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Das Tiroler Landlibell von 1511: Zur Geschichte einer Urkunde

Das Tiroler Landlibell von 1511: Zur Geschichte einer Urkunde

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Das Tiroler Landlibell von 1511: Zur Geschichte einer Urkunde

Länge:
425 Seiten
4 Stunden
Freigegeben:
15. Apr. 2014
ISBN:
9783703009051
Format:
Buch

Beschreibung

ZUSTANDEKOMMEN UND FORTWIRKEN EINER DER BEKANNTESTEN URKUNDEN DER TIROLER GESCHICHTE IM VERLAUF VON 500 JAHREN
Das Landlibell, eine auf den 23. Juni 1511 datierte, feierliche Kaiserurkunde Maximilians I. für die Tiroler Landstände, galt lange Zeit als eine der zentralen Verfassungsurkunden der Tiroler Geschichte, als einzigartig in Mitteleuropa in Bezug auf die Wehrverfassung und deren lange Geltungsdauer.
Die vorliegende Publikation behandelt nunmehr sowohl das Zustandekommen des Landlibells als auch sein Fortwirken in den folgenden Jahrhunderten im steten Vergleich mit der Entwicklung in anderen Ländern und gelangt dabei zu einer neuen Beurteilung der Urkunde. Wenngleich Entstehungsart und -zeitpunkt, die Art des Zustandekommens unter Mitwirkung der Landstände und selbst die äußere Form eines feierlichen kaiserlichen Privilegs durchaus nicht ohne Parallelen in anderen Territorien waren, so bleibt die Partikularität dieser Urkunde erhalten.
Das Aufkommen des Eigennamens ("elfjähriges Landlibell") um 1550 markiert das Einsetzen der Instrumentalisierung des Landlibells, das von den Tiroler Landständen zunehmend als eine Landesfreiheit angesehen und als Mittel herangezogen wurde, weitreichendere Belastungen der Verteidigungskraft des Landes durch den Landesfürsten nach Möglichkeit zu unterbinden.
Freigegeben:
15. Apr. 2014
ISBN:
9783703009051
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Das Tiroler Landlibell von 1511 - Martin P. Schennach

Personenverzeichnis

I. Einleitung

1. Allgemeines

Anlässlich des 500 Jahr-Jubiläums des Landlibells 2011 war der öffentliche Diskurs zwar nicht ausschließlich, aber doch in signifikantem Ausmaß von der regelmäßigen Wiederkehr verschiedener Topoi geprägt, die in ihrer Gesamtheit die Singularität dieser Urkunde zu konstituieren scheinen. So war vielfach zu hören und teils zu lesen:¹

–dass der Inhalt des Landlibells in Kontinentaleuropa kein Pendant aufweise;

–dass das Landlibell jedenfalls bis in das 19. Jahrhundert, in Grundzügen bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918 in Geltung gestanden sei;

–dass das Landlibell wenn nicht das Gründungsdokument, so doch eine wesentliche Grundlage des Tiroler Schützenwesens darstelle;

–dass das Landlibell sowohl die Voraussetzung als auch das Ergebnis spezifischer Tiroler Wehrhaftigkeit sei, wie sie besonders in den Geschehnissen von 1809 zum Ausdruck komme;

–dass das Landlibell – und hier gelingt der Brückenschlag zur Gegenwart – zudem „ein epochales Dokument demokratischer Selbstverantwortung"² darstelle.

Wenngleich diese Gemeinplätze teilweise bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückzuverfolgen sind und bis vor einiger Zeit zumindest partiell noch dem Stand der Forschung entsprachen,³ dominiert seit einigen Jahren eine deutlich zurückhaltendere Bewertung des Landlibells.⁴ Durch die genaue Rekonstruktion des Zustandekommens konnte nachgewiesen werden, dass die Zeitgenossen dem Landlibell nicht von vornherein eine größere Bedeutung als anderen Landtagsabschieden der maximilianeischen Zeit zugewiesen haben. Darüber hinaus ließ sich durch einen Vergleich mit anderen frühneuzeitlichen (insbesondere österreichischen) Ländern belegen, dass der Inhalt, der Entstehungszeitpunkt, die Art des Zustandekommens unter Mitwirkung der Landstände und selbst die äußere Form eines feierlichen kaiserlichen Privilegs durchaus nicht ohne Parallelen in anderen Territorien waren.

Grundsätzlich handelt es sich beim Landlibell um eine auf den 23. Juni 1511 datierte, feierliche Kaiserurkunde Maximilians I. für die Tiroler Landstände und die Bischöfe von Trient und Brixen. Diese enthält vor allem die Regelung des Tiroler Landesaufgebots, des so genannten Zuzugs, also der Verteidigung des Landes durch seine Bewohner. Darüber hinaus enthält das Landlibell neben einer Reihe fiskalischer Vorschriften noch eine Vielzahl anderer, aktuellen Regelungsbedürfnissen im Jahr 1511 Rechnung tragender Bestimmungen. Gerade dieses letztere Konglomerat von Normen resultiert aus dem Charakter des Landlibells als Landtagsabschied, der die Beschlüsse des im Juni 1511 gehaltenen Landtags zusammenfasste.

Insgesamt kann man bei einer näheren Betrachtung des Landlibells drei Untersuchungsebenen unterscheiden, die auch die Struktur des vorliegenden Bandes bestimmen:

1.Die Analyse des Zustandekommens 1511: Hier wird deutlich, dass dem Landlibell ursprünglich weder inhaltlich noch aus der Perspektive der Zeitgenossen eine besondere Bedeutung zukam und seine Wirkungsgeschichte bis in das beginnende 19. Jahrhundert für keinen der damals handelnden Akteure abzusehen war.

2.Die in der Mitte des 16. Jahrhunderts einsetzende Rezeption des Landlibells, die mit der Prägung des seither geläufigen Eigennamens einherging, stellt eine zweite Analyseebene dar. Diese Rezeption vollzog sich in drei unterschiedlichen Ausprägungen: Erstens wurde die Urkunde seit etwa 1550 von den Tiroler Landständen instrumentalisiert, um landesfürstlichen Reformvorschlägen auf dem Gebiet des Landesdefensionswesens entgegenzutreten, die mit erhöhten Anforderungen an die personellen und/oder finanziellen Ressourcen des Landes einhergegangen wären. Zweitens wurde das Landlibell von den Bischöfen von Trient und Brixen in Konfrontation mit den habsburgischen Landesfürsten immer wieder ins Treffen geführt, um eigene Rechtspositionen im Bereich des Kriegs- und Steuerwesens abzusichern und ihre Stellung als reichsunmittelbare geistliche Fürsten in ihrem jeweiligen hochstiftischen Territorium zu bewahren. Letzteres schlug sich – drittens – in einer entsprechenden, wenn auch stets oberflächlich bleibenden Behandlung des Landlibells durch die Staatsrechtslehre bzw. Reichspublizistik nieder.

3.Zu analysieren ist schließlich noch die Behandlung der Urkunde durch die Geschichtswissenschaft ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang diente das Landlibell zur Konstruktion einer spezifischen Tiroler Identität während dieses Zeitraums. Die sich damals herauskristallisierenden historiographischen Traditionslinien, die bis vor einigen Jahren von großer Wirkmächtigkeit waren, beeinflussten zudem maßgeblich den öffentlichen politischen wie populärwissenschaftlichen Diskurs, der abschließend zumindest in Grundzügen thematisiert werden soll.

Für eine adäquatere Einordnung und Bewertung des Landlibells erwies es sich zudem als unumgänglich, die Entwicklungsgeschichte des ländlichen und städtischen Aufgebots in Tirol im Spätmittelalter zumindest in Grundzügen zu umreißen und frühere Ansätze zu rechtlichen Normierungen dieser Aufgebote in so genannten Zuzugsordnungen aufzuzeigen.

2. Zum Inhalt des Landlibells

Im Landtagsabschied vom 23. Juni 1511 wurde die gesamte Streitmacht Tirols in vier so genannte „Anschläge" zu 5000, 10.000, 15.000 und 20.000 Mann eingeteilt, wobei sich die Höhe des jeweiligen Aufgebotes nach dem Grade der jeweils drohenden Gefahr richtete.⁵ Zum Anschlag von 5000 Mann hatten dabei die Städte und Gerichte der alten Grafschaft Tirol 2400 Mann, die 1500 bzw. 1504/1505 neu hinzugekommenen Gebiete 500 (Pustertal) bzw. 300 Mann („drei Herrschaften Kitzbühel, Kufstein und Rattenberg) zu stellen. Auf den Adel, die Prälaten und die beiden Hochstifte Brixen und Trient entfielen zusammen 1800 Mann. Adel und Geistlichkeit konnten ihre Mannschaft aber auch durch Geldzahlungen ablösen. Schließlich hätten sie andernfalls ihr Kontingent durch die Werbung von Söldnern aufbringen müssen, was in der Praxis kaum tunlich war. Hinsichtlich der Bergknappen wird der Landschaft zugesichert, dass alle „Bergwerksverwandten, d. h. im Bergbau Beschäftigten, beim Aufgebot der 20.000 Mann ebenfalls zuziehen sollten.⁶

Sollte ein feindlicher Überfall so unversehens und mit solcher Macht geschehen, dass der Zuzug der 20.000 Mann nicht mehr rechtzeitig an die Landesgrenze entsandt werden könnte, war die gesamte wehrfähige Bevölkerung des bedrohten Gebietes durch Glockenstreich oder die Anzeige der Hauptleute und Obrigkeiten zu einem „allgemeinen Zuzug aufzubieten und hatte bis zur Ankunft des regulären Aufgebots auszuharren. Bei diesem „Landsturm (dieser Terminus scheint im Libell allerdings noch nicht auf) sollten ausdrücklich auch die Hand- und Tagwerker, Dienstleute und Knechte zuziehen, also nicht nur die grundbesitzenden Bevölkerungsteile. Bei einem solchen allgemeinen Aufgebot war die Lebensmittelversorgung („Lieferung") zunächst von den Städten und Gerichten zu besorgen, sollte ihnen jedoch später vom Landesfürsten abgegolten werden. Hinsichtlich der Besoldung und des Unterhalts des Landvolks sagte Maximilian zu, für beides gleichermaßen aufzukommen, wobei die monatlichen Kosten für einen Fußknecht mit vier, für einen Reiter mit zehn Gulden beschränkt wurden, von denen der Sold jeweils die Hälfte ausmachte. Das Liefergeld war nur dann in bar zu erlegen, wenn die Abstattung in natura nicht möglich wäre. Damit waren die monatlichen Kosten eines Ausgeschossenen im Übrigen gleich hoch wie die für einen Landsknecht.⁷ Die bisher schon üblichen Restriktionen bei der Verwendung des Aufgebotes, nämlich die Beschränkung der Dienstzeit auf einen Monat und die ausschließliche Verwendung innerhalb der Landesgrenzen, blieben auch weiterhin in Kraft.⁸ Die Beschaffung und Austeilung des Kriegsmaterials (Waffen, Harnische, Geschütze, Pulver und Kugeln) oblag grundsätzlich dem Landesfürsten, und ebenso hatte er für die von den Untertanen zu verrichtenden Kriegsfuhren eine „geziemende Belohnung" zu reichen.

Bei der Gefangennahme eines Teilnehmers eines landschaftlichen Zuzugs sollte dieser, egal ob adelig oder nicht, vom Landesfürsten losgekauft werden. Umgekehrt sollten alle auf Tiroler Seite gemachten Gefangenen dem Landesfürsten zustehen, was diesem die entsprechenden Lösegelder sicherte.⁹ Vom Gegner eingenommene Burgen und Gebiete waren bei Wiedereroberung den früheren Besitzern, deren Eigentum, Pfand oder Lehen sie waren, zu restituieren. Misslang die Zurückgewinnung, hatte der Landesfürst Schadenersatz zu zahlen. Neueroberungen fielen jedenfalls diesem zu.

Von besonderem Interesse ist ferner die Bestimmung, dass ohne Wissen und Willen der Stände kein von Tirol ausgehender Angriffskrieg geführt werden sollte.¹⁰

An die spätmittelalterliche Praxis anknüpfend, sah auch das Landlibell die Verbindung der Grafschaft Tirol mit den Hochstiften Brixen und Trient zum Zwecke der Landesverteidigung vor: Letztere verpflichteten sich, ihren Teil an den diesbezüglichen Pflichten und Lasten zu übernehmen. Im Gegenzug versprach ihnen das ganze Land Tirol Beistand bei Feindesgefahr. Außerdem wurden die Hochstifte Brixen und Trient, die schließlich reichsunmittelbare geistliche Fürstentümer waren, von Kaiser Maximilian von der Beitragspflicht zur Reichsheerfahrt entbunden.¹¹

In engem Konnex mit den soeben umrissenen Defensionsbestimmungen stehen die im Landlibell enthaltenen fiskalische Vorschriften zur Einhebung jener Steuern, die von den auf dem Landtag versammelten vier Landständen und den beiden Bischöfen zu Zwecken der Landesverteidigung bewilligt worden waren.

Rund ein Drittel des Umfangs des Landlibells macht die Erledigung landständischer Beschwerden (Gravamina) durch Kaiser Maximilian I. aus. So enthält das Landlibell beispielsweise Bestimmungen über das Münzwesen, über die Jagd, die Besteuerung der auswärtigen, d. h. außerhalb Tirols residierenden Grundherren, den Missbrauch von Monopolen durch Handelsgesellschaften, die Vergabe von Gemeindegründen, den Import ausländischer Weine oder die Verwendung falscher Maße und Gewichte durch die lokalen Obrigkeiten. Dabei handelt es sich freilich partiell nur um landesfürstliche Zusagen ohne normativen Gehalt, die vor dem Hintergrund der Verhandlungssituation im Juni 1511 interpretiert werden müssen.¹²

¹Vgl. zum Folgenden die Ausführungen zur Historiographiegeschichte und zur Rolle des Landlibells in Politik und Öffentlichkeit in Kap. VI.5.

²Vgl. den Begleitkommentar zur im Archiv-Verlag erschienen Faksimile-Edition des Landlibells, o. O., o. J.

³Vgl. nur für viele Huter, 450 Jahre, 1961; Steinegger, Landlibell, 1991; Köfler, Land, 1985, S. 116–145 und 278–280; Wopfner, Entstehung, 1933, S. 156–157; Hye, Grundzüge, 2005, bes. S. 33; Hye, Schützen, 2001, S. 15.

⁴Vgl. die einschlägigen Vorarbeiten bei Schennach, Landesverteidigung, 2003, S. 139–152; Schennach, Quellen, S. 43–71; Schennach, Landesverteidigung vor 1703, 2005; Schennach, Rezeptionsgeschichte, 2005; Schennach, Gesetz und Herrschaft, 2010, S. 91–111; Schennach, Landlibell, 2011.

⁵Eine Edition des Landlibells findet sich in Kap. VIII; frühere Editionen u. a. bei Schennach, Quellen, 2004, S. 161–172; Köfler, Landtag, 1985, S. 118–131 (Übertragung ins Neuhochdeutsche); Brandis, Landeshauptleute, 1847/50, S. 411–422; Schober, Urkunden, 1990, S. 57–67; zum Inhalt siehe auch Jäger, Landständische Verfassung, Bd. II/2, 1882, S. 460–468; Wiesflecker, Maximilian I., Bd. 4, 1981, S. 85–86; Kurzmann, Kaiser Maximilian und das Kriegswesen, 1985, S. 29–31; Schennach, Quellen, 2004, S. 65–71; Schennach, Landesverteidigung, 2003, S. 141–142.

⁶Vgl. Kap. IV.2.

⁷Vgl. Baumann, Landsknechte, 1994, S. 86–87: Der Konstanzer Reichstag von 1507 hatte ausdrücklich festgehalten, dass diese vier Gulden für „Sold, Kost und Schaden" gelten sollten.

⁸Zu den gewohnheitsrechtlichen Normen im Landlibell siehe Kap. IV.1.

⁹Zum Hintergrund Schennach, Quellen, 2004, S. 72–73.

¹⁰Hierzu ausführlich Kap. IV.5.

¹¹Näheres in Kap. IV.6. und Kap. V.5.

¹²Vgl. zu diesem Themenkreis Kap. III.2.2. und V.7.

II. Die Vorgeschichte des Landlibells

1. Spätmittelalterliche Aufgebote der Städte und Gerichte

1.1. Zur militärischen Bedeutung der Aufgebote

Die Wendung „steuern und raisen bezeichnete im Spätmittelalter konzis die beiden wesentlichen Verpflichtungen der Untertanen gegenüber dem Landesfürsten, nämlich die Pflicht zur Aufbringung von Steuern einerseits und zur Leistung von Kriegsdienst im Rahmen des so genannten „Aufgebots oder „Zuzugs andererseits. „Raisen im Sinne einer solchen Beteiligung an Kriegszügen ist in Tirol noch im beginnenden 17. Jahrhundert belegt.¹

Die Aufbietung der städtischen und ländlichen Bevölkerung zu Verteidigungszwecken war durchaus kein Tiroler Spezifikum;² vielmehr stellten derartige Aufgebote um 1500 in ganz Kontinentaleuropa neben dem Söldnertum und dem formal bis in das 17. Jahrhundert beibehaltenen Lehensaufgebot eine der Säulen der Kriegsführung dar und blieben dies weitgehend bis in das 18. Jahrhundert.³ Freilich hatte sich die anteilige Bedeutung dieser drei konstitutiven Elemente des mittelalterlichen Kriegswesens bis in die Zeit Maximilians I. aufgrund der Veränderungen in der Kriegsführung fundamental gewandelt: Das Lehensaufgebot zu Pferd, dessen Einsatz in Tirol wie in anderen Territorien zeitlichen und räumlichen Beschränkungen unterlag, hatte bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts seine Bedeutung weitgehend verloren.⁴ Parallel hierzu hatte, einhergehend mit dem sukzessiven Bedeutungsgewinn von Schusswaffen, dem Anwachsen der Heeresstärken und der sich immer deutlicher abzeichnenden Überlegenheit von Fußtruppen gegenüber schwer gepanzerten Reitern, die Relevanz von Söldnern zugenommen.⁵ In maximilianeischer Zeit stellten Soldtruppen in Europa das Kernelement jeder größeren militärischen Operation dar.⁶ Dennoch hafteten der Kriegsführung mit Söldnern aus Sicht des Kriegsherren erhebliche Nachteile an: Ihre Aufbringung durch Anwerbung war ebenso kostspielig wie zeitintensiv, ihr Unterhalt und ihre Besoldung während eines Kriegszugs verschlang Unsummen: In Kriegszeiten wurden nahezu sämtliche dem sich formierenden frühmodernen Staat zur Verfügung stehenden Finanzmittel vom militärischen Sektor absorbiert.⁷ Schließlich war ihr Einsatz mit erheblichen Risiken vor allem disziplinärer Natur verbunden. Im Fall von verzögerten oder ausbleibenden Soldzahlungen drohten Meutereien; Versorgungsdefizite wurden häufig sogar im Territorium des Kriegsherren durch Übergriffe auf die Zivilbevölkerung abgedeckt. Selbst nach Ende eines Kriegszugs, der mit der „Abdankung (Entlassung) der Söldner endete, stellten sie häufig ein sicherheitspolizeiliches Problem dar, indem abgedankte Kriegsknechte („Gartknechte) einzeln oder gruppenweise auf der Suche nach einem neuen Dienstgeber umherstreiften und für die Bevölkerung des von derartigen Durchzügen betroffenen Gebiets eine erhebliche Belastung darstellten. Angesichts dieser Nachteile des Söldnereinsatzes kam dem Aufgebot der Untertanen eine komplementäre Funktion im Rahmen der Kriegsführung zu:⁸ Die städtischen und ländlichen Aufgebote waren vergleichsweise rasch und flexibel aufzubringen und, da die Kosten der Truppenwerbung wegfielen, kostengünstig: Zwar waren sie ebenfalls zu unterhalten und grundsätzlich sollten die dienstpflichtigen Männer während des Einsatzes den gleichen Sold wie ein professioneller Kriegsknecht (à vier Gulden im Monat) erhalten, doch waren bei den Aufgeboten die Konsequenzen ausbleibender Zahlungen bei weitem nicht so verheerend. Diesen Vorteilen des Landesdefensionswesens stand aus landesfürstlicher Sicht der Nachteil gegenüber, dass sich Einsätze der Mannschaftskontingente nur für eine defensive Kriegsführung eigneten, da die Verwendung generell auf das jeweilige Land beschränkt war. Zudem war die Einsatzdauer ebenfalls (häufig auf einen Monat) limitiert. Nochmals sei betont, dass die Verwendungsbeschränkung der Zuzugskontingente auf das jeweilige Land in Abweichung von der früher hartnäckig ventilierten Ansicht kein Tiroler Spezifikum ist – geschweige denn ein den Tiroler Landständen von Maximilian erteiltes Privileg –, sondern dem Wesen und Charakter der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesdefensionswerke immanent ist.

1.2. Die Aufgebote der Städte

Hervorgehoben werden muss, dass im Mittelalter in Tirol wie in anderen spätmittelalterlichen Ländern die militärische Bedeutung der Städte zunächst – zumindest bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts – größer war als jene des ländlichen Aufgebots.⁹ Die Verteidigung der eigenen Stadt gehörte allgemein zu den wesentlichen Pflichten und Rechten eines jeden Bürgers und war die ursprüngliche und primäre Aufgabe der städtischen Aufgebote.¹⁰ Wie in Tirol ist es jedoch auch in den anderen österreichischen Erbländern belegt, dass städtische Kontingente, sofern die eigene Stadt nicht unmittelbar bedroht war, in entfernter gelegene Landesteile entsandt wurden.¹¹

Es ist bezeichnend, dass in jener Urkunde von 1369, mit der Leopold III. Rudolf von Ems das Oberkommando in Tirol übertrug,¹² nur die Bürger, dagegen nicht die ländlichen Aufgebote genannt sind. Die Relevanz der Städte ergab sich bereits aus ihrem Charakter als befestigte Orte, gehörte doch die Stadtmauer zu den konstitutiven Elementen einer städtischen Gemeinschaft.¹³ In Verbindung mit den Burgen bildeten sie „auch in den Gebirgsregionen während des gesamten Mittelalters das Rückgrat für Angreifer und Verteidiger bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen".¹⁴

Als Beleg für die wichtige Rolle der Städte im Rahmen der Landesverteidigung können die einschlägigen Bestimmungen und Maßnahmen während des Vormundschaftsstreites der Tiroler Landschaft mit Friedrich III. gelten: 1443 wurden die Städte ermächtigt, für den Fall, dass sich dhainerlay lantgeschray oder zug auf das lant ereigne und die Benachrichtigung des Landeshauptmanns zu viel Zeit in Anspruch nähme, die vom Adl bei In gesessn und auch ander gericht aufzubieten;¹⁵ und für das Jahresende 1443 lässt sich in der Tat belegen, dass die Stadt Hall in die gericht umb etwe vil knecht geschikcht hatte.¹⁶

1.3. Die Aufgebote der ländlichen Gerichte

Trotz der Relevanz der Städte für die Landesverteidigung wird man die Bedeutung der ländlichen Aufgebote nicht hintansetzen dürfen. Erste Hinweise auf Aufgebote der Landbevölkerung stammen aus der Zeit Meinhards II.: Eine Urkunde aus dem Jahre 1290 erwähnt die Heerfahrtspflicht der Bürger von Bozen und der Gerichtsinsassen von Neuhaus bzw. Terlan.¹⁷ Die bislang edierten frühesten Tiroler Rechnungsbücher geben noch weitere Hinweise auf die grundsätzliche Zuzugspflicht zu dieser Zeit, beispielsweise für die Leute von Villanders (1292), von Mühlbach (1292) oder von Brixen (1303).¹⁸ Aus dem 14. Jahrhundert haben sich eine Vielzahl einschlägiger Nachrichten erhalten.¹⁹ Eine wesentliche Rolle spielten die bürgerlichen und bäuerlichen Aufgebote schließlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter Herzog Friedrich IV. „mit der leeren Tasche, der mit ihrer Unterstützung die Adelsopposition in Tirol niederschlug.²⁰ Doch erst die Regierungszeit Sigmunds brachte die zumindest rudimentäre administrative Regulierung des ländlichen Aufgebotes.²¹ Die früher vertretene Ansicht, dass u. a. die „Wehrfähigkeit und „Wehrfreiheit die verfassungsgeschichtliche Sonderstellung der Tiroler Bauern und ihre Repräsentanz auf den Landtagen bedingt hätten, gilt heute jedoch als überholt.²² Unbestritten bleibt – wie Schulze am Beispiel der innerösterreichischen Länder nachweisen konnte –,²³ dass Kriegsdienstleistung die ländliche Bevölkerung grundsätzlich zu einem politischen Faktor werden ließ, das bäuerliche Selbstbewusstsein stärken und unter Umständen einen Emanzipationsprozess in Gang setzen bzw. fördern konnte.²⁴ Die monokausale Erklärung „Wehrfähigkeit, ergo Landstandschaft greift jedoch zweifellos zu kurz: In Tirol ermöglichte erst die besondere politisch-militärische Situation unter Herzog Friedrich IV. die Repräsentanz des Bauernstandes auf den Landtagen, wobei die militärische Nutzbarmachung dieses Standes in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den führenden Tiroler Adelsgeschlechtern als Katalysator wirkte.

2. Zum Umfang des landesfürstlichen Aufgebotsrechts im Spätmittelalter

2.1. Allgemeines

Das Landlibell lässt keinen Zweifel daran, dass im Prinzip alle männlichen Untertanen der Gefürsteten Grafschaft Tirol zu jenem Personenkreis gehören, dem grundsätzlich die Pflicht zur „Reisfolge" obliegt.²⁵ Dass für eine Bevölkerungsgruppe eine gewisse Einschränkung besteht, zeugt nicht von einem defizitären landesfürstlichen Zugriffsrecht, sondern liegt im Gegenteil im Interesse Maximilians I.: Die „Bergwerksverwandten", d. h. die im Bergbau tätigen Personen, hatten nur beim Aufgebot des höchsten Anschlags von 20.000 Mann mitzuziehen. Diese Exemtion ist auf die herausragende fiskalische Bedeutung des Bergbaus insbesondere in Schwaz zurückzuführen; die im Bergbau Beschäftigten waren sowohl mit Blick auf ihr Fachwissen als auch auf die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit für die landesfürstlichen Einkünfte schlichtweg zu wichtig.²⁶

Im Spätmittelalter ist der unbeschränkte Zugriff des Landesfürsten auf das militärische Potenzial der Bevölkerung des Tiroler Raums hingegen noch keine Selbstverständlichkeit, sondern bildet sich erst allmählich im Zuge der Verdichtung der Landeshoheit heraus. Auch die Frage nach den räumlichen Grenzen für einen Einsatz der Aufgebote ist für das 14. und 15. Jahrhundert nicht so einfach zu beantworten, wie es die einschlägige Norm des Landlibells – wonach die Zuzugspflicht auf das Territorium der Gefürsteten Grafschaft Tirol (und der Hochstifte Trient und Brixen) limitiert ist – nahelegt. Nur die zeitliche Befristung der Verwendungsdauer von maximal einem Monat ist im ausgehenden Mittelalter schon in aller Deutlichkeit greifbar.

2.2. Persönliche Beschränkungen der „Reisfolge"

Unumstritten ist, dass im Spätmittelalter die Immediatuntertanen des Tiroler Landesfürsten, d. h. seine Leibeigenen und die bäuerlichen Hintersassen seiner Grundherrschaften, wehrpflichtig waren.²⁷ Im Übrigen gehen die Meinungen auseinander: Otto Stolz²⁸ vertritt ebenso wie Hermann Wopfner²⁹ die Meinung, dass auch alle übrigen wehrfähigen Männer mit Ausnahme der „Eigenleute (Leibeigenen) des Adels zuzugspflichtig waren, also auch die Holden, die in anderen als landesfürstlichen Grundherrschaften saßen und zwar persönlich frei, aber ihrem Grundherren abgabepflichtig waren. Die Eigenleute des Adels konnten nur im Fall einer unmittelbaren Bedrohung aufgeboten werden, was die schon im 14. Jahrhundert schriftlich festgehaltenen Weistümer von Zams und Fließ belegen.³⁰ Nur im Falle eines solchen allgemeinen „Landgeschreis war die gesamte wehrfähige männliche Bevölkerung zuzugspflichtig, während in allen anderen Fällen die Gerichte nur bestimmte Kontingente entsenden und im Felde erhalten mussten.³¹

Soweit zur Ansicht von Otto Stolz; anders war die Lage jedenfalls in den anderen österreichischen Ländern: Hier konnte der Herzog von Österreich zwar die Holden seiner Grundherrschaften und der bevogteten Prälaten sowie die landesfürstlichen Städte und Märkte aufbieten, nicht jedoch die Grundholden des Adels, zumindest nicht ohne dessen vorherige Zustimmung. Entsprechendes galt für die Besteuerung.³² Otto Brunner verweist auf die analoge Handhabung der Wehrpflicht in Tirol, Salzburg und Bayern. Sehr eingängig lässt sich dies anhand einer Erhebung der wehrfähigen Männer im damals bayerischen Landgericht Kitzbühel von 1416 zeigen: Damals wurden zunächst jene Hausbesitzer erfasst, dy auf dem urbar und vogtey siczent.³³ In der Tat stellten auch im Bayern des 15. Jahrhunderts die diversen adeligen und geistlichen Grundherrschaften eine der Hauptschwierigkeiten bei der landesweiten Organisation der Landesverteidigung dar.³⁴ Brunner weist aber zu Recht auf den entscheidenden Unterschied hin: In Bayern war ebenso wie in Tirol oder Salzburg der Kreis der Immediatuntertanen des Landesfürsten ungleich größer als in Österreich ob und unter der Enns, der Steiermark oder Kärnten. Vergleichbare ausgedehnte adelige Grundherrschaften wie im heutigen Ost- und Südösterreich gab es in Tirol in der Tat nicht. Hinsichtlich des Umfanges des Aufgebotsrechts wird Ähnliches von Peter Blickle vermutet, der aber in dieser Frage noch Forschungsbedarf ortet.³⁵ Grundsätzlich wird der Ansicht von Brunner und Blickle zuzustimmen sein, was auch durch entsprechende Quellenbelege untermauert werden kann: So findet sich im Weistum für das Lechtal die Feststellung, dass die Insassen zur Reisfolge als ander unser frei leut verpflichtet seien.³⁶ Anlässlich der Freilassung von Eigenleuten im Vinschgau 1476 wird festgestellt, dass diese fortan wie die anderen freien Untertanen „Steuern und Raisen" zu leisten haben.³⁷ Umgekehrt bestätigte Friedrich IV. anlässlich des Appenzellerkrieges, als herren ritter und knecht […] v o n  i r e n  z y n s l e u t e n  u n d  a i g e n l e u t e n  an hilf und stewr gegunnet haben zu nemen durch der gegenwurtigen leuff und krieg willen,³⁸ dass dies freiwillig geschehen sei. War die Einhebung einer solchen Kriegssteuer auch von den Zinsleuten des Adels nur mit dessen Zustimmung möglich – dies belegt auch eine entsprechende Urkunde für Heinrich von Rottenburg von 1403 –,³⁹ so wird man dasselbe für die Zuzugspflicht annehmen können. Einen Reflex dieses Zustandes findet man noch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Während des sogenannten Zuzugsstreites zwischen den höheren und niederen Ständen, der den Umfang der Beitragspflicht des Adels und der Geistlichkeit zur Landesverteidigung betraf,⁴⁰ findet man noch eine Reminiszenz an längst vergangene Zustände: Damals behaupteten Adel und Prälaten, ihre Pflicht schon dadurch erfüllt zu haben, dass sie „ihre" Untertanen den Zuzug verrichten ließen. Die Insassen der Hofmark Wilten würden demnach die Stellungspflicht des Stiftes Wilten erfüllen und nicht in den Anschlag der Städte und Gerichte eingerechnet werden. Letztere wehrten sich entschieden gegen eine solche Interpretation und nannten in diesem Zusammenhang die Zuzugspflicht bezeichnenderweise ain werckh, so niemandt annderen alß ainem herrn und landtsfürsten gebürt.⁴¹ Dies war damals – im Gegensatz zum Spätmittelalter – grundsätzlich unbestritten; doch auch im 15. Jahrhundert wird man einer differenzierteren Sichtweise als jener von Brunner und Blickle den Vorzug geben müssen: Das Aufgebotsrecht des Tiroler Landesfürsten war nicht durch eine exakte Rechtsnorm fixiert, an die man sich unverbrüchlich gehalten hätte: In welchem Maße er sein Recht geltend machen und auch durchsetzen konnte, hing erheblich von seiner jeweiligen aktuellen Machtposition ab:⁴² Vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis zur maximilianeischen Zeit fand hier sicherlich eine Entwicklung zugunsten der landesfürstlichen Macht statt.⁴³

Im Allgemeinen dürfte spätestens um die Zeitenwende das ausschließliche Aufgebotsrecht des Landesfürsten in den meisten Landesteilen weitgehend anerkannt gewesen sein. Zwei Quellenbelege führen dies recht eindeutig vor Augen: Über die Untertanen des Churer Bischofs im Vinschgau wurde 1497 vermerkt, dass diese mit stewrn und raysen [Kriegsdienst leisten] nicht a l s  a n n d e r  f u r s t e n  u n d  h e r r e n  u n n d e r t h a n e n  in dem land gehorsam sein wollten⁴⁴ – bei den Holden anderer Grundherren scheint der Anspruch auf die Verrichtung des Zuzugs also bereits unbestritten gewesen zu sein; aussagekräftig in dieser Hinsicht ist ferner eine Norm des Landlibells, derzufolge die Tiroler Grundholden von im Ausland sesshaften, aber in Tirol begüterten weltlichen und geistlichen Grundherren mit den Städten und Gerichten steuern und raisen sollen.⁴⁵ Eigentlich wurde im entsprechenden Artikel nur von den erst 1504 zu Tirol gekommenen „drei Herrschaften" Kitzbühel, Kufstein und Rattenberg gesprochen, doch wurde hier nur der Geltungsbereich einer bereits anerkannten Regelung ausdrücklich auf das neugewonnene Territorium erstreckt.⁴⁶ An der Tiroler Südgrenze fiel die Durchsetzung der landesfürstlichen Ansprüche deutlich schwieriger: So wurde erst 1614 in einem Vertrag zwischen Maximilian III. und den Grafen von Arco fixiert, dass deren Grundholden dem Landesfürsten zuzugspflichtig sein sollten – was noch lange nicht hieß, dass dieser sein Recht in den folgenden Jahrzehnten schon durchsetzen konnte. Schließlich wurde auch erst 1648 die uneingeschränkte Zuzugspflicht der Lodron’schen Grundholden vertraglich festgelegt.⁴⁷

Die Bischöfe von Brixen und Trient verfügten dagegen als geistliche Reichsfürsten unzweifelhaft über das Aufgebotsrecht in ihrem weltlichen Herrschaftsbereich.⁴⁸ Dies geht klar aus den erhaltenen Weistümern des 14. und 15. Jahrhunderts hervor, wobei jenes des kleinen Brixner Gerichts Thurn an der Gader stellvertretend angeführt sei. Dort heißt es, dass die Untertanen in allen aufpoten, zuezüg, hilf, rötung und nöten verpflichtet seien, uns [dem Bischof von Brixen] und dem stift oder unsern statthaltern und räthen beistant zu thuen.⁴⁹ Auch in der Frühen Neuzeit blieb das Aufgebotsrecht bei den Bischöfen, wenngleich ihm nur noch formal Genüge getan wurde: In einem Vertrag mit dem Hochstift Trient wurde 1613 fixiert, dass der dortige Bischof die Aufgebotsmandate des Tiroler Landesfürsten zwar inhaltlich eins zu eins übernehmen, sie jedoch an die Untertanen seiner weltlichen Herrschaftsbereiche im eigenen Namen ausfertigen sollte.⁵⁰ Entsprechendes galt für das Verhältnis zu Brixen. Doch war schon im Spätmittelalter eine gewisse Koordination der Verteidigungsmaßnahmen zwischen der eigentlichen Grafschaft Tirol und den beiden Hochstiften gegeben: sowohl aufgrund vertraglicher Regelung (Trienter

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