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Stephen Hawking, das Universum und Gott

Stephen Hawking, das Universum und Gott

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Stephen Hawking, das Universum und Gott

Bewertungen:
4/5 (3 Bewertungen)
Länge:
103 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 26, 2011
ISBN:
9783417219975
Format:
Buch

Beschreibung

Wissenschaft und Religion - ist das wirklich ein Kampf zwischen völlig unterschiedlichen Welten? Einige Autoren scheinen davon auszugehen, wie etwa Richard Dawkins oder auch Stephen Hawking. Sie bringen dafür zahlreiche Argumente - halten diese aber einer näheren Prüfung wirklich stand?
Prof. John Lennox ("Hat die Wissenschaft Gott begraben?") setzt sich in seinem neuen Buch mit dem aktuellen Bestseller von Stephen Hawking "Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums" auseinander und liefert gute Argumentationshilfen für den Glauben.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 26, 2011
ISBN:
9783417219975
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Stephen Hawking, das Universum und Gott - John Lennox

Germany

Vorwort

Ich habe dieses kleine Buch in der Hoffnung geschrieben, es möge meinen Lesern dabei helfen, einige der wichtigsten Fragen zu verstehen, um die es in der derzeitigen Debatte im Kern geht. Deshalb habe ich versucht, wo immer möglich, auf fachspezifische Details zu verzichten und mich auf die Logik der Argumentation zu konzentrieren. Ich glaube, dass diejenigen unter uns, die mathematisch und naturwissenschaftlich geschult sind, Verantwortung für das öffentliche Verständnis der Wissenschaft haben und verpflichtet sind, Menschen das Rüstzeug an die Hand zu geben, um einschätzen zu können, wie Wissenschaft von Wissenschaftlern gebraucht (oder missbraucht) wird. Insbesondere haben wir die Pflicht, darauf hinzuweisen, dass nicht alle Aussagen von Wissenschaftlern wissenschaftliche Aussagen sind und somit auch nicht unbedingt die Autorität echter Wissenschaft besitzen, auch wenn ihnen diese Autorität oft irrtümlich zugeschrieben wird.

Natürlich gilt das für alles, was ich sage, ebenso wie für jeden anderen. Deshalb bitte ich meine Leser, meine Argumente sehr sorgfältig zu überprüfen. Ich bin Mathematiker. Dieses Buch handelt nicht von Mathematik. Die Richtigkeit der mathematischen Sätze, die ich bewiesen habe, ist also keine Garantie für die Richtigkeit dessen, was ich hier gesagt habe. Doch ich habe volles Zutrauen in die Fähigkeit meiner Leser, eine Argumentation bis zu ihrem Schluss zu verfolgen und einzuschätzen.

Einführung

Gott ist derzeit in aller Munde. Dafür haben Naturwissenschaftler gesorgt. Sie veröffentlichten ein Buch nach dem anderen mit Titeln wie Gott und die Gene (Francis Collins), Der Gotteswahn (Richard Dawkins), God, the Failed Hypothesis (Victor Stenger), The Story of God (Robert Winston) und so weiter.

Manche dieser Bücher haben in vielen Sprachen in aller Welt die Bestsellerlisten erstürmt. Offenbar wollen die Leute hören, was Naturwissenschaftler sagen. Das ist kein Wunder. Besitzt die Naturwissenschaft doch eine immense kulturelle und intellektuelle Autorität in unserer hoch entwickelten Welt: teils wegen ihres phänomenalen Erfolgs bei der Entwicklung von Techniken, die uns allen nützen, teils wegen ihrer Fähigkeit, uns zu inspirieren, indem sie uns durch gut gemachte Fernsehdokumentationen Einblicke in die Wunder des Universums gibt.

So kommt es, dass viele Menschen, denen zunehmend bewusst wird, dass die materiellen Erfolge der Naturwissenschaft die tiefsten menschlichen Bedürfnisse nicht befriedigen können, sich an Naturwissenschaftler wenden, um zu erfahren, ob diese irgendetwas über die großen Fragen des Daseins aussagen können: Warum sind wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? Wohin gehen wir? Ist das Universum alles, was existiert, oder gibt es noch mehr?

Diese Fragen lassen uns unweigerlich über Gott nachdenken. Millionen Menschen wollen wissen, was die Naturwissenschaft uns über Gott sagen kann. Manche der oben genannten Bestseller wurden von Atheisten geschrieben; manche der Autoren glauben an Gott. Daran wird bereits deutlich, dass es naiv wäre, die Debatte als einen unvermeidlichen Streit zwischen Naturwissenschaft und Religion anzusehen. Diese »Konflikt«-Theorie ist schon lange nicht mehr glaubwürdig. Nehmen Sie zum Beispiel den ersten Autor auf unserer Liste, Francis Collins, Direktor des National Institute of Health in den USA und ehemaliger Leiter des Humangenomprojekts. Sein Vorgänger als Leiter dieses Projekts war James Watson, der gemeinsam mit Francis Crick den Nobelpreis für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA erhielt. Collins ist Christ, Watson dagegen Atheist. Beide sind Naturwissenschaftler ersten Ranges. Was die beiden trennt, ist nicht ihre Wissenschaft, sondern ihre Weltanschauung. Das heißt, es gibt tatsächlich einen Konflikt, aber nicht zwischen Wissenschaft und Religion, sondern zwischen Theismus und Atheismus. Und Wissenschaftler gibt es auf beiden Seiten.

Die eigentliche Frage ist also: Weist die Naturwissenschaft auf Gott hin, weist sie von Gott weg, oder ist sie in dieser Frage neutral?

Eines wird jedenfalls deutlich: Das gestiegene Interesse an Gott straft die sogenannte Säkularisierungshypothese Lügen, die im Zuge der Aufklärung voreilig davon ausging, die Religion würde mit der Zeit an Einfluss verlieren und aussterben – zumindest in Europa. Tatsächlich könnte es durchaus sein, dass es gerade das Scheitern der Säkularisierung ist, das Menschen die Frage nach Gott immer dringlicher stellen lässt.

Den angesehenen Journalisten John Micklethwait und Adrian Wooldridge von der Zeitschrift The Economist zufolge ist Gott »wieder da«¹ – und das nicht nur für die Ungebildeten. »In vielen Teilen der Welt sind es gerade jene mobilen, gebildeten Mittelschichten, von denen Marx und Weber annahmen, dass sie dergleichen Aberglauben abschütteln würden, die die Explosion des Glaubens vorantreiben.«² Diese Entwicklung verärgert verständlicherweise die Säkularisten, besonders die atheistischen Naturwissenschaftler unter ihnen, die der Meinung sind, sie allein verfügten über die richtigen intellektuellen Voraussetzungen, um die Welt zu deuten.

Am lautesten ist der Protest in Europa, vielleicht, weil viele Atheisten glauben, sie hätten hier am meisten zu verlieren. Damit haben sie wahrscheinlich recht – und es gibt Anzeichen dafür, dass sie tatsächlich verlieren. Richard Dawkins, der Wortführer der Neuen Atheisten, dreht die Lautstärke umso höher, je mehr Risse seine Argumentation bekommt – zumindest kommt es selbst manchen seiner Mitatheisten so vor.

Die Neuen Atheisten sind entschlossen, so viele Jünger wie möglich für den Glauben zu gewinnen, der Atheismus sei die einzig respektable Weltanschauung. Ihre Kampagne ging bis zu Werbebannern auf Gelenkbussen und atheistischen Sommerlagern für Kinder, nicht zu vergessen die Ansteckbuttons mit dem roten »A« für »Atheist« und natürlich jede Menge intelligent entworfener T-Shirts.

Nun hat sich eine weitere kraftvolle Stimme in den atheistischen Chor eingereiht – die des Physikers Stephen Hawking. Weltweit waren die Schlagzeilen voll davon: »Stephen Hawking sagt, das Universum wurde nicht von Gott erschaffen«, »Stephen Hawking sagt, die Physik lässt keinen Raum für Gott« und so weiter, in vielerlei Variationen. Auch in Deutschland erstürmte seine neueste Veröffentlichung Der große Entwurf sofort die Bestsellerlisten. In der Süddeutschen Zeitung hieß es zum Beispiel: »Stephen Hawking hat in seinem neuen Buch ›Der große Entwurf‹ gemeinsam mit seinem Koautor Leonard Mlodinow die Existenz Gottes widerlegt«³.

Das öffentliche Bekenntnis zum Atheismus von einem Mann mit so hohem wissenschaftlichen Ansehen hat die Debatte sofort um einige Grad hitziger werden lassen – und unzählige Bücher wurden verkauft.

War es das? Gibt es nun nichts mehr zu diskutieren? Sollten alle Theologen spornstreichs ihre Lehrstühle aufgeben, da ihr Fach inzwischen gegenstandslos geworden ist? Sollten alle Geistlichen ihre Talare an den Nagel hängen und nach Hause gehen, weil sie nichts mehr zu predigen haben? Hat der Großmeister der Physik den Großen Entwerfer des Universums schachmatt gesetzt?

Zu behaupten, Gott abgeschafft zu haben, ist schon eine steile Aussage. Immerhin haben die meisten großen Naturwissenschaftler der Vergangenheit an Gott geglaubt. Viele tun es auch heute noch. Haben sich Galilei, Kepler, Newton und Maxwell, um nur einige zu nennen, alle in der Gottesfrage geirrt?

Da allerhand auf dem Spiel steht, sollte man sich die Belege, die Hawking vorbringt, genauer anschauen, um herauszufinden, ob seine Argumente einer Überprüfung standhalten.

Kapitel 1

Die großen Fragen

Stephen Hawking ist ohne Zweifel der weltweit

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Rezensionen

Was die anderen über Stephen Hawking, das Universum und Gott denken

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Leser-Rezensionen

  • (4/5)
    An interesting response to Stephen Hawking's The Grand Design. Lennox begins by pointing out the obvious contradiction of Hawking's statement "philosophy is dead" immediately followed by a book that goes beyond the realms of physics and into metaphysics, a.k.a. philosophy. Hawking argues that "natures laws" are inviolable and account for the creation of all things. Lennox challenges this on various grounds, finally concluding that the theory of the multiverse, far from disproving God, leads logically to His existence. This is a short and easily understood book, nevertheless it succeeds in picking significant holes in Hawking's work.
  • (3/5)
    God and Stephen Hawking: Whose Design is it Anyway? is a philosophical approach to counter the "there is no god" scientific thought.Author, John Lennox takes a few key issues in Stephen Hawking's thesis and explains them with a philosophical approach. He counters all that the scientific athiest's claim that the world could only have been created through science, physics and mathematical principles. The scientists involved with this theory claim that God is a myth brought about by pagan and heathen cultures in order to tame the masses.Such questions as why is there something rather than nothing, why do we exist, how does the universe behave are among a few of the Hawking's hypothesis that are explained in this book. The author shares his vision and concepts with the reader, answering with his own mathematical basis as comparison. The arguments shared and explored are many each of us has thought about over the course of history.Many insights and examples via historical figures such as Hesoid, Isaac Newton, Galileo, Kepler to name a few are shared with the reader. Their scientific hypothesis and philosophies are shared with the reader to further strengthen the thought that God does exist, something cannot be created from nothing, for even with nothing, it is something.This is a very intellectual read. It is small and concise but heavily loaded with scientific explanations and accounts. If you've read Stephen Hawking's "A Brief History of Time" or "The Grand Design", then you will understand the principles involved with this thesis. The explanations given are sound and justified, backed with important examples via history and science. John Lennox is a mathematician himself and you can feel this as you read his logic concerning God and the Universe. He shows us that Gods existence is more than probable and sets his writing with many fine examples. Lennox believes that science and history are not the only sources to prove God's existence, all one needs to do is look around themselves and come to their own conclusions. All aspects and thoughts of God are based on personal experience and only the individual can truly decide what it is they believe to be true.I would suggest this book for anyone with questions about God's theology and existence. I would also recommend this for anyone who wishes to read an intelligent book about science, God, history and philosophy.
  • (5/5)
    The new atheists, like Richard Dawkins and Stephen Hawking, are ever in the public spotlight these days, or so it seems. The idea that brilliant physicists and scientists can make sense of this world without a God appeals to many. Certainly the conclusions reached in books such as Hawking’s latest book, The Grand Design — that there is no God and no ultimate point to the universe — are conclusions many atheists and secularists are all too eager to affirm. Since everything does fit so nicely together, however, should we wonder if the case made is really as air tight as claimed? If the conclusions are made to order, we might have warrant to carefully scrutinize the claims of these New Atheist authors.John Lennox, author of God’s Undertaker, and a Professor of Mathematics at the University of Oxford in his own right, takes on Stephen Hawking’s arguments in a forthcoming book published by Lion Books and distributed in the US by Kregel Publications (available July 15). In God and Stephen Hawking: Whose Design Is It Anyway?, Lennox exposes the circular reasoing and non sequitors that abound in Hawking’s The Grand Design. Lennox begins by framing the scope of what science can really address as it attempts to examine metaphysical questions. He then points out both Hawking’s dismissal of philosophy and his misunderstanding of Christian theism. God is not merely a “god of the gaps”, an explanation for the world as we know it. The Christian understanding of God has Him outside the boundaries of creation as Lord over all of it, not some explanation for unknown phenomena. As for philosophy, after rejecting it as “dead”, Hawking jumps in and tries his own hand at several metaphysical questions that philosophy has long addressed. Hawking’s attempt at doing philosophy is all the poorer for his outright rejection of it.Lennox then takes Hawking to task for claiming that the theory of gravity, or scientific laws in general, can operate as a “creator” in a sense, and be the ultimate cause for our universe. He clarifies what a law or rule of nature really “is”, and illustrates how Hawking makes more of such laws than can really be claimed. He then goes on to show how Hawking’s “M” theory of the “Multiverse” conveniently sidesteps objections by positing the existence of infinite universes. Still the question remains, why are there any universes instead of no universe? Lennox reveals that other major physicists have their own doubts as to the ability that M theory really has for being an explanation of everything.Lennox also addresses head on the claim that miracles cannot happen because the laws of science would be invalidated. He pries open the layers from this question and shows the irrationality of claiming that science strictly forbids the existence of exceptions or miracles.By the end of this short book (it’s only 100 pages long), Lennox has made a convincing case for theism and demonstrated that reasonable scientists continue to affirm the divine. Lennox’s book is accessible and clear, even as it interacts with quite complicated elements from Hawking’s writing. The book doesn’t own the six-day, young earth Creationist view, but it doesn’t rule it out either. Lennox argues that often the new atheists assume that to believe in God is to believe in a young earth view, and he shows this is not true. Lennox marshals arguments from science (the very idea of the big bang supports the Bible’s claim that the world has a beginning – something science has only admitted in the last hundred years), philosophy, history and the realm of human experience. The resulting case is convincing and should serve to bolster the faith of any troubled by the new atheism. At the least, it offers avenues of further exploration available in grappling with these issues.Before closing my review, I should excerpt a small section from this book which captures some of Lennox’s craft in action. This excerpt will illustrate his style and the way he can cut to the heart of an issue with incisive logic."Suppose, to make matters clearer, we replace the universe by a jet engine and then are asked to explain it. Shall we account for it by mentioning the personal agency of its inventor, Sir Frank Whittle? Or shall we follow Hawking: dismiss personal agency, and explain the jet engine by saying that it arose naturally from physical law…. It is not a question of either/or. It is self-evident that we need both levels of explanation in order to give a complete description. It is also obvious that the scientific explanation neither conflicts nor competes with the agent explanation: they complement one another. It is the same with explanations of the universe: god does not conflict or compete with the laws of physics as an explanation. God is actually the ground of all explanation, in the sense that he is the cause in the first place of there being a world for the laws of physics to describe."To this I add my “amen”. I encourage you to pick up this little book as it offers an excellent primer on how to deal with the claims of the new atheism. Even if you differ with Lennox on a point or two, his clear style and succinct arguments will equip you in thinking through these issues on your own.Disclaimer: This book was provided by Kregel Publications via Litfuse Publicity Group. I was under no obligation to offer a favorable review.