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Schwangerschaftsabbruch: Fakten und Entscheidungshilfen

Schwangerschaftsabbruch: Fakten und Entscheidungshilfen

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Schwangerschaftsabbruch: Fakten und Entscheidungshilfen

Länge:
146 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 6, 2013
ISBN:
9783775171823
Format:
Buch

Beschreibung

Über Schwangerschaftsabbruch wird oft heiß diskutiert. Vom Selbstbestimmungsrecht der Frau, über die Notlage von minderjährigen Schwangeren, bis hin zum Lebensrecht des Ungeborenen: Das Thema polarisiert – und betrifft viele, auch wenn man nicht häufig darüber spricht. Die erfahrenen und kompetenten Autoren beleuchten die wichtigsten Fakten und diskutieren verschiedene Standpunkte. Einfühlsam gehen sie auf verschiedene Lebenssituationen ein und geben wichtige Entscheidungshilfen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 6, 2013
ISBN:
9783775171823
Format:
Buch

Über den Autor


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Schwangerschaftsabbruch - Thomas Schirrmacher

Ute Buth, Thomas Schirrmacher – Schwangerschaftsabbruch | Fakten und Entscheidungshilfen – SCM HänsslerSCM | Stiftung Christliche Medien

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Alle in diesem Buch erfassten Inhalte, insbesondere die medizinischen Sachinformationen, sowie Tipps und Hinweise (Internetseiten etc.) sind sorgfältig recherchiert und geprüft worden und entsprechen dem aktuellen Wissensstand (2013). Dennoch kann keine Haftung oder Verantwortung übernommen werden.

ISBN 978-3-7751-7182-3 (E-Book)

ISBN 978-3-7751-5481-9 (lieferbare Buchausgabe)

Datenkonvertierung E-Book:

CPI – Ebner & Spiegel, Ulm

© der deutschen Ausgabe 2013

SCM Hänssler im SCM-Verlag GmbH & Co. KG ∙ 71088 Holzgerlingen

Internet: www.scm-haenssler.de ∙ E-Mail: info@scm-haenssler.de

Umschlaggestaltung: Jens Vogelsang, Aachen

Titelbild: fotolia.com

Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach

Inhalt

Kurz und bündig

I. Schwangerschaftsabbruch: Ein hochaktuelles Thema

1.  Schwangerschaftsabbruch: Begriffe und Zahlen

2.  Die Rechtslage in den deutschsprachigen Ländern

II. Medizinische Grundlagen

1.  Das ungeborene Kind im Uterus

2.  Schwangerschaftsabbruch – die Methoden

3.  Schwangerschaftsabbruch – die Folgen

4.  Familienplanung und Schwangerschaftsabbruch

5.  Vorgeburtliche Diagnostik – Alternative zum Schwangerschaftsabbruch?

III. Geschichtliche, rechtliche, ethische und theologische Grundlagen

1.  Medizingeschichte des Schwangerschaftsabbruchs

2.  Rechtsgeschichte des Schwangerschaftsabbruchs

3.  Gibt es Möglichkeiten, den Schwangerschaftsabbruch zu vermeiden?

4.  Schwangerschaftsabbruch – die theologische Sicht

IV. Praktische Hilfe und weiterführende Information

1.  Hilfe, die ankommt

2.  Anhang: Leitsätze des Bundesverfassungsgerichts

3.  Literatur zum Einstieg

4.  Anmerkungen

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Kurz und bündig …

Geht es Ihnen nicht auch so? Über manch einen Themenbereich würde man gerne als Normalbürger Bescheid wissen (oder muss es vielleicht sogar). Doch was die Fachleute schreiben, ist im Normalfall zu kompliziert und zu umfangreich. Wer hat schon Zeit, sich in jedes Thema wochenlang einzuarbeiten!?

Hier wollen wir Hilfestellung leisten. In Hänssler kurz und bündig geben Fachleute, die sich mit einem Thema schon seit Jahren intensiv beschäftigen, kurz und verständlich einen Überblick über das, was man wissen muss, wenn man Bescheid wissen will und mitreden können möchte.

Dabei enthält jeder Band der Reihe Hänssler kurz und bündig die folgenden Elemente:

•  Fakten und Basisinformationen

•  die Diskussion kontroverser Fragen

•  praktische Hilfen und Hinweise zum Weiterarbeiten

All das ist so angelegt, dass der Leser sich in zwei bis drei Stunden (also etwa statt des Abendkrimis oder auf einer Zugfahrt) ein Thema in seinen Grundlagen aneignen kann. Die Anwendung im Leben oder das anschließende Gespräch mit anderen wird dann aber sicher etwas länger dauern …

Ich würde mir wünschen, dass dieser kleine Band Ihren Horizont erweitern kann und die Informationen liefert, die Sie suchen.

Thomas Schirrmacher

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

1. Schwangerschaftsabbruch: Begriffe und Zahlen

»Schwangerschaftsabbruch« und verwandte Begriffe

Zu Beginn dieses Buchs gehen wir bewusst differenziert auf die Wortwahl ein. Denn die Terminologie beim vorliegenden Thema ist weder einfach noch einheitlich und für den Laien oft verwirrend. Welche Begriffe kommen vor, was bedeuten sie und wo liegt ihre Problematik?

Schwangerschaftsabbruch: Der offizielle, vom Gesetzgeber genutzte Begriff lautet Schwangerschaftsabbruch. Darunter versteht man die Entfernung oder das Hervorrufen der Abstoßung des Fruchtsacks samt Embryo beziehungsweise Fötus aus der Gebärmutter.

Eingriffe vor der Einnistung der sogenannten Blastozyste (frühe Entwicklungsform des Keimlings) in der Schleimhaut der Gebärmutter gelten nach deutschem Strafrecht nicht mehr als Schwangerschaftsabbruch. Die Einnistung (Nidation) findet etwa eine Woche nach der Befruchtung beziehungsweise etwa drei Wochen nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung statt.

Den offiziellen Begriff Schwangerschaftsabbruch haben wir nach reiflicher Überlegung auch als Titel für das vorliegende Buch gewählt, um möglichst viele Leser mit unterschiedlichen Standpunkten zu erreichen. Wir sind uns jedoch dessen bewusst, dass diese offizielle Benennung nicht von allen Mitbürgern als brauchbarer Begriff anerkannt wird. Warum das so ist, wird im Folgenden noch deutlich werden. Es ist hervorzuheben, dass es eine alternative Wortwahl, die im Volksmund von allen als neutral akzeptiert ist, nicht gibt.

Abruptio graviditatis/induzierter Abort: Der medizinische Fachbegriff lautet Abruptio graviditatis (Abbruch der Schwangerschaft) oder »induzierter Abort«, also »bewusst ausgelöste« Fehlgeburt (= Abort).

Abtreibung: Dieser Begriff wird viel in der Umgangssprache gebraucht und häufig von Abtreibungsgegnern gewählt. Ihnen macht der Begriff »Schwangerschaftsabbruch« nicht deutlich genug, dass es bei dem Geschehen um den Tod eines ungeborenen, aber bereits lebenden Kindes geht.

Interruptio/Unterbrechung: Die Formulierung, Schwangerschafts-»Unterbrechung«, sorgt für mehr Verwirrung als inhaltliche Klarheit. Medizinisch ist es unmöglich, eine Schwangerschaft vorübergehend zu unterbrechen, um sie irgendwann später fortzuführen. Dies ist auch nicht Ziel des Eingriffs.

Absichtliche Beendigung einer unerwünschten Schwangerschaft: Diese Formulierung klingt neutral, ist jedoch nicht zwangsläufig inhaltlich korrekt. So mag die Schwangerschaft sogar sehr erwünscht gewesen sein, nicht aber die Geburt des als behindert diagnostizierten Kindes. Diese Wortwahl macht den Tod des Kindes auch nicht deutlich.

Abbruch: »Abbruch« ist ein sehr allgemeiner Begriff. Nur durch den Kontext wird die Bedeutung deutlich. Man denke nur an den Abbruch eines Fußballspiels, diplomatischer Beziehungen, einer Küstenstrecke, der Ausbildung, Lehre, Schule oder eines Studiums. Der Begriff bedarf daher der inhaltlichen Zuordnung.

Töten ungeborenen Lebens: Der Begriff »Töten« macht unmissverständlich deutlich, dass das ungeborene Kind lebt. Infolge einer Entscheidung wird dieses Leben gewaltsam beendet. Die Steigerungsform dazu ist Mord im Mutterleib. Befürworter von Schwangerschaftsabbrüchen lehnen vor allem letzteren Begriff wegen seiner emotionalen Schwere ab. Zudem wird der strafrechtliche Begriff »Mord« in Deutschland sehr eng gefasst.

(Selektiver) Fetozid¹ bedeutet das Auswählen und Töten eines Fötus im Mutterleib bei Mehrlingsschwangerschaften. Den werdenden Eltern wird unter Umständen angeboten, einzelne, nicht so gut entwickelte oder gar behinderte Föten abtöten zu lassen, um die Überlebenschancen der übrigen Föten zu verbessern.

Diese zahlreichen Begriffe zeigen eindrücklich, dass es bislang zwischen den Befürwortern und den Gegnern von Schwangerschaftsabbrüchen keine einheitliche Nomenklatur gibt. Dies verschärft den Ton in der Auseinandersetzung und erschwert einen sachlichen Dialog. Als Autoren können und werden wir nicht immer die vom jeweiligen Leser als passend oder hilfreich empfundenen Begriffe gebrauchen. Letztlich entscheidet sich die Frage der »richtigen Nomenklatur« daran, wie man die »menschliche Entwicklung« bewertet, welches Handeln in Bezug auf unerwünschte Schwangerschaften man als zulässig oder unzulässig bezeichnet, und daran, welches Recht oder Nicht-Recht auf Menschenwürde man dem Ungeborenen zumisst. Ist jemand überzeugt davon, dass das ungeborene Leben von Anfang an ein Mensch ist, der bereits lebt und schutzbedürftig ist, so leiten sich daraus andere Handlungsprämissen ab als für jemanden, der die Existenz von Leben im Mutterleib verneint oder erst ab einer bestimmten Schwangerschaftswoche anerkennt, beziehungsweise der die Rechte des Ungeborenen geringer achtet als die »geborener« Menschen.

Als Autoren wünschen wir uns, dass die Leser sich weniger an den gewählten Begriffen als an den Sachverhalten orientieren mögen, um sich eine Meinung zu folgenden Fragen zu bilden:

•  Wie ist die gegenwärtige Einstellung zu Schwangerschaftsabbrüchen in unserem Land?

•  Welche Methoden werden ausgeübt, wie vertretbar sind diese? Welche Folgen kommen vor?

•  Wann beginnt das Leben vor der Geburt?

•  Wie kann man sinnvoll mit unerwünschten Schwangerschaften umgehen?

•  Welche ethischen Meilensteine und Grenzen gibt es in der Debatte?

•  Welche Möglichkeiten habe ich als Einzelne/r in dieser Gesamtthematik?

•  Welche Ansprechpartner gibt es bei Fragen?

Schwangerschaftsabbruch in Zahlen

Die statistischen Zahlen für Deutschland beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf den Bericht des Statistischen Bundesamtes zum Jahr 2012, die Zahlen für die Schweiz auf das Bundesamt für Statistik zum Jahr 2011. Die internationalen Zahlen beziehen sich auf Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO)² für das Jahr 2011 und auf den letzten vollständigen Bericht für alle Staaten der Erde, »Abortion Worldwide«, des Guttmacher-Instituts für das Jahr 2008.³

Zahlen für Deutschland 2012

Der prozentuale Anteil der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland nahm lange zu, sinkt aber derzeit; auch wenn man nur die gemeldeten und im Inland ausgeführten Abbrüche überhaupt zugrunde legen kann. Im

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