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Verdeckte Ziele: Remote Viewing - Massenbewusstsein - Targetschutz

Verdeckte Ziele: Remote Viewing - Massenbewusstsein - Targetschutz

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Verdeckte Ziele: Remote Viewing - Massenbewusstsein - Targetschutz

Länge:
443 Seiten
7 Stunden
Freigegeben:
5. Juni 2015
ISBN:
9783933305275
Format:
Buch

Beschreibung

Was haben deutsche Remote Viewer über den Mond, den Mars, Ufos und weitere mysteriöse Zielgebiete herausgefunden? Wohin weisen die Sitzungsergebnisse und welche Konsequenzen ergeben sich aus den gewonnenen Daten?

Gemeinsam mit anderen Beteiligten hat Frank Köstler in monatelanger Projektarbeit Remote Viewing für die Infiltrierung außergewöhnlicher Ziele eingesetzt und legt nun die gewonnenen Ergebnisse offen.

Die Informationen sind überraschend und führen zwangsläufig zu neuen Betrachtungsweisen dieser ungeklärten Phänomene.
Freigegeben:
5. Juni 2015
ISBN:
9783933305275
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Verdeckte Ziele - Frank Köstler

Fotografien

Die Revolte der Daten

Remote Viewing ist wie laut jodeln, anhand des Echos verwundert zu definieren mitten in den Bergen zu stehen, und dann noch zu fragen, wer da alles herumkreischt.

Dieses Buch handelt vom Gebrauch des Remote Viewing. Davon, Ergebnisse zu erlangen und diese zu bewerten. Bei der Bewertung werde ich Anregungen, Beispiele und Erklärungen geben können, was geschah, wie es geschah und worauf dies begründet ist. Etwas beweisen können oder wollen – im ursprünglichen Sinne - werde ich schon aus Überzeugung nicht. In Anbetracht unserer wissenschaftlichen Evolution sind Beweise, Gesetze und Lehrsätze nur ein zeitliches Phänomen begrenzter Haltbarkeit und Wissen ist vielmehr an die wandelbare Relativität einer Erfahrungsdynamik von uns Menschen geknüpft. Die Beweise von heute sind der Irrtum von morgen. Welchen Wert besitzen sie wirklich für das Erlangen von Erkenntnissen? Sie sind zeitlich beschränkt.

Mir geht es mit dieser Feststellung darum, auf den folgenden Seiten einen Schritt auf einem langen Weg gegangen zu sein, den andere mit ihren Ideen weitergehen können. Wie bei einem Staffellauf übergebe ich Ihnen nur zu gerne den Stab und ermuntere Sie dazu, sich hier Ideen herauszugreifen und weiter zu denken. Ich glaube das Streuen von Inspirationen im Sinne von kreativer Suche nach alternativen grenzensprengenden Erklärungsmodellen ist angesichts des heutigen Zustandes unseres modernen Weltbildes beinahe wichtiger als ein schneller Beweis, der morgen ein ausgehebeltes Schattendasein führt. Es wäre mir eine Ehre, könnte ich Sie mit Hilfe dieses Buches anregen, gedanklich konkretere oder eindeutige Indizien zu erarbeiten, obwohl es meine eigene tiefe Überzeugung ist, dass sich die Thematik, ähnlich der Unschärferelation in der modernen Physik, immer dann einer Konkretisierung entziehen wird, sobald man sie immer weiter einkreist. Aber vielleicht ist das nur meine Kapazitäts- und Erfahrungsgrenze.

Aber Vorsicht - interpretieren Sie diese Sätze nicht als voreilige Entschuldigung, als Hintertür des Autors, um die Erwartungshaltung des Lesers abzuschwächen. Das wird konkret und handfest auf den folgenden Seiten, jedoch nicht dogmatisch, denn es ist meine tiefe Überzeugung, dass Wahrheiten multidimensional sein müssen.

Während der erste Band den Schwerpunkt auf das Erlernen, Begreifen und Ausüben der Methode mit den Protokollteilen eins bis drei legte, beschäftigten wir uns in der Folgezeit mit Remote Viewing als Informationsträger.

In den ersten Monaten unserer Tätigkeit kam es rückblickend darauf an, durch die Sitzungen mehr Ergebnissicherheit zu erlangen.

Das Erlernen der Methode steht zunächst im Vordergrund. Danach knüpft sich eine Zeitspanne, in der man mehr Daten und bessere Ergebnisse will. Überdenkt man diese Einstellung, wird sehr schnell deutlich, dass noch immer das Beherrschen der Methodik die gewichtige Rolle spielt und das Target der Erfüllungsgehilfe für die Überprüfung ist. Man vergleicht und wägt ab, wie sicher man sich seiner selbst sein kann, wie viel Übung man benötigt, und wo Fehler und Schwachstellen in der eigenen Sichtweise oder der Protokolltaktik des Monitors bestehen könnten. Kurz gesagt, analysiert man also sein Vorgehen.

Dabei ist Remote Viewing doch eigentlich nur der Träger, das Medium, mit dessen Hilfe man verlässliche Ergebnisse generieren will. Aber mit dem wachsenden Selbstvertrauen in das eigene Fazit, die Bestätigung korrekter Eindrücke und die überprüfbaren empfangenen Daten, verlagert sich die Sichtweise zwangsläufig mit der Zeit. Fort von der Methodik und hin zu den Zielen, den Informationen.

Plötzlich steht das Target, dessen Beschreibung und die Erhebung von Erkenntnissen im Vordergrund. Remote Viewing wird zum Mittel, nicht zum Zweck. Mittlerweile hat sich eine gewisse Arroganz breit gemacht: Geviewte Bestandteile eines Fotos sind ganz nett, aber dem Grunde nach wertlos, suchen wir doch nicht nach Erklärungen für das Vorhandensein eines PSI Effektes, sondern wollen bislang unbekannte Sachzusammenhänge erforschen. Damit verlagert sich aber das Interesse fort von seh- und überprüfbaren Daten zu Gunsten von nicht abgebildeten Elementen des Zielgebietes, was problematisch werden kann.

Wenn ich meiner Lebensgefährtin also eine Aufnahme von der Mondlandung in den Umschlag lege und sie beschreibt mir die Szenerie eines oder mehrerer Menschen mit einem länglichen Gegenstand in Händen, der oben rot-weiß-blau und stoffartig ist, also eine amerikanischer Flagge, ist das schön, bringt aber nicht wirklich weiter. Schließlich kann man mit weniger Aufwand dann auch gleich das Foto anschauen und diskutiert bei einem Brennnesseltee darüber.

Die Sichtweise wandelte sich also. Unsere Einstellung und die Erwartungshaltung in Bezug auf Remote Viewing wurde – negativ ausgedrückt - dekadenter. Es wurde irgendwie „normal, erhielt im Alltag einen festen Platz und gehört mittlerweile „einfach dazu. Vielleicht könnte man diese Veränderung auch damit begründen, dass wir es nach langer Zeit nun endlich und wirklich akzeptiert hatten, was in den Sitzungen an nicht alltäglichen Effekten geschah. Vielleicht ist der Mensch ein Gewohnheitstier und durch die bloße und stete Wiederholung des Vorganges hatten wir die Verrücktheit irgendwann unmerklich akzeptiert und mit in unser Leben einbezogen. Einem Flugzeugpiloten fällt nach 20 Dienstjahren, während er zehn Kilometer über der Erde fliegt, die Außergewöhnlichkeit seines Jobs auch nicht mehr unbedingt auf. Er fliegt halt. „Ja, wie immer eben, nicht?"

Wollten wir vorher also zunächst „nur theoretische Kenntnisse über das Protokoll haben, um sie danach in die Praxis umzusetzen und die daraus resultierenden Erfahrungen festzuhalten, standen nun neue Erkenntnisse im Mittelpunkt – im Grunde die Schnittstelle mit der „Geheimnisse des Remote Viewing endete – einer Sitzung auf ein altes Römerkastell in der nicht mehr nur bildbeschreibende Elemente in das Sitzungsergebnis einflossen, sondern mehr. Dieses „Mehr" wird uns bis zum Ende dieses Buches hin begleiten. Was wir in dieser Sitzung unbewusst taten, wird nun zum zentralen Punkt in diesem Buch: erhält man Ergebnisse, die nicht auf dem Bild zu finden sind, aber dem Target entsprechen, ist das nachfragenswert. So kann man als Target eine alte Ritterburg viewen und erhält neben beschreibenden Elementen der Festung, des Mauerwerks und der Zugbrücke beispielsweise auch Informationen über planende Gedanken des Konstrukteurs, ihre taktische Verwendung, den Zweck ihres Aufbaus oder ihren Niedergang.

So einleuchtend und sachbezogen diese Informationspakete auch sind, stellen sie Viewer, Monitor und Auswertung der Sitzung vor eine Menge ernstzunehmender Probleme. Über die isolierte Bildbeschreibung als Targetergebnis muss nicht diskutiert werden; der Vergleich zum Sitzungsergebnis liegt buchstäblich auf der Hand. Ein Foto verliert aber seinen Sicherungsmechanismus, sobald hintergrundbezogene Daten der Abbildung geviewt werden. Das Innere des Briefumschlages verliert damit seine Kontroll- und Vergleichsfunktion. Es kann nicht länger als Maßstab benutzt werden.

Wir hatten das Glück, (oder Pech - ganz wie man das sehen mag) höchst zweifelhafte Targets zu viewen, denen nachgesagt wurde, sie seien gefährlich und „geheim". Nachdem wir den beim Viewen entstehenden PSI – Effekt akzeptiert hatten, war es unsere individuelle und unweigerliche Folge, die Methode darauf anzuwenden.

Habe ich das Radfahren erlernt, kann ich aus Spaß ein wenig um die Hausecken fahren. Ich kann es aber auch benutzen, um mich körperlich fit zu halten oder um vom einem Ort an den anderen zu gelangen. Zum Einkaufen eben.

Dieses „um zu" rückte in den Vordergrund. Und Einkaufen sind wir auch gegangen. Nicht Bohnen, Äpfel – nein, Daten haben wir gekauft.

Wir haben sie nicht gestohlen und bekamen sie auch nicht geschenkt. Wir haben sie bezahlt.

Ganz wie in einem modernen Supermarkt durften wir auch wieder eine Menge lernen. Zum Beispiel: was außen drauf steht, ist noch lange nicht innen drin oder was toll aussieht, schmeckt nicht wirklich.

Das führte dann zu diesem Buch und sehr vielen Überraschungen im persönlichen Lebensumfeld. Diese Überraschungen sind leider – wenn ich nicht bereits spinne – unangenehm, sehr unangenehm.

Das diese durchrüttelnden Ereignisse zeitgleich mit der Untersuchung mythenträchtiger Themengebiete eintraten, ist rückblickend sehr verwunderlich und zeugt offensichtlich vom Zusammenhang zwischen Remote Viewing und der Veränderung persönlicher Lebensumstände. In dieser Phase verunsichert es die Beteiligten in Mark und Bein. Viel zu viele Fragen tauchen auf.

Warum geht plötzlich so vieles schief? Bildet man sich vielleicht doch nur etwas ein, weil man eine unmerkliche Paranoia entwickelt hat? Gehören denn Probleme nicht zum Leben wie der Dotter zum Ei? Muss das denn gleich mit Remote Viewing korrespondieren? Hängt es vielleicht am gemeinsamen Feld der Remote Viewer? Und was für ein „Feld ist hier überhaupt gemeint? Alles moderne Märtyrer, die gerne ein bisschen leiden? Die existentielle Probleme lieben? Hat die wer auf dem Kieker? Tun sie etwas Verbotenes und fangen den Misstand wie der Torwart den Ball beim Elfmeter? Haben sie den Kopf aus der Deckung genommen und wundern sich über den Geschosshagel? Oder bilden sie sich auch das nur ein, weil sie ihre Nase ständig in irgendwelche geheime Targets stecken und mit Dingen konfrontiert werden, die sie eben niemals mit Weitblick bedacht haben? Leiden die alle unter Verfolgungswahn? Haben die einen gewissen Realitätsverlust? Don Quichottes? Hängt es daran, „verbotene Targets zu viewen? Wer würde die dann verbieten?

Fragen über Fragen türmen sich zu unsicher stehenden, wackeligen und turmhohen Gebilden.

Man konnte mysteriöse Erlebnisse ja schon von anderen Remote Viewern lesen. Morehouse, Riley, Dames – alle sahen sich plötzlich Aug´ in Aug´ mit ungeahnten Problemen. Jelinski schrieb von einer Pechsträhne, nachdem er mit dem Praktizieren von Remote Viewing begann. Morehouse landete in der Geschlossenen.

Ja, wir hatten auch Probleme. Deshalb schrieb ich weiter vorne auch, wir hätten die Ergebnisse bezahlt und das meine ich ganz ernst.

Ich möchte dieses Buch nicht in der Gummizelle beenden und werde das auch nicht tun. Aber ich kann heute nur zu gut verstehen, was diese Menschen in der Hochphase der unerklärlichen, verrückt anmutenden Ereignisse, als nichts mehr sicher schien, es keine statischen Wahrheiten oder eine verlässliche Wissensbasis mehr gab, damals gefühlt haben mussten.

Bis in ihr Inneres hinein waren sie tief verunsichert, bewegten sich beinahe Tag für Tag in anderen Dimensionen, während in ihrem Umfeld alles so zu sein schien, wie es immer war. Hin – und hergerissen, zwischen unfassbaren Daten aus der Matrix und den Alltäglichkeiten unserer Welt. Während dieser Zeitspanne des unerträglichen Spannungszustandes fand sich mancher der altgedienten CIA Viewer nicht mehr in unserer Welt der stapelförmig angeordneten Normalkausalitäten zurecht und drehte durch.

Die Welt bricht ein. Nicht mehr, nicht weniger.

Das ist eine der Gefahren des Remote Viewing, hält man seine Neugier nicht im Zaum und benutzt ein mächtiges Instrument, um die Geheimnisse unserer Welt erforschen zu wollen.

Die Lehren und Konsequenzen, lesen Sie in diesem Buch.

Die Wucht der Erkenntnis

Was wirklich gebraucht wird, ist nicht der Wille zu glauben, sondern der Wunsch, es herauszufinden, was das genaue Gegenteil ist.

Es war 22:00 Uhr abends. Gerade hatte ich die Sitzung beendet und die Entfernungsprozeduren vom Target mit meinem Viewer aus gutem Grund sehr gewissenhaft vollzogen. Längst war es draußen dunkel geworden. Dunkel und kühl. Ich brauchte nun unbedingt etwas frische Luft, öffnete die Tür und trat auf die Terrasse. Ich brauchte klare Gedanken; und ich weiß nicht, was noch alles.

Mir war, als hätte mir jemand mit voller Wucht einen Dachbalken gegen die Stirn geschlagen. Nicht gerade mit der Kante aber immerhin mit der Seitenfläche. Die Wirkung war jedenfalls betäubend. Dummerweise waren wir also mitten in ein Gebiet vorgestoßen, das wir vor einem Jahr niemals freiwillig betreten hätten. Durch eine seltsame, zufällige, Verkettung von Ereignissen und vertrauensseliger Annahmen. Was hatte das zu bedeuten? Hatte es überhaupt eine Bedeutung oder war es nur reiner Zufall?

Wohlbekannt war mir dieses unsichere Gefühl aus den ersten gelungenen Remote Viewing Sitzungen. Die schienen mir eine Ewigkeit in der Vergangenheit zu liegen. Natürlich war das alles erst knapp über ein Jahr her, und doch war soviel passiert in dieser Zeit. Was heute aber passierte, war eine völlig neue Dimension und mir wurde Angst. Wieder einmal hatten wir einen Raum betreten, wieder einmal standen wir inmitten einer Dunkelheit und ich erkannte langsam, dass ich eigentlich nichts weiß.

Nicht einmal den Untersuchungsgegenstand, die Matrix, konnte ich hinreichend konkretisieren. Aber wie unwissende, singende Narren reisten wir in unbekannten Königreichen umher, sammelten, gliederten und verglichen die Informationen aus anderen Welten. Ich wusste nur - denn ich hatte es ja gerade erlebt - dass ich an Prozessen teilgenommen hatte, die unerklärbar, phantastisch, „total abgefahren und zusätzlich aber rational nachweisbar waren. „Wo führt uns das alles noch hin?, murmelte ich zu mir selbst. „Wo führt das hin?" und ich fragte es unentwegt in mich hinein. Wir drangen immer tiefer in die Geheimnisse dieser Welt vor, unwissend, was die Büchse der Pandora für uns bereithalten würde. Vorsicht war angeraten und andere mahnten bereits.

Mittlerweile vertrauten wir unseren Ergebnissen, bauten auf sie. Das war eng mit den Erfahrungen der letzten Zeit verbunden, in der die Qualität der Daten ständig besser wurde, währenddessen wir emotional zeitweise auf einem schmalen Grat wanderten. Manchmal fühlten wir uns wie auf einem Hochseil und ahnten das links und rechts ein tiefer Abgrund liegt. Es schienen tatsächlich nur Millimeter zu sein, nur ein falsch gesetzter Schritt, und wir würden abstürzen und in einem Meer der Unsicherheiten die Orientierung verlieren. So jedenfalls fühlte sich das an. Aber auch das kannten wir ja schon.

Niemals hatte ich die Geschehnisse um uns herum kontrolliert. Zu jedem Zeitpunkt war ich hingegen der Meinung, alles fest in der Hand zu halten. Und gerade jetzt, an diesem Abend, erkannte ich, dass wir schon wieder sehr tief inmitten irgendwelcher Unwägbarkeiten und Verrücktheiten steckten. Zeitgleich erkannte ich meine Unfähigkeit, nun alles hinzuwerfen – und genau das machte mir Angst. Ich empfand meine Entscheidung nicht mehr hundertprozentig frei, so als hätte mich ein Virus ergriffen. So einer, der den Geist mit Wissensdurst und Wahrheitshunger heimsucht. Diese Wahrheit – oder einen Teil von ihr - sollten wir finden. Heute weiß ich das. Damals war ich nur tief verunsichert.

Die Methode ist und bleibt wertneutral. Was es in uns bewirkt, mit was wir konfrontiert werden, wählen wir selbst. Aber die Methode deckt Schwächen auf. Unsere menschlichen Schwächen. Darin lag die Crux. Wir erkannten Remote Viewing zwar als Fee, die uns Wünsche erfüllen kann, aber man muss dann scheinbar auch die Konsequenzen seiner Wünsche hinnehmen und so bezahlten wir das „Mehr" an Wissen mit dem Verlust einer gewissen Unschuld, Naivität oder Unvoreingenommenheit. Wir hatten unsere Antworten und man weiß, was man weiß. Ab da kann man es nicht mehr rückgängig machen. Mit allen Folgen, Gedanken und Rückschlüssen.

Wie schnell konnten wir uns verlaufen und der vermeintlich richtige Weg würde zum Trugschluss, zum Scheinwissen. Wer aber würde mir sagen, was „wahr und „falsch ist? Wohin sollte ich gehen? Konnte alles gleichermaßen „wahr und „falsch sein? War das nicht zu relativ?

Diese und ähnliche Gedanken beschäftigten mich dort draußen auf der Terrasse, während ich in den glitzernden Nachthimmel schaute. Der stand so still, unnahbar und mächtig über mir, als wolle er meine Gedanken belachen.

Ich hatte zu knabbern, weil ich bekam, was ich wollte: Informationen. Die waren aber von einem Aussagegehalt, der nicht mehr in dieses Weltbild passt und verunsicherten an der Wurzel allen „Wissens".

Aus der Dunkelheit schien eine Stimme in mein Ohr zu flüstern: „Da hast du, was Du wolltest, nun sieh zu, wie du damit fertig wirst."

Ich nickte in mich hinein. Ja. Ich hatte, was ich wollte. Aber wie sollte ich damit zurechtkommen? Heute weiß ich, wir Menschen sind schon sehr stabile Schöpfungen und kommen mit einer Menge klar.

Nachdem ich das Schreiben an „Geheimnisse des Remote Viewing" beendet hatte, machten wir erst einmal Urlaub. Während dieses Urlaubes gönnten wir uns ein persönliches Training der nächsten Stufen, um in der Methodik weiter zu kommen und unsere Erfahrungen zu ergänzen. Daran knüpfte sich eine Zeit von zwei Monaten, in der wir nicht viewten. Wir wollten nicht, hatten einfach keine Lust, obwohl wir beinahe argwöhnisch auf die innere Bereitschaft und Motivation lauerten, die Sitzungen wieder aufzunehmen. Gleichzeitig aber erschien uns diese Zeitspanne wie ein innerer und vielleicht notwendiger Pausierungsprozess, der das mögliche und zukünftige Wiederaufkeimen der Lust an der Sache wie eine zwangsläufige innere Initialzündung beschleunigen würde. Ein internes Verschnaufen, das mit allem Vertrauen nur richtig sein konnte.

Kurz darauf folgte der Tag an dem wir mit „der zweiten Staffel begannen. So nannten wir für uns die Wiederaufnahme des Remote Viewing. Wieder verfeinerten wir Methoden, setzten uns mit dem Protokoll auseinander und hinterfragten Ergebnisse und Werkzeuge. Von da an überschlugen sich die Ereignisse und wir schienen in einem Strudel der Daten und Erkenntnisse zu baden. Diese „zweite Staffel war kein Neuanfang. Unser Wohnzimmer wurde vielmehr zu einer Startrampe in ferne Welten und wir bestaunten etwas trunken, was geschah. Sollte ich heute ein Wort finden, würde ich sagen, wir wurden entführt. Entführt in ferne Welten. Entführt in Mysterien und Geheimnisse hinein. Das alles geschah rückblickend mit einer beinahe unglaublichen Dynamik und Schnelligkeit. Es war ein Abenteuer. Könnten wir in der Zeit zurück reisen, um es vielleicht rückgängig zu machen – wir würden genauso und wieder gleich handeln.

Mit einigem Stolz kann ich Ihnen versichern, dass ich mich – was dieses Buch und die darin dargestellten Ergebnisse betrifft - nicht habe in diesen Sog hinreißen lassen, sondern mir eine unbedingte Bodenständigkeit und distanzierte Betrachtungsweise bei der Durchführung wie der Ausführung der Sitzungen bewahrt habe. Ich habe „mich sehr an die Kandare genommen – um gerade als im Erkenntnisprozess Mitbeteiligter und „Projektverantwortlicher Neutralität zu bewahren. Ich habe also nicht auf Ziele und Sitzungsergebnisse hingearbeitet, sondern blieb für Ergebnisse und Umwege offen. Darin schienen mir mehr Möglichkeiten zu liegen. Irrwege und Fehleinstellungen zu beschreiben und auseinander zu nehmen, immer hautnah an der Basisarbeit des Viewens zu bleiben, um nicht abzuheben oder zu schönen. Wir haben nicht auf Ergebnisse hingearbeitet, sondern die Ergebnisse waren die Folge unserer Sitzungen. Ganz so, wie das sein soll und auch korrekt ist. So finden Sie auch mit diesem Band wieder einen Erfahrungsbericht vor, der Ihnen hoffentlich behilflich sein kann. Nur ist dieser Band etwas „würziger" um nicht zu sagen, stark gepfeffert. Uns hat er bis zu seinem Fertigsein sehr kräftig durchgeschüttelt, aber dafür durften wir Geheimnisse aufdecken und Wahrheiten finden. Wenngleich zum Teil völlig andere, als erwartet. Aber das ist eben der Kern eines Erkenntnisprozesses.

Es ist wie Science Fiction, aber wahr. Es ist nun an Ihnen zu lesen und zu akzeptieren, wie wahr das alles ist.

Aber drehen wir das Zeitrad doch zurück. Als unser Projekt geboren wurde.

Geburt eines Projektes

„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will."

Galileo Galilei

Ich hatte gut gekocht. Wir saßen beisammen und genossen unser Essen. Caro spießte gerade etwas Putenfilet auf die Gabel und zog das – nebenbei bemerkt - perfekt angebratene Teil schnell und entschlossen durch die Soße. Ich dachte noch: „An was grübelt sie herum?", da traf mich ihr Satz.

„Ich mag keine Windmühlen mehr viewen."

„Wie, was…keine Windmühlen mehr viewen?"

„Ich mag keine Windmühlen mehr viewen. Diesmal war aber die Betonung des Satzes eine Quarte höher angelegt. Emotional verarbeitet könnte man durchaus interpretieren, mit dem gleichen Satz habe sie: „ist doch einfach. Ich will tolle Targets und nicht mehr so langweiligen Kram gesagt. Ein Schulterzucken hätte perfekt gepasst. Damit wusste ich wenigstens, wo der Hase entlang lief, also aß ich erst einmal weiter und überlegte. Allzu lange konnte ich nicht überlegen, da traf mich ihr nächster Satz.

„Erinnerst du dich, als ich ganz am Anfang einmal sagte, ich würde sofort in ein Raumschiff einsteigen und hinaus ins All fliegen wollen?"

„Aber klar. Das Filet war wirklich perfekt. „Wie könnte ich es vergessen.

„Ja…und?" Irgendwie hatte sie einen patzigen Unterton, fand ich.

„Ja was …und? Du magst keine Windmühlen mehr. Kriegst du auch nicht mehr. Versprochen!"

„Ich mag keine Windmühlen mehr, keine Kirchen, keine Badestrände, keine Wüsten, keine Flugzeuge, keine Lokomotiven, Pferdekutschen, Kamele und den ganzen Kram. Es ermüdet. Keine Spannung. Deshalb zieren wir uns doch so mit dem Neubeginn. Genau des-halb!"

„Ja was willst du denn?, und ich dachte „Ma-o-am! dabei, und musste grinsen.

„Nein, nein, nein…schau mal…wir benutzen die Methode ja immer und nur als Bestätigung: richtig, teilweise richtig, falsch. Das ist der Punkt! Wir arbeiten gar nicht damit."

„Schatz: was willst du?"

„Ich will aufregende Targets! Abenteuer, ein bisschen „thrill und action (sie sagte wirklich „thrill und action, das habe ich nicht erfunden) und Geheimnisse aufdecken!"

„Kein Problem, du hast schon Recht. Man kann es kreativer angehen, ich stecke dir einmal Brad Pitt in den Umschlag!"

Ein strafender, verachtender Blick war die Antwort. Selbst Schuld. Na gut, es war etwas provokativ, lenken wir ein.

„Ist gut, mein Engelein. Was konkret willst du?"

„Ich will Ergebnisse herausarbeiten, Unbekanntes erforschen und echte, neue Daten mit der Methode gewinnen!"

„Und ins All reisen!"

„Ja, genau!"

„OK. Ich weiß ja, was du willst. Du willst Mysterien viewen, nach ungeklärten Phänomenen gucken, bisschen Verschwörungstheorie hier und etwas Gemunkel dort. Richtig?"

„Genau!"

„Hak‘ es ab!"

„Nein! Es war das „Nein meiner Tochter, wenn ich sage: „Sandmännchen ist vorüber, Bett-Geh-Zeit!" Es wurde schwierig, um nicht zu sagen, unmöglich. Also war ein Appell an die Vernunft angeraten.

„Jeder warnt vor diesen Targets. Jeder wird dir sagen, die sind gefährlich. Wir haben keine Erfahrung mit diesen Dingen!"

„Und mit Deinem Standpunkt werden wir sie nie bekommen!"

Da hatte sie wieder Recht. Es hatte auch etwas von Feigheit. Und welcher Mann – bitteschön – möchte feige seiner Frau gegenüber sitzen und Putenfleisch essen?

„Was ist jetzt?"

„Ja, du kriegst Deine Targets. Du kriegst Sie ja!"

„Fein!"

So aßen wir eine Zeitlang weiter, bis in mir der leise Gedanke keimte, dass ich mich hatte überrollen lassen. Ich wollte das doch gar nicht und irgendwann hatte sie mich wieder einmal bei „was-weiß-ich-was" gepackt und Zugeständnisse herausgelockt, also sagte ich:

„Du kriegst Deine Targets. Nur nicht von mir. Geh zu Ed Dames. Der hat nur sowas gemacht, drüben in Amerika!"

Uh, das saß. Zugegeben, es war etwas link. So im nachhinein wieder alles rückgängig machen zu wollen. Aber schließlich war ich ja der Übertölpelte!

„Na, schnittig aussehen soll er ja!"

„Jaja…pass auf, dass du nicht den Weihnachtsmann als UFO viewst, so ungefähr war das doch in seiner Zeit einmal, gell?"

Ihr war keinerlei Aufregung, nicht die Spur von Empörung anzusehen. Schließlich hatte ich doch alles widerrufen, wurde wortbrüchig! Dann kam leise und trocken, dafür aber sehr bestimmt der folgende Satz, und ein bisschen hörte sich der Tonfall an, als würde Sie mit einem Irren reden: „Schatz. Erzähle was du willst, ich will etwas anderes machen, etwas Aufregendes. Ich habe es dir gesagt. Du hast verstanden. Spannende Targets oder überhaupt keine mehr!"

„Du erpresst mich? Schmink’ es Dir ab. So schon gar nicht. Dann gar keine Targets mehr. Kein Remote Viewing und Ende mit allem. Keine Targets mehr! Dann hören wir auf!"

Remote Viewing als investigatives Medium

Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen,

wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.

André Gide

Der Sinn dieses Zitats wurde mein Trost für die Niederlage beim Abendessen. Schließlich hat André Gide recht. Jedenfalls sagte ich mir das so ähnlich, als ich mich überwand, das Projekt vorzubereiten.

Da ich guten Argumenten im Grunde aufgeschlossen gegenüber stehe, noch empfänglicher aber auf Drohungen reagiere und – nennen wir es doch beim Wort – schlicht gesagt, keine bessere Wahl hatte - machte ich mir in den nächsten Tagen Gedanken, wie ein solches „thrill und action Projekt" aussehen könnte. Schließlich ließen sich ja auch einige interessante Aspekte damit verbinden.

Zunächst würde ich einen Targetpool erstellen müssen. Er würde auch mir die Wahlfreiheit lassen, Sitzungen doppelblind durchführen zu können. Ich brauchte Bilder - und vor allem Ideen. Vorlieben hatte ich bereits. Schon früh wurde klar, nicht nur geheimnisvolle Ziele in die Briefumschläge stecken zu können, da die Viewer ansonsten nach einigen Sitzungen nur noch mystische Sachverhalte schildern würden. Also mussten die Targets ausbalanciert werden. Daraus entstand zunächst die Erfordernis einer Zweiteilung. Investigative Targets mussten mit in den Pool wandern, aber mit der gleichen Wichtigkeit auch absolut neutrale Fotos, wie wir sie seit Monaten schon viewten.

Außerdem benötigte ich einen Mechanismus, eine Regelung, die mir erlauben würde, zielgerichtet bestimmte Fotos in eine Sitzung zu übernehmen, wenn ich der Meinung war, dies sei angemessen. Zum Beispiel, wenn es notwendig erschien, einen Viewer mit einem neutralen Target wieder in die Balance bringen zu müssen. Andererseits aber wollte ich mir die Möglichkeit offen lassen, doppelblinde Sitzungen abhalten zu können. Einige Zeit erschien mir dieser Sachverhalt unlösbar, bevor ich auf die einfache Idee kam, von jedem Target des Pools zwei Versionen zu fertigen. Der erste Packen wurde zu den Targets, deren Inhalt mir zwar generell bekannt war, weil ich den pool einmal angelegt hatte und die ich für begrenzt „doppelt blinde sessions" benutzen würde. Beim Zweiten durften die Briefumschläge von mir als Monitor vor der Sitzung geöffnet werden, um nach einem passenden Foto zu suchen. Damit hatte ich zwei Pools. Einer für doppelblinde

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