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Ein stiller Waldteich: Die Erkenntnismeditation von Ajahn Chah

Ein stiller Waldteich: Die Erkenntnismeditation von Ajahn Chah

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Ein stiller Waldteich: Die Erkenntnismeditation von Ajahn Chah

Länge:
196 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
2. Juli 2013
ISBN:
9783899017298
Format:
Buch

Beschreibung

"Sei achtsam und lass die Dinge ihren natürlichen Lauf nehmen. Dann wird dein Geist in jeder Umgebung still werden wie ein klarer Waldteich. Alle Arten wunderbarer und seltener Tiere werden zu diesem Teich kommen, um zu trinken, und du wirst die Natur aller Dinge klar erkennen. Du wirst viele eigenartige und wunderbare Dinge kommen und gehen sehen, doch du wirst unbewegt sein. Dies ist die Glückseligkeit des Buddha." Ajahn Chah
Herausgeber:
Freigegeben:
2. Juli 2013
ISBN:
9783899017298
Format:
Buch

Über den Autor


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Ein stiller Waldteich - Ajahn Chah

ERSTER TEIL

Die Lehren des Buddha verstehen

Ajahn Chah fordert uns auf, unsere Praxis einfach und direkt mit dem Verständnis zu beginnen, daß die Wahrheiten des Buddha vom Leiden und der Befreiung vom Leiden genau hier, innerhalb unseres eigenen Körpers, Herzens und Geistes, erkannt und erfahren werden können. Der Achtfache Pfad, so sagt er uns, ist nicht in Büchern oder Schriften zu finden, sondern kann in der Funktionsweise unserer eigenen Sinneswahrnehmungen entdeckt werden, unserer Augen, Ohren, Nase, Zunge, unseres Körpers und Geistes. Diese auf eine unmittelbare und wachsame Art zu studieren und unsere Achtsamkeit immer mehr zu verfeinern bildet den Pfad der Erkenntnis, den der Buddha vorgeschrieben hat. Er ist von jenen Mönchen, Nonnen und Laienanhängern all die Jahrhunderte hindurch am Leben gehalten und befolgt worden, die sich inspiriert fühlten, sich ganz der Praxis hinzugeben. Ajahn Chah spricht als ein zeitgenössischer Repräsentant dieser alten Lehren. Seine Weisheit und Meisterschaft sind nicht durch Studium oder Tradition entstanden, sondern aus Jahren der Praxis, und sie sind aus seinem unermüdlichen Bemühen heraus geboren, durch Meditation das Herz ruhig werden zu lassen und den Geist zu erwecken. Seine eigene Praxis wurde durch die Weisheit verschiedener großer Meister der Waldtradition, die eine Generation vor ihm lebten, inspiriert und geleitet. Und er lädt uns ein, ihrem und seinem Beispiel zu folgen.

Schau, was deine Welt ausmacht – die sechs Sinne, die Prozesse des Körpers und Geistes. Diese Vorgänge werden durch Prüfung und fortlaufende Schulung der Aufmerksamkeit deutlich werden. Nimm beim Beobachten wahr, wie flüchtig und unbeständig jedes der in Erscheinung tretenden Sinnesobjekte ist. Du wirst deine konditionierte Neigung sehen, diese wechselnden Objekte zu ergreifen oder ihnen Widerstand zu leisten. Hier, lehrt Ajahn Chah, ist der Punkt, einen neuen Weg zu erlernen, den Pfad der Balance, den Mittleren Weg.

Ajahn Chah drängt uns, unsere Praxis nicht als abgehobenes Ideal zu begreifen, sondern mit ihr in Situationen des alltäglichen Lebens zu arbeiten. Hier entwickeln wir nämlich die Stärke, unsere Schwierigkeiten zu überwinden, hier entwickeln wir Beständigkeit und Größe des Herzens. Genau hier können wir zu jeder Zeit aus dem Kampf mit dem Leben heraustreten, sagt er, und die innere Bedeutung von rechtem Verstehen finden– und damit den Frieden des Buddha.

Der einfache Pfad

Traditionell wird der Achtfache Pfad in acht Schritten gelehrt, wie zum Beispiel Rechtes Verständnis, Rechte Rede, Rechte Sammlung und so weiter. Aber der wahre Achtfache Pfad ist in uns – zwei Augen, zwei Ohren, zwei Nasenlöcher, eine Zunge und ein Körper. Diese acht Pforten sind unser ganzer Pfad, und der Geist ist derjenige, der diesen Pfad beschreitet. Kenne diese Pforten, untersuche sie, und alle Dharmas werden enthüllt.

Das Herz des Pfades ist so einfach. Lange Erklärungen sind da nicht notwendig. Gib das Festhalten an Liebe und Haß auf, ruhe einfach mit den Dingen, so wie sie sind. Das ist alles, was ich in meiner eigenen Übung tue.

Versuche nicht, irgend etwas zu werden. Mach dich nicht zu irgend etwas. Sei kein Meditierender, werde nicht erleuchtet. Wenn du sitzt, laß es geschehen. Wenn du gehst, laß es geschehen. Greife nach nichts. Widerstehe nichts.

Natürlich gibt es Dutzende von Meditationstechniken, um Samadhi und viele Arten von Vipassana zu entwickeln. Aber es kommt alles immer wieder hierauf zurück – laß alles einfach geschehen. Mach einen Schritt hier herüber, wo es kühl ist, heraus aus der Schlacht.

Warum es nicht einfach mal versuchen? Traust du dich?

Der Mittlere Weg

Der Buddha will nicht, daß wir einem zweifachen Pfad folgen – Verlangen und Zügellosigkeit auf der einen und Furcht und Abneigung auf der anderen Seite. Er lehrt: Sei dir einfach der Freude bewußt. Ärger, Furcht und Unzufriedenheit sind nicht der Pfad des Yogis, sondern der Pfad der weltlichen Leute. Ein Mensch, der gelassen ist, geht auf dem Mittleren Pfad der rechten Praxis; er läßt das Greifen nach den Dingen links und Furcht und Abneigung rechts liegen.

Diejenigen, die den Pfad der Praxis beschreiten, müssen diesem Mittleren Weg folgen: »Ich werde mich weder für Vergnügen noch für Schmerz interessieren. Ich werde dies alles aufgeben.« Zuerst ist es natürlich schwierig. Es ist so, als ob du von beiden Seiten getreten würdest. Wie eine Kuhglocke oder ein Pendel werden wir hin- und hergeschlagen.

Als der Buddha seine erste Lehrrede hielt, sprach er über diese zwei Extreme, weil hier nämlich unsere Anhaftung liegt. Der Wunsch nach Glück tritt uns von der einen Seite, Leid und Unzufriedenheit von der anderen. Stets belagern uns diese zwei. Wenn du jedoch den Mittleren Pfad beschreitest, gibst du sie beide auf.

Siehst du das? Wenn du den Extremen folgst, wirst du einfach um dich schlagen, wenn du ärgerlich bist, und das ergreifen, was dich anzieht, ohne die geringste Geduld oder Nachsicht. Wie lange willst du eigentlich noch so in der Falle sitzen? Denk darüber nach: Wenn du etwas magst, folgst du dem Objekt, sobald Gefallen aufsteigt; doch eigentlich wirst du dadurch nur veranlaßt, weiter nach Leiden zu suchen. Dieser begehrende Geist ist wirklich geschickt. Wohin wird er dich als nächstes führen?

Der Buddha lehrt uns, die Extreme aufzugeben. Dies ist der Pfad der rechten Praxis, der Pfad, der aus Geburt und Werden herausführt. Auf diesem Pfad gibt es weder Vergnügen noch Schmerz, weder Gut noch Böse. Leider streben die meisten Menschen, von Verlangen erfüllt, nur nach Vergnügen und verpassen dadurch den Mittleren Pfad des Hervorragenden, den Pfad des Wahrheitssuchers. Diejenigen, die Geburt und Werden anhängen, Glück und Leid, Gut und Böse, reisen nicht auf diesem Mittleren Pfad; sie können nicht weise werden, können nicht Befreiung finden. Unser Pfad ist gerade, er ist der Pfad der Gemütsruhe und des reinen Gewahrseins, frei von beidem, von freudiger Erregung und von Kummer. Wenn dein Herz so befriedet ist, kannst du aufhören, andere Leute um Anleitung und Führung zu

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