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Wer bin ich? Was treibt mich an?: Das Enneagramm in 99 Fragen und Antworten

Wer bin ich? Was treibt mich an?: Das Enneagramm in 99 Fragen und Antworten

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Wer bin ich? Was treibt mich an?: Das Enneagramm in 99 Fragen und Antworten

Länge:
272 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Mar 24, 2014
ISBN:
9783899018547
Format:
Buch

Beschreibung

Das Enneagramm - seit den 80er Jahren bewährtes und anerkanntes Persönlichkeitsmodell, das Eingang in die spirituelle Praxis wie auch in die Unternehmensberatung gefunden hat - wird hier aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet.
Das Buch ist in Frageform aufgebaut mit Antworten aus der Perspektive des Betroffenen. Neulinge können dieses Buch als Einstieg in ein Modell nutzen, das voller Tiefe und Dynamik steckt. Es bietet 99 Antworten auf Fragen, die sich direkt oder indirekt jedem stellen, der ernsthaft mit dem Enneagramm arbeitet. Ohne jeglichen theoretischen Ballast und mit viel Leichtigkeit führt es in die tiefe Weite und Wahrheit dieses Systems ein und dient so dem spirituellen Wachstum sowohl im Privatleben wie auch im Beruf.
Kernbotschaft: 'Du bist mit Absicht so geschaffen und richtig, wie du bist.'
Freigegeben:
Mar 24, 2014
ISBN:
9783899018547
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Wer bin ich? Was treibt mich an? - Anna-Maria Rumitz

9 Fragen zur Einführung

1.Was nützt mir die Beschäftigung mit dem Enneagramm, wo es doch so viele andere gute Systeme gibt?

Es stimmt, es gibt viele Persönlichkeitstypologien und ich bin davon überzeugt, dass sie alle ihre Berechtigung haben. Von den meisten Modellen unterscheidet sich das Enneagramm in drei Punkten, die es einzigartig machen: Klarheit, Vielfalt und Wirksamkeit.

Die Ursache der Klarheit sehe ich darin, dass das Enneagramm im Kern auf drei grundlegenden Erfahrungen aufbaut, die jeder kennt und die in unterschiedlichem Ausmaß in jedem Menschen vorhanden sind: körperliche Kraft, geistige Idee und im Herzen entspringendes Gefühl.

Ein Beleg für die Vielfalt ist für mich, dass sich das Enneagramm-Modell aus jeder dieser Energien in drei übergeordnete Bereiche aufgliedert und jeder der entstandenen neun Grundtypen wiederum drei Unterkategorien besitzt, sogenannte Subtypen. Mit diesen insgesamt 27 Kategorien lässt sich meines Erachtens bereits eine ganze Menge dessen, was in einem Menschen vorgeht, differenziert beschreiben. Darüber hinaus wird jeder der neun Grundtypen durch Aspekte ergänzt, die durch seine „Nachbartypen" inspiriert sind, die sogenannten Flügel.

Für mich liegt die Wirksamkeit des Enneagramms darin, dass es zusätzlich noch gesunde sowie schädliche Entwicklungsrichtungen konkret beschreibt, die gezielt zu persönlichem Wachstum genutzt werden können. Es initiiert eine Charakterbildung, die Person, Beruf und Spiritualität umfasst. Daraus konnte ich einen Weg entwickeln – meinen Weg, den mir so konkret kein anderes Persönlichkeitsmodell aufgezeigt hätte. Auf diesem Weg weist mir das Enneagramm, seit ich ihm erstmals begegnet bin, die Richtung – manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar. Stets kann ich selbst entscheiden, ob und wann ich seine Botschaften lesen und in die gewiesene Richtung wandern möchte. Heute bin ich froh und zutiefst dankbar, dass ich diese Wegweiser lesen kann. Denn sie helfen mir an entscheidenden Weggabelungen immer wieder, auf Kurs zu bleiben – das Ziel bestimme ich selbst und stehe auch selbst dafür ein.

2.Was ist das Enneagramm und woher kommt es?

Das Wort „Enneagramm leitet sich von dem Altgriechischen „ennea gramma ab und bedeutet einfach „Neuner-Figur". Es ist ein Modell, das zur Beschreibung von Grundtypen der Persönlichkeit sowie zur Darstellung von Prozessabläufen herangezogen werden kann. Seine Wurzeln sind nicht genau bekannt. Es werden unterschiedliche Quellen aus verschiedenen geschichtlichen Epochen genannt.

Zwar hält der evangelische Pastor Andreas Ebert, der das Modell 1989 als Persönlichkeitstypologie mit dem Buch „Das Enneagramm" im deutschsprachigen Raum einführte, christliche Wurzeln für möglich, weil er acht von neun Lastern der Persönlichkeitstypen des Enneagramms in den Schriften des christlichen Lehrers Evagrius Ponticus (ca. 400 n. Chr.) entdeckt hat, letztlich steht das Enneagramm jedoch über den Religionen, Konfessionen und Weltanschauungen und hat ein wesentliches Ziel: Selbsterkenntnis.

Erstmals schriftlich festgehalten wurde das Enneagramm durch Georges Ivanowitsch Gurdjieff, der es zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Prozessmodell niederschrieb.

Die heute weit verbreitete Form des Enneagramms, die sich der neun psychologischen Fixierungen unterschiedlicher Persönlichkeiten als Ordnungskriterium bedient, stammt von dem bolivianischen Psychologen Oskar Ichazo, der 1971 aus seiner Heimat in die USA zog. Während eines 40-tägigen Selbsterfahrungsseminars, das Ichazo 1970 leitete, lernte es der chilenische Psychologe und Gestalttherapeut Claudio Naranjo, M. D. (geb. 1932), kennen. Seit 1976, nach einem Aufenthalt als Gastprofessor an der University of California Santa Cruz (UCSC), unterrichtet dieser in vielen Ländern der Erde eine Kombination aus Enneagramm und Psychotherapie.

Die heute bekanntesten Enneagramm-Lehrer in den USA sind Schüler von Naranjo, der das Enneagramm zunächst am Esalen Institute in Big Sur (Kalifornien) und dann in den gesamten USA unterrichtete. Zu ihnen gehören Robert (Bob) Ochs, Patrick O’Leary, die Grand Dame des Enneagramms, Helen Palmer, und der Franziskaner-Pater Richard Rohr, der Koautor von Andreas Ebert.

In Deutschland wird das Enneagramm im christlichen Umfeld auf hohem Niveau vermittelt. Menschen, die sich intensiv damit befassen, haben sich im Ökumenischen Arbeitskreis Enneagramm e.V. (ÖAE) zusammengeschlossen und bieten unter anderem regelmäßig eine über zwei Jahre konzipierte, sehr fundierte Ausbildung an. Eine sehr stimmige Kombination aus Enneagramm und Logotherapie, die der beeindruckende Wiener Psychiater Viktor Frankl entwickelt hat, lehrt dessen Schüler Uwe Böschemeyer unter der Bezeichnung „Wertorientierte Persönlichkeitsbildung" in Hamburg.

3.Welcher inneren Logik folgt das Enneagramm und wonach werden die einzelnen Grundtypen unterteilt?

Im Enneagramm unterscheide ich neun Persönlichkeitstypen, deren systembildendes Kennzeichen jeweils ein spezifischer innerer Antrieb ist. Mit innerem Antrieb meine ich die innere Idee, den Ausgangspunkt oder die Motivation, aus der der einzelne Mensch seine Energie zum Denken, Fühlen und Handeln zieht. In jedem der neun Grundtypen erkenne ich einen dieser spezifischen Motoren, der die treibende Kraft in Geist (ratio), Körper (impulsio) und Herz (emotio) bildet. Neben anderen Faktoren bestimmt er mein Innenleben und Verhalten wesentlich mit. Dieser Antrieb ist es, der mich in Bewegung bringt oder hält. Er entstammt stets einem der drei Bereiche, die ich bereits genannt habe: Geist, Körper/Instinkte oder Herz:

•Wenn mein Inneres in erster Linie durch geistige Kräfte angetrieben wird, gehöre ich zu Grundtyp FÜNF, SECHS oder SIEBEN,

•Wenn mein Inneres in erster Linie durch die Kraft meiner Instinkte angetrieben wird, gehöre ich zu Grundtyp ACHT, NEUN oder EINS.

•Wenn mein Inneres in erster Linie von den Kräften des Herzens, den Emotionen, angetrieben wird, gehöre ich zu Grundtyp ZWEI, DREI oder VIER.

Mein Antrieb als Instinktmensch vom Grundtyp EINS ist es zunächst, nach Perfektion zu streben. Im Urzustand bemühe ich mich daher, so lange aktiv zu sein, bis ich alles als perfekt empfinde, weil ich glaube, dann könne ich die Welt als vollkommen wahrnehmen und sei innerlich entlastet. Wenn Perfektion zu lebensfroher Gelassenheit geworden ist, halte ich als Mensch des Grundtyps EINS das Steuer meines Lebens in den eigenen Händen und lenke mein Schiff auch durch schwere See.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp ZWEI ist es, aus der Fülle meines Herzens zu geben. Ich glaube nämlich, dass ich nur dann stolz auf mich und auch fürsorglich zu mir selbst sein könne, wenn jeder – am Schluss auch ich selbst – hat, was er braucht. Wenn Geben und Nehmen sich die Waage halten, steuere ich mit Selbsterforschung und wahrem Interesse an anderen in die mir eigene Kraft des Mitgefühls.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp DREI ist es, Anerkennung von anderen zu erhalten. Das unermüdliche Werben nach dieser Anerkennung wird unnötig, wenn ich mein kraftvolles, charmantes Auftreten um echte Barmherzigkeit und Loyalität ergänze. Dann stellt sie sich von ganz allein ein, und ich werde nicht nur wegen meiner Leistungen, sondern als Mensch geschätzt und geliebt.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp VIER ist es, Individualität zu leben. Mein Steuerrad gerät in der Wahrnehmung innerer und äußerer Gefühlslagen leicht ins Kreiseln. Das Ziel, dass meine Sensibilität, Originalität und Kreativität ihren Platz finden, bleibt so zunächst unerreichbar für mich. Innerlich angenommen fühle ich mich erst, wenn ich das Steuerrad meines Lebens selbst mit innerlich aufgeräumter Heiterkeit fest in der Hand halte.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp FÜNF ist es, Einsicht zu erlangen. Ich bin sehr gründlich und aktiv, um in der Tiefe zu verstehen und zu strukturieren. Mit Übersicht und Souveränität, losgelöst von allen Details, durch die Welt zu gehen, mich einzubringen und zu handeln, bringt mir im ganzheitlichen Erfahren der Welt tiefe Erkenntnis.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp SECHS ist es, in Sicherheit zu sein. Ich bringe vollen Einsatz, um meine Umwelt zu ordnen und dadurch alle Gefahrenmomente zu bannen, damit ich mich als wirklich beschützt wahrnehmen kann. Innerlich entlastet es mich, ins Urvertrauen zu gehen, damit Sicherheit in mir und Vertrauen auf die Zukunft allgegenwärtig sind.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp SIEBEN ist es, Intensität und Freude zu spüren. Mein Antrieb ist so lange aktiv, bis mein Adrenalinspiegel hoch genug ist. Dann fühle ich den Kick, und das entlastet mich phasenweise. Dreht sich das SIEBENER-Steuerrad mit absichtsloser Erforschung der Umwelt, meiner Erfahrungen und des eigenen Inneren, dringe ich zu tief empfundener Lebensfreude durch.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp ACHT ist es, Stärke zum Ausdruck zu bringen und Gerechtigkeit zu verwirklichen. Ich bin davon überzeugt, dass ich so lange gegen Missstände vorgehen muss, bis die Welt gerecht ist. Je mehr ich Zwischentöne und Nuancen in die Navigation durch mein Leben einbeziehe und meine Kampfausrichtung von einem „gegen in ein konstruktives, machbares „für drehe, können sich alle Facetten meines Charakters, auch die Empfindsamkeit, ausprägen.

Mein Antrieb als Mensch vom Grundtyp NEUN ist es, nach Harmonie zu streben. Geduldig zu warten, bis innere Ruhe alles durchfließt, ist nur ein Teil meiner Lebensaufgabe. Mein NEUNER-Ruder reiße ich dann herum, wenn ich den rechten Zeitpunkt finde und für den eigenen Beitrag alle dieser Persönlichkeit innenwohnenden Kräfte freisetzen kann – dann überzeuge ich mit souveräner Tatkraft.

4.Wie lese ich dieses Buch am besten?

Wenn ich mich das erste Mal mit dem Enneagramm befasste, wäre meine Strategie folgende: Zunächst würde ich einfach herumblättern und mir die Zeichnungen im ganzen Buch anschauen. Sie heißen „Ens und verleihen der mit Buchstaben eingefangenen Theorie Kraft und Lebendigkeit. Ich würde darauf achten, welche der „Ens mich besonders ansprechen und etwas in meinem Inneren anregen, sei es positiv oder negativ. Ich würde den oder die zugehörigen Grundtyp(en) im Hinterkopf behalten und anschließend Frage 5 lesen und mich von ihr durch das Buch führen lassen.

Wenn ich bereits weiß, zu welchem Grundtyp ich gehöre, beginne ich bei den neun Fragen meines Typs zu lesen und segle dann von dort aus durch das Buch.

Natürlich kann ein Leser oder eine Leserin dieses Buch auch vom ersten bis zum letzten Buchstaben lesen. Wenn er oder sie dem Grundtyp EINS, FÜNF oder SECHS angehört, ist dies wahrscheinlich sogar der bevorzugte Weg. Wer zum Grundtyp ZWEI gehört, beginnt wahrscheinlich beim vermuteten Grundtyp eines vertrauten Menschen aus Familie oder Freundeskreis zu lesen.

Ich könnte aber auch mit der Frage zu lesen beginnen, die mein größtes Interesse weckt, und dann systematisch oder kreuz und quer durch das Buch springen. Das finden wiederum zum Beispiel Menschen vom Grundtyp DREI, VIER, SIEBEN und ACHT viel spannender. Dazu möchte ich anmerken, dass es klärend sein kann, die Beschreibung der einzelnen Grundtypen im Hauptteil unmittelbar nacheinander zu lesen (Fragen 10, 19, 28 usw.), um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was das Enneagramm alles im Angebot hat. Danach würde ich mich je nach Interesse einem bestimmten Thema zuwenden, beispielsweise den Fragen nach Führungsqualitäten oder Konflikten, und so erkunden, wie unterschiedlich die einzelnen Strategien der neun Grundtypen sind. Ich könnte auch zuerst die weiterführenden Fragen lesen, um zu herauszufinden, worauf ich beim Lesen der Fragen 10 bis 90 achten möchte.

Ich habe herausgefunden, dass das Lesen in einem Enneagramm-Buch aus zwei Gründen anstrengend sein kann: Zum einen kann es in diesem Moment einfach nicht die richtige Lektüre sein. Dann würde ich das Buch jemandem schenken, der sich darüber freut! Bei mir war es die zweite Alternative: Angestrengt haben mich bisweilen die Passagen, die mich selbst betroffen haben. Hier habe ich sehr genau darauf geachtet, wie groß meine jeweilige Leseportion sein durfte. Begleitend unterhielt ich mich darüber mit jemandem, der mich gut kannte. Schon die alten Philosophen wussten, dass der Dialog Erkenntnisse hervorbringen kann, zu denen man durch reines Überlegen keinen Zugang findet.

Ich nutze das Buch heute als Nachschlagewerk, zum Beispiel, wenn ich eine konkrete Frage zur Strategie meines Gegenübers habe. Durch den Aufbau des Buches funktioniert das bereits, wenn mir dessen Grundtyp (noch) nicht genau bekannt ist. Wenn ich mir beispielsweise das Konfliktverhalten aller neun Grundtypen der Reihe nach anschaue, bekomme ich beim richtigen möglicherweise einen treffenden Einfall. Und schon habe ich einen neuen Ansatzpunkt und neue Handlungsalternativen gefunden.

Als Coaching-Leitfaden hat mir das Buch bereits mehrmals wertvolle Ansatzpunkte für mich als Person und die Arbeit mit meinen Klienten geliefert. Ich habe darin Antworten gefunden, die es in dieser detaillierten, persönlichen und eingängigen Klarheit bislang in keinem anderen Enneagramm-Buch zu lesen

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