Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter: Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft
Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter: Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft
Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter: Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft
eBook176 Seiten1 Stunde

Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter: Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft Wer sich mit Genetik, Zucht, Biologie und Ernährungswissenschaft des Hundes beschäftigt, trifft immer wieder auf zentrale Fachbegriffe, deren genaue Bedeutung dem Laien oft nicht verständlich ist. Von Allel bis Zygote kann der Leser hier schnell nachschlagen und sich informieren, damit Fachliteratur zu den für Hundezüchter so wichtigen Themen künftig kein Buch mit sieben Siegeln mehr für ihn ist.
SpracheDeutsch
HerausgeberKynos Verlag
Erscheinungsdatum29. Juni 2011
ISBN9783942335348
Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter: Erklärung wesentlicher fachspezifischer Begriffe zu Vererbungslehre, Veterinärgenetik, Ernährungswissenschaft
Vorschau lesen

Ähnlich wie Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter

Ähnliche E-Books

Ähnliche Artikel

Rezensionen für Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Fachwörterbuch für Hundezüchter und Hundehalter - Dr. Friedmar Krautwurst

    werden.

    A

    Aberration: (lat. aberratio) - ablenken, abirren.

    Beispiele für Aberrationen sind die Chromosomenaberrationen, bei denen die Anzahl oder die Struktur von Chromosomen im Genom verändert ist, siehe dazu auch unter Chromosomenmutationen und Polyploidien.

    Abort: Fehlgeburt, Verwerfen, vorzeitige Unterbrechung der Trächtigkeit durch Ausstoßen der noch nicht vollentwickelten Frucht bzw. Früchte.

    Als Ursachen kommen Traumata (z.B. Unfall), schwere Allgemeinerkrankungen und Infektionen in Betracht. Bei letzteren handelt es sich vorwiegend um Brucella Canis und Canides Herpesvirus (CHV). Spontane Aborte sind bei Hündinnen relativ selten, möglicherweise wird ein Teil der Fälle übersehen, da die abortierten Feten des Öfteren durch das Muttertier aufgefressen werden.

    Absorption: (absorbieren, aufsaugen, einsaugen)

    Absorption der verdauten Nährstoffe durch die Darmwand, beim Hund vorwiegend im Dünndarm, der ausschließlich der chemischen Verdauung und Absorption der Nährstoffe dient.

    Abstammung: Tierzüchterischer Begriff, der einerseits auf die Abstammung der Wildform des Haustieres (z.B. Hund - Wolf) hinweist und zum anderen die individuelle Abstammung innerhalb der Rasse über die Ahnentafel zum Ausdruck bringt.

    Abstammungsbewertung: Eine Möglichkeit der Erbwertschätzung für Zuchttiere nach den vorhandenen Angaben zu ihren Vorfahren.

    Die Aussagesicherheit für quantitative Merkmale und Eigenschaften ist nach dieser Methode allerdings gering. »Der Abstammungsnachweis lässt vermuten, was ein Tier sein soll - die Individualität eines Tieres deutet an, was es zu sein scheint - das Zuchtergebnis verrät uns, was ein Tier tatsächlich ist.« BRANDSCH 1973.

    Acetabulum: Der knöcherne Anteil der Gelenkpfanne des Hüftbeins, die mit dem Kopf des Oberschenkelknochens, dem Femurkopf (Caput ossis femoris) die Hauptanteile des Hüftgelenkes (Articulatio coxae) darstellt. Die aufeinander abgestimmte Form von Acetabulum und Femurkopf gewährleistet eine leistungsstarke und schmerzfreie Fortbewegung. Fehlbildungen werden röntgenologisch in Form der Hüftgelenksdysplasie (HD) erfasst und züchterisch reglementiert.

    Achondroplasie: Eine entwicklungsbedingte Zwergform, die Hunde haben sehr kurze Läufe bei sonst vollkommen normaler Körpergröße.

    Adaption: Akklimatisation, Fähigkeit der Hunde, sich bezüglich ihrer physiologischen Vorgänge und Verhaltensweisen an anders geartete Umweltbedingungen anzupassen. Beispielsweise Nordische Hunde im Rennsport in wärmeren Regionen.

    Additive Genwirkung: Eine Form der Polygenie, bei der sich gleichsinnige Gene zur Ausprägung der Merkmale und Eigenschaften ergänzen bzw. verstärken. Diese Wirkungsweise, bei der sich mehrere Gene addieren, ist unabhängig von deren auf Dominanz oder Epistasie beruhendem Verhalten. Die additive Genwirkung spielt bei der Vererbung von quantitativen Merkmalen und Eigenschaften, die beim Hund in der Mehrzahl vorhanden sind, eine entscheidende Rolle.

    Adenin: Eine der vier heterozyklischen organischen Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin), die als Bestandteil der Nukleinsäure beim Aufbau der DNA-Kette für die Erbinformationen von großer Bedeutung sind.

    Aguti: Ein zur Familie der Nagetiere gehörendes, meerschwein- bis kanin-chengroßes Säugetier. Sein komplexes Muster im Fell zeigt zonenweiße ins Deckhaar eingelagerte Farben, die ein Ringelmuster bilden. Als genetische Hintergründe dieses Phänotyps sehen die Genetiker das Wildtypallel (w/+), das auch beim Grauwolf auftritt und durch Mutation und Selektion zu den Farbvarianten der heutigen Haushunde führte.

    Aguti - Locus A: Der nach dem Wildtypallel (w/+) bzw. der Grundfärbung des Aguti benannte Genort (Locus) auf den Chromosomen.

    Ahnentafeln: Abstammungsnachweise, oft ist auch vom Rasse-Echtheits-zertifikat die Rede, was allerdings nicht exakt erscheint, denn im Grundsatz ist es eine Aufzeichnung über die Vorfahren bis zur vierten Generation und so gesehen könnte man durchaus auch für Mischlinge eine Ahnentafel führen.

    Die Ahnentafeln werden von den Zuchtbuchstellen der jeweiligen Rassehundezuchtverbände erstellt und bleiben als Urkunde im juristischen Sinn dessen Eigentum. In Abhängigkeit von der Relevanz und dem Umfang der Eintragungen geben sie dem Züchter Hinweise bei der Auswahl der Paarungspartner und sollten keinesfalls unterschätzt werden. Die Eintragungen der Vorfahren haben für den zu prüfenden Hund einen gewissen Einfluss, umso näher sie in den Ahnengenerationen stehen. Züchter, die sich bemühen, die Ahnen über viele Generationen im Gedächtnis zu behalten, machen sich allerdings selbst etwas vor, denn von denen ist im genetischen Sinn nicht mehr als der Name geblieben.

    Ahnenverlustkoeffizient (AVK): Grad für den Verlust an genetischer Vielfalt infolge mehrfach vorkommender Ahnen.

    Die Angaben erfolgen als Quotient aus der Anzahl der tatsächlich noch vorhandenen Ahnen und der insgesamt nach der Ahnentafel möglichen und werden in Prozent dargestellt. Umso niedriger der errechnete Prozentsatz des AVK wird, umso stärker ist der Hund ingezüchtet.

    Akzeptanz: Das Futteraufnahmeverhalten des Hundes gegenüber den angebotenen verschiedenen Futtermitteln. Die Akzeptanz eines Futtermittels wird durch die Summe jener Eigenschaften bestimmt, die der Hund bei der Aufnahme durch verschiedene Sinneseindrücke (über Nase und Rachen-raum) registriert.

    Albinismus: Das angeborene, vollständige oder teilweise Fehlen von Pigment in Haut, Haar und Augen, vollständiger Albinismus ist bei Hunden selten.

    Alkalose: Infolge Störung des Elektrolytgleichgewichtes (Verhältnis von Kalium (K+) + Natrium (N+) zu Chlor (Cl-) ) entstandene Säureunterbilanz im Blut. Ursache ist ein Überschuss an Kalium- und Natriumkationen.

    Allantois: Embryonaler Harnsack, der zu den Fruchthüllen gehört, die als Nachgeburt ausgestoßen werden. Er enthält den vom Fetus gebildeten Harn sowie weitere Stoffwechselprodukte. Die Allantois mit ihrer Flüssigkeit reißt bei der Geburt als erste Fruchtblase.

    Alleinfutter: Industriell hergestelltes, nährstoffmäßig ausgeglichenes Hundefutter, das auch als Vollkost oder Fertigfutter bezeichnet wird. Diese Futterangebote besitzen in der Regel Nährstoffe mit hoher Verdaulichkeit und bedürfen keinerlei Zusätze.

    Allele (Einzahl Allel): Alternative Formen eines Gens.

    Ein Allel wird jeweils vom Vater, das andere von der Mutter während der Befruchtung zugesteuert. Allele stellen somit gleiche (AA) oder ungleiche (Aa) Zustandsformen eines Gens dar, die jeweils an den homologen Genorten (Loci) der Chromosomen lokalisiert sind. Diese alternativen Formen eines Gens bewirken für das betreffende Merkmal, wenn sie identisch (AA) sind, Reinerbigkeit (Homozygotie) oder, wenn sie verschieden sind (Aa), Mischerbigkeit (Heterozygotie).

    Allelendrift (auch Genetische Drift): Sie ist die Tendenz einer zufälligen Änderung der Allelhäufigkeiten innerhalb einer Population. Diese Erscheinung kann bis zum Verschwinden (Ausdriften) des einen, aber auch zum alleinigen Vorhandensein (Fixierung) des anderen Allels eines Genlocus führen. Es ist dies der Wechsel des Anteils der einzelnen Allele von einer Generation zur anderen. Die Auswirkung der Drift verhält sich umgekehrt proportional zur Größe der Population. Mit Verringerung der Populationsgröße nimmt demnach die Driftwirkung progressiv zu und es kommt zur Reduzierung der genetischen Variabilität und somit zur genetischen Verarmung.

    Allelie - multiple (Allel-Serien): Im Falle von multipler Allelie sind mehr oder weniger große Serien verschiedener Allele durch Mutation eines Gens entstanden, die gleiche phänotypische Merkmale betreffen und in jeweils charakteristischer Weise abwandeln.

    Je nach Größe der betreffenden Serie multipler Allele können eine Vielzahl unterscheidbare Phänotypen des betreffenden Merkmals auftreten. Beispielsweise die unterschiedliche Ausprägung der weißen Flecke im Fell bei verschiedenen Rassen.

    Allelserien (auch Gen-Serien): Gene mit mehr als zwei Arten von Allelen, die unabhängig voneinander wirken können (siehe auch Allelie, multiple).

    Allel- und Genotypenfrequenz: Allelfrequenzen ergeben sich aus der relativen Häufigkeit von Allelen in einer Population.

    Genotypen wiederum sind das Produkt der in der Population vorhandenen Allelfrequenzen. Die züchterische Aufgabenstellung besteht somit in der Allelfrequenzänderung in Richtung leistungsstarker und gesunder Genotypen. Der Erfolg setzt allerdings die Ermittlung der jeweils genetischen Ausgangssituation - »Geninventur« - in der Population voraus. Für die Schätzung der Allelfrequenzen wurden spezielle Methoden erarbeitet und in die wissenschaftliche und praktische Arbeit eingeführt.

    Alopezie: Eine ernst zu nehmende Krankheit, die zu Hautentzündung und Haarausfall führt.

    Zur Genetik der Krankheit wird die Mitwirkung von Rassefaktoren als genetisch disponiert angegeben. Die Ursachen des Haarausfalls werden aber als vielgestaltig bezeichnet, indem bei mehreren Formen polygenetische Erbfaktoren mitwirken sollen.

    Aminosäuren: Organische Säuren von großer physiologischer Bedeutung. Als Bausteine der Eiweißstoffe sind sie wesentlicher Bestandteil aller lebenden Zellen. Im Stoffwechsel dienen sie als wichtige Vorstufen zum Aufbau anderer körpereigener Stoffe und haben vielseitige weitere Funktionen zu erfüllen.

    Im Zusammenhang mit der Übertragung der Erbinformationen werden Aminosäuren von Basentripletts für die Eiweißsynthese codiert.

    Amnion: Schafhaut, innere Embryonalhaut, die gemeinsam mit der äußeren, dem Chorion, Schutz- und Ernährungsfunktionen für den Embryo ausübt, sie bildet weiterhin einen Teil des Fruchtwassers (Amnionflüssigkeit) und reißt während der Geburt mit oder nach der Allantois.

    Analdrüsen: Afterdrüsen, die sich rechts und links neben dem After unter der Haut befinden. Beim Kotabsatz sondern die Analdrüsen ein Sekret ab, das oft vom Menschen geruchlich nicht wahrgenommen wird, es dient der Geruchsidentifikation des Hundes, der Reviermarkierung und zum Anlocken des Geschlechtspartners.

    Anaphase: Dritte der ineinander übergehenden Phasen während der Mitose und Meiose (Körperzellteilung und Geschlechtszellbildung).

    In diesem Stadium ziehen sich die Chromosomenhälften an so genannten Spindelfasern in entgegengesetzter Richtung zum Pool der Zelle.

    Anatomie: Aufschneiden, Zergliedern, die Lehre von der Form und dem inneren Bau der Lebewesen, die sich auf die Kunst der Zergliederung von Lage, Gestalt und Bau der Individuen gründet. Die Anatomie gliedert sich auch beim Hund in mehrere Fachrichtungen und Arbeitsbereiche wie pathologische und vergleichende Anatomie, oder nach der Darstellungsmethode in systematische, topografische, mikroskopische und funktionelle Anatomie.

    Anöstrie: Das Ausbleiben der Läufigkeit einer Junghündin.

    Wenn die Hitze bis zum zweiten Lebensjahr nicht eintritt, dann muss mit einer Fruchtbarkeitsstörung gerechnet werden.

    Anöstrus: Eine der vier hormonell bedingten Geschlechtszyklusphasen der Hündin, die eine 50 - 70 Tage anhaltende relative Geschlechtsruhe bewirkt.

    Anomalie: Angeborene oder erworbene Abweichung vom Normalen, auch für Unregelmäßigkeit und spezielle Entwicklungsstörungen.

    Antigen: Fremdeiweißkörper (Bakterien, Viren, tierische Gifte), die im Blut die Bildung von Antikörpern auslösen.

    Erworbene oder ererbte Immunität eines Organismus gegen bestimmte Krankheitserreger beruht auf der Einwirkung eines

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1