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Osterlaus oder Das Ostoberfest
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eBook147 Seiten1 Stunde

Osterlaus oder Das Ostoberfest

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Über dieses E-Book

Nikolaus hat es satt, dass ihm vom Santa Claus, der Erfindung eines amerikanischen Brausekonzerns, die Show gestohlen wird. Nicht diese Witzfigur von einem Weihnachtsmann, sondern er, Nikolaus, ist mit seinen Wichteln seit Jahrhunderten für das Weihnachtsfest zuständig. Zusammen mit seinem Chefwichtel überlegt er, die Bescherung um ein paar Tage zu verschieben, um so den Brause-Santa zu entlarven.
Zur gleichen Zeit erklärt Osterhase seiner Lieblingshenne, Schwarze Lola, er wolle endlich derjenige sein, der die meisten Geschenke bringt, um bei den Menschen ein größeres Ansehen zu erreichen. Die beiden beginnen, Pläne zu schmieden, wie sie Weihnachten übernehmen können.
Nachdem der Meister der Verschiebung des Termins zugestimmt hat, kommt es erst am 30.12. zur Bescherung. Dadurch wird zwar enttarnt, dass der Brauseweihnachtsmann nicht die Geschenke bringt, aber die Menschen sind enttäuscht und das Weihnachtsfest ist misslungen.
Osterhase sieht darin einen Fehler Nikolaus‘ und seine Chance gekommen, Weihnachten zu übernehmen.

Erleben Sie, wie sich der Kampf um das Weihnachtsfest entwickelt, wie er sich auf die großen amerikanischen Brausekonkurrenten ausweitet und wie aus Osterhase Osterlaus wird!
Erfahren Sie von dem Weihnachtschaos und der Aufwertung des Osterfestes durch eine volksfestliche Erweiterung, die mit Passionsspielen sogar den österlichen Gedanken wieder näherbringt!
Lesen Sie, wie das Ostoberfest auf der ganzen Welt gefeiert und zu einem riesigen Erfolg wird mit der Nikolausmannschaft, Florian Silbereisen und zahlreichen Prominenten auf dem Hauptfest in München!
Tauchen Sie ein in diesen etwas anderen Roman, und lassen Sie sich mitreißen von seinen skurrilen Typen und wunderlichen Ereignissen!
SpracheDeutsch
HerausgeberXinXii
Erscheinungsdatum11. Dez. 2015
ISBN9783960281375
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    Buchvorschau

    Osterlaus oder Das Ostoberfest - Jos Wigger

    Jos Wigger

    Osterlaus oder Das Ostoberfest

    Eine Geschichte zwischen Weihnachten und Ostern

    Impressum

    Osterlaus oder Das Ostoberfest

    von Jos Wigger

    ©2015 Wigger

    Alle Rechte vorbehalten

    Autor: Jos Wigger

    jos.wigger@gmx.de

    E-Book-ISBN: 978-3-96028-137-5

    Verlag GD Publishing Ltd. & Co KG, Berlin

    E-Book-Distribution: XinXii

    www.xinxii.com

    Prolog

    „Warum muss ich immer in der zweiten Reihe stehen? fragte er sich jetzt zum wievielten (?) Mal in der ganzen langen Zeit. „Warum bekomme ich nicht die Aufgabe, die die größte ist und die höchste Ehre bedeutet?

    Er schüttelte seinen kleinen Kopf mit den großen Ohren.

    „Es ist einfach ungerecht, dass nach all diesen Jahrhunderten nicht mal gewechselt wird. Ich möchte mich auch einmal in diesem Ruhm sonnen können."

    Er hatte sich mal wieder so sehr in dieses Thema reingesteigert, dass er vor Wut gegen die Hallenwand trat. „Au!" fluchte er leise, denn er hatte sich heftig wehgetan.

    „Verdammte Hühnerkacke", stieß er verächtlich hervor und humpelte langsam davon. Jetzt musste sie ihn erst wieder lange bedauern und trösten, bis sich seine Stimmung bessern würde.

    1. Kapitel

    „Es gibt keinen Weihnachtsmann, Nikolaus brüllte seinen Chefwichtel geradezu an, „der ist eine amerikanische Erfindung. Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „ Ach, schlimmer noch, die Erfindung einer kapitalistischen Sprudelfabrik, die diese Figur für die schamlose Steigerung ihres Umsatzes erlogen hat. Ich sage dir, wenn ich mich politisch orientieren müsste, würde ich Kommunist."

    Die beiden wichtigsten Organisatoren für das Geschenkewesen saßen sich an Nikolaus‘ riesigem Schreibtisch gegenüber und besprachen das Weihnachtsgeschäft.

    „Das weiß ich doch alles, winkte Chefwichtel Eisenhauer müde ab, „aber er hat sich nun mal in der Vorstellung unserer Kunden festgesetzt. So gesehen also eine gelungene Werbekampagne.

    „Das heißt noch lange nicht, dass wir diesen Mist mitmachen, polterte Nikolaus weiter. „Wir haben unsere eigene Tradition, und die ist ja wohl gewichtiger als so eine Witzfigur von einem Brausepanscher.

    Eisenhauer nickte nur: „Du hast ja vollkommen Recht, lass uns das Thema beenden. Wir haben genug anderes zu tun." Sie steckten mit der Weihnachtsproduktion in der Hochphase, und er war ziemlich geschafft. Vor allem aber wollte er nicht, dass sein Chef ihm schon wieder seinen Lieblingssermon herunterleierte. Den hatte er nun wirklich oft genug gehört.

    Aber Nikolaus wollte offenbar mit dem Thema noch nicht aufhören: „Den richtigen Geschenktag feiern ja eigentlich nur die Holländer, auch wenn ich diese Wohnwagenjunkies nicht besonders mag. Bei ihnen bringt der Sinterklaas am sechsten Dezember, also meinem Namenstag, die Gaben. Und warum? Weil ich als Bischof von Myra bereits großzügig Geschenke verteilt habe und daher für diese Tradition stehe."

    „Aber sind die ersten Geschenke nicht von den drei Weisen gekommen?" Eigentlich wollte der Chefwichtel dieses Gespräch gar nicht, aber es war wohl die einzige Möglichkeit, aus der Geschichte herauszukommen.

    „Völlig richtig, stimmte Nikolaus ihm zu, „deswegen werden ja die Geschenke in einigen Ländern auch zum Dreikönigstag überreicht. Das ist auch völlig in Ordnung so, sie waren schließlich die ersten.

    „Und wie kommen wir dann auf Weihnachten?" fragte Eisenhauer nach, obwohl er es natürlich wusste.

    „Das ist eine delikate Geschichte", der Bischof kraulte seinen imposanten weißen Bart, „da hat der Meister ein bisschen dran gedreht. Als er sich entschlossen hatte, die Menschheit zu erlösen, war ja seine Geburt das ganz große Geschenk an sie. Aber wie die Menschen nun mal sind, wollten sie gerne dieses Ereignis mit Symbolen feiern.

    Und dazu eignen sich eben am besten Geschenke. Also wurde der Geschenktag vom sechsten Dezember allmählich auf Weihnachten verschoben, und dagegen hatte er natürlich auch nichts einzuwenden. Kann man ja verstehen. Außerdem ist an meinem Ehrentag ja immer noch ein voller Stiefel geblieben. Und er hat mir, dem Nikolaus, weiterhin die ganze Geschenkeorganisation, auch für Weihnachten, überlassen. Und deswegen werden wir diesen Brauseweihnachtsfuzzi einfach ignorieren."

    „Immerhin fährt er mit einem imposanten Lastwagen, einem beleuchteten blinkenden Truck, durch die Gegend, wandte der Chefwichtel ein, „und insbesondere die Kinder sind begeistert. Du musst dir nur mal das Funkeln der Lichter in ihren Augen ansehen.

    „Ach, dabei geht’s doch nur um Reklame für die braune Brühe und darum, die Kinder schon frühzeitig an den Konsum dieses Gesöffs zu fesseln, schnaubte der Bischof. „Ich sage dir, er ist ein elendiger Seelenfänger, und es würde mich nicht wundern, wenn unter seiner roten Mütze bereits krüppelige Hörner wachsen. Aber egal, für die Geschenke sind immer noch wir zuständig, und damit basta!

    Eisenhauer grinste ein wenig in seinen ebenfalls imposanten Graubart. Er wusste, damit war das Thema eigentlich abgeschlossen. Aber weil es ihn interessierte und vor allem die Existenz der ganzen Organisation betraf, hängte er noch an: „Vielleicht sollten wir einfach öffentlich machen, dass wir die Geschenke bringen, und nicht der Weihnachtsmann. Das glauben nämlich sehr viele Leute, zumal die Brausefritzen ihn geschickter Weise auch noch Santa Claus genannt haben."

    „Ich weiß, stieß Nikolaus zwischen den Zähnen hervor, „es ist eine Unverschämtheit, meinen Namen für den Verkauf von brauner Brause zu missbrauchen. Aber was sollen wir machen? Ich bin nicht urheberechtlich geschützt.

    „Vielleicht solltest du öffentlich gegen ihn antreten und zeigen, dass du der Gabenbringer bist", schlug der Chefwichtel vor.

    „Ich soll mich auf ein Niveau mit dem Brauseklaus begeben? der Bischof schnaubte. „Niemals! Außerdem haben wir es doch gar nicht nötig, uns mit diesen Kapitalisten zu messen. Die Menschen werden schon wissen, von wem die Geschenke kommen.

    „Da bin ich mir allerdings nicht so sicher, antwortete Eisenhauer, „die Leute glauben der Reklame, und die gaukelt ihnen Santa Claus als den großen Gabenbringer vor.

    „Müssen wir dann jetzt etwa auch Reklame machen? ereiferte Nikolaus sich. „das ist doch lächerlich.

    „Das könnten wir gar nicht, stellte der Chefwichtel fest, „zu einer angemessenen Gegenreklame fehlt uns einfach der Etat. Aber wir haben vielleicht eine andere Möglichkeit, die Dinge ins rechte Licht zu rücken.

    Der Bischof horchte auf. Auch wenn er meisten so tat, als müsse allen klar sein, wer die Geschenke bringt: es wurmte ihn gewaltig, wie dieser Brauseklaus offenbar dabei war, seine Position zu übernehmen.

    „Lass hören, forderte er seinen Chefwichtel auf, „ich bin dabei, wenn wir der Brause eins auswischen können.

    Eisenhauer machte eine kleine Pause und genoss die zunehmende Spannung seines Chefs. Er schob seine Zipfelmütze etwas zurück und kratzte sich ausgiebig an einer juckenden Stelle seines kahlen Schädels. Dann schob er die Mütze wieder vor, nickte zweimal und fuhr grinsend fort:

    „Wie wäre es, wenn wir diesmal das Geschenkdatum um ein paar Tage verschieben? Also nicht die Bescherung an Weihnachten machen, sondern zum Beispiel erst auf Neujahr."

    Nikolaus schüttelte den Kopf: „Und was soll das bringen?"

    „Nun, wenn die Leute glauben, der Weihnachtsmann bringt die Geschenke, erklärte Eisenhauer, „werden sie sich an ihn wenden, wenn sie ausbleiben. Und dann muss diese Brausewitzfigur Santa Claus zugeben, dass er gar nicht für die Geschenke zuständig ist. Und wenn sich die Leute genügend gewundert und gefragt haben: ‚woher kommen sie denn‘, dann verteilen wir wie gewohnt unsere Gaben, nur eben ein bisschen später. Das würde ohnehin unsere angespannte Arbeitssituation ein wenig entspannen. Und zu den Geschenken legen wir eine Nachricht ‚vom Nikolaus im Auftrage des Christkinds‘, und allen Leuten ist wieder klar, wer die Gaben bringt.

    Nikolaus hatte ein Auge zugekniffen und auf seinen umbarteten Lippen spielte ein verschmitztes Lächeln. „Potz Blitz, stieß er hervor, „Eisenhauer, du bist ein gerissener Wicht. Die Vorstellung macht mir Spaß, das ist eine Idee, so recht nach meiner Fasson. Er schlug mit einer Hand auf die Schreibtischplatte und lachte ziemlich rau.

    „Wir müssen nur ausschließen, dass Er etwas dagegen hat, der Chefwichtel deutete mit seinem Daumen nach oben, „schließlich ist es sein Geburtstag, den wir boykottieren wollen.

    „Das lass mal meine Sorge sein, beruhigte Nikolaus ihn, „ich rede mit dem Meister. Und ich kann mir gut vorstellen, dass er gegen eine Aktion, die klarstellt, wer für die Geschenke zuständig ist, nichts einzuwenden hat.

    2. Kapitel

    Osterhase lag träge im Stroh seiner großen Eierhalle, und im weiten Umkreis um ihn herum kauerten seine ganzen Legehennen, die alle einen ähnlich schlappen Eindruck machten.

    Direkt neben ihm hockte die schwarze Lola, ein üppiges pechschwarzes Sachsenhuhn mit einem feurigen Kamm.

    Sie war schon seit einiger Zeit nicht nur seine Lieblingshenne, sondern auch in der Eierproduktion überaus erfolgreich.

    Er hatte eine Pfote unter ihr Federkleid geschoben und streichelte geistesabwesend über ihre Hühnerhaut, während er sich mit der anderen Pfote eine Karotte in den Mund schob. Eine gewisse Ähnlichkeit mit Bugs Bunny war beim Kauen durchaus gegeben.

    Er konnte es sich mit seiner Truppe leisten, im Stroh abzuhängen. Es war Anfang Dezember und für sie tote Hosensaison. Außerdem schmerzte seine Hinterpfote noch von dem Tritt gegen die Wand.

    Derzeit war die Weihnachtsfraktion unter Nikolaus im Einsatz, und damit hatten sie nichts zu tun. Dafür waren die jetzt im Dauerstress, so wie es seiner Mannschaft dann vor Ostern wieder gehen würde. Allerdings musste er zugeben, dass sein Osterstress mit dem Weihnachtsstress nicht zu vergleichen war. Die Nikolaustruppe hatte viel mehr zu tun als sein Hennenhaufen, und er hatte sich schon oft gefragt, warum das so war.

    Warum gab es zu Weihnachten mehr Geschenke

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