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111 Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss: Reiseführer

111 Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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111 Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss: Reiseführer

Länge:
571 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 26, 2015
ISBN:
9783863589387
Format:
Buch

Beschreibung

Die Mecklenburgische Seenplatte gilt mit ihren über 1.000 Seen als das größte geschlossene Seengebiet in Europa. Zudem zählen zu den wunderbaren Wäldern nicht nur das UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder um Serrahn, sondern auch die ältesten Eichen Deutschlands.
Gutshäuser, Burgen und Schlösser sind umrahmt von üppigen Feldern und Gärten. Lange Alleen führen zu verträumten Dörfern, mancher Ort wurde als Filmkulisse auserwählt. Urlaub im Schloss, auf dem Wasser oder im Hexenwäldchen. Jeder Ort ist eine Besonderheit und bringt Ihnen Mensch und Natur dieser einmaligen Landschaft näher.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 26, 2015
ISBN:
9783863589387
Format:
Buch

Über den Autor


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111 Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss - Jana Jürß

111 Orte an der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss

Jana Jürß

emons: Verlag

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2015

Alle Rechte vorbehalten

Texte: Jana Jürß

© der Fotografien: Jana Jürß, außer

Kap. 40: Jens Nattermann; Kap. 82: Silke Hartke

Covermotiv: Istockphoto.com © Videowok_art

Gestaltung: Emons Verlag

Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

ISBN 978-3-86358-938-7

E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

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Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Die Aalbude | Aalbude

Von Aalfischern, Zollabgaben und Cholera

2_Die Stadt im Aufbruch | Altentreptow

Von vielen Bränden in die neue Zeit

3_Das Agroneum | Alt Schwerin

Leben und arbeiten auf dem Lande

4_Die Havelquelle beim Schliemann-Dorf | Ankershagen

Von wo aus Troja entdeckt wurde

5_Das Tal der Eisvögel | Bad Stuer

Von der Wasserheilung und seltenen Vögeln

6_Das schönste Dorf | Ballwitz

Fast wie bei Barnaby

7_Die Kirche | Barkow

Erst Einsturz – dann Landesbaupreis

8_Das Schlossensemble | Basedow

... und die Basedower Böcke

9_Das Schloss Bellin | Bellin

Die DDR-Kinder von Namibia

10_»Zum Hexenwäldchen« | Blankenförde-Kakeldütt

Crossgolf und Bienen melken

11_Der Blücherhof | Blücherhof

Blücher, Ginkgo und ein Taubenhaus

12_Das Nationalparkdorf | Boek

Prominente Bewohner und eine Offene Kirche

13_Die Scheune Bollewick | Bollewick

Die größte Feldsteinscheune Deutschlands

14_Die Renaissancekirche | Bristow

Schönste protestantische Dorfkirche Mecklenburgs

15_Das Marie-Hager-Haus | Burg Stargard

Das Wohn- und Atelierhaus

16_Das Weltnaturerbe | Carpin

Zurück zum Urwald

17_Das Fallada-Haus | Carwitz

Fallada in Carwitz

18_Die Wisentinsel | Damerow

Fritz Reuter, Jabel und die Damerower Wisente

19_Der Bahnhof Dargun | Dargun

Wie zu Kaisers Zeiten

20_Das Peenetal | Dargun

Ein wunderschönes Geistertal

21_St. Bartholomaei | Demmin

Die Grüneberg-Orgel und der hohe Turm

22_Das Kloster | Dobbertin

Das älteste Feldkloster im Lande Werle

23_Der Eingang zum Nationalpark | Federow

Adler-Fernsehen, Wölfe und ein altes Gutshaus

24_Die Bootshäuser | Feldberg

Vom Naust zum Ferienhaus

25_Der Breite und der Schmale Luzin | Feldberg

Fährmann hol över

26_Die Halbinsel Amtswerder | Feldberg

Das historische Herz

27_Die Gedenkstätte | Fürstenberg

Geschichte und Gegenwart

28_Zwei Künstler und ihr Dorf | Grammentin

Die Schauspielerin und der Maler

29_Das Amazonasabenteuer | Granzin

Wasserwandern auf den Seen

30_Der Havelkrug | Granzin

Der getarnte Italiener

31_Das Bücherhotel | Groß Breesen

Der richtige Ort für Bücherwürmer

32_Die Planwagenferien | Grünow

Ein klitzekleiner Ort

33_Das Atelierhaus | Güstrow

Ernst Barlach in Güstrow

34_Das Magasin Druschba | Güstrow

Pelmeni am Pferdemarkt

35_Die Spirituosenfabrik | Güstrow

Echter Rostocker Doppelkümmel

36_Die Uwe Johnson-Bibliothek | Güstrow

Liebe, lesen, Prominenz

37_Der Blick auf die Berge | Helpt

Ein Ort für Gipfelstürmer

38_Die Burg Schlitz | Hohen Demzin

Eine Burg nicht nur für Künstler

39_Die Allee nach Prillwitz | Hohenzieritz

Der Teufelsweg

40_Die Louisen-Gedenkstätte | Hohenzieritz

Kopf weg – Kopf da

41_Der Schlosspark | Hohenzieritz

Ein königlicher Blick

42_Die Ivenacker Eichen | Ivenack

1.000 Jahre und mehr

43_Das Zweiradmuseum | Jürgenstorf

Motoröl und Unkel Bräsig

44_Die Hofkonzerte | Klein Trebbow

Weltmusik im kleinen Dorf

45_Die Burg Klempenow | Klempenow

Von der Bronzezeit bis ins Heute

46_Die Hotels | Klink

Das frühere FDGB-Ferienparadies

47_Der Aussichtsturm | Krakow am See

Der wachsende Aussichtsturm

48_Das Nebeldurchbruchstal | Kuchelmiß

An der alten Wassermühle

49_Die Mecklenburgische Brauerei Lübz | Lübz

Dosen in den Westen

50_Der Große Kanal | Ludwigslust

Wasser aus der Stör

51_Die große Kaskade | Ludwigslust

Pappmaschee und Filmkulisse

52_Das Orgelmuseum | Malchow

Eine Orgel zum Ausprobieren

53_Die Weiße Flotte | Malchow

Schiff ahoi

54_Die Hausboote | Mirow

Vom Febo-Mobil bis zur YachtSuite

55_Die Schlossinsel | Mirow

Von der Durchgangsstraße zum 3 Königinnen Palais

56_Das HKB | Neubrandenburg

Der Kulturfinger

57_Das jüdische Leben | Neubrandenburg

Ein Rundweg durch die Geschichte

58_Der Kulturpark | Neubrandenburg

Grüner Teppich zwischen Stadt und See

59_Die Kunstsammlung | Neubrandenburg

Zwischen Himmel und Museumshof

60_Das Sportgymnasium | Neubrandenburg

Die Eliteschmiede des Sports

61_Die Peenestadt | Neukalen

Der Papst von Rom und die Freiheitsstatue

62_Der Franzosensteg | Neustrelitz

Sackgasse zum Paradies

63_Das Königsmann | Neustrelitz

Ein Laden zum Genießen

64_Die Stadtkirche | Neustrelitz

Der friedliche Revolutionär

65_De Pütt | Parchim

Von der Pfütze zum größten Jahrmarkt

66_Die Alte Burg | Penzlin

Benigna Schultzen

67_Das Eisenbahnhotel | Plau am See

Romantik pur

68_Die Eldeschleuse | Plau am See

Eine Hühnerleiter für Menschen

69_Die Hubbrücke | Plau am See

Das Blaue Wunder

70_Die Seeluster Bucht | Plau am See

Eine Bucht zum Verlieben

71_Das Jagdschloss | Prillwitz

Erholungsheim und Filmkulisse

72_Die Wüste Kirche | Rambow

Ein früher Wallfahrtsort

73_Die Sternwarte | Remplin

Remplin auf dem Mond

74_Das Hafendorf | Rheinsberg

Erst FDGB-Heim – dann Klein-Venedig

75_Das Kavalierhaus | Rheinsberg

Musik – Musik – Musik

76_Das Literaturmuseum | Rheinsberg

Verliebt in Rheinsberg

77_Die geteilte Stadt | Röbel/Müritz

Von der Armenstadt zum Schmuckstück

78_Die ewige Stadt | Rom

Wo die Römer leben

79_Die Landwehr | Tornowhof

Die Grenze zwischen Mecklenburg und Brandenburg

80_Der Altstädtische Markt | Schwerin

Von Heinrich dem Löwen zur friedlichen Revolution

81_Der Fernsehturm | Schwerin

Hoch über Schwerin

82_Die Mecklenburgstraße | Schwerin

Vom Pfaffenteich und dem Generalpostdirektor

83_Die Schelfstadt | Schwerin

Heiraten im Schleswig-Holstein-Haus

84_Die Schleifmühle | Schwerin

Die landesherrliche Steinschleiferei

85_Das Schloss | Schwerin

Demokratie im Märchenschloss

86_Das Seglerheim | Schwerin

Zutritt erwünscht

87_Das werk3 | Schwerin

Berliner Salonduft im Domwinkel

88_Der Filmort | Schwichtenberg

Das achte Weltwunder

89_Die Schmalspurbahn | Schwichtenberg

Einmal Uhlenhorst und zurück

90_Das Dorfleben | Seewalde

Ein Ort mit Zukunft

91_Das Jagddorf | Speck

Willi Stophs Jagdgebiet und die ertrunkenen Bäume

92_Die Reuterstadt | Stavenhagen

Der große Sohn der Stadt

93_Das Gefängnis | Strelitz-Alt

Der Fall Jakubowski

94_Die Landesirrenanstalt | Strelitz-Alt

Die Geschichten der Insassen

95_Der Hertha-See | Teterow

Wenn Wünsche in Erfüllung gehen

96_Der Teterower Bergring | Teterow

Motorradsport auf grünem Rasen

97_Das Schloss | Ulrichshusen

Wasserschloss, Musikfestspiele und die Maltzahns

98_Die kleinste Gemeinde | Voigtsdorf

Ein sterbender Ort?

99_Die Flaniermeile | Waren (Müritz)

Luftkurort und Kunst aus Frankreich

100_Die Müritz | Waren (Müritz)

Schön wie das Mittelmeer

101_Das Müritzeum | Waren (Müritz)

Im Haus der 1.000 Seen

102_Die Müritz-Saga | Waren (Müritz)

Was geschah im 17. Jahrhundert?

103_Das Rathaus | Waren (Müritz)

Einschussloch, Le Fort und der Kapp-Putsch

104_Dat Tortenhus | Waren (Müritz)

Schlemmen in der Feuerwache

105_Das gemütliche Städtchen | Wesenberg

Eine Burgmauer, ein blaues Rathaus und ein Filmtheater

106_Das Bermudadreieck | Wessentin

Alles nur Seemannsgeschichten?

107_Die Kunsthalle | Wittenhagen

Vom Kuhstall zum Kunsthaus

108_Die Windmühlenstadt | Woldegk

Am Fuße des Berges

109_Das tapfere Wrodow | Wrodow

Rosa von Praunheims Denkmal

110_Die weiße Glashütte | Zechlinerhütte

Das Sommerhaus

111_Der Pilgerpfad | Zippelow

Pilgern an der Seenplatte

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Ursprünglich war die gesamte Mecklenburgische Seenplatte ein großer See, der sich infolge der Seespiegelabsenkung in mehrere kleinere, miteinander verbundene Seen gliederte. Das Gebiet umfasst die Seen um Schwerin wie Teile des nördlichen Brandenburgs. Seit der Kreisgebietsreform im September 2011 gibt es einen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, zusammengesetzt aus dem östlichen Teil des historischen Mecklenburgs und aus einem kleineren Teil des historischen Vorpommerns. Er ist mit einer Fläche von 5.468 Quadratkilometern der größte Landkreis Deutschlands und umfasst im Norden die Städte Dargun und Demmin, im Westen Malchow, im Süden Wesenberg und im Osten Woldegk und Friedland.

Die Auswahl für das vorliegende Buch umfasst die geologische als auch die politisch-gesellschaftliche Mecklenburgische Seenplatte.

111 besondere Orte aus einem sehr großen, dafür fast ausschließlich wunderbaren Flecken Erde auszuwählen war keine leichte Aufgabe. Vom kleinsten Dorf über vergessene Burgen bis zum größten See Mecklenburgs wird hier erzählt. Sie werden etwas über den flächenmäßig größten Nationalpark der Bundesrepublik und auch etwas über die Menschen an der Seenplatte erfahren. Es ist alles dabei im Land der 1.000 Seen. Genießen Sie diesen Ausflug in die wilden Weiten der inzwischen oft wieder herrlich ungezähmten Natur.

Herzlichst

Jana Jürß

Aalbude

Zum Vollbild

1_Die Aalbude

Von Aalfischern, Zollabgaben und Cholera

Aalbude, ein Ortsteil von Dargun, ist ein sehr hübscher Ort, der Leute durch seine Besonderheit anzieht. Denn hier gibt es eine Gaststätte mitsamt kleiner Pension namens »Aalbude«, und zwar mit eigenem Fähranleger. Vom Verchener Bootshafen aus, der zwischen der Peene und dem Kummerower See liegt, setzt der Fährmann Fußgänger und Radwanderer zur Gaststätte über und holt sie natürlich auch wieder ab. Früher einmal lag der Ort auf einer Insel und wurde von der Achterpeene umflossen, die inzwischen längst zugeschüttet ist. Die dort lebenden Fischer wurden Aalfischer genannt, weil sie von den in der Peene angelegten Aalwehren lebten. Eine weitere Aufgabe war es, die Wehre für den Schiffsverkehr zu öffnen. Der Name Aalbude taucht im Jahr 1697 auf. Weil die Peene als Grenze die Regionen Mecklenburg und Pommern teilte, betrieben die Mecklenburger neben einer Fähre auch eine Zollstation. Die Durchfahrenden mussten auf sämtliche Waren Abgaben zahlen. Ab 1893 gab es ein Fährhaus in Aalbude. Dort wurden die Durchreisenden auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht, Infektionskrankheiten sollten sich dadurch nicht ausbreiten. Auf Grund der Untersuchungen bekam es den Namen Cholera-Haus.

Der Landweg zur Aalbude ist für Autofahrer zwar möglich, aber wenig ratsam, da die Piste sehr eng ist und die wunderschöne Strecke viel zu schade für solch eine Fahrt ist. Besser, man lässt das Auto am Anfang des Naturschutzgebiets Peenetal, das sich von Salem bis nach Jarmen erstreckt, stehen und genießt den Weg. Mag die Aalbude auch längst kein Geheimtipp mehr sein, lohnt sich trotzdem ein Besuch, um einmal ein Stück Aal und die Fähre auszuprobieren. Wer auf diese Weise gleich Verchen besucht, schaut sich am besten noch das Kloster an, dessen Schwestern das Leben der Dorfbewohner und der Kirchengemeinde teilen. Interessierte können ein paar stille Tage dort verleben.

Info

Adresse Aalbude 2, 17159 Dargun, Tel. 039959/27679 | Anfahrt A20, Ausfahrt 19-Tessin, auf B110 in Richtung Tessin/Dargun/Gnoien, bis Demmin fahren, von dort rechts auf B194, dann rechts nach Lindenhof auf DM32 bis nach Verchen, mit der Fähre übersetzen zur Aalbude | Öffnungszeiten Saisonöffnungszeiten – bitte erfragen unter Tel. 039959/27679| Tipp Ein Aufenthalt auf dem kooperativ geführten Biohof Ulenkrug in Stubbendorf zum Mithelfen, Mitlernen, Mitreden oder Mitfeiern ist zu empfehlen.

In der Nähe

Das Peenetal (0.91 km)

Der Bahnhof Dargun (5.58 km)

Die Peenestadt (7.02 km)

Zwei Künstler und ihr Dorf (10.27 km)

Zur Online-Karte

Zum Kapitelanfang

Altentreptow

Zum Vollbild

2_Die Stadt im Aufbruch

Von vielen Bränden in die neue Zeit

zurück

Die Kleinstadt Altentreptow hieß bis 1939 Treptow an der Tollense, wobei bereits 1295 der Name fast so lautete wie der heutige: Antiquum Treptow oder Olden Treptow. Sie war in den vielen Jahrhunderten ihres Bestehens – erste Ansiedlungen sollen bis zur Bronzezeit zurückreichen – mehrfach schlimmen Bränden ausgesetzt und musste immer wieder neu aufgebaut werden. Bereits ab dem 14. Jahrhundert hat es Mühlen im Ort gegeben, die neue Tollensemühle ab 1844 verhalf Altentreptow, gemeinsam mit dem Bau eines großen Fachwerk-Getreidespeichers, zu einem leidlichen Wohlstand. 1953 wurde die Mühle verstaatlicht. Leider schloss der Betrieb »VEB Tollensemühle« fünf Jahre später, bevor die Mühle 1996 zum Teil abbrannte und im Jahr 2000, trotz Denkmalstatus, der Abrissbirne zum Opfer fiel. Der Speicher wird aber heute noch als Marktort genutzt. Ein königliches Postamt gab es ab 1725 in der Demminer Straße. Allerdings war die Stadt im 18. Jahrhundert derart verarmt, dass sie ihre Stadtmauer abtrug, um neues Land zu gewinnen.

1916 bekam die Stadt Stromanschluss, was eine enorme Aufwertung bedeutete.

Info

Adresse 17087 Altentreptow | Anfahrt A20, Ausfahrt 30-Altentreptow, dann die L273 bis Altentreptow | Tipp Der Bismarck-Stein am Klosterberg ist der größte noch existierende Findling auf dem norddeutschen Festland.

Ein Bahnanschluss erfolgte bereits 1878 und ist bis heute erhalten. Bis 1994 war Altentreptow Kreisstadt mit einem großen Wohngebiet mit 1.049 Wohnungen.

Heute ist das Städtchen im Aufbruch, als hätte es sich noch nicht ganz gefunden. Die Sankt Peter Kirche ist sicher ein Blickfang mit dem Schnitzaltar mit 40 Heiligenfiguren und auch einer Buchholz-Grüneberg-Orgel. Auch die beiden Stadttore Brandenburger Tor und Demminer Tor, die sanierte Mauerstraße und der Brunnen am Markt, der alle nass spritzt, die ihm zu nahe kommen, sind sehenswert. Nicht zu vergessen Fritz Reuter, der hier sechs Jahre seines Lebens als Maler, Dichter und Lehrer verbrachte. Auf dem Friedhof, mit seiner ungewöhnlichen Atmosphäre, gibt es sogar eine Gedenkstätte für die Freunde von Fritz Reuter.

In der Nähe

Die Weiße Flotte (6.42 km)

Das Orgelmuseum (6.89 km)

Die Hubbrücke (8.49 km)

Die Eldeschleuse (8.85 km)

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Alt Schwerin

Zum Vollbild

3_Das Agroneum

Leben und arbeiten auf dem Lande

zurück

Das Dorf Alt Schwerin, bereits im 13. Jahrhundert als Bauerndorf gegründet, liegt nur wenige Kilometer nördlich von Malchow am Rande des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. Einer Familie Gamm gehörte einige Jahrhunderte lang das Dorf. Seit 1963 ist Alt Schwerin ein Museumsdorf. Die DDR hat mit dem Freilichtmuseum »Agroneum« ein Museum im Museum geschaffen. Was nicht schon vor Ort war, wie Gutshaus, die großen Feldsteinkaten an der Dorfstraße und die Dorfschule, wurde von andernorts hergeschafft. In der ehemaligen Schnitterkaserne von 1904 ist die original DDR-Ausstellung »5.000 Jahre Landwirtschaft in Mecklenburg« zu sehen. Die Mühle aus Jarmen begrüßt die Gäste bereits von der Autobahn, und in der Tagelöhnerkate »Wittenborn« werden die Lebensverhältnisse um 1870, also vor der Gründung des Deutschen Reiches, gezeigt. Wer eine Wohnung eines LPG-Bauern sehen möchte, findet diese in den Steinkaten. Alfred Greve hat sämtliches Inventar 1970 an das Museum verkauft, am Heiligabend schloss er das letzte Mal die Wohnungstür ab.

Das Agroneum bietet

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