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Die Kunst des Wartens: Werde ein Mensch mit Initiative: Ressourcen

Die Kunst des Wartens: Werde ein Mensch mit Initiative: Ressourcen

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Die Kunst des Wartens: Werde ein Mensch mit Initiative: Ressourcen

Länge:
43 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Feb 10, 2015
ISBN:
9783772541056
Format:
Buch

Beschreibung

"Die Menschen werden selbstverständlich dazu kommen, den Geist in ihrer Seele zu fühlen, und zwar nicht abstrakt, wie sie es heute tun, sondern sie werden empfinden, wie dieser Geist in ihrer Seele
regelmäßig und gesetzmäßig wirkt. Und sie werden, wenn ihnen etwas eingefallen ist, wenn sie selber ihr Seelisches mitteilen wollen, nicht darauf losstürzen wie ein wütender Stier auf die Menschheit, sondern darauf hinhorchen, was die geisterfüllte Natur im Innern des Menschen spricht."
Rudolf Steiner, Berlin, 7. März 1911

Zum wirklichkeitsgemäßen Umgang mit Ideen und Initiativen gehört, den richtigen Zeitpunkt ihrer Verwirklichung abwarten zu können. In innerer, geistiger Betätigung können unsere Ideen und Initiativen sogar von den Göttern getauft werden.
Freigegeben:
Feb 10, 2015
ISBN:
9783772541056
Format:
Buch

Über den Autor

During the last two decades of the nineteenth century the Austrian-born Rudolf Steiner (1861-1925) became a respected and well-published scientific, literary, and philosophical scholar, particularly known for his work on Goethe's scientific writings. After the turn of the century, he began to develop his earlier philosophical principles into an approach to methodical research of psychological and spiritual phenomena.His multi-faceted genius has led to innovative and holistic approaches in medicine, science, education (Waldorf schools), special education, philosophy, religion, economics, agriculture, (Bio-Dynamic method), architecture, drama, the new art of eurythmy, and other fields. In 1924 he founded the General Anthroposophical Society, which today has branches throughout the world.


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Buchvorschau

Die Kunst des Wartens - Rudolf Steiner

1911

Die Kunst des Wartens

Eine Einleitung von Ruth Ewertowski

Die Kunst des Wartens ist eine Kunst des Ich. Ein Tier kann nicht warten, es kann nur lauern – lauern, um schließlich die Beute zu bekommen oder auch nicht. Warten hingegen ist ein Verzicht und ein Sich-Öffnen für das, was da kommen mag. Es wird den, der wartet, verändern. Ein Tier hingegen wird durch die schließlich erlegte oder verpasste Beute nicht verändert, sondern allenfalls vorübergehend satt, oder es bleibt eben hungrig. Das Warten öffnet; das Lauern fixiert. Das sind Grundgesten des beseelten Lebendigen, die jeweils ihre Berechtigung haben, aber nicht miteinander vermischt werden dürfen. So gibt es kein Lauern darauf, dass sich einem geistige Inhalte zusprechen. Hier ist alle Zielstrebigkeit verderblich, weil sie in der Fixierung auf das anvisierte Ziel in sich selbst verschlossen ist.

Je mehr der Mensch nun entwicklungsgeschichtlich zu sich selbst kommt, je selbständiger, je individueller er wird, desto mehr steht er in der Gefahr einer wesenhaften Abgeschlossenheit und Einsamkeit. Zugleich aber hat er mit der zunehmenden Kraft seiner Individualität auch die Chance zu einer bewussten Öffnung und Empfänglichkeit. Willensmächtiger als das Tier kann sich der Mensch doch dafür entscheiden, zurückhaltender als dieses zu sein. Die Metaphern, die das beschreiben, stammen aus dem Pflanzenreich: Das Befruchten- und Reifen-Lassen sind die ergeben-geduldigen Vorgänge eines vegetativen Prozesses, der schließlich zur Ernte führt. Christian Morgenstern (1871-1914) beschreibt dies in seinem bekannten Gedicht:

Stilles Reifen

Alles fügt sich und erfüllt sich,

musst es nur erwarten können

und dem Werden deines Glückes

Jahr’ und Felder reichlich gönnen.

Bis du eines Tages jenen

reifen Duft der Körner spürest

und dich aufmachst und die Ernte

in die tiefen Speicher führest.

Zufrieden und glücklich wirkt dieses Einholen der Ernte nach der Zeit des Wartens, nur vielleicht immer noch ein wenig immanent mit seinen «tiefen Speichern». Es ist wohl möglich, die Kunst des Wartens noch zu steigern. Das, was für den Menschen dabei als ureigenste Aufgabe ansteht, reicht als eine Art Opfer in die Sphäre des Geistes und des Göttlichen. Wenn hier «Befruchtung» stattfindet, dann hat sie noch eine über das Pflanzliche hinausreichende Dimension, nämlich die des Sakraments.

Die Selbsttätigkeit des Ich und die Empfänglichkeit des Wartens sind zentrale Themen des Vortrags, den Rudolf Steiner am 7. März 1911 im Rahmen seiner Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums hält. Das Markus-Evangelium, das er hier als das unserem gegenwärtigen, immer selbstständiger werdenden Bewusstsein besonders gemäße betrachtet, zeichnet sich durch seine Betonung der Ich-Wesenheit des Menschen einerseits und der kosmischen Wirksamkeit andererseits aus. Wenn Christus bei der Jordantaufe aus dem Kosmos in den Menschenleib Jesu einzieht, so ist das die geistigreale Urtat des Sakraments der neuen Taufe, die in der Folge alle spirituelle Entwicklung des Menschen ermöglicht. Das Markus-Evangelium beginnt

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