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Der Weg zu Gott führt nach innen: Ein Einstieg ins meditative Gebet

Der Weg zu Gott führt nach innen: Ein Einstieg ins meditative Gebet

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Der Weg zu Gott führt nach innen: Ein Einstieg ins meditative Gebet

Länge:
147 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Dec 6, 2012
ISBN:
9783761559765
Format:
Buch

Beschreibung

Innerlichkeit hat etwas Faszinierendes: Sammlung, Konzentration, Ausdruck von Kraft - und nicht zuletzt die Begegnung mit Gott. Aber wie redet Gott heute zu uns? Was können wir erwarten, erhoffen? Gibt es etwas, das unser Herz und unseren Verstand darauf vorbereitet? Willkommen bei einer spannenden Reise ins eigene Ich - bei der wir mehr als nur uns begegnen werden.

Dieses Buch - ist ein Augenöffner für Gottes Gegenwart und Reden bei uns.
- zieht eine Linie von den Erfahrungen vieler Christinnen und Christen in der Vergangenheit bis hin zu uns.
- bleibt bei aller Innerlichkeit und geistlichen Ausrichtung wohltuend praktisch und bodenständig.
- ermutigt ohne Zeigefinger zu einer tieferen Gottesbeziehung.

Voller Tiefe und Substanz schreibt Foster über meditatives Gebet. Es ist eine überzeugende Einladung zur Vertrautheit mit Gott, die uns in allen Ebenen unseres Seins betrifft.
Ruth Haley Barton (Autorin) (Statement von der IVP Website)
Freigegeben:
Dec 6, 2012
ISBN:
9783761559765
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der Weg zu Gott führt nach innen - Richard J. Foster

Ein Wort zum Beginn

Die Meditation ist die Zunge unserer Seele

und die Sprache unseres Geistes.

Jeremy Taylor

Jesus Christus lebt und ist hier, um seine Kinder selbst zu unterweisen. Seine Stimme zu hören, ist nicht schwer; seine Sprache zu verstehen, ist nicht kompliziert. Aber gut hinzuhören und richtig zuhören zu lernen, ist keine leichte Aufgabe.

Ich war Student am College, als ich die Stimme Jesu zum ersten Mal ganz bewusst vernahm. Es war in einer Phase großer Frus­tration. Wegen meiner mangelhaften Vorbildung und nicht gerade herausstechender Intelligenz hatte ich das Gefühl, ich müsste mich mehr anstrengen als alle anderen, um Erfolg zu haben. Dazu kam, dass ich zwei Teilzeitjobs hatte, damit das Geld reichte, um Essen auf den Tisch zu bringen und Bücher zu kaufen. Der erste Job war in einer Konservenfirma in der Putzkolonne nach der Nachtschicht, wo ich von vier bis sechs Uhr jeden Morgen die Anlagen mit dem Dampfreiniger säuberte. Danach schaffte ich es gerade rechtzeitig ins College, um dort im Speisesaal das Geschirr zu spülen, mein zweiter Job.

Das Timing war perfekt, denn ich konnte alles erledigen, ehe um acht Uhr die erste Vorlesung begann. Nach dem Mittag- und dem Abendessen spülte ich wieder Geschirr, wodurch ich die Möglichkeit hatte, im Speisesaal mitzuessen. Viele Studenten beschwerten sich in jenen Tagen über die College-Mahlzeiten … aber ich nicht. Meine Eltern waren beide krank gewesen und früh gestorben, so hatten meine beiden Brüder und ich immer alles zusammenkratzen müssen. Das Essen im College war für mich der reinste Hochgenuss.

Zusätzlich zu Arbeit und Studium hatte ich mit einem guten Studienfreund eine Arbeit mit der eher seltsamen Bezeichnung „Youth Accent" begonnen. Unser Dienst führte uns an den Wochenenden in verschiedene Gemeinden, wo wir von Freitagabend bis Sonntagmittag abwechselnd fünf- bis sechsmal sprachen. Dann sprangen wir ins Auto und fuhren zurück zum Campus. Natürlich half ich auch noch in einer Gemeinde am Ort mit … und in der Studentenvertretung … und das war für ein junges Erstsemester eine ganze Menge Arbeit. Trotzdem glaubte ich, dass jede einzelne dieser Aufgaben aus den unterschiedlichsten Gründen wichtig war: um das nötige Geld zu verdienen; um meine rednerische Begabung zu entwickeln und um Kontakt mit Menschen zu pflegen, die mir wichtig waren. Aber sie ließen mir wenig Zeit für Muße und gesellschaftliche Aktivitäten, die im Leben der meisten anderen Studenten einen so großen Raum einzunehmen schienen. Und ich war frustriert über diesen scheinbaren Mangel.

Eines Abends gönnte ich mir eine längere Pause vom Lernen und ging hinaus in die Nacht. Schon bald fing ich an zu beten und zu klagen … ein wenig wie in den Klagepsalmen in der Bibel. Ich war nicht wirklich wütend, einfach nur enttäuscht. Es war so eine Art „Ach ich Ärmster"-Gebet. Mein Weg führte mich in ein nahes Wäldchen, und als ich dort im Schein des Mondes entlanglief, ebbten meine Klagen allmählich ab und ich wurde immer stiller. Schließlich verfiel ich in völliges Schweigen. Ein stilles, hörendes Schweigen. Und da begann Gott zu reden, er sprach aus der Stille heraus, hinein in meine Enttäuschung.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie wir Menschen am Klang ihrer Stimme, dem Geist, der aus ihrer Stimme klingt, und natürlich dem Inhalt des Gesagten erkennen? Ganz ähnlich ist es mit der Stimme Gottes. Ihr Klang will uns ziehen und ermutigen. Ihr Geist ist voll Gnade und Barmherzigkeit. Und der Inhalt dessen, was Gott sagt, stimmt immer überein mit dem, was er schon früher gesagt hat – wir haben ein reiches biblisches Zeugnis, an dem wir unsere Eindrücke überprüfen können. Nun spreche ich hier nicht von einer äußerlichen Stimme, die man mit elektronischen Geräten einfangen könnte. Gott kann zweifellos so reden, wie die Bibel oft genug bezeugt. Doch ich meine hier eher ein inneres Flüstern, ein Reden in der Tiefe unseres Herzens, ein inneres Wissen.

„Du bist enttäuscht und bedauerst dich selbst", schien Gott zu sagen. „Du bedauerst dich selbst, weil dir nicht alle Wünsche erfüllt werden. Aber wenn du bei mir bist, müssen nicht alle deine Wünsche in Erfüllung gehen. Bei mir findest du die absolute, völlige Befriedigung. Wenn du wirklich bei mir bist, dann bist du am besten Platz, an dem man sein kann."

Das war alles. Kein Versprechen, dass sich meine Lebensumstände ändern würden. Keine Verheißung auf Wohlstand und Reichtum und Erfüllung aller meiner weltlichen Wünsche. Keine Verpflichtung, auch nur irgend etwas zu verändern. Und doch verscheuchten diese Worte still und leise meine Enttäuschung und überwanden mein Selbstmitleid. Als ich aus dem Wäldchen herauskam, war mein Schritt leichter. Ich war persönlich und vertrauensvoll angesprochen worden. Die Stimme des wahren Hirten war genug.

* * *

Auf den folgenden Seiten wollen wir uns ausführlicher damit befassen, was es für uns persönlich bedeutet, das göttliche Flüstern zu hören. Wie redet Gott zu uns? Was können wir erwarten … oder sogar erhoffen? Gibt es einen Zustand von Herz oder Verstand, der uns offen macht für Gottes liebende – und furchterregende – Stimme? Wie können wir eine Haltung des inneren, betenden Hörens entwickeln? Es sind Fragen wie diese und noch andere mehr, denen wir nachgehen wollen.

Am Ende jedes der drei Hauptteile dieses Buches werde ich etwas ausführlicher von einer persönlichen Erfahrung berichten, die, so hoffe ich, das Gesagte illustrieren und noch weiter entfalten wird. Es sind Erlebnisberichte, von denen ich hoffe, dass Sie Ihnen Mut machen, selbst mit dem meditativen Gebet zu beginnen und dabei Ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Teil I

Das Fundament legen

Lehre mich still sein und hören,

lehre mich ruhig zu sein.

Lehr mich das Schweigen zu lieben,

zeig mir, wo Frieden ich find.

Lehr mich dein Rufen zu hören,

lehr mich erforschen dein Wort.

Lehr mich im Schweigen zu hören

Dinge, die nie ich gehört.

Lehre mich, Herr, mich zu sammeln,

richtig gestimmt zu sein.

Lehre mich zu gehorchen.

Bald ist die Stille vorbei.

Und wenn es dann Zeit ist zu gehen,

dann gib du, dass ich fülle

jeden Tag und jede Stunde

mit Frieden aus der Stille.

Ken Medema

Und Isaak war ausgegangen, um zu beten auf dem Felde gegen Abend.

1 Mose 24,63

1. Gott redet, lehrt und handelt

Ein ganz wesentlicher Schritt ist …, dass wir lernen, über der Schrift zu meditieren – lernen, zuerst auf Gottes Wort zu hören, uns davon erfüllen und es in uns Wurzeln schlagen zu lassen. Das kann durchaus schwierig sein, denn die Kirchen bieten keine Kurse für Meditation an, obwohl es eine Kunst ist, die wir von denen lernen müssen, die sie bereits beherrschen, und obwohl es die oberste Aufgabe der Kirche ist, auf Gottes Wort zu hören.

Elizabeth O’Connor

Ich will Ihnen gern sagen, wie sehr Gott sich wünscht, uns nahe zu sein. Wie er sich danach sehnt, von uns zu hören. Wie ihn danach verlangt, mit uns zu reden. Dieser leidenschaftliche Wunsch nach liebender Gemeinschaft mit Ihnen … mit mir … ist geradezu ein Grundzug seines Wesens. Von der menschlichen Seite aus gesehen ist es das meditative Gebet, das uns in diese göttlich-menschliche Gemeinschaft hineinführt.

Ein guter Ausgangspunkt

Die biblische Grundlage der Meditation finden wir in Gott, der redet, lehrt und handelt, Gott, der im Mittelpunkt des Zeugnisses der Schrift steht. Er ließ die Welt entstehen durch das Wort seines Mundes. Er sprach: „Es werde Licht", und es kam zum Urknall.

Im Garten Eden redeten Adam und Eva mit Gott und Gott redete mit ihnen – sie hatten Gemeinschaft. Dann kam der Sündenfall und der ständige Austausch wurde in einem ganz wesentlichen Sinne unterbrochen, denn Adam und Eva versteckten sich vor Gott. Aber Gott wandte sich seinen aufsässigen Kindern weiterhin zu, und in den Geschichten von Kain und Abel, von Noah und Abraham und vielen anderen sehen wir Gott reden und handeln, lehren und leiten.

Mose lernte, wenn auch schwankend und mit vielen Umwegen, auf Gottes Stimme zu hören und seinem Wort zu gehorchen. Ja, die Bibel bezeugt uns, dass Gott mit Mose redete „von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet (2 Mose 33,11). Es bestand so etwas wie eine enge Beziehung oder Gemeinschaft. Als ganzes Volk allerdings waren die Israeliten nicht bereit für einen so vertrauten Umgang. Nachdem sie Gott ein wenig kennengelernt hatten, ging ihnen auf, dass seine Nähe eine gefährliche Sache ist, und sie sagten zu Mose: „Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben (2 Mose 20,19).

Damit beginnt die lange Reihe von Propheten und Richtern, deren erster Mose war. Aber es war ein Schritt fort von dem Gefühl der unmittelbaren Gegenwart Gottes, dem Gefühl, das die Wolke am Tage und die Feuersäule bei Nacht vermittelte.

Dann, unter Samuel, verlangte das Volk nach einem König. Das störte Samuel sehr, aber Gott gebot ihm, sich nicht davon entmutigen zu lassen, „denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht mehr König über sie sein soll (1 Sam 8,7). Unter Mose hatten sie Gottes unmittelbare Nähe verworfen; unter Samuel wehrten sie sich gegen Gottes unmittelbare Herrschaft. „Gib uns einen Propheten, sagten sie. „Gib uns einen König, einen Vermittler, damit wir nicht selbst in Gottes Nähe kommen müssen. Und so ist es noch heute. Wir müssen uns die religiöse Landschaft der heutigen Zeit nicht allzu genau ansehen, um zu erkennen, dass auch sie nach Vermittlern schreit. „Gib uns einen Pastor, gib uns einen Priester, gib uns jemanden, der das für uns übernimmt, damit wir selbst die Nähe Gottes vermeiden und trotzdem davon profitieren können, sagen wir.

Doch als die Zeit erfüllt war, kam Jesus und lehrte, dass Gottes Reich gekommen ist und wie das Leben in diesem Reich aussieht. Jesus zeigte uns Gottes Sehnsucht nach einer allumfassenden Gemeinschaft liebender Menschen um sich herum – in der Mitte er selbst als ihr oberster Erhalter und vornehmster Teilhaber. Jesus setzte eine lebendige Gemeinschaft ein, die ihn als Erlöser und Herrn anerkennt, in allem

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