktionsstörungen des Muskelsystems – Ursache für intensive Schmerzen

    Funktionsstörungen im Muskelsystem stören den Bewegungsfluss und können so stark ausgeprägt sein, dass sie heftige Schmerzen verursachen. Erkrankte Muskeln, die ihre Aufgabe im Team nicht mehr leisten können, müssen vor Belastung geschützt werden. Das erreicht der Organismus durch Kompensationsbewegungen, Schonhaltungen oder, wenn das nicht ausreicht, durch Schmerz. Das kann so weit führen, dass kaum eine Bewegung mehr schmerzfrei ist, bzw. kaum eine Haltung gefunden werden kann, die schmerzfrei ist.

    1.2.1 „Verschleiß" als Schmerzursache?

    Normalerweise werden Schmerzen hauptsächlich Gelenkveränderungen (z.B. Arthrosen, degenerative Gelenkveränderungen, Meniskusschäden, im Volksmund „Verschleiß) oder Nervenstörungen (z.B. „Ischiasschmerz, Bandscheibenschäden) zugeschrieben, obwohl man weiß, dass degenerative Veränderungen oft nicht in Relation stehen zu den auftretenden Schmerzen. Es gibt Menschen mit deutlichen degenerativen Gelenkveränderungen, die keine Schmerzen haben und Menschen mit leichten degenerativen Veränderungen, die unter starken Schmerzen leiden. Diese Gelenkveränderungen oder Nervenstörungen können also nicht die einzige Ursache für Schmerzen am Bewegungsapparat sein.

    Warum helfen Injektionen ins Gelenk oder an die Nerven oft nicht nachhaltig? Warum bringen uns physiotherapeutische Behandlungen direkt am schmerzenden Gelenk oft nicht weiter? Meiner Erfahrung nach liegt die wahre Ursache für z.T. massive Schmerzen am Bewegungsapparat meist im Muskelsystem. Z.B. Rückenschmerzen werden viel häufiger von Muskelfunktionsstörungen verursacht als von degenerativen Veränderungen.

    1.2.2 Ursache „fehlende Kraft"?

    Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass Funktionsstörungen des Muskelsystems die Ursache für Schmerzen am Bewegungsapparat sind, dann stellt sich die Frage, worin die Störung besteht. Sehr häufig wird von fehlender Muskelkraft als Ursache gesprochen. Zu schwache Rücken- und Bauchmuskeln werden z.B. für Rückenschmerzen verantwortlich gemacht.

    Bei Muskelfunktionsstörungen ist aber nicht die fehlende Kraft das Problem, sondern die gestörte Verlängerbarkeit. Wie weit ein Muskel sich verlängern kann, hängt davon ab, wie viele kontraktile Elemente, sogenannte Sarkomere, er in Serie innerhalb einer Muskelfaser geschaltet hat. Innerhalb dieser Sarkomere können sich die Filamente so weit auseinander bewegen, dass sie gerade noch überlappen. So bestimmt sich die Länge des Muskels. Sie ist individuell unterschiedlich und durch entsprechendes Training zu beeinflussen.

    Ein funktionsgestörter Muskel ist wegen der erhöhten Spannung im Muskelbindegewebe nicht in der Lage, seine maximal mögliche verlängerte Stellung einzunehmen. Das führt zu Störungen im gesamten Muskelsystem, die später noch genauer beschrieben werden.

    Es ist folglich wenig sinnvoll, Schmerzen mit Krafttraining beseitigen zu wollen. Wie oft gelingt es uns denn, allein durch kräftigendes Rücken- und Bauchmuskeltraining, Rückenschmerzen zu beseitigen?

    1.2.3 Schmerzort gleich Schmerzursache?

    Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Schmerz dort empfunden wird, wo seine Ursache liegt, oder zumindest in der Nähe dieser Region. Bei muskulär bedingtem Schmerz ist dies jedoch nicht der Fall.

    Normalerweise interpretieren wir Schmerz als Hinweis auf eine Verletzung. Der Schmerz macht uns auf die Verletzung aufmerksam und schützt uns vor weiterer Gefahr, z.B. bei Schnitten, Stößen oder Verbrennungen. Schmerz und Schmerzursache liegen hierbei am gleichen Ort.

    Bei Störungen im Muskelsystem funktioniert Schmerz anders. Den muskulär verursachten Schmerz empfinden wir nicht direkt am gestörten Muskel, sondern dort, wo er eine Schädigung des gestörten Muskels verhindern kann. Fragen wir uns, was würde den gestörten Muskel noch weiter schädigen? Die Antwort ist: Verlängerung!

    Worin besteht die Störung?

    1.2.4 Verletzungen im Muskelbindegewebe

    Bei muskulär bedingtem Schmerz liegt eine erhöhte Spannung im Muskelbindegewebe vor, die Schutz vor Verlängerung verlangt. Also tritt der Schmerz dort auf, wo er Bewegungen verhindert, die zur Verlängerung des betroffenen Muskels führen würden. Schmerz wird vom Gehirn erzeugt und an einer bestimmten Stelle des Körpers bewusst. Nicht das „Knie erzeugt den Schmerz, den es an die „Zentrale meldet, sondern die „Zentrale" bringt uns den Schmerz am Knie ins Bewusstsein.

    Unser ganzer Körper weist unzählige Rezeptoren auf, die unser Gehirn ständig über seinen Ist-Zustand informieren. So „weiß" unser Gehirn um alle Abweichungen vom gesunden Zustand sowohl aller Organe als auch des gesamten Muskelsystems und reagiert darauf. Was das Muskelsystem betrifft, so werden Bewegungen modifiziert, um erkrankte Strukturen innerhalb der Muskulatur zu schonen. Wenn das nicht mehr ausreicht, wird dem Körper durch Schmerz signalisiert, dass Vorsicht geboten ist, bzw. bestimmte Bewegungen werden schmerzhaft, damit sie bewusst vermieden werden.

    Wie entstehen Funktionsstörungen des Muskelsystems?

    1.2.5 Ungewohnte Längenforderung

    Jeder Muskel ist normalerweise optimal an unsere Alltagsanforderungen angepasst. Er hat also genau so viel Länge und Kraft, wie üblicherweise von ihm gefordert werden. Obwohl wir „Gewohnheitstiere" sind, kommt es in unserem Leben natürlich vor, dass wir ungewohnte Bewegungen machen. Was passiert bei solchen Bewegungen, die von bestimmten Muskelfasern innerhalb der sich verlängernden Muskelkette mehr Länge als gewohnt fordern? Es kommt zur Spannungserhöhung des Bindegewebes innerhalb der betroffenen Fasern.

    Besonders bei plötzlicher exzentrischer Muskelarbeit (z.B. beim Versuch, sich abzufangen, wenn man stolpert) oder bei Längenforderung nach längerer Einstellung in angenäherter Stellung (z.B. schnelles Aufstehen nach langem Arbeiten in gebückter Haltung) kommt es zu solchen Spannungserhöhungen im Bindegewebe. Für die betroffenen Muskeln ist die Kontraktion kein Problem, wohl aber die Verlängerung. So können eine oder mehrere „erkrankte" Muskelfasern die Funktion der gesamten sich verlängernden Muskelkette stören.

    1.2.6 Reaktion des Organismus auf erhöhte Spannung im Muskelbindegewebe

    Veränderung der Bewegungsmuster

    Eine Reaktion, die wir meist nicht bemerken, ist die geringfügige Veränderung einiger Bewegungsmuster. Dadurch vermeidet der Organismus, dass zu viel Länge von den erkrankten Muskeln gefordert wird. Der Organismus ist erstaunlich lange in der Lage, solche funktionsgestörten Muskeln und ihre Auswirkungen durch dezente Bewegungsabweichungen zu kompensieren.

    Schonhaltung

    Es gibt minimale Abweichungen, die man im Stand oder in Rückenlage gut beobachten kann. Der Patient verliert das Gefühl für seine Mitte und zeigt besonders Abweichungen in der Rumpfsymmetrie. Man sieht z.B. eine Translation des Beckens zu einer Seite, eine verstärkte Außenrotation eines Beines oder eine leichte Lateralflexion des Rumpfes. Obwohl der Patient das Gefühl hat, er liege bzw. stehe gerade, kann man geringe Abweichungen von der Symmetrie beobachten.

    Bei einer sehr akuten Spannungserhöhung im Muskelbindegewebe kommt es zu einer deutlichen Schonhaltung, die jegliche Verlängerung der erkrankten Muskeln unterbindet. Typisch ist z.B. beim Hexenschuss die gebeugte Haltung mit der Unfähigkeit, sich ganz aufzurichten.

    Schmerz

    Der Schmerz ist für den Patienten natürlich die relevanteste Reaktion des Organismus. Er tritt jedoch nicht direkt am kranken Muskel auf, sondern dort, wo Muskeln durch ihre Kontraktion eine belastende Bewegung ausführen. Belastend heißt hier, dass diese Bewegung zu einer Verlängerung des erkrankten Muskels führen würde. Damit es gar nicht erst dazu kommt, entsteht bereits vorher eine Schmerzempfindung.

    Sehr häufig anzutreffen ist dies bei der Wirbelsäulenstreckung in Rückenlage oder im Sitz. Kippt der Patient sein Becken und streckt den Rücken ganz durch, entsteht ein Schmerz im Rücken. Der Patient stoppt die Bewegung, und der Organismus erreicht sein Ziel: den Schutz der Bauchmuskeln vor Verlängerung.

    Bei leichteren Funktionsstörungen tritt der Schmerz in der verlängerten Muskelkette (myofasziale Funktionslinie) auf und zwar dort, wo die Hauptbewegung stattfindet. Auch hier soll die Bewegung gebremst werden, um eine weitere Verlängerung dieser Muskelkette zu unterbinden. Das Problem liegt zwar auch hier in der verlängerten Muskelkette, aber nicht direkt dort, wo der Schmerz auftritt, sondern weiter entfernt in den Abschnitten der weiterlaufenden Muskelketten.

    Beispiel: Beim Gehen tritt ein Schmerz in der Leiste auf und zwar in dem Moment kurz vor der Fersenablösung. Dabei befindet sich das betroffene Bein im Hüftgelenk in Extension. Die Verlängerung der Hüftgelenksflexoren setzt sich weiter über den Rumpf fort. Das Becken steht in dieser Phase nicht in der Frontalebene, sondern ist nach hinten gedreht. Diese Drehung erwidert der Rumpf mit einer Gegenrotation. Zusätzlich sinkt die Beckenhälfte etwas ab, was auch im Rumpf wieder mit einer Gegenbewegung beantwortet wird: Lateralflexion zur anderen Seite. Die Bauchmuskeln müssen sich also in verschiedenen Ebenen verlängern. Der Leistenschmerz dient auch hier dem Schutz der Rumpfmuskeln vor Verlängerung.

    Merke

    Die Funktionelle Muskeltherapie beruht im Wesentlichen auf der systematischen Analyse der schmerzhaften Bewegung bzw. Haltung. Welche Muskelketten müssen sich bei der schmerzhaften Bewegung verlängern? Wo innerhalb dieser Muskelkette liegt der kranke Muskel?

    Gewusst wo – das ist der springende Punkt. Auch wenn wir uns manchmal wie Detektive vorkommen – es lohnt sich, wenn man erlebt wie eine Bewegung plötzlich wieder schmerzfrei möglich ist, nachdem man die entscheidenden Muskelfasern in ihrer Spannung reguliert hat.

    Beschäftigen wir uns nun zunächst mit der Frage: Wo liegt die Schmerzursache?

    Wie geht man bei der Ursachensuche vor? Dazu hat die FMT eine Systematik entwickelt. Voraussetzung dafür ist die passende Lagerung des Patienten.

    2.1 Basislagerungen

    Beim Testen und Behandeln verwende ich bestimmte Lagerungen, die sich oft wiederholen. An dieser Stelle möchte ich die wichtigsten beschreiben.

    Sitzen (Abb. 2.1a–b)

    Aufrechter Sitz auf einem Hocker: Die Sitzhöhe ist so, dass die Hüftgelenke etwas höher liegen als die Kniegelenke. Die Beine sind leicht abduziert. Die Unterschenkel stehen senkrecht. Die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Wenn mein Hocker bei großen Patienten zu niedrig ist, lasse ich sie über Eck auf der Behandlungsbank mit entsprechend eingestellter Höhe sitzen.

    Rückenlage (Abb. 2.1c)

    Flache Rückenlage auf der Behandlungsbank: Unter dem Kopf liegt ein dünnes Kissen, unter den Knien eine Knierolle.

    Seitlage (Abb. 2.ld)

    Seitlage auf der Behandlungsbank: Unterlagern Sie den Kopf mit einem Kissen, so dass die Halswirbelsäule gerade liegt. Das obere Bein liegt auf einer Lagerungskiste (ca. 70° Hüft- und Kniebeugung). Das untere Bein liegt locker gestreckt. Die Hand des oben liegenden Armes ist vor dem Körper aufgestützt. Unter der Taille lege ich bei schlanken Patienten eine kleine Halbrolle, um das Durchhängen des Rumpfes zu vermeiden.

    Abb. 2.1a–b

    Abb. 2.1c

    Abb. 2.1d

    Abb. 2.1e

    Bauchlage (Abb. 2.le)

    Flache Bauchlage auf der Behandlungsbank: Die Füße liegen entspannt über einer Rolle. Der Kopf liegt gerade mit dem Gesicht in einer entsprechenden Öffnung in der Bank. Die Arme werden je nach Erfordernis gelagert.

    2.2 Der Schmerzpunkt

    Wichtig ist, darauf zu achten, den Schmerz zu untersuchen, um den es aktuell geht. Treten bei den Tests an anderen Körperstellen Schmerzen auf, so müssen diese gesondert analysiert werden.

    Beachten Sie: Konzentrieren Sie sich immer nur auf „einenSchmerz. Diesen „einenSchmerz des Patienten nenne ich P-Schmerzpunkt und schließe darin den ganzen Schmerzbereich mit seinen Ausstrahlungen ein. Als T-Schmerzpunkt bezeichne ich den zu behandelnden schmerzhaften Muskelansatz. Dabei bezeichne ich die schmerzhaftesten T-Schmerzpunkte innerhalb eines Muskelansatzes als Maximalpunkte.

    Grundsätzlich beschäftigen wir uns bei jedem Schmerz mit folgenden vier Fragen:

      Welche Bewegung oder Haltung war der Auslöser für den Schmerz?

      Welche Muskeln bzw. Muskelketten wurden dabei durch zu viel oder zu schnelle Längenforderung in ihrer Bindegewebsspannung erhöht?

      Welche Bewegung bzw. Haltung provoziert den Schmerz jetzt am meisten?

      Von welchen Muskeln bzw. Muskelketten wird bei dieser Bewegung/Haltung Länge gefordert?

    Bevor wir den Patienten untersuchen, führen wir eine genaue Anamnese durch. Sie ist ungemein wichtig und kann uns viele Hinweise auf die Schmerzursache geben, denn der heute im Vordergrund stehende Schmerz ist (je nach Alter des Patienten) nicht selten das Ergebnis einer langen Reihe von Ereignissen, die Veränderungen in der Muskelbindegewebsspannung hervorgerufen haben.

    2.3 Anamnese

    2.3.1 Auslöser in der Vergangenheit

    Fragen Sie nach dem Beginn der Schmerzen. Gab es einen Auslöser?

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