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Das Samtpfoten-Handbuch: Basiswissen für Katzenfreunde

Das Samtpfoten-Handbuch: Basiswissen für Katzenfreunde

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Das Samtpfoten-Handbuch: Basiswissen für Katzenfreunde

Länge:
219 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2015
ISBN:
9783840462979
Format:
Buch

Beschreibung

Katzen begleiten uns seit Jahrtausenden und sind die beliebtesten Haustiere im deutschsprachigen Raum. Dennoch gelten sie oft als undurchschaubar oder schwierig, manchmal sogar als hinterlistig. Doch solchen Annahmen liegt oft nur Unkenntnis über die Grundbedürfnisse der Katze zugrunde. Mit etwas Wissen rund um Herkunft, Anatomie und natürliche Verhaltensweisen kann man der Katze und ihrem Wesen gerecht werden. So wird aus der scheinbar so schwierigen Katze schnell ein zufrieden schnurrender Stubentiger, mit dem man viel Spaß haben kann.
Die Autorin, selbst Tierärztin und langjährige begeisterte Katzenhalterin, kennt die Fragen, die Katzenhalter beschäftigen. Der Schwerpunkt des Buches liegt deshalb auf der Vermittlung der Grundkenntnisse, die für einen katzengemäßen Umgang und die artgemäße Versorgung der Tiere wichtig sind. Einführend werden Herkunft, Geschichte und Verhalten der Hauskatze dargestellt, um Verständnis für die ehemalige Wüstenbewohnerin zu wecken. Die wichtigsten Rassen werden unter besonderer Berücksichtigung des Charakters und rassetypischer Erkrankungen in Wort und Bild vorgestellt. Außerdem gibt die Autorin praktische Anregungen und Tipps zu Auswahl, Eingewöhnung und Pflege der eigenen Katze.
Fundierte Ratschläge zur bedarfsgerechten Ernährung in allen Lebensphasen oder Informationen zur Gesundheitsprophylaxe und Krankenpflege sind ebenfalls enthalten. Kompakte Hinweise helfen, den häufigsten verhaltensbedingten Problemen wie Unsauberkeit, Kratzen an Möbeln oder Aggression erfolgreich zu begegnen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2015
ISBN:
9783840462979
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Das Samtpfoten-Handbuch - Barbara Wehr

(Auswahl)

Erfolg auf leisen Pfoten

Die Liebe einer Katze ist keine alltägliche Sache. Man muss sich sehr bemühen, ihre Zuneigung zu erringen, und nur wenig genügt, dass man sie wieder verliert. Genau in diesem Punkt unterscheidet sie sich vom Hund.

(Jules Champfleury, 1869)

Seit etwa 3500° Jahren werden wir von Katzen domestiziert – mit wachsendem Erfolg. Aktuelle Statistiken bestätigen der Hauskatze ihren Rang als beliebtestes Haustier neben dem Zierfisch im deutschsprachigen Raum. Aber warum genau ist die Katze nun so erfolgreich?

Ich war ein ausgesprochener Hundemensch – genau bis zum Abschluss meines Tiermedizinstudiums im Jahr 1994. Eine Doktorarbeit über Katzenmilch – ausgerechnet für mich … So zogen meine Weiße Schäferhunddame und ich mit Schlafsack und Hundedecke in die Katzenstallungen der Universität München ein.

Es dauerte nicht lang und wir waren zu Katzenfans umerzogen – alle beide!

Das Zitat des französischen Schriftstellers Champfleury auf Seite 8 drückt viel vom Wesen und damit Reiz der Katze aus. Nicht Rudelchef muss man sein, sondern beratender Freund mit Servicequalitäten. Nach einem Jahrzehnt Hundesport eine sehr entspannende Variante. So zogen in meine erste eigene Wohnung nach Ende des Studiums Somalidame Sina und kurz darauf das winzige Abessinierkätzchen Cheetah ein. Bis heute begleiten mich Katzen, und ich habe es nie bereut. Unser Abykater toleriert die liebevolle, aber manchmal etwas robuste Art unserer beiden kleinen Kinder ebenso unerschütterlich wie unseren Hund. Wer sagt, Katzen seien unflexibel und egozentrisch? Abou beweist mir jeden Tag das Gegenteil.

Ich hoffe, dieses kleine Handbuch ist ein hilfreicher Begleiter in die Welt der Katzen und hilft Ihnen, das richtige Samtpfötchen zu finden und mit ihm glücklich zu werden.

Barbara Wehr

München, im Februar 2008

Von der Falbkatze bis zur modernen Siam

Zwar erscheinen die Unterschiede zwischen Urahn und modernem Rassetier bei der Katze geringer als zum Beispiel bei mancher modernen Hunderasse, die kaum noch Ähnlichkeit zum Wolf besitzt. Doch auch bei der Katze ist im Lauf ihrer langen Entwicklungsgeschichte einiges geschehen!

Emotionen pur:

Herkunft und Geschichte unserer Samtpfoten

Vor etwa 20.000° Jahren entwickelten sich aus der wilden Waldkatze (Felis silvestris) drei regionale Unterarten und mögliche Ahnen der Hauskatze:

Europäische Wildkatze, die Asiatische Steppenkatze und die Afrikanische Falbkatze (Felis silvestris lybica). Die Wissenschaft hat sich für die Falbkatze als Stammmutter aller Hauskatzen entschieden.

Wie es zum eigenwilligen Charakter der Katze passt, liegt der genaue Zeitpunkt der Domestikation (Haustierwerdung) im Dunkeln. Ägypten wird als Ort der ersten intensiven Annäherung zwischen Mensch und Katze angenommen – es gab dort schon vor 4000 Jahren einen hohen Entwicklungsstand, was einerseits die Domestikation ermöglichte und andererseits durch Schriftstücke und bildliche Darstellungen die Geschichte der Haustierwerdung für uns gut nachvollziehbar werden lässt. Völlig ausschließen kann man ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen nur durch das Fehlen von Informationen aber nicht.

Ägypten als Wiege

der Domestikation

Wie kam es nun überhaupt dazu, dass sich die Falbkatze dem Menschen anschloss? Ein so perfekt ausgestatteter Jäger hat den Menschen doch gar nicht nötig, um „über die Runden zu kommen? Richtig, doch seit der Sesshaftwerdung der Menschen gab es in seiner direkten Nähe etwas, was die Siedlungen in den Augen der Wüstenjäger unglaublich attraktiv erscheinen ließ: Nager. Der Anbau von Getreide im fruchtbaren Nildelta erforderte Kornspeicher, und mit diesen kamen die Mäuse. Auch den schädlingsgeplagten Menschen wird die positive Auswirkung der kleinen Jäger aufgefallen sein. Giftschlangen fressen ebenfalls Mäuse, doch sie hatten für Menschen deutlich mehr „Nebenwirkungen. Die erste Hürde auf dem Weg zum Haustier war genommen. Nach und nach begannen die Wildkatzen, ihre Scheu abzulegen. Doch nicht nur das Verhalten veränderte sich, auch anatomisch begannen sich die Katzen von ihren wilden Vorfahren zu unterscheiden: So war die Tarnung beim Beutefang im Unterholz nicht mehr nötig, die Fellfarben begannen zu variieren. Und aus der reinen Zweckgemeinschaft wurde bald Verehrung:

Viele Katzen – hier eine Somali – erinnern bis heute schon rein äußerlich an ihre wilden Ahnen.

Vom Schädlingsvernichter zur Göttin: die katzenköpfige Bastet des antiken Ägyptens.

Die katzenköpfige Gottheit Bastet war den Ägyptern ein Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit und wurde in eigenen Tempeln verehrt. Katzen wurden in den Tempeln gehalten und nach ihrem Tod mumifiziert und beerdigt. Das Töten einer Katze – auch durch Unfall – wurde mit der Todesstrafe geahndet. Starb ein Tier ohne Zutun, so rasierten sich alle Familienmitglieder als Zeichen der Trauer die Augenbrauen.

Der Weg hinaus in die Welt

Die Ausfuhr von Katzen aus dem ägyptischen Reich war bei hoher Strafe verboten. Doch wo ein Wille, da ein Weg: Griechische und phönizische Händler nahmen immer wieder Tiere auf ihren Schiffen mit, und so erreichten einige Tiere auch das heutige Italien. Die eroberungsfreudigen Römer sorgten für die europaweite Verbreitung der nützlichen und hübschen Mäusejäger. Einkreuzungen der kompakten Europäischen Wildkatze brachten in nördlichen Ländern robuste, vornehmlich getigerte Katzen.

Finstere Zeiten

So glorreich die Geschichte der Hauskatze in den ersten 3000 Jahren begann, später wäre sicherlich manche Katze, besonders die schwarzen Exemplare, liebend gern wieder durch die mageren Wüsten Nordafrikas gestreift – fern aller menschlichen Behausungen!

In orientalischen Ländern weiterhin geschätzt, schob in Europa das Mittelalter der friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Mäusejäger einen tödlichen Riegel vor. Eine wahre Welle des Hasses schlug den Tieren entgegen. Besonders schwarze Katzen galten als gefährliche Teufelstiere und wurden neben zahllosen unschuldigen Frauen, die als Hexen angeklagt wurden, verbrannt, aufgeschlitzt oder gar gekreuzigt. Millionen Katzen starben während der Zeiten der Inquisition, und bis heute ist durch diese traurige Auslese der Anteil reinschwarzer Katzen reduziert. Bilder wie die Unglück bringende schwarze Katze auf dem Rücken der Hexe sind noch immer tief verankerte Überlieferungen einer dunklen Epoche.

Moderne Zeiten

So wurde die Katze abwechselnd vergöttert und verteufelt. Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts gewann sie wieder an Popularität – zum Glück sind Katzen nicht nachtragend. Die Züchtung brachte eine Vielzahl an Formen und Charakteren hervor, ohne jedoch das eigentliche Wesen der Katze oder ihre Anatomie drastisch zu verändern. Anders beim Hund: Wenn zwischen Perser und Siamkatzen Welten liegen, was liegt dann zwischen Mops und Irischem Wolfshund? Auch ein Kleinkind wird beide Katzenrassen sofort einer Tierart zuordnen. Ob ihm das bei den beiden Hunderassen auf Anhieb gelingen würde?

1871 fand im Glaspalast in London die erste Katzenausstellung mit 25

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