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Tod eines Sesselfurzers

Tod eines Sesselfurzers

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Tod eines Sesselfurzers

Länge:
232 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Sept. 2014
ISBN:
9783958650633
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Bremer Politiker wird ermordet. Der Journalist, der ihn zuletzt besucht hat, um ein Interview mit ihm zu machen, kommt der Polizei als Verdächtiger gerade recht.
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Sept. 2014
ISBN:
9783958650633
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Buch

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Tod eines Sesselfurzers - Jürgen Alberts

werden.

Kurzinhalt

Ein Bremer Politiker wird ermordet. Der Journalist, der ihn zuletzt besucht hat, um ein Interview mit ihm zu machen, kommt der Polizei als Verdächtiger gerade recht.

»Der Beamte dient dem ganzen Volk, nicht einer Partei. Er hat bei seiner Amtsführung auf das Wohl der Allgemeinheit Bedacht zu nehmen.

Der Beamte trägt für die Rechtmäßigkeit seiner dienstlichen Handlungen die volle persönliche Verantwortung.

Der Beamte darf auch nach Beendigung des Beamtenverhältnisses, Belohnungen oder Geschenke in Bezug auf sein Amt nur mit Zustimmung seines gegenwärtigen oder letzten Dienstherren, annehmen.«

Aus den §§ 35, 38 und 43 des Beamtenrechtsrahmengesetzes

»Warum darf der deutsche Beamte nur noch dreilagiges Toilettenpapier benutzen?«

»Weil er von jedem Scheiß zwei Durchschläge braucht!«

Ulrich Reineking-Drügemöller

1

Klaus Waterman war seinem letzten eisernen Grundsatz untreu geworden: mit besoffenem Kopf keinen Geschlechtsverkehr nach zwei Uhr morgens. So war es ihm mit allen eisernen Grundsätzen gegangen. Ob es sich um das Schwarzfahren, die Verweigerung der Atomsteuer oder die Essensaufnahme bei McDonalds handelte. Der Hamburger hatte ganz entgegen seiner Erwartung passabel geschmeckt.

Das Bett ließ nichts zu wünschen übrig. Zwei mal zwei Meter Erotik in glänzender Seide, schwarz die Unterseite, weiß der obere Bezug. »Wo ich arbeite, tut nichts zur Sache!« hatte die Frau mit den großen Brüsten geantwortet. Leider war sie schon verschwunden. Ein Replay am nächsten Morgen konnte etwas sehr Angenehmes haben. Wie hieß sie eigentlich? Diese Frage wusste Waterman zur Hälfte zu beantworten: Irene.

Seitdem seine Beziehung zu Beate ihren tiefsten Tiefpunkt erreicht hatte, war sie aus der Wohnung ausgezogen. Beate wollte mit ihrem Klaus nur Höhepunkte erleben, nur Sonntage mit Frühstück im Bett und Sex unter der Dusche und Urlaub in exotischen Ländern. Jetzt lebte sie mit einem festangestellten Redakteur des heimischen Rundfunksenders zusammen. Sie hatte sich verbessert, denn der Redakteur verfügte über eine Menge Sendezeit, von der Beate die eine oder andere Stunde füllen durfte. Klaus Waterman war auf der Strecke geblieben. Er schlug die gut riechende Bettdecke zurück und sah sich in der fremden Wohnung um. Ihm stellten sich mehrere Fragen, auf die er mehrere Antworten geben konnte. Wie sind wir hierhergekommen? Wer hat wen abgeschleppt? Wo bin ich überhaupt? Nach dem heftigen

Aufeinandertreffen mit Moor hatte es ihn in die Kneipe gezogen. Soviel konnte er rekonstruieren. Dann kam der Filmriss.

Er blickte auf den Schreibtisch, der aus Plexiglas war, mit Chrom verziert. Säuberlich aufgereiht standen in silbernen Rahmen Fotos: Männer, bärtige, bartlose, schmale und breite, meist lächelnde Gesichter. Irene schien sich der Vielmännerei hinzugeben. Haben wir ein Kondom benutzt? Auch auf diese Frage gab es zwei Antworten.

Klaus Waterman wachte lieber in seiner eigenen Wohnung auf. Dennoch war die Erkundung nicht ohne Reiz. Er nahm einen der geöffneten Briefe in die Hand und las die Zeilen. Es war ein Mahnschreiben von Irenes Mutter, sich doch endlich mal wieder blicken zu lassen. Er steckte den Brief in den Umschlag und platzierte ihn so, wie er gelegen hatte.

»Du bist zwar nicht mein Typ, Klaus, aber irgendwas gefällt mir an dir.« Dieser Satz Irenes kam ihm jetzt in den Sinn. Hatte sie ihn noch in der Kneipe gesagt oder schon in ihrer Wohnung?

Das Telefon klingelte.

Waterman stand nackt und ziemlich unentschlossen vor dem modernen Tastengerät. Das Micky-Mouse-Modell der Bundespost.

Wenn ich abnehme und es ist für Irene, wird es ihr nicht recht sein, dachte er, bevor er den Hörer ergriff.

»Ich sollte dich um zehn Uhr wecken«, sagte eine ihm vertraute Stimme.

»Meine innere Uhr war pünktlich«, erwiderte Waterman.

»Und?«

»Was und?«

»Was machst du gerade? Schnüffelst du in meiner Post rum?« Irenes Stimme klang nach zwanzig französischen Zigaretten.

»Nein, nein. Ich muss gleich los. Darf ich noch duschen?«

Waterman kratzte sich am Schamhaar. Irgendwie die Sünde der Nacht loswerden, etwas Wasser der Genügsamkeit.

»Fühl dich wie zu Hause! Ich hab zwei Bitten: Erstens hätt ich gerne ein Foto von dir mitsamt Adresse, und zieh die Wohnungstür fest hinter dir zu, sie klemmt meistens. Ich will nicht nach Hause kommen und dann die Polizei rufen müssen.«.

Waterman versprach beides und legte auf. Diese Disney-Figur, die mit verschiedenen Stimmen sprechen konnte, schaukelte hin und her. Er durfte nicht zu lange darauf schauen, sonst wurde ihm schwindlig. Dann tauchten neue Fragen auf. Wo ist meine Mappe mit den Unterlagen? Wo sind Socken, Unterhose, Autoschlüssel? Wer hat den Bierdeckel in der Kneipe bezahlt?

»Memmert« war eine von jenen Kneipen, die sich nie veränderten, nur die Besitzer wechselten im Laufe der Jahre. Waterman besuchte diesen Szenetreff häufig. Die Kneipe verfügte über eine Stammkundschaft, die ihr unverbrüchlich treu blieb. Ein Uni-Professor hatte seine Wohnung in die Nähe dieser Kneipe verlegt, damit der Nachhauseweg kürzer war. Ein Schauspieler ohne Engagement saß immer in derselben Ecke und sprach von großen Rollen, die er noch spielen würde. Ein Journalisten-Kollege berichtete, meist ungefragt, von dem großen Scoop, der ihm entgangen sei, er dürfe seinen Enkeln nie davon erzählen, sonst würden sie ihn nicht mehr ansehen. Er war jedoch nicht mal verheiratet. Der jetzige Wirt liebte die Nachtstunden. Er kam erst nach eins in seine Kneipe und löste die letzte Schicht ab.

Waterman genoss die Dusche, sie bot Genüsse von sechs verschiedenen Brausen. Haben wir uns noch mal verabredet? Habe ich irgendwas versprochen? Als was habe ich mich ausgegeben? Waterman wusste, was sie mit seinem Foto machen. wollte. Er wollte ihr keins schicken.

Der Journalist machte einen Plan und verwarf ihn wieder. Dann kam ein zweiter Plan, der auch keine Zustimmung fand. Am besten war es, er würde in eins dieser Frühstückscafés gehen und sich verwöhnen lassen. Mit der Arbeit konnte er auch am Nachmittag anfangen. Die zweite Folge der Serie musste abgeliefert werden. Da gab Grünenberg kein Pardon.

Es schellte Sturm.

Micky-Mouse war es nicht.

Waterman nahm sich das weiche Badetuch vom Haken und schlang es um den Körper. Gewohnheitsmäßig erwartete er den Postboten. Um diese Zeit klingelte er, wenn er mal wieder ein Päckchen nicht durch den Briefschlitz schieben konnte.

Waterman öffnete die Tür.

Die beiden Herren kannte er nicht.

»Fahndung, Kripo. Sind Sie Klaus Waterman?«

Der Journalist nickte. Verdutzt.

»Würden Sie sich bitte anziehen?«

»Ja, Moment, was ...« Klaus Waterman sah in zwei Paar Beamtenaugen, zwei Herren in Windjacken, nicht viel älter als er.

»Warum soll ich mitkommen?«

»Das wird Ihnen Hauptkommissar Dehmel mitteilen!"

»Kenne ich nicht!« erwiderte Waterman. Er spürte, wie das Badetuch ins Rutschen geriet. Waterman hielt es eine Weile krampfhaft, dann ließ er es fallen.

Der jüngere der beiden Herren starrte auf sein Glied. Der andere sagte: »Jetzt ziehen Sie sich an, aber ein bisschen plötzlich. Wir können auch anders.«

»Haben Sie einen Haftbefehl dabei?« fragte Waterman, der es genoss, unbekleidet der Ordnungsmacht entgegen zu treten. Das ersparte zumindest eine Leibesvisitation.

»Sie kommen jetzt mit. Hauptkommissar Dehmel wird Ihnen ...«

»Sie haben kein Recht«, unterbrach der Journalist den Fahnder. Der jüngere Kollege nahm das Badetuch vom Boden und hielt es Waterman hin. Der reagierte nicht.

»Wir haben den Auftrag, Sie vorzuführen, Herr Waterman. Mehr nicht. Wir erfüllen nur unseren Auftrag.«

»Das kann ich mir denken. Aber ich habe das Recht ...«

»Sie haben jetzt mitzukommen.«

Mit diesem Satz beendete der Fahnder die Kommunikation und wurde handgreiflich. Er drehte Waterman den rechten Arm auf den Rücken, schob ihn in die Wohnung. Der Jüngere stand Schmiere, nachdem er die Tür geschlossen hatte.

»Ich möchte meinen Anwalt anrufen.« Waterman zog den Beamten zum Schreibtisch, wo Micky-Mouse wartete.

»Können Sie alles, aber vom Revier aus. So viel Zeit haben wir nicht. Sie sind nicht der einzige faule Kunde ...«

Waterman versuchte, sich aus dem Polizeigriff zu befreien, aber je mehr er drückte, desto fester hielt ihn der Fahnder.

»Ich kann auch körperliche Zwangsmittel anwenden, wenn Sie es nicht anders wollen«, sagte der Mann, dessen hellblaue Windjacke mit einem Fallschirmspringer verziert war, »haben Sie schon mal versucht, sich in Handschellen anzuziehen? Das ist keine leichte Übung, was, Bonzo?« Er versicherte sich der Zustimmung seines Kollegen. Der Jüngere lachte.

»Wo sind Ihre Klamotten?« fragte er.

Dem Journalisten kam ein schlimmer Verdacht. Hatte Irene etwas mit dieser Festnahme zu tun, war ihr Anruf vorhin...

Der Fahnder bediente sein Walkie-Talkie. »Mac, bitte kommen, für Luchsi.«

»Hier Mac.«

»Wir haben ihn! Ist zwar noch nackt, aber bald kriegt er Silber! Sagst du Dehmel Bescheid, dass er die Fahndung abblasen kann. Ende, over.«

»O K. Luchsi, meldet euch, wenn ihr geliefert habt.«

Waterman beschloss, keinen Widerstand zu leisten. Er traute den beiden Polizisten zu, dass sie ihn sofort in die Mangel nahmen. Und er würde eine Anzeige von der Staatsgewalt kriegen. Immerhin waren sie zu zweit.

»Ihre Papiere«, sagte der Fahnder, der sein Sprechgerät wieder in der Windjacke verschwinden ließ. Jetzt sah Waterman die Dienstpistole, die am Gürtel angeschnallt war.

»Hab ich schon«, rief der Jüngere, dessen Gesicht den Journalisten an einen Bekannten erinnerte. Diese engstehenden Augen, die darüber zugewachsenen Brauen.

»Leg ihn in, Silber«, sagte der Fahnder, während er sich den Personalausweis besah. »Sie könnten auch mal das Kinderfoto im Ausweis auswechseln lassen.« Er lächelte jetzt, als sei die Zeit zum Scherzen gekommen.

Klaus Waterman schaltete auf stur. Kein Wort mehr. Seine Gedanken kreisten nur um den Moment, wenn er diesen beiden staatlichen Kriminellen die Rechnung für ihren Auftritt präsentieren würde. Schade, dass er keinen Zeugen hatte.

Zum ersten Mal Handschellen. Sie schnürten nicht besonders eng, weil Waterman schmale Gelenke hatte. Aber kräftigeren Tätern musste dieses Standardformat...

Als sie die Wohnung verließen, zog der jüngere Beamte die Wohnungstür fest zu, so dass sie ins Schloss rastete.

Waterman lief Spießruten.

Die Nachbarin von gegenüber sagte: »Den Mann kenn ich nicht. Aber diese Frau schläft ja mit allen.«

Auf der Straße hatte sich schon ein Grüppchen gebildet und diskutierte heftig. Als Waterman abgeführt wurde, rief einer: »Endlich ham sie den Dealer geschnappt. Wurde aber auch Zeit.«

Der Journalist sah, dass er seinen weißen Volkswagen-Käfer in der Nacht schräg eingeparkt hatte. Ziemlich schräg, diese letzte Nacht.

Die Fahrt zum Polizeipräsidium dauerte nicht lange. Die beiden Polizisten rauchten. Stumm. Im Autoradio die Elf-Uhr-Nachrichten. Von seiner Verhaftung brachten sie nichts.

Vor einigen Jahren war er Zeuge, als die Polizei einen Mann abführte. Sie traktierten ihn mit Schlägen, bis er in den Wagen einstieg. Er schrie laut. Niemand der Umstehenden griff ein. Niemand fragte, was los sei. Dieses verschüchterte Gesicht, das verstrubbelte Haar, der Mann war im Bademantel aus seiner Wohnung geholt worden. Der gebückte Gang. Jeder musste glauben, dass er schuldig war und die Polizisten sich im Recht befanden.

Es war dieses verdammte Gefühl der Ohnmacht, das in Waterman aufstieg, die Hilflosigkeit: Ihm war nicht ganz klar, welche Rechte er in dieser Situation hatte. Durften zwei Polizisten, die sich nicht einmal ausgewiesen hatten, ihn mit auf die Wache schleppen? Durften sie das in einer fremden Wohnung? Ihn wurmte, dass er sich nicht wehrte, dass er mit Handschellen auf der schmalen Rückbank des Wagens saß, hinter einem Drahtgitter.

Waterman wollte, ganz gleich, was nun mit ihm geschehen würde, als erstes mit seinem Rechtsanwalt telefonieren. Keine Frage beantworten, schon gar keine Aussage machen. Nur die Feststellung der Personalien war zulässig. Darüber hinaus kein Wort. Erst wenn er mit Rechtsanwalt Größer gesprochen hatte.

»War es schön bei der Frau?« fragte der Fahrider, während der Jüngere grinste.

Waterman sah aus dem Fenster. Sie fuhren den Wall hinauf, vorbei an den vornehmen Geschäften, die in der Stadtmitte das Flair einer Weltstadt kreierten. Zwei bis drei Straßen weit.

»Auch gut«, beantwortete der Polizist die Frage.

»Wenigstens ein letztes Mal anständig gefickt. Kann man nichts gegen haben, was?« Der jüngere stieß seinen Kollegen an. Sie lachten laut.

Waterman wurde den Gedanken nicht los, in eine Falle geraten zu sein. Hatte er Irene bloß zufällig getroffen? Wie konnte sie wissen, dass er zu »Memmert« ging?

»Bringst du ihn rauf, Bonzo? Ich park die Karre im Hof«, sagte der Fahnder, »und richte dem Dehmel einen Gruß aus, dass wir es mit einem nackten Widerständler zu tun hatten. Wenn er pampig wird, dann - weißt schon. Auf Wiedersehen, Herr Waterman.«

Im langsamen Beamtenaufzug fuhren sie nach oben.

Waterman hoffte, dass er einen Kollegen von der schreibenden Zunft treffen würde. Ein hingeworfener Satz hätte genügt.

Der Flur roch nach frischer Farbe und abgestandenem Bier.

»Hier rein!« Der Polizist schubste Waterman, ohne anzuklopfen, in das Dienstzimmer von Kriminalhauptkommissar Dehmel.

»Das ging ja prompt!« sagte Dehmel, der seine Brille auf die Nase fallen ließ. Er hatte sie für die Zeitungslektüre in sein Haar geklemmt.

»Nehmen Sie ihm bitte die Handschellen ab. Musste das wieder sein?«

Der Polizist ereiferte sich, widerspenstiges Benehmen, freche Bemerkungen: »Und was das Größte ist, er wollte uns mit seinem Pimmel erschrecken. Ist aber nichts dran an diesem mageren Schreiberling.«

Dehmel stellte sich vor, mit Namen und vollem Titel, während Waterman die Handschellen abgenommen bekam.

Der jüngere Fahnder rückte ab. Nicht ohne dem Journalisten einen drohenden Blick zugeworfen zu haben.

»Gleich kommt mein Mitarbeiter, Kommissar Meyerhoff. Dann können wir beginnen.«

Klaus Waterman rieb sich die Gelenke.

»Ich würde gerne mit meinem Rechtsanwalt sprechen, Herr Hauptkommissar.«

»Lassen Sie den Titel bitte weg. Das steht Ihnen zu, aber wir wollen einen Moment warten, bis Meyerhoff kommt.«

Der Kommissar setzte sich hinter seinen Schreibtisch und nahm die Lektüre der Zeitung wieder auf. Er schob die randlose Brille über die Stirn ins gekräuselte Haar.

Waterman räusperte sich, bevor er ihn störte. »Ich kann doch in der Zwischenzeit versuchen, Dr. Größer zu erreichen. Darf ich Ihr Telefon benutzen?«

Der Journalist erhob sich.

»Unterlassen Sie das. Ich sage, wann Sie jemand anrufen dürfen. Ist das verstanden worden?«

Sein Tonfall war nicht scharf, hatte nichts Befehlendes, war eher freundlich.

Ein junger Mann betrat das Büro. Meyerhoff, Oberkommissar. Er entschuldigte sich, dass er aufgehalten worden sei.

»Herr Waterman, jetzt kommen ganz einfache Fragen. Die können Sie beantworten und dann ...«

»Ich werde keine Fragen beantworten, es sei denn, es handelt sich um meine Personalien. Ansonsten will ich erst mit meinem Rechtsanwalt sprechen.«

Meyerhoff blickte seinen Vorgesetzten an. Er trug ein offenes Sporthemd mit kurzen Ärmeln, etwas zu dünn für den strengen Januar.

»Was solln denn diese Scherze, Herr Waterman? Wolln Sie uns die Arbeit erschweren?«

Klaus Waterman merkte sofort, wie hier die Rollen verteilt waren. Dehmel war für die Scheißfreundlichkeit zuständig, Meyerhoff fürs Grobe. Der Hauptkommissar sah aus wie ein Sportler, der zu lange, im Sonnenstudio verbracht hatte. Nur das Kassengestell störte diesen Eindruck.

Ich will meinen Rechtsanwalt sprechen und mich mit ihm beraten.«

»Also wissen Sie, um was es geht, was?« schrie Meyerhoff, ganz unvermittelt.

Waterman erschrak.

Mit dieser Reaktion hatte er nicht gerechnet.

»Sie verhalten sich nicht besonders

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