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Einssein: Klarheit und Lebensfreude durch Advaita
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Einssein: Klarheit und Lebensfreude durch Advaita
eBook227 Seiten3 Stunden

Einssein: Klarheit und Lebensfreude durch Advaita

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Über dieses E-Book

Besucher: Madhukar, was bezeichnen Sie als Kern Ihrer Botschaft?
Madhukar: Dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Lebensumständen, Frieden und Freiheit ist.
Besucher: Ist das gleichzeitig auch die Grundaussage von Advaita?
Madhukar: Ja, die Grundaussage von Advaita ist: Du bist Das!

Die Texte dieses Buches sind nach Tonträgeraufzeichnungen aus den Jahren 2000 bis 2005 entstanden, die während Meetings, Retreats und Interviews mit Madhukar in Europa und Asien gemacht wurden.
SpracheDeutsch
HerausgeberLüchow Verlag
Erscheinungsdatum15. Apr. 2012
ISBN9783899016390
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    Buchvorschau

    Einssein - Madhukar

    DAS GLÜCK DES EINSSEINS

    Stille hat ihre eigene Sprache. Tiefgründig. Weitaus mächtiger als Worte.

    Eingetreten in diese Realität der Stille, einmal bewusst verstanden, realisieren Sie eine Kostbarkeit: das Glück des Einsseins.

    Diese geheime Sprache wird sich in Ihrem Leben entfalten, und Ihr Leben verändert sich – von Verpflichtungen und Wiederholungen, von Tagen und Nächten zu einem Mysterium. Der Eros der Wahrheit. Ein Mysterium der Präsenz und Bewusstheit. Klarheit und Lebensfreude.

    Ist diese Klarheit, diese Freude nicht Ihr Alltag, dann sind Sie ein Sklave der Vergangenheit oder ein Opfer der Zukunft. Ein Opfer von etwas, das noch nicht einmal eingetreten ist. Niemand muss Sklave sein, niemand Opfer. Warum? Weil Freiheit Ihre wahre Natur ist.

    Liebe ist ein weiterer Aspekt Ihres Seins. Liebe können wir eigentlich nicht erläutern. Unser Verstand definiert Liebe dennoch. Definition schafft Probleme. Aus Unbegrenztem wird Begrenzung, aus Freiheit Gefangenschaft, aus Freude Leid. Aufgrund unserer Erziehung, unseres sozialen und kulturellen Programms und unserer individuellen Erfahrungen haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Liebe. Wir erfahren die Leichtigkeit des Seins, wenn wir verliebt sind. Von dieser durchaus attraktiven, menschlichen Liebe spreche ich jedoch nicht. Nein, ich verweise auf die Liebe, die unsere wahre Natur ist. Und diese offenbart sich in der Abwesenheit des Verstandes. Reines Bewusstsein ist. Wir müssen nichts dafür tun. Es ist natürlich!

    Dasein. Im einfachen Glück des Jetzt. Im Balsam des Herzens. In der Quelle des Seins.

    Vorhin schrieb ich einer Göttin, einer sehr schönen Frau: »Unsere Liebe entspricht einem bizarren Phänomen der Quantenphysik: der Überlagerung von Zuständen.« Durch mysteriöse Unbestimmtheit existieren in einem Quantensystem mehrere Zustände gleichzeitig, als hätte etwa ein reiner Ton zeitgleich verschiedene Tonhöhen. Diese Liebe ist noch durch eine weitere Erscheinung geprägt, die eine Entsprechung in der Metaphysik hat und Heisenbergsche Unschärferelation genannt wird. Da der Zustand der menschlichen Liebe von Natur aus unbestimmt ist, kann sie nicht gemessen werden. Je genauer man einen Zustand, beispielsweise die Intensität der Anziehung, zu bestimmen versucht, desto ungenauer und verschwommener wird ein anderer, etwa der Grad der Freiheit.

    Frieden ist Hier und Jetzt. In den Bergwiesen ist Frieden, in den Bäumen Frieden, im See Frieden, in den Wolken Frieden, im Wesen der Tiere Frieden, auch wenn die Tiere sich gegenseitig auffressen.

    Unsere Herzen sind Frieden, weht auch mancher Ungeist von Millionen Jahren menschlicher Verirrung durch sie. Ihr Herz ist Frieden, und wenn Sie es nur einen Spalt für mich öffnen, werde ich Sie überzeugen, dass Sie dieser Frieden sind. Haben Sie aber einen Hammer und Nägel mitgebracht und nageln ständig mit Ihren Argumenten und Überzeugungen ein imaginäres Tor zu, mit dem Sie sich verschließen, kann es mir nicht gelingen, Ihnen zu zeigen, Ihnen zu beweisen, dass Sie Frieden sind. Bereitschaft ist notwendig. Es lohnt sich. Was ist der Lohn, den ich Ihnen zu bieten habe? Ihr neues Leben – Klarheit, Einfachheit, Liebe, Frieden und Zufriedenheit.

    Präsenz. Das Eine. All-Sehende. Ist immerdar.

    Selbst in Zeiten großer Arroganz wusste ich, dass ich Frieden will, dass ich Freiheit will, dass ich glücklich sein will. Jeder will glücklich sein.

    Nachdem der junge Ramana, der Guru meines Meisters, einige Jahre geschwiegen, sich zurückgezogen hatte in die tiefsten Tiefen seines Selbst, schrieb er die Antwort auf die Frage nach der Wahrheit mit einem Stöckchen in den Sand. Sie begann mit: »Weil jeder glücklich sein will …«

    Wer will glücklich sein? So zu tun, als ob Sie glücklich seien, hat keinen Sinn. Betrügen Sie sich nicht selbst. Sie können zwar mit oberflächlicher Lässigkeit oder Pseudowissen prahlen und damit einigermaßen durch Ihr Leben kommen. Sie können damit durchaus andere Menschen belehren, überzeugen, beschwindeln und betrügen. Wie Sie wollen, das ist Ihre Sache. Aber in der Begegnung mit Ihrem wahren Selbst können Sie sich nicht betrügen. Es geht um das Kostbarste, es geht um Sie!

    Gott hat das Seine getan für diesen wunderbaren Tag: Licht und Farben, die Natur in ihrer Vielfalt. Lassen Sie uns einfach sein. Wenn wir zum Satsang kommen, sollte alle Vergangenheit völlig wegfallen, auch wenn es zunächst nur für zwei Stunden ist. Geben Sie sich die Chance! Feiern Sie Frieden, feiern Sie Ihr wahres Selbst!

    Ich werde um Sie kämpfen wie ein Löwe, Sie umschmeicheln wie eine Gazelle und Sie erfreuen wie ein Hofnarr. Alles, was Ihnen dient, soll Ihnen zukommen.

    Die Stille meines Herzens hat Sie schon berührt. Im Herzen sind wir bereits zu Hause. Für immer und ewig. Hier in dieser Stille ist kein Tun nötig.

    Sie sind bis an die Zähne bewaffnet. Hochgerüstete, perfekte Nahkämpfer. Sie haben ein Arsenal an Waffen und viele Druckknöpfe in Reichweite, etwa Wut und Ärger. Sind oberster Gerichtshof, Staatsanwalt und Verteidiger in einer Person. Sie sind der schlaueste Anwalt der Lüge. Sie bezahlen sich sehr gut dafür, seit Tausenden von Jahren.

    Ob Sie mich mögen oder nicht, ist mir recht gleichgültig. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben. Es ist auch für mich erstaunlich, warum ich nicht in Rio de Janeiro sitze, an der Copacabana mit langbeinigen Gespielinnen, warum nicht im Reichstag, wie mein Freund in Berlin, nicht als hoch dotierter Manager Kapitalinteressen vertrete. Es ist so, weil geschieht, was geschieht, weil diese Liebe in diesem Moment von größter Wichtigkeit ist, weil mit Ihrem Erwachen die ganze Welt, das Universum aufatmet von Zehntausenden Jahren der Unterdrückung und Selbstgeißelung.

    Ich wage ein Experiment: Sie anzusprechen als gutes Herz und freien Kopf. Ich wage es, ehrlich zu Ihnen zu sein und nicht auf die alten Methoden der spirituellen Sklavenwärter zurückzugreifen. Es wird sich zeigen, ob Sie mutig genug sind, das anzunehmen. Ich möchte klarstellen, dass ich für Sie großen Respekt hege. Aus Ihrem Leben, Ihrem Alltag, Ihren Wichtigkeiten heraus hat uns etwas hierher geführt – Ihr Herz, mein Herz, das Selbst.

    Dass Sie Freiheit suchen, mag für die eine aus einem Sog der Anziehung resultieren, dem anderen erscheinen wie Selbstsucht oder Verzweiflung. Egal, es geht schlichtweg um Erwachen, Frieden und Stille.

    Haben Sie wegen der Anspannung in Ihrem Leben Ruhe nötig, willkommen, ruhen Sie sich aus! Haben Sie Frieden nötig, willkommen, Friede sei mit Ihnen! Wollen Sie erwachen, erwachen Sie!

    Durch Ergründung des Ewigen und Absoluten im Jetzt offenbart sich das Selbst – grenzenloses Bewusstsein.

    Hej, mein Name ist Anders und ich komme aus Göteborg. Ich traf Sie vor circa sechs Jahren. Es bedeutet mir sehr viel, bei Ihnen zu sein. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr fühle ich mich sehr zu Ramana Maharshi hingezogen. Es ist, wie nach Hause zu kommen, und ich fühle mich gesegnet von Ihnen. Ich bin glücklich, hier zu sein, ich liebe es, hier zu sein.

    MADHUKAR: Sie fühlen sich gesegnet. Was ist das Resultat der Gnade?

    Ich habe das Gefühl, dass mein Leben sich verändert hat, in einer Art und Weise, wie ich es mir zuvor nicht vorstellen konnte.

    MADHUKAR: In welcher Hinsicht hat es sich verändert?

    Frieden ist sehr wichtig für mich geworden. Er kommt und geht. Hindernisse tauchen ebenso auf. Diese stören den Frieden.

    MADHUKAR: Wann immer sich Freiheit offenbart, werden Hindernisse sichtbar. Es erscheint nur, als tauchten sie auf. Gefangenschaft war, doch sie wurde schlicht übersehen. Und übrigens, was Sie sehen, sehen Sie durch ein so genanntes Selbst-Modell, dieses Modell an sich sehen Sie allerdings nicht. Es ist nur eine elegante Benutzeroberfläche. Wenn sich Freiheit in Ihrem Leben offenbart, werden Sie der Gefangenschaft gewahr. Sie können die Erfahrung machen, dass Sie frei sind, absolut unabhängig von den Umständen. Der Richtigkeit halber, und nicht zuletzt Ihres Glücks wegen, muss ich Sie korrigieren. Sie sagen, dass Frieden kommt und geht, dass Klarheit erscheint und wieder verschwindet. Dies ist ein grundsätzliches Missverständnis, und führt dazu, dass Freiheit weiterhin kommt und geht. Ihnen muss ein für alle Mal klar werden, dass Frieden immer hier ist. Sie wenden sich dem zu, und Sie wenden sich wieder ab. Sobald Sie verstehen, dass Sie nicht dieses Körper-Geist-Programm sind, brauchen Sie nichts mehr dafür zu tun, dass Frieden zurückkommt. Warum? Weil er bereits hier ist. Jeder, der nicht imstande ist, mir zu glauben – und das ist akzeptabel, denn niemand wird von mir gezwungen, die Wahrheit zu glauben –, muss selbst ergründen: ›Was ist Realität? Wer bin Ich?‹ Und erkennt schließlich durch Selbstergründung. Oder eben nicht.

    Können Sie etwas über Hingabe als Weg sagen?

    MADHUKAR: Ich spreche nicht über Wege. Auf so vielen Wegen bin ich unterwegs, auf Straßen und in der Luft, ich spreche ungern über einen Weg. In Zeit und Raum gibt es Wege. Im Selbst nicht. Weg ist Verzögerung, Weg ist Unwissenheit, Weg ist Betrug! Die Vermittlung eines Weges entspringt der Ignoranz oder gar der Feigheit eines Lehrers, der nicht wahrhaftig darauf verweisen kann, wer ist.

    Das gefällt mir: Weg ist Verzögerung.

    MADHUKAR: Nützen Sie Ihre Erkenntnis!

    Was gab Ihnen den Impuls, die Suche zu beenden und das zu finden, was Sie fanden?

    MADHUKAR: Mein unbedingter Wunsch nach Freiheit. Die Erkenntnis, dass alles andere als Liebe Selbstbetrug ist. Die Wahrhaftigkeit meines Meisters und schlussendlich die Abwendung von allen Phänomenen. Selbst das attraktivste Erlebnis, das spirituelle Menschen erstreben, nämlich Erleuchtung. Die Abwendung davon und die Hinwendung zu mir selbst, zu dem, der ist.

    Auch Jesus mochte seine Sandalen. Klar, dass ich keine Abneigung gegen Gucci-Loafer hege. Auch Eure Victoria-Secret-Dessous sind okay. Ein schwarzer Cayman, der neue iPod, Champions League, Kitzbühel, solange es Spass macht, der VfB, wenn er mal wieder gegen die Bayern gewinnt.

    Dass Christus nie gelacht haben soll, ist wohl der größte Witz. Lebensfreude hört nicht auf, wenn man erwacht. Sie kulminiert. Mit oder ohne Gadgets. Aber sicher ohne Tabus.

    Ich bin der ich bin. Es ist das Geheimnis der Weisen zu wissen, wer sie sind. Zusätzlich genießen Sie die Freuden des Lebens, alles, was in Form gegeben ist, bezaubernde Natur, Kino, die Berührung des Wassers, Goldduft der Frangipani, Geschmack von knusprigem Brot. Liebe, Lachen, Tanzen. All das, Symphonie des Universums.

    Biegsamkeit und Härte, Flöte eben, geben, geben, geben – das ist Leben!

    Wer ist der Meister? Ist das der Seinsgrund, die Essenz?

    MADHUKAR: Wenn das Ihnen dient, ja.

    Sie erwähnen manchmal die Nähe des Meisters …

    MADHUKAR: Ja, der Meister ist immer hier. Für mich ist das kein »wähnen« sondern glasklar. Klarheit ist durchsichtig, darum übersieht das der Geist gerne und betrachtet lieber sich selbst.

    Der Meister kann die Gedanken betrachten, die Dinge, das Leben. Er kann im Leben stehen und sich an allem erfreuen.

    MADHUKAR: Sicherlich, Lebensfreude ist ein untrügliches Zeichen von Meisterschaft. Haben Sie jemals einen Meister erlebt, der nicht in Freude erstrahlt? Der nicht voller Humor ist, voller Liebe?

    Nein.

    MADHUKAR: Wo Ernst ist, ist keine Meisterschaft, da ist Krampf und Kampf.

    Freude kann sehr still sein.

    MADHUKAR: O ja.

    Gilt das auch für die Zen-Meister? Da hört man Geschichten von sehr strengen und ernsten Meistern.

    MADHUKAR: Bitte erzählen Sie.

    Eigentlich stimmt das Attribut »ernst« nicht, man hört nur von Strenge.

    MADHUKAR: Ich kenne persönlich nur drei Meister:

    Chögyal Namkhai Norbu, mein erster Meister, ein Lehrer des tibetischbuddhistischen Dzogchen innerhalb des tantrischen Vajrayana. Er war sehr humorvoll und trank damals gern einige Gläschen Wein mit uns. Er lebt noch, sein Geist ist glasklar.

    Sri H.W.L. Poonja, mein Meister, der auch Löwe von Lucknow genannt wird, strahlte in gewaltiger Klarheit. Durch ihn hat sich Advaita im Westen so weit verbreitet. Er war voll liebevoller Wärme, sehr gütig und mit einem fantastischen Humor gesegnet. Daneben konnte er allerdings auch unberechenbar reagieren, in einer Art und Weise, die vom westlichen Menschen leicht als inakzeptabel, unverschämt, seine Meisterschaft zweifelhaft machend, angesehen werden konnte. Er war eben auch ein großer Provokateur.

    Sri Ramana Maharshi war sein Guru. Der Heilige vom Arunachala. Stille selbst.

    Ich war zwar nicht sein Zeitgenosse, was aber nicht heißt, dass ich ihn nie gesehen hätte. Als ich vor drei Jahren bei sinkender Abendsonne den Berg Arunachala hinaufstieg, saß er auf einem halbhohen Felsen, ein Bein angewinkelt, nur mit einem Langotee bekleidet, auf seinen Spazierstock gestützt. Stille gemeißelt in Gold. Wir schauten uns an. Sein Blick reinste Güte – ich weiß nicht, wie mir geschah. Bis ich aus dieser süßen Stille weiterging, den Pfad hinauf zum Skandashram.

    Das Schöne ist diese Stille ist hier, wenn ich mir diese Bilder in die Erinnerung rufe. Welch kraftvolle Präsenz.

    Über Sri Ramana Maharshi wird der Mythos verbreitet, dass er nie sprach, nur still da saß, also das Bild des klassischen Erleuchteten. Zweifelsfrei ist er Satguru. Mir war es möglich, einiges über sein wirkliches Leben erfragen und anlesen zu können, da ich jedes Jahr für einige Zeit in Tiruvannamalai weile, wo er lebte. Dabei kamen mir viele Berichte von seinen Zeitgenossen zu Ohren, die ein erweitertes Bild von ihm zeichnen. Er war auch voller Humor, hat den Besucher auch mal veräppelt, war sehr eigen – und natürlich still, sehr still. Eine Stille, die jetzt noch spürbar ist und jedem dient, der zu dem heiligen Berg geht, den Ramana so liebte und an dessen Fuß sein Ashram liegt. Bhagavans Präsenz ist dort jetzt noch stark spürbar, als große Vitalität.

    Ganz sicher keine Strenge. Strenge kommt aus Dogmatismus, beispielsweise dem Protestantismus, und insbesondere dem Calvinismus, der in der Schweiz, in Holland und in den skandinavischen Ländern prägenden Einfluss hat. Strenge hat meist in einer disziplinarischen oder religiösen Strömung ihren Ursprung, sie kommt nicht aus der Wahrheit. Das ist meine Ansicht. Sie haben womöglich Ihre eigene. Ich sage nicht, dass meine Erfahrung exklusiv und allein gültig ist.

    Jeder von Ihnen ist Erwachen, also zögern Sie nicht zu sein.

    Manchmal erscheint es mir, dass sich die Menschen von der Gefangenschaft mehr angezogen fühlen als von der Freiheit. Und vor ihrem eigenen Feuer Angst, ja, Angst vorm Leben haben.

    Was auch immer Ihnen eingeredet wurde, ist nicht letztendliche Wahrheit. Das, was Sie sind, ist unberührt und rein. Es brennt lichterloh.

    Auf Ihrer Webseite ist zu lesen, dass Sie in einer Segenslinie von Sri Ramana Maharshi und Sri H.W.L Poonja stehen. Was heißt das? Was ist es, was von den Meistern auf Sie übertragen wurde?

    MADHUKAR: Gnade.

    Das ist alles?

    MADHUKAR: Gibt es mehr? Für mich war es mehr als ausreichend, es ist wunderbar. Ich kann mir selbst nicht mehr zuschreiben, als dass ich meinen bedingungslosen Wunsch nach Freiheit und die Gnade meines Meisters genutzt habe. Wenn es Ihnen dient, können Sie aus dieser Gnade schöpfen.

    Wir verweisen manchmal auf die Erkenntnis, dass das Universum in einem Augenblick entsteht und vergeht. Heidaneinomoalab’rau! Bezüglich des Big Bang, des Urknalls, der ob des fast vollkommenen Vakuums im stillen Weltall übrigens geräuschlos von sich ging, konnten Astronomen ihre Messungen präzisieren. Es verstärkt sich die Theorie, dass das Universum, aufgetankt von einem Antigravitationsfeld, in dem ersten trillionstel Teil seiner Entstehungssekunde, also augenblicklich, einen gewaltigen Wachstumssprung von submikroskopischer auf astronomische Größe erfahren hat.

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