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Das magische Wien: Spaziergänge an Kraftorte
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eBook272 Seiten2 Stunden

Das magische Wien: Spaziergänge an Kraftorte

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Über dieses E-Book

Entdecken Sie Ihren persönlichen magischen Platz

Wien ist eine magische Stadt! Sie bezieht ihren Zauber aus den wunderbaren Orten der Kraft, die über ihr Stadtgebiet verteilt sind, verbunden durch Energielinien, die bis in fernste Länder reichen können. Durch Jahrhunderte konnten hier verborgene Kräfte wirksam werden, die bis heute faszinieren. Es lohnt sich, diese magischen Orte aufzusuchen, um ihre Energie zu spüren und ihre faszinierende Geschichte zu erfahren, denn das "Weltreich der Magie" hat hier in Wien einen seiner stärksten Standorte.
Gabriele Hasmann und Gerhard Kunze präsentieren mit diesem Buch eine Schatzkarte, mit deren Hilfe Sie diese Orte finden können.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum12. Mai 2014
ISBN9783902862891
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    Buchvorschau

    Das magische Wien - Gerhard Kunze

    Als Magie noch Teil der

    Wissenschaft war …

    Er ist Kaiser – Sie regiert

    18. Jahrhundert – in Österreich die Zeit der großen Maria Theresia (1717–1780) und ihres Gatten Franz I. Stephan von Lothringen (1708–1765). Er war gekrönter Kaiser und sie regierte. Außerdem bekam sie 16 Kinder. Für ihren Gatten gab’s darüber hinaus nicht viel zu tun … so schien es zumindest. Doch das war geschickte PR und Tarnung teilweise geheimer Tätigkeiten. Während Maria Theresia aus dem Hause Habsburg als mütterliche Herrscherin auftrat, konnte der Kaiser ungestört die Fäden zum Wohle des Landes ziehen.

    Maria Theresia.

    Fürs Regieren standen Maria Theresia die besten Berater ihrer Zeit zur Verfügung, die von ihrem Kaiser-Gatten, der auch Freimaurer war, entdeckt und an den Wiener Hof geholt wurden. Dadurch hatte ihr gekrönter Gemahl ausreichend Muße, sich um das Land zu kümmern und die besten Möglichkeiten zu erforschen, wie man Österreich „fit für die Zukunft" machen konnte. Besonders in Finanzfragen war er ein Genie, und es gelang ihm, den Staat zu sanieren.

    Zoo, Park und Schloss Schönbrunn, Sommersitz der Habsburger und Quell alles Schönen und Magischen.

    Der Herrscher interessierte sich für jede Wissenschaft; Forschung und Kunst wurden von ihm nachhaltig unterstützt. Neugründungen erhielten den Namen seiner Gemahlin Maria Theresia.

    Im 18. Jahrhundert waren die Wissenschaften noch nicht so streng getrennt voneinander wie heute, außerdem gehörten auch Alchemie und Magie ganz selbstverständlich dazu. Alchemie ist die Lehre der Erkenntnis, dass letztlich alles aus den gleichen Bestandteilen besteht und bei Anwendung der richtigen Methode nach Wunsch verändert werden kann. Mithilfe des „Steins der Weisen" wurde sogar versucht, Gold herzustellen. Ob es gelungen ist, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Auf jeden Fall entwickelte sich aus diesen Forschungen die moderne Chemie. Aber auch ethische Veränderungen, wie zum Beispiel ein besserer Mensch zu werden, waren immer ein alchemistisches Ziel.

    Bei der Magie wiederum handelte es sich um die Lehre vom Glauben daran, dass man mit der Kraft seiner Gedanken alles verändern kann – in eine gute Richtung mit der weißen, in eine schlechte mit der schwarzen Magie. Vor allem soll man in der Lage sein, sich selbst zu verändern. Schon Buddha sagte: „Alles, was wir sind, ist das Ergebnis unserer Gedanken. Der Geist ist alles. Was wir denken, dazu werden wir. Aber auch Eindrücke und Veränderungen, die man sich nicht erklären kann, werden gerne als magisch bezeichnet. Magiern wird nachgesagt, dass sie Berge nicht nur sprichwörtlich versetzen können, sondern ebenso fähig sind, die sichtbaren und verborgenen Kräfte der Natur nach Belieben einzusetzen. Albert Einstein erklärte: „Das, wo unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall. Als entscheidend für die Nutzung magischer Kräfte galt allerdings stets auch der richtige Ort, den Geomanten aussuchten, und der richtige Zeitpunkt, den Astrologen nach dem Stand der Gestirne errechneten. Alles wurde nach uralten Regeln, die Pentagramm und Kabbala vorgaben, abgewickelt.

    Der Wiener Hof und die gesamte Kaiserstadt waren mit Kraftorten, Kultplätzen und Energielinien bestens ausgestattet, die alle heute noch erlebbar sind. Kaiser Franz I. Stephan begann gewaltige Sammlungen anzulegen, und aus jahrhundertealten Wunderkammern entstanden die Anfänge der großen Museen, um die wir heute weltweit beneidet werden und die einen wesentlichen Teil des unvergleichlichen Flairs der Stadt Wien ausmachen.

    Eisen fällt vom Himmel –

    Diamanten brennen

    Drei Tage nach dem Fest von Christi Himmelfahrt: Die Sonne hatte es gut gemeint und kraftvoll über Kroatien gestrahlt. Nun sank sie langsam immer tiefer, bald würde sie hinter dem Horizont verschwinden. Es war Mittwoch, der 26. Mai 1751, 18 Uhr, und die meisten Leute arbeiteten noch auf den Feldern. Weiße Wölkchen zogen über den strahlend blauen Himmel. Es herrschte totale Stille. Kein Windhauch regte sich. Tiefster Frieden erfüllte das Land. Nur im Dörfchen Hraschina bei Zagreb krähte ein Hahn, der seine Hennen rief, und eine Kuh brüllte laut, um darauf hinzuweisen, dass bald die Abendfütterung fällig war.

    Plötzlich zerriss ein ohrenbetäubendes Krachen und Zischen die friedliche Stille, und hoch oben am Himmel, scheinbar aus dem Nichts, erschien eine rot glühende Kugel, umgeben von schwarzem Rauch. Im Flug zersprang sie in mehrere Teile, die dann wie ein Regen, aber im Zickzackkurs, zu Boden stürzten und „drei Ellenbogen Tieff in die Erden hineindrungen, wie Augenzeugen berichteten. Alle waren sicher: „Der Zorn des Himmels ist auf die Erde gefallen.

    In der Bibel steht geschrieben: „… am dritten Tage auferstanden vom Tode." Das galt für Ostern. Fehlten bei Christi Himmelfahrt vielleicht einige Zeilen? Lautete die unbekannte Fortsetzung vielleicht: Er fuhr in den Himmel auf, berichtete seinem Vater, wie es bei den Menschen zuging … und nach drei Tagen gab es die Abrechnung. Ohne Gnade. Zürnte also der Himmelvater und wurden die Leute deshalb mit Steinen beworfen? Als Strafe für das Ungeheuerliche, das die Menschheit seinem Sohn auf Erden angetan hatte?

    Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Himmel nicht mit Felsbrocken warf, sondern mit Eisenstücken. Es handelte sich sogar um erstklassiges Eisen, wie der Schmied sofort erkannte, der sich auch gleich für die Eisentrümmer interessierte; Hufeisen, Nägel und Ähnliches könnte er daraus anfertigen. Doch zunächst musste der seltsame Fund dem Pfarrer gemeldet werden.

    „Eisen, das vom Himmel stürzt! Also so etwas … habt ihr vielleicht zu viel vom Haustrunk erwischt? Haustrunk lautete die Bezeichnung für den Wein, den sich die Arbeiter für die Jause mit auf das Feld nahmen. Der Pfarrer zeigte sich misstrauisch, denn er kannte seine Schäfchen nur allzu gut. Konnte man den Beobachtern trauen? Dennoch verständigte der fromme Mann den Bischof in Zagreb. Doch auch dieser war nicht sicher, was mit dem Fund zu tun wäre. Die Nachfrage bei den Gelehrten jener Zeit ergab: Die Wissenschaft zeigte kein Interesse an dem Fund – so etwas sammeln … lächerlich! Also erstattete der Bischof Bericht an den Kaiser in Wien, und dort war er richtig. Franz I. Stephan von Lothringen, der Gatte von Maria Theresia, bekundete höchstes Interesse an den „Trümmern aus dem Weltall. Er war gerade dabei, eine eigene private Forschungsstation im Schlosspark zu planen. In Schönbrunn wollte er, unbemerkt von der Öffentlichkeit, alle Arten von Wissenschaft betreiben: Astrologie, Astronomie, Alchemie, Zoologie und natürlich auch Magie. Der Kaiser interessierte sich für die letzten Wahrheiten dieser Welt. „Willst du die Natur beherrschen, so musst du ihre Geheimnisse kennen", lautete seine Devise, die bei ihm auch gelebtes Programm war.

    Mit dem blauen Saphir in der Hand: Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen in seiner Naturaliensammlung.

    Der Meteorit von Hraschina wurde zum Grundstein für die Sammlungen des Naturhistorischen Museums.

    Die Forschungsstation des Kaisers wurde ein gewaltiger Erfolg und besteht noch heute. Franz I. tarnte sie als Menagerie – mitten im Schlosspark –, doch sie war schon bei der Gründung weit mehr. Das aber wussten nur eingeweihte Personen. Heute ist die Anlage als Tiergarten Schönbrunn bekannt, als ältester Zoo der Welt. Er wurde als bester Europas ausgezeichnet, ist heute eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art und Drehscheibe für den Schutz bedrohter Arten. Schönbrunn wird darüber hinaus auch als Kraftzentrale von Wien gesehen.

    Von den Eisentrümmern, die im Mai vom Himmel gestürzt waren, existierte bald nur noch eines, das immerhin 39 Kilo wog. Mit den anderen Meteoritenteilen hatte der Schmied bereits Nägel mit Köpfen gemacht und diese hauptsächlich zu Hufeisen verarbeitet. Für die Wissenschaft waren sie damit verloren. Das verbliebene Meteoritenstück wurde nach Wien geschafft und zum Grundstein der Sammlungen des Kaisers: Eine „Wunderkammer aus fernen Welten" entstand, angeführt von einem Eisenstück aus den Tiefen des Weltalls, der wohl fernsten aller möglichen Welten.

    Heute finden wir den 39 Kilo schweren Eisenklumpen in der weltweit ältesten Meteoritensammlung im Naturhistorischen Museum in Wien, das seine Gründung dem Forscherdrang und der Sammelleidenschaft von Kaiser Franz I. Stephan verdankt. Der Herrscher interessierte sich auch für die Zweige der Naturforschung, über die etablierte Wissenschaftler damals noch die Nase rümpften. Das Naturhistorische Museum an der Ringstraße, als größtes und bekanntestes seiner Art weltweit, ist ein idealer Ausgangspunkt, um mit den Spaziergängen zu den verborgenen Kräften in der Wiener Innenstadt zu beginnen. Am besten fängt man damit im ersten Stock des imposanten Gebäudes an. Dort befindet sich die kunstvolle Planetenmaschine, die der Kaiser bauen ließ. Damit konnte er den Lauf der Gestirne genau studieren, denn die Grundregel der Alchemie lautet: „Wie oben, so unten" – wie am Himmel, so auf Erden.

    Gleich daneben steht sich eine Vitrine aus Panzerglas, in der das Juwelenbouquet ausgestellt ist. Es handelt sich dabei um einen bunten Blumenstrauß aus 1500 Diamanten, 1200 Farbsteinen und ebenso vielen Seidenblättern, den Kaiserin Maria Theresia ihrem Gatten zur Grundlage der Edelsteinsammlung des Museums, die zur traditionsreichsten und wertvollsten Sammlung der Welt wurde, schenkte.

    Ein paar Vitrinen weiter findet sich das traurige Ergebnis eines Versuchs, den der Kaiser mit dem Physiker und Jesuitenpater Joseph Franz SJ und einem Häufchen kleiner Diamanten unternahm, der so hoffnungsfroh begonnen hatte: Es war an einem heißen Hochsommertag im Jahr 1751, vermutlich am 31. Juli. Die Sonne stand hoch am Himmel, als eine kleine Gruppe festlich gekleideter Personen – der Kaiser in Begleitung des Paters, einigen Helfern und Offizieren der Schlosswache – die schützende Kühle von Schloss Schönbrunn verließ und hinaus vor das Gebäude in die pralle Sonne trat. Gerade wurde von einem Wagen ein zwei Meter hohes, dreibeiniges Gestell abgeladen, das mit einer kostbaren Decke in den Farben des Kaisers verhüllt war: ein beweglicher Hohlspiegel mit 150 Zentimetern Durchmesser, auf dem das 70 Zentimeter hohe Relief einer Palme zu sehen war. Dieser Baum gilt als Symbol des Lebens und steht seit der Antike für Frieden, Freude und Sieg, außerdem gehört die Palme zu den Mariensymbolen. Durch ihre immergrünen Blätter sind diese Pflanzen auch Sinnbild für Auferstehung und ewiges Leben. Vor dem Spiegel wurde nun ein kleines, in der Höhe verstellbares, viereckiges Tischchen in Stellung gebracht, auf das Pater Joseph Franz eine dreieckige Schale aus Metall stellte. Damit waren die Vorbereitungen für das geheimnisvolle Experiment beendet. Das Viereck des Tischchens symbolisiert die Erde und die dreieckige Schale die Verbindung zum Überirdischen. Die Drei gilt als die göttliche Zahl und das Symbol der Lebenskraft. Und vier plus drei ist sieben, die heilige Zahl, eine der wichtigsten in der Magie, die Gott und Welt miteinander verbindet. Nun holte ein Wachoffizier eine kostbare Schatulle und öffnete sie vor dem Kaiser. Der entnahm eine Handvoll kleiner Diamanten und legte diese auf die dreieckige Schale. Inzwischen war die Hülle vom Spiegel entfernt worden, der nun so ausgerichtet wurde, dass die gebündelten Sonnenstrahlen mit etwa 1000 Grad direkt auf die Diamanten trafen. Die Idee hinter diesem Experiment: die kleinen Edelsteine mithilfe dieser höllischen Hitze zu einem großen Kristall zusammenzuschmelzen. Zunächst passierte gar nichts. Dann begann es zu knistern, und es bildete sich Rauch, der immer stärker wurde. Schließlich standen die kleinen Schmuckstücke in Flammen und verbrannten zu einem rabenschwarzen klebrigen Häufchen Asche mit angekohlten oder trüb gewordenen Resten der Diamanten. Das Experiment war gescheitert und dennoch ein Beitrag für die Wissenschaft, denn man wusste nun: Diamanten sind aus Kohlenstoff und verbrennen zu Asche. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Lötsch, der ehemalige Generaldirektor des Naturhistorischen Museum, sagte: „Allein für diese Erkenntnis hätte der Kaiser einen Nobelpreis verdient." Das Experiment wurde nicht wiederholt und die verkohlten Reste der Diamanten kamen in die kaiserliche Naturaliensammlung. Der Brennspiegel aber wurde von Maria Theresias Hof verbannt: Geräte, mit denen man Diamanten verbrennen kann, haben hier nichts verloren, hieß es. Er ist heute im Technischen Museum zu sehen.

    Vaterunser und Daumenschraube

    „Samstag, den 15. dieses, nach gehörter Heiliger Messe geruheten Vormittag beede Kaiserl. Majestäten Sich mit denen inn- und ausländischen Staatssachen zu beschäftigen und Nachmittag Sich in dem Schönbrunnergarten mit Spazierengehen zu belustigen, war im Juli 1752 im „Wiener Diarium zu lesen. Während der Regierungszeit Maria Theresias finden wir fast in jeder Ausgabe der 1703 gegründeten, ältesten Zeitung der Welt, die wir heute als „Wiener Zeitung" kennen, Beschreibungen vom Besuch der Heiligen Messe durch die Herrscherfamilie. Maria Theresia und Franz Stephan kannten die geheimen Bedeutungen der Gebete und nutzten sie als Quelle der Kraft. Besonders das Vaterunser, das älteste und bekannteste Gebet der Welt, bewährt sich angeblich als Wegweiser zu Glück, Zufriedenheit und einem erfüllten Leben. Man sagt, es hätte seine heilsame Wirkung in den fast 2000 Jahren, seit es Jesus den Menschen gelehrt hat, nicht verloren. Wer die einzelnen Sätze des Vaterunser sorgfältig spricht oder liest – laut oder stumm ist dabei nicht von Bedeutung, wichtig ist die Konzentration auf die Worte – und das Gebet täglich wiederholt, würde bald bemerken, wie sich das Leben auf unerwartete Weise zum Positiven wendet und alle Wünsche erfüllt werden. Jeder kann dies

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