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Lufthunde: Galgo Español

Lufthunde: Galgo Español

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Lufthunde: Galgo Español

Länge:
153 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 10, 2015
ISBN:
9783739298924
Format:
Buch

Beschreibung

Mein Buch erzählt von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Pflegestelle, für die Windhunderasse Galgo Espanol aus Spanien.
Das Buch handelt von verschiedenen Begebenheiten, die mein Mann und ich in den letzten Jahren mit unseren Pflegehunden, aber auch mit unseren eigenen Hunden, erlebt haben.
Es sind viele lustige Geschichten, ein paar zum Nachdenken und auch ein bisschen was Trauriges ist dabei. Aber alles ist genau so passiert.
Ich habe außerdem Fachwissen über die Rasse Galgo Espanol mit einfließen lassen. Mir liegt diese Rasse persönlich sehr am Herzen und ich möchte mit meinem Buch auf das Leid der Tiere in Spanien aufmerksam machen. Ebenso möchte ich andere Menschen dazu anregen, sich ebenfalls im Tierschutz zu engagieren.
Alle meine Pflegehunde habe ich fotografiert, und stelle sie in meinem Buch vor.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 10, 2015
ISBN:
9783739298924
Format:
Buch

Über den Autor

Petra Röhrig, geb. Rosemeyer, wurde am 28. März 1970 in Hannover geboren. Gemeinsam mit ihrer drei Jahre älteren Schwester, wuchs sie im Stadtteil List, in Hannover, auf. Im Jahre 1990, nachdem sie das Abitur erlangt hatte, absolvierte sie eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau. Im Jahre 2009 heiratete sie Ihren Ehemann Dirk Röhrig und lebt mit ihm, 2 Hunden und 8 Hühnern, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hannover. Pferde und Hunde sind Ihre Leidenschaft und spielen eine große Rolle in ihrem Leben.


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Buchvorschau

Lufthunde - Petra Röhrig

passiert.

Kapitel 1

Was ist ein Galgo?

Bis zum Frühjahr 2009, hatte ich von der Windhunderasse Galgo Espanol noch nie etwas gehört.

Wir, das sind mein Mann Dirk und ich, hatten seit ca. 5 Jahren einen Hund. Einen „richtigen" Hund!

Nämlich einen Deutsch Drahthaar Rüden, der von einem Jäger aus Zeitmangel abgegeben worden war. Unser Max sieht so aus, wie man sich wohl im Allgemeinen einen Hund vorstellt.

Ein Hund mit herrlich große Schlappohren einem nicht zu kleinen und nicht zu massigen Körper, viel strubbeliges, kuscheliges Fell und einem wundervoll, treuen Hundeblick.

Max!

So weit so gut. Wie kommen wir jetzt aber von dieser Sorte Hund zu einem Galgo? Denn ein Windhund ist schlicht das absolute Gegenteil von unserem Max.

Die optische Beschreibung eines Galgos könnte wohl ungefähr so lauten:

Er hat lange, dünne Beine, einen riesigen Brustkorb und ist in den Augen der meisten Menschen viel zu dünn. Seine Ohren sind rosenförmig und oft nach hinten angelegt. Sie können aber auch plötzlich und unerwartet aufgestellt werden, auch jedes einzeln für sich. Außerdem haben sie eine sehr lange und dünne Rute, sehr wenig Fell ohne Unterwolle und eine richtig spitze Nase, die perfekt in Mauselöcher oder auch runde Gullis hinein passt. Treuer Hundeblick??? Fehlanzeige. Eher wohl ein etwas arroganter Blick zum Beispiel in Richtung des leeren Fressnapfes.

Wenn man sich diese beiden Hundebeschreibungen jetzt so hintereinander durchliest, schneidet der erstgenannte Hund auch in meinen Augen deutlich besser ab.

ABER: hier kommt der Beweis, dass eine geschriebene Rassebeschreibung nicht unbedingt das aussagt, was auch tatsächlich dahinter steht:

Vier auf einen Streich

Links auf dem Foto liegt unsere Galga Coco, dann eine weiße Galga mit Namen Awan, in der Mitte Cinta, eine schwarzweiße Mischung aus Galgo und „normalem" Jagdhund, wie man unschwer an den etwas längeren Ohren erkennen kann, alle 3 aus dem Tierschutz, und ganz rechts, unser Max.

Übrigens zählen Galgos auch zu der Gattung Jagdhund. In Spanien gibt es die Galgueros, so nennt man die Jäger dort, die Galgos in Massen züchten oder besser vermehren, um sie dann zur Jagd auf Kaninchen und Hasen zu nutzen. Die Hasenjagd mit Galgos hat in Spanien eine langjährige Tradition, ähnlich wie bei den Stierkämpfen.

Allerdings werden diese tollen Hunde nach einer, höchstens aber zwei Jagdsaisons oft auf grausame Weise misshandelt und getötet. Ich will hier nicht näher darauf eingehen, was dort alles mit diesen Hunden angestellt wird, nur soviel: die Misshandlungen lassen einem das Blut in den Adern gefrieren!!!

Ich selber habe „meinen" ersten Galgo auf einem Hundefreilauf bei uns in der Nähe kennen gelernt.

Dirk und ich waren dort regelmäßig mit unserem Max, damit er auch mal ohne Leine rennen und toben konnte. Da Max ein Hund mit sehr starkem Jagdtrieb ist, konnten und können wir ihn leider beim Spazieren gehen nicht ableinen.

Die Wiese wurde uns und anderen Hundebesitzern von Freunden zur Verfügung gestellt. Grade in der Brut und Setzzeit war es eine absolut unverzichtbare Möglichkeit für Max, ohne Leine mit Hundekumpels Kontakt haben zu können.

An einem sonnigen Frühlingstag kam auch ein Mann mit seinem wunderschönen, braunweiß gescheckten Galgo Rüden auf die Wiese. Der Erste den ich bewusst kennen lernen durfte. Dieser Rüde war vom ersten Moment auf der Wiese so unglaublich präsent, dass ich sofort hin und weg war. Ich fand ihn einfach nur wunderschön.

Sandro!

Es ist typisch für einen Galgo, mit überkreuzten Pfoten im Körbchen oder auf dem Sofa zu liegen!

Und man kann kaum beschreiben, wie albern, lustig und vor allem ANDERS als andere Rassen diese Hunde sind.

Sandro, so hieß der Rüde, machte immer wieder seine Galgotypische Spielaufforderungen bei unserem Drahthaar Max, bis Max sich anstecken ließ von seiner offensichtlichen guten Laune. So hüpften und sprinteten die beiden zusammen über die Wiese. Ich muß aber natürlich dazu sagen, dass unser Max überhaupt keine Chance hatte, bei der Geschwindigkeit, die der Galgo an den Tag legte, mithalten zu können.

Während ich den Blick kaum von Sandro nehmen konnte, kamen wir mit seinem Herrchen ins Gespräch. Wir erfuhren, dass dieser Hund über eine Tierschutzorganisation, die sich auf die Rasse Galgo Espanol spezialisiert hat, aus ganz schlimmen, tierunwürdigen Verhältnissen aus Spanien nach Deutschland gekommen ist und dann hier von ihm adoptiert worden ist.

Man merkte Sandro seine schlimme Vergangenheit wirklich überhaupt nicht an. Sein Fell glänzte in der Sonne, er war aufgeschlossen bei anderen Hunden und er zeigte auch keinerlei Berührungsängste uns Menschen gegenüber.

Ich war fasziniert von diesem Galgo! Seine Bewegungen waren sehr leicht, elegant und federnd und es schien als schwebe er, wenn er in unglaublichem Tempo die Wiese umrundete.

Sandro war, trotz seiner Größe von ungefähr 70 cm, wahnsinnig schnell. Ich hatte in meinem Leben bisher noch keinen Hund derart schnell aus purer Lust, rennen sehen. Es sah herrlich aus. Wir blieben noch eine ganze Weile auf der Wiese, um den Hunden beim Spielen zuzuschauen und nebenbei zu ratschen.

Als es Zeit war, nach Hause zu gehen, war für mich glasklar: Von dieser Rasse und ihrer Geschichte will ich mehr wissen.

Ich fing noch am selben Abend an, im Internet nach Informationen über die Galgos und deren Haltung zu suchen. Leider waren die Informationen über die Haltung überhaupt nicht erfreulich. In Spanien werden diese Hunde, wenn sie ihren Besitzern nicht mehr genügen, leider sehr oft auf grausame Art und Weise misshandelt und getötet. Oder sie werden einfach in so genannten Perreras (Tötungsstationen) abgegeben. Es war und ist mir bis heute unvorstellbar, wie jemand diese wunderschönen, verspielten, lieben, verschmusten und absolut nicht aggressiven Hunde, derart misshandeln oder töten kann.

Über die Rasse konnte ich in Erfahrung bringen, dass es ausgesprochen intelligente und sanftmütige Tiere sind, die sehr ruhig im Haus oder in der Wohnung leben können. Sie lieben es erhöht zu liegen. Das heißt, sie wollen sich gern das Sofa mit Ihren Menschen teilen bzw. es einnehmen. Oder sie nehmen, wenn möglich und vorhanden, auch gern einen Platz im Sessel für sich ein. Oft sind sie regelrechte „Kampfschmuser" und man muß sich schon durchsetzen können, um genügend Platz auf dem Sofa zu bekommen.

Galgos haben es richtig gut drauf, sich auf den beliebtesten Plätzen von Herrchen oder Frauchen auszubreiten. Wenn sich ein Galgo ausgestreckt hinlegt, kann er ohne weiteres auf eine Gesamtlänge von bis zu 2 Metern kommen! Da bleibt dann nicht mehr viel Platz!

5 Monate alter Galgo im Glück!

Außerdem sind es Kurzstreckenläufer und sie jagen nicht mit der Nase sondern auf Sicht. Es sind also nicht unbedingt Fahrradbegleithunde. Wenn man den Hund am Fahrrad an der Leine führen würde, und ein Hase kommt aus einem Gebüsch gehüpft, könnte es ziemlich sicher so sein, dass man sich beim Bernsteinsuchen, also im Dreck, wieder findet.

Alles was ich über die Galgos las, machte mich nur noch neugieriger auf diese Hunde.

Kapitel 2

Ein Zweithund?

Eigentlich war es nie Thema bei uns gewesen, einen zweiten Hund anzuschaffen, und schon gar keinen Windhund. Nur ließ mich der Gedanke an diese wunderschönen, herrlichen Hunde einfach nicht mehr los.

Je mehr ich mich damit befasste, desto mehr keimte der Wunsch in mir auf, einen Galgo aus Spanien aus diesen schlimmen Verhältnissen zu befreien und ihm ein neues, angstfreies Leben in Deutschland zu ermöglichen. Ich las mich quer durch das Internet, um so viel wie nur möglich über diese Rasse in Erfahrung zu bringen. Und irgendwann war ich dann soweit. Ich wollte selber einen Galgo aus dem Tierschutz adoptieren.

Als ich recht vorsichtig bei meinem Mann meinen Wunsch nach einem „windigen Zweithund vorbrachte, brauchte ich ihn, zu meiner großen Überraschung, gar nicht mehr überzeugen. Auch er fand diese Rasse unglaublich faszinierend und berührend und war ebenfalls mit dem „Galgovirus infiziert. Wir führten in den nächsten Wochen ein paar ausführliche Gespräche über das Für und Wider eines Zweithundes und warum es grad ein Galgo sein soll. Dafür sprach vor allem anderen, dass unser Max mit dieser Rasse sehr gut klar kam. Außerdem wollten wir einen Hund, der im Haus eher ruhig ist und draußen eher lebendig. Auch das die Galgos Kurzstreckenläufer sind, kam uns entgegen. Wir sind beides keine Jogger oder Menschen die stundenlang mit Ihrem Hund Fahrrad fahren wollen. Es passte also alles und das „pro Galgo" hat bei uns beiden zum Glück

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