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Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt

Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt

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Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt

Bewertungen:
3/5 (77 Bewertungen)
Länge:
292 Seiten
424 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 17, 2014
ISBN:
9783732001262
Format:
Buch

Beschreibung

In einer Welt, die verloren scheint,
in der Zauberei und Magie verboten sind
und mit allen Mitteln verfolgt werden,
gibt es nur zwei Menschen, auf denen die Hoffnung aller ruht.

Whit und Wisty.
Hexe und Zauberer.
Allerdings wissen sie noch nichts davon.

"Verlorene Welt" ist das deutsche Jugendbuchdebüt von James Patterson, dem "erfolgreichsten Bestsellerautor aller Zeiten" (Der Spiegel).
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 17, 2014
ISBN:
9783732001262
Format:
Buch

Über den Autor

James Patterson is the CEO of J. Walter Thompson, an advertising agency in New York. He has written several successful fiction and nonfiction books, including The New York Times best seller The Day America Told the Truth.


Ähnlich wie Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt

Buchvorschau

Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt - James Patterson

Für unsere Heldin Andrea Spooner :-) – J. P.

Stimmt, stimmt … ich schließe mich an. – G. C.

Ich glaube an die Aristokratie …

nicht an eine Aristokratie der Macht, die auf Rang und Einfluss gründet, sondern an eine Aristokratie der Empfindsamen, der Besonnenen und Beherzten. Ihre Vertreter sind in sämtlichen Ländern und Klassen zu finden, und auch in allen Zeitaltern, und wann immer sie aufeinandertreffen, herrscht zwischen ihnen ein geheimes Einverständnis. Sie stehen für die wahre Tradition der Menschlichkeit, für den einzig dauerhaften Triumph unserer sonderbaren Spezies über Grausamkeit und Chaos.

E. M. Forster,

Ein zweifaches Hoch auf die Demokratie

Willkommen in deinem schlimmsten Albtraum –

in einer Welt, die du dir vielleicht nicht mal vorstellen kannst.

Es ist eine Welt, in der sich alles verändert hat.

Es gibt keine Bücher, keine Filme, keine Musik,

keine Redefreiheit mehr.

Alle Menschen unter achtzehn Jahren gelten als verdächtig.

Man könnte dich und deine Familie

jederzeit verschleppen und einsperren.

Du bist vollkommen überflüssig.

Unerwünscht.

Was ist das für eine Welt?

Wo könnte so etwas passieren?

Darum geht es nun wirklich nicht.

Es geht darum, dass es passiert ist.

Bei uns passiert es genau jetzt.

Und wenn du nicht die Augen aufmachst und achtgibst,

könnte es als Nächstes in deiner Welt passieren.

Alles verändert sich …

JETZT!

Wisty

Es ist überwältigend: Abertausende zornige Gesichter, die Bevölkerung einer ganzen Stadt, und alle starren mich an wie eine gefährliche Verbrecherin. Aber ich bin keine Verbrecherin. Ehrenwort. Das Stadion ist randvoll, eigentlich überfüllt. Die Leute stehen in den Seitengängen, auf den Treppen, auf den Betonmauern. Sogar auf dem Spielfeld hocken ein paar Tausend. Heute wird hier kein Football gespielt. Es ist so voll, dass die Mannschaften es nicht mal von den Umkleiden auf den Rasen schaffen würden.

Und diese himmelschreiende Ungerechtigkeit wird auch noch im Fernsehen übertragen, und natürlich im Internet. All die nutzlosen Zeitschriften und Zeitungen sind hier. Da oben, in gleichmäßigen Abständen auf den Rängen, haben sich die Kameramänner postiert.

Sogar eine ferngesteuerte Kamera zischt an Drähten über dem Spielfeld hin und her. Da ist sie – sie schwebt direkt vor der Bühne und zittert leicht im Wind.

Ich muss also davon ausgehen, dass noch Millionen Augen mehr zuschauen, als ich sehe. Aber die, die mir hier im Stadion entgegenblicken, brechen mir das Herz. Zehntausende, vielleicht sogar Hunderttausende neugierige, gefühllose, bestenfalls gleichgültige Gesichter … jetzt weiß ich, was Angst bedeutet.

Da draußen gibt es keine feuchten Augen und schon gar keine Tränen.

Keine Protestschreie.

Keine stampfenden Füße.

Keine solidarisch erhobenen Fäuste.

Kein Anzeichen, dass irgendwer zumindest darüber nachdenken würde, die Bühne zu stürmen, die Absperrung zu durchbrechen und meine Familie hier rauszuholen.

Nein, es ist kein guter Tag für uns Allgoods.

Angesichts des tickenden Countdowns, der auf den riesigen Videowänden des Stadions blinkt, dürfte es eher unser letzter Tag sein.

Das denkt man sich erst recht, wenn man den sehr großen, kahlköpfigen Mann auf dem eigens errichteten Podest in der Mitte des Spielfelds entdeckt. Der Mann erinnert an eine Kreuzung aus dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs und Ming dem Grausamen. Aber ich weiß, wer er ist. Ich habe ihn kennengelernt. Es ist Der Eine, Der Der Einzige Ist.

Gleich hinter seiner Einzigartigkeit hängt ein riesiges Banner der N. O. – der Neuen Ordnung.

Über den Rängen erschallt ein Sprechchor, fast schon ein Gesang: »Der Eine, Der Der Einzige Ist! Der Eine, Der Der Einzige Ist!«

Als Der Eine gebieterisch die Hand hebt, schieben uns seine vermummten Untergebenen auf der Bühne nach vorne. So weit es geht, ohne uns die Schlingen vom Hals zu nehmen.

Ich sehe, wie mein gut aussehender, mutiger Bruder auf die Plattform unter unseren Füßen starrt. Er grübelt, ob es vielleicht eine Möglichkeit gibt, den Mechanismus zu blockieren. Ob man irgendwie verhindern kann, dass er sich entriegelt und uns in die Tiefe fallen lässt, bis es uns das Genick bricht. Er sucht einen Ausweg in letzter Minute.

Ich sehe meine Mutter. Sie weint leise. Natürlich nicht um sich selbst, sondern um Whit und mich.

Ich sehe meinen stattlichen, gebeugten Vater. Er hat aufgegeben. Doch er lächelt mich und meinen Bruder an, um uns Mut zu machen – um uns daran zu erinnern, dass wir unsere letzten Momente auf diesem Planeten genießen sollten.

Aber ich greife vor. Ich sollte doch eine Einleitung schreiben und stattdessen berichte ich von unserer öffentlichen Hinrichtung …

Fangen wir lieber von vorne an.

Erstes Buch

STRAFE OHNE

VERBRECHEN

WHIT

Manchmal wacht man auf und die Welt hat sich komplett verändert.

Der Lärm eines kreisenden Helikopters weckte mich. Kaltes blauweißes Licht zwängte sich durch die Jalousien und flutete das Wohnzimmer, bis es beinahe taghell war.

Dabei war es mitten in der Nacht.

Mit vernebeltem Blick spähte ich auf die Digitalanzeige des DVD-Players – es war genau 2.10 Uhr.

Gleichzeitig bemerkte ich ein regelmäßiges Tropp, tropp, tropp im Hintergrund. Es klang nach einem mächtigen Herzschlag. Es pulsierte, es bedrängte mich. Es kam näher.

Was ist das?

Ich stolperte zum Fenster. Nachdem ich zwei Stunden völlig weggetreten auf dem Sofa gelegen hatte, brauchte mein Körper eine Weile, um wieder zum Leben zu erwachen. Dann linste ich durch die Lamellen.

Und wich zurück und rieb mir die Augen.

Was ich da gesehen hatte, war absolut unmöglich. Was ich hörte, auch. Völlig ausgeschlossen.

War das wirklich das stetige, unerbittliche Stampfen Hunderter Soldaten, die im perfekten Gleichschritt durch unsere Straße marschierten?

Unsere Straße lag nicht im Stadtzentrum. Hier kamen keine Feiertagsparaden vorbei. Und normalerweise wurde die Straße auch nicht mitten in der Nacht von bewaffneten Männern in Kampfanzügen gestürmt.

Ich schüttelte den Kopf und federte ein paar Mal auf den Zehenspitzen auf und ab, ein bisschen wie beim Aufwärmen. Wach auf, Whit. Zur Sicherheit verpasste ich mir auch noch eine Ohrfeige, ehe ich wieder hinausblickte.

Da waren sie – eine riesige Kolonne Soldaten in unserer Straße! Hunderte Soldaten, klar und deutlich zu erkennen im Licht eines halben Dutzends fahrbarer Suchscheinwerfer.

Ein einziger Gedanke kreiste unaufhörlich in meinem Kopf: Das kann nicht sein. Das kann nicht sein. Das kann nicht sein.

Doch dann erinnerte ich mich an die Wahlen, an die neue Regierung, an das wirre Gerede meiner Eltern über die ungewisse Zukunft unseres Landes, an die Sondersendungen im Fernsehen, an die politischen Petitionen, die meine Klassenkameraden im Netz weiterleiteten, an die erbitterten Diskussionen zwischen den Lehrern an der Schule. Bis zu diesem Moment hatte mich nichts davon interessiert.

Und bevor ich mir darüber klar werden konnte, was all das zu bedeuten hatte, machte die Vorhut der Kolonne an unserem Haus halt.

Zwei bewaffnete Trupps lösten sich aus der Formation und sprinteten über unseren Rasen wie Spezialeinheiten. Die eine Gruppe rannte hinter das Haus, die andere postierte sich vorne. Es ging so schnell, dass ich es kaum mitbekam.

Ich zuckte vom Fenster zurück. Mir war klar, dass die Typen nicht gekommen waren, um mich und meine Familie zu beschützen. Ich musste Mom, Dad und Wisty warnen …

Doch als ich den Mund aufmachen wollte, prügelten sie schon die Haustür aus den Angeln.

Wisty

Es ist nicht besonders angenehm, mitten in der Nacht aus dem eigenen Zimmer entführt zu werden. Aber genau das ist mir passiert …

Lautes Gepolter weckte mich: umkippende Möbel, splitterndes Glas. War das etwa Moms Teegeschirr?

Mann, Whit, dachte ich mir, während ich schläfrig den Kopf schüttelte. Mein großer Bruder war im letzten Jahr zehn Zentimeter gewachsen und hatte knapp fünfzehn Kilo Muskelmasse zugelegt. Dadurch war er zum breitschultrigsten und schnellsten Quarterback der Gegend geworden, zum – man kann es nicht anders ausdrücken – furchteinflößendsten Spieler der ungeschlagenen Mannschaft unserer Highschool.

Doch abseits des Spielfelds war Whit mindestens so tollpatschig wie ein durchschnittlicher Bär – wie ein durchschnittlicher Bär, der sich ein Sixpack Red Bull reingepfiffen hatte und sich enorm wichtig nahm, weil er hundertfünfundzwanzig Kilo stemmen konnte und von sämtlichen Mädchen der Schule für den heißesten Typen aller Zeiten gehalten wurde.

Ich rollte mich auf die andere Seite und vergrub den Kopf unter dem Kissen. Seit Neuestem trank Whit auch noch. Obwohl er schon früher nicht durchs Haus hatte gehen können, ohne irgendwas umzuschmeißen. Ein klares Elefant-im-Porzellanladen-Syndrom.

Aber das war heute Nacht nicht das eigentliche Problem. Das wusste ich.

Vor drei Monaten war Whits Freundin Celia im wahrsten Sinne des Wortes spurlos verschwunden, und mittlerweile glaubte niemand mehr, dass sie noch zurückkehren würde. Ihre Eltern waren völlig am Ende, Whit natürlich auch. Und wenn ich ehrlich bin, ging’s mir auch nicht viel besser. Celia war – ist – ein sehr hübsches, intelligentes und kein bisschen eingebildetes Mädchen. Sie ist einfach nur cool, obwohl ihre Familie so reich ist. Celias Dad besitzt das örtliche Luxus-Autohaus, Celias Mom ist eine ehemalige Schönheitskönigin. Und jetzt war ausgerechnet Celia verschwunden. Ich konnte es immer noch nicht fassen.

Als ich hörte, wie sich die Schlafzimmertür meiner Eltern öffnete, kuschelte ich mich noch tiefer in meine gemütliche Flanellbettwäsche.

Im nächsten Moment dröhnte Dads Stimme durchs Haus. Er klang wütend. Sehr wütend.

»Was denken Sie sich eigentlich!? Sie haben kein Recht, hier einzudringen. Verlassen Sie sofort unser Haus!«

Ich schoss in die Höhe, auf einmal hellwach. Der Krach ging wieder los, und im nächsten Moment hörte ich ein … ein gequältes Wimmern? War Whit gestürzt, hatte er sich den Kopf angehauen? Oder war irgendwas mit Dad?

Um Himmels willen!, dachte ich und krabbelte eilig aus dem Bett. »Ich komme, Dad! Alles in Ordnung mit dir? Dad?«

In diesem Moment begann der Albtraum so richtig. Der erste Albtraum eines Lebens voller Albträume.

Meine Zimmertür flog krachend auf. Zwei massige Gestalten in dunkelgrauen Uniformen stürmten herein und glotzten mich an wie das Oberhaupt einer enttarnten Terrorzelle.

»Sie ist es! Wisteria Allgood!«, rief der eine, als ein grelles Licht die Dunkelheit zerfetzte. Damit hätte man einen ganzen Flugzeughangar ausleuchten können.

Ich hielt die Hände krampfhaft vor die Augen, während mein Herz zehn Gänge höher schaltete. »Wer sind Sie!?«, schrie ich. »Und was machen Sie in meinem gottverdammten Zimmer

Wisty

»Vorsicht!«, rief einer der riesenhaften Männer. »Sie ist extrem gefährlich.« Die beiden sahen aus wie Mitglieder einer Spezialeinheit. Auf ihren Uniformen prangten große weiße Nummern. »Du weißt, dass sie …«

Der andere nickte. Seine Augen huschten nervös durch mein Zimmer. »Du!«, bellte er mich an. »Du kommst mit! Wir sind von der Neuen Ordnung. Ein Mucks, und du wirst mit aller Härte bestraft!«

Ich starrte ihn an. Mir wurde schwindlig. Die Neue Ordnung? Das waren keine normalen Cops. Und erst recht keine Rettungskräfte.

»Ich … äh … ich …«, stotterte ich. »Ich muss mir was anziehen. Könnten Sie mich vielleicht ganz kurz … allein lassen?«

»Maul halten!«, brüllte der erste Soldat. »Schnapp sie dir! Aber nimm dich in Acht. Sie ist gefährlich. Die sind alle gefährlich.«

»Nein! Nicht! Wag es ja nicht!«, schrie ich. »Dad! Mom! Whit!«

Da kapierte ich es. Die Erkenntnis plättete mich, als wäre ich von einem führerlosen Sattelschlepper überrollt worden: Genau so war es Celia ergangen. Oder?

Oh Gott! Ich spürte kalten Schweiß im Nacken. Ich muss hier raus. Meine Panik wuchs und wuchs. Keine Ahnung, wie, aber irgendwie muss ich hier …

… verschwinden.

Wisty

Die beiden übertrieben muskelbepackten, grau gekleideten Männer erstarrten. Ihre kastenförmigen Schädel schnellten hin und her wie Marionettenköpfe.

»Wo ist sie? Sie ist weg! Sie ist verschwunden! Wo ist sie hin?«, krächzte der eine verzweifelt.

Sie leuchteten mit ihren Taschenlampen in alle Ecken. Der eine ließ sich fallen und spähte unters Bett, der andere rannte zu meinem Schrank und riss die Türen auf.

Wo sollte ich denn sein? Waren die beiden komplett durchgeknallt? Ich stand doch direkt vor ihnen. Was war hier nur los?

Vielleicht war das ein Trick. Vielleicht wollten sie mich dazu bringen, die Flucht zu ergreifen, damit sie einen Grund hatten, gewalttätig zu werden. Oder sie waren aus einer Irrenanstalt ausgebrochen und jetzt wollten sie mich holen, wie sie die arme Celia geholt hatten –

»Wisty!« Der ängstliche Schrei meiner Mutter drang durch den Nebel, der sich in meinem Hirn breitgemacht hatte. Mom war im Flur. »Renn, Liebling. Renn!«

»Mom!«, kreischte ich.

Die beiden Männer fuhren herum und blinzelten überrascht. »Da ist sie! Schnapp sie dir! Sie steht direkt vor dir! Schnell, bevor sie wieder verschwindet!«

Große, schwere Pranken schlossen sich um meine Arme und Beine, um meinen Kopf. »Lasst mich los!«, brüllte ich, während ich um mich schlug und mit den Füßen austrat. »Lasst. Mich. Los.«

Doch ihr Griff war hart wie Stahl. Sie zerrten mich durch den Flur ins Wohnzimmer und schmissen mich auf den Boden wie einen Sack Müll.

Hastig rappelte ich mich auf. Scheinwerfer blendeten mich. Ich sah nichts als Weiß. Da hörte ich Whits Schrei. Sie schleuderten ihn neben mich auf den Wohnzimmerboden.

»Whit«, ächzte ich. »Was ist hier los? Was sind das für … Monster

»Wisty!« Er klang halbwegs nüchtern. »Alles okay?«

»Nein.« Fast hätte ich geheult. Aber ich wollte nicht, ich durfte nicht vor den anderen schlappmachen. Ich weigerte mich. Alle miesen Thriller, die ich je gesehen hatte, flackerten in meinen Gedanken auf, das ganze Zeug, das angeblich »auf wahren Begebenheiten beruhte«. Mir wurde schlecht. Ich schmiegte mich an meinen Bruder. Er nahm meine Hand und drückte sie.

Die Scheinwerfer erloschen. Wir blinzelten und zitterten im plötzlichen Dämmerlicht.

»Mom?«, rief Whit. »Dad?« Spätestens jetzt war mein Bruder stocknüchtern.

Ich schnappte nach Luft. Vor uns standen unsere Eltern, in zerknitterten Schlafanzügen, die Arme auf den Rücken gedreht, als wären sie unberechenbare Kriminelle.

Okay, wir wohnten in einem der schlechteren Viertel der Stadt – aber keiner von uns hatte jemals Ärger mit der Polizei gehabt.

Soweit ich wusste.

Wisty

Stellt euch das mal vor: Eure eigenen Eltern stehen mit weit aufgerissenen Augen vor euch, komplett hilflos und wortwörtlich starr vor Angst. Erschreckend, was?

Meine Eltern. Ich hatte immer gedacht, sie könnten uns vor allem beschützen. Sie waren anders als andere Eltern. Sie waren intelligent, einfühlsam, verständnisvoll … sie wussten immer, was Sache war. Auch jetzt war ihnen anzusehen, dass sie mehr wussten als Whit und ich.

Sie wissen, was hier los ist. Und was auch immer es ist, es jagt ihnen eine Wahnsinnsangst ein.

»Mom …?« Ich blickte ihr fest in die Augen. Vielleicht konnte ich darin eine Botschaft ablesen, irgendeine Andeutung, was jetzt zu tun war …

Als ich sie so ansah, zuckten Erinnerungen durch meinen Kopf – Mom und Dad, wie sie merkwürdiges Zeug faselten: »Du und Whit, ihr seid etwas Besonderes. Etwas wirklich Besonderes, Liebling. Manchmal fürchten sich die Leute vor Menschen, die anders sind als sie. Und diese Angst macht sie wütend und unvernünftig.« Okay, aber war es nicht normal, dass Eltern ihre Kinder für etwas Besonderes hielten? »Nein«, hatte meine Mom einmal darauf geantwortet und mein Kinn leicht angehoben. »Ihr seid wirklich besonders. Pass gut auf dich auf, mein Schatz.«

Drei weitere Gestalten traten aus den Schatten, zwei davon mit Schusswaffe am Gürtel. Ich kapierte gar nichts mehr. Waffen? Soldaten? In unserem Haus? In einem freien Land? Mitten in der Nacht? Und das vor einem Schultag …

»Wisteria Allgood?« Das Scheinwerferlicht fiel auf die drei Gestalten. Es waren zwei Männer und …

Byron Swain?

Byron ging auf dieselbe Highschool wie Whit und ich, ein Jahr über mir, ein Jahr unter ihm. Wenn ich mich nicht sehr irrte, konnte Whit ihn auch nicht ausstehen. Den konnte keiner ausstehen.

»Was hast du hier zu suchen, Swain?«,

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Rezensionen

Was die anderen über Witch & Wizard 1 - Verlorene Welt denken

2.8
77 Bewertungen / 86 Rezensionen
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Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen

  • (4/5)
    I liked it. There are a lot of questions that need to be answered.
  • (3/5)
    Recommended by my 13-year-old daughter. I'm a fan of Patterson's Alex Cross books, so I figured, what the hay. I'd heard Witch & Wizard summed up as Harry Potter meets Hunger Games, which piqued my interest. Don't buy into that or expect the superb world-building or characterization done in either of the aforementioned books. I can definitely see its appeal to the younger age bracket of the "young adult" audience. For anyone over 14 or 15 it may feel a bit, well, superficial. The story is set in a totalitarian world where anyone under 18 is considered an enemy to the New Order, especially young people with magical abilities. But the character development just wasn't there. Each chapter begins with the names of the main characters, siblings Wisty and Whit, which I guess is because both have such similar voices the author wanted to quickly identify the chapter's narrator. There are prophecies and an evil leader who seems to possess the very powers he seeks to eliminate from the world's youth. And it ends with the threat of Wisty's and Whit's imminent execution. It was a quick read and I do plan to read the sequel (The Gift) ... mainly because my daughter asked me to. Hopefully, the characters and the world will grow a bit more in the next one.
  • (1/5)
    I picked this series up when someone threw away a bunch of books (literally threw them away; I found them stacked around the dumpster). I am exceedingly glad that I did not pay money for this dreck, and can even understand why they were left to the elements rather than donated to the library or Goodwill. I'm not the sort of reader who gets bogged down with technical details. If I've been sufficiently hooked by the narrative, a lot of times I won't even notice typos and grammatical errors unless they're really jarring, and I can deal with an odd writing style. Needless to say I was not hooked by the narrative. For the life of me, I cannot understand why Patterson's chapters are so short. I don't see any type of logical or intuitive reason for the ending of most of the chapters, and I just keep wondering why the hell there isn't a regular page break. The opening of the book, when Whit and Whisty are arrested, takes up ten chapters, each averaging about a page and a half. It would be one thing if he was alternating points-of-view, but he isn't; there might be three chapters of Whisty's narration, followed by two of Whit's. Which leads me to the fact that a lot of times I forgot who was the current narrarator; Whit and Whisty are basically interchangable, as well as monumentally stupid. It really should not take anyone as long it did these two to realize that yes, they really are a witch and wizard. When you can spontaneously burst into flame and yet remain unharmed, levitate, stop objects being thrown at you in midair--how dumb do you have to be? And how stupid were their parents for not telling them what they were and training them how to use their powers?The dialogue was frequently either stilted or way too wordy for the current situation, or to have come from the mouths of modern day teenagers:...Then I heard Whit shouting as he was thrown onto the living room floor next to me."Whit, what's going on? Who are these...monsters?""Wisty," he gasped, cohently enough. "You okay?"I'm really not sure why Whisty would think her brother would have any more of a clue what was going on than she did, not to mention the situation calls for a much stronger epithet than "monsters", just in my opinion.* * *"The soldiers, all in black, their boots spit-shined, came for us that morning in the prison..."People just don't talk like that, particularly not teenagers. Who would even think to come up with "spit-shined" as a descriptor, much less bother describing their captors' boots in any sort of detail? The One Who Is The One was just laughable. Not even in an over-the-top stereotype way, he just seemed completely ineffectual and childish and not scary, at all. Nothing in this book seemed especially believable; I only made it to chapter 76--which starts on page 201, incidentally--before giving this book up as a waste of time.I am baffled that this is a bestseller. I suppose it just goes to show that there really is no accounting for taste.Thus endeth my excursion into the world of YA fiction.
  • (5/5)
    Witch and Wizard by James Patterson was a very good book. But if you are looking for a book that will take you awhile to read this would not be the book. There are new chapters on almost every three pages. Also the ending is very good for this book because it leaves you on a little bit of a cliffhanger because it is the first book in the series. Witch and Wizard is a book about two teenagers named Wisty and Witt. Who are told very early in the book that they have powers and that they are infact a Witch and Wizard. When they are found out by a new organization called the New order who is slowly taking over the world. They are taken to a special prison just for their type. But in this prison they are the lowest of the low in the wardens eyes. And because of this they are having to fend for themselves in jail. But when Witt's deseast girlfriend finds him in spirit form they are sprung and are on a mission to find their parents who were taken and stop the New order.Witch and Wizard is a book that I would recomend to teen agers and young adults. I think that it would be a little boring for adults. In this book there is action throughout and mystery. It also show the resilience of two children and the cunning of teenagers. This book I thought was very enjoyable and when you start it you just want to finish it.
  • (1/5)
    DNF. Slight, slight plot, insipid characters that alternatively know nothing and know too much, no development

    A waste of 3 hours.
  • (2/5)
    It was disappointing. There was very little explanation for anything that was happening, which made it all seem extremely artificial. There was little character development, and even though it is told in first person, the frenetic pace, choppy chapters, and abrupt switching between viewpoints does not allow for any connection with them. I have heard that the second book is better, so I will probably give it a try.
  • (3/5)
    Set in a very interesting world. I liked the writing style, very fast paced. Will probably check out the sequels at some point.
  • (1/5)
    Might appeal to brain-dead fifth-graders. Style: Other works by Patterson are significantly better, so chalk this one up to the co-writer.
  • (3/5)
    Definitely not Newbery material, but entertaining and good suspense. Lots of sarcastic teenage humor that my 11-year old loved. It feels like a sequel is coming...
  • (2/5)
    The prologue was so good, I was ready to love this book. But it goes downhill fast and is very confusing.
  • (1/5)
    Will rank as one of the worst books I've ever read. It's just so bad I can't get my head around it. It reads like a unimaginative first draft of some crappy short story. Let's start with the dull as mud title. Way to take mysticism out of magic. And the lead characters, brother and sister duo Whit and Wisty, I cannot fathom how much I hate them. Wisty (Wisteria, which is the street those decrepit Desperate Housewives lived on, isn't it?) is obnoxious, painfully stupid, ignorant, dumb and unlikeable. Whit is somewhat better, only because he doesn't flaunt suddenly acquired magical powers with as much ease and control as his sister. Wisty is also references as around sixteen years old, she reads like an eight year old. This is the second James Patterson novel I have read and from these two novels - the man cannot write women as anything other than giggly, fainting, crying, waifs who need a guy around to do the important stuff. The novel starts weird. All of a sudden, weird guards burst into the Allgood family home and capture the bro/sis duo and tell them they're a witch and wizard respectively. They have no idea why they're being told this, it's all so shocking. Then they're in prison where they are being tortured, starved and mistreated but none of it has any lasting impact and Wisty discovers she can explode into flames at will and turn people into weasels. The ghost of Whit's missing ex-girlfrield shows up, takes the duo through the Shadowland (some sort of ghost astral plane) through a portal to another place where other accused witches and wizards (none of whom have an ounce of the magic that the Duo have, btw) are camping out. The duo want to find their parents, the current leader of this new group (they swap out leaders every week for some reason) tells them they'll find their parents at a prison that they're going to break into to rescue all the prisoners. Having no knowledge of her magic a week or so before, and claiming to have no control over it, Wisty decides the best idea is to turn herself into a mouse to sneak into the prison. She does this effortlessly. She keeps referring to herself as a "bad witch" as if its some sort of cool label. Gr, this girl is an idiot.There is NO drama. It's just words on paper. Words that I understand in as much as they are in English; but there is no story. There is no life in the narrative. There is no richness to the characters. There's no urgency, there's no action, there's definitely no humour as much as James Patterson attempts to thrump it in your face again&again&again.It's just a pointless book. James Patterson has written a gajillion novels, and I'm starting to think he has a list of book genres he wants to write and just checks them off when he churns them out. And now he can cross off crappy YA fantasy. He clearly "drew inspiration" from much better novels. Wisty (ugh, I can barely bring myself to write her name) and Whit literally have to run through a brick wall to get to the Shadowland. Not on a train platform, mind, but a speedy killer train comes up soon enough. Wisty literally becomes a girl on fire. There's a talking companion, a bunch of kids trying to stick it to the man, evil grownups in charge, etc. The only redeeming quality this book has is that it's such a thin story you definitely don't get invested and it doesn't take up a lot of time. I finished in two hours. Now it goes away never to be read again. And I've learned my lesson, two James Patterson books that have sucked - I won't read him again.
  • (2/5)
    Imagine my disappointment after reading this. I had been looking forward to reading this for a few years now. I don't know what bothered me more the totalitarian settings or the rudimentary writing used for the book. Which doesn't set a very good example for Mr. Patterson, to me. I've held off from reading Patterson because he just has so many books. What a severe let down!
  • (2/5)
    I wanted to like this but I have to admit all the things my Teens at the library told me about this book are true. It skews just a little bit younger then it should and that makes you not enjoy it as much. Things that are supposed to be funny end up coming across as a little bit silly. The protagonists sound much younger then their intended ages and Whisty comes across as so young and clean cut even though she is supposed to be difficult.
    In addition for the audio book there is occasionally music and the tone of the music doesn't always feel like it's going with the story which is a little bit strange. It just doesn't fit the feeling of the story.
  • (4/5)
    Brother and sister Wisteria and Whitford Allgood discover they have magical powers after being seized from their home in the middle of the night. The New Order has taken control and created a new law of the land; meaning all undesirables find themselves in jail. (This review refers to the audiobook production).

    This was an excellent book to listen to in the car: Enough detail to remain interesting, but not so complicated and plot heavy that it was hard to follow. I was very pleased to note that for the audiobook production, Spencer Locke voiced Wisty and Elijah Wood voiced Whit. After a while though, I found myself groaning when it was Wisty's turn (which was often). The continuous teen inflection, though appropriate, is something I have a hard time with over an extended period of time.

    The text itself was enjoyable and I managed to get over my annoyance at her voice since the story was so interesting. The characters are likable and change over time. There was a vague moment of preachy-ness that only certain teens could appreciate, while others would roll their eyes.Teen dystopia is a hot genre and this is a nice, not too heavy addition.

    This is my first Patterson novel and though I felt that teenager-isms were included to remind listeners that this is a young adult book, I would recommend it to others. I'm also looking forward to the release of Book 2.
  • (4/5)
    a good quick read. but juvenile. in the same genre as james patterson's 'maximum ride' series.
  • (3/5)
    There's too much in this book that you kind of just have to accept as is, which really, in my opinion, lessens its impact. How did this new government take control if so few people knew about the witches and wizards the government wants to protect society from? How come the main characters were only vaguely aware of a regime change (much in the vein of - oh, yeah. We have a completely new government. I heard something about that awhile back...). It appears to be presenting itself as an allegory to Third Reich, but it really falls flat. Parts of the book were worthy of completely zoning out without missing anything interspersed with, "Oh...this is kinda cool..."
  • (2/5)
    After reading the Hunger Games at the recommendation of my 12 year old son, I wanted to read a few more of the middle school favorites. This book takes a few plot twists from all of the current "hot" books and applies a formula to creating fiction. Just not interesting, innovative, or creative enough to entice me to finish the next two books in the series.
  • (4/5)
    This novel has shades of the Daniel X series and seems written for the same young adult market. Regardless, it was well paced with a slew of interesting characters and edge-of-the-precipice moments.It is very much a page turner and once I finished it, was ready for the second installment.For those adults who enjoy sci-fi with a bit more fantasy, ignore the target audience, sit back and enjoy. Thoroughly entertaining.
  • (2/5)
    Myeh at best. The jargon dates the book, and alienates readers. While the story is interesting, it's never engaging. The ending is preachy and, really, the jargon is awful.
  • (2/5)
    WTH?!? You go witch!
    Ughh...who writes crap like that? It was even worse because it was Elijah Wood saying these things. I just kept feeling ashamed for him.
  • (2/5)
    Ever-so-slightly dystopian in that there's a totalitarian government lurking somewhere back behind the plot contrivances. Mostly it's two teens who discover they have magic powers on the night the government comes to arrest them for it, and then the teens' escape from prison etc. I'd definitely peg this as fantasy before dystopian.

    Lots of action and super-short chapters, great appeal for reluctant readers, but blaaaaaaah for me.

    (Is it fair to say this is exactly what I expected, if what I'd expected was fluffy brainless not-superbly-written action sequences loosely held together with plot? Or can I only say that if I add a comma or four in there?)
  • (4/5)
    A very quick and easy read, but very enjoyable. It follows the story of Wisty and Whit, a sister and brother who find out they can do magic. I don't think there was enough distinction between the voice of Whit, and that of Wisty- without the chapter saying so, it was hard to realize who was narrating. It was pretty good though, and it kept me hooked from the start. I'll definitely read the next one, because I'm dying to find out what happens to them.
  • (2/5)
    I wanted to like this book, I really did. It had all of the elements that I like. Kids that don't realize they have powers. Persecution by those in the government. Capture and escape. And to be honest it was an exciting book.

    The problem I had was that almost every "bad guy" that they encounter screams at them. The judge screams at them, the jailkeeper screams at them. While I don't have a problem with a couple psychotic spittle flecking people screaming at the main characters, I just had a huge problem accepting that almost all of them were like that. No coldly furious people, no superiorly righteous people, just ravening foaming at the mouth screaming people.

    That said, I will probably continue to read the series because I do like the premise and besides my problem with some of the characters, I did enjoy reading it.
  • (2/5)
    Choppy, short chapters that switch between the main characters just don;t make it.l The main characters are not well developed and the overall plot is WAY over the top. I suppose it might work for teens, but not those who have read better! Disappointing.
  • (2/5)


    I really didnt care much for this book. I usually like Patterson's writing, but not this one. My brother in law encouraged me to read this and told me he thought I'd love it since I like paranormal books. But one this one, we didnt quite agree.
  • (3/5)
    I did enjoy this book. Its a quick read. HOWEVER, there is very little character development. The book begins in the middle as far as I'm concerned. You are thrust into a world of confusion along with these two characters, however you aren't emotionally involved enough to really care what happens to them. As the book goes along and little tidbits are revealed it still isn't enough to really become "invested" in the storyline. I'm going to read the second book hoping to learn more about the characters themselves.
  • (2/5)
    Mini Book Review: Dear James, you know I love you, but what the heck? This is one of the worst pieces of fiction I have ever read. There is zero characterization and I felt absolutely nothing for ANY of the characters. The story, while fast paced, is seriously dull and I had to force myself to keep reading it. I kept hoping it would get better, but it didn't. The idea for the story is fantastic but the execution is a joke. What really bothered me is that the story is geared for teenagers, but treats them like morons. You can't tell me that these two kids never noticed what was going on in their world. Quite frankly if I was a teen I would be thouroughly offended by how little you think of them my friend. I know a lot of people pick on you for your stories, but I have always enjoyed you because at least you were a good storyteller. This is sooo not your best work sir and I will not be reading the rest of the series. That being said the series might be ok for the more reluctant reader. And don't worry James, I will keep on reading you -- just don't disappoint me again ok : ) See you at BEA, I will be waiting in line to have a chance to chat with you -- and will TRY not to ask you what Nathan Fillion is really like -- I will try, I promise!2 Dewey's
  • (3/5)
    Good. A different take on a magical pair of siblings set in an altered future. In some ways the magic that happens doesn't seem to fit the society described, because it seems we are supposed to believe they all come from OUR society. But since the magic is never explained in ANY way, it seems it only appears because the title said it would. But I just went with it and enjoyed it. Enough potential to move onto the next one.
  • (4/5)
    Witch and wizard is about a brother and sister who are kidnapped by a group of people who think that all witches and wizards should be dead, but they actually have powers. Eventually they escape to a city that is run by teenagers that save other kids that whir sentenced to death. Personally i think this book was an excellent read and would recommend it to any one who likes adventure books or likes teens with powers.
  • (4/5)
    Fast paced and fun read. In a future run by the political group N. O. (new order), children are targeted. Whit and Whisty are two teens who are accused of witchcraft and sentenced to death. This story follows them as they try to escape from prison, learn to control their magic, and try to save the world (as prophesized).