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Tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen: Ein Wegweiser mit Praxisbeispielen für Besuchshundeteams

Tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen: Ein Wegweiser mit Praxisbeispielen für Besuchshundeteams

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Tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen: Ein Wegweiser mit Praxisbeispielen für Besuchshundeteams

Länge:
151 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 15, 2012
ISBN:
9783942335669
Format:
Buch

Beschreibung

Die wohltuende Wirkung von Hunden auf Psyche und Körper alter Menschen ist hinlänglich bekannt und wissenschaftlich belegt, oft fehlt es aber an konkreten Ideen und Anleitungen für die praktische Umsetzung. Dieses Buch schließt die Lücke mit Anregungen für sofort umsetzbare Gruppenaktivitäten, Spiele und Einzelübungen je nach medizinischer Indikation und Situation der Bewohner unter Berücksichtigung wichtiger Sicherheits- und Hygienestandards. Auch das nötige Fachwissen zur richtigen Gesprächsführung sowie zum respekt- un würdevollen Umgang mit den alten Menschen wird vermittelt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 15, 2012
ISBN:
9783942335669
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen - Anne Kahlisch

1. Einführende Überlegungen zu tiergestützten Interventionen

Der Einsatz von Hunden in Einrichtungen des Gesundheitswesens beinhaltet ein großes Potenzial, da der Hundeführer mit dem Hund als ergänzendem Co-Therapeuten leichter in eine Kommunikation und Aktivität mit dem Einrichtungsbewohner kommen kann. Die Grenzen liegen hier in der Instrumentalisierung des Tieres und dem Missbrauch des Hundes als Therapieersatz. Nachfolgend sollen kurz einige Grundlagen der tiergestützten Therapie erörtert werden. Zum vertiefenden Nachlesen empfiehlt sich die Veröffentlichung »Das Therapiehunde-Team« von Inge Röger-Lakenbrink (2006).

1.1 Tiergestützte Fördermaßnahmen, Pädagogik, Therapie

Für das »Wofür«, also die Einsatzbereiche und Ziele des Hundeeinsatzes, bildete die Delta Society (USA) für die speziellen Einsatzbereiche von tiergestützten Maßnahmen folgende Begriffe heraus (vgl. auch Röger-Lakenbrink 2006, 26-28):

Tiergestützte Fördermaßnahmen/Aktivitäten (Animal-Assisted-Activities/kurz: AAA):

Stellen sämtliche »Tierbesuchsprogramme« dar. Hier besuchen ehrenamtlich tätige private Tierhalter Einrichtungen und deren Bewohner regelmäßig, ohne aber an einer gezielten, auf den Besuchten abgestimmten Behandlung teilzunehmen. Hier stehen eine positive Abwechslung und ein gesteigertes Wohlbefinden der besuchten Personen im Vordergrund.

Tiergestützte Pädagogik (Animal-Assisted-Pedagogy/kurz: AAP):

Umfasst sämtliche pädagogische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche, welche durch den Tiereinsatz zu einer positiven Förderung führen sollen. Hier handelt es sich um ein- oder mehrmalige Besuche von Erziehern, (Heil-) Pädagogen, Lehrern und Sozialpädagogen in den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.

Tiergestützte Therapien (Animal-Assisted-Therapy/kurz: AAT):

Hier handelt es sich um einen normalen Arbeitsbestandteil von Fachleuten wie etwa Ärzten, Ergotherapeuten, Krankenschwestern, Sozialarbeitern und anderen. Das Tier wird hier in die Ausübung der beruflichen Tätigkeit mit einbezogen (das kann auch zum Beispiel ehrenamtlich nach der Arbeit geschehen), wobei die Therapie auch von einem Laien unter professioneller Anleitung durch eine Fachkraft vorgenommen werden kann.

Um eine AAT durchführen zu können, bedarf es nach Berger/Wald einer genauen Eingrenzung des Therapiebegriffs. Da es sich hier um einen therapeutischen Prozess handelt, ist ein individueller Therapieplan zu erstellen und zu dokumentieren, der darauf abzielt, den Klienten bei der Überwindung seiner Probleme zu unterstützen (1999, 406).

Nach dieser Abgrenzung sind demnach alle Hundebesuchsdienste, welche nicht von einer Fachperson in ihrem Berufsfeld durchgeführt oder angeleitet werden, eine tiergestützte Fördermaßnahme/Aktivität, auch wenn solche Angebote zum besseren Verständnis oder aus Unwissenheit vom Anbieter oft als »Therapie« bezeichnet werden. Um allen Einsatzbereichen gerecht zu werden, wird im Folgenden für Besuchs-/und Therapiehundeteams der Begriff des Mensch-Hund-Teams verwendet.

1.2 Die besondere Kommunikation zwischen Mensch und Hund

Hunde kommunizieren anders als Menschen und wirken daher besonders auf uns. Schon Leonardo da Vinci schrieb um 1500 in seine Notizbücher: »Obwohl der Mensch mit der Gabe der Sprache gesegnet ist, nutzt er sie zum größten Teil ohne Sinn und falsch. Tiere haben nur eine reduzierte Sprache, setzen sie aber nützlich und ehrlich ein; und ein geringes, aber wahres Wissen ist besser als eine große Lüge« (Coren, 2002, Vorwort).

Watzlawick, Beavin und Jackson prägten 1969 mit ihrem Buch »Menschliche Kommunikation« die Kommunikationsforschung, sie beschrieben in ihrem Werk fünf Grundsätze für die Verständigung zwischen Menschen. Das vierte Axiom unterscheidet in die für die Mensch-Tier-Beziehung wichtige analoge und digitale Ausdrucksform:

Unter digitaler Kommunikation versteht man den festgelegten Inhalt des gesprochenen Wortes. Sie dient somit dazu, Informationen über Sachverhalte mitzuteilen, es wird kognitiv abrufbares Wissen über die Dinge

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