Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Eins sein unter Gottes Wort: Vortrag im Rahmen von »Katholikentag plus« im Ökumenischen Zentrum während des Katholikentags 2014 in Regensburg. Transkript des frei gehaltenen Vortrags mit Korrekturen und Ergänzungen des Autors

Eins sein unter Gottes Wort: Vortrag im Rahmen von »Katholikentag plus« im Ökumenischen Zentrum während des Katholikentags 2014 in Regensburg. Transkript des frei gehaltenen Vortrags mit Korrekturen und Ergänzungen des Autors

Vorschau lesen

Eins sein unter Gottes Wort: Vortrag im Rahmen von »Katholikentag plus« im Ökumenischen Zentrum während des Katholikentags 2014 in Regensburg. Transkript des frei gehaltenen Vortrags mit Korrekturen und Ergänzungen des Autors

Länge:
58 Seiten
43 Minuten
Freigegeben:
Oct 16, 2014
ISBN:
9783880952737
Format:
Buch

Beschreibung

Was ist der Kern des Christentums und wie müsste sich »Kirche« ändern, um der Botschaft Jesu zu ‧entsprechen? Mit solchen Fragen beschäftigte sich Eugen Drewermann am Himmelfahrtstag in seinem Vortrag auf einer Veranstaltung von Publik-Forum parallel zum 99. Katholikentag in Regensburg. Das vorliegende Buch ist das Transkript des frei gehaltenen Vortrag mit Korrekturen und Ergänzungen des Autors.

Für den Theologen und Psychotherapeuten hat religiöser Glaube in seiner institutionalisierten Form seine Glaubwürdigkeit eingebüßt. Wenn der Glaube diese wiedererlangen soll, dann nur, wenn man ihn vom Leben her begründet.
Freigegeben:
Oct 16, 2014
ISBN:
9783880952737
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Eins sein unter Gottes Wort

Mehr lesen von Eugen Drewermann

Buchvorschau

Eins sein unter Gottes Wort - Eugen Drewermann

Eugen Drewermann

Eins sein unter Gottes Wort

Vortrag im Rahmen von »Katholikentag plus« im Ökumenischen Zentrum während des Katholikentags 2014 in Regensburg. Transkript des frei gehaltenen Vortrags mit Korrekturen und Ergänzungen des Autors

Über dieses Buch

Was ist der Kern des Christentums und wie müsste sich »Kirche« ändern, um der Botschaft Jesu zu ­entsprechen? Mit solchen Fragen beschäftigte sich Eugen Drewermann am Himmelfahrtstag in seinem Vortrag auf einer Veranstaltung von Publik-Forum parallel zum 99. Katholikentag in Regensburg.

Für den Theologen und Psychotherapeuten hat religiöser Glaube in seiner institutionalisierten Form seine Glaubwürdigkeit eingebüßt. Wenn der Glaube diese wieder­erlangen soll, dann nur, wenn man ihn vom Leben her begründet.

Über den Autor

Eugen Drewermann studierte Philosophie in Münster und Katholische Theologie in Paderborn; er habilitierte sich in Theologie und lehrte als Privatdozent; außerdem absolvierte er eine Ausbildung zum Psychoanalytiker und ist als Therapeut tätig.

Wegen seiner kirchen- und religionskritischen Ansichten geriet er in Konflikt mit der katholischen Kirche, die ihm Anfang der 1990er-Jahre die Lehrerlaubnis entzog und ihn als Priester suspendierte. Eugen Drewermann publizierte mehr als achtzig Bücher und ist ein viel gefragter Redner und Kommentator.

Teil I:

Vortrag

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

darf ich sagen in der evangelischen Drei­einigkeitskirche in Regensburg: meine lieben Schwestern und Brüder.

Die Kirchenkrise, die mittelbar das Thema des Kirchentages dieses Jahres ist, besteht wesentlich in einer Glaubenskrise; also, dass es nicht möglich ist, durch gewisse strukturelle Veränderungen, so wünschenswert im Einzelnen sie sein mögen, auf etwas Wesentliches hinzuwirken. In Wahrheit sollten wir uns selber ändern, indem wir aufhören, wie hypnotisch gebannt nach oben zu schauen. Wir sollten lernen, den Mut zu gewinnen, in uns selber hineinzuschauen. Die Freiheit eines Christenmenschen, von welcher Martin Luther sprach im Jahre 1520, sollte die wirkliche Lebensform inzwischen auch der Katholiken sein. Die philosophische Aufklärung vor mehr als 250 Jahren lief geistesgeschichtlich darauf hinaus, unmittelbar im eigenen Leben, Fühlen und Denken einen Raum persönlicher Verantwortung zu errichten.

Als Eingangsbeispiel dafür, als Konzentrat der ganzen Problematik, mag die Frage der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten dienen. Seit genau vierzig Jahren, seit der Synode in Würzburg, debattiert man in der katholischen Kirche in Deutschland zwischen sogenannten Laien und den theologischen Experten über dieses Problem. Sollte Papst Franziskus hier nicht denn doch eine mitleidige Lösung finden?, so die Dauerfrage in den Qualitätsmedien. Der Ex-Vorsitzende der Bischofskonferenz, Zollitsch, in Freiburg erklärte vor Monaten: »Papst Franziskus lehrt uns Barmherzigkeit. Der Papst geht uns voran.« Damit hoffte der deutsche Bischof zumindest für Deutschland, bestimmte Kautelen im Kirchenrecht modifizieren zu können. Das wirkliche Problem aber stellt sich gleich doppelt. Zum einen: Keiner der Betroffenen, der in seiner Ehe Gescheiterten, kann und darf darauf warten, dass irgendwann auch die katholische Kirche ihm erlaubt, so zu leben, wie er sich jetzt findet. Das sagte man in Würzburg damals. Man wusste und erklärte:

»Mein eigener Bruder, meine Schwester, mein Onkel sind nach langem Leid in ihrer Ehe gescheitert. Aber schlechte Leute sind sie nicht. Und die Theologen haben unrecht, die da mit Bezug zu ihnen sprechen von Hedonismus, Sexismus, Libertinage. Sie wissen offensichtlich nicht, was in den Herzen der Menschen vor sich geht.«

Dies nämlich ist das Zweite: Man kann nicht abwarten, ob zum Beispiel Bischof Marx, der gerade in dieser Frage auf die Bremse tritt, wie es heißt, und der andererseits vorgibt, das Gaspedal zu bedienen in einer Reformkommission in Rom, in welche er berufen wurde, es vielleicht doch in unabsehbaren Äonen schaffen könnte, für die Gesamtkirche in der Frage der Wiederverheiratung Geschiedener und ihrer Zulassung zu den Sakramenten etwas zu ändern. Erfordernisse der Intimität und der Liebe dürfen nicht verregelt werden nach Kirchenrechtsmaßgaben.

Ein Paradox besteht im

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Eins sein unter Gottes Wort denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen