Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Kostenlos für 30 Tage, dann für $9.99/Monat. Jederzeit kündbar.

Selbstständig mit einem Internet-Shop: Ein Leitfaden für die Praxis

Selbstständig mit einem Internet-Shop: Ein Leitfaden für die Praxis

Vorschau lesen

Selbstständig mit einem Internet-Shop: Ein Leitfaden für die Praxis

Länge:
177 Seiten
Freigegeben:
Jun 26, 2013
ISBN:
9783828856066
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Internetladen ist auch ohne technische Spezialkenntnisse schnell aufgebaut. Mit einem detaillierten Angebot und entsprechender Vernetzung kann ein solches Unternehmen durchaus als Existenzgrundlage dienen. Allerdings sollten vorab alle rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge bedacht werden. Maike Doneit führt in diesem Leitfaden Gründungswillige durch den Ablauf einer Gewerbeanmeldung, klärt über verschiedene Rechtsformen auf und vermittelt Grundkenntnisse im Steuerrecht. Im Kapitel "Internetrecht" erschließen sich die Besonderheiten des Electronic Commerce, etwa zu Pflichtangaben in den AGB und darüber, was bei Preisangaben zu beachtet ist. Die Autorin gibt einen fundierten Überblick über mögliche und nötige Versicherungen und Förderungsmöglichkeiten für Jungunternehmer. Übersichtliche Info-Kästen halten weiterführende Quellen und konkrete Hinweise bereit.
Freigegeben:
Jun 26, 2013
ISBN:
9783828856066
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Selbstständig mit einem Internet-Shop

Ähnliche Bücher

Ähnliche Artikel

Buchvorschau

Selbstständig mit einem Internet-Shop - Maike Doneit

1 Einleitung und Ziele

„Unsere Wünsche sind die Vorboten

der Fähigkeiten, die in uns liegen."¹

Die Selbstständigkeit ist eine Herausforderung, die den Gründer zu groβen Leistungen antreiben kann. Die eigenen Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen und die Firma nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen zu gestalten, bedeutet für viele Menschen berufliche und persönliche Entfaltung. Aufgrund der Schwierigkeiten die sich beim Start in die Selbstständigkeit mit einem Internetshop ergaben, entstand die Idee eines Leitfadens für Gründer.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen der Existenzgründung und die speziellen Anforderungen eines Unternehmensstarts im World Wide Web zusammenzufassen. Eine gewisse Basis an Grundinformationen benötigt jeder Gründer, um sich überhaupt selbständig machen zu können. Diese Informationen sollen hier gegliedert und gebündelt dargestellt werden, um Absolventen der Wirtschaftswissenschaften den Weg zu einem eigenen und erfolgreichen Internetshop zu ebnen.

Der Kerngedanke dabei ist, den Studierenden bzw. Absolventen die ersten Vorbereitungen zur Firmengründung zu erleichtern. Der Leser findet in dieser Diplomarbeit Informationen zur Gründung eines Betriebes von der Gewerbeanmeldung bis zur Steuererklärung. Dieses Wissen wird durch spezielle Ausführungen zum Vertriebsrecht im Internet erweitert, das auf der Basis von zuvor behandelten zivilrechtlichen Grundlagen aufbaut. An vielen Stellen findet der Leser „TIPP"-Kästchen in denen teilweise Ratschläge von Experten, Ratschläge aus eigener Erfahrung oder aber Quellen, die das Thema weiter ausleuchten, Platz gefunden haben.

Die gröβte Herausforderung der Neu-Unternehmer stellt meist die Finanzierung da. Umfragen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zeigen, dass für 52 Prozent der Gründer die Kreditfinanzierung schwierig oder nicht möglich war.² Gerade auch bei Studenten und jungen Akademikern ist die Finanzierungsfrage eine der gröβten zu bewältigenden Hürden.

Durch einen Internet-Shop wird weniger Startkapital benötigt als beim Kauf oder Anmieten echter Ladenfläche. Ebenfalls ist die Standortwahl flexibler und das Büro kann in preiswerten Räumen positioniert werden – Voraussetzung ist lediglich ein Internetanschluss. Dadurch ergibt sich für die jungen Akademiker die Chance, auch mit kleinem Startkapital einen Laden zu gründen und als vollwertiger Händler oder Hersteller tätig zu werden.

Oft vernachlässigen angehende Unternehmer das Thema Versicherung. Allerdings ist es sinnvoll sich gegen eventuelle Risiken abzusichern und die Kosten der benötigten Versicherungen fest in die Einschätzung des Gewinns mit einzubeziehen. Auch hier wird die Diplomarbeit dem Gründer einen Überblick über nötige und mögliche Versicherungen bieten.

Weiterhin sollen in diesem Leitfaden dem Gründer Adressen und Anlaufstellen für Beratung bzw. Finanzförderungen an die Hand gegeben werden. Viele Beratungsstellen bieten speziell für Studenten kostenlose Workshops und Beratungen an. Die kostenlosen Angebote können dem Gründer helfen in die Idee einer eigenen Firma hinein zu wachsen. Weiterhin fördern sie die persönliche Weiterbildung und damit auch die Entwicklung der Firma.

¹ Johann Wolfgang von Goethe.

² Vgl. Weber, B., Von der Geschäftsidee auf den Markt, München 2007, S.

2 Anmeldung eines Gewerbes

Als erster Schritt zur Selbständigkeit ist es notwendig ein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt/Bürgermeisteramt anzumelden. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um als Unternehmer aktiv werden zu können, egal welche Rechtsform später gewählt werden soll.

Das Einkommenssteuergesetz unterscheidet im Bereich der Gewinneinkunftsarten zwischen einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, einer freiberuflichen Tätigkeit und einem Gewerbebetrieb. Sollen die künftigen Gewinne also nicht aus der Land- oder Forstwirtschaft³ oder aus Freiberuflichen Tätigkeiten⁴ (z. B. selbstständig arbeitender Anwalt, Steuerberater, Arzt, Künstler, Journalist oder Architekt) stammen, muss zwingend ein Gewerbe angemeldet werden.

Abbildung 1 definiert die Begriffe Gewerbe und freie Berufe, um den Unterschied zu zeigen.

2.1 Was sind die Voraussetzungen, um ein Gewerbe anmelden zu dürfen?

In der Regel gilt in Deutschland die Gewerbefreiheit, das bedeutet, dass jeder einen Gewerbeschein beantragen darf. Eine gewerbliche Tätigkeit ist in vielen Bereichen wie etwa Handel, Herstellung, Be- und Verarbeitung, Dienstleistung oder Vermittlung denkbar. Als gewerblich gilt die selbständige Tätigkeit als Einzelhändler oder Groβhändler, was auf den Internethandel meist zutrifft. Die Anmeldung eines Betriebes ist nach § 14 der Gewerbeordnung verpflichtend.

Voraussetzung zum Anmelden eines Betriebs ist die Rechts- und Geschäftsfähigkeit der natürlichen Person, die das Gewerbe anmeldet. Rechtsfähigkeit bedeutet, dass die jeweilige Person, vom Gesetz vorgegebene Rechte und Pflichten tragen kann. Die Rechtsfähigkeit beginnt für jeden Menschen mit der vollendeten Geburt und endet mit dem Tod.⁵ Es ist grundsätzlich jede geschäftsfähige Person⁶, die in Deutschland wohnt, berechtigt ein Gewerbe anzumelden.

Jedoch gibt es bestimmte Ausnahmen im Bezug auf das gewählte Gewerbe, wie z. B. die Maklertätigkeit. Die einschränkende Regelung soll den Schutz von Verbrauchern gewährleisten. Diese Gewerbe nennen sich erlaubnispflichtige Gewerbe. Es müssen daher bestimmte Nachweise erbracht werden, um in einer bestimmten Branche z. B. dem Maklerwesen tätig werden zu dürfen.

Im Wesentlichen lassen sich die Voraussetzungen für eine erlaubnispflichtige Gewerbeanmeldung in drei Punkten zusammenfassen:

-   Persönliche Voraussetzungen (polizeiliches Führungszeugnis, Auszug aus dem Gewerbezentralregister, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes)

-   Sachliche Voraussetzungen (Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, erforderlicher Zustand der Gewerberäume)

-   Fachliche Voraussetzungen (Ausbildung, Teilnahme an Weiterbildungen, Studium)

TIPP: Nähere Informationen zu diesem Thema können bei der Industrieund Handelskammer eingeholt werden. Im Internet unter www.ihk.de zu finden.

2.2 Ablauf der Anmeldung beim Gewerbeamt

Bevor der angehende Selbstständige sein Gewerbe bei der Gemeinde anzeigt, muss entschieden werden, wie die angemeldete Tätigkeit betitelt wird und wo die Betriebsstätte ihren Sitz haben soll.

Und nicht nur das sollte vor dem Gang zum Gewerbeamt geklärt sein: Um einen Einblick zu gewinnen, welche Informationen vor der Gewerbeanmeldung vorliegen sollten, ist in der Abbildung 2 eine Gewerbeanmeldung dargestellt. Diese sollte jedoch nur als Muster behandelt werden. Der Gründer kann sich daran orientieren, welche Informationen man bei der Gründung angeben muss und welche Fragen zum geplanten Gewerbe beantwortet werden müssen.

Abbildung 2: Formular der Gewerbeanmeldung

Wie in Abbildung 2 zu erkennen, muss man vor der Anmeldung in der Gemeinde einige Entscheidungen im Vornherein treffen. Es sollte klar sein, ob für das angestrebte Gewerbe eine besondere Erlaubnis benötigt wird, welche Rechtsform für das Gewerbe gewählt werden soll und ob das Unternehmen alleine oder mit anderen Personen gemeinsam geführt werden soll. Diese Grundinformationen sollten vor dem Gang zur Gemeinde/Stadt abgeklärt sein.

Es ist notwenig sich persönlich zum Gewerbeamt der zuständigen Gemeinde/Stadt zu begeben, in der Regel da wo der Betriebssitz seinen Standort haben soll. Dort erhält man gegen Vorlage des Personalausweises und einer Gebühr von etwa 10-50 Euro den Gewerbeschein. Während dieser Anmeldung werden die Daten der Gewerbeanmeldung an das zuständige Finanzamt übermittelt. Weiterhin werden die Informationen auch, je nach Bedarf, an Industrie- und Handwerkskammer und an das Gewerbeaufsichtsamt weitergegeben. Das Finanzamt wird dann in den folgenden Wochen per Post auf den Gewerbetreibenden zukommen und genauere Angaben einfordern.

Kurz aber informativ

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Selbstständig mit einem Internet-Shop denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen