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All you need is love: Die Beatles und die 10 Gebote

All you need is love: Die Beatles und die 10 Gebote

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All you need is love: Die Beatles und die 10 Gebote

Länge:
160 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Feb 25, 2014
ISBN:
9783761560679
Format:
Buch

Beschreibung

Mit Liedern wie ""All you need is love"", ""Yellow Submarine"" oder ""Yesterday"" wurden die vier Jungs aus Liverpool in kürzester Zeit weltberühmt. Was aber machte die Band so populär? Was hatte sie der Welt mitzuteilen? Und warum interessiert (uns) Christen das?

Erneut begibt sich Peter Ciaccio auf eine spannende Reise durch die Zeit und stellt Aussagen der Beatles-Songs in engem Zusammenhang mit den Grundfragen christlichen Glaubens.

Dabei vergleicht er die Aussagen der 10 Gebote mit den Inhalten ethischer Werte, die die Beatles in ihren Liedern und in ihrem ""Way-of-live"" der Welt in den 60er Jahren präsentierten.
Welche Inhalte und Aussagen sind ähnlich zu denen der Kirche, welche sind anders? Sind ihre Texte tatsächlich nur als Protest gegen das Establishment der Kirche zu verstehen oder wollen sie den Menschen auf ethischem und unterhaltsamem Weg zum Nachdenken verhelfen?

Nach dem Evangelium von Hogwarts gelingt Peter Ciaccio erneut eine spannende Gegenüberstellung - diesmal von christlichen Werten und Popkultur.
Freigegeben:
Feb 25, 2014
ISBN:
9783761560679
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

All you need is love - Peter Ciaccio

Inhalt

Danksagung

Wer waren eigentlich die Beatles?

1. Erinnerung

2. Götzendienst

3. Lästerung

4. Arbeit

5. Generationen

6. Gewalt

7. Sexualität

8. Geld

9. Drogen – eine Illusion

10. Love

Schlussbemerkung

Quellen

Danksagung

Es ist schier unmöglich, all die Personen und Umstände zu nennen, die in mir die Leidenschaft für die Beatles genährt haben, aber einen Beitrag dazu hat vermutlich auch die Popmusik der achtziger Jahre geleistet: Wäre sie nicht so schlecht gewesen, wie es allgemein der Fall war, hätte ich mich bestimmt nicht so bereitwillig auf die Musik der Generation meiner Eltern eingelassen.

Mein Dank gilt daher meinen Eltern, weil sie mir, als ich 17 war, eine „Pilgerreise" an die Orte, die die Beatles berühmt gemacht hatten (u. a. Liverpool und London), finanzierten. Und dafür, dass sie mir wenige Monate später, an meinem 18. Geburtstag, ermöglichten, zu einem dreistündigen Live-Konzert zu gehen, das Paul McCartney im Palasport-Stadion von Florenz gegeben hatte.

Auch meiner Frau Eva danke ich dafür, dass sie meine Leidenschaft für die Beatles mit mir geteilt und mich bei diesem Buchprojekt unterstützt hat, zuerst durch ihre Ermutigung in der Phase der Recherche und später durch wertvolle Hinweise in der Phase der Abfassung. Ein spezieller Dank geht an meine Söhne Daniel und Martin, die die Lieder der Beatles schon hörten, als sie noch im Bauch ihrer Mutter waren – ihnen danke ich für die Zeit, in der sie mich entbehrt haben, weil ich an diesem Buch schrieb.

P.C.

Wer waren eigentlich die Beatles?

Im Jahre 1984 stellte die italienische Rock-Gruppe „Stadio" in einem ihrer Songs¹ diese Frage und brachte es damit auf den Punkt: die Beatles – wer waren sie eigentlich? Auf diese Frage kann man unterschiedliche Antworten geben. Eine erste besagt, dass es eine Band bestehend aus vier jungen Männern war: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr. Sie wurden allesamt in Liverpool geboren, wuchsen auch dort auf und waren zwischen 1957 und 1970 aktiv. Ihre erste Single Love Me Do / PS: I Love You kam vor genau 50 Jahren (am 5. Oktober 1962) auf den Markt. Selbst die Auflösung der Band und der Tod zweier Mitglieder schadete ihrem Erfolg nicht, denn die im Jahr 2000 erschienene Sammlung Beatles I, die alle Singles enthält, die sich in den englischen und/oder amerikanischen Charts auf Platz eins platzierten, ist mit über 31 Millionen verkaufter Exemplare noch immer der meistverkaufte Tonträger des 21. Jahrhunderts.

Eine weitere Antwort auf die Frage lautet, dass die Beatles die einflussreichste Musikgruppe in der Geschichte der „leichten Unterhaltungsmusik war, deren Einfluss derart weit reichte, dass fraglich ist, ob das Adjektiv „leicht wirklich zutrifft. Die Beatles waren die Ersten, die Tourneen rund um den Globus unternahmen und Tausende und Abertausende von Fans in Ekstase versetzten, die Ersten, die ein nur von einem Streichquartett begleitetes Pop-Stück aufnahmen (Eleanor Rigby, 1966), die Ersten, die das Mittel des Films als Vorläufer des Videoclips einsetzten (A Hard Day’s Night).² Die Beatles waren die Ersten, die kleinen Unebenheiten in der Aufnahme einen künstlerischen Wert beimaßen und sie sogar in der endgültigen Version des Songs beibehielten (erinnernswert ist das Gitarren-Feedback³ zu Beginn von I Feel Fine, 1964). Sie waren die Ersten, die Stücke aufnahmen, die länger als drei Minuten dauerten, und die Ersten, die die Texte ihrer Songs veröffentlichten.⁴ Zusammen mit den Alben Pet Sounds von den Beach Boys und Freak Out! von Frank Zappa (beide aus dem Jahr 1966) ist Sgt. Pepper zudem eines der ersten Konzeptalben in der Geschichte der Popmusik. Es ist also ein Musikalbum, das nicht nur einfach Songs aneinanderreiht, sondern bei dem die Lieder in einem Gesamtzusammenhang stehen. Schließlich waren die Beatles auch die Ersten, die vom Publikum in einer Weise verehrt wurden, die einerseits den unbändigen Hass christlicher Gruppierungen, die die Beatles für mehr oder weniger satanisch hielten, schürte, andererseits aber auch dazu führen konnte, dass selbst Menschen wie Charles Manson, die dem Bösen verfallen waren, sich von den Beatles inspiriert fühlten. Wie ein schlechter Scherz des Schicksals mutet es an, dass die Beatles hierfür einen Preis bezahlen mussten, den niemand je zahlen sollte: die Ermordung John Lennons. Ein Krimineller, dessen Name – so wie seinerzeit von Yoko Ono und Paul McCartney gewünscht – auch in diesem Buch unerwähnt bleibt.⁵ Eine dritte, sicherlich zynischere, aber deswegen nicht weniger wahre Antwort auf die Frage, wer die Beatles waren, lautet, dass die Beatles sowohl in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auch in der Zukunft eine „Marke verkörperten bzw. verkörpern. Auf der ganzen Welt lässt sich diese Marke verkaufen und als Markenzeichen benutzen, und zwar sowohl die einzelnen zu regelrechten Ikonen stilisierten Bandmitglieder als auch die Musikgruppe an sich. Die Marke „Beatles wird zudem mit einer ganz bestimmten Epoche, nämlich den 1960ern assoziiert, der Zeit des Swinging London. In dieser Zeit kamen die Miniröcke von Mary Quant auf den Markt und ein neuer graziler Frauentypus wurde „geboren", verkörpert durch die Schauspielerin Audrey Hepburn und das Fotomodell Twiggy. Es war die Zeit der sexuellen Revolution (losgetreten durch die Verbreitung der Antibabypille), die Zeit der Proteste gegen den Vietnamkrieg und eine Epoche, in der Drogen im großen Stil konsumiert wurden. Unvergessen bleiben auch der Aston Martin von James Bond, die großartigen Fußballkünste eines Pelé und die Reden von Martin Luther King. All dies geschah in einem außergewöhnlichen Jahrzehnt, an dessen Anfang der von der Sowjetunion erfolgreich ins All geschossene Satellit Sputnik und die Errichtung der Berliner Mauer standen und an dessen Ende Neil Armstrong sogar auf dem Mond landete.

Der Versuch, das Phänomen Beatles zu analysieren, mag daher an Untersuchungen anderer „globaler Marken" wie etwa Harry Potter oder gewisser Werke berühmter Filmemacher erinnern, oder gar an den Versuch, das Phänomen der Globalisierung an sich beschreiben zu wollen. Aber die Beatles sind nicht einfach nur ein Abbild der beginnenden Globalisierung, sondern vielmehr wie eine Wasserscheide zwischen einer Welt, die es nicht mehr gibt, und unserer Welt von heute. Ihr Auftreten markiert eine Zäsur, deren Auswirkungen die Geschichte nachhaltiger beeinflusst haben, als es der natürliche Lauf der Zeiten und das Aufeinanderfolgen der Generationen vermocht hätten. Wenige Personen der Geschichte können es unter diesem Gesichtspunkt mit den Beatles aufnehmen. Unter diesen sticht Martin Luther hervor, der zwar im Mittelalter lebte, jedoch noch heute als einer der Väter der Moderne gilt. Natürlich hatten die Beatles weder die Möglichkeit, per E-Mail zu kommunizieren, noch haben sie je das World Wide Web kennengelernt. John Lennon verstarb viel zu früh und konnte somit den Fall der Berliner Mauer nicht mehr miterleben, während George Harrison kurz nach dem Angriff auf die Zwillingstürme von New York starb. Aber es steht außer Frage, dass die vier Pilzköpfe aus Liverpool die Protagonisten einer Zeit waren, in der gewaltige Veränderungen geschahen, deren Folgen, sowohl im Positiven wie im Negativen, bis hinein in unsere heutige Zeit reichen.

Die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts beschreiben auch im Hinblick auf die Rolle, die die Kirche in der westlichen Gesellschaft einnimmt, einen Wendepunkt, der sich mit nichts anderem als den bedeutenden Umwälzungen vergleichen lässt, zu denen es im 15. Jahrhundert infolge der Reformation Martin Luthers kam. Am 8. April 1966 erschien die amerikanische Wochenzeitschrift „Time" mit einem Titelcover, das explosiver nicht hätte sein können:

In nüchternen roten Lettern auf schwarzem Hintergrund prangte der einsame Schriftzug „Is God dead? („Ist Gott tot?). In jenen Jahren, die stark von der Philosophie Nietzsches des ausgehenden 19. Jahrhunderts geprägt waren, theoretisierten einige amerikanische Theologen sogar über eine sogenannte „Gott-ist-tot-Theologie", auch wenn sie sich hinsichtlich der konkreten Bedeutung dieser Begrifflichkeit untereinander nicht ganz einig waren. Vermutlich kam die Frage, ob Gott tot ist, in diesen Jahren deshalb auf, weil es die unerbittlichsten Jahre des Kalten Krieges waren und den Menschen die Gefahr, dass der Planet für immer zerstört werden könnte, real vor Augen stand. Das II. Vatikanische Konzil und die Befreiungstheologie kennzeichneten die katholische Welt jener Zeit. Das führte dazu, dass sich sogar die katholische Kirche in dem spannenden Dialog über diese Themen als ernstzunehmender Gesprächspartner qualifizierte. Leider hat das päpstliche Lehramt diese Ansätze in den letzten 30 Jahren wieder stark beschnitten, wenn nicht gar komplett zurückgenommen. Außerdem veränderte sich auch die Vorstellung vom Begriff der Mission, denn mit der Selbstständigkeit der europäischen Kolonien in Afrika und Asien endete auch die Ära des Kolonialismus. Die Kirchengemeinden, die seinerzeit dort durch Mission entstandenen waren, emanzipierten sich nun von ihren Mutterkirchen. Die zwischen Europa bzw. Nordamerika und den Ländern der südlichen Hemisphäre bestehenden Kräfteverhältnisse der Christenheit fingen an, sich zu verändern. Das Christentum, so wie es sich heute in unserer Gesellschaft darstellt, muss als direkte Konsequenz der Auseinandersetzung gesehen werden, die in jenen Jahren zwischen Gesellschaft und Kirchen erfolgte.

Die Beatles waren Teil einer Bewegung, die gegen all das rebellierte, was zum Establishment gehörte (dieser Begriff kann mit „konstituierte bzw. „etablierte Macht übersetzt werden), und auch die Kirche verkörperte einen Teil davon, genauso wie der Staat, das Militär, das Großkapital und ein Schul- und Erziehungssystem, das nur dem Zweck zu dienen schien, den Menschen in ein System zu pressen, das seine Individualität auslöscht. Ein Jahrzehnt später lieferte die englische Komikergruppe Monty Python in einer Folge von Der Sinn des Lebens (Terry Jones, 1981) eine im Geiste der sechziger Jahre interpretierte bitter-ironische Darstellung des englischen Schulsystems, in welchem Gleichmacherei und Klassenbewusstsein keine Widersprüche sind. In dieser Episode richtet die Schule die Massen darauf ab, sich im Krieg als Kanonenfutter verheizen zu lassen. Angeregt durch seine bekannten und provokanten Söhne (die Beatles und Monty Python) muss das ehemalige Weltreich Großbritannien nun, nachdem es seine vierhundertjährige Vormachtstellung eingebüßt hat, über sich und seine Position in der Welt nachdenken.

Wie reagierten die Kirchen seinerzeit darauf? Auf zweierlei Weise, nämlich indem sie das Phänomen der Rebellion gegen das Establishment entweder bekämpften oder ignorierten. In beiden Fällen war das Resultat, dass eine Mauer aufgebaut wurde. Dies war eine der großen Zäsuren in der Geschichte der Kirche, die sich in ihrem Ausmaß und ihrer Härte nur mit dem Prozess gegen Galileo Galilei vergleichen lässt. Über Jahrhunderte hinweg waren die christlichen Kirchen eins mit der Gesellschaft, und dies dank ihrer Fähigkeit, mit ihr in Dialog zu treten. Mit dem Auftreten Galileis verschließt sich die Kirche jedoch gegenüber den Wissenschaften, mit dem Auftreten der Beatles verschließt sie sich höchstoffiziell gegenüber der Populärkultur. Der hohe Preis, der dafür gezahlt wurde, ist Säkularisierung – die Herauskristallisierung einer Gesellschaft, die so lebt, als ob Gott nicht existierte. Eine Welt, in der die Kirche nur ein Akteur der Gesellschaft unter vielen ist, so wie es die Gewerkschaften,

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