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Zeugen auf der Anklagebank: Witnesses in the dock

Zeugen auf der Anklagebank: Witnesses in the dock

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Zeugen auf der Anklagebank: Witnesses in the dock

Länge:
278 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
26. Okt. 2015
ISBN:
9783738653267
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Geschichte versucht verschiedene Positionen, die wir Menschen in Bezug auf Religion haben, durch die Diskussion innerhalb einer fiktiven TV-Show transparent zu machen. Angeklagt werden historische Zeugen der Geschichte wegen Irreführung der Menscheit.

Die im Buch dargestellten Personen, spiegeln verschiedene Meinungen und Auffassungen, welche in der Gesellschaft vorherrschen, wider.

Was dem Autor bei der Idee zum Buch wichtig war, ist die Tatsache, dass seiner Meinung nach jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen zu der Thematik machen muss. Aus der daraus gewonnenen Erkenntnis kann jeder seine persönliche Einstellung finden, ohne andere, vorgefertigte Meinungen und Traditionen annehmen zu müssen.

Die Geschichte soll zum Nachdenken anregen und uns bewusst machen, wie schlecht informiert wir teilweise, über Hintergründe geistiger Prozesse sind. Das Konzept des Buchautors und Komponisten sieht als Ergänzung und auch zur Vertiefung des Textes, jeweils begleitende Musik, zu seinen Büchern vor.
Herausgeber:
Freigegeben:
26. Okt. 2015
ISBN:
9783738653267
Format:
Buch

Über den Autor

Klaus Gallant wurde 1951 in Hockenheim geboren. Bis zur Heirat war er als Hobbymusiker tätig. Seine Frau starb nach langjährigem, gemeinsamen Kampf gegen den Krebs (Buch "Licht der Hoffnung") 1998. Drei Söhne aus dieser Ehe haben ihm bislang 9 Enkel geschenkt. Als Aussteiger in Portugal ging die Reise 2002 nach Südafrika. Seit 2013 ist er wieder zurück in Deutschland.


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Buchvorschau

Zeugen auf der Anklagebank - Klaus Gallant

Inhaltsverzeichnis

Zeugen auf der Anklagebank

Impressum

(Witnesses in the dock)

Klaus Gallant

© Gallantry – Musik und Buch, 69181 Leimen

Vorwort

Diese Geschichte versucht verschiedene Positionen,  die wir Menschen in Bezug auf Religion haben, durch die Diskussion innerhalb einer fiktiven TV-Show transparent zu machen. Angeklagt werden historische Zeugen der Geschichte wegen Irreführung der Menscheit.

                Die im Buch dargestellten Personen, spiegeln verschiedene Meinungen und Auffassungen, welche in der Gesellschaft vorherrschen, wider.

                Was dem Autor bei der Idee zum Buch wichtig war, ist die Tatsache, dass seiner Meinung nach jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen zu der Thematik machen muss. Aus der daraus gewonnenen Erkenntnis kann jeder seine persönliche Einstellung finden, ohne andere, vorgefertigte Meinungen und Traditionen annehmen zu müssen. 

Die Geschichte soll zum Nachdenken anregen und uns bewusst machen, wie schlecht informiert wir teilweise, über Hintergründe geistiger Prozesse sind. Das Konzept des Buchautors und Komponisten sieht als Ergänzung und auch zur Vertiefung des Textes, jeweils begleitende Musik, zu seinen Büchern vor.

Hinweis:

Alle Namen in dieser Geschichte sind frei erfunden.

Etwaige Namensähnlichkeiten bitte ich zu entschuldigen, denn sie sind reiner Zufall. Die Handlung ist frei erfunden.

PROLOG

Ganz schwindelig und am ganzen Körper zitternd, konnte der Mann nicht verstehen, was gerade mit ihm passiert war. Benommen nahm er die letzten Stufen zur Eingangstür sehr vorsichtig. War das alles nur Einbildung was er gerade durchlebt hatte, oder war ihm dies wirklich passiert?

Der gut gebaute, sehr elegant gekleidete Mann hatte alle Mühe aufrecht die Stufen hinauf zu gehen. Er taumelte förmlich an die Tür die er mit einem Ruck aufriss. Nun schritt er in den Eingangsbereich.

Gerade war er zum Star des Monats durch das Fernsehpublikum gewählt worden. Dieser hervorragende Darsteller, dessen freundliche Ausstrahlung und seine Sicherheit in der freien Rede, gleichwie auch seine Kreativität und Spontanität in seinen Antworten, die er in seiner Rolle zum Besten gab, dieser gut aussehende, von Frauen angebetete Held, hing nun mehr oder weniger in den Seilen. Der geniale und jederzeit humorvolle Typ war geschockt und überwältigt von den Gefühlen und Gedanken die ihn gerade fast zu Boden überwältigt hatten.

Nun als er die zweite Tür öffnete und das Mountainside Studio betrat, wurde er durch rauschenden Beifall des Studiopersonals empfangen. Dies nahm er nur ganz unterschwellig wahr. Er empfand als wäre er unter einer riesigen Glasglocke und alle Geräusche außerhalb dieser, vermischten sich zu einem gewaltigen Rauschen mit auf- und abschwellenden Pegeln.

„Hi Du Teufelsbraten, Du wirst ihnen heute den Rest geben" rief ihm der Türsteher begeistert zu, während er dabei enthusiastisch in die Hände klatschte.

                „Ich liebe Dich", flüsterte ihm danach die bildhübsche Garderobenfrau ins Ohr, während sie ihm das Jackett abstreifte.

Die anderen Leute im Studio klatschten alle in die Hände und riefen begeistert für ihn unverständliche Worte.

Ein riesiger Empfang für diesen erfolgreichen Akteur der Show, den eigentlich doch alle gerne hatten. Gegner wie Fans waren sich einig, dass er ein ganz toller Kerl war. Und nun wankte dieser Goliath wie ein Häufchen Elend durch die johlende Menge. Als er einen Moment aufblickte und geradewegs in die Augen von Walter sah, der ihm freundlich lächelnd zuzwinkerte, konnte er nicht mehr die Tränen zurückhalten, die ihm nun in Strömen über sein Gesicht rannen. Dieser Blick von Walter hatte so viel Zuneigung und Liebe für ihn beinhaltet, obwohl er gerade ihn beim letzten Sendetag, als einen verwirrten, alten Mann hingestellt hatte.

 Auf den letzten Metern zu seinem Umkleideraum, ging plötzlich das Johlen in ein Raunen über. Die Leute bemerkten, dass irgend etwas mit ihrem geliebten Schauspieler geschehen war.

Der so selbstsichere Playboytyp war plötzlich wohl am Ende seiner Kräfte und die Nervenbelastung war zu viel für ihn geworden. Konnte das wirklich sein?

                 „Was ist bloß los mit ihm", rief der Aufnahmeleiter des Studios seiner Sekretärin zu, während diese mit erhobenen Händen ihre Hilflosigkeit ausdrückte.

                Das war von niemand erwartet worden. Am wenigsten wohl von dem Star selbst.

Kapitel 1

Das Konzept

Im Besprechungsraum der Golding-Film Production Ltd. in Los Angeles, hörten drei Leute sehr interessiert Dan Gardner, einem sehr erfolgreichen Regisseur von Fernseh-Shows, zu der gerade dabei war sein Konzept für eine neue Show zu erklären. Er schilderte seine Idee über ein Thema was im Moment für nahezu die gesamte Gesellschaft von großem Interesse war.        „Das sehr erfolgreiche Buch von Dawkins -Der Gotteswahnsinn- brachte mich auf die Idee für eine Show über Religion und die Existenz eines Gottes, die in der Diskussion zwischen Christen und Atheisten erörtert werden soll.

                Wir werden zwei Gruppen bilden. Die eine wird als Kopf einen Ankläger haben und auf der Gegenseite werden Zeugen der christlichen Religion auf der Anklagebank sitzen. Der Ankläger wird die atheistische Seite in der Rolle eines Staatsanwaltes vertreten, während auf der gegnerischen Seite die vier Apostel der Bibel, dargestellt durch gelehrte Männer der christlichen Gesellschaft, ihre Standpunkte zu verteidigen versuchen. Die Angeklagten sollten eine Beziehung zu der Person die sie darstellen, in irgendeiner Form haben, damit sie authentisch ihre zu verteidigende Person darstellen können.

                Die Darsteller können sich auf ihre Verteidigung selbst vorbereiten um möglichst viele eigene Ideen zu entwickeln. So auch ihre eigene Meinung zu vertreten und nicht vorgeschriebene Drehbuchtexte auswendig zu lernen. Dies wird die Show explosiv machen und die Zuschauer bewegen. Der Staatsanwalt im atheistischen Lager wird ein Team um sich haben, die miteinander die Fragen erarbeiten und formulieren. Die Zuschauer können am Ende der Show für jeweils den Ankläger oder die Angeklagtenseite ihre Stimme abgeben oder sich als im Moment noch nicht entschlossen, erklären.

                Wir müssen die Darsteller vorsichtig auswählen und ich empfehle Ihnen eine sehr bekannte Casting Firma auszuwählen. Diese müssen sorgfältig den Hintergrund und die Geschichte dieser Darsteller durchforsten, damit wir wissen mit wem wir es zu tun haben. Wir sollten uns Regularien schaffen, die es uns von vornherein ermöglichen zu filtern. Auch für die Show müssen Regeln und Bedingungen erarbeitet werden, die es einzuhalten gilt. Außer den Regeln wird es kein Drehbuch geben, sondern die Show soll sich aus sich selbst heraus entwickeln. So können wir die größtmögliche Kreativität und Authentizität der Teilnehmer ausschöpfen. Ich bin sehr gespannt und interessiert wie dies ablaufen wird. Wie die Meinungen auf die Zuschauer wirken und diese beeinflussen werden. Auf diese Art und Weise können wir auch erfahren wie die Meinung der Massen zu diesem Thema ist. Auch können die einfachen, nicht geschulten Zuschauer mehr erfahren über die Auseinandersetzung zwischen Theologie und Atheismus. Das Ende oder besser der Ausgang der Abstimmung ist offen und wir sollten nun versuchen für diese Show eine Basis zu schaffen" als Miriam die blonde, sehr hübsche Mittvierzigerin, Produktionsleiterin der Mountanside-Studios seine Rede unterbrach und Dan fragte:

                 „Wie können wir kontrollieren was die Darsteller antworten, Dan. Wir haben eine große Verantwortung gegen über den christlichen Kirchen und ihrer Gläubigen, als auch gegen über dem gesamten Publikum. Können Sie sich vorstellen welche Probleme wir bekommen können, wenn wir jene Gruppe an einem Punkt treffen wo ihr persönlichen Gefühle verletzt werden? Und dabei haben Sie noch nicht einmal an die Moslems gedacht, die ja auch an jenen Gott glauben den Juden und Christen als ihren Gott bezeichnen. Sollten unsere Darsteller nicht besser ihre Texte vorher miteinander besprechen?"

                 „Das ist das Salz in der Suppe, Miriam unterbrach Henry der Chef und Eigentümer Golding-Film Ltd. lächelnd seine Mitarbeiterin, „und auch sehr gut fürs Geschäft. Wenn wir eine große Zuschauerresonanz haben, unsere Quoten hoch sind, dann werden die Dollars der Werbeagenturen unsere Kassen gut füllen

Ja Henry dafür sitzen wir ja hier auch zusammen um ein gutes Programm zu machen, damit die Zuschauer unsere Sendungen wählen, wenn sie ihre Fernseher einschalten. Ich halte die Idee auch für sehr gut geeignet um in finanzieller Hinsicht erfolgreich zu werden, aber wir haben eine große Verantwortung und wir müssen sorgfältig vorgehen, weil wir eben eine Live-Sendung planen.

                „Das macht es sehr schwierig die Emotionen der Darsteller zu kontrollieren" fügte Miriam hinzu, während sie ihr blondes wallendes Haar mit einer typisch weiblichen Handbewegung hinter ihre linke Schulter warf, während sie zu Dan hinüberschaute.

Dieser registrierte lächelnd diese Geste und spürte schon, dass Miriam ihn wohl ganz nett fand. Der neunundfünfzigjährige, viel jünger aussehende Regisseur, bestätigte Miriam mit den Worten: „Natürlich Miriam, wir müssen einen gangbaren Weg für die Show bereiten, der garantiert, dass wir keine allzu großen Schwierigkeiten bekommen, obwohl wir schon etwas Medienspektakel benötigen um erfolgreich zu sein. Sie Miriam, wären doch dafür die richtige Person, die dafür die generelle Verantwortung und Leitung übernimmt. Wir werden zusammen unsere Darsteller so vorbereiten und auch diese auf die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hinzuweisen. Die Darsteller können nur innerhalb der von uns vorgegebenen Grenzen  argumentieren"!

                „Und ich bin sicher wir werden das schon irgendwie hinkriegen, fügte der graue alte, sehr erfahrene Chef sehr zuversichtlich den Worten Dans hinzu, während er sich zur rechten Seite zu seinem Stellvertreter dem nur wenig jüngeren Arsen Tessault, dem Finanzvorstand der Firma zuwandte und ihn fragte: Was denkst Du Tessi, können wir es wagen dieses heiße Eisen anzufassen und vor allem sind wir im Moment finanziell in der Lage um so ein riesiges Projekt durchzuziehen, falls es mal nicht so läuft wie wir uns das vorstellen"?

                Der ruhige  Kanadier der die ganze Zeit schwieg, rieb sich mit der rechten Hand seinen Lippen, bevor er vorsichtig antwortete: Ich bin mir sicher, dass die Finanzen kein Problem sein werden und ich denke auch, dass die Show sehr erfolgreich werden kann, aber wir können unseren Ruf fürchterlich ruinieren und es uns auf ewig mit den Religiösen versauen. Die brauchen wir jedoch auch um unser Säcklein zu füllen, ergänzte er lächelnd und augenzwinkernd zu Dan blickend. Wenn wir an den Punkt gelangen wo wir die Nation in zwei Hälften spalten und diese anfangen sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, dann müssen wir vielleicht überdenken ob wir die Show nicht so lenken, damit wir Frieden zwischen den zerstrittenen Parteien schaffen. Dann sollte vielleicht auch die Live-Show überdacht werden und wir zeichnen auf, nachdem wir die Diskussionen mehrmals durchspielen und nur das Nötigste zur Erhaltung des Friedens senden.

                Wenn die Religionsführer anfangen uns die Schuld für Kirchenaustritte in die Schuhe zu schieben und wir dabei ihre religiösen Gefühle verletzen, dann kann der Schuss nach hinten losgehen und der anfängliche finanzielle Erfolg rasch ins Gegenteil umschlagen."

Miriam hatte gerade eine gute Idee und unterbrach Arsen: „Wie Dan schon sagte brauchen wir einen Diskussionsleiter, der sofort eingreift wenn dieser Punkt erreicht wird, wo religiöse Gefühle verletzt werden."

                „Und dazu gibt es Niemanden besser als Sie Miriam unterbrach wiederum Dan Miriam, wozu alle Teilnehmer lachend zustimmten. „Dann haben wir direkten Kontakt zwischen den Darstellern und können jederzeit unterbrechen, wenn’s brenzlig wird, fügte Dan erleichtert hinzu.

                Alle Teilnehmer der Besprechung waren nun mit den Eckpunkten einverstanden und jeder wollte nun seine Aufgabenbereiche für sich selbst erarbeiten um die Show auf ein solides Fundament zu stellen.

                „Tessi bitte erörtere das Budget zusammen mit Dans Koordinator und Sie Miriam, kümmern sich bitte um eine gute Casting Firma. Die Produktionsabläufe werde ich in die Wege leiten, damit Sie damit den Rücken frei haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier eine richtig große Chance haben zu beweisen, was wir drauf haben", endete der Chef, während er mit geballter Faust leicht aber bestimmend auf den Tisch schlug.

                „Wir haben außerdem die Chance und einen guten Einfluss auf den Prozess der Meinungsbildung durch Information des Publikums, um dabei heraus zu finden, wie die Meinung unserer Nation in diesem, momentan sehr populären Thema ist. Das Wichtigste scheint mir das richtige Konzept zu sein und das sollten Sie mit Miriam sorgfältig ausarbeiten, Dan. Damit niemand von uns die Last alleine zu tragen hat, sollten wir nachdem die Castingfirma die Leute ausgewählt hat, am Ende zusammen auch diese Darsteller durchchecken bevor wir starten" beendete Henry die Besprechung.

                Nachdem alle Teilnehmer zustimmende Gesten machten, erhob sich Henry von seinem Stuhl und die anderen taten dem gleich. Henry verließ zusammen mit Arsen den Raum als erste. Dan folgte Miriam in ihr Büro um weitere Details zu besprechen.

                Arsen und Henry schritten bedächtig den Korridor entlang als Arsen zu Henry sagte: Weißt Du eigentlich was wir uns da für eine riesige Verantwortung aufladen, Henry? Das kann für unsere schwachen Nerven ganz schön heikel werden. Ich bin sehr gespannt in finanzieller wie auch in intellektueller Hinsicht, wie das Ganze sich entwickeln wird, wobei wir auch einen spirituellen Bürgerkrieg in der Gesellschaft entfachen können. Beginnend innerhalb der Familie, den Kollegen in den Firmen, zwischen Vereinsmitgliedern und Kirchenmitgliedern und eventuell endend in einer Nation, aufgespalten in Gläubige und Ungläubige, was zuvor wohl etwas mehr gelassen gesehen wurde. Jeder wird dann plötzlich sich auf der richtigen Seite bestätigt fühlen und für seine Einstellung kämpfen wollen

                Nach einigen Schritten und Sekunden des Überlegens stoppte der alte Chef seinen langjährigen Partner in der Firma indem er ihm seine Hand auf die Schulter legte und tief in seine Augen schaute:

                „Weißt Du Arsen, vielleicht sind wir dazu bestimmt, genau dieses Problem  in der Öffentlichkeit einmal ganz deutlich zu erörtern, welches durch vielfältige Gründe unterdrückt wurde und unsere Gesellschaft über Jahrhunderte von den Macht ausübenden Anführern aller meinungsbildenden Religionen und Staatsmännern dadurch missbraucht wurde. Am Ende haben wir vielleicht ein Ergebnis von dem wir bisher noch gar keine Ahnung haben wie das aussehen könnte. Vielleicht haben wir auch kein sichtbares Ergebnis aber auf jeden Fall werden wir die Menschen dazu bringen über die Wahrheit nachzudenken, wenn es überhaupt so etwas wie eine Wahrheit gibt. Ich habe ein gutes Gefühl für Dans Idee."

„Ach Henry, ergänzte Arsen wir haben schon so viele Überraschungen in unserem Geschäft erlebt, so lass es uns versuchen und warten wir ab was die Zeit bringt".

                „Okay Tessi, ich wünsche Dir noch einen schönen und geruhsamen Feierabend, endete Henry schulterklopfend  das Gespräch, „wünsche ich Dir auch; und verschwand in seinem Büro"!

Kapitel 2

Die Ankläger

Nach monatelanger Vorbereitung des Konzeptes für die Show einigte sich Miriam mit der renommierten Firma Castprof Ltd. das Casting für die Show zu übernehmen. Aus einer großen Anzahl von Bewerbern, wobei die in der Endauswahl stehenden Bewerber an ihrem Wohnort besucht und dort auf Herz und Nieren geprüft wurden. Eine aufwändige Prozedur, die aber den Hintergrund und das Umfeld der Bewerber so besser durchleuchten und erfassen konnte.

                Nach Abschluss des Castings vereinbarten die Geschäftspartner ein Meeting und dieses fand in den Räumen der Golding-Film Ltd. statt. Dan, Miriam, Henry und Arsen saßen nun zusammen mit dem Direktor vom Castprof Jim Townsend und seiner Assistentin Leonie Meyer und sahen sich gemeinsam ein Video mit den ausgewählten Bewerbern des Castings an.

„Wir starten zuerst mit unserer Auswahl der drei in Frage kommenden Bewerber für den Ankläger" leitete Frau Meyer eine sehr schlichte junge Frau, mit schulterlangem braunem Haar mit einem sehr altmodischen Schnitt. Ihre schwarz geränderte Brille passte genau so zu diesem wie auch der braune, die Knie bedeckende Rock und die glatte weiße Bluse.

„Oh nein, dachte Miriam, die sieht ja aus als käme sie direkt von der Heilsarmee"!

                Das Video begann mit einem Interview zwischen Leonie und einem Mann etwa Ende Vierzig, mit sehr langem grauen Haar und einem gepflegten grauen Vollbart, dieser intellektuelle Typ eines alten ehemaligen Hippies oder Cowboy aus den Rodeoshows im Wilden Westen der Vereinigten Staaten.

                „ Bitte stellen Sie sich bitte kurz den Zuschauern vor und erklären Sie auch gleich Ihre Zielsetzungen für die Show", eröffnete Leonie das Interview.

                „Mein Name ist Barry McFarlane und ich bin vorbereitet darauf, diese Pseudochristen dorthin zu senden, wo sie uns Atheisten gerne sehen würden, im brennenden Feuer der Hölle", wobei seine Augen weit geöffnet in die Kamera starrten und den Zuschauer von diesem stechenden Blick erschrecken sollten, als auch seine Mimik sich schon wieder änderte und er lächelnd entspannt fortfuhr.

                „Als Sohn eines konservativen Pastors der ich die Narben seiner Erziehungsmethoden noch sichtbar auf dem Rücken außen und vor allem innen unsichtbar trage, nach 6 Jahren Theologie- und 4 Jahren Psychologie-Studium, drei Ehen und 15 Jahren psychologischer Beratung von Menschen, die psychisch von ihren Mitmenschen misshandelt wurden. Oder Opfer von Kirchen, Sekten oder anderes Spiritistengesindel, Hexen- oder Satanskultopfer und auch von NewAge-Philosophien geschädigte Klienten, denke ich in der Lage zu sein, als Ankläger den richtigen Hintergrund und Erfahrung zu haben um diesen Job erfolgreich machen zu können.     

                 Es wird mir sehr leicht fallen zu beweisen, dass es überhaupt keinen Gott gibt, sondern das dieser nur ein Hirngespinst von Menschen ist" als Leonie ihn kurz unterbrach und fragte:

                Wie wollen sie beweisen, dass es keinen Gott gibt Barry? Und vor allem was für ein Konzept haben Sie dafür vorbereitet?

„Eigentlich haben wir genug Beweise in der Wissenschaft wo die von mir bestellten Wissenschaftler aus den Gebieten Biologie, Chemie, Physik und um nicht zu vergessen, den führenden Parapsychologen, Professor A. Novotny, dessen Thesen ich als sehr glaubhaft erachte".

                „Aber dann braucht man ja auch als Atheist einen Glauben Barry, fiel ihm Leonie wieder kurz ins Wort", worauf jener wieder seine Augen weit auf riss und antwortete:

                „Da habe ich wohl das falsche Wort gebraucht, und sie haben mir daraus sofort eine Schlinge gestrickt Leonie, konterte Barry und seine Gesichtszüge wechselten schnell wieder in ein sanftes Lächeln, ich hätte wohl eher sagen sollen, er wird beweisen dass dies alles nur Einbildung ist." Nun entspannte auch Leonie wieder und grinste schelmisch zu Barry.     „Zusammen werden wir alle in der Lage sein, für diese Nation, aufrichtige Menschen zu schaffen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und bis zu ihrem Ableben glücklich und zufrieden die Tage verbringen und nicht immerzu das höllische Feuer vor Augen, diese Angstzustände und Schuldgefühle, zeitlebens durchleiden müssen. Ich habe zu viele Menschen dieser Art in meinen Beratungsräumen gehabt Leonie, die dieses Trauma, falls sie nicht ihr Leben diesem Jesus übergeben, sie in die Hölle kommen.

                „Das war eine ausgezeichnete Vorstellung Barry. Ich bin beeindruckt von der Art wie Sie Ihre innere Einstellung überzeugend herüber bringen können. Sie haben einen sehr starken Glauben an das was Sie vortragen, ich kann es förmlich fühlen, Wort für Wort, Barry und ihr schauspielerisches Talent ist ihnen wohl angeboren", wobei sie wieder schelmisch grinsend ihm das Wort überließ.

                „Das habe ich wohl von den vielen Geistern, die ich von den Menschen verjagt habe gelernt, Leonie. Da waren dann auch sicherlich einige mich inspirierende Schauspieler dabei", worüber er selbst laut lachen musste.

                „Wow, ich denke dass Sie ein sehr guter Kandidat für unsere Show sind Barry, sie haben alles Nötige dafür von Comedy bis Selbsterfahrungen aus dem Feld der Theologie und Psychologie. Aber darüber entscheide nicht ich, sondern ich bringe dieses Interview nur auf den Weg. Was danach geschieht weiß ich nicht. Vielen Dank das Sie an unserem Casting teilgenommen haben Barry".

Das Bild klickte für einen Moment und das nächste Interview zeigte Leonie zusammen mit einer älteren Dame, ungefähr 60 Jahre alt mit langem, schwarzem Haar, welches mit Bändern durchzogen, über ihre Schulter bis auf den Tisch herunterhing.

                Sie trug wild bemusterte grellfarbige weite Kleidung und ihre Hände waren voller Ringe. Die Ohren behangen mit langen Ohrringen und mystischen Zeichen an vielen Halsketten die ihren Hals umschlangen. „ Bitte stellen Sie sich kurz den Zuschauern vor und erklären Sie auch gleich Ihre Zielsetzungen für die Show", eröffnete Leonie auch dieses Interview.

                Die mysteriöse Dame eröffnete Ihre Vorstellung mit ihrer weichen, fast flüsternden Stimme: „Für mich als ein spirituelles Medium ist der weltliche Name nur Schall und Rauch. Ich kenne die unsichtbare Welt sehr gut und weiß das es die wirkliche Welt ist.

                Die Show ist eine sehr große Chance endlich einer großen Zuschauermenge zu beweisen, dass da nicht nur ein eifersüchtiger, arroganter einzelner Gott ist, sondern tausende von lieben und guten Göttern, dazu noch viel mehr hilfsbereite Wesen als Helfer der Menschen, zur Vorbereitung auf die wirkliche, echte Welt, die uns nach unserem irdischen Dasein erwartet. Diese guten Geister kann jeder Mensch für seine Zwecke und für den Erfolg, in der für uns sichtbaren Welt benutzen.

                Weil die Bibel, hervorgegangen aus dem von Männern dominierten jüdischen Büchern Tora und Talmut, uns Menschen gelehrt hat, dass Frauen wertlos sind und nur als Gebärmaschinen sowie zur Lustbefriedigung der Männer von Nutzen sind, haben die späteren Patriarchen uns spirituelle Frauen, die wir

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