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Synthetisches Leben (Telepolis): Auf dem Weg zum biologischen Betriebssystem
Synthetisches Leben (Telepolis): Auf dem Weg zum biologischen Betriebssystem
Synthetisches Leben (Telepolis): Auf dem Weg zum biologischen Betriebssystem
eBook60 Seiten32 Minuten

Synthetisches Leben (Telepolis): Auf dem Weg zum biologischen Betriebssystem

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Über dieses E-Book

Als das J. Craig Venter Institute 2007 erstmals einen Patentantrag über ein Bakterium eingereicht hat, das im Laboratorium ingenieurtechnisch hergestellt ist, war das ein Paukenschlag und hat die Synthetische Biologie bzw. das Synthetische Leben mit ihren Zielen in der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Als Synthetisches Leben bezeichnet man die Forschung, in der versucht wird, neue, nicht bereits in der Natur vorhandene biologische Teile und Systeme herzustellen und zu gestalten. Während Venter mit seiner Forschung dahin geht, neue Lebewesen schaffen zu wollen, geht es in der Regel darum, biologische Systeme gezielt zu manipulieren, umzuprogrammieren oder zu erweitern. Das nennen vor allem Kritiker auch "extreme Gentechnik" und warnen vor den möglichen Risiken für Mensch und Umwelt durch synthetische Produkte oder Organismen. Vieles wird wohl Utopie bleiben, aber manche Entwicklungen könnten unser Leben spürbar verändern. Erwartet wird, dass die Synthetische Biologie womöglich eine so entscheidende Technik wie die Elektronik werden könnte. Prognostiziert wird ein schnell wachsender Markt

Das Telepolis-eBook, das auf teils online veröffentlichten Artikeln beruht, stellt die neue Forschungsrichtung und ihre bislang erzielten Erfolge ohne utopische Schwärmereien, wie sie gerne von den Vertretern der Forschung gemacht werden, aber auch ohne angsterzeugende Beschwörungen der möglichen Risiken, vor. Das Thema wird derzeit noch kaum in der Öffentlichkeit diskutiert, obgleich die Technik große Entwicklungspotenziale haben kann und eine Steuerung notwendig wäre. Bislang gibt es weder national noch global eine Kontrolle. Telepolis will die Diskussion mit diesem kurzem Überblick über die junge, vielversprechende Forschungsrichtung anregen.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum14. Feb. 2014
ISBN9783944099231
Synthetisches Leben (Telepolis): Auf dem Weg zum biologischen Betriebssystem
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    Buchvorschau

    Synthetisches Leben (Telepolis) - Volker Henn

    Inhalt

    Titel

    Vorwort

    Florian Rötzer

    Der Weg zum künstlichen Leben

    Eine Einführung

    Volker Henn

    Synthetische Biologie - neue Pläne für das Leben

    Die synthetische Biologie nutzt die Grundbausteine des Lebens, um neue Substanzen und Systeme zu erzeugen

    Volker Henn

    Das synthetische Genom - ein Schritt zum Minimalorganismus

    Die Synthese und Transplantation eines Bakterien-Genoms könnte zu einem Organismus führen, dessen Erbgut auf ein Minimum reduziert ist

    Volker Henn

    Stoffwechsel nach Maß

    Synthetische Biologen verändern den Stoffwechsel von Zellen, um Substanzen für den alltäglichen Bedarf zu produzieren

    Volker Henn

    Die Zelle als Computer

    Synthetische Schaltkreise führen logische Operationen in lebenden Zellen durch und erlauben die Entwicklung von Biosensoren

    Volker Henn

    Neuer Code für neue Proteine

    Forscher wollen neuartige Proteine aus ungewöhnlichen Bausteinen erzeugen, müssen dazu aber den genetischen Code anpassen

    Impressum

    Vorwort

    Von Matthias Gräbner

    Frankenstein 2.0

    Wenn Naturforscher der heutigen Zeit künstliches Leben erschaffen, muss das Ergebnis kein Monster mehr sein. Aber im Grunde ist die Wissenschaft noch nicht viel weiter als im Roman des 19. Jahrhunderts.

    Woher, fragte ich mich oftmals, kommt das Leben? Es war eine kühne Frage, eine von denen, auf die es keine Antwort gab, lässt Mary Shelley Frankenstein in Frankenstein oder Der moderne Prometheus sagen. Als Viktor Frankenstein sich mit der Schaffung künstlichen Lebens befasst, ist er jugendliche 19 Jahre alt. Auf Friedhöfen, in Beinhäusern und Grabgewölben in Bayern, rund um die Universitätsstadt Ingolstadt, wo er studiert, findet er die Antwort. Denn er weiß: Um die Ursachen des Lebens zu entdecken, müssen wir zuerst wissen, was der Tod ist. Seine Erfinderin Mary Shelley liefert damit eine kluge Beschreibung der Probleme, vor denen Biologen auch heute noch stehen.

    Nach der üblichen Definition wird die Eigenschaft Leben solchen Systemen zugeschrieben, die sich von der Umwelt abgrenzen und doch mit ihr wechselwirken, die sich in einem selbstorganisierenden Gleichgewicht befinden und zu Wachstum und Fortpflanzung fähig sind. Diese Begriffsbestimmung hat allerdings einige Schwächen. Eigentlich müsste sie lauten: Leben ist das, was Biologen dafür halten. Denn sowohl in der Natur als auch in der Technik kommen Systeme vor, die viele Eigenschaften des Lebens mitbringen. Feuer, Computerviren, geologische Systeme gehören dazu - während etwa Pilzsporen weder Stoffwechsel betreiben noch wachsen.

    Was Leben jedoch offenbar nicht braucht, ist ein Agens. Leben wird nicht eingehaucht. Es entsteht in Folge einer simplen Zustandsänderung. Eben hat es noch gefehlt, jetzt ist es da. Diese Unterscheidung wäre allerdings leichter zu treffen, wenn die Unterschiede zwischen unbelebter und belebter Materie klarer wären. Das würde das Leben allerdings auch komplett des von vielen, nicht nur religiösen Menschen geliebten Mysteriums berauben.

    Dieses Forschungsgebiet der Biologie scheint dem Laien oft am nächsten dran an der Erforschung des Lebens an sich. Das

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