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Wer ist wer in der Bibel?: Personenlexikon

Wer ist wer in der Bibel?: Personenlexikon

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Wer ist wer in der Bibel?: Personenlexikon

Länge:
2,068 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 24, 2014
ISBN:
9783417227680
Format:
Buch

Beschreibung

"Wer ist wer in der Bibel" bietet umfassende Informationen zu allen Personen der Bibel. Ihr Lebenslauf, ihr Charakter und ihre besonderen Eigenschaften werden prägnant und leicht verständlich zusammengefasst. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Predigtvorbereitung, Gruppenarbeit oder das persönliche Bibelstudium - von Abraham bis Zacharias!
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 24, 2014
ISBN:
9783417227680
Format:
Buch

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Wer ist wer in der Bibel? - SCM R.Brockhaus

A

Aaron

ist neben Mose eine der zentralen Figuren während des Auszugs aus Ägypten. Er wächst als mittleres Kind von Amram und Jochebed auf, zusammen mit seiner älteren Schwester Mirjam und dem drei Jahre jüngeren Bruder Mose (2Mo 7,7). Später heiratet er Elischeba und bekommt vier Söhne: Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar (2Mo 6,23). Zum ersten Mal wird Aaron im Exodusbericht als »Aaron der Levit« erwähnt. Nachdem Mose von Gott am brennenden Dornbusch zum Führer und Befreier Israels berufen worden war, kehrt er nach Ägypten zurück und trifft dort auf seinen Bruder. Gott macht Aaron zu Moses Sprecher (2Mo 4,14ff), und gemeinsam treten die Brüder vor den Pharao, um von ihm die Freiheit der Hebräer zu fordern (2Mo 5). Anfangs wirkt er durch seinen Stab einige Wunder (2Mo 7,9.19; 8,1.12): Als er den Stab zu Boden wirft, wird dieser zur Schlange und verschlingt die »Stab-Schlangen« der ägyptischen Magier; er macht durch den Stab das Wasser des Nils zu Blut und löst die Frosch- und Stechmückenplage aus (2Mo 7,8ff; 7,19; 8,5f.16f). Später ist nur noch berichtet, dass Mose solch einen Stab hat, mit dem er Wunder vollbringt.

Verglichen mit seinem dynamischen Bruder ist Aaron keine Führerpersönlichkeit. Nur an einer Stelle wird sein Name zuerst genannt, obwohl er der ältere Sohn ist (4Mo 3,1), und nur zweimal spricht Gott direkt zu ihm (2Mo 4,27; 4Mo 18,1.20). Zwar handelt Aaron zweimal auch unabhängig von Mose – doch beide Male geht es gründlich schief: Als Mose sehr lange auf dem Berg Sinai bleibt, wo er die 10 Gebote erhält, gibt Aaron dem Drängen des Volkes nach und errichtet ein goldenes Stierbild, das von den Hebräern als Götze angebetet wird. Von seinem Bruder zur Rede gestellt, schiebt Aaron alle Schuld dem Volk zu (2Mo 32). Er zieht den Zorn Gottes auf sich. Doch Mose rettet ihn durch seine Fürbitte (5Mo 9,20). Das zweite Mal ist Mirjam die treibende Kraft: Im zweiten Jahr der Wüstenwanderung nehmen sie und Aaron Anstoß an Moses kuschitischer Frau und zweifeln seine besondere Stellung vor Gott an. Mirjam wird mit Aussatz bestraft, doch als Aaron bei Mose für sie eintritt, wird sie geheilt (4Mo 12). Aaron scheint in seinem Handeln stark von anderen – Mose, Mirjam, dem Volk – bestimmt zu werden.

Seine Bedeutung liegt darin, dass Gott ihn zum Hohen Priester Israels beruft (3Mo 8). Er und seine Söhne werden als Priester eingesetzt (2Mo 28,1ff; 3Mo 8,1ff), um in der Stiftshütte Dienst zu tun. Aaron wird mit heiligem Öl gesalbt und ist fortan »der gesalbte Priester« (3Mo 4,3 u.a.). Er erhält besondere Kleider, die seine Stellung hervorheben: das Kopfband seines Turbans trägt die Aufschrift »Heilig dem Herrn« (2Mo 28,36); sein Ephod – ein Überwurf über Brust und Rücken – enthält ein Brustschild mit zwölf Juwelen (für jeden Stamm einen) und Platz für die Aufbewahrung der Urim und Thummim, Gegenstände, mit deren Hilfe das heilige Los zur Ermittlung von Jahwes Willen geworfen wurde (2Mo 28,15ff). Doch sein Amt ist begrenzt, was besonders daran deutlich wird, dass er vor seinem Tod die Priesterkleidung ablegen muss. Auch Hebr 7-9 betont deutlich, dass das aaronitische Priestertum vorläufig und unzulänglich ist im Gegensatz zum messianischen »nach der Ordnung Melchisedeks«.

Aarons Söhne Nadab und Abihu bringen noch am Tag ihrer Priesterweihe ein Feueropfer dar, das Gott nicht befohlen hatte, und müssen dafür sterben (3Mo 10,1f). Aaron wird unter Androhung des Todes verboten zu trauern. Dadurch zeigt Gott, wie ernst er den Dienst des Priesters nimmt (3Mo 10,6): »Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich« (3Mo 10,3).

Als der Levit Korach mit 250 Israeliten gegen die Führung Moses und das auf Aaron und seine Söhne beschränkte Priestertum protestiert, schickt der Herr eine vernichtende Plage unter die Israeliten, die Aaron erst durch ein Opfer beendet (4Mo 16). Daraufhin bestätigt Gott das Priestertum Aarons erneut und lässt den Stab Levis, auf dem Aarons Name steht, ausschlagen und blühen (4Mo 17,23). Nach Hebr 9,4 findet dieser Stab dann seinen Platz in der Bundeslade.

Als Mose bei Kadesch zweimal mit dem Stab an den Felsen schlägt, anstatt nur zu ihm zu reden, wie Gott es befohlen hatte, erklärt Gott Aaron für mitschuldig. Beiden erlaubt Gott darum nicht, das verheißene Land zu betreten (4Mo 20). Kurz danach beruft der Herr Aaron ab und schickt Mose mit Aaron und dessen Sohn Eleasar auf den Berg Hor. Dort zieht Mose Aaron die hohenpriesterlichen Kleider aus und legt sie Eleasar an, der damit an die Stelle seines Vaters tritt. Aaron stirbt im Alter von 123 Jahren und wird 30 Tage lang beweint (4Mo 33,39; 4 Mo 20,23-29).

Abaddon

ist der in Offb 9,11 erwähnte »Engel des Abgrunds«. Er ist der König über die schrecklichen Heuschrecken, die nach dem Ertönen der fünften Posaune die Menschheit heimsuchen. Auf Griechisch heißt er apollyon = »Verderben«, die Übersetzung des hebräischen Wortes bedeutet »Vernichtung, Untergang« und taucht so auch in Hiob 31,12 auf.

Abagta

Einer der sieben Hofbeamten des Perserkönigs Ahasveros, die ihn persönlich bedienten und während eines Festmahls im Palast Königin Wasti holen sollten, damit das Volk ihre Schönheit bestaunen konnte (Est 1,10f). Der Name kann »schöngestaltig« oder »Glücksgabe« bedeuten.

Abda

Im Alten Testament sind zwei Männer mit diesem Namen erwähnt, der hebräisch »Diener« bedeutet und wohl die Kurzform von Obadja »Diener Jahwes« ist.

1) Der Vater Hadonirams, eines hohen Beamten bei Salomo (1Kön 4,6).

2) Der Sohn Schammuas aus dem Stamm Levi. Er gehörte zu den Bewohnern Jerusalems, als Nehemia die Mauer wieder aufbaute (1Chr 9,16; Neh 11,17).

Abdeel

Der Vater von Schelemja zur Zeit des Königs Jojakim (Jer 36,26). Übersetzt bedeutet der Name »Diener Gottes«.

Abdi

Drei Männer tragen im Alten Testament diesen Namen, der wohl eine Kurzform für Abdiël ist und »Diener Gottes« oder »Mein Diener« bedeutet.

1) Ein Levit aus dem Geschlecht Meraris, der Großvater Etans, eines der Tempelsänger zur Zeit von König David (1Chr 6,29).

2) Der Vater des Leviten Kisch zur Zeit Hiskias (2Chr 29,12).

3) Ein Mann aus dem Geschlecht Elams (Esra 10,26).

Abdiël

Ein Nachkomme von Gad, der zur Zeit der Könige Jotam und Jerobeam in Gilead wohnt, Vater des Ahi (1Chr 5,15). Übersetzt bedeutet Abdiël »Diener Gottes« oder »Mein Diener«.

Abdon

Vier Männer dieses Namens mit der Bedeutung »untertänig, Knecht (Gottes)« sind im Alten Testament erwähnt:

1) Ein aus Piraton in Ephraim stammender Sohn Hillels, der acht Jahre lang Richter über Israel war.

Seine 40 Söhne und 30 Enkel besitzen jeder einen Esel als Reittier – in einer Zeit, da die Israeliten noch keine Pferde hatten, ist dies ein Zeichen für Reichtum und die Bedeutung der Familie (Ri 12,13-15).

2) Ein Sohn von Schaschak aus dem Stamm Benjamin, der in Jerusalem wohnte (1Chr 8,23.25.28).

3) Der älteste Sohn von Jeiël in Gibeon und ein Vorfahre von Saul (1Chr 8,30; 9,35f).

4) Im Masoretischen Text und der Elberfelder Bibel taucht auch in 2Chr 34,20 ein Mann namens Abdon auf, ein Sohn von Michaja, der ein Hofbeamter König Josias ist. In der Luther-Übersetzung und auch in 2Kön 22,12 heißt er Achbor.

Abed-Nego

Asarja, einer der drei Freunde Daniels, die am Palast des Königs Nebukadnezar dienen sollen, erhält diesen Namen vom Obersten der Hofbeamten (Dan 1,7). Daniel setzt Abed-Nego zusammen mit Schadrach und Meschach über die Verwaltung der Provinz Babel ein (Dan 2,49). Als sie sich weigern, das goldene Bild des Königs anzubeten, werden sie in den Feuerofen geworfen – doch ein Engel Gottes rettet sie. Nebukadnezar ist von diesem Glauben so beeindruckt, dass er von da an Gott anbetet (Dan 3,12-30). Abed-Nego ist wahrscheinlich eine bewusste Entstellung des Namens Abed-Nebo, »Diener des Nebo«, eines babylonischen Gottes.

Abel

ist der zweite Sohn Adams und Evas und der jüngere Bruder von Kain. Er ist Schafhirte und opfert die ersten Tiere seiner Herde. Als Gott sein Opfer annimmt, nicht aber das seines Bruders, wird er von Kain aus Neid erschlagen (1Mo 4,2-11).

Im Neuen Testament wird Abel an mehreren Stellen erwähnt: Er ist der erste Gerechte, dessen Blut vergossen wurde. Sein Glaube und Handeln wird gerühmt (Mt 23,35; 1Joh 3,12; Hebr 11,4). Nach Hebr 12,24 »redet« das vergossene Blut Jesu »lauter« als das vergossene Blut Abels, weil es die Vergebung ermöglicht.

Wahrscheinlich ist der Name Abel von dem hebräischen hebel = »Hauch«, »Nichtigkeit« abzuleiten. Eventuell hängt er mit akkadisch aplu oder sumerisch ibila, »Sohn«, zusammen.

Abi

ist die Tochter von Secharja und die Mutter von Hiskia (2Kön 18,2; 2Chr 29,1). Im Masoretischen Text und der revidierten Elberfelder Bibel wird sie Abija genannt.

Abialbon

ist einer von den 30 Kriegshelden Davids (2Sam 23,31). Vielleicht ist »-albon« ein Schreibfehler, durch »Schaalboniter« im nächsten Vers hervorgerufen. In der Septuaginta und in 1Chr 11,32 heißt er Abiël.

Abiasaf

ist ein Levit aus dem Geschlecht Korachs (2Mo 6,24). Der Name bedeutet »(Mein) Vater hat gesammelt/hinzugefügt« und wird noch in zwei anderen Formen erwähnt: In 1Chr 9,19, wo sein Sohn Kore erwähnt wird, steht im hebräischen Text ebiasaph. In 1Chr 26,1 ist sein Name zu Asaf verkürzt.

Abida

Ein Nachkomme Abrahams durch Midian, den Sohn der Ketura (1Mo 25,4; 1Chr 1,33). Der Name bedeutet: »(Mein) Vater hat gewusst/weiß«.

Abidan

ist ein Sohn des Gidoni und wird im zweiten Jahr der Wüstenwanderung als verantwortlicher Fürst des Stammes Benjamin eingesetzt (4Mo 1,11; 2,22; 10,24). Sein Name heißt übersetzt: »(Mein) Vater hat Recht geschafft«.

Abiël

Zwei Männer dieses Namens werden im Alten Testament genannt:

1) Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, der Vater von Kisch und Großvater von Saul (1Sam 9,1f) und Abner (1Sam 14,51).

2) Einer der 30 Kriegshelden von David (1Chr 11,32); in 2Sam 23,31 heißt er Abialbon.

Die Bedeutung des Namens ist: »(Mein) Vater ist Gott«.

Abiëser

Der Name bezeichnet zwei Männer im Alten Testament und heißt übersetzt »Mein Vater ist Hilfe«.

1) Ein Mann aus dem Stamm Manasse (Jos 17,2; 1Chr 7,18). In 4Mo 26,30 steht die Kurzform Iëser. In Ri 8,2 ist mit Abiëser wohl das ganze Geschlecht gemeint, dessen berühmtestes Mitglied Gideon ist (Ri 6,11).

2) Einer der 30 Kriegshelden Davids, ein Mann aus dem Stamm Benjamin aus Anatot (2Sam 23,27; 1Chr 11,28) und Führer der neunten Heeresabteilung (1Chr 27,12).

Abigajil

wird als kluge und schöne Frau beschrieben. Als David sich an ihrem Mann Nabal rächen will, bringt sie ihm Geschenke und überredet ihn so, Nabal nicht zu töten. Durch ihr entschlossenes Handeln bewahrt sie ihren reichen, aber boshaften Mann Nabal vor der Rache Davids (1Sam 25) – und gleichzeitig David vor Blutschuld. Als Gott Nabal sterben lässt, nimmt David sie zur Frau. Sie flieht mit David ins Exil zu dem Sohn des Königs von Gat (1Sam 27,3), wird von den Amalekitern gefangen genommen und von David wieder befreit (1Sam 30,5.18). Abigajil begleitet David nach Hebron, wo er zum König gesalbt wird (2Sam 2,2), und wird Mutter von Davids zweitem Sohn Kilab (2Sam 3,3) oder Daniel (1Chr 3,1).

Ihr Name ist nicht ganz eindeutig zu übersetzen, vielleicht etwa »Mein Vater ist Jubel«.

Abigal

ist die Mutter von Amasa und die Schwester von David (1Chr 2,16f), nach 2Sam 17,25 allerdings nur seine Halbschwester: Ihr Vater ist Nahasch und nicht Isai.

Abihajil

taucht im Alten Testament als Name für verschiedene Männer und Frauen auf und bedeutet etwa »Mein Vater ist Macht«.

1) Ein Levit aus dem Geschlecht Meraris zur Zeit Aarons und der Vater von Zuriel (4Mo 3,35).

2) Die Frau des Judäers Abischur (1Chr 2,29).

3) Ein Mann aus dem Stamm Gad (1Chr 5,14).

4) Die Tochter von Davids Bruder Eliab und die Frau von Davids Sohn Jerimot. Ihre Tochter Mahalat wird die Frau Rehabeams (2Chr 11,18).

5) Der Vater von Ester (Est 2,15).

Abihu

ist der zweite Sohn Aarons (2Mo 6,23). Er begleitet mit seinem Bruder Nadab und 70 Ältesten Mose und Aaron zur feierlichen Bundesschließung auf dem Sinai (2Mo 24,1.9). Als er und Nahab am Tage ihrer Priesterweihe eigenmächtig ein Feueropfer darbringen, das Gott nicht angeordnet hatte, werden sie vom Feuer des Herrn verzehrt (3Mo 10,1f) und sterben kinderlos (4Mo 3,4).

Übersetzt heißt der Name »(Mein) Vater ist er (d.h. Gott)«.

Abihud

Ein Nachkomme Benjamins (1Chr 8,3).

Abija

Diesen Namen mit der Bedeutung »(Mein) Vater ist Jahwe« tragen mehrere Männer und Frauen im Alten Testament:

1) Abija ist der jüngere Sohn von Samuel, der ihn als Richter über Beerscheba eingesetzt hat, zusammen mit seinem Bruder Joël. Weil sie beide jedoch bestechlich sind, bitten die Israeliten Samuel um einen König (1Sam 8,2f.5).

2) Einer der neun Söhne des Becher aus dem Stamm Benjamin (1Chr 7,8).

3) Ein Nachkomme Aarons, dessen Familie zur Zeit Davids als achte der 24 Abteilungen der Priester ausgelost wird, zu der später auch Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufer gehört (1Chr 24,10; Lk 1,5). Vgl. unten (6).

4) Der Sohn des Königs Jerobeam von Israel. Als er erkrankt und Jerobeams Frau den Propheten Ahija um Rat fragen soll, verkündigt dieser der Königin das Gericht Gottes über Jerobeam und den Tod ihres Sohnes Abija. Aus der Familie soll nur Abija in ein Grab kommen, da sich an ihm noch etwas Gutes im Verhältnis zum Herrn gefunden hat (1Kön 14,1-18).

5) Ein Sohn des Königs Rehabeam von Juda. Abija wird von Rehabeam schon zu Lebzeiten als Nachfolger eingesetzt (2Chr 11,22) und regiert von 910-908 v.Chr. Abija macht sich wie sein Vater am Götzendienst in Juda mitschuldig. Doch Gott hört auf das Hilfegeschrei Judas und gibt Israel in ihre Hände (2Chr 13). Abija hat von seinen 14 Frauen 22 Söhne und 16 Töchter; sein Sohn Asa wird sein Nachfolger. Nach 1Kön 15,2 und 2Chr 11,20f ist seine Mutter Maacha, die Lieblingsfrau Rehabeams und Tochter Abischaloms. In 2Chr 13,2 heißt sie Michaja und ist die Tochter Uriëls von Gibea.

6) Das Familienoberhaupt der Priester, die mit Serubbabel aus der Verbannung zurückkehrten (Neh 12,4-7). In der nächsten Generation war Sichri das Haupt der Priesterfamilie Abijas (Neh 12,17). Ein Priester Abija unterzeichnete unter Nehemia die Verpflichtung auf das Gesetz (Neh 10,8). Später gehört Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufers der Priesterabteilung Abijas an (Lk 1,5).

7) Nach dem Masoretischen Text und der revidierten Elberfelder Bibel auch die Frau des Judäers Hezron (1Chr 2,24). In anderen Übersetzungen heißt sie Abi.

Abimaël

Ein Nachkomme Joktans (1Mo 10,28; 1Chr 1,22), dessen Wohnort vermutlich in Arabien zu suchen ist. Die Übersetzung des Namens ist nicht ganz eindeutig, vielleicht etwa »(Mein)Vater, was ist Gott?« oder auch »Gott ist mein Vater«.

Abimelech

bedeutet »(Mein) Vater ist König« und ist an mehreren Stellen im Alten Testament belegt:

1) Vielleicht war Abimelech nicht nur ein persönlicher Name, sondern auch eine generelle Bezeichnung für Philisterkönige, vergleichbar mit dem Titel Pharao für ägyptische Könige. Der erste erwähnte Herrscher dieses Namens ist der König von Gerar zur Zeit Abrahams. Als sich Abraham in Gerar aufhält, gibt er aus Furcht seine Frau Sara als seine Schwester aus. Daraufhin nimmt Abimelech Sara zu sich, gibt sie aber zurück, als Gott es ihm im Traum befiehlt (1Mo 20). Später schließen Abraham und Abimelech einen Bund miteinander (1Mo 21,22-32). Auch Isaak lebt für einige Zeit bei einem Philisterkönig Abimelech von Gerar und bezeichnet ihm gegenüber seine Frau als seine Schwester. Sie schließen ebenfalls miteinander einen Vertrag (1Mo 26). Wahrscheinlich handelt es sich hier nicht um denselben König Abimelech, sondern um seinen Nachfolger. Auch Achisch, der König von Gat (1Sam 21,11f), wird in Ps 34,1 Abimelech genannt.

2) Einer von 70 Söhnen Gideons und dessen Nebenfrau, die in Sichem lebt (Ri 8,31). Mit Hilfe seiner Verwandten tötet Abimelech seine 70 Brüder in Ofra und lässt sich zum König von Sichem machen. Nur der jüngste Sohn Gideons, Jotam, entkommt dem Blutbad. Mit dem Gleichnis vom Dornbusch (Jotamfabel) flucht er Abimelech und den Einwohnern von Sichem. Der Fluch geht in Erfüllung, als die Leute von Sichem nach drei Jahren mit Abimelech unzufrieden werden und sich von Gaal gegen ihn aufhetzen lassen. Die Empörung endet mit der Zerstörung der Stadt und dem Tod ihrer Bewohner. Abimelech lässt sich von seinem Waffenträger töten, nachdem ihm eine Frau mit einem Mühlstein den Schädel zerschmettert hatte (Ri 9).

Abinadab

Das Alte Testament kennt mehrere Männer mit diesem Namen, der übersetzt heißt »(Mein) Vater hat sich freigebig gezeigt«.

1) Ein Mann aus Kirjat-Jearim, in dessen Haus die Bundeslade nach ihrer Rückkehr aus dem Land der Philister gebracht wird. Sein Sohn Eleasar wird geweiht, die Lade zu hüten (1Sam 7,1). Als David sie dann aus Kirjat-Jearim abholt, um sie nach Jerusalem zu bringen, führen Abinadabs Söhne Achjo und Usa den Wagen. Usa will die Lade vor dem Umstürzen bewahren und kommt dabei ums Leben (2Sam 6,3f.6f; 1Chr 13,7.9f).

2) Der zweite Sohn von Isai und Davids älterer Bruder. Als Samuel den neuen König salben soll, muss Abinadab ebenso wie seine Brüder an ihm vorübergehen, bevor Gott zeigt, dass David der gesuchte Sohn ist (1Sam 16,8). Später zieht Abinadab mit in jenen Kampf gegen die Philister, in dem David den Riesen Goliat besiegt (1Sam 17,13).

3) Ein Sohn von Saul, der wie seine Brüder Jonatan und Malkischua beim Kampf gegen die Philister im Gebirge Gilboa umkommt, bevor Saul sich aus Angst vor den Schützen selbst tötet (1Sam 31,2; 1Chr 10,2).

4) Der Vater von Salomos Schwiegersohn, der Statthalter von Dor war, einer von zwölf Vögten in Israel, die jeweils einen Monat im Jahr den König und sein Haus versorgen mussten (1Kön 4,11).

Abinoam

wird als Vater von Barak aus dem Stamm Naftali (Ri 4,6) erwähnt. Der Name bedeutet etwa »(Mein) Vater der Lieblichkeit«.

Abiram

Von zwei Männern dieses Namens mit der Bedeutung »(Mein) Vater ist erhaben« wird im Alten Testament berichtet:

1) Abiram und Datan sind die Söhne des Rubeniten Eliab. Sie erheben sich unter der Führung von Korach zusammen mit 250 Israeliten gegen Mose und Aaron und bestreiten ihre herausgehobene Stellung. Gott schlägt den Aufstand nieder und vernichtet sie und ihre Familien (4Mo 16).

2) Der zweite erwähnte Mann mit dem Namen Abiram ist der erstgeborene Sohn von Hiël. Als sein Vater Jericho wieder aufbaut, muss er sterben (1Kön 16,34), damit sich der erste Teil des Fluches erfüllt, den Josua nach der Zerstörung Jerichos ausgesprochen hatte (Jos 6,26).

Abischag

ist ein junges, überaus schönes Mädchen aus Schunem, das ausgewählt wird, um David in seinen letzten Tagen zu pflegen (1Kön 1,1-4). Sie ist auch dabei, als Batseba David bittet, ihren Sohn Salomo, der schon zum neuen König bestimmt wurde, als Davids Nachfolger bekannt zu geben. Später erbittet Davids ältester Sohn Adonija sich Abischag zur Frau, um durch diese Heirat seinen Anspruch auf den Thron zu stützen. Salomo erkennt diese Absicht und lässt ihn töten (1Kön 2,13-25).

Abischai

ist der Sohn von Zeruja, einer der Schwestern Davids, und der Bruder von Joab und Asaël (1Chr 2,15f). Seitdem David vor Saul fliehen musste, ist Abischai einer von Davids Gefährten und hält ihm auch während der Aufstände Absaloms und Schebas die Treue (2Sam 16; 20). Er nimmt eine hervorragende Stellung unter Davids Helden ein (2Sam 23,18; 1Chr 11,20). Bei dem gefährlichen Gang ins Lager Sauls begleitet er David (1Sam 26,6-9) und rettet ihm im Kampf mit einem Riesen (nach der revidierten Elberfelder Bibel ein gewisser Jischbi) in Gob das Leben (2Sam 21,16f). Seine innere Haltung ist aber anders als bei David. Die Schonung eines Feindes ist ihm fremd. So will er Saul (1Sam 26,6) und Schimi (2Sam 16,9; 19,22) das Leben nehmen und versteht Davids Entscheidung nicht, obwohl er ihr gehorcht. An Abner rächt er sich gemeinsam mit Joab (2Sam 3,30) mitten im Frieden dafür, dass er ihren Bruder Asaël im offenen Kampf getötet hat (2Sam 3,30). David beklagt sich mehrfach über die Gewalttätigkeit der Brüder und betont die Grenze ihrer Gemeinschaft: »Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen?« (2Sam 16,10; 19,23; vgl. 3,39).

In der Zweifrontenschlacht gegen die Syrer und Ammoniter vertraut Joab Abischai den Oberbefehl des einen Heeresteiles an (2Sam 10,10). Nach 1Chr 18,12f; schlägt Abischai 18 000 Edomiter im Salztal, allerdings schreibt 2Sam 8,13f diesen Sieg David und Ps 60,2 Joab zu.

Abischalom

Eine Nebenform für Absalom (1Kön 15,2.10).

Abischua

Zwei Männer dieses Namens mit der Bedeutung »(Mein) Vater ist Hilfe/Rettung« sind im Alten Testament erwähnt:

1) Ein Sohn von Bela, dem ältesten Sohn von Benjamin in Jerusalem (1Chr 8,4).

2) Ein Sohn des Priesters Pinhas (1Chr 6,35; Esra 7,5) und der vierte Hohe Priester seit Aaron.

Abischur

Ein Judäer aus dem Geschlecht Hezrons (1Chr 2,28f), dessen Name »(Mein) Vater ist (schützende) Mauer« bedeutet.

Abital

ist eine Frau Davids und die Mutter seines fünften Sohnes Schefatja (2Sam 3,4; 1Chr 3,3). Ihr Name heißt übersetzt »(Mein) Vater ist Tau«.

Abitub

ist der Sohn von Schaharajim und seiner Frau Huschim und der Bruder von Elpaal aus dem Stamm Benjamin (1Chr 8,8.11). Sein Name bedeutet »(Mein) Vater ist Güte«.

Abjatar

ist ein Sohn von Ahimelech und Priester aus der Nachkommenschaft Elis. Sein Name bedeutet »Vater des Überflusses«.

Als Saul die Priester in der Stadt Nob durch Doëg ausrotten lässt, entkommt Abjatar als Einziger. Er flieht zu David und nimmt den Ephod, einen Priesterschurz mit Wahrsagelosen, mit (1Sam 22,20; 23,6). David befragt durch ihn mehrmals den Herrn (1Sam 23,9-12; 30,7f). Nach Davids Thronbesteigung teilen sich Abjatar, der von Aarons jüngstem Sohn Itamar abstammt, und der von Saul inzwischen eingesetzte Zadok, ein Nachkomme von Aarons älterem Sohn Eleasar (1Chr 24,3), das Amt des Hohen Priesters (2Sam 15,24.35; 1Chr 15,11; vgl. 1Kön 4,4).

Abjatar hält David sein Leben lang die Treue, auch während des Aufstandes von Absalom, unterstützt dann aber doch mit Joab zusammen den älteren Königssohn Adonija (nach der alten Anschauung, dass der Erstgeborene der Thronerbe sein muss), der sich gegen Salomos Nachfolge auflehnt (1Kön 1,7). Als Adonija nach Davids Tod erneut versucht, sein Anrecht auf den Thron zu sichern (1Kön 2,22), macht Salomo der Verschwörung ein Ende. Allein Abjatar behält als Davids Priester und Schicksalsgefährte das Leben, wird aber nach Anatot verbannt. Damit verlieren er und seine Söhne das Amt des Hohen Priesters (V. 26f), das nun ganz auf die Linie von Zadok übergeht (V. 35), der Salomo treu geblieben ist. So erfüllt sich das Gerichtswort des Herrn über das Haus Elis (1Sam 2,27-36).

An einer Reihe von Stellen (2Sam 8,17; 1Chr 18,16; 24,3.6.31) erscheint allerdings statt Abjatar sein Sohn Ahimelech als Priester neben Zadok. Diese Vertauschung könnte ihren Grund darin haben, dass Abjatar im Kampf um die Thronnachfolge Davids auf der Seite Adonijas stand.

Man vermutet in Abjatar oder seinem Sohn Jonatan auch den Verfasser oder Gewährsmann der Geschichte Davids in 2Sam bis 1Kön 2 und nimmt an, dass der Prophet Jeremia von dem nach Anatot verbannten Abjatar abstammen könne (Jer 1,1).

Abner

ist der Sohn von Ner, ein Vetter von Saul und dessen Heeroberster (1Sam 14,50f; 20,25; 26,5.14-16). Sein Name bedeutet »Vater ist Licht«.

Nachdem Saul gestorben ist, macht Abner dessen Sohn Isch-Boschet in Mahanajim zum König über Israel (2Sam 2,8-10), während Juda David zum König wählt. Die beiden Heere begegnen sich darauf im Grenzgebiet am Teich von Gibeon. Aus dem Kampfspiel, das Abner vorgeschlagen hat, wird Ernst, und in der sich entwickelnden Schlacht unterliegt Israel mit hohen Verlusten. Auf der Flucht tötet Abner seinen hartnäckigen Verfolger Asaël, den Bruder von Joab und Abischai. Erst am Abend brechen die Judäer auf die Mahnung Abners die Verfolgung ab. Doch der Krieg geht weiter (2Sam 2,12-3,1). Als Isch-Boschet Abner vorwirft, dass er ein Verhältnis mit Sauls Nebenfrau Rizpa angefangen und damit zugleich einen Anspruch auf die Herrschaft erhoben habe, wirft Abner ihm im Ärger vor, dass Gott ja David zum König bestimmt hat, und wechselt die Partei. David nimmt seine Dienste nur unter der Bedingung an, dass er zuerst seine Frau Michal zurückerhält. Abner macht in Israel Stimmung für David und bringt selber Michal nach Hebron. David bewirtet ihn und entlässt ihn wieder, damit er seine Versprechungen erfüllen kann (2Sam 3,7-21).

Joab, der kurz darauf mit dem Heer heimkehrt, lässt Abner zurückholen und tötet ihn aus Rache für den Tod seines Bruders Asaël. David distanziert sich öffentlich von Joabs Tat und befiehlt eine Totenklage, an der er sich selber mit einem Klagelied beteiligt. Er wagt aber nicht, als König das Gericht an Joab zu vollziehen (2Sam 3,39), sondern überlässt die Strafe seinem Sohn Salomo (1Kön 2,5f), der Joab töten lässt, während er asylsuchend (2Mo 21,13f) die Hörner des Altars erfasst. Uns wird außerdem berichtet, dass Abner einen Sohn namens Jaasiël hat (1Chr 27,21) und dass Abner von seiner Kriegsbeute wie die anderen Heerführer einen Teil dem Herrn weiht (1Chr 26,28).

Abraham

Der Bericht über Abraham beginnt in 1Mo 11,26 mit der Auflistung seines Stammbaumes seit Sem und erstreckt sich bis 1Mo 25,11, wo ihn seine Söhne Isaak und Ismael in der Höhle Machpela begraben. Die außergewöhnliche Länge seiner Geschichte spiegelt die große Bedeutung dieses Mannes wider, der auch im Neuen Testament an einigen Stellen als Vater derer erwähnt wird, die im Glauben gehorsam sind (Röm 4; Gal 3,6-14; Hebr 11,8-19; Jak 2,21-24).

Der Name des Erzvaters lautet ursprünglich Abram und wird von Gott in Abraham verwandelt (1Mo 17,5). Beide Namen entsprechen in der Bedeutung der Grundform abiram, »(Mein) Vater ist erhaben«, wobei mit »Vater« Gott gemeint sein kann. In 1Mo 17,5 wird »Abraham« als »Vater einer Menge« (im Hebräischen ab-hamon) gedeutet. Der Name ist im 2. Jt. v.Chr. im Alten Orient belegt.

Nach den Zeitangaben der Erzvätergeschichten liegen 290 Jahre zwischen der Geburt Abrahams und Jakobs Zug nach Ägypten (1Mo 21,5; 25,26; 47,9), wo Israel 430 Jahre lebte (2Mo 12,40). Über konkrete Zeitgenossen Abrahams erfahren wir aus der Bibel keine Namen, die wir mit Personen verbinden könnten, die wir sonst aus der Geschichte kennen. Die archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte (besonders die Texte aus Mari und Nuzi) haben jedoch einige Kenntnis der Lebensweise, der Rechtsbräuche, Sitten und religiösen Vorstellungen der Umwelt der Patriarchen erbracht. Eine genauere Datierung der Patriarchenzeit überhaupt und erst recht der Zeit Abrahams ist jedoch nicht möglich. Der grobe Rahmen ist die erste Hälfte des 2. Jt. v.Chr., Abraham wird etwa in der Spanne von 2000 bis 1850 v.Chr. gelebt haben.

Abraham ist der Sohn Terachs, ein Abkömmling aus dem Geschlecht Sems. Von seinen Brüdern Nahor und Haran stirbt der letzte, Lots Vater, noch zu Lebzeiten Terachs in Ur (1Mo 11,27f). Abrahams Frau Sarai, mit der er keine Kinder hat (V. 29f), ist seine Halbschwester (1Mo 20,12). Terach zieht mit Abraham, Sarai und Lot aus Ur fort, um nach Kanaan zu gehen. Auf dem Weg den Euphrat aufwärts bleiben sie zunächst in Haran, wo viele Karawanenstraßen zusammenlaufen.

In Haran spricht Gott zu Abraham und schickt ihn im Alter von 75 Jahren weiter, dem ursprünglichen Ziel Kanaan entgegen (1Mo 12,4). Laut Stephanus in Apg 7,4 ist zu der Zeit Terach bereits gestorben. Abraham zieht aus Haran fort, weil er Gottes Ruf gehorcht (1Mo 12,1-3), der schon in Ur an ihn ergangen war (vgl. 1Mo 15,7; Neh 9,7 und Apg 7,2). Neben der Berufung gibt Gott Abraham eine dreifache Verheißung: eine Gebietszuweisung, eine große Nachkommenschaft und einen Segen, der allen Geschlechtern der Erde zuteil werden soll (1Mo 12,3).

Wahrscheinlich zieht Abraham von Haran über Damaskus, wo in 1Mo 15,2 von seinem Knecht Eliëser berichtet wird, auf dem üblichen Reiseweg von Mesopotamien nach Kanaan. Außer Terach begleiteten ihn alle, die von Ur ausgezogen waren; auch das spricht dafür, dass sein Vater Terach bereits in Haran gestorben war. Auch in Kanaan nimmt Abraham keinen festen Wohnsitz. Er lagert in Sichem (1Mo 12,6), wo der Herr Abrahams Nachkommen das Land Kanaan verheißt (V. 7). Danach begibt er sich in die Gegend zwischen Bethel und Ai und von dort ins Südland, wo ihn eine Hungersnot nach Ägypten treibt. Dort gibt er aus Furcht dem Pharao gegenüber Sarai als seine Schwester aus (V. 10-20). Er kehrt ins Südland zurück und wandert wieder bis nach Bethel (1Mo 13,1.3). Weil das Land nicht alle ernähren kann, trennt sich Abraham von Lot, der sich für das fruchtbare Jordantal entscheidet (V. 5-12). Gott verheißt dem Abraham das ganze Land erneut als Besitz seiner Nachkommen (V. 15-17), und Abraham lässt sich in Mamre bei Hebron nieder (V. 18).

Hier schließt Abraham ein Bündnis mit den Amoritern, die in der Gegend wohnen (1Mo 14,13). Als Lot bei dem Zug der vier Könige aus dem Osten in Gefangenschaft gerät, befreit er ihn. Der heimkehrende Sieger wird von Melchisedek gesegnet, und Abraham gibt ihm den Zehnten von seiner Beute (Kap. 14).

Gott verspricht Abraham einen Erben und eine so zahlreiche Nachkommenschaft, wie Sterne am Himmel stehen. Dass Abraham dieser Verheißung glaubt, rechnet ihm Gott zur Gerechtigkeit an (V. 5f). Die Zusage des Landes wird durch einen feierlichen Vertragsschluss zwischen Gott und Abraham bestätigt (V. 7-21). Abraham versucht, die Verheißung des Erben zur Erfüllung zu bringen und zeugt auf Sarais Rat einen Sohn mit Sarais Magd Hagar. Nach der damaligen Rechtsauffassung (bekannt durch Texte aus Ur und Nuzi) galt dieser dann als Sohn ihrer Herrin (1Mo 16,2). Als Abraham 86 Jahre alt ist, wird ihm auf diese Weise Ismael geboren (1Mo 16,15f). 13 Jahre später (1Mo 17f) wiederholt der Herr seine Verheißung: nicht Ismael, sondern Isaak, der Sohn Sarais, die von nun an Sara (»Fürstin«) heißen soll, wird Abrahams Erbe sein (V. 15f). Dabei empfängt Abraham das Bundeszeichen der Beschneidung, und Gott verwandelt seinen Namen Abram in Abraham. Sodom und Gomorra verfallen ihrer Sünden wegen der Zerstörung, auf Abrahams Fürbitte hin aber wird Lot gerettet (Kap. 18f).

Abraham bricht ins Südland auf. In Gerar gibt er König Abimelech gegenüber Sara wieder als seine Schwester aus (Kap. 20). Menschenfurcht und Schwachheit gewinnen noch einmal wie in Ägypten Macht über Abraham. Dann wird dem Hundertjährigen der Sohn Isaak geboren. Auf Saras Bitte und Gottes Befehl hin schickt Abraham Hagar und Ismael fort. Doch weil Ismael auch ein Nachkomme von Abraham ist, verheißt Gott ihm ebenfalls eine große Nation (1Mo 21,1-21). In Beerscheba (»Schwurbrunnen«) schließt Abraham ein Bündnis mit Abimelech von Gerar (V. 22-32) und bleibt noch lange Zeit in der Gegend (V. 33f). Hier fordert ihn Gott auf, mit Isaak auf einen Berg zu steigen und ihn dort auf einem Brandaltar zu opfern. Abraham gehorcht im Vertrauen darauf, dass Gott ihn von den Toten zurückgeben werde (Hebr 11,17-19). Im letzten Augenblick, als Abraham seinen Sohn schon auf den Altar gebunden hat, schickt Gott einen Widder, den Abraham anstelle seines Sohnes opfert. Weil Abraham so sehr vertraut, bestätigt Gott durch einen Engel endgültig alle Verheißungen an Abraham, der wieder nach Beerscheba zurückkehrt (1Mo 22).

Als Sara 127-jährig in Hebron stirbt, kauft Abraham von dem Hetiter Efron die Höhle Machpela und begräbt sie dort (Kap. 23). Der Text wirkt wie ein Auszug aus dem Kaufvertrag, was nach hetitischen Funden tatsächlich der Fall sein könnte. Der Preis von 400 Lot (laut revidierter Elberfelder Bibel Schekel) Silber ist beträchtlich. Dieses Grundstück ist der einzige Boden, den Abraham als Eigentum erwirbt. Zugleich ist es der erste Grundbesitz im verheißenen Land.

Nach Saras Tod – Abraham ist schon 140 Jahre alt – schickt er seinen Knecht Eliëser von Damaskus nach Mesopotamien, um aus seiner Verwandtschaft eine Frau für Isaak zu holen. Damit will er vermeiden, dass sein Sohn eine heidnische Kanaaniterin heiratet. Eliëser findet in der Stadt Nahors (1Mo 24,10), die in der Nähe Harans liegt, Rebekka, die Tochter von Betuël, und bringt sie mit. Danach nimmt Abraham Ketura zur Frau, mit der er noch 6 Söhne hat (1Mo 25,1f). Alle seine Nebenfrauen schickt er aber noch zu seinen Lebzeiten fort (V. 6). Im Alter von 175 Jahren stirbt er, und Isaak und Ismael begraben ihn neben Sara in der Höhle Machpela (V. 7.9).

Abraham ist offensichtlich ein reicher Mann: reich an Groß- und Kleinvieh und dem dazu nötigen Gesinde (1Mo 24,35). Bei seinem Auszug aus Haran wird von Leuten berichtet, die er dort erworben hatte (1Mo 12,5). Später hören wir von Sklaven, die er geschenkt erhielt (1Mo 12,16; 20,14), die er kaufte oder die ihm geboren wurden (1Mo 17,23.27); aus ihrer Zahl stehen ihm 318 erprobte Männer im Kampf gegen die vier Könige zur Verfügung (1Mo 14,14). Die Führer der Hetiter behandeln ihn als »Fürst Gottes« (1Mo 23,6), Amoriter und Philister schließen Bündnisse mit ihm ab (1Mo 14,13; 21,22-32). Bei dieser Herkunft und seinem Reichtum wäre es denkbar, dass sich unter Abrahams Knechten auch Schreiber befanden, die Ereignisse notierten. Zudem bezeugen Funde die Verbreitung des Schreibens in Ur zu Lebzeiten Abrahams. Somit wäre es denkbar, dass schriftliche Zeugnisse aus seinem Umfeld erhalten geblieben sind, die bei der Entstehung des ersten Mosebuches eine Rolle gespielt haben könnten.

Abrahams Bedeutung liegt in seiner Erwählung durch den Herrn zum Stammvater Israels (1Mo 12,2; 17,4-8; Jes 51,2), des Volkes Gottes unter den Völkern. Nach dem Stammbaum in Mt 1,1 ist auch Jesus ein direkter Nachkomme von Abraham, doch gleichzeitig war Jesus schon vor Abraham (Joh 8,58). Auch die zu Christus gehören, sind Abrahams Nachkommen und damit seine Erben (Gal 3,29). Auf seine Erwählung antwortet Abraham durch Gehorsam (1Mo 12,4) und Glauben (1Mo 15,6; Hebr 11,8) und wird damit zum Vorbild aller Glaubenden und zum Beleg dafür, dass die Gerechtigkeit aus dem Glauben kommt, wie im Neuen Testament immer wieder belegt ist. Dabei wird er in ungewöhnlicher Weise auf die Probe gestellt und wird so zum Freund Gottes (Jes 41,8; Jak 2,23) und zum Vater derer, die im Glauben gehorsam sind (Röm 4; Gal 3,6-14; Hebr 11,8-19; Jak 2,21-24).

Absalom

wird als dritter Sohn Davids und seiner Frau Maacha, der Tochter des Königs Talmai von Geschur, in Hebron geboren (2Sam 3,3), ist also auch von der Mutter her königlicher Abstammung. Auch äußerlich wirkt er als das Idealbild eines Königs, ist von außergewöhnlicher Schönheit, mit prächtigem, schwerem Haar (2Sam 14,25f). Doch schon sehr früh versucht er, hinter dem Rücken seines Vaters die Israeliten für sich einzunehmen (2Sam 15,6).

Das Leben Absaloms steht jedoch von Anfang an unter dem Schatten der Schuld seines Vaters und des Gerichtes Gottes über Davids Ehebruch und Mord an Uria (2Sam 12,9-11). Davids zu nachsichtige Vaterliebe steigert zudem die Auswirkung von Schuld und Gericht: Als Davids ältester Sohn Amnon seine Halbschwester Tamar schändet, lässt David dies ungestraft. Absalom jedoch lädt Amnon zwei Jahre später zum Fest der Schafschur ein und lässt ihn dort umbringen. Daraufhin flieht Absalom zu seinem Großvater nach Geschur, östlich vom See Genezareth. David trauert, sieht aber tatenlos zu (2Sam 13).

Nach drei Jahren nutzt Davids Neffe und Begleiter Joab die Liebe Davids zu Absalom aus: Er schickt eine kluge Frau zu ihm, die David dazu bringt, dass Absalom nach Jerusalem zurückkehren kann. Nach außen hin erfüllt David damit nur die Bitte Joabs. Zwar bleibt Absalom vorerst noch vom Hof ausgeschlossen und darf David nicht treffen, aber nach zwei Jahren ertrotzt er sich die volle, offizielle Versöhnung (2Sam 14). Kaum hat Absalom seine Bewegungsfreiheit zurück, beschafft er sich eine Leibwache und fängt an, »das Herz der Männer Israels zu stehlen« (2Sam 15,6), indem er ihnen eine bessere Rechtsprechung als die des Königs in Aussicht stellt. Vielleicht kommt Absalom damit einer allgemeinen Unzufriedenheit im Land entgegen, ausgelöst durch die Errichtung eines zentralen Königtums unter David. Nach vier Jahren sieht er seine Zeit gekommen, die Verschwörer sammeln sich in Hebron. Der gefährlichste und begabteste unter ihnen ist Ahitofel, Davids Ratgeber und der Großvater von Batseba. Als David von dem Aufstand hört, zieht er mit dem Hof und den zuverlässigen Truppen aus Jerusalem ab. Er lässt aber die ihm ergebenen Priester und den Arkiter Huschai, seinen Vertrauten, zurück. Die Empörer besetzen die Hauptstadt (2Sam 15; vgl. Ps 3).

Auf den Rat Ahitofels hin geht Absalom in aller Öffentlichkeit zu den Nebenfrauen Davids und tritt damit die Nachfolge Davids in aller Form an – eine Versöhnung ist nun endgültig ausgeschlossen. Das ist zugleich Gottes Gericht über David (2Sam 16,15ff). Nun will Ahitofel selbst mit einer Abteilung Kerntruppen David sofort nachsetzen und den König erschlagen. Das leuchtet allen ein, aber in der Unsicherheit des Verräters fragt Absalom doch noch Huschai, einen Vertrauten Davids, um seine Ansicht. Der steht scheinbar auf Absaloms Seite und schlägt vor, lieber ganz sicherzugehen und nichts zu überstürzen, und schmeichelt dabei Absaloms Ehrgeiz. Dieser lässt sich beeindrucken und hat so am ersten Abend seiner Herrschaft jede Aussicht auf Erfolg verspielt. Das ist Gottes Gericht über Absalom. Ahitofel begreift augenblicklich die Hoffnungslosigkeit der Lage und macht seinem Leben ein Ende. Huschai warnt David durch die Priester Zadok und Abjatar, sodass sich David durch den Übergang über den Jordan der Gefahr entziehen kann (2Sam 17).

Absalom sammelt seine Truppen und folgt David, der inzwischen nach Mahanajim gekommen ist. Die Heere treffen im Wald Ephraim aufeinander, und Absalom wird unter großen Verlusten geschlagen. Er selber bleibt beim Reiten mit den Haaren in den Ästen eines großen Baumes hängen, wo ihn Joab so lebend, aber hilflos antrifft. Obwohl David vor der Schlacht befohlen hatte, Absalom zu schonen, stößt Joab ihm drei Stäbe ins Herz, und 10 seiner Waffenträger töten ihn endgültig. Man wirft den Leichnam in eine Grube und errichtet einen Steinhaufen über ihm (2Sam 18). Davids Schmerz kennt keine Grenze, und erst als Joab brutal mit einem neuen Abfall droht, setzt sich der König ins Tor, um das Kriegsvolk zu empfangen (2Sam 19,1ff).

Es wird von drei Söhnen Absaloms berichtet (2Sam 14,27), die aber alle jung gestorben sein müssen, denn er hat sich noch selber im Königstal ein Steinmal zu seinem Gedächtnis errichtet mit der Begründung: »Ich habe keinen Sohn …« (2Sam 18,18). Seine Tochter, die er nach seiner Schwester Tamar nennt, war wohl die Frau Uriëls von Gibea und Großmutter König Abijas (2Sam 14,27; 2Chr 11,20-22; 13,2).

Der Name Abschalom bedeutet »Vater ist Frieden/Vater des Friedens«. In 1Kön 15,2.10 ist im hebräischen Text die Nebenform Abischalom erwähnt.

Achaikus

Er wird in 1Kor 16,17 als Christ aus Korinth erwähnt, der zusammen mit Stephanas und Fortunatus Paulus in Ephesus besuchte, vielleicht haben sie einen Brief der korinthischen Gemeinde überbracht. Paulus äußert sich lobend über sie, weil sie seinen »Geist erquickt« haben. Achaikus bedeutet schlicht »Mann aus Achaja«.

Achan

ist ein Sohn von Karmi aus dem Stamm Juda und lebt zur Zeit Josuas. Er vergreift sich bei der Eroberung von Jericho an dem gebannten Gut und verscharrt einen Mantel, Silberstücke und Goldbarren im Boden seines Zeltes. Das löst den Zorn Gottes über Israel aus, und die Israeliten werden von den Bewohnern von Ai geschlagen. Das Los bezeichnet Achan als den Schuldigen. Als er gesteht, wird er mit seiner ganzen Familie gesteinigt, samt seinem Besitz verbrannt und unter aufgehäuften Steinen im Tal Achor begraben (Jos 7), das aus einem Wortspiel mit seinem Namen benannt wird (Jos 7,26). Die Bedeutung des Namens ist unsicher. Im hebräischen Text steht in 1Chr 2,7 Achar.

Achban

wird als Nachkomme Jakobs erwähnt. Seine Eltern heißen Abischur und Abihajil, sein Bruder Molid (1Chr 2,29). Die Bedeutung des Namens hängt vielleicht mit arabisch »stark, kräftig« zusammen.

Achbor

Zwei Männer mit diesem Namen, der übersetzt »Maus, Nagetier« bedeutet, werden im Alten Testament erwähnt:

1) Der Vater des Königs Baal-Hanan, der in Edom regiert (1Mo 36,38; 1Chr 1,49).

2) Der Sohn von Michaja und der Vater von Elnatan, einem Hofbeamten des Königs Josia (2Kön 22,12; Jer 26,22). Nach dem Masoretischen Text und der revidierten Elberfelder Bibel wird er in 2Chr 34,20 Abdon genannt.

Achim

wird in Mt 1,14 im Stammbaum von Abraham bis Jesus als Vorfahre Josefs aus der Zeit nach der babylonischen Gefangenschaft erwähnt.

Achisch

ist der Sohn von Maoch und König von Gat. David sucht bei diesem Philister zweimal Zuflucht vor Saul (1Sam 21,11; 27,2). In Ps 34,1 wird er Abimelech genannt, vermutlich ein Titel für Philisterkönige.

Am Anfang der Regierung Salomos wird Achisch als König von Gat erwähnt, ist hier allerdings der Sohn von Maacha (1Kön 2,39). Eine Regierungszeit von über 50 Jahren ist durchaus denkbar, und der geringe Unterschied zum Namen des Vaters erlaubt auch, in ihm den gleichen Herrscher zu sehen. Er hätte dann seinen Zeitgenossen David um mindestens drei Jahre überlebt. Die Bedeutung des Namens ist unbekannt.

Achjan

wird als Sohn des Semida aus dem Stamm Manasse erwähnt (1Chr 7,19). Sein Name bedeutet »brüderlich«.

Achjo

Der Name mit der Bedeutung »Brüderchen« taucht zweimal im Alten Testament auf:

1) Der Sohn von Abinadab, in dessen Haus die Bundeslade gestanden hatte. Als er zusammen mit seinem Bruder Usa den Wagen mit der Bundeslade begleitet, reißen sich die Rinder los, und Usa berührt die Lade. Da entbrennt Gottes Zorn, und Usa stirbt (2Sam 6,3f).

2) Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, einer von neun Söhnen von Jeiël und Maacha (1Chr 8,31; 9,35.37).

Achlai

In 1Chr werden zwei Personen mit diesem Namen bezeichnet, der wohl eine Kurzform ist und vielleicht akkadisch »Der Bruder ist mein Gott« bedeutet.

1) In 1Chr 2,31 wird Achlai als Sohn von Scheschan erwähnt, in V. 34 heißt es aber, er habe keine Söhne, sondern nur Töchter, von denen er eine mit seinem ägyptischen Knecht Jarha verheiratet (1Chr 2,31.34f).

2) Der Vater von Sabad, einem kriegstüchtigen Helden bei David (1Chr 11,41).

Achrach

ist der dritte Sohn von Benjamin (1Chr 8,1), möglicherweise mit Ahiram (4Mo 26,38), Ehi (1Mo 46,21) und Aher (1Chr 7,12) identisch.

Achsa

ist die Tochter Kalebs, die dieser dem Eroberer von Kirjat-Sefer (später Debir) versprochen hatte. Otniël, sein jüngerer Bruder, nimmt die Stadt ein und erhält Achsa zur Frau. Als Achsa ihn darum bittet, schenkt ihr Kaleb ein Stück Land im Negeb mit Wasserquellen, da Kirjat-Sefer in einer trockenen Gegend liegt (Jos 15,16-19; Ri 1,12-15). Ihr Name bedeutet »Fußspange, Fußring«.

Achsai

ist Priester, ein Sohn von Meschillemot und Enkel von Immer (Neh 11,13). Seine Nachkommen kehrten aus der Verbannung nach Jerusalem zurück. Der Name ist möglicherweise eine Kurzform von Ahasja »Jahwe hat ergriffen«.

Ada

Zwei Frauen werden in 1Mo mit diesem Namen bezeichnet, dessen Bedeutung mit dem hebräischen »als Schmuck anlegen, schmücken mit« zusammenhängt.

1) Eine der beiden Frauen Lamechs, eines Nachkommen Kains, und die Mutter von Jabal und Jubal (1Mo 4,19-21).

2) Eine der Frauen Esaus aus Kanaan, die Tochter des Hetiters Elon und Mutter von Elifas (1Mo 36,2.4).

Adaja

war wohl ein gebräuchlicher Name zur Zeit des Alten Testaments, der vielleicht so etwas wie »Jahwe hat/ist geschmückt, als Schmuck angelegt« bedeutet.

1) Ein Mann aus Bozkat, der Großvater von König Josia (2Kön 22,1).

2) Ein Levit aus dem Geschlecht Gerschons (1Chr 6,26).

3) Ein Priester aus dem Geschlecht Malkijas in Jerusalem (1Chr 9,12; Neh 11,12).

4) Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, einer von drei Söhnen von Schimi (1Chr 8,21).

5) Zwei Nachkommen Banis, die ihre heidnischen Frauen verstießen (Esra 10,29.39).

6) Ein Judäer, ein Sohn von Jojarib (Neh 11,5).

7) Vater des Obersten Maaseja, der mit dem Priester Jojada einen Bund schloss (2Chr 23,1).

Adalja

Einer der 10 Söhne Hamans, der zur Zeit von König Ahasveros lebte (Est 9,8).

Adam

hat die Bedeutung »Mensch« oder wird kollektiv für »Menschheit« gebraucht. Adam hängt mit dem hebräischen Wort adama und mit adam, »rot sein«, zusammen und bezeichnet in Jos 3,16 und Hos 6,7 auch einen Ort. In 1Mo 2-5 und auch bei Paulus wird Adam als Eigenname für den ersten Menschen verwendet.

In 1Mo 1,26-30 ist der Mensch der Abschluss des Sechstagewerkes. Er ist Gott ähnlich und soll über die ganze Erde herrschen und sie füllen. Gott schafft den Menschen »als Mann und Frau« nach dem Bild Gottes. Dieses Geschaffensein zum Bild Gottes meint den ganzen Menschen, der als Stellvertreter Gottes auf der Erde ist (wie etwa die Statue eines Königs diesen selbst repräsentierte). Gott hat ihn als Partner geschaffen, den er anreden kann und der Gott antworten kann. Nur als »Mann und Frau« ist der Mensch Bild Gottes. Dies kann auch ein Hinweis darauf sein, dass die soziale Dimension des Menschen, seine Gemeinschaftsfähigkeit, mit zur Gottesebenbildlichkeit gehört. Mann und Frau stehen hier auf gleicher Ebene nebeneinander. Im Neuen Testament wird von »Bild« bzw. »Bild Gottes« besonders im Zusammenhang mit Christus gesprochen, der die Ebenbildlichkeit in vollkommener Weise verkörpert.

In 1Mo 2,4ff; wird noch einmal von der Erschaffung des Menschen berichtet. Gott formt den Menschen (adam) aus Erde vom Ackerboden (adama) und haucht ihm seinen Odem ein, sodass er zu einem lebenden Wesen wird. In seinem natürlichen Leben steht der Mensch, abgesehen von seinen geistigen Funktionen (1Mo 2,20), den Tieren gleich (1Mo 2,19; 6,17; Pred 3,18-21). Was ihn jedoch von allen andern Lebewesen unterscheidet, ist seine Gottesebenbildlichkeit (siehe oben) und, damit verbunden, die ihm übertragene Herrschaft und Verantwortung über die Schöpfung (1Mo 1,28). In dem Bericht in 1Mo 2 bildet Gott die Frau nach und aus Adam, ihm zum Gegenüber und zur Gefährtin (V. 20-23). Adam soll den Garten Eden bebauen und bewahren (1Mo 2,15). Die gesamte Schöpfung ist nach dem Urteil Gottes »sehr gut« (1Mo 1,31). Gott hatte den Menschen jedoch auch an sein Gebot gebunden, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen (1Mo 2,16f). Hier setzt die Versuchung ein. Das kindliche Vertrauen und der schlichte Gehorsam zu Gott zerbrechen, als der Mensch dennoch eine Frucht des Baumes isst und damit die Grenze überschreitet, die ihm gesetzt war (Kap. 3).

Von Adams Kindern werden uns nur seine Söhne Kain, Abel und Set mit Namen genannt (1Mo 4,1f.25; 5,4). Adam stirbt im Alter von 930 Jahren (1Mo 5,5), wann er aber gelebt hat, ermöglichen die biblischen Angaben nicht mit Bestimmtheit zu sagen.

Lukas führt Jesu Stammbaum bis auf Adam zurück und betont dadurch Jesu Verwandtschaft mit der Menschheit (Lk 3,38). Einige Stellen berufen sich auf die Verbindung von Adam und Eva als Beweis dafür, dass Gott die Vereinigung von Mann und Frau als »ein Fleisch« gewollt hat (Mt 19,4-6; Mk 10,6-9). Vor allem wird Adam jedoch im Neuen Testament von Paulus Jesus Christus gegenübergestellt (Röm 5,12ff; 1Kor 15,21ff). Durch die Übertretung des einen Menschen ist die Sünde, und damit der Tod in die Welt gekommen und hat alle Menschen erreicht – nicht durch Vererbung, sondern weil alle Menschen Gottes Gebot übertreten, wie der erste: »… weil sie alle gesündigt haben« (Röm 5,12). In der früher fast ausschließlich verwendeten lateinischen Bibel wurde das »weil« mit »in welchem« wiedergegeben, was besonders von Augustin im Sinne einer biologischen Vererbung verstanden wurde. Wie die Sünde kam auch die Gnade allein durch einen Menschen, nämlich durch Christus, zu »den vielen«, ja seine Rechtfertigung ist »für alle Menschen gekommen«. Beiden, Adam wie Christus, kommt universale Geltung zu, wobei die Gnade Christi mächtiger wirkt (Röm 5,16f). Auch der Tod, der durch die Sünde in die Welt gekommen ist, wurde durch den letzten Adam (1Kor 15,45) besiegt (V. 21f).

Der Christ trägt jetzt noch – wie jeder Mensch – »das Bild des irdischen« Menschen, also Adams, wird aber durch die Auferstehung das »Bild des himmlischen«, das Bild Christi, erhalten. Schon jetzt beginnt dieser Wechsel im Ausziehen des alten und Anziehen des neuen Menschen (Kol 3,9f), was sich im Umgang untereinander auswirkt, besonders im Wegfall der üblichen Trennungen und Unterteilungen, weil und indem »alles und in allen Christus« ist (V. 11).

Adbeel

ist der dritte der zwölf Söhne von Ismael, dem Sohn der ägyptischen Magd Hagar und Abraham (1Mo 25,13; 1Chr 1,29). Assyrische Inschriften aus dem 8. Jh v.Chr. kennen einen nordarabischen Stamm Idibail, nicht weit von der ägyptischen Grenze.

Addar

Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, der Sohn von Bela (1Chr 8,3 nach Masoretischem Text und der revidierten Elberfelder Bibel). Laut Lutherübersetzung derselbe wie Ard in 1Mo 46,21, im Hebräischen sehen sich die Worte sehr ähnlich.

Addi

wird im Stammbaum, den der Arzt Lukas von Jesus aufstellt, als Vorfahre Christi genannt, mehrere Generationen vor Serubbabel (Lk 3,28). Der Name ist wahrscheinlich eine Kurzform von Adaja.

Adiël

Drei Männer mit diesem Namen, der übersetzt wahrscheinlich »Schmuck Gottes« bedeutet, werden in 1Chr genannt:

1) Ein Fürst aus dem Stamm Simeon (1Chr 4,36).

2) Ein Priester, Sohn von Jachsera in Jerusalem (1Chr 9,12).

3) Der Vater von Asmawet, dem Verwalter von Davids Vorräten (1Chr 27,25).

Adin

Verbannte aus dem Geschlecht Adins kehrten unter Serubbabel (Esra 2,15) und Esra (Esra 8,6) aus Babylon zurück. Zur Zeit Nehemias gehörte ein Adin zu denen, die die Verpflichtung auf das Gesetz für das Volk besiegelten (Neh 10,17). Der Name bedeutet »wonnig« oder »üppig«.

Adina

Einer von Davids kriegstüchtigen Helden aus dem Stamm Ruben (1Chr 11,42).

Adlai

ist der Vater eines Aufsehers über die Rinderherden Davids (1Chr 27,29). Vielleicht bedeutet der Name »Gartenkresse«.

Admata

Einer der sieben Fürsten von Persien und Medien unter König Ahasveros (Est 1,14). Diese engsten Ratgeber des Perserkönigs werden auch in Esra 7,14 erwähnt. Bei ihnen liegt die höchste Regierungsgewalt, und sie haben jederzeit ungehindert Zutritt zum Herrscher. Der Name kommt von dem Persischen armati und bedeutet »unbezwungen« oder »heilige Demut«.

Admin

wird in dem Stammbaum, den der Arzt Lukas aufstellt, als Jesu Vorfahre genannt (Lk 3,33).

Adna

Drei Männer mit diesem Namen, der vielleicht abgeleitet von adina »wonnig« oder »üppig« bedeutet, werden im Alten Testament genannt:

1) Ein Judäer, ein hoher Offizier unter König Joschafat (2Chr 17,14).

2) Ein Sohn von Pahat-Moab, erwähnt in der Liste derer, die sich zur Zeit Esras von ihren heidnischen Frauen trennen mussten (Esra 10,30).

3) Ein Priester zur Zeit von König Jojakim, Familienoberhaupt des Geschlechtes Harim in der zweiten Generation nach der babylonischen Gefangenschaft (Neh 12,15).

Adnach

Einer der kriegstüchtigen Männer aus Manasse, die in Ziklag zu David überliefen und Oberste im Heer wurden (1Chr 12,21).

Adoni-Besek

ist der König von Besek, den die Judäer besiegen und ebenso verstümmeln, wie er selbst es zuvor mit 70 anderen Königen getan hatte. Er stirbt in Jerusalem (Ri 1,4-7). Der Name kann »Herr von Besek« oder »(Mein) Herr ist (der Gott) Besek« bedeuten.

Adonija

Der Name hat die Bedeutung »(Mein) Herr ist Jahwe« und bezeichnet drei Männer im Alten Testament:

1) Der vierte Sohn von David, von dessen Frau Haggit in Hebron geboren (2Sam 3,4). Als David schon sehr alt ist, versuchte er nach altem Recht als ältester der lebenden Königssöhne die Herrschaft zu erlangen, obwohl Salomo zum Nachfolger bestimmt war. Er beschafft sich eine Leibwache und versucht mit Joab und Abjatar das Heer sowie einen Teil der Priester und Leviten auf seine Seite zu ziehen. Doch er kann weder den Propheten Nathan, den Priester Zadok noch Benaja und die königliche Garde für sich gewinnen. Auf die Warnung Nathans lässt David im letzten Augenblick Salomo zum König salben. Die Verschwörung Adonijas fällt daraufhin auseinander, und Salomo begnadigt ihn (1Kön 1). Als Adonija aber nach Davids Tod darum bittet, dessen Frau Abischag von Schunem heiraten zu dürfen, erkennt Salomo darin einen neuen Versuch, ein Anrecht auf den Thron geltend zu machen. Er lässt Adonija und Joab hinrichten, verbannt Abjatar und beseitigt so jede weitere Gefahr (1Kön 2,13-34).

2) Einer der Leviten, die König Joschafat mit der Unterweisung des Volkes beauftragt (2Chr 17,8).

3) Ein Mann, der für sein Geschlecht die Verpflichtung auf das Gesetz zur Zeit Nehemias besiegelte (Neh 10,17).

Adonikam

Verbannte aus dem Geschlecht Adonikams kehrten mit Serubbabel und Esra aus dem Exil in Babylon zurück (Esra 2,13; 8,13;

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