Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Meine Weltsicht

Meine Weltsicht

Vorschau lesen

Meine Weltsicht

Länge:
95 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 4, 2013
ISBN:
9783990381045
Format:
Buch

Beschreibung

Autor Winfried Schlotter gibt in seinem Ratgeber eine persönliche Antwort auf die existenziellen Fragen des Menschen und berücksichtigt dabei den heutigen Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse. Wie er bei der Suche nach Wahrheit zu einer religiösen, insbesondere christlich geprägten Weltanschauung gelangt, wird Schritt für Schritt begründet.
Aus dem Inhalt: * Begrenztheit menschlichen Erkennens * Freiheit des Menschen * Toleranz und Rechtswesen * religiöse Diversität * Widersprüche und Übel in der Welt * u.v.m.

Ein religiös-philosophisches Werk, das anregt über allgemein gültige Begriffe zu reflektieren und den eigenen Erkenntnisstand zu hinterfragen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 4, 2013
ISBN:
9783990381045
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Meine Weltsicht

Ähnliche Bücher

Ähnliche Artikel

Buchvorschau

Meine Weltsicht - Winfried Schlotter

IV

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2013 novum publishing gmbh

ISBN Printausgabe: 978-3-99038-103-8

ISBN e-book: 978-3-99038-104-5

Lektorat: Mag. Sandra Jusinger

Umschlagfoto: James Steidl | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

I

Da die Zusammenhänge und Erscheinungsformen aller sinnlichen Wahrnehmungen darauf schließen lassen, dass es eine einheitliche Gesetzmäßigkeit gibt, die allem, was ist, innewohnt, stellt sich uns Menschen, die wir im Bewusstsein unserer Existenz über uns und die Welt nachdenken, die Frage nach dem Wesen dieser Gesetzmäßigkeit.

Zunächst müssen wir anerkennen, dass alles, was ist, für uns nur durch die Informationen, die wir erhalten und die uns in irgendeiner Weise in unserem Gehirn bewusst werden, Existenz annimmt. Daraus folgt, dass alles vom Menschen Wahrgenommene nur ein Abbild der Ursprungsinformationen im menschlichen Gehirn ist. Der Mensch nimmt beispielsweise Farben oder Töne wahr, doch sind diese nur Bewusstseinsinhalte des menschlichen Erkennens bestimmter Informationen, die sich bezüglich ihrer physikalischen Natur in unserem Beispiel als durch die Sinnesorgane Auge bzw. Ohr erfassbare Frequenzen eines elektromagnetischen Quantenstromes bzw. einer akustischen Welle interpretieren lassen. Ein Tier erfährt die gleichen Informationen je nach seiner physischen Beschaffenheit in einer vom menschlichen Erkennen mehr oder weniger stark abweichenden Form. Somit sind alle Erkenntnisse immer nur bruchstückhaft, und es gelangt immer nur ein Teilaspekt der gesamten Wirklichkeit zu unserer Kenntnis. Die Quantenphysik lehrt uns sogar, dass die gleichzeitige Bestimmung von Ort und Impuls eines Elementarpartikels prinzipiell mit einer Unschärfe behaftet ist und somit der exakte Zustand eines Objektes selbst mit den genauesten Messmethoden niemals bestimmt werden kann. Hinzu kommt, dass unsere Begriffswelt meist nur unpräzise das, was sinnlich wahrnehmbar und verstandesmäßig erkennbar ist, umschreibt.

Wenn also alles, was wir wahrnehmen und erkennen, letztlich eine von unserer eigenen Existenzform abhängige subjektive Wirklichkeit ist, wie steht es dann um das wirklich Seiende, die objektive Wirklichkeit? Dass es eine objektive, von unserer eigenen Existenz unabhängige Wirklichkeit geben muss, können wir daraus schließen, dass unsere Sinneswahrnehmungen von Objekten ausgehen, die von anderen Menschen auch dann als existent wahrgenommen werden können, wenn die eigene Wahrnehmung nicht möglich ist, sei es, dass wir selbst noch gar nicht existierten oder unsere Wahrnehmungsfähigkeit unterbrochen ist, was aber nicht dazu führt, dass die betroffenen Objekte nach Wiederherstellung der Wahrnehmungsfähigkeit als solche nicht mehr wahrnehmbar sind. Es sei denn, die Objekte selbst hätten zwischenzeitlich aufgrund objektiver Veränderungen eine neue Existenzform angenommen.

Um uns der objektiven Wirklichkeit zu nähern, müssen wir unsere Beobachtungen im Hinblick auf die offensichtlich allem Sein zugrunde liegende Logik hinterfragen. Der Physiker und Philosoph Werner Heisenberg benutzte für diese allem innewohnende Gesetzmäßigkeit den Begriff „zentrale Ordnung" (W. Heisenberg, Der Teil und das Ganze). Diese Gesetzmäßigkeit bestimmt auch das logische Denken des Menschen, das, wie wir wissen, aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit in der Lage ist, Wahres von Falschem zu unterscheiden. Die Wahrheit duldet nämlich in sich keinen Widerspruch. Wäre dem nicht so, so müsste das Gegenteil richtig und damit eine über allem stehende Grundwahrheit sein, womit sich eine solche Behauptung selbst widerlegt.

Nach dem bisher Gesagten haben wir als Menschen zwar nicht die Möglichkeit, das wirklich Seiende objektiv wahrzunehmen oder in vollkommener Weise zu erkennen, wir können aber das subjektiv Erfassbare auf seinen Wahrheitsgehalt, d.h. auf Widerspruchsfreiheit, prüfen und so unser menschliches Wissen über das objektiv Seiende im Sinne von Wahrheit vervollkommnen.

Bei der Suche nach dem Wesen der Gesetzmäßigkeit, die allem Sein zugrunde liegt, stoßen wir also auf den Begriff der Wahrheit. Sie ist wesensgleich mit der Logik der „zentralen Ordnung". Sie ist, soweit wir dies erkennen können, zeitlich nicht veränderbar, d.h. ihrer Natur nach unwandelbar.

Wenn also alles den Gesetzen der Wahrheit unterworfen ist, woher kommt dann die Unwahrheit, die ja in unüberbrückbarem Widerspruch zur Wahrheit steht? Dass Unwahrheit und damit auch Widerspruch und Zwietracht in der Welt existieren, ist ähnlich evident wie die Wahrheit selbst und zumindest für den logisch denkenden Menschen erkennbar. Bei der Frage nach dem Wesen der Unwahrheit müssen wir feststellen, dass die Unwahrheit als Widerspruch zur Wahrheit existiert. Sie leitet sich ihrem Wesen nach nicht aus der Wahrheit ab, setzt aber die Wahrheit voraus. Demnach ist die Wahrheit ursprünglicher. Sie ist unvereinbar mit der Unwahrheit, lässt aber offensichtlich den Widerspruch zu, nicht in sich selbst, aber in dem, was in Freiheit wandelbar ist. Wir gelangen somit notwendigerweise zum Begriff der Freiheit.

Die Freiheit steht zwar im Widerspruch zur strengen Kausalität, wie wir sie in den Naturgesetzen zunächst als solche wahrnehmen, doch aufgrund genauerer physikalischer Erkenntnisse wissen wir heute, dass diese strenge Kausalität nicht überall gilt, dass im Bereich der Quantenphysik verschiedene mögliche Zustände koexistieren und mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet werden muss und dass sich die Kausalität, wie wir sie aus der klassischen Physik kennen, erst aus der Gesamtwahrscheinlichkeit der Summe vieler Einzelereignisse im Bereich des Elementaren ergibt. Freiheit muss dabei nicht rein zufälliger Natur sein, sondern kann auch Entscheidungsfreiheit bedeuten. Diese Freiheit des Handelns prägt in hohem Maße das subjektive Empfinden des Menschen, der in sich die Möglichkeit spürt, sich zwar nicht unmotiviert und völlig grundlos, aber doch frei zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden zu können. Diese Selbsterfahrung des Menschen wird indes von mehreren Gehirnforschern und auch vielen Psychologen als Selbstillusion bezeichnet, und sie glauben auch Beweise hierfür gefunden zu haben. Dennoch muss entgegengehalten werden, dass Freiheit in irgendeiner Form existieren muss, wenn es in dem, was existenziell den Gesetzen der Wahrheit unterworfen ist, zum Irrtum und Widerspruch gegenüber der Wahrheit kommen kann. Im Übrigen wäre ohne Freiheit jegliche Forderung nach ethischem Handeln Illusion, da in diesem Fall keine realen Handlungsalternativen beständen. Auch jegliche Schuld wäre irreal, da alles Geschehen und Handeln determiniert wäre.

Gehen wir nach dem Gesagten also davon aus, dass es die eine Wahrheit gibt, die unwandelbar und in sich widerspruchsfrei ist, nach deren Gesetzen, soweit sie deterministischer Natur sind, alles Wandelbare im Einklang mit der einen Wahrheit geschieht, dass aber dort, wo Freiheit herrscht, auch die Möglichkeit zur Abkehr und zum Widerspruch gegenüber der Wahrheit besteht. Die Ursache für die Unwahrheit und all ihre Folgen ist somit nicht die Wahrheit selbst, sondern die Abkehr von der Wahrheit, die aufgrund von Freiheit möglich ist.

Alles, was im Einklang mit der Wahrheit geschieht, steht in der Auseinandersetzung mit dem, was falsch und damit im Sinne der Wahrheit von Übel ist. Soweit das Falsche bewusst, frei und willentlich geschieht, sprechen wir vom Bösen. Das Gute ist hingegen das, was im Einklang mit der Wahrheit existiert und geschieht. Während die Begriffe „gut und „böse, so betrachtet, eindeutig und gegeneinander abgrenzbar sind, besteht ansonsten in hohem Maße Begriffsverwirrung. In

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Meine Weltsicht denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen