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111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer

111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer

Länge:
564 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 30, 2015
ISBN:
9783863588403
Format:
Buch

Beschreibung

Holstentor, Marzipan, Hanse, sieben Türme und Ostseestrand - klar, das ist Lübeck. Zöllnerhaus, Schellbruch und Industriemuseum? Auch das ist die Hansestadt. Von Buntekuh bis Travemünde gibt es in diesem Buch 111 spezielle Orte zu entdecken. Von den engen Gassen des Weltkulturerbes über ausgedehnte Naturschutzgebiete bis zum Meer zeigt dieser Entdeckungsführer die vielfältigen Facetten Lübecks.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 30, 2015
ISBN:
9783863588403
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss - Alexandra Schlennstedt

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2015

Alle Rechte vorbehalten

© alle Fotografien: Alexandra und Jobst Schlennstedt, außer Kap. 54, Das Zeughaus, © Hansestadt Lübeck Kap. 64, Die Gerberei Naujoks, © Geberei Naujoks

Gestaltung: Emons Verlag

Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

ISBN 978-3-86358-840-3

E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

ID 5331A822

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons:

Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Das Gut Padelügge | Buntekuh

Geburtsstätte einer Familienstiftung

2_Der Hudekamp | Buntekuh

Eine gescheiterte Idee

3_Das Buddenbrookhaus | Innenstadt

Der begehbare Roman

4_Die Bürgermeistergalerie | Innenstadt

Blicke, die einen verfolgen

5_Buthmanns Bierstuben | Innenstadt

Tradition verpflichtet

6_Das Dielenhaus | Innenstadt

Ein vor dem Verfall geretteter Schatz

7_Das Freibackhaus | Innenstadt

Nur das volle Korn

8_Der Füchtingshof | Innenstadt

Ein Wohnort der Idylle für Bedürftige

9_Die Galerie C. Rügge | Innenstadt

Schmuckwerkstatt trifft auf Gartenkunst

10_Die Galerie für eine Nacht | Innenstadt

Kunst im Krämerladen

11_Der Geibelplatz | Innenstadt

Der vergessene Meister der Lyrik

12_Das Gewölbe von St. Marien | Innenstadt

Höchste lübische Baukunst

13_Der Hellgrüne Gang | Innenstadt

Kopf einziehen!

14_Die Herz-Jesu-Kirche | Innenstadt

Wirkungsstätte der Lübecker Märtyrer

15_Die Hochwassermarke | Innenstadt

… an der Obertrave

16_Das Holstentor-Museum | Innenstadt

Stadtgeschichte im Bauch des Wahrzeichens

17_Die Hüxstraße | Innenstadt

Einkaufen und speisen mit Charme

18_Im Alten Zolln | Innenstadt

Die Kneipe für jedermann

20_Das Kinderliteraturhaus | Innenstadt

Ahoi, Bücherpiraten!

21_Das Koki | Innenstadt

Etwas anderes sehen

22_Der Krähenteich | Innenstadt

Ein Freibad mitten in der Altstadt

23_Das Kunsthaus Lübeck | Innenstadt

Große Kunst in kleinen Räumen

24_Das Kunterbunte Mietfach | Innenstadt

Die Idee macht’s!

25_Die Löwen-Apotheke | Innenstadt

Alte Tradition neu belebt

26_Der Malerwinkel | Innenstadt

Vielleicht der schönste Ort der Stadt

27_Der Marzipan-Salon | Innenstadt

Nicht reinbeißen, nur gucken!

28_Das Miera | Innenstadt

Tolles Ambiente, wunderbares Essen

29_Der Museumshafen | Innenstadt

Oldtimer vor historischer Kulisse

30_Die Musikhochschule | Innenstadt

Ein Quartier als musikalische Ausbildungsstätte

31_Die Musterbahn | Innenstadt

Die etwas andere Altstadtgasse

32_Die Neue Rösterei | Innenstadt

Kultureller Mix im alten Kontor

33_Die Nördliche Wallhalbinsel | Innenstadt

Schützenswertes Zeugnis alter Hafenkultur

34_Die Overbeck-Gesellschaft | Innenstadt

Gegenwartskunst im Pavillon

35_Das Rantzau-Palais | Innenstadt

Ein Märchenschloss im Stadtzentrum

36_Das Rettungsboot der Pamir | Innenstadt

Trauerort für die auf See Gebliebenen

37_Rund um St. Aegidien | Innenstadt

Ein Quartier – drei Religionen

38_Die Salzspeicher | Innenstadt

Symbol der Handelsmacht

39_Das Schabbelhaus | Innenstadt

Museum und Restaurant in einem

40_Die Schiffergesellschaft | Innenstadt

Haus der Seefahrer

41_Die Stadtbibliothek | Innenstadt

400 Jahre Bibliotheksgeschichte

42_Die Stadthalle | Innenstadt

Großes Kino inmitten der Altstadt

43_Das St. Annen Kinder | Innenstadt

So wurde früher gespielt

44_Das TheaterFigurenMuseum | Innenstadt

Ein einzigartiger Schatz

45_Das Theaterschiff | Innenstadt

Kultur statt Kohle und Kies

46_Das Triumphkreuz im Dom | Innenstadt

Maria Magdalena und der Bischof

64_Die Gerberei Naujoks | St. Gertrud

Ein Mann für alle Felle

47_Die Wallanlagen | Innenstadt

Früher zum Schutz, heute zur Erholung

48_Die Walli | Innenstadt

Die alternative Institution

49_Der Weinhandel Tesdorpf | Innenstadt

Heimat des Rotspons

50_Der Weite Lohberg | Innenstadt

Vorgartenidylle in der Altstadt

51_Der Werkhof | Innenstadt

Ein Haus für nachhaltige Ideen

52_Das Willy-Brandt-Haus | Innenstadt

Erinnerung an einen großen Lübecker

53_Der Wurst-Maxe | Innenstadt

Mobile Wursttradition seit mehr als 80 Jahren

54_Das Zeughaus | Innenstadt

Refugium einer heimatlosen Sammlung

55_Das Zöllnerhaus | Innenstadt

Residenz einer mutigen Frau

56_Das Forsthaus Waldhusen | Kücknitz

Frischer Wind in alten Mauern

57_Die Geschichtswerkstatt Herrenwyk | Kücknitz

Als Lübeck noch qualmte

58_St. Nikolai | Kücknitz

Die Do-it-yourself-Kirche

59_Die Stülper Huk | Kücknitz

Ein Paradies – nicht nur für Lämmer

61_Die ehemalige Grenze | Schlutup

Ein Gedenkstein seiner Zeit voraus

62_Der Kern des Fischerdorfs | Schlutup

Fischerromantik rund um die Kirche

63_Das Depenmoor | St. Gertrud

Schaurig-schöne Künstlerinspiration

65_Das Gerichtshaus | St. Gertrud

Ein Ort, der Kriminalgeschichte schrieb

66_Gothmund | St. Gertrud

Reetdachidyll am Traveufer

67_Der Jerusalemsberg | St. Gertrud

Zum Kreuzweg muss man nicht in die Heilige Stadt

69_Das Kesselhaus | St. Gertrud

Industrieanlage trifft moderne Architektur

70_Das Kleverschusskreuz | St. Gertrud

Sagenumwobener Wegweiser

71_Der Marli-Hof | St. Gertrud

Wo Inklusion tatsächlich gelingt

72_Der Moltkeplatz | St. Gertrud

Die kleine Lübecker Weltausstellung

73_Der Schellbruch | St. Gertrud

Mehr Natur geht nicht

74_Die Schwedenkirche | St. Gertrud

Gotteshaus mit kurzer Lebensdauer

76_Das Tor der Hoffnung | St. Gertrud

Zimmer mit Aussicht

77_Die Villa Eschenburg | St. Gertrud

Wo Brahms in Lübeck zu Hause ist

78_Das Atelier Rainer Wiedemann | St. Jürgen

Kunstausstellung in privatem Rahmen

79_Der Brink | St. Jürgen

Vom Siechenhaus zum Wochenmarkt

80_Das Bundespolizeimuseum | St. Jürgen

Wie der Bundesgrenzschutz in Lübeck entstand

81_Der Drägerweg | St. Jürgen

Entlang am viel zitierten »Amazonas des Nordens«

19_Das Kaffeehaus | Innenstadt

Anlaufstelle für Genießer

82_Der Friederikenhof | St. Jürgen

Zum Heiraten schön

84_Das Kolosseum | St. Jürgen

Alter Saal, neuer Glanz

85_Die Lindesche Villa | St. Jürgen

Urlaubsdomizil eines großen Expressionisten

86_Die Moltkebrücke | St. Jürgen

Treten, Paddeln, Rudern

87_Das Naturbad Falkenwiese | St. Jürgen

Badespaß seit mehr als 200 Jahren

88_Der Ringstedtenhof | St. Jürgen

Bauernhoferlebnis für Stadtkinder

89_Die Ruderclubs | St. Jürgen

Stets im gleichen Takt

90_Die Schleuse Büssau | St. Jürgen

Idylle am Elbe-Lübeck-Kanal

91_Der Schulgarten | St. Jürgen

Auch außerhalb des Stundenplans ein Highlight

92_Die St.-Jürgen-Kapelle mit Friedhof | St. Jürgen

Das fast-älteste Haus des Stadtteils

93_Die Waldsauna | St. Jürgen

Finnisches Holz, finnisches Flair

94_Die Wasserkunst | St. Jürgen

Noch immer im Einsatz

95_Die Eric-Warburg-Brücke | St. Lorenz-Nord

Aussicht genießen! Nicht nur, wenn sie hochklappt

83_Das Hünengrab Blankensee | St. Jürgen

Das lübsche »Stonehenge«

96_Die Rotter Glasmanufaktur | St. Lorenz-Nord

Glas von Weltruf – Made in Lübeck

97_Der Vorwerker Friedhof | St. Lorenz-Nord

Parkanlage und Friedhof zugleich

98_Die Lachswehr | St. Lorenz-Süd

Sommerfrische für alle!

99_Die Lutherkirche | St. Lorenz-Süd

Haus des evangelischen Märtyrers

100_Die Puppenbrücke | St. Lorenz-Süd

Standhaftes Recycling-Bauwerk

68_Die Katharinenwiese | St. Gertrud

Viel mehr als nur ein Spielplatz

103_Die Hermannshöhe | Travemünde

Ausflugslokal mit Tradition

101_Der Fischereihafen | Travemünde

Frischer Fisch ohne Schnickschnack

102_Das Haus Royal | Travemünde

Von der Villa Possehl zur Villa Mare

104_Der historische Ortskern | Travemünde

Abseits vom Trubel

105_La Belle Epoque | Travemünde

Drei-Sterne-Kunst im ehemaligen Casino

106_Der Möwenstein | Travemünde

Die Zeit wird knapp

107_Die Nordermole | Travemünde

Zum Greifen nah

108_Die Ostseestation | Travemünde

Wo versteckt sich die Flunder?

109_Das Pegelhäuschen | Travemünde

Unscheinbar und doch so wichtig

110_Das Restaurant »Über den Wolken« | Travemünde

115 Meter über NN

111_Das Seebadmuseum | Travemünde

Von Ganzkörperbadeanzügen und Glücksuchenden

75_Der Stadtpark | St. Gertrud

Metamorphose einer Sumpflandschaft

60_Die Friedhofseiche Genin | Moisling

Der letzte Käfer seiner Art

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Vor über zehn Jahren hat es uns aus der Mitte und dem Süden Deutschlands nach Lübeck verschlagen. Die ursprünglich geplanten fünf Jahre haben wir damit verdoppelt und es werden sicherlich noch viele mehr werden. Denn die Schönheit dieser Stadt, die trotz ihrer überschaubaren Größe eine unglaubliche Vielfalt an Kultur, historischen Bauwerken und Naturschönheiten bietet, hat uns verzaubert. 

Mittlerweile schreiben wir seit mehreren Jahren Entdeckungsführer in der 111-Orte-Reihe und haben uns bislang auf Küstenabschnitte und Regionen konzentriert. Im Hinterkopf hatten wir jedoch von Beginn an die Idee, einen Band einzig und allein unserer Stadt zu widmen. Nun haben wir endlich die Herausforderung angenommen, 111 Orte innerhalb der Lübecker Stadtgrenzen zu finden. Den ganzen Sommer über sind wir durch die Hansestadt gestreift, haben mehr als 6.000 Fotos gemacht und viele Gespräche geführt. Wir haben berühmte Sehenswürdigkeiten aus neuen Blickwinkeln betrachtet. Und so manchen Ort entdeckt, den wir bislang nicht kannten.

Selbstverständlich sind nicht alle Orte in diesem Buch Geheimtipps. Aber sie erzählen meist eine Geschichte, die vielleicht doch nicht jeder kennt. Wir haben mit unseren 111 Orten versucht, die eingangs genannte Vielfalt der Stadt abzubilden. Und eine Auswahl getroffen, die Bewohner und Besucher gleichermaßen ansprechen soll.

Nach Fertigstellung des Buches können wir voller Überzeugung sagen: Hier ist es wunderschön. Hier bleiben wir. Vielleicht geht es Ihnen beim Lesen und Entdecken ja genauso. Viel Spaß dabei!

Buntekuh

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1_Das Gut Padelügge

Geburtsstätte einer Familienstiftung

Wohl jeder Lübecker kennt das Einkaufsund Gewerbegebiet am Herrenholz. Doch nur wenige wissen, dass direkt hinter den Parkplätzen der Einkaufszentren eine Straße abzweigt, deren Name eine ländliche Idylle verspricht: Bei den Obstgärten. Und die findet man auch, wenn man ihr folgt. Nicht die Obstgärten, aber eine Idylle, die so gar nicht zum Umfeld im Gewerbegebiet passt. Nachdem man ein paar reetgedeckte Bauernhäuser passiert hat, gelangt man zur ehemaligen Hofanlage des Gutes Padelügge. Heute handelt es sich bei dem Gut weder um ein herrschaftliches Anwesen noch um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Stattdessen befindet sich an dieser Stelle der Sitz der Parcham’schen Stiftung – ein Ort, der ganz viel über die Geschichte Lübecks erzählt.

Schließlich war der Kaufmann und Ratsherr Henning Parcham nicht der einzige wohlhabende Lübecker, der sein Vermögen per Testament in eine Stiftung umwandelte. Da es in der Hansestadt im Mittelalter viele reiche Kaufleute gab, die sich durch das gemeinnützige Verteilen ihres Geldes ihr Seelenheil sichern wollten, hat sich hier seinerzeit eine ausgeprägte Stiftungskultur entwickelt. Und auch noch im 20. Jahrhundert wurden in Lübeck bedeutende Stiftungen, wie die von Possehl und Dräger, gegründet, die noch heute entscheidenden Anteil am Erhalt der historischen Bausubstanz und des kulturellen Lebens der Stadt haben.

Info

Adresse Bei den Obstgärten 12, 23556 Lübeck, www.parchamsche-stiftung.de | ÖPNV Bus 12, 21, Haltestelle Lübecker Nachrichten/Eichenallee | Tipp Von Padelügge aus bietet sich ein naturkundlicher Spaziergang durch das angrenzende Lustholz, vorbei am Herrenteich, an.

Der 1602 kinderlos verstorbene Henning Parcham hatte mit der Umwandlung des Gutes in eine Stiftung keine gemeinnützigen Zwecke im Sinn, sondern wollte bedürftige Nachfahren seiner Eltern mit Stipendien und Aussteuern unterstützen. Zwischenzeitlich wurden die Stiftungszwecke mehrfach erweitert. So werden nun auch Stipendien an Studenten vergeben, die gebürtige Lübecker sind. Es wurden Wohnheime und Gemeinschaftseinrichtungen für Lübecker Studenten errichtet und ein Lehrstuhl an der Uni Lübeck gefördert.

In der Nähe

Der Hudekamp (0.76 km)

Die Friedhofseiche Genin (2.17 km)

Die Lutherkirche (2.55 km)

Die Lachswehr (3.42 km)

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Buntekuh

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2_Der Hudekamp

Eine gescheiterte Idee

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Keiner anderen Straße in Lübeck eilt ihr Ruf derart voraus wie dem Hudekamp. Weit über die Stadtgrenzen hinaus hat sich das Bild vom sozialen Brennpunkt in heruntergekommenen Hochhäusern seit Jahrzehnten gefestigt.

Doch das stimmt nur zum Teil. Denn in Wirklichkeit ist der Hudekamp sehr gegensätzlich geprägt. An der Westseite der rund 350 Meter langen Straße erheben sich die besagten bis zu 14-geschossigen Gebäude. Ihnen gegenüber reihen sich jedoch unerwarteterweise gediegene Doppelhäuser aneinander.

Info

Adresse Hudekamp, 23558 Lübeck | ÖPNV Bus 6, 12, 21, Haltestelle Hudekamp | Tipp Nicht weit vom Hudekamp liegt das Rider’s Café (Leinweberstraße 4). Ein legendärer Musikclub, nicht nur für Harley-Fahrer.

Eine gutbürgerliche Wohngegend, das war es auch, was die Planer im Sinn hatten, als sie in den 60er und 70er Jahren den Stadtteil Buntekuh bebauen ließen. Nach dem Vorbild der »Charta von Athen«, die im Jahr 1933 auf einem internationalen Kongress von Stadtplanern und Architekten entwickelt worden war, sollte die neue Siedlung in ihren Funktionen klar gegliedert sein. Um ein Zentrum, in dem sich Versorgungs- und kulturelle Angebote verdichteten, erstreckte sich ein Gürtel reiner Wohnbebauung, gefolgt von Gewerbegebieten zum Arbeiten und Sportstätten zur Erholung. Die Wohnbebauung erfolgte so, dass sie unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden sollte. Somit war von einbis zweigeschossigen Häusern bis zu den großen Wohnblocks alles dabei. Letztere wurden errichtet, um zwischen den Gebäuden ausreichend Platz für Licht, Luft und Grün zu lassen und damit die Wohnqualität erhöhen zu können.

Doch die Rechnung ging nicht auf. Wenn über 100 Menschen sich den Gebäudeflur und den Fahrstuhl teilen, hat keiner ein Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaftsflächen. Vandalismus macht sich breit. Die Abwärtsspirale beginnt nach kürzester Zeit. Nur eine vollständige Videoüberwachung konnte Abhilfe schaffen, wie ein preisgekrönter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2013 zeigt, der intensive Einblicke in die ganz eigene Welt des Hudekamp gewährt.

In der Nähe

Das Gut Padelügge (0.76 km)

Die Friedhofseiche Genin (1.45 km)

Die Lutherkirche (1.91 km)

Die Lachswehr (2.82 km)

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Innenstadt

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3_Das Buddenbrookhaus

Der begehbare Roman

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Das Haus in der Mengstraße 4 mit dem Rokoko-Giebel und der reich verzierten Fassade beherbergt viel mehr als ein Museum. Es ist ein begehbarer Roman. Zumindest in der Beletage. Und es ist selbstverständlich dem Roman gewidmet, dessen Namen es trägt und der zu weiten Teilen in diesem Haus verortet ist: den Buddenbrooks, dem Jahrhundertroman von Thomas Mann, für den er 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Das Buddenbrookhaus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und später im klassizistischen Stil renoviert und erweitert. 1842 erwarben die Großeltern Thomas Manns das Haus, das bis 1891 im Familienbesitz blieb. Für den Schriftsteller war es wie ein zweites Zuhause.

Info

Adresse Mengstraße 4, 23552 Lübeck, www.buddenbrookhaus.de | ÖPNV Bus 4, 10, 11, 21, 31, 39,

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