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Robinson Crusoe: Walbreckers Klassiker für die ganze Familie

Robinson Crusoe: Walbreckers Klassiker für die ganze Familie

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Robinson Crusoe: Walbreckers Klassiker für die ganze Familie

Länge:
106 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 12, 2013
ISBN:
9783942270700
Format:
Buch

Beschreibung

Robinson, der berühmte Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel, muss lernen, sich allein zu versorgen. Zum Überleben braucht er Schutz und nachwachsende Lebensmittel. Eine lange Zeit voller Abenteuer verbringt er hier, bis er wieder Kontakt zu Menschen bekommt - aber es sind Kannibalen! Eine Geschichte voll innerer und äußerer Spannung. Robinson ist Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel. Hier wird er auf die Grundelemente der Existenz zurück geworfen. Der Kontakt mit den Dingen, die man in der Natur vorfindet, wird zum Ur-Erlebnis. Und der Mensch lebt nicht vom Brot allein: Warum lebe ich? Was ist mein Glaube? Was gibt mir Halt an guten und an schlechten Tagen? Wie kann ich mit anderen Geschöpfen umgehen, mit Haustieren, mit einem Kannibalen, der zum Freund wird? Viel Stoff also für uns in unserer technisierten Welt, in der es scheinbar keinen Zusammenhang mehr gibt zwischen dem Essen und dem Schlachthof. Kaum wissen wir mehr, wie es ist, wenn man den Elementen ausgeliefert ist, wie Wasser, Erde, Feuer und Luft auf uns wirken. Wie es ist, wenn man allein ist, warum vergeht die Zeit mal langsamer, mal schneller?
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 12, 2013
ISBN:
9783942270700
Format:
Buch

Über den Autor


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Robinson Crusoe - Dirk Walbrecker

www.kueblerverlag.de

Kapitel 1

Wagemutige Pläne

und schwere Stürme

Heute, wenn ich diese Dinge aufschreibe, sehe ich ganz anders aus.

Meine Haare sind ungepflegt. Meine Kleidung ist verlottert. Meine Hände sind voller Schwielen. An vielen Stellen meines Körpers habe ich Wunden, die noch nicht ausgeheilt sind. Und das mit dem wöchentlichen Vollbad funktioniert heute auch ganz anders. Eigentlich kann ich täglich eines nehmen oder zwei oder drei ... ganz wie es mir beliebt. Nur heiß ist es nie. Dafür aber salzig, sehr salzig. Und der Zuber, in dem ich bade, ist ein sehr großer, ein riesengroßer. Wie es dazu kam? Ich werde alles wahrheitsgetreu hier in meinem Tagebuch notieren.

Bevor ich von meinen aufregenden Abenteuern berichte, sollte ich erst einmal erzählen, wer ich bin.

Mein Name ist Robinson Crusoe. Ich wurde 1633 geboren, bin achtzehn Jahre alt und stamme aus York. (Das ist ziemlich im Norden von England.) Eigentlich heiße ich Robert Kreuznaer, weil mein Vater aus Bremen stammt.

Als ich noch wohlbehütet zu Hause lebte, sah ich ganz so aus, wie es sich in den Kreisen meiner Eltern ziemt: Ich war adrett gekleidet und ordentlich gekämmt, hatte stets saubere Fingernägel, und einmal in der Woche stieg ich in einen Zuber heißen Wassers, um ein Vollbad zu nehmen.

Eigentlich wusste ich immer, dass ich kein langweiliges Leben führen würde. Schon als kleiner Junge gehörte meine ganze Leidenschaft dem Meer und den Schiffen. Voller Neugierde lauschte ich den Geschichten über Abenteurer, Eroberer und Piraten. Schaudernd hörte ich von wilden Tieren und Kannibalen. Mit dem Finger machte ich Reisen auf vergilbten Landkarten und suchte nach Gebieten, die noch unentdeckt waren. Und voll prickelnder Erwartung malte ich mir aus, wie ich einmal selbst in See stechen würde.

Aber zunächst einmal hieß es brav und folgsam sein. Tagaus, tagein nervten mich die gleichen Fragen: „Robinson! Hast du dich auch sauber gewaschen? „Robinson! Hast du auch ordentlich aufgeräumt? „Robinson! Hast du auch die Aufgaben gemacht?" Meine Eltern waren fürchterlich streng und ständig um mich besorgt! Nichts durfte ich allein unternehmen. Immer hatten sie Angst, mir könnte etwas passieren.

Es hat alles nichts genützt ... Ihr werdet es bald erfahren.

Am schlimmsten waren die Diskussionen mit meinem Vater. Wenn ich ihm von meiner Reiselust erzählte, so hielt er mir regelmäßig einen Vortrag darüber, wie man im Leben glücklich und erfolgreich wird. Das wichtigste sei eine gründliche Schulausbildung und ein ordentliches Studium.

Danach sollte man stets den Weg der Mitte suchen. So halte man sich alle Aufregungen fern und werde ein zufriedener Mensch.

Ich hörte mir das alles an (oder tat wenigstens so) und spürte, wie es in mir rumorte. Ich wollte nicht ewig in York oder einer anderen langweiligen Stadt hocken. Ich wollte nicht Jura studieren, wie das mein Vater von mir erwartete. Ich wollte raus und weit weg! Ich wollte zur See fahren und die Welt kennenlernen! Ich wollte frei sein!

Eines Tages war es dann soweit: Wieder mal hatte mir mein Vater einen seiner Vorträge über sich, das Leben und den Weg der Mitte gehalten. Ich suchte zu widersprechen. Ich wollte ihm erklären, dass ich vielleicht ein anderer Mensch als er sei.

Dass die Menschen überhaupt alle sehr verschieden sind...

Obwohl ich nichts Falsches gesagt hatte, wurde mein Vater laut. Er schimpfte und drohte, mich nicht weiter zu unterstützen, falls ich meine eigenen Wege gehen würde.

Ich rannte zu meiner Mutter. Ich hoffte, sie würde mich besser verstehen. Ich erzählte ihr von meinem Fernweh und meiner Abenteuerlust. Aber auch sie begriff mich nicht. Vielmehr sagte sie mir ein schlimmes Schicksal voraus, falls ich nicht auf die wohlgemeinten Ratschläge meines Vaters hören würde. Von diesem Tag an war mir klar: Ich musste meine wenigen Habseligkeiten zusammensuchen und mein Bündel schnüren!

Noch vor der Morgendämmerung riss ich aus. Mein Ziel war der Hafen von Hull. Hier lagen Schiffe vor Anker, die London anliefen.

Und was geschah, kaum dass ich die Kais erreicht hatte?

Ein Freund, der gerade auf dem Schiff seines Vaters Dienst tat, lief mir über den Weg.

„Wohin des Wegs, du Landratte?" wollte er wissen.

Ich erzählte ihm von meinem Ärger zu Hause und von meiner Entschlossenheit, die Welt kennenzulernen und auch die Gefahren zu suchen.

„Komm an Bord! rief er mir zu. „Mein Vater freut sich über jeden, der zwei kräftige Arme hat.

Und so wurde am 1. September 1651 mein Traum Wirklichkeit: Ich stand auf schwankenden Holzplanken. Die Brise der Freiheit wehte mir um die Ohren. Ich fühlte ganz deutlich: Außergewöhnliche Ereignisse warteten auf mich.

Doch schon bald war es mit dem Wohlgefallen vorbei. Ich hatte mich gerade etwas an das Bordleben gewöhnt und die ersten seemännischen Handgriffe gelernt, als das Wetter umschlug. Die Segel blähten sich. Riesige Wellen schlugen gegen die Planken.

Hektik entstand an Bord, und meine Hilfe wurde dringend gebraucht aber ich war zu nichts fähig! Alles wankte und wogte. Ich konnte weder richtig stehen noch richtig liegen. Mit drei Worten: Mir war kotzübel!

Nur mit Mühe fand ich Halt in der Takelage. Vergeblich hielt ich nach Hilfe Ausschau. Niemand nahm Notiz von mir. Jeder war damit beschäftigt, das Schiff sturmtüchtig zu machen und auf Kurs zu halten.

„Soll so dein zukünftiges Leben ausschauen?" ging es mir in Wellen durch Kopf und Magen. Im Rauschen des Windes hörte ich die Stimme meines Vaters, wie sie mir den Weg der Mitte predigte. Mit letzter Kraft suchte ich mir ein geschütztes Plätzchen und sank mit weichen Knien zu Boden. Im Nu war ich erschöpft in den Schlaf gesunken.

Ich weiß bis heute nicht, wie lange ich so geschlafen habe und wie lang die Fahrt gedauert hat.

Ich weiß nur, dass irgendwann über mir ein Kopf erschien: „Wie ist dir die Mütze voll Wind bekommen?" fragte mein Freund grinsend.

„Hab schon Schlimmeres erlebt", log ich dreist und frech.

„Wir legen bald an, sagte der Freund. Dabei musterte er mich mit geringschätzigem Blick. „Denke, für die Rückreise suchst du dir besser was mit vier Rädern.

Ich verkniff mir die Antwort. Es war mir peinlich, so wenig seefest gewesen zu sein. Aber ich wusste eines: Jetzt erst recht!

Und kaum hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen, begab ich mich auf die Suche. Ich hatte nur ein Ziel: So schnell wie möglich wieder auf ein Schiff und möglichst auf das größte!

Und siehe da nach wenigen Tagen inmitten von vielsprachigem Stimmengewirr lief ich einem Kapitän in die Arme. Ich war ihm offensichtlich sehr sympathisch. Denn ohne von meinen geheimsten Wünschen zu wissen, bot er mir an, auf seinem Großsegler anzuheuern.

„Die Fahrt geht nach Brasilien, brummte er in seinen Seemannsbart. „Kein einfaches Unternehmen, Junge. Für eine kräftige Brise ist immer gesorgt.

Ich konnte mein Glück kaum fassen. Vergessen waren alle üblen Erlebnisse auf der Fahrt von Hull nach London. Hauptsache, es ging in die Ferne! Ich verstaute meine wenigen Habseligkeiten an Bord und machte mich mit der Mannschaft bekannt. Außer mir waren vierzehn Mann angeheuert. Nicht gerade viele, um sich quer über den Atlantik zu wagen. Einige raue Burschen waren darunter. Ich konnte mich überraschen lassen.

Als wir die hohe See erreicht hatten, rief mich der Kapitän zu

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