Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer
111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer
111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer
eBook564 Seiten2 Stunden

111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer

Bewertung: 4 von 5 Sternen

4/5

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Holstentor, Marzipan, Hanse, sieben Türme und Ostseestrand - klar, das ist Lübeck. Zöllnerhaus, Schellbruch und Industriemuseum? Auch das ist die Hansestadt. Von Buntekuh bis Travemünde gibt es in diesem Buch 111 spezielle Orte zu entdecken. Von den engen Gassen des Weltkulturerbes über ausgedehnte Naturschutzgebiete bis zum Meer zeigt dieser Entdeckungsführer die vielfältigen Facetten Lübecks.
SpracheDeutsch
HerausgeberEmons Verlag
Erscheinungsdatum30. März 2015
ISBN9783863588403
111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss: Reiseführer
Vorschau lesen

Ähnlich wie 111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss

Ähnliche E-Books

Rezensionen für 111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss

Bewertung: 4 von 5 Sternen
4/5

1 Bewertung0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    111 Orte in Lübeck, die man gesehen haben muss - Alexandra Schlennstedt

    Impressum

    Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    © Emons Verlag GmbH // 2015

    Alle Rechte vorbehalten

    © alle Fotografien: Alexandra und Jobst Schlennstedt, außer Kap. 54, Das Zeughaus, © Hansestadt Lübeck Kap. 64, Die Gerberei Naujoks, © Geberei Naujoks

    Gestaltung: Emons Verlag

    Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

    ISBN 978-3-86358-840-3

    E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

    ID 5331A822

    Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons:

    Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

    Inhalt

    Vorwort

    1_Das Gut Padelügge | Buntekuh

    Geburtsstätte einer Familienstiftung

    2_Der Hudekamp | Buntekuh

    Eine gescheiterte Idee

    3_Das Buddenbrookhaus | Innenstadt

    Der begehbare Roman

    4_Die Bürgermeistergalerie | Innenstadt

    Blicke, die einen verfolgen

    5_Buthmanns Bierstuben | Innenstadt

    Tradition verpflichtet

    6_Das Dielenhaus | Innenstadt

    Ein vor dem Verfall geretteter Schatz

    7_Das Freibackhaus | Innenstadt

    Nur das volle Korn

    8_Der Füchtingshof | Innenstadt

    Ein Wohnort der Idylle für Bedürftige

    9_Die Galerie C. Rügge | Innenstadt

    Schmuckwerkstatt trifft auf Gartenkunst

    10_Die Galerie für eine Nacht | Innenstadt

    Kunst im Krämerladen

    11_Der Geibelplatz | Innenstadt

    Der vergessene Meister der Lyrik

    12_Das Gewölbe von St. Marien | Innenstadt

    Höchste lübische Baukunst

    13_Der Hellgrüne Gang | Innenstadt

    Kopf einziehen!

    14_Die Herz-Jesu-Kirche | Innenstadt

    Wirkungsstätte der Lübecker Märtyrer

    15_Die Hochwassermarke | Innenstadt

    … an der Obertrave

    16_Das Holstentor-Museum | Innenstadt

    Stadtgeschichte im Bauch des Wahrzeichens

    17_Die Hüxstraße | Innenstadt

    Einkaufen und speisen mit Charme

    18_Im Alten Zolln | Innenstadt

    Die Kneipe für jedermann

    20_Das Kinderliteraturhaus | Innenstadt

    Ahoi, Bücherpiraten!

    21_Das Koki | Innenstadt

    Etwas anderes sehen

    22_Der Krähenteich | Innenstadt

    Ein Freibad mitten in der Altstadt

    23_Das Kunsthaus Lübeck | Innenstadt

    Große Kunst in kleinen Räumen

    24_Das Kunterbunte Mietfach | Innenstadt

    Die Idee macht’s!

    25_Die Löwen-Apotheke | Innenstadt

    Alte Tradition neu belebt

    26_Der Malerwinkel | Innenstadt

    Vielleicht der schönste Ort der Stadt

    27_Der Marzipan-Salon | Innenstadt

    Nicht reinbeißen, nur gucken!

    28_Das Miera | Innenstadt

    Tolles Ambiente, wunderbares Essen

    29_Der Museumshafen | Innenstadt

    Oldtimer vor historischer Kulisse

    30_Die Musikhochschule | Innenstadt

    Ein Quartier als musikalische Ausbildungsstätte

    31_Die Musterbahn | Innenstadt

    Die etwas andere Altstadtgasse

    32_Die Neue Rösterei | Innenstadt

    Kultureller Mix im alten Kontor

    33_Die Nördliche Wallhalbinsel | Innenstadt

    Schützenswertes Zeugnis alter Hafenkultur

    34_Die Overbeck-Gesellschaft | Innenstadt

    Gegenwartskunst im Pavillon

    35_Das Rantzau-Palais | Innenstadt

    Ein Märchenschloss im Stadtzentrum

    36_Das Rettungsboot der Pamir | Innenstadt

    Trauerort für die auf See Gebliebenen

    37_Rund um St. Aegidien | Innenstadt

    Ein Quartier – drei Religionen

    38_Die Salzspeicher | Innenstadt

    Symbol der Handelsmacht

    39_Das Schabbelhaus | Innenstadt

    Museum und Restaurant in einem

    40_Die Schiffergesellschaft | Innenstadt

    Haus der Seefahrer

    41_Die Stadtbibliothek | Innenstadt

    400 Jahre Bibliotheksgeschichte

    42_Die Stadthalle | Innenstadt

    Großes Kino inmitten der Altstadt

    43_Das St. Annen Kinder | Innenstadt

    So wurde früher gespielt

    44_Das TheaterFigurenMuseum | Innenstadt

    Ein einzigartiger Schatz

    45_Das Theaterschiff | Innenstadt

    Kultur statt Kohle und Kies

    46_Das Triumphkreuz im Dom | Innenstadt

    Maria Magdalena und der Bischof

    64_Die Gerberei Naujoks | St. Gertrud

    Ein Mann für alle Felle

    47_Die Wallanlagen | Innenstadt

    Früher zum Schutz, heute zur Erholung

    48_Die Walli | Innenstadt

    Die alternative Institution

    49_Der Weinhandel Tesdorpf | Innenstadt

    Heimat des Rotspons

    50_Der Weite Lohberg | Innenstadt

    Vorgartenidylle in der Altstadt

    51_Der Werkhof | Innenstadt

    Ein Haus für nachhaltige Ideen

    52_Das Willy-Brandt-Haus | Innenstadt

    Erinnerung an einen großen Lübecker

    53_Der Wurst-Maxe | Innenstadt

    Mobile Wursttradition seit mehr als 80 Jahren

    54_Das Zeughaus | Innenstadt

    Refugium einer heimatlosen Sammlung

    55_Das Zöllnerhaus | Innenstadt

    Residenz einer mutigen Frau

    56_Das Forsthaus Waldhusen | Kücknitz

    Frischer Wind in alten Mauern

    57_Die Geschichtswerkstatt Herrenwyk | Kücknitz

    Als Lübeck noch qualmte

    58_St. Nikolai | Kücknitz

    Die Do-it-yourself-Kirche

    59_Die Stülper Huk | Kücknitz

    Ein Paradies – nicht nur für Lämmer

    61_Die ehemalige Grenze | Schlutup

    Ein Gedenkstein seiner Zeit voraus

    62_Der Kern des Fischerdorfs | Schlutup

    Fischerromantik rund um die Kirche

    63_Das Depenmoor | St. Gertrud

    Schaurig-schöne Künstlerinspiration

    65_Das Gerichtshaus | St. Gertrud

    Ein Ort, der Kriminalgeschichte schrieb

    66_Gothmund | St. Gertrud

    Reetdachidyll am Traveufer

    67_Der Jerusalemsberg | St. Gertrud

    Zum Kreuzweg muss man nicht in die Heilige Stadt

    69_Das Kesselhaus | St. Gertrud

    Industrieanlage trifft moderne Architektur

    70_Das Kleverschusskreuz | St. Gertrud

    Sagenumwobener Wegweiser

    71_Der Marli-Hof | St. Gertrud

    Wo Inklusion tatsächlich gelingt

    72_Der Moltkeplatz | St. Gertrud

    Die kleine Lübecker Weltausstellung

    73_Der Schellbruch | St. Gertrud

    Mehr Natur geht nicht

    74_Die Schwedenkirche | St. Gertrud

    Gotteshaus mit kurzer Lebensdauer

    76_Das Tor der Hoffnung | St. Gertrud

    Zimmer mit Aussicht

    77_Die Villa Eschenburg | St. Gertrud

    Wo Brahms in Lübeck zu Hause ist

    78_Das Atelier Rainer Wiedemann | St. Jürgen

    Kunstausstellung in privatem Rahmen

    79_Der Brink | St. Jürgen

    Vom Siechenhaus zum Wochenmarkt

    80_Das Bundespolizeimuseum | St. Jürgen

    Wie der Bundesgrenzschutz in Lübeck entstand

    81_Der Drägerweg | St. Jürgen

    Entlang am viel zitierten »Amazonas des Nordens«

    19_Das Kaffeehaus | Innenstadt

    Anlaufstelle für Genießer

    82_Der Friederikenhof | St. Jürgen

    Zum Heiraten schön

    84_Das Kolosseum | St. Jürgen

    Alter Saal, neuer Glanz

    85_Die Lindesche Villa | St. Jürgen

    Urlaubsdomizil eines großen Expressionisten

    86_Die Moltkebrücke | St. Jürgen

    Treten, Paddeln, Rudern

    87_Das Naturbad Falkenwiese | St. Jürgen

    Badespaß seit mehr als 200 Jahren

    88_Der Ringstedtenhof | St. Jürgen

    Bauernhoferlebnis für Stadtkinder

    89_Die Ruderclubs | St. Jürgen

    Stets im gleichen Takt

    90_Die Schleuse Büssau | St. Jürgen

    Idylle am Elbe-Lübeck-Kanal

    91_Der Schulgarten | St. Jürgen

    Auch außerhalb des Stundenplans ein Highlight

    92_Die St.-Jürgen-Kapelle mit Friedhof | St. Jürgen

    Das fast-älteste Haus des Stadtteils

    93_Die Waldsauna | St. Jürgen

    Finnisches Holz, finnisches Flair

    94_Die Wasserkunst | St. Jürgen

    Noch immer im Einsatz

    95_Die Eric-Warburg-Brücke | St. Lorenz-Nord

    Aussicht genießen! Nicht nur, wenn sie hochklappt

    83_Das Hünengrab Blankensee | St. Jürgen

    Das lübsche »Stonehenge«

    96_Die Rotter Glasmanufaktur | St. Lorenz-Nord

    Glas von Weltruf – Made in Lübeck

    97_Der Vorwerker Friedhof | St. Lorenz-Nord

    Parkanlage und Friedhof zugleich

    98_Die Lachswehr | St. Lorenz-Süd

    Sommerfrische für alle!

    99_Die Lutherkirche | St. Lorenz-Süd

    Haus des evangelischen Märtyrers

    100_Die Puppenbrücke | St. Lorenz-Süd

    Standhaftes Recycling-Bauwerk

    68_Die Katharinenwiese | St. Gertrud

    Viel mehr als nur ein Spielplatz

    103_Die Hermannshöhe | Travemünde

    Ausflugslokal mit Tradition

    101_Der Fischereihafen | Travemünde

    Frischer Fisch ohne Schnickschnack

    102_Das Haus Royal | Travemünde

    Von der Villa Possehl zur Villa Mare

    104_Der historische Ortskern | Travemünde

    Abseits vom Trubel

    105_La Belle Epoque | Travemünde

    Drei-Sterne-Kunst im ehemaligen Casino

    106_Der Möwenstein | Travemünde

    Die Zeit wird knapp

    107_Die Nordermole | Travemünde

    Zum Greifen nah

    108_Die Ostseestation | Travemünde

    Wo versteckt sich die Flunder?

    109_Das Pegelhäuschen | Travemünde

    Unscheinbar und doch so wichtig

    110_Das Restaurant »Über den Wolken« | Travemünde

    115 Meter über NN

    111_Das Seebadmuseum | Travemünde

    Von Ganzkörperbadeanzügen und Glücksuchenden

    75_Der Stadtpark | St. Gertrud

    Metamorphose einer Sumpflandschaft

    60_Die Friedhofseiche Genin | Moisling

    Der letzte Käfer seiner Art

    Bildteil

    Übersichtskarten

    Vorwort

    Vor über zehn Jahren hat es uns aus der Mitte und dem Süden Deutschlands nach Lübeck verschlagen. Die ursprünglich geplanten fünf Jahre haben wir damit verdoppelt und es werden sicherlich noch viele mehr werden. Denn die Schönheit dieser Stadt, die trotz ihrer überschaubaren Größe eine unglaubliche Vielfalt an Kultur, historischen Bauwerken und Naturschönheiten bietet, hat uns verzaubert. 

    Mittlerweile schreiben wir seit mehreren Jahren Entdeckungsführer in der 111-Orte-Reihe und haben uns bislang auf Küstenabschnitte und Regionen konzentriert. Im Hinterkopf hatten wir jedoch von Beginn an die Idee, einen Band einzig und allein unserer Stadt zu widmen. Nun haben wir endlich die Herausforderung angenommen, 111 Orte innerhalb der Lübecker Stadtgrenzen zu finden. Den ganzen Sommer über sind wir durch die Hansestadt gestreift, haben mehr als 6.000 Fotos gemacht und viele Gespräche geführt. Wir haben berühmte Sehenswürdigkeiten aus neuen Blickwinkeln betrachtet. Und so manchen Ort entdeckt, den wir bislang nicht kannten.

    Selbstverständlich sind nicht alle Orte in diesem Buch Geheimtipps. Aber sie erzählen meist eine Geschichte, die vielleicht doch nicht jeder kennt. Wir haben mit unseren 111 Orten versucht, die eingangs genannte Vielfalt der Stadt abzubilden. Und eine Auswahl getroffen, die Bewohner und Besucher gleichermaßen ansprechen soll.

    Nach Fertigstellung des Buches können wir voller Überzeugung sagen: Hier ist es wunderschön. Hier bleiben wir. Vielleicht geht es Ihnen beim Lesen und Entdecken ja genauso. Viel Spaß dabei!

    Buntekuh

    Zum Vollbild

    1_Das Gut Padelügge

    Geburtsstätte einer Familienstiftung

    Wohl jeder Lübecker kennt das Einkaufsund Gewerbegebiet am Herrenholz. Doch nur wenige wissen, dass direkt hinter den Parkplätzen der Einkaufszentren eine Straße abzweigt, deren Name eine ländliche Idylle verspricht: Bei den Obstgärten. Und die findet man auch, wenn man ihr folgt. Nicht die Obstgärten, aber eine Idylle, die so gar nicht zum Umfeld im Gewerbegebiet passt. Nachdem man ein paar reetgedeckte Bauernhäuser passiert hat, gelangt man zur ehemaligen Hofanlage des Gutes Padelügge. Heute handelt es sich bei dem Gut weder um ein herrschaftliches Anwesen noch um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Stattdessen befindet sich an dieser Stelle der Sitz der Parcham’schen Stiftung – ein Ort, der ganz viel über die Geschichte Lübecks erzählt.

    Schließlich war der Kaufmann und Ratsherr Henning Parcham nicht der einzige wohlhabende Lübecker, der sein Vermögen per Testament in eine Stiftung umwandelte. Da es in der Hansestadt im Mittelalter viele reiche Kaufleute gab, die sich durch das gemeinnützige Verteilen ihres Geldes ihr Seelenheil sichern wollten, hat sich hier seinerzeit eine ausgeprägte Stiftungskultur entwickelt. Und auch noch im 20. Jahrhundert wurden in Lübeck bedeutende Stiftungen, wie die von Possehl und Dräger, gegründet, die noch heute entscheidenden Anteil am Erhalt der historischen Bausubstanz und des kulturellen Lebens der Stadt haben.

    Info

    Adresse Bei den Obstgärten 12, 23556 Lübeck, www.parchamsche-stiftung.de | ÖPNV Bus 12, 21, Haltestelle Lübecker Nachrichten/Eichenallee | Tipp Von Padelügge aus bietet sich ein naturkundlicher Spaziergang durch das angrenzende Lustholz, vorbei am Herrenteich, an.

    Der 1602 kinderlos verstorbene Henning Parcham hatte mit der Umwandlung des Gutes in eine Stiftung keine gemeinnützigen Zwecke im Sinn, sondern wollte bedürftige Nachfahren seiner Eltern mit Stipendien und Aussteuern unterstützen. Zwischenzeitlich wurden die Stiftungszwecke mehrfach erweitert. So werden nun auch Stipendien an Studenten vergeben, die gebürtige Lübecker sind. Es wurden Wohnheime und Gemeinschaftseinrichtungen für Lübecker Studenten errichtet und ein Lehrstuhl an der Uni Lübeck gefördert.

    In der Nähe

    Der Hudekamp (0.76 km)

    Die Friedhofseiche Genin (2.17 km)

    Die Lutherkirche (2.55 km)

    Die Lachswehr (3.42 km)

    Zur Online-Karte

    Zum Kapitelanfang

    Buntekuh

    Zum Vollbild

    2_Der Hudekamp

    Eine gescheiterte Idee

    zurück

    Keiner anderen Straße in Lübeck eilt ihr Ruf derart voraus wie dem Hudekamp. Weit über die Stadtgrenzen hinaus hat sich das Bild vom sozialen Brennpunkt in heruntergekommenen Hochhäusern seit Jahrzehnten gefestigt.

    Doch das stimmt nur zum Teil. Denn in Wirklichkeit ist der Hudekamp sehr gegensätzlich geprägt. An der Westseite der rund 350 Meter langen Straße erheben sich die besagten bis zu 14-geschossigen Gebäude. Ihnen gegenüber reihen sich jedoch unerwarteterweise gediegene Doppelhäuser aneinander.

    Info

    Adresse Hudekamp, 23558 Lübeck | ÖPNV Bus 6, 12, 21, Haltestelle Hudekamp | Tipp Nicht weit vom Hudekamp liegt das Rider’s Café (Leinweberstraße 4). Ein legendärer Musikclub, nicht nur für Harley-Fahrer.

    Eine gutbürgerliche Wohngegend, das war es auch, was die Planer im Sinn hatten, als sie in den 60er und 70er Jahren den Stadtteil Buntekuh bebauen ließen. Nach dem Vorbild der »Charta von Athen«, die im Jahr 1933 auf einem internationalen Kongress von Stadtplanern und Architekten entwickelt worden war, sollte die neue Siedlung in ihren Funktionen klar gegliedert sein. Um ein Zentrum, in dem sich Versorgungs- und kulturelle Angebote verdichteten, erstreckte sich ein Gürtel reiner Wohnbebauung, gefolgt von Gewerbegebieten zum Arbeiten und Sportstätten zur Erholung. Die Wohnbebauung erfolgte so, dass sie unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden sollte. Somit war von einbis zweigeschossigen Häusern bis zu den großen Wohnblocks alles dabei. Letztere wurden errichtet, um zwischen den Gebäuden ausreichend Platz für Licht, Luft und Grün zu lassen und damit die Wohnqualität erhöhen zu können.

    Doch die Rechnung ging nicht auf. Wenn über 100 Menschen sich den Gebäudeflur und den Fahrstuhl teilen, hat keiner ein Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaftsflächen. Vandalismus macht sich breit. Die Abwärtsspirale beginnt nach kürzester Zeit. Nur eine vollständige Videoüberwachung konnte Abhilfe schaffen, wie ein preisgekrönter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2013 zeigt, der intensive Einblicke in die ganz eigene Welt des Hudekamp gewährt.

    In der Nähe

    Das Gut Padelügge (0.76 km)

    Die Friedhofseiche Genin (1.45 km)

    Die Lutherkirche (1.91 km)

    Die Lachswehr (2.82 km)

    Zur Online-Karte

    Zum Kapitelanfang

    Innenstadt

    Zum Vollbild

    3_Das Buddenbrookhaus

    Der begehbare Roman

    zurück

    Das Haus in der Mengstraße 4 mit dem Rokoko-Giebel und der reich verzierten Fassade beherbergt viel mehr als ein Museum. Es ist ein begehbarer Roman. Zumindest in der Beletage. Und es ist selbstverständlich dem Roman gewidmet, dessen Namen es trägt und der zu weiten Teilen in diesem Haus verortet ist: den Buddenbrooks, dem Jahrhundertroman von Thomas Mann, für den er 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

    Das Buddenbrookhaus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und später im klassizistischen Stil renoviert und erweitert. 1842 erwarben die Großeltern Thomas Manns das Haus, das bis 1891 im Familienbesitz blieb. Für den Schriftsteller war es wie ein zweites Zuhause.

    Info

    Adresse Mengstraße 4, 23552 Lübeck, www.buddenbrookhaus.de | ÖPNV Bus 4, 10, 11, 21, 31, 39,

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1