Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Flüchtige Zeiten: Leben in der Ungewissheit

Flüchtige Zeiten: Leben in der Ungewissheit

Vorschau lesen

Flüchtige Zeiten: Leben in der Ungewissheit

Bewertungen:
3.5/5 (3 Bewertungen)
Länge:
163 Seiten
6 Stunden
Freigegeben:
23. Jan. 2013
ISBN:
9783868545692
Format:
Buch

Beschreibung

Wir leben in einer Welt des Übergangs von der "festen" zur "flüssigen" Moderne. Unsicherheit und Ungewissheit prägen den Alltag vieler Menschen, denen ohne stabile gesellschaftliche Formen und Institutionen ein Bezugsrahmen sowohl für ihr Handeln als auch für langfristige Lebenspläne fehlt und die sich gezwungen sehen, ihr Leben aus einer endlosen Abfolge von kurzfristigen Projekten und Episoden zusammenzuflicken. Konzepte wie "Karriere" oder "Fortschritt" können nur noch von wenigen aktiv verfolgt werden, und "in Sicherheit zu leben" bedeutet schon heute vielerorts - vorausgesetzt, man kann es sich leisten -, bewacht zu werden und abgeschottet zu sein von den Wirren der globalen Megacitys, von Armut und dem "menschlichen Abfall". Der renommierte Soziologe Zygmunt Bauman erkundet in diesem Band die endemische Unsicherheit, die unser heutiges Leben formt. In "flüchtigen Zeiten" wird dem Individuum ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abverlangt und die permanente Bereitschaft, Taktiken zu ändern, Verpflichtungen und Loyalitäten ohne Bedauern fallenzulassen und Gelegenheiten je nach kurzfristiger Verfügbarkeit zu ergreifen. Leben bedeutet mit der Ungewissheit umzugehen.
Freigegeben:
23. Jan. 2013
ISBN:
9783868545692
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Flüchtige Zeiten

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Flüchtige Zeiten - Zygmunt Bauman

würde.

Das Leben in der flüchtigen Moderne und seine Ängste

»Wenn du den Frieden willst, sorge für Gerechtigkeit«, so eine Weisheit aus der Antike. Und Weisheit, im Gegensatz zu Wissen, veraltet nicht. Heute wie vor 2000 Jahren ist es der Mangel an Gerechtigkeit, der den Weg zum Frieden verstellt. Daran hat sich nichts geändert. Allerdings ist »Gerechtigkeit« heute im Gegensatz zur Antike ein globales Problem, das man im weltweiten Vergleich betrachten und beurteilen muss, und zwar aus zwei Gründen.

Erstens kann auf einem Planeten, der kreuz und quer von »Datenautobahnen« überzogen ist, nichts, das in irgendeinem Teil des Planeten geschieht, tatsächlich in einer intellektuellen »Außenwelt« verbleiben. Es gibt keine »Terra Nullius«, keine weißen Flecken auf der geistigen Landkarte, keine unerforschten oder gar unerforschbaren Länder und Völker. Das Elend von Menschen an weit entfernten Orten und deren uns fremde Lebensweise oder die Verschwendungssucht von Menschen an anderen weit entfernten Orten und deren uns nicht minder fremde Lebensweise sind uns heute durch elektronisch übertragene Bilder auf ebenso lebendige und aufwühlende, beschämende oder erniedrigende Weise nahe wie die Not oder der zur Schau getragene Überfluss jener Menschen, denen wir täglich auf den Straßen unserer Stadt begegnen. Die Ungerechtigkeiten, die zur Formulierung von Gerechtigkeitsmodellen Anlass geben, beschränken sich nicht mehr auf die unmittelbare Nachbarschaft und speisen sich nicht nur aus der »relativen Armut« oder »Einkommensvergleichen« mit Nachbarn oder Bekannten, die einen ähnlichen sozialen Status haben.

Zweitens hat auf einem Planeten mit freiem Kapital- und Warenverkehr jedes Ereignis an einem bestimmten Ort einen Einfluss darauf, wie die Menschen an allen anderen Orten leben beziehungsweise zu leben hoffen oder erwarten. Es gibt nichts, von dem man ernsthaft annehmen könnte, dass es in einer materiellen »Außenwelt« verbleiben wird. Es gibt nichts, was tatsächlich indifferent – selbst unberührt und andere Dinge nicht berührend – sein oder lange bleiben könnte. Das Wohlergehen eines Ortes ist nie ganz unschuldig am Elend eines anderen. Wie Milan Kundera treffend zusammenfasst, bedeutet die durch die Globalisierung geschaffene »Einheit der Menschheit« in erster Linie, dass »man nirgendwohin entfliehen« kann.¹

Wie Jacques Attali in »La voie humaine« darlegt, profitieren von der Hälfte des Welthandels und von mehr als der Hälfte der weltweiten Investitionen nur 22 Staaten, in denen gerade einmal 14 Prozent der Weltbevölkerung leben, während die 49 ärmsten Staaten mit zusammengenommen 11 Prozent der Weltbevölkerung lediglich 0,5 Prozent des Bruttosozialprodukts der Welt erhalten; dies entspricht ziemlich genau dem Einkommen der drei reichsten Männer der Welt.² Rund 90 Prozent des gesamten Reichtums der Erde befinden sich im Besitz von nur einem Prozent der Weltbevölkerung. Und es ist nichts in Sicht, was der weltweiten Flut der Einkommenspolarisierung – die weiter bedrohlich ansteigt – Einhalt gebieten könnte.

Der Druck auf die Grenzen, der darauf abzielt, sie zu durchlöchern und zu demontieren, und den man gemeinhin »Globalisierung« nennt, hat Wirkung gezeigt: Mit wenigen Ausnahmen, deren Anzahl rapide sinkt, stehen heute die Tore aller Gesellschaften weit offen, materiell wie intellektuell. Wenn man beide Arten der »Offenheit« zusammennimmt – die intellektuelle und die materielle –, so wird deutlich, warum zu jedem Schaden, jedem relativen Mangel und jeder ostentativen Gleichgültigkeit die Kränkung ob der Ungerechtigkeit hinzukommt: das Gefühl, dass ein Unrecht geschehen ist, ein Unrecht, das danach schreit, wiedergutgemacht zu werden, das vor allem aber die Opfer verpflichtet, ihre Leiden zu rächen …

Die »Offenheit« der offenen Gesellschaft hat eine neue Bedeutungsnuance hinzugewonnen, von der Karl Popper nichts ahnte, als er den Begriff prägte. Wie bisher bezeichnet er eine Gesellschaft, die sich offen ihre Mängel eingesteht und sich daher intensiv mit ihren bislang unerforschten, ja ungeahnten Möglichkeiten beschäftigt. Darüber hinaus jedoch bezeichnet der Begriff eine Gesellschaft, die wie nie zuvor unfähig ist, mit einem Mindestmaß an Sicherheit den eigenen Kurs zu bestimmen und den einmal eingeschlagenen Weg gegen äußere Einflüsse zu verteidigen. War das Attribut »offen« einst ein geschätztes, aber zerbrechliches Produkt von mutiger, wenn auch anstrengender Selbstbehauptung, so wird es heutzutage meist mit einem unausweichlichen Schicksal assoziiert, mit den weder geplanten noch vorhergesehenen Nebenwirkungen der »negativen Globalisierung« – das heißt, der selektiven Globalisierung von Handel und Kapital, Überwachung und Information, Waffen und Gewalt, Verbrechen und Terrorismus, die allesamt das Prinzip der territorialen Souveränität missachten und vor Staatsgrenzen nicht haltmachen. Eine »offene« Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die diesen »Schicksalsschlägen« schutzlos ausgeliefert ist.

Stand das Konzept einer »offenen Gesellschaft« ursprünglich für die Selbstbestimmung einer freien Gesellschaft, die ihre Offenheit wertschätzt, so weckt es heute zumeist die erschreckende Vorstellung einer fremdbestimmten, glück- und schutzlosen Bevölkerung, die Mächten gegenübersteht, die sie weder kontrollieren noch ganz verstehen kann, und von denen sie überwältigt zu werden droht; einer Bevölkerung, die über ihre Schutzlosigkeit entsetzt und vom Streben nach undurchlässigen Grenzen und der Sicherheit der Individuen innerhalb dieser Grenzen besessen ist. Dabei ist es eben jene Undurchlässigkeit der Grenzen und die Sicherheit der Menschen innerhalb derselben, die ihrem Zugriff entzogen bleiben, ja offenbar bleiben müssen, solange unser Planet ausschließlich der negativen Globalisierung unterworfen ist. In einem Zustand der negativen Globalisierung kann kein einzelnes Land und keine Gruppe ausgewählter Länder Sicherheit erreichen oder gar garantieren: nicht aus eigener Kraft und nicht unabhängig vom Rest der Welt.

Ebenso wenig kann auf diese Weise Gerechtigkeit, als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden, erlangt oder gar garantiert werden. Die pervertierte »Offenheit«, die die negative Globalisierung den Gesellschaften aufzwingt, ist ja selbst die Hauptursache der Ungerechtigkeit und damit indirekt die von Konflikten und Gewalt. In den Worten von Arundhati Roy: »Während die Elite sich auf der Reise an ihr imaginäres Ziel an der Weltspitze befindet, bewegen sich die Besitzlosen auf einer Spirale abwärts in Richtung Verbrechen und Chaos.«³ Das Vorgehen der Regierung der Vereinigten Staaten und ihrer verschiedenen Satelliten, die, wie die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation, nur notdürftig als internationale Institutionen getarnt seien, hätten, so Roy, als »gefährliche Nebenerscheinungen […] Nationalismus, Bigotterie, Faschismus und natürlich Terrorismus« hervorgebracht, die »mit dem Projekt einer korporativen Globalisierung Hand in Hand gehen.«⁴

»Märkte ohne Grenzen«, das ist ein Rezept für Ungerechtigkeit und für die neue Weltunordnung, in der die berühmte Formel von Clausewitz in ihr Gegenteil verkehrt wurde, so dass nunmehr die Politik zu einer Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln wird. Deregulierung, die weltweit zu Gesetzlosigkeit führt, und Waffengewalt nähren und verstärken sich gegenseitig. Wie eine andere antike Weisheit mahnt: inter arma silent leges (wenn die Waffen sprechen, schweigen die Gesetze).

Bevor er Truppen in den Irak schickte, erklärte Donald Rumsfeld, dass »der Krieg gewonnen ist, wenn sich die Amerikaner wieder sicher fühlen können«.⁵ Seitdem wird diese Botschaft tagein, tagaus von George W. Bush wiederholt. Doch die Entsendung von Truppen in den Irak hat lediglich dazu geführt, dass seither die Angst vor Unsicherheit in den Vereinigten Staaten und anderswo weiter ansteigt.

Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, war das Gefühl der Sicherheit nicht das Einzige, was als Kollateralschaden dem Krieg zum Opfer fiel. Bald ereilte die persönliche Freiheit und die Demokratie das gleiche Schicksal. Um die prophetische Warnung Alexander Hamiltons zu zitieren: »Die gewaltsame Zerstörung von Leben und Eigentum als Teil des Krieges, die ständige Mühsal und dauernde Unruhe in einem Zustand kontinuierlicher Bedrohung werden auch besonders freiheitsliebende Nationen dazu bringen, sich Ruhe und Sicherheit selbst durch Institutionen zu schaffen, die tendenziell ihre bürgerlichen und politischen Rechte zerstören können. Um sicher leben zu können, werden sie schließlich bereit sein, das Risiko einzugehen, weniger frei zu sein.«⁶ Heute bewahrheitet sich diese Prophezeiung.

Hat sie die Menschheit erst heimgesucht, dann entwickelt Angst eine eigene Dynamik und folgt ihrer eigenen Entwicklungslogik. Es bedarf dann wenig Aufmerksamkeit und kaum eines zusätzlichen Aufwands, damit sie unaufhaltsam wächst und um sich greift. In den Worten David L. Altheides ist das eigentliche Problem nicht die Angst vor Gefahren, sondern das, was sich aus der Angst entwickeln kann.⁷ Das gesellschaftliche Leben verändert sich, wenn die Menschen hinter Mauern leben, Wachen engagieren, gepanzerte Autos fahren, Tränengas oder Pistolen mit sich herumtragen und Kampfsport betreiben. Das Problematische an diesen Verhaltensweisen ist, dass sie das Gefühl der Unordnung, das wir mit ihnen bekämpfen wollen, bestätigen und mit erzeugen.

Angst veranlasst uns dazu, Maßnahmen zu unserer Verteidigung zu ergreifen. Durch diese wiederum wird die Angst unmittelbar greifbar. Es sind unsere Reaktionen, die düstere Vorahnungen zu alltäglicher Realität und aus dem Wort Fleisch werden lassen. Die Angst hat sich nun in unserem Innern festgesetzt und durchdringt unseren Alltag; sie bedarf kaum weiterer Reize von außen, denn die Handlungen, zu denen sie uns tagein, tagaus veranlasst, liefern ausreichend Motivation und Energie, damit sie sich selbst reproduziert. Unter all den Mechanismen, die darum wetteifern, dem Menschheitstraum eines Perpetuum mobile zu entsprechen, gebührt jenem sich selbst reproduzierenden Gewirr aus Angst und aus der Angst geborenen Handlungen ein Ehrenplatz.

Es scheint als wären unsere Ängste nun selbsterhaltend und selbstverstärkend geworden, als hätten sie eine Eigendynamik entwickelt und könnten jetzt ausschließlich aus eigener Kraft weiterwachsen. Diese scheinbare Autarkie ist natürlich nur eine Illusion, genau wie bei zahlreichen anderen Mechanismen, die für sich das Wunder der permanenten, sich selbst erhaltenden Bewegung in Anspruch genommen haben. Es liegt auf der Hand, dass der Kreislauf aus Angst und angstgetriebenem Verhalten nicht so reibungslos funktionierte und an Geschwindigkeit gewänne, wenn sich seine Energie nicht beständig aus existenziellen Erschütterungen speisen würde.

Derartige Erschütterungen sind nicht gerade neu. Sie haben die Menschheit durch ihre gesamte Geschichte begleitet, denn in keinem sozialen Umfeld hat es für Menschen je einen narrensicheren Schutz vor »Schicksalsschlägen« gegeben (die so genannt werden, um Unglücke dieser Art von Widrigkeiten abzugrenzen, die der Mensch abwenden könnte; das Wort bezieht sich nicht so sehr auf die spezifische Art dieser Unglücke, sondern auf das Eingeständnis, dass der Mensch unfähig ist, sie vorherzusagen, geschweige denn, sie zu verhindern oder zu bändigen). Das »Schicksal« schlägt per definitionem ohne Vorwarnung zu, unbeeindruckt davon, was seine Opfer tun oder lassen mögen, um seinen »Schlägen« zu entkommen. Das »Schicksal« steht für die Unwissenheit und Hilflosigkeit des Menschen und verdankt seine ehrfurchtgebietende, furchteinflößende Macht ebendiesen Schwächen seiner Opfer. Und wie es im Editorial zu einem Sonderheft der Hedgehog Review heißt, »wenn es an existenziellem Trost mangelt«, neige der Mensch dazu, sich an die »Sicherheit« zu halten »oder an die Vortäuschung von Sicherheit«.

Der Grund, auf dem unsere Zukunftsaussichten vermeintlich ruhen, ist zugegebenermaßen schwankend: unsere Arbeitsplätze und die Unternehmen, die sie bereitstellen, unsere Partner und Freundeskreise, unsere gesellschaftliche Stellung sowie die Selbstachtung und das Selbstvertrauen, die damit verbunden sind. Der Begriff »Fortschritt«, einst die extremste Ausdrucksform eines radikalen Optimismus und das Versprechen universell geteilten, dauerhaften Glücks, ist mittlerweile am dystopischen, fatalistischen Gegenpol unseres Erwartungshorizonts angekommen. Jetzt steht er für die Bedrohung durch unablässige, unausweichliche Veränderung, die statt Ruhe und Frieden nichts als Dauerkrisen und Anspannung verheißt und uns keine Pause gönnt. Der Fortschritt hat sich in eine Art endloses, ununterbrochenes »Reise nach Jerusalem«-Spiel verwandelt, bei dem ein Augenblick der Unaufmerksamkeit zum unumkehrbaren Ausscheiden, zur unwiderruflichen Exklusion führt. Statt großer Erwartungen und süßer Träume beschwört das Wort »Fortschritt« einen Zustand der Schlaflosigkeit voller Albträume vom »Abgehängtwerden« herauf, in denen man den Zug verpasst oder aus dem Fenster eines immer schneller

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. , um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Flüchtige Zeiten denken

3.7
3 Bewertungen / 2 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen

  • (5/5)
    This book is an eminently readable critique of life in the twenty-first century as a westerner. His section upon 'Humanity on the Move', is particularly well argued and should be given to every 'little Englander', who wishes to keep 'them' out.The book manages to avoid the usual error of this type of work: it is neither irreversibly positive, or a totally negative rant. This opus is a record of where we are and how we got there; the verdict is drawn by the reader.
  • (4/5)
    Zygmunt Bauman is a Polish-born sociologist in the Marxist tradition mostly known for his thoroughgoing critiques of consumerism, modernity, and cultural memory (especially the Holocaust). His "liquid" books, including "Liquid Modernity" (2000), "Liquid Love: On the Frailty of Human Bonds" (2003), "Liquid Life" (2005), "Liquid Fear" (2006), and the book presently considered, "Liquid Times: Living in an Age of Uncertainty" (2006), for the most part seem to be shorter books whose aim is to adumbrate the arguments Bauman has made over the course of his career.The focus of "Liquid Times" is a meta-critique of globalization and all of the problems it presents, from rootlessness to the ubiquity of the security sate, with Bauman's central thesis being that the consequences of globalization have seriously hindered attempts at international justice. The goal of globalization - to eradicate any trade barriers and therefore create "markets without frontiers" - results in the transition from a world where people are subject to the laws and protections of their home countries to one in which radical fear and lack of security are reified and the "fading of human bonds and the wilting of solidarity" reigns. This lack of security results in fear and a perceived lack of control, which in turn perpetuates and shores up the conspicuous shift toward national security that we have experienced in advanced liberal democracies. And so the pernicious cycle goes. In his comparison of cities, the globally located ones (that are able to participate in the fully integrated sphere of globalization) and locally located cities ones (those that aren't), Bauman says that the job of the city has changed from protecting its inhabitants from outsiders to housing ghettoized populations of peripatetic transnationals and strangers, the "dumping ground for globally conceived and gestated problems."Our new liquid times have also brought about an unprecedented number of refugees, both political and economic. Wars, which Bauman thinks are essentially local attempts to solve global problems, become intractable. The result is an "excess of humanity" - humanity as waste product - completely and utterly divested of property, personal identity, or even a state that will recognize their existence.Bauman suggests that democracy has ironically become an elitist affair, where the rich protect their interests and the poor continue to suffer from a lack of social safety nets and supportive governmental networks. He is also not terribly optimistic about the chances of gaining a pre-globalized utopia, a word which Thomas More first darkly noted could mean, homophonically, either "paradise" or "nowhere." While it is still a paradise for some, our world has become too liquid to be anything but the latter for most of us. In the end, Bauman offers in every analysis of globalization the ultimate paradox of modernity: a permanent life shot through with impermanency.As I pointed out before, at least according to the back of the book, Bauman has taken the time to further detail his analyses in other books. However, from what I read here, I am not sure how many of his arguments are original. Books on globalization with themes of alienation and disenfranchisement are not unpopular in the field of sociology. However, Bauman's wry wit definitely has me interested in reading more of his work, which I plan on reviewing in the future.