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Betrachtung über die Offenbarung: "Die Zeit ist nahe"

Betrachtung über die Offenbarung: "Die Zeit ist nahe"

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Betrachtung über die Offenbarung: "Die Zeit ist nahe"

Länge:
245 Seiten
5 Stunden
Freigegeben:
24. Sept. 2013
ISBN:
9783892875420
Format:
Buch

Beschreibung

Eine schlichte, kompakte und aufschlussreiche Auslegung über das Buch der Offenbarung. Sie wurde unter dem Eindruck verfasst, dass die Ankunft des Herrn Jesus Christus nahe gekommen ist.
Dieses Buch ist im Englischen unter dem Titel: "Notes on the book of Revelation by H. G. Moss" erschienen. Der Untertitel: "Die Zeit ist nahe" wurde ihm für die Übersetzung ins Deutsche gegeben.
Freigegeben:
24. Sept. 2013
ISBN:
9783892875420
Format:
Buch

Über den Autor


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Betrachtung über die Offenbarung - H.G. Moss

© 2013 Christliche Schriftenverbreitung e.V., Hückeswagen

Übersetzt aus dem Englischen

Originaltitel: Notes on the book of the revelation

E-Book-Erstellung: VCG (www.vvcg.de)

ISBN E-Book: 978-3-89287-542-0

www.csv-verlag.de

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Vorwort

Dieses Buch ist im Englischen unter dem Titel: „Notes on the book of the Revelation by H. G. Moss erschienen. Der Untertitel: „DIE ZEIT IST NAHE wurde ihm für die Übersetzung ins Deutsche gegeben. Es ist unter dem Eindruck geschehen, dass die Ankunft des Herrn sehr nahe gekommen ist. Jeder wird dies fühlen, der dies Buch aufmerksam und unter Gebet liest. Niemand braucht zu befürchten, dass es sich um unverständliche Dinge handele. Beim Lesen der Betrachtung wird man unwillkürlich an den 8. Vers in Nehemia 8 erinnert. Dort wird von den Priestern gesagt: „Sie lasen in dem Buch, in dem Gesetz Gottes, deutlich, und gaben den Sinn an, so dass man das Gelesene verstand. So hat auch der Verfasser sich bemüht, den Inhalt des Buches der Offenbarung verständlich zu machen. Dieses Buch wird immer bedeutungsvoller, je mehr wir den Tag der Offenbarung Christi herannahen sehen. Sicher hat der Schreiber an die Worte in Kapitel 1, 3 gedacht: „Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe! (Siehe auch Kapitel 22, 7). Der Verfasser stützt die Erklärungen, die er gibt, auf die Schriften, indem er aus dem Gesetz, den Propheten und den Psalmen zahlreiche Schriftstellen anführt, die das Ende betreffen. Viele seiner Erklärungen nennt er „zweifellos": bei anderen gibt er eine Meinung, aber stets in Abhängigkeit von dem. was die Schrift sagt. Die Worte des Buches wenden sich mit großem Ernst an die Herzen und Gewissen der Leser, zuerst an solche, die Jesum Christum als Heiland bekennen, dann aber auch an solche, die Ihn noch nicht kennen. Heute ist noch die wohlangenehme Zeit, heute ist noch der Tag des Heils. Noch ist die Gelegenheit gegeben, dem kommenden Zorn zu entfliehen und seine Zuflucht zu Jesu zu nehmen, dem Heiland der Sünder. Bald aber wird Er als der Richter erscheinen. Der Verfasser hat seiner Arbeit teils die bekannte englische Kirchenübersetzung zugrunde gelegt, teils die neuere Übersetzung von J.N.Darby. Bei Benutzung der Kirchenübersetzung hat er oft auf den richtigen Wortlaut des Textes hinweisen müssen. Diese Hinweise konnten wir weglassen, denn wir haben die sogenannte Elberfelder Bibel benutzt und konnten feststellen, dass diese den Wortlaut nach dem Urtext in allen Fällen richtig wiedergegeben hat. Möchte niemand, der dieses Buch liest, gegenüber dem Inhalt der Offenbarung gleichgültig bleiben. Die Zeit ist nahe!

Der Übersetzer.

Kapitel 1

Indem ich über dies wunderbare Buch schreibe, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich viel auf die Arbeiten begabter Diener Gottes gestützt habe. Mit Gottes Hilfe habe ich soviel von der Wahrheit über den Gegenstand der Betrachtung übernommen, wie ich aufzunehmen vermochte. Beim Lesen dieses Buches wird es gut sein, den Unterschied im Gedächtnis zu behalten, der zwischen dem Dienst des Johannes und dem von Petrus und Paulus besteht. Paulus wurde sehr von Gott gebraucht, das himmlische Geheimnis von dem Leibe Christi bekannt zumachen und das himmlische Teil der Versammlung Gottes zu offenbaren. Paulus war das Evangelium der Vorhaut (Gal. 2, 7) anvertraut, und der Platz seines Wirkens war unter den Nationen. Petrus war als Apostel der Beschneidung, der Juden, berufen. Sein besonderer Wirkungskreis war Jerusalem, wo er auch mit den anderen Aposteln blieb, selbst nach der Zerstreuung, welche auf die große Verfolgung in Apg. 8 folgte. Es bestand auch noch eine enge Verbindung mit dem Tempeldienst, und erst als die Zeit fortschritt, wurde die sich bildende Bresche weiter; aber erst mit der Zerstörung Jerusalems wurde das letzte äußere Band zerrissen. Der besondere Kreis des Dienstes des Petrus schwand dahin, aber der Dienst des Johannes führt uns bis zu dem Kommen Christi, bis zur Erscheinung des Christus in Macht und Herrlichkeit, um Sein Reich aufzurichten. Hierauf bezieht sich ohne Zweifel die Antwort des Herrn auf die Frage des Petrus wegen Johannes in Joh. 21, 22; „Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach. Während der Herr dem Petrus den besonderen Auftrag gab, die Lämmer und auch die ganze Herde zu weiden, sollte der Dienst des Johannes weitergehen. Er führt uns bis zu dem, was geschehen wird, noch nachdem die Versammlung in den Himmel hinaufgenommen ist. Eine Darstellung dieser Dinge haben wir in den beiden letzten Kapiteln des Johannes-Evangeliums. In dem treffenden Bilde, das dort entrollt wird, haben wir eine Vorausschau von der Sammlung des Überrestes Israels in Thomas sowie auch von der Sammlung der Nationen im Tausendjährigen Reiche. Johannes stellt zuerst die Versammlung Gottes dar, versammelt um Christus in ihrer Mitte, dann die Bekehrung des jüdischen Oberrestes in Thomas; und zuletzt die Sammlung der Nationen, nachdem das Reich in Macht aufgerichtet worden ist. Diese drei Dinge sehen wir auch im Buche der Offenbarung dargestellt. Es ist manchmal darauf hingewiesen worden, dass vor dem Christentum Israel, mit Jerusalem als Mittelpunkt, der Leuchter Gottes auf der Erde war, dargestellt in dem siebenarmigen Leuchter in der Stiftshütte und im Tempel. Israel war Gottes Zeuge; es war durch Gott erwählt und gesetzt, um in der Welt ein Zeugnis zu sein von dem, was Gott war, geoffenbart in Seinem Volke Israel. Wir wissen, wie schmerzlich sie gefehlt haben und dadurch unter das Gericht Gottes gekommen sind, und dass sie endlich hinweggetan worden sind, was endgültig in der Zerstörung Jerusalems geschah. Dies sehen wir ähnlich auch in der Versammlung, die der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit geworden war. Was das äußerliche Zeugnis betrifft, wird uns ihr geistlicher Niedergang gezeigt, zuerst in Ephesus und zuletzt in ihrer gänzlichen Verwerfung in Laodicäa. Wenn wir das Buch der Offenbarung lesen, bekommen wir ein Gefühl von der Notwendigkeit geistlichen Verständnisses, um imstande zu sein, die verschiedenen Sinnbilder zu begreifen. Nur der Geist Gottes macht uns fähig, das Wort der Wahrheit recht zu teilen. Das ist in besonderer Weise wahr beim Studium dieses Buches. Manche denken und haben gedacht, dass man sich nicht damit befassen solle, da es das Fassungsvermögen übersteige, aber wir müssen uns daran erinnern, dass besondere Segnungen denen verheißen sind, die es lesen, hören und seine Worte bewahren (V. 3). Auch werden Gerichte ausgesprochen über solche, die seine Botschaft zu verfälschen suchen. Es handelt sich in diesem Buche wesentlich um die Offenbarung Jesu Christi, nicht nur um Offenbarungen betreffs Seiner Person, obwohl wir natürlich solche haben, aber dieses Buch ist die Offenbarung Christi in Macht und Herrlichkeit. Die ersten acht Verse dienen als Einleitung in das ganze Buch. Jesus Christus wird hier geschaut als Mensch, als der Mensch der Ratschlüsse Gottes. Dass Er wirklich Gott ist, wird auch in diesem Buche klar gezeigt. Als Mensch wurde Er verachtet und verworfen, aber in diesem Buche sehen wir Ihn als das Haupt aller Dinge. Die Art der Mitteilung ist verschieden von derjenigen, die wir in den Evangelien und in den Episteln haben, wo wir des Vaters Liebe geoffenbart sehen sowie unsere Beziehungen als Kinder, durch die Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Im Buche der Offenbarung haben wir einen gewissen Abstand. Er wird ausgedrückt durch den Engel, der als Mittler gebraucht wird, durch welchen der Herr Seinem Knechte Johannes diese Dinge offenbart: „Der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi, alles, was er sah. Es ist bemerkenswert, dass nicht nur in Vers 3 eine Segnung ausgesprochen wird, sondern im letzten Kapitel wird uns wiederum gesagt: „Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig. „Glückselig, der da bewahrt die Worte der Weissagung dieses Buches! (Offb. 22, 6. 7). Nicht nur dem Leser ist eine Segnung verheißen, sondern auch dem Hörer (Kap. 1,3). Zu manchen Zeiten war es den Heiligen Gottes unmöglich gemacht, Gottes Wort für sich selbst zu lesen, besonders, als die Schriften nur in Griechisch oder Lateinisch gelesen werden konnten, aber sie konnten Gottes Wort von den Lippen Seiner Knechte hören. Da waren auch in den vergangenen Jahren, als die Schriften in ihre eigene Sprache übersetzt wurden, Analphabeten, welche nicht Lesen gelernt hatten. Auch diese konnten das Wort Gottes von den Lippen anderer hören und teilhaben an den Segnungen, die eine Folge des Gehorsams sind gegenüber den gelesenen und gehörten Dingen. Denn die Zeit ist, wie gesagt wird, nahe! Beinahe zweitausend Jahre sind vergangen seit der Herr starb, aber Sein Kommen ist immer als die unmittelbare Hoffnung der Kirche vorgestellt, und diesem Kommen werden die Dinge folgen, die in diesem Buche geschrieben sind. Viele Dinge sind darin geschrieben, die mit dem Buche Daniel übereinstimmen, aber während Daniel gesagt wurde, die Worte zu verschließen und das Buch zu versiegeln, weil es noch viele Tage bis zur Erfüllung der darin geschriebenen Worte waren, wird Johannes im Gegenteil gesagt, dass die Dinge nahe waren oder, wie der erste Vers ausdrückt, bald geschehen müssten. Viele dieser Dinge betreffen nicht uns persönlich, aber sie betreffen den Herrn Jesus Christus. Hier werden wir an die Worte des Herrn in Joh. 15, 15 erinnert: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; aber ich habe euch Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe. Der Herr rechnet auf unsere Zuneigung: dass wir ein Interesse haben an dem, was Seine Herrlichkeit betrifft. Als Abraham gesagt wurde, was Gott mit Sodom tun wollte – obwohl es Abraham persönlich nicht betraf – machte es ihn weise, Fürbitte für andere zu tun. In den Versen 4–7 haben wir die Grüße des Johannes an die sieben Versammlungen, die in Asien waren. Während wir in den Episteln Gnade und Friede haben, sehen wir hier einen großen Unterschied in der Art des Grußes. In den Episteln lesen wir gewöhnlich von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Hier lesen wir von Einem, dessen Charakter mehr dem Namen Jehova entspricht, obgleich mit einem gewissen Unterschied. Jehova drückt Seine unwandelbare Existenz aus, „der da war, und der da ist, und der da kommt. Hier lesen wir von Dem,.der da ist, und der da war, und der da kommt. Seine gegenwärtige Existenz wird zunächst vor uns gebracht, aber Er ist der Eine, Der Sich selbst in den vielen kostbaren Verheißungen, die in der Vergangenheit gegeben wurden, geoffenbart hatte, und Der sie in der Zukunft bis auf den letzten Buchstaben erfüllen würde. Wir lesen auch von den sieben Geistern, die vor Seinem Throne sind. In den Episteln, und besonders in dem Briefe an Ephesus, haben wir einen Geist in Verbindung mit dem einen Leibe.  Hier sind es sieben Geister, die vor Seinem Throne sind. Es ist der eine Geist in der Fülle Seiner verschiedenen Wirkungen. Es ist derselbe Geist in der Fülle geistlicher Tätigkeit, wie Er in seiner Entfaltung in den sieben Versammlungen gesehen wird. Der Thron spricht von den Regierungswegen Gottes, und in bezug hierauf wird die Tätigkeit des Geistes gesehen. Zuletzt lesen wir von Jesu Christo, und zwar in Beziehung zu Seinen gerechten Ansprüchen an die Erde. Er wird nicht vorgestellt als das Haupt der Versammlung, sondern als „der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde. Er ist Prophet, Priester und König. Niemand könnte jemals Treu und Wahrhaftig genannt werden außer Ihm. Dies ist der Name, mit welchem Er in Kap. 19, 11 genannt wird. Er war der treue Prophet, Der nicht nur Gottes Wort offenbarte, sondern Der selbst die Offenbarung dieses Wortes war (s. Joh. 1, 14). Unser Herr konnte sagen: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, auf dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Niemals verleugnete Er diese Aufgabe. In 1. Tim. 6, 13 steht geschrieben, dass Er vor Pilatus das gute Bekenntnis bezeugte. In Joh. 18, 37 lesen wir: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, auf dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. In der Offenbarung ist Er der Priester, Der nicht wie der Hohepriester des Alten Bundes oftmals opferte, sondern Der Sich selbst ein für allemal dahingab als das Schlachtopfer für unsere Sünden. Er ist der Erstgeborene der Toten. Der Erstgeborene hat einen besonderen Platz in der Familie: So ist der Herr Jesus, als der Erstgeborene der Toten, der Hohepriester in der Herrlichkeit. „So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige der Erde (Psalm 89, 27). Er ist auch der Erstgeborene derer, die auferstehen werden. Er ist ferner der Fürst der Könige der Erde, der Eine, welcher Macht und Gewalt über sie hat. Die Darstellung des Herrn in dieser Weise leitet Johannes dahin, als Ausdruck der Gefühle der Heiligen in ein Lob- und  Dankeslied auszubrechen im Blick auf alles, was Er für sie getan hat, obgleich dies hier mit Bezug auf das Königreich geschieht, nicht mit Bezug auf den Leib oder die Braut. Wir haben hier das höchste Lob, welches möglich ist im Hinblick auf die Herrlichkeit und auf die Stellung, in welche Seine Liebe uns versetzt hat. „Dem, der uns liebt, lesen wir. Es ist eine Liebe ohne Aufhören, eine Liebe, welche sich schon geoffenbart hat in dem, was sie für uns getan hat, und welche niemals endet. „Da er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende (Joh. 13, 1). Er hat uns gewaschen von unseren Sünden, aber es ist geschehen in Seinem eigenen Blute. „Das Blut Jesu Christi, seines Sohns, reinigt uns von aller Sünde. Nichts anderes als das kostbare Blut Christi vermochte jemals von Sünden zu reinigen, „Und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater. Dieser Gedanke ist ohne Zweifel von 2. Mose 19 entnommen, aber während der Jude in diese Stellung nur eintreten konnte auf Grund des Gehorsams gegen das Gesetz, genießt die Versammlung Gottes diesen Platz auf dem Grunde der freien Gnade. König und Priester sind die höchsten Charakterzüge des Herrn Jesus in diesem Buche. In der nächsten Nähe Gottes weilend, richtet sich Seine Macht niederwärts, während Sein Herzunahen nach oben gerichtet ist. Dem entspricht der Platz, welchen Er uns gegeben hat. Es ist ein Platz nach der Ordnung des Priestertums Melchisedeks. Aber die Heiligen Gottes beanspruchen keine Herrlichkeit für sich selbst, sondern sie sagen; „Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Dann haben wir in Vers 7 die Erscheinung Christi. Dies hat natürlich nicht Bezug auf die Entrückung, unser Versammeltwerden zu Christus, sondern auf Sein Erscheinen zum Gericht. „Jedes Auge wird ihn sehen. Dies steht in bestimmtem Gegensatz zu dem gegenwärtigen Tag der Gnade. „Glückselig sind, die nicht gesehen und geglaubt haben. Mit Bezug auf die Hoffnung der Gläubigen ist nicht gesagt, dass Er mit den Wolken kommt, obgleich wir Ihm in Wolken  entgegengerückt werden. Es war eine Wolke, die den Herrn aufnahm vor den Augen der Jünger hinweg. Die Wolke ist gekennzeichnet als ein Sinnbild der Gegenwart Gottes, aber das ist etwas anderes als das Wort Wolken, das hier in der Mehrzahl steht. Das Kommen mit den Wolken hat unweigerlich zu tun mit der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus, um das Gericht auszuführen. Jedes Auge, das will ohne Zweifel ausdrücken: sowohl Juden als Nationen. Die Welt, als solche, hat den Herrn Jesum seit Seinem Tode niemals mehr gesehen. Hier sehen wir Ihn kommen, um alle offenbar zu machen. „Auch die ihn durchstochen haben, hat in besonderer Weise Bezug auf Juda, das schuldig ist. Ihn gekreuzigt zu haben. „Alle Geschlechter der Erde wird zweifellos alle übrigen Stämme Israels umfassen, aber weiter auch die ganze Erde oder Welt, wie das Schlusswort anzudeuten scheint: „Ja, Amen. Das „Ja entspricht im Griechischen dem hebräischen Wort Amen. In Vers 8 haben wir Gott geoffenbart als „das Alpha und das Omega (der Anfang und das Ende), der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. In Kap. 22, 12. 13 sind Alpha und Omega Titel, die ausdrücklich dem Herrn Jesus verliehen werden. Hier in unserem ersten Kapitel sind Gott und Christus nicht voneinander zu unterscheiden. Andere Schriftstellen zeigen, dass alle Verheißungen Gottes in Christo gegeben sind, und dass Er der Amen ist, was bedeutet, dass in Ihm alles erfüllt werden wird. Wie wir wissen, ist Alpha der erste Buchstabe des griechischen Alphabets und Omega der letzte, so dass alles eingeschlossen ist, was wahr ist in Christo, oder in bezug auf Gott, geoffenbart in Christo. Wie vorhin schon gesagt worden ist, ist die Form des Namens Jehova, wie sie in Vers 8 gebraucht ist, verschieden von der Form im Alten Testament, „der da war und der da ist, und der da kommt. Hier haben wir den gegenwärtigen „Ich bin, aber gezeigt als den Einen, in Welchem alle Verheißungen in der Vergangenheit gegeben wurden, und in Dem sie auch erfüllt werden. Der Name „der Allmächtige am Schluss offenbart Gott als den Erfüller aller göttlichen Verheißungen. Es war der Name, mit welchem Er sich einst den Patriarchen offenbarte.  In Vers 9 nennt sich Johannes, obwohl er ein Apostel ist, einen Bruder; auch erkennt er an, dass sich andere mit ihm auf demselben Pfade der Drangsal befanden wie er selbst. Er spricht von sich selbst als einem Mitgenossen in der Drangsal. Dies hat keinen Bezug auf die große Trübsal, die über den ganzen Erdkreis kommen soll, sondern spricht einfach von der Trübsal, welche das gemeinsame Teil der Christen in jenen Tagen war. Er spricht auch von dem gemeinsamen Teil an dem Königtum und dem Ausharren in Jesu, Das Königtum und die Herrlichkeit waren noch zukünftig. Wie Christus in Geduld ausharrte, so wartete auch Johannes, der an dem Königtum Christi teilhatte, in Geduld. Hier wird uns dann gezeigt, dass er ein Gefangener auf der Insel Patmos war, nicht als ein Übeltäter, sondern um des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu willen. Dies kann in zweierlei Weise verstanden werden. Er war ein Gefangener wegen seiner Predigt des Wortes Gottes und infolge seines Zeugnisses für den Namen Jesu. Aber er war auch ein Gefangener nach dem Vorsatz Gottes, um von dem Worte Gottes Zeugnis abzulegen und von Jesus Christus, gemäss dem, was in Vers 2 steht. Wir sehen denselben Grundsatz in der Geschichte des Apostels Paulus. Abgeschnitten von dem Dienst, den er so liebte, wurde er von Gott gebraucht, um an verschiedene Versammlungen zu schreiben, die er nicht besuchen konnte, und durch Gottes Vorsehung sind diese Briefe, oder wenigstens viele von ihnen, durch Gott bis auf unsere Tage erhalten geblieben. So ist es auch bei Johannes; Gott hatte ihn mit Absicht nach Patmos gebracht, um dort allein zu sein – allein mit Gott, damit er dort diese wunderbare Offenbarung empfangen sollte, welche die Kirche oder Versammlung für alle Zeiten bereichert hat. Wie J.N.D. in seiner Synopsis so treffend sagt:.Gottes Wege sind hinter der Szene, aber er lenkt die Szenen, hinter denen Er sich befindet". War Johannes der Gemeinschaft des Volkes Gottes müde geworden? Sicherlich nicht, seine Gedanken waren ohne Zweifel allezeit mit ihnen beschäftigt, und er verharrte ihretwegen in den Gebeten. Dies war in besonderer Weise wahr an dem Tage des Herrn, von dem in Vers 10 die Rede ist. Dieser Tag war der erste Tag der Woche, der Auferstehungstag, der Tag, an welchem die Jünger zusammenkamen, um Brot zu brechen, um sich so in lebendiger Weise an die Liebe des Herrn Jesus bis in den Tod zu

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