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Nutze die Geheimnisse der Natur: Eine Biografie zum Nachahmen

Nutze die Geheimnisse der Natur: Eine Biografie zum Nachahmen

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Nutze die Geheimnisse der Natur: Eine Biografie zum Nachahmen

Länge:
384 Seiten
7 Stunden
Freigegeben:
9. Juli 2012
ISBN:
9783830115496
Format:
Buch

Beschreibung

Das geht viele an und umfasst ein weites Spektrum: Deutschland 1944 bis 1985, das Leiden und der Aufschwung dort, lernen, hart arbeiten, studieren, 1984 Auswanderung mit Frau und vier kleinen Kindern nach Adelaide in Australien, wo er, allen Widrigkeiten trotzend, binnen weniger Jahre mit selbst entwickelten Qualitätsprodukten, klarer Planung und endlosem Durchhaltevermögen eine internationale Naturkosmetik-Firma aufbaute. Auf höchst unterhaltsame, spannende und humorvolle Weise erfahren wir, wie Dr. Klein von Armut (aber mit Mut) zu Erfolg, Ruhm und Reichtum gelangte, jedoch unbeeindruckt von künstlichem Celebrity-Wahn seinen Weg gegangen ist und weitergeht. Wie wir Menschen unsere Existenzängste transformieren können, um auf einem räumlich begrenzten, fragilen Planeten miteinander dauerhaft tragfähig zu koexistieren - all dies wird in dieser brisanten und hochaktuellen Lifestory geschildert und ist ein nachahmbares und nachahmenswertes Beispiel.
Freigegeben:
9. Juli 2012
ISBN:
9783830115496
Format:
Buch

Über den Autor


Buchvorschau

Nutze die Geheimnisse der Natur - Jürgen Klein

Anwenden!

1. EINGEBUNKERT –

LEBEN ODER SCHIERES ÜBERLEBEN?

Ich kam in einem Luftschutzkeller zur Welt. Draußen tobte ein Bombenangriff. Es war tiefe Nacht. Die norddeutsche Kleinstadt Salzgitter liegt in der sanften Hügellandschaft des Braunschweiger und Vorharzer Landes und Braunschweig war als Kultur- und Industriezentrum ein Hauptziel für die Angriffe der alliierten Bomber. Jetzt, zum Zeitpunkt meiner Geburt, im Herbst 1944, hatte sich der Krieg bereits gegen Deutschland gewendet – die Niederlage war unvermeidlich.

Meine frühesten Erinnerungen sind die an enorme Entbehrungen. Ich kann mich immer noch deutlich daran erinnern, dass mein erster Lebenseindruck das Gefühl von extremem Hunger war. Zwar war die deutsche Bevölkerung erschüttert und entsetzt über das kaum vorstellbare Leid der Soldaten an der Front, doch das Thema, das jeden tagtäglich betraf, war die sehr reale Aussicht auf den Hungertod aufgrund der Lebensmittelengpässe. Die meisten Familien waren verzweifelt darum bemüht, überhaupt ausreichend Nahrung zum Überleben zu finden. Viele hatten harte körperliche Arbeit zu leisten. Auch meine Mutter, wie alle Frauen, die diesen furchtbaren Krieg unverletzt überlebt hatten, schuftete mit daran, den Schutt unserer zerstörten Stadt abzutransportieren, einfach um zumindest die Straßen wieder passierbar zu machen.

Mein Vater war Stuka-Kampfpilot und fiel während der Schlacht um Stalingrad den russischen Verteidigern in die Hände. Es war den Russen gelungen, das Vorrücken der Deutschen auf Stalingrad zu unterbrechen und die 4. und 6. Panzerarmee in Schach zu halten. Die vergeblichen Versuche, Stalingrad einzunehmen, sollten Deutschland 200.000 Soldatenleben kosten. Gleichzeitig stand dies für das Ende des deutschen Vormarschs und die Wende des Krieges zugunsten der Alliierten, die nun mit Erfolg auf die gleichen Verbündeten setzen konnten, die bereits vor 700 Jahren Dschingis Khan zum Vorteil gereicht hatten:

Russlands extrem hartes Winterklima und die scheinbar endlosen Weiten des Landes.

Mein Vater überlebte Stalingrad. Es gelang ihm gar irgendwie, der russischen Gefangenschaft zu entkommen. Über die deutsche Armee wurde er in Richtung Frankreich geschleust, dort jedoch später, im Alter von 25 Jahren, an der Westfront gefangen genommen und zunächst in einem Kriegsgefangenenlager in Belgien, dann in Frankreich interniert. Bemerkenswerterweise schaffte er es, aus beiden Lagern zu fliehen, ja, er brachte es sogar fertig, bei seiner Heimkehr zwei Jahre nach Kriegsende meiner Mutter eine Flasche Parfüm aus Paris mitzubringen.

Im Alter von nur 26 Jahren war er jedoch nun ein geschlagener, gebrochener Mensch, der sich verzweifelt darum bemühte, Sinn und Lebensmut wiederzufinden. Von dem mentalen Trauma des Krieges hat sich mein Vater nie wieder erholt, er verbrachte den Rest seines Lebens wie betäubt in einer seltsamen Zwischenwelt, voller Schuldgefühle und von Angstattacken gequält. Wie so viele andere auch litt er unter einer tiefen Niedergeschlagenheit, die sich, nachdem er mit dem vollen Ausmaß des Holocaust konfrontiert worden war, noch verschlimmerte. Ich erinnere mich gut, wie er mir im Jahre 1948 die Fotos zeigte, auf denen man Knochen in Verbrennungsöfen sah und bis aufs Gerippe abgezehrte Gefangene, die von Alliierten befreit worden waren. Er hatte, wie so viele andere, nichts davon gewusst.

Der Krieg brach der stoischen Bevölkerung Braunschweigs Rückgrat und Herz. Die stolze Tradition reicht zurück auf Herzog Heinrich den Löwen, der Braunschweig im 12. Jahrhundert zur Hauptstadt seines Herzogtums gemacht hatte. Aus dieser Zeit stammte auch der Dom, wohl das historisch hervorragendste Bauwerk der vielen bedeutenden Bauten Braunschweigs, die während der über Monate hinweg ganze Nächte lang andauernden Flächenbombardierungen dem Boden gleich gemacht wurden. Schwere Angriffe vernichteten Teile der Altstadt mitsamt ihrer Vielfalt an architektonisch einzigartigen Fachwerkhäusern. Zu Ende des Krieges waren fast alle Kirchen, öffentlichen Gebäude, Museen, Theater, die Straßen, Brücken und Eisenbahneinrichtungen zerstört.

Trotz der Härten des Lebens in einem gebrochenen, entmutigten, kriegszerstörtem Land sollten mir wertvolle Lehren zuteil werden. Die wichtigste Lektion war, dass ich ein tiefes Verständnis dafür gewann, wie wir Menschen mit Schmerz und Leiden umgehen. Die Gräuel des Krieges weckten mein Interesse an einer anderen, besseren Lebensführung, an ganzheitlicher Gesundheit. Dieses Interesse wurde zu meiner Mission, meiner Passion, zu meiner kreativen Quelle und später zu meinem Lebensunterhalt. Noch konnte ich nicht ahnen, dass das Miterleben des immensen menschlichen Leidens als Katalysator für mein beständiges Streben, die Geheimnisse der Natur aufdecken zu wollen, dienen würde und dass dieses mich in die Welt der Naturwissenschaften, Alchemie, Philosophie und Kräuterelixiere katapultieren und letztendlich auf eine faszinierende Reise in Richtung Gesundheit, Langlebigkeit und persönlicher Wohlstand schicken würde.

Mir, dem kleinem Jungen, der versuchte, die Welt zu begreifen, standen als erfahrbare Eindrücke nur die krassen Überreste aus einer vergangenen Welt im Kriegszustand zur Verfügung. Die Wirklichkeit erwies sich als großer Lehrmeister. Ich hatte das Glück, diesen furchtbaren Abschnitt der Menschheitsgeschichte sowohl körperlich als auch seelisch relativ unbeschadet zu überstehen. Mehr noch, durch die allgemein so vernichtende Tragödie wuchs in mir die verzweifelte Entschlossenheit, selber einen Wandel bewirken zu wollen. Eine Entschlossenheit, die in alchemistischer Weise Mangel in Überfluss verwandeln sollte, Leiden in Glücksgefühl, und, als Wichtigstes, Unwissenheit in Wissen, Können und Weisheit. Was Alchemie wirklich ist, nämlich die Umwandlung von allen Stufen des Lebens und Seins, sollte ich später noch sehr viel eindringlicher und bewusster erfahren.

Die Lebensumstände im Deutschland der direkten Nachkriegsjahre waren erbärmlich. Die Infrastruktur war vollkommen zerstört, was die Versorgung der Bevölkerung sogar mit den allernotwendigsten Grundgütern extrem behinderte. So gut wie jede deutsche Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern war schwer zerbombt worden. Und die Tausenden von Bomben hatten zahllose Kubikmeter Schutt hinterlassen. Besonders in den Ortszentren türmten sich wahre Schuttberge und ermöglichten nur Zufahrtswege von etwa einem Meter Breite. Jede Stadt hatte die gleiche Priorität: die Trümmer müssen beseitigt werden!

Unvergesslich sind mir meine ersten, zögernden Schritte in die zerstörten, kaum wiedererkennbaren Überreste meiner Heimatstadt. Da alle noch arbeitsfähigen Männer auf viele weitere Monate hin in Kriegsgefangenschaft waren, war Beseitigung und Abtransport des Schutts Aufgabe der Frauen. Sie arbeiteten hart daran, Straßen wieder begehbar und Häuserruinen wieder betretbar zu machen. Für Kinder gab es im ersten Nachkriegsjahr nur sehr wenig Schulmöglichkeiten, aber ich bekam in dieser schweren Zeit die Chance einer besonderen Ausbildung. Trotz der Härten und Entbehrungen sollten sich die ersten drei Jahre meines Lebens als sicheres, solides Fundament für mein gesamtes weiteres Leben als Heiler, Chemiker, Alchemist, Kräuterkundler, Naturheilkundler und Hersteller der reinsten Gesundheitspflegeprodukte der Welt erweisen.

Ich kann mich deutlich daran erinnern, wie viel Bewunderung ich als Junge für die heimkehrenden Soldaten hegte, viele von ihnen mit unverheilten Wunden oder schwer verstümmelt. Ich erinnere mich ebenso an die Ehrfurcht, die ich den Medizinern und Sanitätern beiderlei Geschlechts gegenüber empfand, die als freiwillige Helfer die Verwundeten direkt an der Front und in der Heimat versorgten. Viele der kriegsverwundeten Soldaten erklärten später, dass jene Ärzte und medizinischen Helfer die wahren Helden des Friedens gewesen seien. Diese Menschen stellten sich als Quasi-Psychologen beratend in den Dienst der anderen. Sie versuchten, das Leiden zu verringern, das anderen zugefügt worden war. Das seelische Mittragen des Leidens so vieler belastete sie selbst schwer. Sie litten stark – dennoch scheuten sie sich, den eigenen inneren Schmerz während ihrer Arbeit offen zu zeigen. Was mir schon damals auffiel und mich sehr berührte, war, dass wir Menschen alle, egal ob Soldat oder Arzt, ob reich oder arm, die gleiche Angst vor dem Tod und der Not, vor dem Leiden, vor dem physischen und seelischem Schmerz haben. Dies ist die uns allen gemeinsame menschliche Natur. Mein Bewusstsein wurde für immer dafür geschärft, dass engagierte Menschen, die heilen und helfen wollen, in allen Zeiten, ob in Frieden oder Krieg, unverzichtbar sind.

Die Atmosphäre der Nachkriegsjahre machte mich zu einem stillen, bescheidenen jungen Mann. Ich trug, in mir verborgen, die kollektiven Schmerzen all der Opfer des Krieges persönlich mit. Europa hat leider eine lange Tradition, ja fast einen gewissen kulturellen Appetit auf Kriege und Eroberungen gezeigt. Wenn ich auf meine frühen Lebensjahre blicke, muss ich sagen, dass der Krieg und seine Folgen, die ich aus erster Hand erlebt habe, mir die Extreme im menschlichen Verhalten unmissverständlich aufgezeigt haben. Dies führte bei mir sowohl zu einem andauernden Angstgefühl als auch zu einem starken Widerwillen gegen Krieg und Ungerechtigkeit. Es war einfach offensichtlich, dass Menschen in Kriegszeiten unendlich und unvorstellbar litten.

Manche Leute können unter lebensbedrohlichen Umständen ihre Furcht und ihr Leiden zeitweilig kontrollieren, während anderen diese Fähigkeit nicht zur Verfügung steht. Der Direktor einer großen Naturheilmittelfirma, für die ich früher tätig war, erklärte einmal, ich hätte enorm viel an echter Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit in mir, würde dieses aber hinter einer metallenen Ritterrüstung verstecken, sodass nur mir sehr nahestehende Menschen mein wahres, empfindsames Ich erkennen könnten. Ein Schutzschild wie dieser kann uns in bedrohlichen Situationen helfen, Schmerz und Leid abzublocken, damit wir unsere Furcht meistern und durchhalten können, genauso wie es die still und nobel handelnden Mediziner taten, die direkt an die Front gingen und dort fast Unmögliches geleistet haben.

Letztendlich aber muss die emotionale Rüstung abgelegt werden – und dann kommen die unverhüllten Gefühle von Trauer und tiefer Niedergeschlagenheit zum Vorschein, was auch den Heilungsprozess einleiten kann.

Anders erging es meinem Vater – er litt noch Jahrzehnte nach Ende des Krieges weiter. Er zeigte nur selten seine wahren Gefühle. Und das Leiden der Soldaten wird in Zahlen wie diesen deutlich: Während des amerikanischen Bürgerkriegs erlagen etwa 50% der Soldaten, die in die Hospitäler eingeliefert wurden, ihren Verwundungen. Im Ersten Weltkrieg waren es 8%, doch im Zweiten Weltkrieg verstarben 86% der im Krieg verwundeten Soldaten noch im Hospital.

Nicht nur an der Front wurde auf Leben und Tod gekämpft: den Familien in der Heimat mangelte es an Lebensmitteln, man war kaum zum Überleben fähig. Die brutale Vertreibung von mehr als 12 Millionen Deutschen aus Polen und aus anderen Gebieten trug enorm zur allgemeinen Verknappung und Verbitterung bei. Über viele endlose Wochen hin war Essbares oft so rar, dass jegliches selbst gezogenes Gemüse wie kostbare Juwelen gewertet und dementsprechend bewacht und gehütet wurde. Es war nach Ende des Krieges, ich war noch nicht ganz vier Jahre alt. Eine unvergessliche Erinnerung: die Entsetzensschreie und Wut meines Großvaters Heinrich Fricke, die völlige Verzweiflung bei Großmutter Gertrud und meiner Mutter Gerda. Über viele Monate hinweg hatte mein Opa mühselig und mit großer Hingabe die wichtigsten Grundgemüsesorten im Garten hinter unserem Haus angepflanzt. Alle Familienmitglieder waren wie am Boden zerstört, als das lebenswichtige Gemüse über Nacht von Dieben gestohlen wurde; und das nur einen Tag vor der geplanten Ernte! Für viele Wochen gab es für uns dann nur Waldbeeren, ein paar Kartoffeln und Rüben zu essen.

Wenn man Destruktion in Relation zu dem messen will, was ein Krieg an Menschenleben und an Material kostet, dann ist der Zweite Weltkrieg der vernichtendste Krieg der Geschichte gewesen. Was 1939 als europäischer Konflikt zwischen Deutschland und der englisch-französischen Koalition begonnen hatte, breitete sich aus und ergriff einen großen Teil aller Staaten. In den letzten Stadien diese Krieges wurden zwar zwei radikal neue Typen von Waffen eingeführt, nämlich die Langstreckenrakete und die Atombombe, aber die Kriegshandlungen selber wurden hauptsächlich mit den Waffen (wenn auch in verbesserter Form) des Ersten Weltkriegs ausgefochten, was breit gefächerte Zerstörung und den zusätzlichen Verlust vieler Millionen Menschenleben bedeutete.

Statistiken zeigen uns die Zahlen. 61 Staaten mit 1,7 Milliarden Menschen, damals drei Viertel der Weltbevölkerung, waren – ob gewollt oder ungewollt – aktiv beteiligt. Die chaotischen Kriegswirren haben eine einheitliche, verlässliche Datenerhebung unmöglich gemacht.

Regierungen verloren die Kontrolle über die Zahlen, manche versuchten auch, sie für politische Zwecke zu manipulieren. Als allgemeiner Konsens gilt jedoch die grobe Schätzung, dass die Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg sich zum damaligen Zeitpunkt total auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar beliefen, was in heutiger Währung etwa 100 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit war dieser Krieg teurer als die kombinierten Kosten aller bisherigen Kriege der Menschheitsgeschichte zusammen. Die USA z. B. gaben insgesamt 241 Millionen Dollar aus, davon 50 Millionen zur Unterstützung und Versorgung der Alliierten.

Doch solche Zahlen können nur andeuten, welche Kosten wirklich entstanden sind. Die Sowjetunion verlor 30% ihres Volksvermögens. Der Krieg kostete Japan geschätzte 562 Millionen Dollar. Deutschland stellte unterschiedslos alle menschlichen und wirtschaftlichen Reserven, ob willige Mitstreiter oder nicht, in den Dienst der Vorherrschaft. Besetzte Länder wurden durch Plünderungen von vielerlei Seiten her ausgeblutet. Die Gesamtzahl der verlorenen Menschenleben wird auf circa 50 Millionen geschätzt. Dies schließt übrigens nicht die zwischen fünf und sechs Millionen Juden mit ein, die im Zuge des unentschuldbaren Holocaust getötet worden sind!

Etwa 25 Millionen Militärangehörige fielen, etwa 30 Millionen Zivilisten kamen ums Leben. Die Zahlen schwanken. Die Sowjetunion hat mit mehr als 20 Millionen Kriegstoten die schwersten Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. Die Zahl der militärischen Verluste an Menschenleben erreichte in Europa auf beiden Seiten 19 Millionen, der Krieg gegen Japan kostete 6 Millionen Soldaten das Leben, wovon die USA 292.131 Gefallene zu verzeichnen hatten. Der Zweite Weltkrieg muss im Kontext mit anderen, nicht so umfangreich dokumentierten Konflikten gesehen werden. Auch hier sind die Zahlen erschreckend: So hat zum Beispiel Stalins großer Terror gegen seine Landsleute im 20. Jahrhundert, wie inzwischen bekannt wurde, 40 Millionen russische Leben durch Hinrichtungen und Hungertod gefordert. Maos »Säuberung« kostete zwischen 70 bis 100 Millionen Menschenleben in China. Weitere Kriegsschauplätze: Korea, Vietnam, in jüngerer Vergangenheit Afghanistan und Irak.

Wir, die Menschheit, sind durch all dieses Töten und Leidzufügen mit einer kollektiven Schuld belastet. Diese Schuld muss noch auf der seelischen und geistigen Ebene beglichen und geheilt werden. Hinzu kommt eine neue Dimension des Krieges: die psychologische Kriegsführung, wie am Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion zu sehen (was seinerzeit zu immensen Staatsausgaben und Furcht auf allen Seiten führte).

Nach 1947 hatten sich in Deutschland die Lebensumstände spürbar verbessert, das »Wirtschaftswunder« machte Deutschland in rasantem Tempo bald zur zweitstärksten Volkswirtschaft der Welt. Meine frühen Lebensjahre waren durch die Polarität von Natur und Schwerindustrie bestimmt. Von Buchen und Eichen umrandete Bauernhöfe prägten die Umgebung der Stadt, aber nur vier Kilometer entfernt standen die kirchturmhohen Schornsteine der riesigen Fabriken und Hochöfen, die Stahl für Autos, Brücken, Eisenbahnen und die Bauwirtschaft produzierten. Genau diese Stahlwerke waren übrigens auch sehr effizient während des Krieges, bekannt damals als Reichswerke Hermann Göring, zur Waffenherstellung benutzt worden. Obwohl sich zur damaligen Zeit niemand Gedanken über »Global Warming« oder Umweltbelastung machte, spürte ich die Auswirkungen der von Menschen verursachten Emissionen deutlich. Ich konnte fühlen, wie der Luft um mich herum Schaden zugefügt wurde. Die Abgase der Steinkohle, mit der die Hochöfen beschickt wurden, legten einen ungesunden Schleier über die gesamte Landschaft. Das nächtliche Spektakel der abgestochenen glühenden Hochofenschlacke auf den fernen Hügeln gehört untrennbar zu meinen Kindheitserinnerungen, die Polarität von fruchtbarer Erde und Wald zur gierigen Großindustrie.

Ich lernte von meinem Großvater, dass die Menschheit Technologie, Kultur und Zivilisation brauche, um sich weiterzuentwickeln, aber dass die wahre Essenz des Lebens – und des Heilens und Gesundwerdens – bereits innerhalb des menschlichen Geistes und in der unberührten Natur enthalten sei. Er nahm mich mit zu den umliegenden Hügeln, um Kräuter und Beeren im Wald zu sammeln und auf unserem Weg erklärte er mir, dass jede Krankheit mithilfe der Natur geheilt werden könne. »Du musst nur wissen, wonach du zu suchen hast«, sagte er mir. Viele Jahre später erfuhr ich durch Paracelsus, dem Alchemisten und Begründer der modernen Wissenschaft und Medizin im 16. Jahrhundert, dass sich, eine intakte Natur vorausgesetzt, ein heilendes Kraut für jede Krankheit im Umkreis von einem Kilometer finden lässt.

Nach zwei vernichtenden Kriegen standen kaum medizinische Mittel zur Verfügung. Nur wenige Menschen, wie mein Großvater, wussten, wo die Heilkräuter der Natur zu finden waren und, mehr noch, wie sie einzusetzen waren, um eine heilende Wirkung zu haben und den Mitmenschen, die diese Heilung brauchten, dadurch zu helfen. Mir ist inzwischen klar und unverbrüchlich bewusst, dass das Leben umso echter und wahrhaftiger wird, je mehr wir Menschen mit der Erde und der Natur in Einklang kommen. Die Wahrheit ist: alles, was geschieht, und das schließt jede unserer Handlungen ein, egal ob für andere sichtbar oder unsichtbar, ist als Teil einer großen, unendlichen Kraft synchronisiert – einer Kraft, die in vielen Kulturen Asiens als das Tao und in der westlichen Welt als Sein, Kosmische Intelligenz, Lebenskraft, Schöpfung, Gott bekannt ist.

2. NEUANFÄNGE

Zu Beginn der Fünfzigerjahre hatte sich die allgemeine Stimmung in Deutschland gewandelt – von absoluter Verzweiflung hin zu Hoffnung und einem aufkeimenden Optimismus. Vielleicht konnten die grauenvollen Erinnerungen und Hinterlassenschaften zweier Weltkriege wirklich überwunden werden und Raum für einen Neuanfang bieten? Ich fand während dieser mit neuer Hoffnung erfüllten Aufbruchsstimmung meinen eigenen Ansatz für den Anfang von etwas Neuem und zwar quasi direkt vor der Haustür. Ich war fasziniert davon, wie stark mein Großvater den Heilkräften der Kräuterwelt vertraute. Er wiederum freute sich enorm über mein Interesse und es machte ihm großen Spaß, sein vielfältiges Wissen an mich, die junge Generation, weiterzugeben. Unter seiner Anleitung entwickelte ich ganz selbstverständlich ein Gefühl und Gespür für die Gerüche und Düfte der Blumen und Kräuter. Ich konnte sozusagen meiner Nase folgen, wenn es darum ging, einige »Schätze der Natur« zu heben, sowohl damals wie auch in den folgenden Jahrzehnten, als es um meine eigenen Produktentwicklungen ging und es ist auch heute noch genauso.

Wenn ich an meine frühen Kindertage denke, sind mir sofort die Düfte und Farben von Pfefferminze und Kamille, Ringelblume (Calendula), Schafgarbe, Klettenwurzel und Immergrün präsent. Außerdem typische Walddüfte: der Geruch von Ameisensäure, Bärlauch, Waldmeister. Die Erkenntnisse der modernen Physiologie und auch die Forschungen zur Aromatherapie bestätigen, dass das menschliche Gehirn im sogenannten limbischen System die Geruchseindrücke der frühen Kindheit abspeichern kann. Meine erste und unvergessene Lektion bestand darin, Kräuter und Blumen anhand ihrer speziellen Düfte zu unterscheiden und den ihnen innewohnenden, natürlichen medizinischen Heil- und Nutzwert zu erlernen.

Die Waldkamille zum Beispiel hat entspannungs- und schlaffördernde Eigenschaften und wirkt gegen Entzündungen. Sie lässt sich sehr schnell anhand ihres charakteristischen Dufts, der Körper und Geist beruhigt, erkennen, nicht unbedingt jedoch aufgrund ihres Erscheinungsbilds.

Mein Großvater lehrte mich, die Düfte der vielen verschiedenen heilkräftigen Wildblumen zu erkennen, die im europäischen Frühling und Sommer überall ihre blaue, gelbe, weiße und rote Blütenpracht zeigen. Viele dieser Blüten haben heilende Eigenschaften, deren Essenzen sich mit Sorgfalt und Geduld durch Extraktion oder Destillation isolieren lassen. Uns stand dafür nur ein relativ primitives Rüstzeug zur Verfügung, aber ich lernte, wie man die blauen Blütenblätter der Kornblume, zerstoßen und mit anderen Pflanzenextrakten gemischt, in eine exotische Masse verwandeln konnte, mit der sich Speisen, Getränke und sogar Leckereien wie Eiscreme süßen und färben ließen. Wir sammelten auch Bitterkräuter, wie zum Beispiel das Tausendgüldenkraut, ein kleines bescheidenes Pflänzchen, das sich gerne zwischen Steinen und Felsbrocken im Schatten ansiedelt. Diese Ernte wurde von uns getrocknet und weiterverarbeitet und dann als Magenmittel und Verdauungshilfe eingesetzt. Nicht unwichtig in den direkten Nachkriegsjahren, in denen man essen musste, was man fand, um zu überleben! Oft war die Kost nur eine Mischung aus Wurzeln und Körnern, für die das menschliche Verdauungssystem nicht unbedingt optimiert war. Grundnahrungsmittel, wenn überhaupt erhältlich, war die Kartoffel.

Zusätzlich zur praktischen Ausbildung in Waldkräuterkunde erlernte ich die Fertigkeit des komplementären Pflanzenanbaus: Blumen, Kräuter und Gemüsesorten werden in bestimmter Art und Weise gemeinsam angepflanzt und fördern sich durch eben diese Gemeinschaft gegenseitig, sodass sie noch besser gedeihen. Dies ist heutzutage unter dem Schlagwort »companion planting« bekannt. Während wir die umliegenden Hügel und Wälder erforschten, führten mein Großvater und ich endlose Gespräche. Ich erfuhr, wie man durch Trocknen und Zerkleinern aus einer bestimmten Auswahl von Wurzeln, Blättern, Beeren und Samenkörnern eine komplette Hausapotheke aus Naturheilmitteln herstellen konnte. Wir benutzten alle möglichen getrockneten Blütenblätter, Wurzeln und grünen Pflanzenteile als Basis für Tees und wir bereicherten die karge Nachkriegsküche mit selbst gesammelten frischen Gewürzkräutern. So wurde mir von klein auf demonstriert, wie sich die Schatztruhe der Natur für die täglichen Bedürfnisse des Menschen zunutze machen ließ.

Ich hatte die verantwortungsvolle Aufgabe bekommen, Ringelblume (Calendula) zu suchen und zu sammeln. Die Ringelblume hat auffällige, leuchtend orangefarbene Blüten und eignet sich hervorragend zur Behandlung von Infektionen und Hautverletzungen, den typischen Begleiterscheinungen von Gefechtsverletzungen wie Schnitt- und Schusswunden. Andere typische Verletzungen wie zum Beispiel schwere Prellungen ließen sich ideal mit Arnika lindern. Nun gedieh die echte Arnika allerdings nur in entlegenen Bergregionen des Schwarzwalds. Ich lernte jedoch ein hervorragendes Substitut kennen: Bellis perennis, das bescheidene Gänseblümchen, das auf fast jedem Boden und fast allen Wiesen gedeiht und einen guten Ersatz für Arnika darstellt (im Volksmund auch als »Arnika für arme Leute« bekannt).

Sogenannte Unkräuter können also als wertvolle Helfer dienen, es gilt: Gewusst wo, wann, wie.

Meine Großeltern waren lebendige Beispiele dafür, wie Menschen sich positiv mit ihrem und dem Leiden in ihrer Umgebung auseinandersetzen können. Sie besaßen eine fast mystische Beziehung zur Natur und waren unerschütterlich davon überzeugt, dass die Natur all die Geheimnisse parat hält, durch die wir besser leben und überleben können und mit denen die Menschheit das Böse in eine bessere Welt überführen kann. Sie glaubten daran, dass Gott, in der Natur gefunden, der natürliche Ursprung all dessen ist, was wirklich zählt und wichtig ist und auf natürliche, liebevolle Weise dafür sorgt, dass wir alles zur Verfügung haben, was man für ein erfülltes, glückliches (wenn auch armes) Leben in Einklang und Bescheidenheit auf Erden braucht. Heinrich und Gertrud Fricke erschienen mir damals als lebender Beweis, dass in einer brutalen, erbarmungslosen Welt das Gute dennoch existiert.

Nun hatte ich also bereits vor Erreichen des siebten Lebensjahrs ein grundlegendes Verständnis dafür bekommen, wie man aus Pflanzen ein Sortiment von einfachen Medikamenten machen kann. Im Umkreis von drei Kilometern von Zuhause und im Hausgarten fanden wir alles, was man sich für eine Basis-Apotheke für den täglichen Hausbedarf und die Gesundheitspflege wünschen konnte. So einfach ist das heutzutage leider nicht mehr, da wir mit unserer gierigen Konsumwelt unsere Umwelt schon reichlich geplündert und belastet haben. Ich wurde früh zu einem der ersten Umweltschützer, wahrscheinlich auch dank der Härten meiner Kindheit und Jugend. Ich schloss mich später der ersten Welle von Grünen an und demonstrierte in den Straßen gegen rücksichtslose Entsorgung von Nuklearabfällen und den Einsatz tödlicher Chemikalien wie DDT. Wir waren damals, in der Nachkriegszeit, eine der ersten Bewegungen, die auf den Schutz der Umwelt, unseres Planeten aufmerksam machte.

Mein gewaltloser Ansatz wurde Mitte der Sechzigerjahre hart geprüft. Demonstrationen wurden polizeilich eingeschränkt und niedergehalten, was in der Gegenreaktion wiederum zu noch mehr Demos in den Straßen führte, nun jedoch mit gewalttätigen Ausschreitungen, ja es gab sogar Tote. Und obwohl Flower-Power in jener Zeit das Leitmotiv der westlichen Welt war, wandten sich einige Vertreter der neuen Generation der Gewalt zu, gaben sich den Namen RAF (Rote Armee Fraktion) und ermordeten Politiker, Banker und prominente Geschäftsleute. Die RAF-Gründer waren neben anderen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler und Ulrike Meinhof – tatsächlich sah manch einer in diesen Frauen und Männern die Helden einer neuen Generation. In den Augen anderer waren sie Aussteiger und Verbrecher.

Manch einer wurde von den gewalttätigen Protesten angezogen. Ich persönlich war, wie die Mehrheit der Leute, einfach angewidert von Krieg und menschlicher Grausamkeit. Statt nach neuen Konflikten suchte ich lieber nach besseren Lösungen. Ich hoffte, diese in der Natur, in dieser großen Kraft, die alles formt, zu finden. Die meisten Menschen waren in jenen Jahren bemüht, eine Festanstellung bis zum Rentenalter zu finden. Ich jedoch setzte meine Kraft daran, mir im Feld Naturheilkunde und Naturwissenschaft eine berufliche Laufbahn aufzubauen. Dabei dachte ich überhaupt nicht an Karriere oder finanzielle Vor- und Nachteile, sondern war einfach nur davon überzeugt, dass die Naturheilkunde der beste Weg sei, um möglichst viele Leiden zu lindern, sowohl körperliche als auch geistig-seelische.

Diese grundlegenden Jahre schärften meine Wahrnehmung dafür, wie natürliche Inhaltsstoffe wirkungsvoll für medizinische Zwecke eingesetzt werden können. Vieles von diesem Wissen half mir später beim Aufbau von JURLIQUE, jener Firma, die seitdem von Australien aus die Welt mit einer Vielfalt von populären Kosmetik- und Gesundheitspflegeprodukten auf der Basis von organischen Pflanzenessenzen versorgt. Ich war seit frühester Jugend und auch später, während meiner Laufbahn als Wissenschaftler, immer zutiefst davon überzeugt, dass alles natürlich-organisch Angebaute im Ergebnis immer gesundheitsfördernd sein wird. Ebenso sicher war ich mir, dass die positive Wirkung von Naturheilmitteln auf das menschliche Wohlergehen sich letztendlich mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen lassen wird.

Schon früh lernte ich, Tees und Tinkturen herzustellen. Für Tinkturen extrahiert man die Inhaltsstoffe einer Pflanze, meist mit Hilfe von verdünntem Alkohol. Ein hoch konzentriertes Filtrat bleibt zurück, das, wenn in der richtigen Dosierung angewendet, schnell einsetzende Heilwirkung zeigt. Dies ist der Weinherstellung nicht unähnlich, bei der ja auch verschiedene Früchte als Ausgangsmaterial zum Einsatz kommen können. Heutzutage kursiert die Information, man sei der Gefahr des gefürchteten Katers nur nach dem Genuss von aus Trauben gekelterten Weinen ausgesetzt. Leider muss klar gesagt werden: dies ist Wunschdenken. Alle Weine, egal aus welchen Früchten gekeltert, können Kopfschmerzen und körperliches Unwohlsein auslösen – es ist eine direkte Folge der hoch konzentrierten Mischung von Zucker, Alkohol und anderen Substanzen wie z. B. Phenolen in den Schalen und Kernen der Weintraube (oder anderer Früchte) und zugesetztem Schwefeldioxid. Was seit Tausenden von Jahren allgemein bekannt ist, wurde wohl am griffigsten von Paracelsus auf die Formel gebracht: »Die Dosis macht das Gift.«

Meine praktische Ausbildung in Kräuterkunde, und damit zugleich den allereinfachsten Grundlagen der Alchemie, entfachte mein weiteres starkes Interesse an den Geheimnissen und Substanzen der Natur. Als Teenager begann ich mich für die Naturwissenschaften zu interessieren, und ich entwickelte eine bedenkliche Vorliebe für Experimente mit chemischen Reaktionen. Meine Inspirationsquelle war ein Almanach, der auf simple und wunderbar klare Weise das Wissen aus Botanik, Zoologie, Chemie, Physik, Geografie sowie Grundlagen zu Themen wie Wetter und Weltall vermittelte. Dieses rare Werk hatte meinem Vater gehört und er hatte es an mich weitergegeben. Es gab darin auch Darstellungen von Alchemisten, Destillierpraktiken und der Transformation von geheimnisvollen Substanzen zu sehen.

Wissensbereiche wie diese waren zu meiner Zeit (und sind es übrigens auch heute noch) nicht allgemein zugänglich – mich spornte dies nur noch weiter an, neue Wege in der Zusammenarbeit mit der Natur zu finden. Ehe ich mich versah, hatte ich mich dem Feld der Alchemie verschrieben, was mein Leben für immer verändern sollte. Gerade 14 Jahre alt geworden, richtete ich ein improvisiertes Laboratorium in der Wohnung meiner Eltern ein, wo ich auf einem kleinen Tischchen leichtsinnigerweise ein Experiment mit Schwefel- und Salpetersäure durchführte. Die explosive Reaktion verteilte kochende Säure überall hin, auf Teppich, Kleidung und leider auch in mein Gesicht. Die resultierenden Narben sind mir fürs Leben geblieben. Ich ließ mir einen Bart stehen, und Bart trage ich tatsächlich auch heute noch (allerdings nicht, um ein psychologisch bedingtes »Räuberskript« zu demonstrieren oder zu verbergen, wie ein Freund einst meinte). Das schiefgelaufene Experiment traf nicht nur meinen Stolz, sondern auch das karge

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