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Deine Kinder sind Deine Schuld!: Der Tritt in den Hintern für alle, die bessere Eltern sein wollen

Deine Kinder sind Deine Schuld!: Der Tritt in den Hintern für alle, die bessere Eltern sein wollen

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Deine Kinder sind Deine Schuld!: Der Tritt in den Hintern für alle, die bessere Eltern sein wollen

Bewertungen:
4/5 (4 Bewertungen)
Länge:
428 Seiten
7 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 23, 2010
ISBN:
9783941493919
Format:
Buch

Beschreibung

Larry Winget, der unverblümte Pitbull der Erziehung, sagt: "Dies ist kein Buch nach dem Motto: "So repariere ich mein Kind." Es geht vielmehr um die Devise: "So repariere ich meine Erziehung." Sie sind es Ihren Kindern schuldig, bessere Eltern zu werden!" Elternsein ist einer der härtesten Jobs der Welt - und vermutlich der wichtigste. Auf unsere Kinder lauern Gefahren wie Dickleibigkeit, Starkult, Internet und Kreditkartenschulden. Viele der Kids von heute sind verwöhnt, unterhaltungssüchtig, leistungsschwach, undiszipliniert und verantwortungslos. Schuld an der Misere sind aber nicht die Kinder, schuld sind wir selbst als ihre Eltern!" Dieses Buch erklärt Eltern, wie sie ihre Kinder zu besseren Menschen erziehen können. Es gibt keine Gebrauchsanweisung für Kinder, aber für Kindererziehung. Diese hier ist genau das, was Eltern brauchen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 23, 2010
ISBN:
9783941493919
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Deine Kinder sind Deine Schuld! - Larry Winget

meines.

ABSCHNITT 1

Was ist passiert?

KAPITEL 1

Wie sind wir in diesen Schlamassel geraten?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt, egal welches Problem ich gerade anspreche – sei es die Frage, warum Angestellte nicht härter arbeiten, warum unsere Wirtschaft so chaotisch ist oder warum viele Leute so dumme Entscheidungen treffen. Die Leute wollen immer wissen, warum. Die Frage stelle ich mir auch oft. Also lassen Sie uns innerlich ein paar Schritte zurücktreten und uns fragen, warum wir in diesen Schlamassel geraten sind.

In meinem Alter bin ich immer ein bisschen verwundert, wenn die Leute fragen, warum es dieser Gesellschaft so schlecht geht. Denn egal über welchen Bereich wir sprechen, die Antwort fällt immer gleich aus. Das Chaos kam deshalb zustande, weil wir nicht genügend aufgepasst haben, um es zu verhindern oder weil wir nicht gründlich genug hingesehen haben, um mitzubekommen, dass es zustande kam. In beiden Fällen ließen wir es geschehen. Wir sind auf unseren fetten Hintern sitzen geblieben und haben es zugelassen, ohne einzugreifen; wir haben uns allenfalls im Stillen darüber geärgert, darüber gejammert oder uns beklagt.

Zuerst haben wir zugesehen, wie das Chaos in unserem eigenen privaten Umfeld passierte. Dann ging es auf unsere Familie über, und wir sahen nur zu, wie es langsam, aber stetig wuchs. Dann griff es auf unsere Arbeitswelt und unsere Wirtschaft über. Wir sahen weiterhin tatenlos zu, und das Chaos wurde immer größer und größer, bis unsere ganze Gesellschaft damit zu tun bekam. Anschließend ergriff das Chaos als Thema viele Fernsehsender, und wir konnten darüber in den Zeitungen lesen. Danach sahen wir in You-Tube Videos von Menschen, die damit zu tun hatten, ja sogar sich darüber lustig machten. Das Chaos wurde zum Thema von Blogs und von einigen Internetseiten. Wohin wir auch blickten, es war schon da. Inzwischen wurden wir alle so abgebrüht, so an das Chaos gewöhnt, dass es uns gar nicht mehr so störte. Schließlich wurden wir dermaßen immun dagegen, dass wir das Chaos gar nicht mehr als solches wahrnahmen, sondern annahmen, es sei eben so. Wir erkannten es nicht mehr als Chaos, sondern akzeptierten es klaglos als eine bestimmte Lebensart. Schließlich, als es so weit gekommen war, stach uns das Chaos in den Rücken. Ja, in den Rücken, nicht etwa in die Brust. Warum? Weil wir ihm ja längst den Rücken zugewandt hatten und weggegangen waren. Wir gingen ins Einkaufszentrum oder an den Kühlschrank, aber egal wohin wir uns wandten, es holte uns ein.

Wir alle haben so etwas schon oft erlebt. Das Chaos kommt in vielerlei Gestalt. Wir sehen es daran, dass wir alle so dick werden. Wir waren nicht immer die dickste Nation auf dieser Erde. Aber jetzt sind wir es. Auch was unsere Erziehung und Bildung angeht, sticht uns das Chaos hinterrücks. Wir US-Amerikaner waren mal ganz oben in der Hitparade der gebildetsten Völker. Das ist lange vorbei. Auch im Geschäftsleben hat sich das Chaos breit gemacht. Wir waren mal weltweit die Nummer 1 beim Herstellen von Produkten. Vorbei. Oder sehen Sie sich unsere Wirtschaft an. Das Virus hat inzwischen fast jeden unserer Lebensbereiche angekränkelt, vom Gesundheitssystem über die Wirtschaft bis hin zur Regierung selbst. Und bis hin zu unseren Kindern.

Das ist der Grund dafür, dass unsere Kinder heute so ein chaotischer Haufen sind. Wir haben es einfach geschehen lassen. Es ist nicht einfach über Nacht passiert. Die Krise hat sich an uns herangeschlichen, weil wir sie nicht sehen wollten, weil wir sie lieber ignoriert haben und so taten, als sei es gar nicht wahr. Denn hätten wir zugegeben, dass sie Wirklichkeit ist, hätte das bedeutet, dass wir etwas dagegen tun müssen. Es ist eine traurige Binsenweisheit, dass die meisten Menschen an ihren Problemen nichts ändern wollen. Zumindest so lange nicht, bis es fast zu spät ist.

Wann sehen die Dicken endlich ein, dass sie abnehmen müssen? Wenn bei ihnen Zuckerkrankheit festgestellt wird oder sie einen Herzinfarkt haben. Wann sagen die Leute sich, jetzt ist es Zeit, mit dem Rauchen aufzuhören? Wenn der Arzt bei ihnen ein Lungenemphysem oder Lungenkrebs diagnostiziert hat. Wann sehen sie endlich ein, dass sie zur Arbeit gehen und den Job machen müssen, für den sie bezahlt werden? Wenn sie kurz davor stehen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Mit anderen Worten: Wir sehen immer erst dann ein, dass wir etwas tun müssen, wenn es schon fünf vor zwölf ist.

Genauso verhalten wir uns, wenn es um unsere Kinder geht. Es ist sogar ganz besonders so, wenn es darum geht, etwas gegen die Probleme unserer Kinder zu unternehmen. Warum? Weil es uns allen unglaublich schwer fällt zuzugeben, dass etwas mit unseren Kindern nicht stimmt. Oh, wir tun uns leicht damit zu sagen, Deine Kinder sind verzogen oder deren Kinder sind verzogen, aber unsere eigenen? Gott bewahre! Das kann doch gar nicht sein! Schließlich sind es doch unsere eigenen Kinder, über die wir hier reden!

Aber ich habe Neuigkeiten für Sie: Ihre Kinder sind verzogen! Und wenn sie es bis jetzt noch nicht sind, stehen die Chancen gut, dass sie zukünftig in diese Richtung tendieren. Ich will mich nicht mit Ihnen darüber streiten. Ich sage es lediglich und überlasse es Ihnen, festzustellen, ob ich recht habe oder nicht, während Sie dieses Buch lesen und die Übungen dazu ausfüllen.

Kehren wir zu unserer Ursprungsfrage zurück: Wie sind wir nur in diesen Schlamassel geraten? Ich möchte nicht, dass wir es uns leicht machen und sagen, „weil wir nicht aufgepasst haben". Ich möchte Ihnen lieber ein paar vernünftige Antworten auf die Frage geben, damit Sie selbst bewerten können, wie gut Sie als Elternteil sind und in welche Richtung Sie mit Ihrem Kind tendieren.

Warum tun Kinder, was sie tun?

Diese Frage drängt sich auf, wenn Leute darüber reden, warum ihre Kinder sich falsch benehmen … WARUM? Ich nenne Ihnen acht Gründe, warum Kinder das tun, was sie tun.

1. Weil Sie sie lassen

Kinder handeln so, wie sie wollen, weil ihre Eltern es zulassen. Kinder werden so, wie sie werden, weil ihre Eltern es zulassen. So einfach ist es.

Wenn Sie ein Kind haben, das mit seinem Leben nicht zurechtkommt, wird Ihnen diese Antwort nicht gefallen. Sie werden tausend Ausreden haben, warum es so gekommen ist. Sie werden über Filme reden, über Musik, Sex und Gewalt im Fernsehen, die Sie als schlechte Einflüsse zur Erklärung heranziehen, warum Ihr Kind so ist, wie es ist. Sie werden das Bildungssystem anklagen. Sie werden über den Druck durch Gleichaltrige reden und darüber, dass wir in einer Gesellschaft leben, die verantwortungsloses Verhalten toleriert und fördert. Glauben Sie mir, das kenne ich alles schon. Ich habe schon unzählige Male Eltern gesehen, die im Fernsehen darüber klagen, jammern, schreien und weinen, dass ihre Kinder so geworden sind. Das süße kleine Baby, und jetzt das! Ich habe sogar selbst manchmal die eine oder andere Ausrede für mich in Anspruch genommen. Aber keine Ausrede hält der näheren Betrachtung stand. Schütteln Sie Ihre Wut ab und nehmen Sie diese Wahrheit zur Kenntnis: Ihre Kinder sind ein Produkt Ihrer Erziehung. Punkt. Finden Sie sich damit ab. Je eher Sie das einsehen, desto schnellere Fortschritte können Sie machen.

Erlauben Sie Ihrem Kind manchmal, auf eine Art und Weise zu handeln, die mit Ihrem Ziel, ihm gutes Benehmen beizubringen, nicht zusammenpasst? Inwiefern? Erklären Sie es sich selbst und nennen Sie Beispiele.

2. Weil schlechtes Verhalten für sie keine Konsequenzen hat

Viele Eltern lassen ihre Kinder gewähren, ohne ihnen klare Anweisungen zu geben, mit ihnen einzuüben oder ihnen auch nur richtig mitzuteilen, was für sie akzeptables, beziehungsweise inakzeptables Verhalten darstellt. Wenn dann etwas schiefläuft, nehmen sie es hin, ohne dass das schlechte Verhalten irgendwelche Folgen für die Kinder hat. Ein Grundprinzip menschlichen Verhaltens ist jedoch, dass Menschen immer all das tun, was man ihnen erlaubt.

Ich werde später in diesem Buch noch oft über Konsequenzen, über Disziplin und Bestrafung sprechen. Ich möchte, dass Sie Folgendes wissen: Einer der Gründe, warum wir in diesen Schlamassel geraten sind, ist, weil wir nicht hinnehmbares Verhalten unserer Kinder nicht sofort mit Konsequenzen belegen. Wir sagen gern zu unseren Kindern: „Wenn du dies nicht tust, dann bekommst du das." Dann tun sie dies nicht, bekommen das aber auch nicht. Oder sie machen nicht, was wir von ihnen erwarten und worum wir sie gebeten haben und kommen ohne Sanktionen davon. Wir setzen die Folgen, die wir ihnen in Aussicht gestellt haben, oft nicht um. Wissen Sie, was die Mutter oder der Vater, der Konsequenzen angedroht hat, sie aber nicht eintreten lässt, in den Augen des Kindes ist? Ein Lügner. So ist es – wir bringen unseren Kindern bei, sich schlecht zu benehmen, weil wir im Grunde selbst Lügner sind. Wir sind einfach nur zu faul, Wort zu halten und schlechtes Verhalten prompt zu ahnden – mit Konsequenzen, die wir fest versprochen hatten.

Bekennen Sie sich schuldig, Ihrem Kind nicht klar mitgeteilt zu haben, wie es sich verhalten soll und wie nicht? Haben Sie ihm schon mal Konsequenzen angedroht, sie dann aber nicht umgesetzt? Inwiefern? Erklären Sie es sich selbst.

3. Weil Sie Ihren Kindern gesagt haben, sie seien etwas Besonderes

Das stimmt nicht – Ihre Kinder sind nichts Besonderes. Jetzt sind ein paar von Ihnen, die sich als liebevolle Eltern betrachten, schwer gekränkt, was? Für diejenigen von Ihnen, die tatsächlich der Meinung sind, ihr Kind sei etwas Besonderes, hier ist ein für alle Mal die Wahrheit über Ihren kleinen Schatz: Ihr Kind ist nichts Besonderes. Wenn Sie ihm sagen, es sei etwas Besonderes, erweisen Sie ihm damit einen schlechten Dienst. Natürlich ist Ihr Kind etwas Besonderes – aber nur für Sie, nicht für irgendjemand anderen.

Ihr Kind musste nichts dafür tun, um sich Ihre Liebe zu verdienen, und das muss es auch nicht. Ihr Kind wurde schon mit all Ihrer Liebe zu ihm geboren; das ist etwas Wundervolles, etwas, das es wissen sollte. Aber sobald es aus Ihrer Haustür geht und sich auf den Weg in die Schule macht, ist es ein Kind wie jedes andere, ein Kind, das in der dritten Reihe sitzt, und es ist nichts Besonderes an ihm. In der Schule ist Ihre Tochter keine kleine Prinzessin, in niemandes Augen. In der realen Welt ist Ihr Kind niemandes Augapfel. Es ist nur ein ganz normales Kind. Ihr Kind sollte das verstehen und lernen, sich damit abzufinden. Später, wenn es im Berufsleben steht, ist es ganz bestimmt nichts Besonderes – für niemanden. Ihr Kind muss wissen, dass es, sobald es Ihre liebevollen Arme verlässt und in die reale Welt hinausgeht, nicht einfach so geliebt wird, nur weil es existiert. Draußen in der wirklichen Welt sind Erfolg, Liebe und Glück keine Rechte, die man von Geburt an automatisch hat. Was draußen zählt, ist Leistung.

Bekennen Sie sich schuldig, Ihren Kindern gesagt zu haben, sie seien etwas Besonderes, anstatt ihnen klar zu machen, dass sie von anderen Menschen nur nach ihren Leistungen beurteilt und belohnt werden? Inwiefern? Erklären Sie es sich selbst.

So, jetzt kommt gleich ein neuer Schock für Sie.

4. Weil Sie Ihre Kinder zum Wichtigsten auf der Welt gemacht haben

Das sind sie aber nicht.

„Was? So eine Unverschämtheit!"

Ich weiß, dass Sie denken, Ihr Kind ist das Wichtigste auf der Welt, aber auch hier liegen Sie falsch. Wenn Sie Ihre Kinder in der Überzeugung großziehen, sie seien das Wichtigste in Ihrem Leben, werden sie schnell lernen, Ihre Gefühle für sie für ihre Zwecke auszunutzen und das Ergebnis wird sein, dass Sie von ihnen beherrscht werden. Und, was noch wichtiger ist: Kinder, die glauben, sie seien für ihren Dad oder ihre Mama das Wichtigste, lernen, ihre Eltern gegeneinander auszuspielen – und gegen jeden Dritten, der sie zeitweise beaufsichtigt, denn der kleine Jimmy weiß ja, dass er in Ihren Augen die Nummer 1 ist.

Natürlich sind Ihre Kinder wichtig – verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Sie sollten Ihre Kinder bedingungslos lieben. Aber Eltern, die das Glück ihrer Kinder über alles andere stellen, opfern ihnen ihr eigenes Leben, ihre Gesundheit und manchmal sogar ihre Ehe.

Wenn Sie Ihre Aufgabe als Elternteil erledigt haben, sind Ihre Kinder alt genug, um Sie zu verlassen und sich ihr eigenes, gesundes und glückliches Leben aufzubauen. Wenn dieser Tag kommt, sitzen Sie mit Ihrer Ehefrau, beziehungsweise Ihrem Ehemann allein da. Wenn Sie aber bis dahin all Ihre Zeit und Energie nur auf die Aufzucht Ihrer Kinder verwendet haben, kennen Sie den Menschen, mit dem Sie plötzlich allein zurückbleiben, nicht einmal mehr richtig. Das ist der Grund, warum so viele Ehen auseinandergehen, sobald die gemeinsamen Kinder aus dem Haus sind. Deswegen sagen manche Leute 25 Jahre lang, es gehe ihnen gut und lassen sich dann ‚plötzlich‘ scheiden. Warum? Weil der einzige Grund, zusammenzubleiben, ihre Kinder waren. Dann war dieser ‚gemeinsame Grund‘ weg und das Paar musste feststellen, dass es nicht genug gemeinsam

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