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Der Petrus-Weg: Nachfolge heute - vier Wochen im Glauben wachsen

Der Petrus-Weg: Nachfolge heute - vier Wochen im Glauben wachsen

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Der Petrus-Weg: Nachfolge heute - vier Wochen im Glauben wachsen

Länge:
154 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Dec 6, 2012
ISBN:
9783761559796
Format:
Buch

Beschreibung

Viele "Neueinsteiger" im Glauben sind oft unsicher, wie es jetzt weitergehen soll. Die Aufforderung "Folge Jesus nach" wirkt oft unkonkret und überfordernd. Aber auch erfahrene Christen scheitern nicht selten an dem Versuch, ein vorbildliches christliches Leben zu führen.
Stephen Cottrell räumt auf mit geistlichem Erfolgsdruck und macht klar, dass Jesu Botschaft eine Einladung und keine Last ist. Vier Wochen nimmt er den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch das Glaubensleben des Petrus. Nicht ein Held ohne Fehler, sondern ein Mensch mit verbreiteten Schwächen begleitetet den Leser einen Monat lang durch die biblische Botschaft. Petrus' Beispiel zeigt, was der Ruf Jesu zur Nachfolge beinhaltet - und dass vermeintliche Rückschläge zum normalen Leben eines Christen gehören.
Dazu gibt Cottrell Informationen über Entstehungsgeschichte und Glaubwürdigkeit der zitierten Bibelstellen und führt den Leser zu einem umfassenden Verständnis von Altem und Neuem Testament.
Freigegeben:
Dec 6, 2012
ISBN:
9783761559796
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der Petrus-Weg - Stephen Cottrell

Vorwort

Mein Glaubensweg hat sich in dem Augenblick entscheidend verändert, als ich erkannte, dass die Bibel nicht einfach eine Sammlung alter Urkunden ist, die ohne Auswirkungen auf unser Leben heute bleibt. Je mehr ich in ihr las, desto mehr verstärkte sich mein Gefühl, dass ich es mit der Wahrheit zu tun hatte, mit einer Schatzkiste von Zeugenaussagen, die nur darauf warteten, gelesen zu werden. Mir ging es ähnlich wie C.S. Lewis mit seinem „Gefühl, dass es sich hier um etwas merkwürdig Reales handelt. Sogar die Sprache schien widerzuspiegeln, wie authentisch die Bibel ist. Ein alter Freund von mir, Richter am Obersten Gerichtshof, hat mir eines Tages erklärt, dass er anfing an Jesus Christus zu glauben, nachdem er das Markusevangelium auf Griechisch gelesen hatte: „Martin, das Griechisch war so schlecht, dass es einfach wahr sein musste. Die Weisheit eines Juristen: Eine erfundene Geschichte wäre geglättet worden.

Ich fand heraus, dass die Bibel von Spuren menschlicher Schwäche voll ist, von den seltsamen Unstimmigkeiten, die ich im Gerichtssaal schätzen gelernt hatte. Dort hatte ich die Erfahrung gemacht, dass man immer dann misstrauisch werden musste, wenn alles zu genau passte, alle Zusammenhänge stimmten, die Beweisführung lückenlos schien. Denn das hieß normalerweise, dass die Geschichte auf der Fahrt zur Verhandlung erfunden worden war. Hier in der Bibel fand ich all jene feinen Nuancen, die den roten Faden, die unzerstörbare Liebesgeschichte, immer wieder in herrlichem Licht erstrahlen ließ. Natürlich gab es Stellen, die ich nicht verstand – es gibt sie immer noch. Aber ich spürte in mir die wachsende Gewissheit, dass der Gott, der mir in der Bibel begegnete, sehr wohl verstand und mir eines Tages die Augen öffnen würde. Ich bin froh, dass die Erzbischöfe der Anglikanischen Kirchengemeinschaft gerade noch einmal deutlich geäußert haben, dass „die Heilige Schrift ein einzigartiger und glaubwürdiger Bericht über die Taten und Verheißungen Gottes ist."

Um es mit den Worten von Dr. Alister McGrath zu sagen: Ich glaube, dass „die Bibel die schriftliche Form des erfüllten Wortes Gottes ist und Jesus Christus die Fleisch gewordene. Ich bete Jesus Christus an und finde ihn in der Bibel. Und damit nicht genug: Ich spüre, dass Gott mich auffordert, sein Wort in mich aufzunehmen: „Christus lebt in euch! Darin liegt eure Hoffnung: Ihr werdet an seiner Herrlichkeit teilhaben (Kolosser 1,27). So kann das Wort Fleisch werden in der Welt, die er liebt. Ich glaube, dass diese Sammlung von Bibelarbeiten von Stephen Cottrell Sie und mich auf dem Weg dorthin anleiten, befähigen und unterstützen wird.

Martin Cavender

Leitender Direktor von „ReSource"

Einleitung

Dieses Buch richtet sich an Christen, die ihren Weg des Glaubens gerade erst begonnen haben, aber auch an jene, die schon Erfahrung im Glauben haben und den Kompass ihrer Nachfolge noch einmal neu auf Jesus ausrichten möchten. Es soll Menschen dabei helfen

als Nachfolger Jesu zu wachsen,

die Bibel lieben zu lernen,

die Bibel besser zu verstehen,

eine Routine des regelmäßigen Bibellesens einzuüben,

und dem Wort Gottes so viel Raum zu geben, dass es das eigene Leben verändert.

Dazu wird die Geschichte von Petrus erzählt. Wie wurde er zum Jünger Jesu? Wie wirkte sich dies auf sein Leben aus? Und was können wir als Nachfolger Christi heute daraus lernen?

In der Kathedrale von Peterborough, wo ich einige Jahre gearbeitet habe, gibt es eine Statue von Petrus. Sie zeigt den Moment, in dem er auf Jesu Ruf hin aus dem Boot tritt, um über das Wasser zu gehen. Der Gesichtsausdruck dieser Petrus-Statue spiegelt ein fast kindliches Vertrauen wider – und doch wissen wir, dass er kurz darauf unterzugehen drohte. Es geht in der Geschichte seiner Berufung also nicht nur darum, wie Petrus auf den Ruf geantwortet hat, sondern auch darum zu lernen, welche Konsequenzen ein „Ja" hat. Petrus muss oft gerettet werden, bevor er zu dem Menschen wird, den Gott aus ihm machen möchte. Deshalb beschäftigt sich dieses Buch mit dem Weg, den Petrus im Glauben zurücklegt. Nicht weil er so großartig oder gar treu gewesen wäre, sondern weil wir an ihm sehen können, was es tatsächlich heißt, ein Jünger Jesu zu sein.

Dazu werden wir in der Bibel zwischen verschiedenen Texten hin- und herspringen müssen. Dies ist zwar nicht unbedingt die beste Art, die Bibel zu lesen, birgt aber den Vorteil, verschiedene Teile kennenzulernen. Die Bibel ist ja ohnehin kein Buch, das von einer einzigen Person geschrieben wurde, sondern eher eine große Bibliothek, in der viele verschiedene Bücher zu finden sind, geschrieben über einen langen Zeitraum von den unterschiedlichsten Autoren. In diesem Buch bekommen Sie einen Vorgeschmack auf die Evangelien und die anderen Bücher des Neuen Testamentes.

Während Sie sich mit Petrus beschäftigen, werden Sie auch noch etwas lernen über die Entstehungsgeschichte der Evangelien, über die charakteristischen Merkmale eines jeden Evangeliums im Vergleich zu den anderen und über die verschiedenen Textsorten in der Bibel und wie sie miteinander verknüpft sind. Jedes Kapitel bietet darüber hinaus Anstöße zum Weiterdenken und -entdecken, die Sie ab und zu auch auf eine Reise in das Alte Testament mitnehmen.

Zum Umgang mit dem Buch

Die 28 Kapitel dieses Buches sind unterteilt in vier Blöcke mit je sieben Bibelarbeiten und decken so einen Zeitraum von vier Wochen ab. Natürlich müssen Sie sich nicht an diese Einteilung halten. Sie können sich auch in einen Sessel setzen und das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in einem Rutsch durchlesen. Aber der eigentliche Gedanke ist, dass man sich jeden Tag eins der Kapitel vornimmt und so eine Routine des täglichen Bibellesens, Nachdenkens und Betens entwickelt.

Sie brauchen nicht mehr als fünf Minuten, um ein Kapitel durchzulesen. Dann folgen Denkanstöße, mit deren Hilfe Sie über das Gelesene nachdenken und sich weiter damit beschäftigen können. Den Abschluss bildet jeweils ein kurzes Gebet. Die Vorschläge zum Nachschlagen weiterer Bibelstellen müssen nicht zwingend bearbeitet werden. Sie vertiefen aber Ihr Bibelverständnis und werden Ihnen dabei helfen, die vielen Querverbindungen zwischen den Schriften zu entdecken, besonders die zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Sie sollten sich jedoch auf jeden Fall einige Minuten Zeit nehmen, um über das Gelesene nachzudenken, zu danken und zu beten.

Ein Wort zur Autorität der Schrift

Die Autorität des Neuen Testamentes ist sozusagen abgeleitet. Denn im Grunde ist nicht die Bibel das „Wort Gottes", sondern Christus. Das Neue Testament hat deshalb Autorität, weil es das unverzichtbare Beweisstück ist. Es erzählt uns von Jesus und den Anfängen des Christentums. Seine Behauptungen müssen genauso wie jedes andere historische Dokument untersucht werden, aber dieser Prüfung hält es stand. Im Gegenteil, je mehr wir untersuchen, desto bemerkenswerter wird das, was wir finden: einen Bericht über Jesus aus erster Hand sowie von Paulus selbst geschriebene Briefe, die nur etwa zehn Jahre nach den Hauptereignissen entstanden sind. Weil das Neue Testament also eine Sammlung von Zeugenaussagen, Geschichten, Briefen und Erinnerungen ist, gleicht es eher einem Kompass als einer Landkarte: Seine Nadel weist auf Jesus, dem Wort Gottes, dem alle Autorität innewohnt. Es ist wichtig, dies beim Lesen dieses Buches im Blick zu behalten, wie überhaupt immer dann, wenn wir in der Heiligen Schrift lesen. Geschrieben wurde die Bibel von ganz gewöhnlichen Menschen, so wie wir es auch sind. Sie hatten erstaunliche Dinge gehört und erlebt, aber sie lenken unsere Aufmerksamkeit von sich selbst und dem geschriebenen Wort weg auf den Ursprung dessen hin, was sie zu berichten haben: auf Jesus selbst.

Inspiriert vom Heiligen Geist, der uns immer zur Wahrheit führt, ist die Bibel für uns, die wir Jesus während seines Dienstes auf Erden nicht persönlich erlebt haben, der beste Weg, ihm heute zu begegnen. Durch die Bibel spricht uns Jesus heute an. Ich hoffe, dass Sie durch dieses Buch die Bibel lieben lernen und ihren Ansprüchen und Herausforderungen mit Begeisterung begegnen. Mein größter Wunsch aber ist, dass es Sie näher zu Jesus bringt. Aus dem Wort ist Fleisch geworden. Wir müssen uns nicht mehr mit dem bloßen Wort begnügen, denn dann würden wir all das verleugnen, was die Schreiber der Bibel erreichen wollten. Ihr Wunsch ist vielmehr, dass dieses Wort in Ihnen lebendig wird.

Erste Woche

Die Berufung

Andreas bringt seinen Bruder zu Jesus

Am nächsten Tag stand Johannes an der gleichen Stelle und zwei seiner Jünger waren bei ihm. Als Jesus vorüberging, blickte Johannes ihn an und rief aus: „Seht hin! Dieser ist das Lamm Gottes! Da wandten sich seine beiden Jünger um und folgten Jesus. Jesus schaute sich um und sah, dass sie ihm folgten. „Was wollt ihr?, fragte er sie. Sie antworteten: „Rabbi (das bedeutet: Meister), „wo wohnst du? „Kommt mit, dann werdet ihr es sehen", sagte er. Es war etwa vier Uhr nachmittags, als sie mit ihm dorthin gingen, und sie blieben für den Rest des Tages dort.

Andreas, der Bruder von Simon Petrus, war einer der beiden Männer, die Jesus gefolgt waren, weil sie gehört hatten, was Johannes über ihn sagte. Sofort suchte er seinen Bruder Simon auf und erzählte ihm: „Wir haben den Messias gefunden (das bedeutet: den Christus). Dann nahm Andreas Simon mit zu Jesus. Jesus sah ihn aufmerksam an und sagte: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes – doch du wirst Kephas genannt werden (das bedeutet: Petrus). (Johannes 1, 35-42)

Wie haben Sie Jesus kennengelernt? Man kann auf vielen verschiedenen Wegen zum Glauben kommen. Die einen wachsen in einem christlichen Elternhaus auf und können sich gar nicht erinnern, jemals nicht geglaubt zu haben. Bei anderen hat die religiöse Erziehung den Glauben eher erstickt, sie haben sich abgewandt oder ihn abgelehnt, und dann hat ein Ereignis oder eine Begegnung sie wieder zurückgebracht. Die Mehrzahl der Menschen heute bekommt zu Hause allerdings wenig oder gar nichts über den christlichen Glauben vermittelt.

Sie lesen dieses Buch, weil irgendetwas Sie dazu gebracht hat, sich auf den Weg zu machen. Denn es sind immer Menschen und Erlebnisse, durch die wir Gott kennenlernen und zu Nachfolgern Jesu werden.

Im Fall Petrus ist dies sein Bruder Andreas. Andreas war bereits ein Jünger von Johannes dem Täufer und hielt deshalb aufmerksam nach Zeichen von Gottes Handeln Ausschau. Die vier Evangelisten bezeichnen Johannes den Täufer als Vorläufer Jesu, als den, der Jesus den Weg bereitet.

Unser Bibeltext beginnt mit den Worten „Am nächsten Tag". Gemeint ist damit der Tag, der auf die Taufe Jesu folgte. Die Taufe, die den Anfang von Jesu Dienst auf Erden markierte. Jesus kam zum Jordan,

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