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Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte (Bd. 5)

Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte (Bd. 5)

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Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte (Bd. 5)

Bewertungen:
4/5 (3,442 Bewertungen)
Länge:
221 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 22, 2013
ISBN:
9783764190279
Format:
Buch

Beschreibung

NARNIA ... das Land, wohin man nur durch Zauberei gelangen kann ...
Der junge König Kaspian will sein Versprechen einlösen und das Schicksal der sieben verschollenen Lords ergründen. An Bord seines Schiffes "Morgenröte" befinden sich neben seiner Mannschaft fantastischerweise auch Lucy, Edmund und deren gemeiner Cousin Eustace. Die abenteuerliche Fahrt führt gen Osten in Gebiete, die noch kein Narnianer zuvor betreten hat. Doch was erwartet sie wirklich hinter dem Horizont?

Die Chroniken von Narnia:
Das Wunder von Narnia (Band 1)
Der König von Narnia (Band 2)
Der Ritt nach Narnia (Band 3)
Prinz Kaspian von Narnia (Band 4)
Die Reise auf der Morgenröte (Band 5)
Der silberne Sessel (Band 6)
Der letzte Kampf (Band 7)
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 22, 2013
ISBN:
9783764190279
Format:
Buch

Über den Autor


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Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte (Bd. 5) - C. S. Lewis

Welt

Das Bild im Schlafzimmer

Es war einmal ein Junge, der hieß Eustace Clarence Scrubb und den Namen hatte er beinahe verdient. Seine Eltern nannten ihn Eustace Clarence, seine Lehrer nannten ihn Scrubb. Wie seine Freunde ihn anredeten, kann ich euch nicht sagen, denn er hatte keine. Seinen Vater und seine Mutter nannte er nicht »Vater« und »Mutter«, sondern Harold und Alberta.

Sie waren sehr moderne und fortschrittliche Leute. Sie aßen kein Fleisch, rauchten nicht, tranken keinen Alkohol und trugen eine besondere Sorte Unterwäsche. In ihrem Haus gab es nur ganz wenige Möbel und ganz wenige Kleider lagen auf den Betten und die Fenster standen immer offen.

Eustace Clarence mochte Tiere, besonders Käfer, wenn sie tot und mit einer Nadel auf einen Karton gespießt waren. Bücher mochte er auch, wenn es Sachbücher waren mit Bildern darin von Getreidehebern oder dicken ausländischen Kindern, die in Modellschulen Leibesübungen machten.

Seine Cousins und Cousinen, die vier Pevensies Peter, Susan, Edmund und Lucy, konnte Eustace Clarence überhaupt nicht leiden. Trotzdem freute er sich, als er hörte, dass Edmund und Lucy zu Besuch kommen würden. Denn insgeheim liebte er es, andere herumzukommandieren und zu schikanieren. Obwohl er nur ein kümmerlicher kleiner Kerl war, der es bei einer Rauferei nicht einmal mit Lucy hätte aufnehmen können, geschweige denn mit Edmund, wusste er, dass es Dutzende Möglichkeiten gibt, Leuten das Leben schwer zu machen, wenn man selbst zu Hause ist und sie nur zu Besuch.

Edmund und Lucy ihrerseits hatten überhaupt keine Lust, Onkel Harold und Tante Alberta zu besuchen. Aber es ließ sich nun einmal nicht ändern. Vater hatte einen Lehrauftrag bekommen, in jenem Sommer sechzehn Wochen lang in Amerika Vorlesungen zu halten, und Mutter würde ihn begleiten, weil sie seit zehn Jahren keinen richtigen Urlaub mehr gehabt hatte. Peter büffelte nach Kräften für eine Prüfung und würde die Ferien damit verbringen, sich von dem alten Professor Kirke, in dessen Haus die vier Kinder vor langer Zeit in den Kriegsjahren wunderbare Abenteuer erlebt hatten, Wissen einpauken zu lassen. Hätte er immer noch in jenem Haus gewohnt, so hätte er sie bestimmt alle eingeladen. Aber er war seit damals irgendwie arm geworden und lebte nun in einem kleinen Häuschen, in dem er nur ein Zimmer für Gäste übrig hatte. Da es zu teuer gewesen wäre, die anderen drei auch mit nach Amerika zu nehmen, war nur Susan mitgefahren.

Die Erwachsenen fanden immer, sie sei die Hübscheste in der Familie, und da sie nicht besonders gut in der Schule war (obwohl sonst ziemlich reif für ihr Alter), meinte Mutter, sie »hätte von einer Reise nach Amerika viel mehr als die Kleinen«. Edmund und Lucy versuchten zwar Susan nicht um ihr Glück zu beneiden, aber es war grauenhaft, dass sie ihre Sommerferien bei ihrer Tante verbringen mussten. »Für mich ist es noch viel schlimmer«, sagte Edmund. »Du kriegst wenigstens ein eigenes Zimmer, aber ich muss mir ein Zimmer mit diesem Oberstinkfisch Eustace teilen.«

Die Geschichte beginnt an einem Nachmittag, als Edmund und Lucy ein paar kostbare Minuten allein miteinander verbrachten. Und natürlich unterhielten sie sich über Narnia. So hieß ihr eigenes geheimes Land. Ich nehme an, die meisten von uns haben ein geheimes Land, aber bei den meisten von uns ist dieses Land nur erfunden. In dieser Hinsicht hatten Edmund und Lucy mehr Glück als andere Leute. Ihr geheimes Land gab es wirklich. Sie waren schon zwei Mal dort gewesen. Nicht im Spiel oder in einem Traum, sondern in Wirklichkeit. Hingekommen waren sie natürlich durch Zauberei, denn nur auf diese Weise gelangt man nach Narnia. Und in Narnia war ihnen das Versprechen gegeben worden, oder zumindest beinahe das Versprechen, dass sie eines Tages wieder dorthin zurückkehren würden. Ihr könnt euch denken, dass sie sehr oft darüber redeten, wenn sie die Gelegenheit dazu hatten.

Sie saßen in Lucys Zimmer auf ihrer Bettkante und betrachteten ein Bild an der gegenüberliegenden Wand. Es war das einzige Bild im ganzen Haus, das ihnen gefiel. Tante Alberta mochte es überhaupt nicht (weshalb sie es auch hier oben in das kleine Hinterzimmer gehängt hatte), aber wegwerfen konnte sie es nicht, weil es ein Hochzeitsgeschenk von jemandem gewesen war, den sie nicht vor den Kopf stoßen wollte.

Auf dem Bild war ein Schiff zu sehen – ein Schiff, das geradewegs auf den Betrachter zusegelte. Der Bug war vergoldet und geformt wie der Kopf eines Drachen mit weit geöffnetem Maul. Es hatte nur einen Mast und ein großes, viereckiges Segel von kräftig purpurner Farbe. Der Rumpf des Schiffes – oder das, was man davon sehen konnte, wo die vergoldeten Flügel des Drachen endeten – war grün. Es hatte gerade den Kamm einer herrlichen blauen Welle erklommen und der Wellenberg rollte blitzend und schäumend auf einen zu. Offensichtlich segelte es rasch vor einem frischen Wind, ein wenig nach Backbord geneigt. (Übrigens, wenn ihr diese Geschichte wirklich lesen wollt und es noch nicht wusstet, solltet ihr euch am besten merken, dass die linke Seite eines Schiffes, wenn man nach vorne schaut, Backbord heißt und die rechte Steuerbord.) Von dieser Seite fiel auch alles Sonnenlicht auf es und das Wasser dort schimmerte in allen Grün- und Purpurtönen. Auf der anderen Seite hatte das Wasser durch den Schatten des Schiffes ein dunkleres Blau.

»Die Frage ist«, sagte Edmund, »ob es nicht alles nur noch schlimmer macht, wenn man sich ein narnianisches Schiff anschaut, aber nicht hinkann.«

»Anschauen ist immer noch besser als gar nichts«, erwiderte Lucy. »Und das Schiff erinnert mich so sehr an Narnia.«

»Spielt ihr immer noch euer altes Spielchen?«, fragte Eustace Clarence, der vor der Tür gelauscht hatte und nun grinsend ins Zimmer kam. Als er letztes Jahr bei den Pevensies zu Besuch gewesen war, hatte er es einmal geschafft, sie zu belauschen, als sie sich alle über Narnia unterhielten, und er liebte es, sie damit aufzuziehen. Natürlich dachte er, sie hätten alles nur erfunden. Und da er viel zu dumm war, um selbst irgendetwas zu erfinden, hielt er überhaupt nichts davon.

»Du bist hier nicht erwünscht«, sagte Edmund schroff.

»Ich versuche gerade, mir einen Limerick auszudenken«, sagte Eustace. »Ungefähr so:

Zwei Kinder träumten von Narnia

und dachten wirklich, sie war’n da –«

»Also, Narnia und war’n da reimt sich schon mal überhaupt nicht«, sagte Lucy.

»Es ist eine Assonanz«, erwiderte Eustace.

»Frag ihn bloß nicht, was eine Asso-dings ist«, warf Edmund ein. »Er will ja nur, dass wir danach fragen. Sag gar nichts, dann geht er vielleicht.«

Die meisten Jungen wären angesichts eines solchen Empfangs wohl entweder verschwunden oder wütend geworden. Eustace weder noch. Er blieb einfach grinsend stehen und begann kurz darauf erneut zu sprechen.

»Gefällt euch das Bild?«, fragte er.

»O weh, lass ihn jetzt bloß keinen Vortrag über Kunst oder so halten«, warf Edmund rasch ein, doch Lucy, die sehr ehrlich war, hatte schon gesagt: »Ja, mir gefällt es sogar sehr.«

»Es ist ein miserables Bild«, sagte Eustace.

»Du würdest es nicht mehr sehen, wenn du abhaust.«

»Warum gefällt es dir?«, fragte Eustace Lucy.

»Also, erstens«, antwortete Lucy, »mag ich es, weil das Schiff aussieht, als würde es sich wirklich bewegen. Und das Wasser sieht aus, als wäre es wirklich nass. Und die Wellen sehen aus, als ob sie wirklich auf und ab gehen würden.«

Darauf hätte Eustace natürlich jede Menge Antworten gehabt, aber er sagte nichts. Der Grund dafür war, dass er in diesem Moment die Wellen betrachtete und sah, dass sie tatsächlich ganz so ausschauten, als ob sie sich auf und ab bewegten. Er war erst ein Mal auf einem Schiff gewesen (nur bis zur Isle of Wight) und da war er fürchterlich seekrank geworden. Beim Anblick der Wellen auf dem Bild wurde ihm wieder schlecht. Er wurde ganz grün im Gesicht und riskierte einen weiteren Blick. Dann starrten alle drei Kinder mit offenen Mündern darauf.

Was sie sahen, werdet ihr kaum glauben können, selbst wenn ihr es gedruckt lest, aber es war fast genauso schwer zu glauben, wenn man es mit eigenen Augen sah. Alles auf dem Bild bewegte sich. Dabei sah es überhaupt nicht aus wie im Kino; dazu wirkten die Farben viel zu echt und rein und so wie draußen. Hinab ging es mit dem Bug in die Welle, wobei eine mächtige Gischtflut aufspritzte. Dann türmten sich die Wellen hinter dem Schiff auf, sodass zum ersten Mal das Heck und das Deck sichtbar wurden; dann verschwanden sie wieder, als die nächste Welle auf das Schiff zurollte und der Bug wieder in die Höhe stieg. Im selben Moment flatterten die Seiten eines Schulbuches auf, das neben Edmund auf dem Bett gelegen hatte, es hob ab und segelte durch die Luft gegen die Wand hinter ihm, und Lucy spürte, wie ihr die Haare ums Gesicht peitschten wie an einem windigen Tag. Es war auch ein windiger Tag, nur blies der Wind ihnen aus dem Bild entgegen. Und plötzlich kamen mit dem Wind die Geräusche – das Zischen der Wellen und das Klatschen des Wassers gegen den Rumpf des Schiffes und das Ächzen der Planken und das stetige Rauschen der Luft und des Wassers überall. Aber es war der Geruch, der wilde salzige Geruch, der Lucy schließlich davon überzeugte, dass sie nicht träumte.

»Hört auf«, ertönte Eustaces Stimme, die sich vor Angst und Zorn ganz schrill anhörte. »Das ist doch bloß so ein blöder Trick von euch beiden! Hört auf damit! Oder ich sage es Alberta – au!«

Die anderen beiden hatten schon viel mehr Abenteuer erlebt, aber auch sie sagten »au«, genau wie Eustace Clarence »au« gesagt hatte. Der Grund war, dass ihnen aus dem Bilderrahmen ein mächtiger kalter, salziger Brecher entgegengeschlagen war und sie von der Wucht ganz atemlos waren und außerdem völlig durchnässt.

»Ich schlag das blöde Ding kaputt!«, schrie Eustace und dann passierten mehrere Dinge auf einmal: Eustace stürmte auf das Bild zu. Edmund, der ein bisschen über Zauberei Bescheid wusste, sprang hinter ihm her und warnte ihn, er solle keine Dummheiten machen. Lucy packte ihn von der anderen Seite und wurde mit vorwärtsgezogen. Und inzwischen war entweder sie viel kleiner oder das Bild größer geworden.

Eustace sprang hoch, um es von der Wand zu zerren, und stand plötzlich auf dem Rahmen. Vor ihm war keine Glasscheibe, sondern ein echtes Meer, und Wind und Wellen schlugen an dem Rahmen hoch wie an einem Felsen. Er geriet in Panik und klammerte sich an die anderen beiden, die neben ihm heraufgesprungen waren. Einen Moment lang gab es Gerangel und Geschrei, und als sie gerade schon glaubten, sie hätten das Gleichgewicht wiedergefunden, türmte sich rings um sie ein gewaltiger blauer Brecher auf, fegte sie von den Beinen und zerrte sie hinab ins Meer. Eustaces verzweifelter Aufschrei verstummte ganz plötzlich, als er Wasser in den Mund bekam.

Lucy war heilfroh, dass sie sich im Sommer so sehr mit dem Schwimmenlernen beschäftigt hatte. Natürlich wäre sie viel besser vorangekommen, wenn sie ruhigere Schwimmzüge gemacht hätte, und außerdem fühlte sich das Wasser viel kälter an, als es ausgesehen hatte, solange es nur ein Bild war. Doch sie behielt die Nerven und streifte ihre Schuhe ab, wie es jeder tun sollte, der mitsamt seinen Kleidern ins tiefe Wasser fällt. Sie hielt sogar den Mund geschlossen und die Augen offen. Sie waren dem Schiff immer noch ganz nahe. Sie sah seinen grünen Rumpf hoch über ihnen aufragen und Leute, die vom Deck zu ihr herabschauten. Doch dann klammerte sich, wie nicht anders zu erwarten, Eustace in seiner Panik an sie und beide gingen unter.

Als sie wieder auftauchten, sah sie eine weiße Gestalt seitlich vom Schiff herunterspringen. Edmund war jetzt dicht neben ihr, trat Wasser und hielt die Arme des heulenden Eustace fest. Dann schob jemand anderes, dessen Gesicht ihr irgendwie bekannt vorkam, einen Arm von der anderen Seite her unter sie. Oben auf dem Schiff gab es eine Menge Rufe und Schreie; über der Reling wurden Köpfe zusammengesteckt und Seile heruntergeworfen. Edmund und der Fremde schlangen die Seile um sie. Danach passierte erst einmal, wie ihr vorkam, ziemlich lange gar nichts, bis ihre Lippen blau wurden und die Zähne zu klappern begannen. In Wirklichkeit dauerte es gar nicht so lange. Sie warteten nur auf den richtigen Moment, um sie hoch aufs Deck ziehen zu können, ohne dass sie gegen die Seitenwand schlagen würde. Trotz aller Anstrengungen hatte sie ein aufgeschürftes Knie, als sie schließlich tropfnass und zitternd an Deck stand. Nach ihr wurde Edmund hochgehievt und hinterher der unglückliche Eustace. Als Letzter kam der Fremde … ein goldblonder Junge, der ein paar Jahre älter war als sie.

»Ka-, Ka-, Kaspian!«, keuchte Lucy, sobald sie wieder genügend Luft bekam. Denn Kaspian war es. Kaspian, der junge König von Narnia, dem sie bei ihrem letzten Besuch geholfen hatten den Thron zu erlangen. Sogleich erkannte ihn auch Edmund. Die drei schüttelten sich die Hände und klopften sich voller Freude gegenseitig auf den Rücken.

»Und wer ist euer Freund?«, fragte Kaspian gleich darauf und wandte sich mit seinem fröhlichen Lächeln an Eustace.

Doch Eustace heulte viel heftiger, als es einem Jungen seines Alters zusteht, wenn ihm nichts Schlimmeres passiert ist, als nass geworden zu sein, und brüllte nur immerzu: »Lasst mich gehen! Lasst mich zurückgehen. Ich mag das nicht!«

»Dich gehen lassen?«, fragte Kaspian. »Aber wohin denn?«

Eustace sprang an die Reling, als rechnete er damit, über dem Meer den Bilderrahmen schweben zu sehen und dahinter vielleicht einen Blick auf Lucys Zimmer zu ergattern. Doch er sah nichts als blaue, von Schaum gekrönte Wellen und einen blassblauen Himmel, die sich beide ohne Unterbrechung bis zum Horizont erstreckten. Man kann es ihm vielleicht nicht verdenken, dass ihm das Herz in die Hose rutschte. Prompt musste er sich übergeben.

»He! Rynelf!«, rief Kaspian einem der Seeleute zu. »Bring Glühwein für Ihre Majestäten. Ihr braucht nach diesem Bad etwas, um euch aufzuwärmen.« Er nannte Edmund und Lucy Ihre Majestäten, weil sie und Peter und Susan lange vor seiner Zeit Könige und Königinnen von Narnia gewesen waren. Die narnianische Zeit vergeht anders als unsere. Wenn man hundert Jahre in Narnia verbrächte, käme man dennoch um dieselbe Zeit am selben Tag in unsere Welt zurück, zu der man sie verlassen hat. Und wenn man dann nach Narnia zurückkehrte, nachdem man eine Woche hier verbracht hat, würde man vielleicht feststellen, dass in Narnia tausend Jahre vergangen sind oder nur ein Tag oder überhaupt keine Zeit. Das kann man nie wissen, bis man dort ankommt. Infolgedessen war es, als die Pevensie-Kinder das letzte Mal zu ihrem zweiten Besuch nach Narnia gekommen waren, (für die Narnianen) so, als wäre König Artus zurück nach Britannien gekommen, was er ja nach Meinung mancher Leute eines Tages auch tun wird. Und ich finde, je eher, desto besser.

Rynelf kam mit einem dampfenden Krug voll Glühwein und vier silbernen Bechern zurück. Das war jetzt genau das Richtige. Als Lucy und Edmund das Getränk schlürften, spürten sie, wie die Wärme ihnen bis in die Zehen drang. Eustace dagegen schnitt Grimassen, hustete, spuckte es aus, musste sich nochmals übergeben und fing wieder an zu weinen. Ob sie denn keine Plumptree-Vitamin-Nervennahrung hätten, fragte er, und überhaupt, er bestehe darauf, im nächsten Hafen an Land gesetzt zu werden.

»Das ist ja ein spaßiger Schiffskamerad, den ihr uns da mitgebracht habt, Bruder«, flüsterte Kaspian Edmund schmunzelnd zu. Aber bevor er noch irgendetwas sagen konnte, brüllte Eustace wieder los:

»Oh! Iih! Was ist das denn? Schafft das scheußliche Biest weg!«

Diesmal konnte man es ihm wirklich nicht verdenken, dass er ein wenig überrascht war. Etwas sehr Eigenartiges war aus der Achterdeckkajüte getreten und kam nun langsam auf sie zu. Man könnte sagen – und das wäre auch völlig richtig –, dass es eine Maus war. Allerdings war es ein Mäuserich, der auf seinen Hinterbeinen ging und ungefähr zwei Fuß groß war. Um den Kopf trug er einen dünnen goldenen Reif, der unter dem einen und über dem anderen Ohr entlangführte und in dem eine lange tiefrote Feder steckte. (Da das Fell des Mäuserichs ziemlich dunkel war, fast schwarz, erweckte das einen verwegenen, kühnen Eindruck.) Seine linke Pfote lag auf dem Griff eines Schwertes, das fast so lang war wie sein Schwanz. Mit vollkommener Balance und in würdevoller Manier schritt er über das schwankende Deck. Lucy und Edmund erkannten ihn sofort – Riepischiep, das tapferste aller Sprechenden Tiere von Narnia und das Oberhaupt der Mäuse. In der

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Rezensionen

Was die anderen über Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte (Bd. 5) denken

4.0
3442 Bewertungen / 101 Rezensionen
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Leser-Rezensionen

  • (4/5)
    May have liked this one the most of all so far among them; especially the ending with the Lamb
  • (5/5)
    This is the fourth Chronicle of Narnia (although the frontispiece calls it the fifth) as it was first published in 1952. Two of the four children from The Lion, the Witch and the Wardrobe and Prince Caspian appear in this book "but to their deep disgust they have with them a particularly odious cousin, called Eustace Scrubb." They travel aboard the Dawn Treader with King Caspian who is searching for friends of his father who vanished in the Eastern Seas.
  • (5/5)

     

    This book opens with bombardier, Louis Zamperini, lying on a raft in the Pacific on June 23, 1943. He and three other survivors of a plane crash are starving skeletons after 27 days at sea. Sharks are circling their leaking raft. Suddenly, a plane is spotted. They fire off a flare, only to discover the plane is a Japanese bomber, which begins a strafing run. While reading the first two pages it's impossible to believe this is a true story. Leaving us in stunned suspense, the author takes us back to the beginnings of Louis' life.

     

    When we first meet young Louis he seems to be headed in the wrong direction. He spends his early days burglarizing homes, stealing cars, and jumping onto railroad boxcars. While speedily evading the cops, his brother tells him he should join the track team, which eventually leads him to the 1936 Berlin Olympics as the man most likely to break the four minute mile. After Pearl Harbor, Louis joins the Army Air Force, trains as an air bombardier, and flies 37 successful combat missions in a B-24 bomber in the Pacific War against Japan. Then he gets unlucky. Shot down by a Japanese Zero, Louis and his two surviving aircrew ditch amid thousands of miles of empty ocean.

     

    Taken to a Japanese POW camp Louis is beaten and humiliated with appalling regularity by one particular guard, Mitsuhiro Watanabe, nicknamed "the Bird" by the prisoners. As sport he was made to race against Japanese runners. If he won, he was bludgeoned into unconsciousness. A constant round of beatings, abuse, starvation and torture reduces Louis and his companions to skeletal zombies. You will shudder as you read the details of the brutality these men endured. Upon release from the prison camp, Louis returns to home a broken man. His marriage falls apart and he becomes an alcoholic. He can't seem to cope with life, and who can blame him. One day he attends a revival conducted by Billy Graham and turns his life around. While the first and last parts were not as riveting as the POW sections, I am still giving this book 5 stars.

     

    I listened to the audio book which was masterfully read by Edward Hermann. It wasn't an easy book to listen to. The beginning, especially the time stranded at sea, was quite dramatic and fascinating, but once the action switched to the prison camp I wished I had been able to skim over some of the more sadistic actions of the Japanese guards. But then I though that I owed it to Louis to keep listening. All I had to do was listen to his story, while he had to endure it for over two years. While incredibly painful, it's probably one of my very favorite non-fiction books.

    "
  • (4/5)
    Quite an adventure!
  • (4/5)
    good story
  • (5/5)
    We enjoyed this one very much. Sebastian (my 7-year-old son) became an instant fan of Reepicheep the talking mouse, even though I never quite managed to develop a distinctive voice for him.

    Placing the story primarily outside of Narnia was a good idea; the result is a considerably more imaginative book than the previous one (Prince Caspian).

    As always, I must note that the numbering placed on modern editions of the books by the publisher is wrong. The books should be read in the order in which they were written; reading them in the "modern" order actually ruins many of the surprises.
  • (4/5)
    This has been my favorite of the Narnia books that I have read so far. I enjoyed it from the first line: "There was a boy called Eustace Clarence Scrubb, and he almost deserved it." I was curious how Lewis was going to incorporate Eustace into the story, but he did an excellent job. I loved the search for the seven lords, the dufflepuds, the magicians. This story kept me more than the rest. I truly, truly enjoyed the fancy of it all, though the ending was sad. And Reepicheep! He might be one of my most favorite characters in all of children's literature. So small, yet so fierce!
  • (4/5)
    Eustace is a horrible little boy, who is changed by his adventure. I liked the fact that his parents were the only ones not happy with the change. They were the ones who made him so dis-likable to begin with. I enjoyed the journal entries from Eustace's point of view. Aslan is much more an active participant in this story.
  • (5/5)
    The first chapter begins with a painting of a ship on the ocean that comes to life into the room - the adventure begins!
  • (3/5)
    My memory of this entry in the Narnia series had been based entirely on the movie & as it turns out, this movie was the least faithful to the text! While there are some adventures, they are mostly disconnected. I did prefer the book's version of the Duffers & may have liked the entire book more if I hadn't had the movie plot in my head...Chrissi Hart's reading of this one didn't seem up to the standard of her previous recordings, with some odd little halts at times. However, it is still a decent recording & her voice for Reepicheep in particular was good.
  • (4/5)
    These a great books about adventure. You could use them to talk about geography, royalty or war. You can use these in small groups or whole group.
  • (5/5)
    I love Chris Van Allsberg's cover. It captures perfectly the wandering, near-aimlessness of the story. Re-read.
  • (5/5)
    I chose this set of books next to the scriptures in importance for teaching myself and my children about God and His Son. Reading these books through Aslan I meet and love my Savior.
  • (3/5)
    Missed these when I was younger.
    Catching up on some 'classics' - started with this so I could watch the movie.
    Good reading.
    Read in 2006
  • (3/5)
    Incredibly imaginative and beautiful. If you are religious, you can enjoy the immense allegory in the series, if not, enjoy it for the marvel that it is. This particular book is a bit awkward at parts, but still good.
  • (3/5)
    I liked seeing more of Caspian, whose character Lewis fills out a little bit in this work. Eustace, though, wore thin quickly. This is a bit of an Odyssey for children, I suppose--Ulysses wears thin quickly as well.
  • (2/5)
    Putting on my 'Childhood Favorites' shelf is a misnomer, as I never read this as a child. Again, with the silly Christian undertones. Then end where Aslan tells Lucy she will never return to Narnia (riiiiiiight) but she will know him under another name in her own world, that's why she had to meet him in Narina... hmmm... what could that name be?

    I think it's nearly criminal to feed such loosely veiled propaganda to our (any!) unknowing child. If Christianity is the 'One True Faith' then children will find it (as cognizant adults) without being duped or brainwashed. Ick.
  • (3/5)
    This book is more well-written than the first two Narnia books. My favorite parts were Eustace becoming a dragon and Lucy reading the magical book. I can still only give it 3 stars, though, because some parts creeped me out the same way A Wrinkle in Time did (I thought Ramandu was seriously creepy!).
  • (3/5)
    Wonderful book. I started slowly re-reading the series this past year - just before the first movie came out, of course. First time I've read these books since junior high, I think. Wondered if they would still be as wonderful as they were 15-20 years ago, and if I would actually pick up on all the imagery and allegory I missed as a child. Answers are, pleasingly, yes and yes. The Odyssey-like path of this book does present the same slight structural problems that all stories of this nature seem to have - a sense of it being a series of mostly disconnected episodes, the plot being extremely limited in the ways and extent to which it can dynamically build on itself, etc. - but at the same time, I really enjoyed how the islands and encounters got slightly more abstract and trippy the closer they got to The End Of The World. Quite enjoyable.
  • (4/5)
    The Voyage of the Dawn Treader was my favorite of the Narnia books when I was a kid for two reasons: it's a seafaring adventure (however nominally), and it's, well, actually an adventure, with exploration of unknown worlds. I read it when I was about eleven or twelve years old, not long after being introduced to Homer's Odyssey thanks to the Wishbone program on PBS (I think - might've been a prose version that I read in school), and one of the big things about both books that I enjoyed was the strange and enchanting and maybe even dangerous places that the heroes came across.But as much as I liked the Odyssey parts of the book, and I really really liked them, I didn't care much for the characters themselves. I always felt that everyone treated Eustace horridly and that he had every right to be distrustful of Caspian and the others, and every right to be homesick. One of the big problems I had with the Narnia series when I was eleven persists in bugging me now, fourteen years later: everyone who has been to Narnia expects everyone else to automatically know and respect that Narnia is real and Aslan is real (and wonderful) even though there's absolutely no reason for these others to believe. If Eustace has been told all his life by his mother (one of the authority figures in his life whom he trusts) that the Pevensies are strange children and to be avoided, and if Eustace has never had reason to believe otherwise, why on earth shouldn't he believe that they're just playing a grand game of make believe when they talk about Narnia? I don't know but from the outset of Dawn Treader, I always have much greater sympathy for him than for Lucy or Edmund, and it bothers me that they seem to have absolutely no sympathy for him once they've all landed on the ship. The poor kid has suddenly had his entire perspective on the universe changed, of course he's going to react badly. And, besides, he's already not a very nice kid, even if he's a sympathetic character.Other than my opinions on Eustace growing stronger with the recent reread, I found my overall preference for this book out of the series growing more distinct as well. I thought the moralities of the islands a bit simplistic and heavy-handed, but other than stupid Aslan poking his head in, this is still the least wearisome of the Narnia books and the most exciting. It's also the best one for sparking an imagination and for the lack of allegory (not to say Lewis didn't stick allegory in wherever he could, it's just not as bad as in the other books).If I keep any of the Narnia books in my library, it will be this one, though I'm not sure I can bear to read about the way the Pevensies and Caspian treated Eustace again - this last time, my irritation was almost too much to enjoy the book at all.
  • (3/5)
    The usual mixture of very clever and humorous writing and really creepy Christian message. It's a bit more overt this time around as Aslan explains that he is in Lucy's world as well (but by a different name). C.S. Lewis was a conservative (in the modern sentence of Christian values) so the parents and school of Eustace Scrubb come in for a few snide comments. C.S. Lewis keeps it up in the next book, "The Silver Chair". My parents were kind of like him in this way, even though they despised his Narnia books.Reepicheep's swagger is fun.
  • (2/5)
    A slight book. Some of the adventures were interesting, but it didn't hold together as a story. And Aslan laid it on pretty thick there at the end, didn't he?

    I really don't know what to do with Lewis's snide implication that being a vegetarian/pacifist/progressive makes you a horrible person and parent. Blecch.
  • (4/5)
    We take voyage to the right hand side of the map, and the sea is filled with wonders. I liked this book, perhaps the second best Narnia tale, and I always will. It was the first nudge that I received in the exploration of medieval literature.This is the Narnia book with Pauline Baynes' greatest illustration, "The heartbroken Dragon"!
  • (2/5)
    In the book their are four kids and their names are Edmund, Lucy, Peter, and Suzan. They get shipped off to their aunts house. During their visit they go back to a well known world to them. The world being Narnia, where they were the kings and queens. Now their back and trying to help the prince get to the end of the world. The first two children to arrive in Narnia are Lucy, Edmund and an unsuspected cousin. The cousin has no clue where he is but he is preoccupied by the talking mice and being sea sick. For the other two they are well known in Narnia and immediately they find an old friend, Prince Caspian. Throughout the book they are going to dangerous places. While they are sailing they find an old island where they had visited long ago and think that it is a good idea to re-visit it. Although when they get on the island they come to find that the times have changed. You see Narnia and the real life are on totally different times. So with everyone being on different times the people have seemed to forgot who rules over them and their island.
  • (4/5)
    The Voyage of the Dawn Treader is an adventure of Prince Caspian, Lucy, and Edmund to go find or avenge Caspian's father's missing friends, and to travel to the end of the world. CS Lewis has a way with words, as usual, and does a lot with a simple book. There's probably some of the most striking imagery in here as I've ever read, and the story has the feeling of an old-time fairy tale. Very good read
  • (4/5)
    The Voyage of the Dawn Treader is my favorite book of the series. There isn't any Big Evil, just some greedy bureaucrats, storms, sea monsters and not-so-intelligent dwarves. Aslan of course lends a hand at crucial moments, but Reepicheep is really the conscience of this particular journey. It feels as if Lewis had a lot of fun making up strange islands and beasts, and the voyage propels the narrative forward.
  • (5/5)
    Best of the lot, showcasing Lewis’ vast imagination. Some sustained comic writing for the first time, which comes off beautifully: the Dufflepuds are hilarious. Takes the allegory much further too – a journey of faith to find Aslan’s land, heaven…
  • (4/5)
    As a child, this was my favorite of the Narnia series: a wide-ranging quest story, sending the characters beyond the boundaries of Narnia into the unknowns of the Lone Islands. There were adventures, daring, laughs and scares enough to go around. As an adult, coming back to the story, my position has changed a bit. It's still a very good story, but like most quest tales, it feels episodic, never really leading up to any particular climax; in fact, although it concludes with some beautiful imagery, the last few chapters really tailspin into a simple travelogue with no real plot. I found, this time, I wanted more: I wanted to follow Reepicheep into the sea beyond the end of the world, I wanted to visit Caspian on his sad return back to Ramandu's island, and his marriage to the wizard's daughter. Lewis leaves us hanging with a handful of great scenarios he only hints at, instead returning us - with stunning brevity - to the mundane world of reality and the end of the book. There are also some problematic aspects with the whole tone of the book. Lewis' essential moral in "Dawn Treader" seems to be that we should "be happy with our lot," because it is dissatisfaction that just keeps coming back again and again to bite at the characters. Eustace becomes a dragon when everyone's just about had enough of his moaninng; one of Caspian's lost lords falls prey to the lure of gold; the Dufflepuds are unhappy with their physical forms; Caspian himself nearly forsakes his kingdom to sail to Aslan's country. There's even a telling little moment when Caspian faces down a white slaver, who claims that such transactions are "progress." Caspian's response? That in Narnia, progress is not seen as necessarily a good thing. (And that's C.S. Lewis, a traditionalist if ever there was one, speaking straight through his characters.) But the problem is that if everyone did just what they were supposed to, there would be no excitement in this world, no wonder or adventure. Lewis comes close to admitting that with Lucy's despair at being unable to return to Narnia, but no...even that is seen as something she must accept. It's a bit of a weird message to send kids: don't get bigger than your boots, Johnny, or else.All that said, it's still a stirring adventure story, and it has some of Lewis' finest prose: his description of the end of the world is breathtaking, and there's a lovely little set piece when Lucy discovers the wizard's book on the island of the Duffers. As I have been listening to the unabridged audiobook, I should point out that Sir Derek Jacobi's narration is, as one might expect, everything you could ever wish for. Occasionally his high-pitched Reepicheep is a little trying, but the variety of voices and vocal levels he employs is really admirable, and he has a wonderfully kind and gentle narrative tone - rather like a kindly uncle. It's a wonderful listening experience overall.
  • (5/5)
    C.S. Lewis once again has done a great job with this next book in the Narnia series, as fulfilling as the rest of the books in the series and another wonderful trip through this enchanting world.
  • (4/5)
    C.S. Lewis always transcends the adventurous, dangerous positions the characters get into with a comforting gentleness. If he weren't such a master of this, the Narnia series would be occasionally terrifying. The imagery in "Dawn Treader", especially as they approach the edge of the world, is lovely. Lucy gets to kick ass several ways from Tuesday. The story has our heroes--The Pevensies, along with their curmudgeon-turned-sweet cousin Eustace and King (previously Prince) Caspian--venturing east from the known Narnian world pursuing islands where seven lords are believed to have been lost. Each island brings adventure.