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Wie man eine Wahl gewinnt: Der antike Ratgeber von Quintus Tullius Cicero
Wie man eine Wahl gewinnt: Der antike Ratgeber von Quintus Tullius Cicero
Wie man eine Wahl gewinnt: Der antike Ratgeber von Quintus Tullius Cicero
eBook47 Seiten49 Minuten

Wie man eine Wahl gewinnt: Der antike Ratgeber von Quintus Tullius Cicero

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Über dieses E-Book

Quintus Tullius Cicero (102-43 v. Chr.) der jüngere Bruder des bekannten Marcus Tullius Cicero, wuchs als Sohn eines Kaufmanns in Rom auf. Studium u.a. der Rhetorik in Griechenland bei den großen Philosophen der Zeit. 62 v. Chr. zum Praetor der römischen Republik ernannt, 59 v. Chr. zum Prokonsul für die Provinz Asia. Außerdem diente er sowohl seinem Bruder nach Julius Caesar als Legat in Sardinien und Gallien. Im Zuge der Nachwirkungen des Attentats auf Caesar wurde Cicero wie sein älterer Bruder ermordet.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum19. Apr. 2013
ISBN9783942989503
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    Buchvorschau

    Wie man eine Wahl gewinnt - Quintus Tullius Cicero

    Glossar

    Zur Einführung

    Im Sommer 64 v. u. Z. bewarb sich Marcus Tullius Cicero, der größte Redner, den das antike Rom je gesehen hatte, um das Konsulat, das höchste Amt der Römischen Republik. Er war 42 Jahre alt, Sohn eines begüterten Geschäftsmanns aus der Landstadt Arpinum (Arpino) südöstlich von Rom. Sein Vater hatte dafür gesorgt, dass Marcus und sein jüngerer Bruder Quintus die beste Erziehung genossen. Die beiden Söhne gingen später sogar nach Griechenland, um dort bei den berühmten Philosophen und Rednern der Zeit zu studieren.

    Marcus Cicero war ein begabter Redner und besaß einen brillanten, seiner goldenen Latinität ebenbürtigen Geist. Was ihm fehlte, war der Vorzug aristokratischer Geburt. Die Gesellschaft im alten Rom war äußerst standesbewusst und hielt Männer wie Cicero für untauglich, die Republik zu führen. Er war entschlossen, sie eines Besseren zu belehren.

    Als junger Mann absolvierte Cicero seinen einjährigen Militärdienst unter Pompeius Strabo, dem Vater von Pompeius Magnus, der später die Republik gegen Julius Cäsar verteidigen sollte. Dieser jüngere Pompeius wurde Ciceros Förderer und stand ihm während seiner politischen Karriere zur Seite. Mit 26 Jahren erreichte Cicero als Verteidiger in einem spektakulären Prozess vor einem römischen Gericht den Freispruch eines angesehenen Mannes, der unter Mordanklage stand. In den folgenden Jahren machte er sich mit der erfolgreichen Verteidigung vieler Prominenter einen großen Namen. Seine juristischen Siege halfen ihm, ihn durch die politischen Ränge der Republik emporzutragen. Zwar hatte er sich bereits in den wichtigen, aber untergeordneten Ämtern als Quästor und Prätor hoch verdient gemacht. Jedoch waren in den letzten dreißig Jahren nur Männer zum Ersten Konsul gewählt worden, die Familien der Nobilität angehörten, und daher schien es eher unwahrscheinlich, dass Cicero dieses höchste Ziel erreichen würde.

    Allerdings waren im Jahr 64 die anderen Bewerber um das Konsulat – insbesondere Catilina und Antonius Hybrida – ein so widerwärtiger Haufen, dass selbst Angehörige der Nobilität die Nase rümpften und lieber auf Marcus Cicero setzten. Aber allein schon der Gedanke, dass ein Außenseiter aus einer Landstadt einer der beiden Konsuln werden, die Regierungsgeschäfte der altehrwürdigen Republik führen und über Millionen von Menschen in den Mittelmeerländern gebieten sollte, war vielen Familien der römischen Aristokratie unerträglich. Cicero stand ein langer und schwerer Wahlkampf bevor, wenn er diesen gewinnen wollte.

    In dieser Situation beschloss der mehr praktisch veranlagte Quintus Tullius Cicero seinem älteren Bruder mit Rat und Tat beizustehen. Quintus war etwa vier Jahre jünger als Marcus, hatte ein aufbrausendes Temperament und konnte zuweilen erbarmungslos sein. Obwohl er immer im Schatten seines älteren Bruders stand, hielt er zu Marcus, wohl wissend, dass dieser ihm den eigenen Weg zu Ruhm und Reichtum ebnen konnte. Seinem Bruder zu Gefallen hatte Quintus sogar die dickköpfige Pomponia geheiratet, die Schwester von Marcus’ bestem Freund Atticus, und er hatte einen zweijährigen Sohn mit ihr, obwohl ihre Ehe immer schwierig war.

    Als der Wahlkampf um die Konsulschaft begann, verfasste Quintus eine kurze Denkschrift über die beste Art, Wählerstimmen zu gewinnen, und widmete sie

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